EngelChronik 2014 - Korsika

Gorge du Spelunca

11.06.2014

Nach den beiden extrem heißen (und durstigen!) Tagen war uns nach einer kühleren Tour, daher kippten wir die ambitionierteren Pläne erst mal und fuhren nach Ota, um die Spelunca-Schlucht ein Stück hinauf zu wandern und in den Gumpen zu baden.

Wir parkten kurz hinter Ota auf der Straße und betrachteten ein Stück weiter das abgerutschte Stück Straße, wegen dem die Weiterfahrt gesperrt war, mit einigem Gruseln. Es sieht nicht so aus, als sei Straßenbau auf Korsika ein leichtes Unterfangen.

Der Weg durch die Spelunca-Schlucht fängt bei der alter Genueserbrücke unter Ota an. Wir waren einigermaßen früh unterwegs und daher noch relativ allein, aber man konnte den abgetretenen Felsen des Weges neben dem Bach ansehen, dass es hier gelegentlich ganz schön zuging.

Wie erhofft war die Wanderung auf dem alten Maultierweg (?) durch die Schlucht meist schön kühl. Den Abschnitt des Weges, wo der steile Anstieg nach Evisa bewältigt werden muss, finde ich sehr beeindruckend. Die Wegebauer (die Genueser?) hatten ihr Handwerk verstanden, denn der Weg ist fast überall noch vollständig erhalten und führt in endlosen Kehren breit aus runden Steinen gemauert nach oben. Wir gingen nicht ganz bis nach Evisa (wo man zum Einkehren noch ein ganzes Stück die Strasse entlang hätte laufen müssen), sondern drehten um, als die Steigung nachließ. Schließlich wollten wir ja noch in den Gumpen baden!

Die breiten Gumpen an der Pont du Zaglia waren inzwischen aber mit vielen Menschen bevölkert, so dass wir lieber zurück Richtung Ota gingen. Auch unterwegs hat es ein paar Gumpen, die waren aber entweder sehr winzig (was Schwimmen ein wenig schwierig macht) oder auch schon voll. Kurz vor der Ponte Vecchio, wo die Strasse nach Ota den Bach quert, hatten wir eigentlich schon fast aufgegeben und fingen an, uns aufs Meer zu freuen. Aber die große schöne Gumpe direkt unter der Brücke war völlig leer und bot schöne Felsen zum Sonnen :-)

Wir legten uns auf einem großen warmen Stein in die Sonne und schwammen ein paar Mal die Gumpe auf und ab. Viele Leute kamen vorbei, ein paar kamen ebenfalls zum Baden, aber nicht viele. Langsam zogen über den Bergen hinter Evisa dunkle Wolken auf. Und dann fing es an, da hinten zu grummeln. Wir packten unser Zeug und gingen zum Auto zurück. Dabei gab es Stau auf der Genueserbrücke unter Ota, denn eine Ziegenherde lief dort gerade hinüber. Als wir die Brücke betraten, zogen es einge Ziegen vor, lieber doch nicht über die Brücke zu gehen und stattdessen laut meckernd zu schimpfen ;-)

Zurück in Porto konnten wir deutlich das Gewitter in den Bergen hören und sehen, in Porto am Stand schien aber die Sonne und wir konnten wieder am Strand liegen und Baden. Zum Abendessen war uns nach Herzhaftem und wir assen eine sehr gute Pizza am Minigolfplatz.

Bilder:
Gemütliches Frühstück   Auf der Genueserbrücker unterhalb von Ota   An der Pont du Zaglia   Tiefblick auf die Gorge du Spelunca   Badegumpe  

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