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Vorbereitungen und Hüttenaufstieg
Samstag, 04.09.2004

Freitag Nachmittag, der letzte Ausrüstungs-Check. Alles da, alles OK (schließlich haben wir das am letzten Wochenende schon mal gemacht), aber sind die Steigeisen nicht ein wenig stumpf?

Ich finde nicht, aber der beste Allgäuer von allen ist nur mit 110% zufrieden und schärft alle Steigeisen-Zacken nach. Ich muss zugeben - es macht einen Unterschied. Mit solch scharfen Eisen müssten wir für alle Bedingungen gerüstet sein :-)

Samstag um 7.00h geht es los. Vom Allgäu ins Wallis zu fahren ist eine ernsthafte Aufgabe. Bis nach Chur geht es schnell, dann aber geht es über Landstraßen den Oberalp und den Furkapass (Mannomann, hat der Rhonegletscher an Mächtigkeit verloren!) ins Rhonetal. Das daaaauert! Und es ist manchmal geradezu unglaublich, wie die Leute fahren. Man braucht Geduld und Nerven, Eigenschaften mit denen wir beide nicht gerade gesegnet sind.

Endlich aber erreichen wir die Abzweigung ins Saaser Tal. Es geht weit nach hinten ins Tal hinein und die Berge rundrum werden immer höher und steiler. Dann öffnet sich das Tal bei Saas Grund und wir sehen den ersten Eisberg - das Allalinhorn. Das ist allerdings auch der einzige Eisberg, der von unten zu sehen ist.

Wir parken bei der Hohensaaser Bahn und gehen erst mal Kaffee trinken. Nach 6 1/2 Stunden Autofahrt brauchen wir ein wenig Pause. Es ist sonnig und warm, eigentlich sogar heiß. Uns graut vor dem Aufstieg zu den Weissmies Hütten, wo es in der prallen Sonne 3 Stunden lang steil bergauf geht.

An sich sollte der Aufstieg mit zur Akklimatisation gehören, aber wir fahren dennoch mit der Bahn hinauf nach Chrizbode (Kreuzboden). Es ist einfach zu heiß. Das verkürzt den Aufstieg um mehr als 2 Stunden, kostet allerdings pro Person 21 Franken. Dafür sehen wir oben Tretroller mit fetten Stollenreifen. Monster-Trottis zum Ausleihen - da kriegt man ganz neue Ideen für den Abstieg ...

Vom Kreuzboden aus sehen wir endlich die Saaser Berge. Hinter uns die gegenüberliegende Seite mit dem Dom, dem höchsten Schweizer Berg (Panorama unten), vor uns 'unsere' 3 Berge: Fletschhorn, Lagginhorn und Weissmies.

Die letzte Stunde Aufstieg zu den Weissmieshütten haben wir bald hinter uns. Es ist Wochenende und die Hütte ist zum Bersten voll. Wir ergattern noch ein Plätzchen in der Sonne und bestaunen lange und ausgiebig die Aussicht auf die 18 4000er die man von der Hütte aus sehen kann. Wow!

Wir bleiben so lange wie möglich draussen und lassen die grossartige Umgebung auf uns wirken. Anhand einer Kupfertafel vor der Hütte können wir alle Berge identifizieren - man sieht sogar den Monte Rosa! Um 19:00h gibt es Abendessen (sehr fein übrigens) und um 22:00h ist Hüttenruhe. Das ist OK, denn Wecken ist um 4:15h morgen früh.

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