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Nordbad

Donnerstag, April 19, 2018

Morgens hatte ich einen Termin bei der Gyn und arbeitete zunächst von Zuhause aus. Das war eine gute Gelegenheit, das Saugerle mal wieder durch die Teile der Wohnung zu schicken, wo ich es wegen möglicher Komplikationen nicht unbeaufsichtigt herumwuseln lassen möchte. Es wurde gerade fertig (also leer), als ich ging.

Von der Gyn radelte ich im T-Shirt (!) ins Büro. Das war stellenweise zwar ein wenig kühl, aber mit Jacke fing ich sofort zu schwitzen an. Die Gyn fragte, ob ich inzwischen schon Hitzewallungen habe. Ich meine nicht, mir wurde schon immer sehr schnell heiß, wenn ich mich bewege, das kann das eigentlich nicht sein.

Den Tag über hatte ich lustige Diskussionen mit dem IT Service wegen eines nicht-alltäglichen Anliegens. Ich sag ja immer, dass ich diesen Job echt nicht machen will und dass es die Leute nicht leicht haben, aber als Nutzer des Service hat man es manchmal auch nicht leicht. Der junge Mann am anderen Ende der Leitung verstand mein Anliegen nicht und musste quasi bei jeder Erklärung dazu, was ich eigentlich will, irgendwo nachfragen. Wir verblieben so, dass ich mein Anliegen nochmal per Mail schicken würde. Die Kollegen bekamen das natürlich alles mit (Großraumbüro) und als ich am Ende seufzte ‘Null Punkte!’, brachen alle in schallendes Gelächter aus.

Am Nachmittag fuhr ich zum Nordbad und schwamm 1000 Meter. Ich hatte eigentlich 1500 angepeilt, aber mir hing das Klettern noch nach, ich hatte echt müde Arme. Sonst ging das Schwimmen ganz gut. Es waren 2 Bahnen abgesperrt, eine für einen Kinderschwimmkurs (4-6 Jahre, schätze ich), eine für Sportschwimmer und da ließ es sich ganz gut schwimmen.

Beim Brille-Putzen nach 500 Metern, beobachte ich sehr amüsiert, wie die Zwerge von der Nebenbahn alle mal auf den 3-Meter-Turm klettern durften und einzeln vorne runter gucken durften. Vermutlich hätten sie auch springen dürfen, aber es traute sich keine. Der Lehrer spach von unten Mut zu, aber das half nichts, alle kletterten die Leiter runter. Auf den restlichen 500 Meter schaute ich beim Schwimmen immer wieder zu, wie die Kinder Ringe aus etwa 1,5 Meter tiefem Wasser hochtauchten. Manche kamen runter, andere verließ auf halbem Weg der Mut.

Danch radelte ich zum Cinema und genoß nebenan im Pinocchio erst mal einen ausgezeichneten Amaretto-Becher. So, das erste ‘richtige’ Eis des Jahres habe ich dann auch schon genossen :-)

Danach sah ich Lady Bird. Wie fast immer bei Oscar-nominierten oder auch -prämierten Filmen bin ich unschlüssig, was ich davon halte. Der Film ist insgesamt eher so mittel-interessant, aber zwischendrin und vor allem am Ende war ich voll dabei. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich nicht mit so einer hochemotionalen Person wie Lady Bird identifizieren kann. So war ich nie, auch nicht mit 17/18. Naja, hab ich den jetzt halt auch gesehen.

Von engel am 19.04.2018 23:00 • diary(0) Kommentare

Eis!

Mittwoch, April 18, 2018

Ich hatte schon am Vortag überlegt, ob nun der Zeitpunkt gekommen sei, trotz der viel anstrengenderen Kletterei mit dem R. (verglichen mit der ehemaligen Kletterfreundin) doch mit dem Rad zu fahren. Der Tag begann strahlend und als ich in die Vorhersage schaute, wurden 16 Grad für 20:00h angekündigt. Definitiv, der Zeitpunkt war gekommen. Wenn ich nämlich bei so großartigem Wetter ins Auto steige, fühle ich mich den ganzen Tag über schlecht. Was für eine Verschwendung!

