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Wonder Woman

Freitag, Juni 23, 2017

Ich radelte sehr früh ins Büro, weil ich vorhatte, am frühen Nachmittag ins Kino zu gehen. Temperatur-technisch brachet das nichts (24 Grad um halb sieben!), aber dafür war es überall schön leer. Ich war um kurz nach halb sieben im Büro, das ist für Radeln bislang Rekord.

Die Temperaturen stiegen bis zum frühen Nachmittag auf 35 Grad, als ich mich aus dem schön klimatisierten Tower wagte, um ins Cinema zu radeln. Schön langsam, bloß nicht überanstrengen. Das Cinema ist im Sommer wunderbar klimatisiert, ich hatte vorsichtshalber eine Jacke dabei und brauchte die auch. Im Kino sitzen war allein schon deswegen ein Genuß :-)

Ich sah endlich Wonder Woman. Was für ein großartiger Film! Ich hatte viel Spaß daran, dass sich Diana überhaupt nicht um Erwartungen der Zeit schert und einfach davon ausgeht, dass sie ernst genommen wird. Ausserdem ist sie teilweise so schön naiv, passend dazu natürlich, dass sie so abgeschieden und idyllisch aufgewachsen ist. Alles in allem ein sehr schöner Superhelden-Film :-)

In der SZ wird der Film unter dem Aspekt ‘Gleichberechtigung’ besprochen und ich kann mich da nur weitgehend anschließen. Endlich werden Frauen - nicht nur die Superheldin - als Menschen dargestellt und nicht nur als Beiwerk der ‘echten’ Helden. Im Artikel ist die Reden davon, dass den Kino-Besucherinnen reihenweise aus Rührung die Tränen kommen. Was soll ich sagen? Mir auch, wobei ich den Grund dafür eigentlich nicht klar bennen kann. Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass die Amazonen einfach ganz normale großartige athletische Frauen sind?

Meine Empfehlung: Unbedingt gucken!

Nachdem ich langsam und gemächlich heimgeradelt war, verbrachte ich den Abend abwechselnd damit, die letzetn Touren aufzubreiten, bevor wir die nächsten machen und den Anfang der Ausrüstungsliste für den Urlaub im September zu machen. Inzwischen habe ich neue Gamaschen und dicke Expeditions-Handschuhe bestellt. Die Schuhfrage ist noch immer ungeklärt, mit vernünftigen Gamaschen, müssten aber die Hochtourenstiefel durchaus ausreichen. Hoffe ich.

Von engel am 23.06.2017 19:14 • diary(0) Kommentare

Sonntag, 18.06.2017: Nochmal Eissee-Baden

Donnerstag, Juni 22, 2017

Wir kamen ziemlich früh weg und waren daher erstaunt, dass es in Boden kaum mehr Parkplätze gab. Aber klar, ein langes Wochenende und die Hanauer Hütte hat auf.

Aber diese Leute waren schon alle drin im Parzinn, deswegen konnten wir in schöner (relativer) Einsamkeit zur Materialseilbahn radeln und zur Hütte aufsteigen. Dort musste eine Entscheidung gefällt werden. Weil doch noch mehr Schnee lag, als wir gedacht hatten, wandten wir uns zur Kogelseespitze.

Das Seelein vorm Gufelseejöchl, der Untere Parzinnsee, hatte tatsächlich noch ein wenig Eis drauf, der Gufelsee auf der anderen Seite des Jochs, auf den wir eigentlich spekuliert hatte, war hingegen völlig schneefrei. Zunächst aber gingen wir auf den Gipfel der Kogelseespitze und der Weg dort hinauf zog sich gefühlt wieder so lang hin wie immer, dabei braucht man da nur eine Dreiviertelstunde oder so.

Der Gipfel war recht voll, deswegen suchten wir uns ein sonniges windgeschütztes Plätzchen knapp drunter. Dort war es so nett, dass ich beinahe eingeschlafen wäre. Zum Sonnen und Schlafen wollten wir aber an den See, deswegen stiegen zum Unteren Parzinnsee ab.

