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Solo

Freitag, Mai 25, 2018

Neuerdings darf ich jeden Radl-Morgen meinen neuen Freund T-Rex vorm Turm des Süddeutsche Verlag begrüßen. Das freut mich sehr :-) Es sieht auch so aus, als würde er da eine Weile bleiben, denn nun hat er Gesellschaft über ein Dino-Werbungsplakat bekommen.

Am späten Nachmittag sah ich ungeplant Solo, weil der ursprünglich geplante Film dann doch nicht lief. Ich hatte ein proppenvolles Kino mit all den begleitenden Lästigkeiten erwartet, aber der Saal war erstaunlichwerweise fast leer. Trotz 3D und Original-Version und obwohl der Film ja eben erst angelaufen ist.

Ich bin ein wenig unentschlossen. Der Film hat mir streckenweise gut gefallen, steckenweise dachte ich aber auch ‘Ach nee, muss das sein?’. Insgesamt überwiegt aber die Freude am Action-Spektakel, denn von der Story konnte man ja eh nicht viel erwarten. Mit Alden Ehrenreich als Han Solo hab ich mich inzwischen angefreundet. Mit dem hatte ich in der Vorschau ja echte Probleme ;-)

Ich kam trocken nach Hause, kurz nach einem kleinen Gewitter und kurz vor einem richtig heftigen. Yay! Danach dann nochmal (und nicht zum letzten Mal) Beschäftigung mit der DSGVO für die SAN. Dazu, Details rauszusuchen und zu formulieren bin ich immer noch nicht gekommen. Naja, wir haben erst mal was, das ist schonmal besser als nix.

Von engel am 25.05.2018 09:47 • diary(0) Kommentare

Wandgymnastik

Mittwoch, Mai 23, 2018

Gerade als ich das Auto vorm Tower abstellte, kam die Tiefgaragen-Freigabe-Whatsapp. Das war knapp. Ich stellte das Auto in die Tiefgarage, damit draußen mehr Parkplätze sind. In anderhalb Wochen soll das neue Parkplatzsystem anlaufen. Wir sind alle sehr gespannt!

Ich legte den ganzen Tag über brav die Schiene an (die sieht doch einigermaßen martialisch aus, es kommen noch immer Fragen, ob ich wieder vom Fahrrad gefallen bin). So ganz toll ist die Daumensehne trotzdem noch nicht, aber Sehnen (und Gelenke) brauchen ja immer lang, bis sie ausheilen.

Zum üblichen Zeitpunkt traf ich mich mit dem R. an der Kletterhalle und wir machen ‘Wandgymnastik’ (seine Worte :-)). Das Klettern an diesem Tag lief gemischt und das lag nicht an meinem Daumen. Der überstand alles klaglos.

Wir fingen draußen in der Sonne an und die erste Route hieß passend dazu ‘Sauna’ ;-) Die lief gut, die nächste, eine (fand ich) schwere 6/6+ auch. Ich fing schon an, mich echt gut zu finden (jaja, soll man nicht), da lief es auch schon schlechter. Die unmarkierte Route direkt daneben, von der der R. meinte, die könne ich schaffen, ging gar nicht. Nach einer halben Route Gewürge wechselte ich in die leichtere Route. Danach gingen wir rein und ich scheiterte an einer elendsweit geschaubten 6 und konnte mich danach gerade noch so eine auch elendsweite 6-/6 mit den ekligen pinken Aua-Griffen hochwürgen. Tja, bin ich wohl doch nicht so gut wie ich erst dachte ;-)

Aber egal. Es war prima, mal wieder zu klettern!

Von engel am 23.05.2018 23:00 • diary(0) Kommentare

Deadpool 2

Dienstag, Mai 22, 2018

Das Treppenhaus in München empfing mich in der Früh mit einem intensiven unangenehmen Geruch, für den ich eine Weile brauchte, ihn einzuordnen: Kotzgeruch. Na prima! Der Gestank war trotz geöffnetem Gangfenster (von mir, damit wird der Kleinkrieg mit dem Nachbarn, der gekippte Fenster für ein Verbrechen hält, in die erste Runde gehen) auch beim Verlassen der Wohnung noch genauso intensiv. Urgh!