Die neue Herausforderung (anders anziehen, anders packen, Kletterzeug aus dem Auto holen) führte als erstes dazu, dass ich das Handy daheim vergaß, was ich aber erst im Büro merkte. Naja, der R. hat zwar ein Handy, aber das ist fast immer aus. Das würde schon klappen :-)

Im Tower bekam ich einen neuen Firmenausweis, weil der alte Ausweis anfängt, in der Mitte durchzubrechen. Mir wurde versichert, dass alle Kodierungen unverändert übernommen werden und nichts neu beantragt werden muss. ‘Nach Hause’, also in mein Stockwerk und meinen Bereich kam ich schon mal, die erste Hürde ist genommen. Spannend wird es dann beim nächsten Augsburg-Besuch, ob ich da noch reinkomme und vor allem ob die Rechenzentrums-Berechtigungen noch drauf sind.

Am Nachmittag radelte ich sehr zufrieden nach Freimann. Radeln schien bis dahin eine echt gute Idee :-)

Klettern war prima. Wir blieben im Schatten an der Nordwand, denn - Mitte April hin und her - in der Sonne war es einfach zu warm. Mir jedenfalls und der R. hatte auch nichts gegen Schatten. Die Nordwand hängt teilweise stark über und ich schaffte eine Route, die sicherlich 3-4 Meter weit raus ging. Und eine Route, die nur komische Bälle statt ‘richtiger’ Griffe hatte. Die war gut um die Psyche zu trainieren, denn dieses ‘nicht-richtig-festhalten-können’ fand ich schon sehr fordernd.

Bier und Burger nach dem Klettern mussten leider ausfallen. Dabei war weniger entscheidend, dass der R. sein Geld vergessen hatte, sondern mich schreckte die lange Schlange an der Kasse. Darauf hatte ich echt keine Lust. Stattdessen gab es auf dem Heimweg das erste Eis der Saison. Bacio und Cookies, Yummie!

Radeln war auch auf dem Heimweg eine gute Idee, ich muss allerdings zugeben, dass ich daheim dann ganz schön kaputt war. Mit Bier und Burger zur Stärkung wäre das vielleicht nicht ganz so anstrengend geworden. Ich will das jedenfalls bei schönem Wetter beibehalten :-)

Von engel am 18.04.2018 23:00 • diary(0) Kommentare

Müller’sches Volksbad

Dienstag, April 17, 2018

Der Tag begann trocken, warm und mit großartigem Duft allüberall. Aus den Gärten an meinem Weg duftet es nach Blüten, im Englischen Garten duftet es nach Bärlauch. Es war ein Vergnügen da hindurch zu radeln :-)

Der Nachmittag/Abend-Plan war: Schwimmen gehen, Kino. (Ich würde ja gern mal wieder Crosstrainer laufen, aber da muss das Knie noch ein bisserl besser werden. Schwimmen also.) Neben den Museum Lichtspielen liegt das Müller’sche Volksbad und ich wollte das mal testen. Das Bad ist echt schön, aber nicht wirklich zum Schwimmen geeignet. Jedenfalls nicht für meine Art Schwimmen.

Trotzdem war das ein Erlebnis :-)
Ich meine mich aus meiner Kindheit an das Bad zu erinnern, vielleicht waren wir da mit meinen Großeltern mal, als wir sie in München besuchten. Das Bad ist sehr alt und reichlich verwinkelt und verwirrend und daher kommen auch viele der Dinge, die ich als Unzulänglichkeiten empfinde.

