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Samstag, 05.08.2017: Nebelgipfel

Donnerstag, August 10, 2017

Wieder mal später als geplant stellten wir das Auto in Oberstdorf an der Nebelhornbahn ab und radelten das Oytal hinter. ‘Draußen’, also daheim in Kempten, war der Himmel blau und wolkenlos gewesen, hier ‘drin’ in den Bergen hingen viele Wolken um die Gipfel herum und die Sonne kam nur gelegentlich durch.

Uns war das nicht unrecht, denn es war wie überhaupt andauernd diesen Sommer, ziemlich schwül und der Schweiß (oder die kondensierte Feuchtigkeit) lief in Strömen, dabei war es nicht mal besonders warm. Der Anstieg zur Käsersalpe ist ziemlich steil und da kam die Sonne dann langsam raus und heizte nochmal extra ein.

Natürlich waren wir nicht allein unterwegs. Wir wurden von 3 eifrigen Pedelec-Fahrern und 2 fitten jungen Männern überholt. Aber Pedelec-Fahrer sind ja keine richtigen Radler :-)

An der Käsersalpe stellten wir die Räder ab und gingen Richtung Älpelesattel. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit zog der beste Allgäuer von Allen die Radelhose aus und eine bequeme kurze Hose an. Meine. Die ich ganz selbstlos abgetreten hatte, weil der Mann meinte, mit einer Radelhose könne er keine Bergtour machen. Ich schon :-)

Der Aufstieg zum Älpelesattel ist sehr krautig und führt stellenweise durch eine Art Buschwald. Die Sonne war da und es war feucht und warm und wie schon mal an dieser Stelle stresste mich das ungemein. An der Pause am Älpelesattel hatte ich dann schon mehr als die Hälfte meiner 2 Liter Saftschorle getrunken und war trotzdem noch durstig. Keine guten Voraussetzungen für den weiteren Weg :-(

Nach dem Sattel geht es erst mal recht steil weiter durch Kraut und Büsche (Heiß! Schwül!), danach landet man auf einem relativ ebenen Sattel, wo wir nochmal Pause machten. Der beste Allgäuer von Allen trat mir ein wenig von seinem Getränk ab :-) Dann legten wir uns in die Sonne - eigentlich nur ganz kurz - und dösten eine halbe Stunde.

Danach hatten sich die Wolken bis fast zu uns hinab gesenkt und es dauerte nicht lang, bis wir auf dem Weiterweg auf dem Grat im Nebel verschwanden. Die Sicht reduzierte sich auf 20 Meter nach vorn und nach hinten (zur Seite auch, aber weil der Grat auf beiden Seiten steil abfällt, war da quasi Null Sicht). Dank Wind war es angenehm kühl aber noch immer schwül.

Nach mehr Grataufschwüngen als ich beim Blick auf den Grat von unten vermutet hätte, kamen wir an den Gipfel. Überall Nebel, alles weiß: Naja, dann halt Gipfelpause ohne Sicht. Aber der Himmel meinte es gut mit uns, es dauert nur ein paar Minuten, bis die Wolken immer wieder aufrissen und uns abwechselnd großartige Blicke auf die umgebenden Berge oder ins Tal gönnten. Nur blauer Himmel ist eh langweilig ;-)

Mit der Sonne wurde es sogar angenehm warm am Gipfel. Und bequem und einsam war es auch, vielleicht war das der Grund, warum wir alle beide nochmal einschliefen (zu wenig Schlaf die Woche über?). Es war total angenehm.

Im Abstieg kamen wir erst mal wieder in den Nebel und sahen erst kurz vor dem Älpelesattel wieder was. Da war dann auch die Sonne wieder da und es wurde wieder warm und schwül. An der Käseralpe gab es ein höchst willkommenes Weizen (Durst!) und ausgezeichneten Kaffee und Kuchen.

Rundherum zog es eilends zu und die Wolken senkten sich. Mit den ersten winzigen Tröpfchen fuhren wir los und dem Wetter davon. Kurz vor dem Oytalhaus kamen wir sogar in die Sonne, während es hinter uns immer noch dunkler wurde. Wir kamen aber trocken zum Auto und nach Hause. Die Gewitter erreichten uns erst, als wir abends beim Essen im Biergarten sassen. Da konnten wir glücklicherweise schnell unter einen Schirm umziehen.


