EngelChronik 2017 - Peru & Bolivien

Vorgeschichte

An sich hatten wir mit 'richtig' Urlaub für 2017 ja schon abgeschlossen, denn nach dem erfolgreichen Schienentest war ich ja fest entschlossen, mein Knie operieren zu lassen. Als da dann doch nichts draus wurde, war ich zwar irgendwie froh, aber halt auch einigermaßen niedergeschlagen, denn der kurze Anflug Hoffnung auf Besserung hatte sich ja unerwartet schnell wieder in Luft aufgelöst.

Der beste Allgäuer von Allen schlug dann vor, nochmal einen Versuch an hohen Bergen zu wagen, bevor wir entweder zu alt oder zu kaputt dafür sind und lieferte kurz drauf auch den perfekten Vorschlag: Kultur und Hohe Berge in Südamerika. 3 Vulkane - Chachani (6075m), Ampato (6288m), und Coropuna (6425m) - perfekt für Fußlahme wie mich (wenig Abstieg) und ein Traumziel - Machu Picchu - waren auch dabei.

Beim genaueren Betrachten der Reise und der Daten sprang mich an, dass kurz nach dem Ende der offiziellen Reise der dritte Oktober mit dem Feier- und Fenstertag lag und so mit wenig Aufwand an Urlaubstagen leicht eine weitere Woche anzuhängen wäre. Wenn man eh schon weit weg ist, wäre es ja schade drum, diese Woche quasi zu verschenken.

Ich brauchte nicht lang, um eine Ergänzung zu Peru zu finden: 2 leichte 6000er in Bolivien - Acotango (6040m) und Parinacota (6348m) - noch dazu welche, an denen wir schon gescheitert waren (Acotango: Zufahrt verschüttet, Parinacota: wegen Mulmigkeit abgebrochen). Mit Diamir, der Agentur, die die ursprüngliche Reise anbot, hatten wir ja schon sehr gute Erfahrungen in Afrika gemacht und eine individuelle Reise zusammengestellt bekommen, die sonst so eher nicht durchgeführt wird.

Und auch diesmal klappte das: Diamir machte aus meinem Bolivien-Vorschlag mit minimalen Änderungen eine individuelle Verlängerung für den besten Allgäuer von Allen und mich, die sowohl noch ein wenig mehr Kultur (La Paz), als auch Erholung (heiße Quellen :-)) und eben die beiden Vulkane beinhaltete und uns trotzdem am folgenden Samstag wieder nach Hause bringen würde. Wir ließen uns den Urlaub genehmigen und buchten.

Kurz vor Beginn der Reise bekamen wir mitgeteilt, dass der Ampato wohl ausfallen müsse, weil der Sabancaya - ein aktiver Vulkan direkt daneben - momentan ausbricht und Asche auf den Ampato spuckt oder spucken könnte. Man arbeite daran, einen Ersatzberg zu organisieren, es würde wohl der Chucura werden, der sei sehr schön mit vielfarbigem Gestein und so.

Nach dem Telefonat recherchierte ich erst mal. Ohja, der Sabancaya brach gerade aus, und er ist wirklich nicht weit weg vom Ampato, der gerade die ganze Asche abbekommt. So ein Sabancaya-Ausbruch war auch der Grund warum man 1995 die Mumie des Inka-Mädchens Juanita gefunden hat. Ein paar Bildchen vom Sabancaya kurz vor der Abreise sahen so aus:

Webcambild vom Sabancaya eine Woche vor der Abreise
Webcambild vom Sabancaya eine Woche vor der Abreise
Bild von OVI - INGEMMET
Webcambild vom Sabancaya eine Woche vor der Abreise
Webcambild vom Sabancaya eine Woche vor der Abreise
Bild von OVI - INGEMMET
Webcambild vom Sabancaya eine Woche vor der Abreise
Webcambild vom Sabancaya eine Woche vor der Abreise
Bild von OVI - INGEMMET

Mit einem Vulkan mag man sich ja nun wirklich nicht anlegen, aber mit dem Chucura als Ersatz waren wir ausgesprochen unzufrieden. Nach einiger Recherche schlug ich Diamir den Hualca Hualca als Ersatz vor. Der ist immerhin auch ein 6000er, liegt aber immer noch unbequem nahe am Sabancaya, aber die Experten vor Ort würden ja wohl wissen, ob die 12-Kilometer-Sperrzone bis zum Hualca Hualca und einer potentiellen Aufstiegsroute reicht.

Nach wenigen Tagen kam dann die erfreuliche Nachricht, dass der Hualca Hualca mit etwas Aufpreis durchaus machbar sei und dass auch die anderen Teilnehmer mit dem Berg einverstanden seien (im Nachhein erfahren: die anderen Teilnehmer hatten alle den Chucura ganz einfach abgelehnt). Na also!

Bilder:
Webcambild vom Sabancaya eine Woche vor der Abreise   Webcambild vom Sabancaya eine Woche vor der Abreise   Webcambild vom Sabancaya eine Woche vor der Abreise  

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