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So eine Audi-Batterie ...
Montag, 26. Januar 2004

... hält aber auch gar nix aus!

Als wir in der Früh mit den Skistiefeln über der Schulter ans Auto traten, erwartete uns eine böse Überraschung: Die Batterie war so schlapp, dass sie es nicht mal schaffte, alle Türen über die Zentral-Verriegelung zu öffnen. Zugegeben, -15 Grad Celsius ist ziemlich kalt, aber das sollte doch so einer stressgewöhnte Diesel-Batterie nicht zu schaffen machen.

Die Lichter in den Armaturen leuchteten nur halb auf und der Anlasser rührte sich nicht mal. Die Batterie war total platt. Mir schwante Übles und ein einziger Griff nach links bestätigte die Vermutung: Ich hatte meine über den Zigarettenanzünder betriebene Sitzheizung auf Stufe 3 stehen lassen und die hatte in der langen kalten Nacht die Batterie bis aufs letzte Restchen leer gesaugt. Oh Nein!

Als erstes organisierten wir uns den Skibus-Service des Hotels. Da wir den Audi ja nicht direkt brauchten, machte es keinen Sinn, Skizeit zu verbrauchen. Und was wir unternehmen wollten/konnten/sollten konnten wir uns auch tagsüber überlegen.

Graziano, der Fahrer und Mädchen für alles vom Hotel, setzte uns und die anderen Gäste auf der anderen Seite von Arabba ab (damit kein falsches Bild entsteht, 100m vom anderen Parkplatz entfernt) und daher fingen wir diesen Tag in der anderen Richtung an. Erst mal fuhren wir nach Corvara - und da wir dann schon dabei waren gleich weiter, die Sellaronda in der grünen Richtung.

Von Corvara gings weiter übers Grödnerjoch ins Grödner Tal. Irgendwie hatten wir uns 'skifahren' ja anders vorgestellt. Von einem flachen Zubringer-Sessellift gings zum nächsten flachen Zubringer-Sessellift, zur Abwechslung mal in eine flache Gondel und wir hatten den Eindruck, man werde hier mit den Transport-Gerätschaften um den Sellastock gefahren. Dabei hätte uns ein wenig Bewegung nicht schlecht getan - es war nämlich eiskalt.

Bevor es endlich eine lange Abfahrt nach Wolkenstein hinunter ging, gaben wir auf und kehrten zum Zwecke der Wiederbelebung aller eingefrorenen Extremitäten, vor allem der Zehen und der Fingerspitzen, in die Gipfelkneipe am Dantecepies ein. Die Handschuhe landeten auf dem Ofen, die Skistiefel flogen von den Füssen und nach jeweils 2 Cappuccino waren wir wieder ziemlich aufgetaut.

Ab hier ging die Sellaronda grün dann halbwegs interessant weiter, aber ein klein wenig böse waren wir trotzdem noch. Was ist denn das für eine Skirunde, in der man kein Stück Skifahren und stattdessen erbärmlich frieren muss?

Erst mal ging's eine schöne rote Piste nach Wolkenstein hinunter, drüben auf den Ciampinoi hinauf und ein paar weitere schöne Pisten hinab, bis wir schliesslich an der Schiebestrecke zum Sellajoch landeten. Die restlichen Pisten zurück nach Arabba kannten wir ja schon und wie am Vortag sausten wir ein paar Mal die scharzen Pisten an der Porta Vescovo hinunter, um noch ein wenig 'richtig' Ski zu fahren.

Den Tag über hatten wir verschiedene Möglichkeiten, den Audi wieder in Gang zu bringen, diskutiert und schliesslich den Ausbau der Batterie und ein komplettes Laden des gutes Stückes als sinnvollste Lösung ausgesucht. Das Hotel wollten wir bitten, Graziano mit der Batterie zu einem 'mechanico' zu schicken, damit der der Batterie den Tag über laden könnte. Mit ein wenig Glück hätten wir dann morgen Abend wieder ein funktionierendes Auto.

Der Saunagang für diesen Abend fiel der Batterie zum Opfer, denn die Sauna war nur vor dem Abendessen offen. Peinlich war für meinen persönlichen Mechaniker, dass wir schliesslich nicht mal in der Lage waren, die Batterie selber auszubauen - es fehlte am geeigneten Werkzeug ;-) Als wir im Hotel um Werkzeug baten, meinten die, wir sollten doch Graziano alles machen lassen. Liessen wir dann, was sollten wir sonst tun?

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