Die Duschen sind unten am anderen Ende der Halle und man muss nach dem Duschen einmal quer durch die Halle laufen. Was nicht wirklich ein Problem ist, aber weil ich im Radl-Rucksack nur so ein mini-kleines Pseudo-Handtuch dabei habe (der Platz da drin ist begrenzt), bedingt das, dass ich mich nach dem Duschen nochmal in den nassen Badeanzug winden muss, um beim Treppe steigen (die Umkleiden sind oben), der Halle nicht einen nackten Popo zu präsentieren ;-)
Die Umkleiden und die Schränke sind dafür angenehm geräumig.

Das eigentliche Problem am Müller’schen Volksbad ist aber das große Becken. Es ist recht schmal und hat zwar einen tollen Einstieg, man kann an den glatten Wänden aber nicht ordentlich wenden (dazu brauche ich was zum kurz festhalten, ich habe nicht genügend Übung für den Anschlag an einer glatten Wand). Für die Schwimmer waren 2 Bahnen abgesperrt (was an sich ja sehr positiv ist), aber die Schwimmer dort benahmen sich trotz des Rechts-Schwimm-Hinweis-Schild nicht wie Schwimmer.

Einer schwamm ausladend Brust fast immer fast in der Mitte der Bahn, was entsprechend ausladende Überholmanöver und Beinahe-Kollisionen bedingte. Ein anderer schwamm Altdeutsch-Rücken, was genausoviel Platz brauchte und der machte natürlich ständig Kurven, weil er nichts sah. Sonst war die Bahn einfach voll. Die andere Bahn hatte die ausladende Treppe und da ging natürlich gar nichts mit flüssig Wenden. Die war nicht sehr voll, vermutlich eben deswegen.

Und das restliche Becken war voller Nicht-Schwimmer, die rumstanden, quer schwammen, Steh-Schwammen, parallel Quassel-Schwammen und Ähnliches. Ich gab nach 500 Metern, 2 Beinahe-Kollisionen, einem Rippentritt (flüchtig) und einem Kratzer (minimal) auf. Man kann da sicherlich wunderschön Baden, aber ich kann da nicht schwimmen.

Danach sah ich The Etruscan Smile und fand den Film genauso nett und - jaja, banal - wie erwartet. Aber mei, manchmal braucht man halt auch was fürs Herz und grantige schottische Großväter, die sich von entzückenden rothaarigen Babys bezaubern lassen, sind da wunderbar geeignet.

Ich schau eh alles an, wo jemand mit irischen oder schottischem Akzent vorkommt und freue mich da sehr dran. Gaelic kann ich natürlich nicht und auch wenn mein Studienfreund Cormac versucht hat, mir was beizubringen, bin ich über ‘Sláinte’ nie rausgekommen. Er hat im Gegenzug dafür von mir das schöne Wort ‘Oachkatzlschwoaf’ gelernt, das ist doch was Nützliches fürs Leben :-)

Von engel am 17.04.2018 23:00 • diary(0) Kommentare

Regen

Montag, April 16, 2018

Ich wachte um 3:48h auf und stand direkt auf. 10 Minuten Weiterschlafen bringt ja nichts und wenn man von allein aufwacht, ist man am wachsten.

Auf der Fahrt regnete es leicht und auf dem Weg ins Büro regnete es noch immer leicht. Ich verzichtete auf Regenkleidung, weil es so warm war (9 Grad) und wurde von aussen recht nass, dafür von innen aber nur feucht. Bei Regen kann man eigentlich nur alles falsch machen. Derzeit ist es aber im Büro angenehm warm (die letzten Monate war wohl ein Thermostat kaputt und es war manchmal schon arg frisch) und ich trocknete schnell wieder.