Der war zwar wie gewünscht noch teilweise eisbedeckt, aber er ist insgesamt sehr flach, bestenfalls oberschenkeltief. Der beste Allgäuer von Allen watete zum Eis und versuchte dort ein paar Meter zu schwimmen, was aber nicht ganz einfach war. Am Ende ‘lief’ er noch ein paar Meter auf den Händen durch das flache Wasser. ‘Richtig’ kalt sei es auch nicht gewesen, beschwerte er sich. Ich fand das Wasser schon richtig kalt, aber ich muss zugeben, dass es doch ein paar Minuten dauerte, bis die Kälteschmerzen in den Füssen unerträglich wurden. Im Engeratsgundsee hatte das grad mal 10 Sekunden gedauert ;-)

Wir legten uns noch ein wenig in die Sonne (wo wir prompt einschliefen, was zu einem Sonnenbrand auf meinem Bauch führte) und stiegen dann zur Hanauer Hütte ab. Dort gab es schlechten Kaffee und recht guten Zucchini-Kuchen.

Dann Abstieg zu den Rädern und erholsames Runterrollen zum Auto.


Bilderbuchstart in Boden


Sehr vorsichtig schauendes Kalb hinterm ersten Gatter


Vor der Hanauer Hütte


Blümchen-Idylle mit Schmetterling (Kleiner Fuchs)


Auf dem Weg zum Gufelseejöchl


Kurz vor der Kogelseespitze


Eissee-Schwimmen mit Schwierigkeiten


Rückblick zur Dremelspitze

Von engel am 22.06.2017 21:35 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Samstag, 17.06.2017: Windig und kühl

Donnerstag, Juni 22, 2017

Beim Frühstück war der Himmel bedeckt, es war kein Stückchen blauer Himmel zu sehen. Wir hofften auf die Vorhersage, die wenigstens ein paar Stunden Sonne versprochen hatte.

Als wir in Rieden die Bikes ausluden, wehte ein so kühler Wind, dass wir ernsthaft Bedenken hatten, ob wir genügend warme Sachen dabei hatten. Als wir nach dem Losradeln in den Wald kamen, wo es windgeschützt war und bergauf ging, wurde es uns aber schnell warm.

Die Route zur Raaz-Alpe war voller als wir eigentlich gewohnt sind. Wir trafen auf wenigstens 5 Radler (im Verlauf von 2 Stunden, kann man also schon verschmerzen), alles Selbstradler, immerhin :-)

Wir trafen zu einem ungünstigen Zeitpunkt an der Raaz-Alpe ein, es waren nämlich alle Tische besetzt. Wir gingen also erst mal auf Galtjoch und Abendspitze und kehrten danach ein. Der frische Wind erwischte uns am Grat mit voller Wucht und es war ganz deutlich ungemütlich. Für die Gipfelpause versuchten wir zwar eine windgeschützte Mulde zu finden, aber das klappt nur so halb.

Der Kuchen an der Raaz-Alpe war riesig und gut. Zur Abfahrt packte ich mich in alles ein, was der Rucksack hergab und war froh drum ;-) Mein schönes Ghost ist ein tolles Bike und ich freue mich immer dran, wenn ich damit fahre, aber wenn die Bremsen heiß werden, dann quietschen sie. Das ist leider lästig.


Die Auffahrt zur Raaz-Alpe ist lang und kurvig


Die Alpenrosen blühen


Gemisches Wetter im Anstieg


Galtjoch


Abstecher zur Abendspitze


Abfahrt, vollverpackt

Von engel am 22.06.2017 20:12 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Kletter-Dinge

Mittwoch, Juni 21, 2017

Ich fuhr ordentlich früh ins Büro - mit dem Auto wegen Klettern, was ja neuerdings ziemlich anstrengend ist :-)
Um 6:00h war ich da (verkehrstechnisch ein Traum, nix los, ganz ungewohnt) und war lang allein. Das fühlt sich ein wenig seltsam an, so als sei man aus der Zeit gefallen.

Zum Klettern kam ich wegen eines Meetings 10 Minuten später los, als ich geplant hatte, aber der Verkehr und die Ampeln hatten ein Einsehen. Ich kam exakt um Vier an der Halle an, R. kam 1 Minute später. Passt!