Auf dem Weg ins Oytal


Fast am ersten Zwischenziel: Käsersalpe


Krautiger Aufstieg überm Älpelesattel, hinten die Höfats


Steiles Gras mit Schneck und Rädlergrat im Hintergrund


Knapp über den Eisseen dann Nebel


Gipfel mit (etwas) Sicht und Sonne


Wolkenspiele


Kurzer Tiefblick durch ein Nebelloch auf die Käsersalpe


Abstieg zum Älpelesattel


An der Käsersalpe


Abfahrt am Stuibenfall vorbei

Von engel am 10.08.2017 07:21 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Klettern

Mittwoch, August 09, 2017

Morgens waren noch immer die Nachwirkungen des heftigen Gewitter des Vorabends (das mich überhaupt nicht davon abhalten konnte schlafen zu gehen und trotz der Blitze und des Donners problemlos ein- und durchzuschlafen :-)) zu sehen: es schüttete wie aus Kübeln. Als ich das Haus verließ, hatte der Regen so halbwegs nachgelassen und am Vormittag wurde es trocken und die Sonne kam zwischendurch raus.

Um vier dann Klettern. R. und ich kamen exakt gleichzeitig an der Halle an (und ich freue mich ganz spießig noch immer darüber, dass da noch jemand pünktlich ist ;-)) und kletterten zur Abwechslung mal an der westlichen Außenseite der Halle. Bisher war es da immer zu heiß gewesen, aber heute ohne Sonne war das prima.

Entweder die Routen da sind schwerer bewertet als die auf der anderen Seite (was ich annehme ;-)), oder ich war echt gut drauf. Alle Routen gingen fast spielerisch leicht - bis auf die 7-, die ich vom Erfolg geblendet übermütig probierte. Unten ging es noch ganz gut, aber in der Mitte war dann Schluß. Und die letzte Route, die an der Struktur, an der ich bisher noch nie was geschafft habe, die ging auch nicht. Zusammen waren es 7 1/2 Routen und meine Hände tun nur fast schrecklich weh. Auch das wird also besser :-)

Von engel am 09.08.2017 21:03 • diary(0) Kommentare

Friedensfest

Dienstag, August 08, 2017

Der 8. August ist der einzige Tag des Jahres, an dem ich die Augsburger Kollegen ein wenig beneide. Da haben die frei und wir nicht. An den restlichen Tagen des Jahres freue ich mich darüber, in München zu sein und nicht in Augsburg ;-)

Der Tag war angenehm temperiert, aber es waren Gewitter für Nachmittags/Abends angesagt. Als es um kurz vor 4 draußen dunkler wurde, schaute der ebenfalls radelnde aber etwas wasserscheuere Kollege ins Regenradar und packte umgehend seine Sachen, um von zuhause aus weiter zu arbeiten. Ich lasse mich inzwischen vom Wetter nicht beeindrucken. Wenn es regnet, dann regnet es eben.

Unter vereinzelten Tropfen radelte ich dann ins Monopol und schaute Die göttliche Ordnung an. Da geht es um Nora, die in einem beschaulichen Appenzeller Dorf lebt und eigentlich nur wieder halbtags arbeiten gehen, weil sie sich langweilt. Ihr Mann ist dagegen und sie muss feststellen, dass 1971 in der Schweiz Frauen quasi rechtlos sind. Bald soll über das Frauenwahlrecht abgestimmt werden und sie rutscht langsam und fast ohne ihr Zutun in die Rolle der Anführerin der rebellischen Frauen des Dorfes, die für das Frauenwahlrecht sind, hinein. Das ist natürlich nicht einfach so auf dem Dorf.

Der Film ist so langsam und beschaulich wie das kleine Appenzeller Dorf und genau das macht ihn so überzeugend. Es gibt keine großen Aufstände und Heldentaten, nur viele kleine Wahrnehmungen und Veränderungen. Und am Ende - das ist Geschichte - führt auch die Schweiz das Frauenwahlrecht ein.