Noch bevor ich ins Büro radelte, organisierte ich dem besten Allgäuer von Allen Arbeit: Stadtradelreifen, Bar-Ends (Lenker-Hörnchen heissen so, hab ich dabei gelernt) und Pedale. Vorm Urlaub darf ich das Rocky ins Allgäu bringen und dann wird es damit stadttauglich(er) gemacht :-)

Vorm Süddeutsche Verlag Turm begrüsste ich den T-Rex und freute mich :-)

Der gestressten Daumensehne hatte die Schiene letzte Woche und das verlängerte Wochenende gut getan. Das Handgelenk schmerzt zwar noch etwas, wenn ich auf die Daumensehne drücke, tut aber nicht mehr weh, nur weil ich den Daumen bewege. Trotz bester Vorsätze vergaß ich allerdings den Tag über, die Schiene anzulegen, was ich gegen Ende des Tages dann doch ein wenig merkte. Morgen wieder. Klettern wurde aber nicht abgesagt!

Am späten Nachmittag sah ich endlich Deadpool 2 :-) Was für ein Spaß! Ich bin nicht nerdig genug, um alle Anspielungen zu verstehen und bin mit US-amerikanischem Humor nicht vertraut genug, um wirklich alles lustig zu finden, aber Deadpool ist trotzdem der Superheld aller Superhelden. Dem ist nichts zu blöd, zu albern, zu dämlich oder zu heroisch. Und dazu ist das alles handwerklich gut gemacht und hat sogar eine Story! Ich hatte den ganzen Film über unheimlich Spaß, der nicht mal dadurch wirklich getrübt werden konnte, dass die Lady 2 Sitze weiter andauern irgendwas kommentierte. Leise zwar, aber trotzdem lästig.

Von den angesagten Gewittern erwischte mich auf dem Heimweg nur ein wenig leichter Regen. Der Kotzgeruch im Treppenhaus ist ein wenig besser geworden, es stinkt aber immer noch. Und natürlich war das Gangfenster wieder zu. Ich habe die Befürchtung, dass das Treppenhaus noch eine Weile anstrengend bleiben wird. Das Fenster hab ich wieder aufgemacht und hoffe, dass der/der Nachbar/in schon schläft ;-)

Von engel am 22.05.2018 21:08 • diary(0) Kommentare

Die Figln waren ja nun durchgefallen und wir hatten ja schon am Vortag festgestellt, dass gar nicht mehr so viel Schnee lag wie wir gedacht hatten, deswegen ließen wir auch den Gedanken an die Minis sausen (für die wir die harten Hochtourenstiefel gebraucht hätten) und gingen ganz normal und unbelastet zu Fuß los.

Auch am Sonntag sah das Wetter beim Frühstück eigentlich eher unerfreulich grau-in-grau aus. Wir ließen uns erst mal Zeit beim Frühstück und fuhren dann nach Reichenbach. Da spitzte die Sonne immerhin schon hin und wieder durch die Wolken. Wir stiegen durch den schattigen Tobel auf (dessen Wintersperre erstaunlicherweise schon aufgehoben ist)

Die Luft war sehr feucht, deswegen schwitzten wir, obwohl es eigentlich kühl war. Als wir aus dem Tobel raus und in die Sonne kamen, zogen wir uns erst mal um: lange Hosen weg, kurze Hosen an. Und Sonnencreme natürlich. Dann stiegen wir bis zum Unteren Gaisalpsee auf, wo wir eine Pause machten und den vielen Frösche im Wasser zusahen.

Ich hatte schon am Vortag Druck an der rechten Ferse gehabt (beim Nachsehen: nix) und in der Früh beim Losgehen gespürt. Auf den letzten Metern zum See war der Druck spürbarer geworden, aber ich fand, es fühlte sich nicht nach Blase an. Wir gingen nach einer Pause weiter und schon nach wenigen Metern war klar: Jetzt musste was passieren.