Es war eigentlich zu heiß zum Klettern, da waren wir uns beide einig, aber da wir nun schon mal da waren, stiegen wir natürlich ein. Draußen, im Schatten. Für mich lief es sehr gut. Nach etwas Einklettern an leichteren Routen, schaffte ich 3 6+ Routen im Vorstieg. R. unterstützte von unten mit hilfreichen Tipps (hat was wenn man mit einem Ausbilder klettern geht :-)).

Im Gegensatz zum Klettern mit der ehemaligen Kletterfreundin, klettern R. und ich nicht zwangsläufig dieselben Routen, sondern suchen uns jeweils was aus, was uns halt grad taugt. Dadurch, dass wir so schön früh anfangen, haben wir viel Auswahl - anfangs jedenfalls. Während ich beim Zuschauen bei der eKF immer schon abschätzen konnte, wie schwer die Route ist und wo die wahrscheinlichen Problemstellen sind, ist das Zuschauen beim R. zwar sehr schön, sagt aber gar nichts darüber aus, wo ich nachher Probleme bekomme, weil der R. gern mal irgendwelche Übungs-Spielchen macht und eh so viel besser ist, dass er auf meinem Level sowieso keinerlei Probleme hat.

Klettern macht jedenfalls wieder richtig viel Freude und ich habe das Gefühl, ich lerne jedes Mal was. Schaumermal, demnächst tanze ich vielleicht wie der R. Achter-Routen rauf ;-) (arg unwahrscheinlich)

Zum Abschluss gab es ein Weißbier (alkfrei, ehklar) und ein Rucola-Stangerl auf der Bistro-Terrasse mit ein wenig Ratscherei dazu. Wunderbarer Nachmittag/Abend!
Und beim Heimfahren war der ganze Verkehr schon durch :-) Die Vorteile des neuen Kletterdate sind schon ziemlich zahlreich ...

Von engel am 21.06.2017 22:00 • diary(0) Kommentare

Vorschau-Freude

Dienstag, Juni 20, 2017

Beim morgendlichen Radeln war es ziemlich warm, aber angenehm leer. Das lag natürlich daran, dass ich deutlich vor den Schulkindern unterwegs war.

Nachdem der Tag strahlend angefangen hatte, zagen den Tag über immer mehr Wolken auf und es sah schon fast so aus als würde ich auf dem Heimweg nass werden. Aber es blieb bei den Wolken, Regen fiel keiner.

Nachmittags ging ich ins Kino und amüsierte mich köstlich bei Maria Mafiosi. Nett gemacht, wunderbar absurd und rundrum unterhaltsam :-) Und es gab die Vorschau für die Grießnockerlaffäre. Nachdem ich das erste Buch der Reihe gelesen habe, bin ich von den Büchern selbst eher unbegeistert, aber die Filme finde ich bis jetzt alle prima. Der Vorschau nach wird auch das wieder ein großer Spass :-)

Von engel am 20.06.2017 21:41 • diary(0) Kommentare

Nicht für mich. Ich muss noch immer unbedingt die Einlagsohlen tragen und bin eh nur so mittelprächtig vom Barfuß-Gehen begeistert (es sei denn, da ist samtweiche Wiese zum Draufrumlaufen). Der beste Allgäuer von Allen aber freut sich jedes Jahr drauf, endlich ‘unten ohne’ gehen zu dürfen.

Wir radelten das Retterschwanger Tal hinter bis zur Hinteren Entschenalpe. Früher waren wir da meistens allein, aber inzwischen gibt es so viele E-Biker (die ich einfach nicht ernst nehmen kann) und überhaupt Radler, dass da bis zur Alpe ganz schön Betrieb ist. Danach ist man aber bis zum Gängele doch wieder allein.

Wir hatten mit etwas Schnee gerechnet, aber selbst das Schneefeld vorm Gängele ist schon weg. Nachdem wir auf dem Grat angekommen waren, kamen uns zwar ein paar Leute entgegen, aber dafür, wie es unten am Gaisalpsee zuging, war echt wenig los. Den Gipfel hatten wir für uns allein.