Auf dem Weg ins Nachmittags-Kino erwischte ich dann den wohl heftigsten Schauer des Tages und kam ziemlich nass (von innen wie aussen) dort an. Ich breitete alle nassen Sachen auf den Sitzen rund um mich herum aus (Nachmittags hat man meistens richtig Platz im Kino) und zog einen trockenen Pulli aus dem Rucksack. Es zahlt sich aus, dass da einiges rein passt ;-)

Ich sah 3 Tage in Quibéron im Orginal, also gemischt deutsch-französisch-englisch. Ich tu mir schwer mit einer Bewertung. Einerseits war es schon interessant, diese zutiefst unglückliche Frau sich kaputt machen und zeigen zu sehen (man möchte sie immer wieder schütteln: ‘Tu das nicht!’) und die Presse-Fuzzis nicht zu mögen, andererseits - alles in allem ist das doch eher langweilig, weil mein Interesse an Romy Schneider doch eher beschränkt ist. Aber die Vorschau war halt interessant ...

Am Abend reparierte ich allerlei auf der SAN-Site, habe aber für ein besonders nerviges Problem noch keine Lösung gefunden. Meh.

Von engel am 16.04.2018 23:00 • diary(0) Kommentare

Ehrung

Montag, April 16, 2018

Wie sagte der beste Allgäuer von Allen so schön: “Wenn man dann Ehrungen bekommt, ist das ein schlechtes Zeichen, dann wird man alt.” Das muss wohl so sein, den auf der Mitgliederversammlung der SAN am Samstag wurden wir für 25-Jahre DAV-Mitgliedschaft geehrt. Und - Hui! - 25 Jahre, das ist schon lang!

Wir wurden natürlich auch mit Geschenken bedacht und über den Schwarz-Weiß-Bildband über die Alpen haben wir uns sehr gefreut. Feine Idee, Hawkeye :-) Der Chili-Topf wird allerdings noch eine Weile auf seinen Einsatz warten müssen, erst mal muss die Tiefkühltruhe wieder leer werden ...

Am Abend durfte ich dann kurz (30 Minuten und Boah! das war echt schwierig den Urlaub derart zu kürzen und trotzdem alles rüber zu bringen, was mir wichtig scheint) über Peru&Bolivien erzählen und dann durften wir uns ‘Skitouren in Kalifornien’ und ‘Bergsteigen im Iran’ anschauen. Das war schön und interessant.

Ganz besonders hat mich gefreut, dass dann hinterher allerlei Leute auf uns zukamen und wirklich begeistert von dem Urlaub und dem Vortrag waren. Auch welche von Geltendorf (der gastgebenden Sektion, in deren schönen Mitgliederhaus wir tagen durften), die uns ja gar nicht kennen :-)

Am Sonntag war das Wetter dann ganz und gar nicht so schön, wie es lang vorher gesagt war. Es blieb in der Früh auch lang kühl, so dass wir statt Radeln zu gehen mal wieder über den Humbachberg liefen. Oben war es diesmal natürlich voll von Wanderern und Mountainbikern. Wir fanden aber noch ein nettes Plätzchen zum Pause machen (und bekamen sogar ein klitzekleines Bisserl Sonne dazu) und gingen dann über den Rücken zurück zum Auto.

Von engel am 16.04.2018 20:39 • diary(0) Kommentare

Sommer!

Donnerstag, April 12, 2018

Der Sommer ist endgültig angebrochen: Ich nahm die kurze Hose und die ganz dünne Sommerjacke, um ins Büro zu radeln. Vorschtshalber (mir ist zwar fast immer zu warm, ich habe auch immer Angst, zu kalt zu kriegen) nahm ich aber auch Stulpen mit. Die schob ich schon auf dem halben Weg ins Büro runter und öffnete die Jacke bis zum Bauch.

Auf dem Weg ins Büro - ich war spät dran - freute ich mich überall and den blühenden Büschen und Bäumen, die in der Sonne leuchteten und dufteten. Blätter hat es noch kaum, aber es ist ein wahres Blütenmeer :-)

Am Abend radelte ich zum Cinema und sah A Quiet Place. Der Film ist gar nicht so sehr zum Fürchten, wie ich befürchtet hatte, dafür aber echt gut gemacht und spannend. Man erfährt zwar nie, warum es plötzlich jagende Aliens auf der Erde gibt, aber das ist gar besonders wichtig. Nur mit dem Ende kann ich mich nicht so Recht anfreunden, das passt nicht richtig zum Rest des Films.