An der erstbesten Sitzgelegenheit betrachtete ich meine Ferse und - dumm gelaufen - da war schon eine Blase. Ich scheute mich zunächst, die Blase für das Compeed-Pflaster aufzuschneiden, musste das dann aber nach einer Viertelstunde doch machen. Compeed auf einer zuenen Blase hilft einfach nix. Danach tat die Ferse natürlich weiterhin weh, aber mit wohlüberlegtem Auftreten war es immerhin auszuhalten. Ich nahm Stöcke zur Unterstützung (bergauf laufe ich sonst meistens ohne).

Nun waren wir zwar etwas langsamer unterwegs, kamen aber problemlos weiter. Im Joch oben lag natürlich noch Schnee. Der Trampelpfad zum Umgehen des Schnees war vor allem nasse Erde und wir scheuten uns, die Stiefel so dreckig zu machen. Als Alternative bot sich ein kleiner Trampelpfad nach links zur Umgehung. Der erwies dann aber als nicht so richtig toll (erst steiles kleinkalibriges Geröll, dann leichte Kletterei in brüchigem Fels), deswegen drehten wir um und nahmen doch den Dreckweg.

Der Gipfel war gar nicht so voll, wie wir erwartet hatten, wir wichen aber zur Pause trotzdem in die Mulde unter dem Gipfel aus. Als Weiterweg hatten wir die Runde übers Gaisalphorn und den oberen Gaisalpsee angedacht, aber wegen der Blase beschlossen wir, direkt wieder abzusteigen.

Auf halbem Weg zum Unteren Gaisalpsee ist links ein schönes Schneefeld. Ich war ganz sicher, dass wir da schon mal bis zum Gaisalpsee runter gekommen waren und schlug vor das als Abkürzung zu nehmen. Der beste Allgäuer von Allen meinte auch, dass wir da schon mal runter gekommen seien und so bogen wir ab, um den Abstieg bequem über Schneerinnen abzukürzen.

Das klappte erst mal auch ganz prima, aber auf halbem Weg ging der Schnee aus und es wurde unvermutet sehr steil. Zunächst konnten wir im steilen Gras zwischen den Latschen weiter absteigen, dann wurden die Latschen so dicht, dass wir nur noch in einen steilen Bachlauf ausweichen konnten. Da lag dann loses Geröll auf glatt poliertem Fels im Wasser und nebendran hatte es lose Steine in Steilgras.

Wir stiegen noch etwa 50 Meter im steilen Bachlauf ab, dann kam eine 3-Meter Stufe und auch danach ging es steil und stufig weiter. Der beste Allgäuer von Allen meinte, dass man die Stufe rechts umgehen könne, aber er hörte dann doch auf meine eindringlichen Bitten, doch lieber wieder aufzusteigen. Das waren dann knapp 300 Höhenmeter extra (weitgehend im Schnee, was gut für die Blase war), aber ich war da echt froh drum.

Endlich am Unteren Gaisalpsee angekommen, gingen wir ins hinterste Eck, ganz nah am Gaishorn-Fuß, wo es noch Schnee und Eis hatte. Ich setzte mich in die Sonne und der beste Allgäuer von Allen ging schwimmen.

Dann stiegen wir zur Gaisalpe ab und genossen ausgezeichneten Rhabarberkuchen, Kaffee und Weizen (doch, das passt prima zusammen). Mir taten da schon die Füße weh, als wir nach dem Tobel endlich beim Auto ankamen, war es noch schlimmer. Aber das war ein wunderbarer Tag, trotz Blase, Füße-Weh und Abenteuer-Abstieg und Gegenanstieg.


Im Tobel


Schusternägel mit Blütenstaub


Das Ziel im Blick


Frosch (?) kurz vorm Gaisalpsee


Krokusse vorm Gaisalphorn


Im Aufstieg


Klettern in Bröselzeug


Am Gipfel


Da geht es doch bestimmt zum See ...


... sieht gut aus, man sieht den See schon ...


... steiler Abstieg, der Schnee ist inzwischen aus ...


... weiter geht’s im Bach ...


... und dann doch nicht. Auf dem Rückweg.


Belohnung: Schwimmen


Rückblick

Von engel am 18.05.2018 13:45 • outdoorberg(0) Kommentare

Dinos!