Der beste Allgäuer von Allen war barfuß (Endlich!) von der Hinteren Entschenalpe losgegangen (bis zum Gängele ist alles weitgehend wiesig und schön zu gehen) und hielt auf dem Grat, wo es frisches scharfes Geröll hat bis fast zum Gipfel durch. Aber Füße kaputt laufen hat ja auch keinen Sinn, deswegen zog er die letzten 10 Minuten dann doch noch Schuhe an. Wenn man Fivefingers denn wirklich Schuhe nennen kann ;-)

Vom Gipfel aus kann man wunderbar nach Westen Richtung Kleinwalsertal und Bodensee schauen und da sah es wirklich arg dunkel aus. Wir hatten eh wenig Zeit weil wir abends ein Familientreffen hatten und hielten uns nicht lang oben auf. Abstieg ist ja nicht so meins, aber ich beeilte mich so weit es möglich war und für meine Verhältnisse waren wir sogar recht schnell.

Das erste Gewitter erwischte uns trotzdem noch 150 Höhenmeter über der Hinteren Entschenalpe. Als die ersten Tropfen fielen verpackten wir uns und die Rucksäcke umgehend und das war auch gut so, denn obwohl wir nur im Randbereich des Gewitter herum liefen, regnete es uns ganz ordentlich an.

Auf der Abfahrt fuhren wir aber recht schnell aus dem Regen heraus und bis wir am Auto waren, waren sowohl wir als auch die Räder wieder trocken.


Unten bahnen wir uns mühsam den Weg durch wandernde Kühe


Enzian


Kleines Extra für den Neffen: Die Route der Grat-Kletter-Bade-Runde


Zum Gipfel ist es noch weit


Geschafft! In Richtung Tiefland sieht das Wetter noch gut aus ...


... in der anderen Richtung braut sich Dunkles zusammen.


Und erwischt uns kurz vor den Rädern. Vollständig vermummt bei der Abfahrt.

Von engel am 20.06.2017 20:10 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

The Dinner

Montag, Juni 19, 2017

Nach 2 Wochen Pfingsferien-‘Ruhe’ war der morgentliche Verkehr wirklich erstaunlich. Montags bin ich zwar immer ein wenig später dran wegen Frühstück daheim, aber das kam schon nah an Verkehrs-Infarkt. Bin gespannt auf Mittwoch, da brauche ich wieder das Auto.

Auf der Arbeit Unangenehmes. Nach etwa 6 Wochen Geduld hab ich mein aktuelles Problem mal vorsichtig eskaliert. Eigentlich möchte ich ja am liebsten friedlich und freundlich mit allen Leuten auf meiner Ebene zusammenarbeiten. Klar, irgendwann muss man auch mal was ausdiskutieren, aber grundsätzlich denke ich, dass Kommunikation alles lösen können sollte. Bislang hat das immer wunderbar geklappt (Chef bescheinigt mir immer großartige Kommunikationsfähigkeiten), aber jetzt bin ich scheinbar doch auf einen Poller gelaufen. Ich bin gespannt was rauskommt und hoffe das Beste. Und bereite mich schon mal aufs Schlimmste vor :/

Am späten Nachmittag radelte ich gemütlich durch den Englischen Garten (die Graungansküken sind inzwischen fast erwachsen, also zumindest fast so groß wie die Altgänse, wann ist denn das passiert?) zu den Museum Lichtspielen, um The Dinner anzugucken. Ich bin nicht sicher, ob ich den jetzt richtig gut und spannend oder doch eher blöd finde. Auf jeden Fall ist er nicht langweilig. Den Film über ändert sich ständig der Blickwinkel auf die Protagonisten, so dass man am Ende kaum mehr weiß, was man von wem halten soll. Das Ende ist aber definitiv doof. Schnitt, aus, keine Auflösung.

Von engel am 19.06.2017 22:00 • diary(0) Kommentare

Rückblick

Sonntag, Juni 18, 2017

Am Mittwoch kam erneut ein Vodafon Techniker und installierte im Keller ein wahres Kunstwerk aus 4 Kästchen mit vielen Verkabelungen auf geringem Raum. Unsere Erdung schien OK, aber er will unbedingt noch einen Potentialausgleich für Heizung, Wasser und Elektrik. Schaumermal.