Dem Knie ging es die Woche über stetig besser und dann ‘schnackelte’ es kurz auf dem Weg zum Kino. Das fühlte sich nicht schlimm an und die Beugung (das Problem seit über einer Woche) klappt auch weiterhin problemlos, dafür ist gerade ein Stück Streckung weg und es schmerzt beim Laufen. Ich humple gerade noch ausgeprägter als sonst. *seufz*
(Ich gebe es auch vor mir selbst ein wenig ungern zu, aber ich frage mich gerade, wie lang ich das noch machen oder aushalten kann. Ein bisserl schon noch.)

Von engel am 12.04.2018 23:00 • diary(0) Kommentare

Bolivien Tag 23, Tag 24, Tag 25

Donnerstag, April 12, 2018

Hat jetzt noch ein bisserl gedauert, aber: Geschafft! :-)
Und wieder mit Text vom besten Allgäuer von Allen, der mit dem Parinacota nochmal einen 6000er besteigen konnte.

Von engel am 12.04.2018 22:04 • diary(2) Kommentare

Bayern-Fans sind doof!

Mittwoch, April 11, 2018

Als ich Nachmittags an der Kletterhalle ankam, sah ich schon die ersten Fußballfans rumlaufen. Aha, also ein Bayern-Spiel in der Arena. Das nervt mich jedes Mal :-( Unten kommt warum.

Erst mal Klettern :-)
Der R. hatte ein neues Seil dabei, schön leuchtend Pink :-) Es war nicht zu früh für ein neues Seil, da waren wir uns einig ;-)

Klettern klappt nur solala, dafür war es aber wunderbar, draußen in der Sonne zu klettern. Die Westwand ist nicht sehr breit und natürlich wollten alle in die Sonne. Ich kam deswegen nicht immer an die Routen, die mich interessiert hätten und kletterte deswegen meistens eher leichte Routen. Das ist ein bisserl schade, weil ich ja was lernen will, es wurde aber dadurch, dass es so nett war da, mehr als aufgewogen :-)

Das Bistro in der Kletterhalle war danach von blöden Bayern-Fans besetzt (lange Schlangen an Ausgabe und Kasse, keine Sitzplätze mehr), derwegen fiel der Nach-dem-Klettern-Ratsch leider aus. Die blöden Bayern-Fans sind sich auch nicht zu schade, die wenigen Parkplätze der Kletterhalle zu besetzen, weil sie zu geizig sind, die Parkgebühren an der Arena zu bezahlen :-( Grrrrrrrrr!

Ich hab echt nix gegen Fußball und zwengs mir soll sich jeder auf solchen Massenevents vergnügen, dem das gefällt. Aber bitte schön dort, wo das Massenevent stattfindet und bitte schön auch die Folgen davon tragen. Eben beispielsweise teures Parken und teures Essen. Lasst uns andere einfach in Ruhe unser Zeug machen!

Echt, ich kenn mich kaum wieder, ich rege mich sonst so selten über was auf. Und ich mag mich auch gar nicht gern aufregen, das ist schlecht für’s Gemüt :-(

Von engel am 11.04.2018 23:00 • diary(0) Kommentare

Call me by Your Name

Dienstag, April 10, 2018

In weiser Voraussicht hatte ich am Morgen weniger an als am Montag. Das war gleich zweifach gut, denn erstens war es recht warm und zweitens wurde ich sehenden Auges von einem SUV geschnitten und musste eine Vollbremsung einlegen. Das treibt dann schon das Adrenalin in die Höhe und sorgt für zornige Hitzewallungen.