Donnerstag, Mai 17, 2018

Auf dem Weg ins Büro komme ich jeden Tag am Süddeutsche Zeitung (oder Verlag?) Turm vorbei. Kann sein, dass der einen ‘richtigen’ Namen hat, den kenne ich aber nicht. Ich mag den Turm, weil er von allen Richtungen gut zu sehen ist (München ist auch aussen rum weitgehend flach), und wenn ich mich ein wenig verradelt habe, hab ich immer einen schönen Hinweis, wo in etwa Daheim ist ;-)

Und heute stand da vorm Eingang ein großer T-Rex! Ha, super! Ich hab mich gleich sehr gefreut und hätte ihn beinahe fotografiert, aber es regnete und ... naja, so wichtig war’s dann halt doch nicht.

Am Nachmittag kam endlich die Mail, dass GLS mein umgeleitetes Paket in dem Shop abgeliefert hatte, von dem ich annahm, er sei am nächsten beim Büro. Da hätte ich besser mal vernünftig recherchiert, es gäbe noch viel näher gelegene Shops! Ich radelte nach der Arbeit in strömendem Regen zum Shop und wurde patschnass, von innen wegen zu heiß, von aussen wegen Regen. Und das, obwohl es eigentlich nur 10 Minuten wirklich schlimm regnete.

Nach dem Shop hatte ich dann eine riesige Tüte am Lenker, dafür hatte der Regen aufgehört. Meiner Hand tat die Tüte nicht gut, die tat nachher fast so weh wie am Montag. Ich radelte ins Kino, um Rampage anzuschauen. Jaja, billigstes Action-Kino, in dem King-Kong, Godzilla (im weitestem Sinn ja auch ein Dino) und - Hmm, Cujo? - zusammengewürfelt und irgendwie in Independence Day gekippt wurden. Aber hey, mit Dwayne Johnson! Ich hab mich gut amüsiert, wenn auch zwischendurch über den Film selbst ;-) Ich kam trocken heim.

Von engel am 17.05.2018 21:36 • diary(0) Kommentare

Regen, wenig und viel

Mittwoch, Mai 16, 2018

Ich radelte in leichtem Regen ins Büro und musste leider den inzwischen dritten überfahrenen Igel an fast derselben Stelle wie die anderen beiden entdecken :-( Nein, das war nicht 3 Mal derselbe Igel. Die waren alle verschieden groß und verschieden breit gefahren und jeweils am Abend weg. Der letzte war noch ziemlich klein und .... Ach, Herrje :-(

Den Tag über musste ich mich mit dem allerungeliebtesten Thema überhaupt beschäftigen: Lizenzen und Sourcen für Open Source Komponenten zusammensuchen und an Legal zur Freigabe schicken. Natürlich ist es richtig zu prüfen, ob man die jeweilen OSS Komponenten auch als Firma nutzen darf und ich bin auch sehr dafür, dass niemand übervorteilt wird, aber ....... Boah! Ist das langweilig und nervig!

Es regnete den ganzen Tag über in variierender Intensität und hörte pünktlich auf, als ich gehen wollte. Nettes Wetter :-)
Ich sah den verschobenen Film vom Vortag: Aurore. Aber halt leider nicht OmU. Der Film ist ganz nett und doch erkennbar französisch, was dann dazu führte, dass mein Kopf gelegentlich versuchte, statt Deutsch zu hören Französisch einzusetzen. Das war höchst irritierend. Davon abgesehen hat mir Aurore aber gut gefallen. Also die Person vor allem, der Film aber natürlich auch.

Auf dem Heimweg kam er dann doch noch, der Regen. Es goß ziemlich und ich vermute, dass erst kurz vorher ein ordentliches Gewitter runter gegangen war, denn es hatte überall Stau, an dem ich zwar nass aber erfreut vorbei radeln konnte ;-)

Von engel am 16.05.2018 21:20 • diary(0) Kommentare

Unschönes

Dienstag, Mai 15, 2018

Das Frühlingserwachen zeigte sich auf dem Weg ins Büro zum zweiten Mal hintereinander an fast derselben Stelle von der arg unschönen Seite: es lag ein überfahrener Igel auf der Straße :-(

Auch unschön war, das mir schon in der Früh nach dem Aufstehen das linke Handgelenk weh tat. Das wurde beim Radeln nicht besser und vormittags im Büro sogar schlimmer. Schließlich schöpfte ich Verdacht (manchmal habe ich wirklich eine lange Leitung) und legte die Handgelenkschiene an. Dem Handgelenk ging es augenblicklich besser ... Tippen wurde augenblicklich schwieriger.