Der Film hat mir ausnehmend gut gefallen. Das Kino war voll mit älteren Damen, die diese Zeit vermutlich alle selbst und bewusst erlebt haben und direkt nach dem Ende des Films konnte ich rundrum Diskussionen und ‘Weißt Du noch ...’ hören. Wahrscheinlich wäre es sehr interessant gewesen, noch ein wenig sitzen zu bleiben und zu lauschen, aber ich musste unbedingt raus und den Nachmittagskaffee entsorgen.

Der Plan wäre dann gewesen, im Fitnesscenter noch eine Runde auf dem Crosstrainer zu laufen, aber im Kino hatte ich mal wieder einen Knieschnackler und danach fühlt sich das Knie .... einfach nicht gut an. Ich radelte langsam nach Hause. Radeln ist immer die beste Therapie und daheim fühlte sich das Knie zu 99% wieder OK an.

Knapp 5 Wochen noch bis zum Urlaub. Extra-Kondition bekomme ich jetzt eh nicht mehr, aber ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem. Meh.

Von engel am 08.08.2017 22:00 • diary(0) Kommentare

Rumgewerkel

Montag, August 07, 2017

Die Fahrt nach München war reichlich herbstlich. Kühl mit einstelligen Temperaturen und vor allem richtig ordentlich neblig. Der Nebel ließ nach dem Ammersee merklich nach und in München hatte es immerhin 13 Grad. Als ich radelte, waren es etwa 15. Ich brauchte eine leichte Jacke und fand die Radlerei sehr angenehm.

In der Arbeit habe ich inzwischen die Admin-Probleme mit den unendlichen Versionen des ‘heißgeliebten’ Linux so halbwegs im Griff. Ich trete nicht mehr auf der Stelle oder von Fettnäpfchen in Fettnäpfchen, sondern komme - langsam! - im Projekt voran.

Ich war mit sehr schwerem Rucksack ins Büro geradelt und gab knapp 2 Kilo Bücher bei DAV Bibliothek zurück. Nachdem ich die 5 Reiseführer quer gelesen hatte, konnte ich mich für den entscheiden, den ich kaufen will.

Leider gibt es diesen Reiseführer als Papier-Ausgabe nur mit elendslanger Wartezeit. Ich entschied mich also für die Kindle-Ausgabe. Der Vorteil ist, dass wir den Reiseführer nun beide gleichzeitig lesen können, der Nachteil ist möglicherweise, dass den Lesegeräten (Handy, iPad) der Saft ausgehen könnte, wenn wir grade irgendwas nachschauen wollen.

Da wir aber die ganze Zeit geführt unterwegs sein werden und außerdem ja (altersgerecht ;-)) in den meisten Fällen in Hotels übernachten werden, dürfte das kein großes Problem werden :-) Ein weiterer Vorteil: bei Ebooks hat man die Schriftgröße im Griff ;-)

Am späten Nachmittag dann Kino: Griesnockerlaffäre. Die Vorschau war super, der Film nett. Durchwegs amüsant, stellenweise so absurd wie erwartet, manchmal aber auch arg gewollt. Ich habe mich trotzdem prächtig amüsiert und bleibe definitiv ein Fan von Franz und Rudi :-)

Der Kinosnack enthielt einen ungewöhnlich scharfen Chili (ich glaube der ‘Hungarian Hot Wax’ hat manchmal solche Ausreißer nach oben), ich hatte kurzzeitig Hitzewallungen und musste nießen. Warum ich bei extra-scharfem Essen nießen muss, verstehe ich nicht. Meistens führt das dazu, dass sich das Capsaicin dann auch Richtung Nasenschleimhäute verteilt ;-)

Extra-Sport fiel aus, weil ich endlich das schon länger vorbereitete CMS-Update für die SAN-Site durchziehen wollte. Das wollte ich noch vor dem Urlaub machen und für den Fall der Fälle sollte ja auch noch Zeit für Fehlersuche bleiben. Wie erwartet flutschte das Update aber problemlos durch :-)

Und wo ich dann schon am Rumbasteln war, recherchierte ich endlich, warum Calibre neuerdings meine Kindle-Bücher nicht mehr konvertieren kann. Den Reiseführer können wir jetzt also auch DRM-frei lesen :-) Danke, Internet!

Von engel am 07.08.2017 22:00 • diary(0) Kommentare

Urlaubsvorbereitung

Sonntag, August 06, 2017

Nach dem schönen Samstag mit einer langen Tour begrüsste uns der Sonntag mit Schauern und Kälte. Wir nutzten den Tag zu weiteren Urlaubsvorbereitungen und schauten uns die Chile-Filme an. Hach, super!