Das lief alles ganz wunderbar, bis er fertig war mit der Installation und anfing, Frequenzen zu messen. Es sieht so aus, als hätte der erste Techniker letzte Woche nicht gründlich genug gemessen, denn obwohl anscheinend das Signal an sich gut ist, kommt die Frequenz, die wir bräuchten, nicht bei uns im Haus an. Meh.

Nächsten Freitag kommt also wieder jemand, mit besseren und genauereen Messgeräten und dann muss mögicherweise ‘der Tiefbau ran’. Sieht so aus, als würde es noch eine Weile dauern, bis wir stabiles und schnelles Internet in unserem Häuschen haben.

Das lange Wochenende war prima, wir haben Donnerstag, Samstag und Sonntag schöne Touren gemacht. Am Freitag wollten wir eigentlich neue Reisepässe beantragen, aber das musste dann doch nur der beste Allgäuer von Allen machen, denn ich hatte - was ich völlig vergessen hatte - aus irgendeinem Grund vor zwei Jahren bereits einen neuen Reisepass beantragt. Ich kann mich gar nicht erinnern warum. Aber egal, wichtig ist ja nur, dass ich einen habe :-)

Ganz wunderbar ist, dass die ersten Chilis reif sind. Cayenne, rot und gelb. Wir schnippeln grad mal wieder experimentelle Chilis überall rein und die Variante ‘Kaspressknödel mit Chili-Sauerkraut’ (Golden Cayenne) ist echt großartig :-)

Von engel am 18.06.2017 22:00 • diary(0) Kommentare

Sonntag, 11.06.2017: Schuhtest

Dienstag, Juni 13, 2017

Ich musste die dicksten all meiner Bergstiefel (La Sportiva Spantik, Expeditionsstiefel) mal wieder testen und dachte, der Sonntag sei ein guter Tag dafür. Der beste Allgäuer von Allen nahm aus ähnlichen Gründen seine Hochtourenstiefel.

Wir radelten an Hinterstein vorbei bis hinauf zur Käseralm. Die Radlerei mit den Spantiks war ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber von Start-Problemen im Steilen abgesehen (und hinauf zur Käseralm ist es teilweise abartig steil), ging es recht gut. Ich bekam halt recht warme Füße.

Im Ostrachtal sind inzwischen alle Kühe auf der Alm und die Straße wird teilweise regelrecht von Jungkühen belagert. Wenn so 10 Schumpen 4-Kuh-hoch auf der Straße auf einen zulaufen, dann ist das schon recht abenteuerlich. Ich beharrte aber auf meinem Wegerecht und das klappte auch. Die Herde teilte sich und ließ uns durch :-)

Nachdem wir an der Käseralm die Räder abgestellt, hatten stiefelten wir - im wahrsten Sinne des Wortes - hinauf zum Engeratgundsee. Es war heiß. So richtig heiß und schwül. Und dazu die klobigen Spantiks. Ich hatte echt schon bessere Ideen :/

Am See - der übrigens, man glaubt es kaum, noch zu 90% mit Eis bedeckt ist - kochten meine Füße und die Fersen brannten. Die harten Schäfte der Stiefel hatten sich auf dem felsigen Weg schmerzhaft in die Waden gebohrt und die Wadlhaut in den Stiefelschäften war rotgerieben. Aua.

Der beste Allgäuer von Allen hatte zwar auch heiße Füße, aber weichere Stiefelschäfte heißt auch weicheres Laufen und seine Füßen ging es ganz gut. Eisbaden war ja eh der Plan gewesen (also für ihn), deswegen gingen wir erst mal an den See runter. Diesmal musste man, um überhaupt ins Wasser zu gelangen, erst mal durch Schnee und Matscheis stiefeln. Eissee-Baden für Profis, sozusagen.

Der beste Allgäuer von Allen ging also ins Wasser und schwamm (!!!) um die 5 Meter, dann kam er wieder raus. Ich war unterdessen in mich gegangen und erklärte, dass auf den oder gar die Daumen zu gehen so keine gute Idee sei. Macht ja keinen Sinn, sich die Füße zu ruinieren.

Dafür ging ich testhalber durch den Schnee und Eismatsch bis zu den Knien ins Wasser. Ich verstehe nicht, wie der Mann das macht. Wenn das Wasser so kalt ist (Eiswasser, das sind 0 Grad!), dann tun mir die Füße weh. Nicht ein bisserl, sondern das sind richtige Schmerzen. Dabei kann ich gar nicht so recht beschreiben, was da so weh tut, es tut einfach weh. Vielleicht werden da die Nerven überreizt und sie protestieren einfach nur?