Nach kurzem Überlegen sagte ich dann das Mittwochs-Klettern ab. Wenn schon Tippen problematisch ist, kann Klettern nicht gut sein, auch wenn das natürlich eine ganz andere Bewegung ist. Das fiel mir sehr schwer, denn aufs nächste Klettern hatte ich mich nun schon 3 Wochen lang gefreut. Manchmal bin aber sogar ich vernünftig :/

Ich werde die Schiene wohl eine Weile nutzen müssen. Sobald ich sie ablegte, waren die Schmerzen wieder da.

Am Nachmittag hatte ich eigentlich Aurore im Theatiner anschauen wollen. Dieser Plan fiel buchstäblich ins Wasser, denn kurz bevor ich hätte losradeln müssen, legte ein ordentliches Gewitter los. Ich verschob Aurore (was leider bedeutet, dass ich den Film nicht OmU gucken kann) und arbeitete erst mal weiter.

Stattdessen ging ich am späten Nachmittag in I feel pretty. Der Film gefiel mir anfangs recht gut und ich wünsche mir ein bisserl, ich hätte so einen Film als Teenie mal gesehen. Aber am Ende wird er ein wenig doof, was aber bei einem Film mit Amy Schumer wohl zu erwarten war. Trotz einiger Defizite fand ich ihn aber insgesamt gut und hoffe, dass die Gruppe junger Mädels, die mit mir im Kino war, da das richtige draus mitnimmt :-)

Vor der SAN Telko dann nochmal Beschäftigung mit der DSGVO. Was aber für uns davon nun wirklich relevant und wichtig ist, da bin ich noch immer auf keinem grünen Zweig. *seufz* Hier komme ich wohl einfach mit einer Datenschutzerklärung für die Kommentare davon. Kommt noch. Irgendwann. Vermutlich.

Von engel am 15.05.2018 22:06 • diary(0) Kommentare

Infinity War

Dienstag, Mai 15, 2018

Der Montag begann mit ungewöhnlich anstrengendem Aufstehen und deswegen auch mit einer recht anstrengenden Fahrt nach München. Glücklicherweise passiert das selten. Nach ordentlich Kaffee in der Münchner Wohnung wurde ich endlich richtig wach.

In Erwartung eines gewittrigen Tages mit Regen packte ich allerlei warme und dichte Kleidung in den Rucksack. Und ich holte wieder die lange Hose raus. Ich habe immer Angst, mir könnte irgendwo zu kalt werden. Das Ergebnis war, dass mir zu heiß war und ich verschwitzt im Büro ankam :/

Am späten Nachmittag sah ich endlich Anvengers - Infinity War. Leider nicht in 3D, weil es in dieser Woche einfach zu keiner vernünftigen Zeit kommt, aber der Film ist auch ohne 3D ein Fest für’s Auge :-) Und ich habe mich prächtig amüsiert, obwohl ich im Vorfeld etwas Sorge hatte, ob es gut gehen kann, so viele verschiedene Superhelden-Universen einfach zusammenzukippen.

Doch, das hat gut geklappt. Die verschiedenen Erzählstränge spielen ganz gut miteinander und werden von Thanos zusammengehalten. Der ist am Anfang echt böse, ich fand daenn aber mit der Zeit auch seinen Standpunkt verständlich und ganz und gar böse ist er dann am Ende doch nicht. Was ich mir mir momentan nicht vorstellen kann, ist wie Marvel aus dem End-Szenario wieder raus kommt. Ich bin aber sicher, das geht irgendwie ;-)

Teenage Groot hätte allerdings noch ein bisserl mehr und öfter kommen können.