Die Chili-Plantage produziert inzwischen jedes Wochenende eine ganze Ladung Früchte. Inzwischen ist auch der erste ‘Carolina Reaper’ reif geworden. Das war bis vor wenigen Jahren der schärfste Chili von Welt und - Hui! - der hat Feuer! Mit einer einzigen Frucht schärften wir das Freitag-Essen (Spaghetti mit Gambas) und das Sonntag-Essen (Thai). Vor allem das Thai-Gericht war ordentlich scharf, heisser Bauch nach dem Essen inklusive.

Wir ernteten ein knappes Kilo Früchte am Wochenende. Die ‘richtig’ scharfen Chilis werden eingefroren, die anderen tailen wir auf und essen sie die Woche über. Immer scharfe Snacks, das hat was :-)

Von engel am 06.08.2017 22:00 • diary(0) Kommentare

Affen

Donnerstag, August 03, 2017

Ich wachte verschwitzt auf, denn obwohl ich mich abends absichtlich ohne Decke ins Bett gelegt hatte (die Wohnung hatte abends 28 Grad), hatte ich mir die Decke in der Nacht wohl gekrallt (sie lag am Rand an der Wand, für den Fall der Fälle) und deswegen geschwitzt. Draußen war es etwas kühler, das Büro-Radeln war total angenehm :-)

Den Tag über kämpfte ich weiter mit den Nachwirkungen der letzten Woche. Ich hatte ein paar Server final abschalten müssen und das, was darauf lief, woanders neu aufsetzen müssen. Man soll Zeug, das funktioniert, einfach nicht anfassen. Jetzt läuft nämlich das blöde NFS-Sharen zwischen Windows und Linux nicht mehr richtig und da habe ich natürlich auch keine Ahnung von. Mit logischem Vorgehen bin ich bislang nur halb zum Ziel gekommen und natürlich ist der Kollege, der das Ganze vor Jahren mal aufgesetzt hatte, seit geraumer Weile nicht mehr in der Firma und sonst kennt sich keiner aus. Ich ja auch nicht, aber ich hab’s am Hals. Meh.

Zum Ausgleich ging ich um halb vier, um das nachmittags leere Cinema auszunützen und kriegerische Affen anzuschauen: War for the Planet of the Apes. Ich bin nur mäßig begeistert, was hauptsächlich daran liegt, dass ich immer wieder in ein Loch in der Story fiel und zwischendurch das Pathos nur so tropfte. War schon interessant den ganzen Film über und nie langweilig, aber halt - naja. Mein Favorit war/ist Maurice. Oh, und Woody Harrelson ist ganz wunderbar böse und irre.

Von engel am 03.08.2017 19:49 • diary(0) Kommentare

Sonntag, 30.07.2017: Skitour im Sommer

Donnerstag, August 03, 2017

Schon am Samstag war uns eingefallen, wo wir vermutlich allein unterwegs sein würden, aber da war es zu spät um noch den Tunnel am Ende der A7 zu riskieren. Sonntag starteten wir also recht früh, kamen problemlos durch den Tunnel und bogen ins Lechtal ab.

In Namlos, wo wir normalerweise mit Skiern starten, gingen wir diesmal zu Fuß los. Zunächst ein paar hundert Meter am Bach entlang (es war wunderbar kühl), dann nicht über die Viehbrücke sondern am Wasserfall vorbei und dann rechts über die (erstaunlich aufwändige) Fußgängerbrücke. Der Karleskopf stand da sogar angeschrieben. Der beste Allgäuer von Allen nahm deswegen an, dass es einen Pfad bis zum Gipfel geben müsse, ich war da nicht so sicher, denn die OSM hat nur einen eingezeichneten Weg bis zum See.

Das Weglein führt anfangs schmal aber deutlich und gelegentlich steil an der linken Bachseite ins Tal hinter. Die Skitour führt über die Weiden auf der rechten Seite und wir konnten die steilen Grashänge ‘bewundern’ über die immer die Lawinen rutschen. Später kommen Sommerweg und Skitour zusammen.