Wir verbrachten eine Weile am See in der Sonne. Ich versuchte 3 Mal ein Stück weiter ins Wasser zu kommen, aber musste immer aufgeben. Der beste Allgäuer von Allen lachte unterdessen und ging ein zweites Mal schwimmen. Noch länger, mindestens 10 Meter. Ich fürchte, ich muss wenigstens meine Füße erst mal noch eine Weile üben. Dass ich jemals in einem Eissee schwimme, ist aber sehr, sehr unwahrscheinlich ;-)

Dann stiegen wir zurück zu den Rädern ab. Dafür, dass die Spantiks so klobig sind, läuft man eigentlich recht gut damit. Uneigentlich ist ein heißer Sommertag aber sowas von falsch für die Stiefel und durch die Klobigkeit tun sie meinem Knie auf so unebenem Untergrund (viele Felsen, auf die man treten und balancieren muss) ziemlich schlecht. Ich war sehr froh, als wir endlich wieder bei den Rädern waren.

Im Giebelhaus gab es noch guten Kaffee und Kuchen, dann ging es zurück zum Auto.

Was den Schuhtest angeht, bin ich nun sehr zwiegespalten. Einerseits haben meine Füße keine größeren Probleme mit den harten Spantiks (das war die Befürchtung, deswegen der Test) und der ganze Kram mit der Hitze und den Reibstellen deswegen ist im Zielgebiet ganz sicher kein Problem. Andererseits ist da die Sache mit dem Knie und wie das mit den klobigen Klump-Schuhen (der Ralle meint: Taucher-Bleischuhe, nur nicht so schwer) umgehen kann. Das ist ja mein größtes Problem, also sollte ich das am wenigsten stressen. Und soooooo kalt kann es ja wohl nicht werden. Auch wenn dann die Spantiks wahrscheinlich für immer und ewig ungenutzt im Keller stehen bleiben.


Kuh-Slalom


Vor der Schwarzenberghütte geht es nochmal steil bergauf


Frühsommer-Bergwiese


Spätwinter-Eissee


Eisseebaden für Profis


Die Amateure machen nur die Beine nass ;-)


Abstieg


Endlich Radeln!


Für neugierige dicke kleine Ponies hält man gern mal an :-)

Von engel am 13.06.2017 20:42 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Urlaub gebucht!

Montag, Juni 12, 2017

In der Früh hatte es 23 Grad und es war furchtbar schwül. Ich kam trotz moderatem Radltempo reichlich feucht im Büro an. Dort schaffte es die Klimaanlage kaum, das Büro wohltemperiert zu halten. Immerhin blieb man aber nicht mit den Armen am Schreibtisch kleben.

Vormittags kam die Anmeldungsbestätigung für den großen Herbsturlaub. Mit meiner selbstausgedachten Erweiterung und den Flügen und Rail&Fly and allem was wir so braucht. Yay! Billig wird das nicht, aber wer billig will, kann sich ja 4-Sterne-All-Inclusive am Roten Meer langweilen. Oder so.

Als nächstes müssen wir neue Reisepässe machen lassen und schön langsam die Packlisten vervollständigen und Ausrüstung testen. Noch 3 Monate :-)

Nachmittags toste ein Hagel- und Gewitter-Schauer um die beiden Tower, dass es im Büro direkt dunkel wurde. Unten lief mal wieder der Kanal über und verwandelte ein Stück Straße in einen See. Bis ich mich ans Heimradeln machte, war glücklicherweise alles vorbei. Es blieb allerdings sehr warm und entsetzlich schwül.

Der beste Allgäuer von Allen hatte einen Vorschlag für die Chronik gemacht, den ich sehr interessant finde. In meinem Kopf war die Idee übers Wochenende ausgereift und ich verbrachte den Abend sehr erfreulich mit Programmieren.
Das Grobgerüst steht, die Details reinzubasteln wird aber noch dauern.

Von engel am 12.06.2017 22:00 • diary(0) Kommentare
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