Von engel am 15.05.2018 01:00 • diary(0) Kommentare

Samstag, 05.05.2018: Figl-Fiasko

Mittwoch, Mai 09, 2018

Ich hatte ja jahrelang über Figln nachgedacht und irgendwann trotz des absurden Preises welche gekauft. Und dann war der erste Einsatz ja nicht wirklich vergnüglich gewesen. Wir waren da eigentlich schon der Ansicht gewesen, dass diese Figln Kunden-Nepp vom Feinsten seitens Kohla sind, denn die können eigentlich gar nicht wirklich funktionieren. Wir wollten den Teilen aber doch noch mal eine Chance geben und fuhren ans Oberjoch, um auf dem Runterweg den Schnee und die Restpiste nutzen zu können.

Beim Frühstück sah das Wetter entgegen der vollmundigen Ankündigungen nicht gut aus. Es war grau und trüb und es hatte ziemlich Wind. Wir fuhren trotzdem los und sahen am Oberjoch dann tatsächlich Sonne durch die Wolkenfetzen schimmern. Im Aufstieg quer über alle Pisten wurde die Sonne mehr und wir hatten großartige An- und Ausblicke zwischen Nebel, Wolken, Sonne und schöner Landschaft.

Wir waren ein wenig erstaunt, dass es inzwischen schon wieder so wenig Schnee hat (trotz des Tauern-Ausfluges, der das ja schon deutlich gezeigt hatte). Der Weg über den Grat war somit viel weniger aufwändig und anstrengend, als wir angenommen hatten.

Wir waren den ganzen Tag komplett allein gewesen, deswegen war die Truppe Bikesteiger, die sich am Iseler angeregt unterhielten, ziemlich lästig. Wir flohen Richtung Oberdorfer Kreuz und machten dort Pause. Dann kam die Abfahrt.

Pünktlich zu unserem Aufbruch kamen Wolken und wir standen unvermutet im Nebel. Wir mussten nur wenige Meter den Normalweg vom Iseler runtergehen, dann kam schon Schnee. Wir legten die Figln an und stellten uns an den Rand des Schneefelds. Der beste Allgäuer von Allen eierte (anders kann man das nicht beschreiben) gleich mal zu den Latschen rüber und wartete auf mich.

Ich stand mit den Figln am oberen Rand des echt steilen Schneefelds und hatte Angst. Der Schnee war oberflächlich relativ weich (und uneben) und drunter fest. Ich rutschte ein paar Meter und hatte Null Kontrolle, weil man mit den Figl einfach nicht rutschen kann. Ich sah mich stürzen oder wahlweise mit Karacho das Schneefeld runter rutschen und in die Latschen sausen oder das Knie verbiegen. Nein.

Ich zog die Figln wieder aus und stieg zu Fuß ab. Allerdings nicht auf dem Weg, sondern über das Schneefeld, denn ich meinte, wir sollten uns nicht trennen. Zu Fuß hatte ich zwar mehr Kontrolle, aber der steile Abstieg war dann trotzdem nicht lustig, weil der weiche Oberflächenschnee gern mal weg rutschte und ich immer Sorge hatte irgendwo durchzutreten und das Knie zu verbiegen. Zwei Mal stieg ich sogar rückwärts ab, weil es da besonders steil war.

Der beste Allgäuer von Allen hatte seine ganz eigenen Probleme. Die Figln haben kaum Seitenhalt und man kann deswegen nicht quer rutschen und der unebene Schnee erforderte höchste Konzentration, um nicht das Gleichgewicht nach vorn oder hinten zu verlieren. Er fuhr immer erst mal quer und schaffte in den flacheren (Haha!) Stücken sogar ein paar Kurven, in den steilen Stücken stieg er um. Es sah sehr anstrengend aus.

Er war natürlich schneller als ich und musste deswegen ständig im kalten Wind, der natürlich zum Nebel hinzugekommen war, auf mich warten. Als es dann endgültig etwas flacher zu werden schien, zog ich die Figln wieder an, und eierte mit ihm den Hang runter. Allzu lang ging das allerdings nicht, denn der Schnee ging aus.