Kurz vor der Steilstufe neben dem Wasserfall biegt der Sommerweg von der Skitour ab und ein schmaler, steiler (und wegen der Feuchtigkeit recht rutschiger) Steig schlängelt sich neben dem Wasserfall durch die Büsche ins untere Kar hinauf. Der Steig verliert sich danach fast im Gras und wird erst vor der nächsten Steilstufe - wieder feucht und rutschig - wieder deutlicher.

Nach der zweiten Steilstufe vereinigt sich der Sommerweg wieder mit der Skitour und führt zum wunderschönen blaugrünen Treiensee im oberen Kar hinauf. Da ist dann Schluss mit Weg. Anfangs finden sich noch ein paar Steigspuren, aber die verlaufen sich bald im Gras und man muss den restlichen Aufstieg über die steilen Wiesen zum Grat hinauf weglos zurücklegen. Das ist nicht schwierig, aber anstrengend.

Zum kleinen Gipfelkreuz sind es dann nur noch ein paar Meter. Wir legten uns ins Gras und genossen die Umgebung und die wohlverdiente Pause.

Der Abstieg zum See war erstaunlich steil (mit den Skiern ist das ein toller Hang, da fällt gar nicht auf, wie steil er wirklich ist), kein Wunder, dass der Aufstieg anstrengend gewesen war. Der Abstieg war heiß und schwül, sich unten mit dem kalten Bachwasser zu waschen war sehr angenehm.

Kaffee und Kuchen gab es auf dem Rückweg im Jamdo in Stanzach.


Bachquerung


Waldweg


Alpgelände nach der ersten Steilstufe


Kurz vorm Treiensee


Steiler Anstieg


Am Grat


Das Gipfelchen


Abstieg mit See


Rückweg durch Alpgelände


Die letzten Meter

Von engel am 03.08.2017 06:03 • outdoorberg(0) Kommentare

Samstag, 29.07.2017: Auf (kleinen) Abwegen

Mittwoch, August 02, 2017

Auch wenn es mir nach der Mini-OP ganz erstaunlich gut ging, gab es doch ein paar Nachwirkungen: Blut und Tampon-Verbot. Damit fiel lang bergauf Radeln aus und wir suchten Zu-Fuß-Touren. Das Problem an denen ist, dass entweder die Zu- und Abstiege elendslang sind (deswegen ja meist die Kombi-Touren) oder eben viel los ist. Superlange Wege wollte ich aber auch nicht (wegen Knie und eben doch wegen Bauch).

Nach allerlei Hin- und Her-Überlegungen fuhren also ins Tannheimer Tal und parkten am Wannenjoch-Parkplatz. Wir waren nicht früh dran und es hatte schon ordentlich Trubel. Der löste sich aber schnell auf, als die Menschen entweder der Bahn zustrebten oder auf einen anderen Weg abbogen. Nach 10 Minuten waren wir (völlig unerwartet) allein unterwegs.

Es war kühl aber trotzdem feucht, so dass wir eher von der Kondensation nass wurden, als vom Schwitzen. Unser Weglein traf auf halber Höhe den Zustieg von Schattwald und ab da trafen wir gelegentlich Menschen. Wir hatten die ‘großen’ Kameras dabei und ließen uns viel Zeit mit Fotos und Falter-Jagd.

Ab dem Zirleseck war natürlich einiges los, aber auch da hielt sich der Betrieb doch sehr in Grenzen. Den Gipfel hatten wir kurzzeitig sogar für uns allein, aber das kann an so einem schönen Tag natürlich nicht lang anhalten. Dafür bekamen wir Besuch von einem Schwalbenschwanz.

Der Abstieg war so schweißtreibend wie erwartet, stresste das Knie aber nicht ganz so wie befürchtet. Das kleine Kneippbecken am Parkplatz kam uns am Ende sehr recht und kühlte die heißen Füße wenigstens kurzzeitig.


Start, hinten das Ziel


Zitronenfalter


Perlmutterfalter


Kleiner Fuchs


Admiral


Am Gipfel


Schwalbenschwanz, leicht zerrupft


Tagpfauenauge

Von engel am 02.08.2017 21:04 • outdoorberg(0) Kommentare

Stau allüberall

Mittwoch, August 02, 2017

Ich war zwar früh dran und der Verkehr auf dem Ring war echt noch moderat, aber da wo in Schwabing die Autobahn auf den Mittleren Ring trifft, war ein Unfall. Ich brauchte 10 Minuten für die letzten 500 Meter bis zum Abbiegen.

