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Sauna auf Italienisch
Samstag, 24. Januar 2004

Wir hatten zwar auf eine relative problemlose Anreise in die Dolomiten gehofft, aber durchaus mit Problemen gerechnet. Dass die aber so früh auftauchen würden wie die Ausfahrt Wertach-Oy an der A7, das erstaunte uns dann doch ziemlich (dabei hätten wir das eigentlich sogar kennen sollen) und liess weitere Probleme erwarten.

Die allerdings liessen auf sich warten. Die 'Blockabfertigung am Grenztunnel Füssen' konnten wir elegant umfahren und weitere Probleme gab es einfach nicht. Dass wir dennoch deutlich länger als die vom Routenplaner von web.de prognostizierten 3.45h brauchten, hatten wir erwartet. Auf Landstrassen, die Pässe sind, kann man einfach keinen Schnitt von 60 km/h fahren ;-)

Nach 5 Stunden waren wir am Sellajoch. Die Sonne schien, die Berge, der Himmel und der Schnee leuchteten und uns lachte das Herz. Hach, sah das alles Klasse aus! Wir hatten Zeit und so machten wir unsere erste richtige Pause mit richtig guten italienischem Cappucchino.

In Arraba kamen wir nach einer halben Stunde und dem letzten Pass (Podoijoch) an, genau richtig, um fast die ersten in der Skipassschlange zu sein, angesichts der Länge der Schlange, die sich hinter uns aufbaute, kann man das nur als Glückstreffer bezeichnen.

Unser Hotel fanden wir problemlos und die Zeit war auch genau richtig. Sie reichte nämlich gerade noch für einen ausgiebigen Sauna-Aufenthalt vor dem Abendessen. Mit unseren Bademänteln und den hübschen gelb-weiss gestreiften Handtüchern vom Hotel stürzten wir uns ins Vergnügen - den winzigen aber nett eingerichteteten 'Wellness'-Bereich des Hotels.

Erst mal Duschen, dann ab in die heisse Sauna. Geniesserisch streckten wir uns und fingen an, zu entspannen, aber irgendwas war komisch. Sehr komisch. War hier wirklich ausser uns niemand nackt? Niemand?! Wir beobachten draussen alles ganz genau und tatsächlich, alles lief züchtig mit Badekleidung bedeckt herum. Zuerst war das nicht besonders aufgefallen, weil die meisten einen Bademantel anhatten.

Und nun? Erst mal versuchten wir uns so weit es möglich war, mit den Handtüchern bedeckt zu halten. Wir wollten die offensichtlich prüden Italiener nicht mehr erschrecken als nötig. Unter den Duschen ging das natürlich nicht ;-) Aber was sollten wir in den nächsten Tagen machen? Badesachen hatten wir nämlich nicht mit.

Gründliches Wühlen in unseren Sachen förderte schliesslich für jeden einen Satz Unterwäsche zutage, der nicht übermässig durchsichtig und halbwegs tragbar aussah. Pures Glück, dass ich überhaupt irgendwas BH-mässiges dabei hatte, denn als Funktionsunterwäsche taugen die üblichen BHs keineswegs und ein enges Unterhemd tut's bei mir als BH-Ersatz allemal ;-)

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