Wir gingen ein Stück nach rechts und fanden dort - nun wieder mit Sicht, weil wir unter den Wolken angekommen waren - eine Lawinenrinne, die fast bis zur Piste führte. Ich betrachtete den unebenen Schnee und stieg weiter zu Fuß ab. Der beste Allgäuer von Allen stieg trotzig in die Figln (‘Ich schlepp das doch nicht den ganzen Tag mit mir rum und nehme das Zeug dann nicht!’) und fuhr ab. Teilweise sah das sogar nach Fahren aus - kleine Kurven, nette Spur - aber so ganz viel Spaß machte es trotzdem nicht.

An der oberen Station der Sesselbahn musste er nochmal aus den Figln steigen, dann kamen wir an die Restpiste. Die sah nun deutlich glatter aus und ich beschloss das mit den Figln nochmal zu probieren. Tja. Ja, die Piste war tatsächlich glatt. Sie war aber auch - Kunstschnee und von der Pistenraupe gepresst - hart und eisig und oben steil. Die Figln waren auch hier quasi unfahrbar ... keine Kanten, kein Druck drauf und nun konnte man nicht mal im weichen Schnee anhalten und wurde zudem ordentlich durchgeschüttelt.

Ein Stück weiter unten wurde es zwar flacher, aber nicht weicher. Diesmal war es uns beiden zu viel und wir gingen zu Fuß weiter. Mit den Stiefeln konnte man auf der Piste super laufen, teilweise sogar auf den Schuhen abfahren und hatte immer die volle Kontrolle. Im Vergleich zu den Figln war das echt eine Wohltat.

Unten ging natürlich der Schnee aus und wir liefen auf der erst braunen dann grünen Piste zurück zum Auto. Vom Figln abgesehen war das eine wunderbare einsame und schöne Runde. Und für die Figln war das möglicherweise der Todesstoß ...


Der erste (Kunst-) Schnee


Noch ist Nebel


Am Grat kommen wir in die Sonne


Der Schnee ist noch hart und die Wolken hängen auf der Nordseite


Am ersten Gipfel


Gipfelbesucher


Auf dem Weg zum zweiten Gipfel


Rückblick zum ersten Gipfel


Am zweiten Gipfel


Vorbereitung zur Abfahrt


Die Feigling geht zu Fuß ...


... und eiert später hilflos auf den Figln rum


Rasante Kurven in der Lawinenrinne


Rückblick


Unten ist Frühling

Von engel am 09.05.2018 21:58 • outdoorbergski(2) Kommentare

Eis

Mittwoch, Mai 09, 2018

Morgens zeigte das Thermometer 10 Grad an und ich zog vorsichtshalber Stulpen zur kurzen Rad-Shorts an, aber das war gar nicht nötig. Die Luft war mild und ich zog die Stulpen bald runter. Der blöden Blase wegen hatte ich die weichsten Joggingschuhe an, die ich besitze und das war gut so. Ich konnte schmerzfrei laufen. Das hätte ich am Montag besser auch mal gemacht!

Den Tag über beschäftigten mich mal wieder ungefähr 200 Dinge gleichzeitig. Passend dazu fiel am Vormittag im Rechenzentrum der Strom aus, was das Arbeiten weiter erschwerte. Am frühen Nachmittag wurde das Problem behoben, aber bis alle wichtigen Server wieder bereit waren, dauerte dann doch eine ganze Weile.

Nach der Arbeit radelte ich zur Bibliothek des DAV, wo ein paar Wanderführer auf mich warteten. Alle nur ‘für alle Fälle’, denn die Pläne für den Urlaub Anfang Juni sind eigentlich andere. Aber man weiß ja nie, was das Wetter so veranstaltet und Pläne B und C schaden ja nicht. Die Führer durchblätterte ich dann in der Sonne bei einem Eisbecher in einem Eiscafe nahe der Isar. Hachja, potentielle Urlaubspläne sind schon was Nettes :-)

Danach sah ich 55 Steps, der in der Vorschau - nicht zuletzt natürlich wegen Helena Bonham Carter - echt interessant ausgesehen hatte, dann aber doch eher langweilig war.

Von engel am 09.05.2018 01:00 • diary(0) Kommentare
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