Im Tower werden gerade 3 der 6 Aufzüge repariert oder gewartet oder was auch immer. Zu Stoßzeiten gibt es da jetzt auch Stau :/ Das gibt sich hoffentlich bald wieder.

Auf dem Weg in die Kletterhalle um kurz vor 4 wunderte ich mich über den regen Betrieb auf der Autobahn. Nach dem Abbiegen war dann klar: da ist irgendwas in der Arena. Die Autos stauten sich schon vor den Parkplätzen, dabei fängt so ein Spiel doch erst um 8 oder so an?

Der Kletterparkplatz war glücklicherweise trotzdem nicht zugeparkt. R. war auch in den Stau geraten und kam später als gewohnt an der Halle an. Klettern war dann glücklicherweise komplett staufrei. Wir hatten Platz und fast freie Routenwahl. Ich schaffte allerlei 6 und 6+ Routen, alle im Vorstieg :-) Aber wie immer zwang mich am Ende die Haut an den Händen zum Aufgeben. Irgendwann konnte ich keine Griffe mehr anfassen. Menno, da soll jetzt endlich mal Lederhaut wachsen!

R. und ich verbrachten noch eine gemütliche halbe Stunde auf der Terrasse und ratschten bei Bier (ich) und Kaffee (er). Mein Heimweg war komplett staufrei.

Zum Abschluß noch ein Comic, der das diesjährige Sommerwetter ganz gut beschreibt: Water Cycle :-)

Von engel am 02.08.2017 20:35 • diary(0) Kommentare

Samstag, 22.07.2017: Schuhtest

Dienstag, August 01, 2017

Der Test der neuen Expeditionsstiefel des besten Allgäuer von Allen stand seit ein paar Wochen noch aus. Als das Wetter in der Früh so ganz und gar nicht so tun wollte wie die Vorhersage angekündigt hatte und es im Gegenteil so aussah, als würde es bald regnen, nahmen wir das als Zeichen, dass der Test nun endlich durchgeführt werden sollte.

Wir starteten oberhalb von Burgberg und bogen gleich auf den kleinen Weg ab, der unser liebster Zustieg ist. Da gehen nicht viele Leute, was man an der überbordenden Vegetation gut sehen konnte. Beim Durchschlängeln strichen wir oben das Wasser von den hohen Pflanzen und wurden nass, unten trafen wir allenaselang Brennnesseln, was die nackten Waden erfreute :/

Zum Ausgleich sahen wir viele, viele, viele Bergsalamander, von denen einige entweder kämpften oder versuchten, neue Salamander zu machen, das war nicht gut zu erkennen. Beide Aktivitäten fanden aber natürlich wie in Zeitlupe statt und die Tierchen waren so beschäftigt, dass wir (jaja, Paparazzi) mit den Kameras ganz nah hin konnten (die Bilder wurden trotzdem nichts, aber das liegt wohl daran, dass die Salamander so schwarz und konturlos sind).

Als wir den Normalweg erreichten, hörten immerhin die Brennnesseln auf :-)

Wir gingen übers Hörnle und weiter über den Grat zum Fernsehturm. Die Sonne kam raus und das Wetter wurde doch der Vorhersage ähnlicher, als wir gedacht hätten, aber es war bei Weitem nicht so heiß wie bei meinem Schuhtest. Der beste Allgäuer von Allen war sehr zufrieden, auch wenn er natürlich inzwischen sehr heiße Füße hatte.

Auf dem Abstieg kehrten wir noch in der Grüntenhütte ein, wo es guten Kaffee und Kuchen und Vorbereitung zu einem interkulturellen Musik-Event gab. Eine spanische Band baute auf und es kamen viele Leute an. Wir stiegen ab und nutzten den unerwartet schönen Abend, zum Grillen :-)


Zugewachsener Zustieg


Bergsalamander


Kämpfende (?) Bergsalamander


Abstieg vom ersten Gipfel


Kaisermantel


Widderchen


Ziel

Von engel am 01.08.2017 21:54 • outdoorberg(0) Kommentare
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