Am späten Nachmittag sah ich Call me by Your Name. Anfangs war ich eher unzufrieden, denn der Film legt sehr langsam, um nicht zu sagen langweilig, los. Ab der Mitte aber wird er dann doch interessant und zog mich mitten rein in diesen lässigen Sommer von 1983. Was mir von Anfang an gefiel, waren die blassen Farben, ganz so wie ein heißer Sommertag in Südfrankreich - oder eben Norditalien. Ich sah den Film OmU und das war auch toll, denn es wird fröhlich Englisch, Französisch und Italienisch (und sogar ganz wenig Deutsch) durcheinander gesprochen. Mit den Untertiteln zusammen kam ich da mit und das machte echt Spaß.

Auf dem Heimweg wäre der Plan gewesen, noch Schwimmen zu gehen, aber meine Zeitplanung ging nicht auf. Ich kam erst gegen 9 am Michaelibad vorbei und das war mir dann doch zu spät, weil ich am Mittwoch ja immer recht früh aufstehe.

Von engel am 10.04.2018 23:00 • diary(0) Kommentare

Kontrastprogramm

Dienstag, April 10, 2018

Zwar kann man noch überall Skitouren machen, wir zogen aber doch Wärme und Frühling vor und waren 2 Tage Radeln. Weil es halt doch noch überall Schnee hat (oder haben kann, so genau weiß man das vorher ja nicht immer), wenn man ein bisserl höher hinaus kommt, blieben wir daheim und beradelten die Umgebung. Mit dem Blender haben wir ja einen Berg direkt vor der Haustür.

Am Samstag waren wir noch ein wenig vorsichtig und vermieden weitgehend Wald-Trails (von dem am Mariaberg abgesehen) und blieben in der Sonne. Erst stellten wir beim Radeln über den Blender erstaunt fest, dass der Schnee tatsächlich inzwischen überall weg ist, dann stellten wir ebenso erstaunt am Eschacher Weiher fest, dass es teilweise noch richtig ordentlich viel Schnee hat: der Weiher ist noch fast vollständig zugefroren. Es hat lediglich auf der Seite mit der Liegewiese ein paar Meter freies Wasser.

Und der Spazierweg zum Brotzeitstüble ist auch noch schneebedeckt. Weicher Schnee ist unradelbar, also schoben wir die paar Meter. Es lohnte sich, der Kuchen im Brotzeitstüble war ausgezeichnet :-)

Danach radelten wir den üblichen Weg vom Weiher nach Hause, Waldabkürzer und Mini-Trails eingeschlossen und läuteten am frühen Abend die Grillsaison ein. Es war prima, aber es wird natürlich ziemlich schnell kühl, sobald die Sonne weg ist.

Am Sonntag waren wir besser vorbereitet. Wir fuhren ein paar Trails mehr (wozu haben wir Mountainbikes?) und hatten vor allem Badesachen für den Weiher dabei. Ich sonnenbadete, der beste Allgäuer von allen eisbadete. Von den anderen Sonnenbadern (die meisten waren unvorbereitet gekommen und lagen einfach so im trockenen Gras) kam Bewunderung, nachmachen wollte das aber keiner. Vorher waren 2 Jungs mit lauten Gebrüll ins Wasser gegangen, aber so richtig geblieben war keiner.

Ich ließ mich auch von intensivsten Bemühungen nicht dazu überreden, auch eiszubaden. So kaltes Wasser tut richtig weh und darauf hatten ich keine Lust. Bisher habe ich es noch nie ganz rein geschafft, weil mir vorher gefühlt schon immer die Füße abfallen.

Auf dem Rückweg nahmen wir nochmal den Blender mit und radelten dann den Mariabergtrail hinauf. Also der ist doch steiler, als ich dachte ;-) Vielleicht schaffe ihn mal besser, wenn ich und mein Knie besser drauf sind. Ich schob alle steilen Stellen. Macht aber nichts, das war trotzdem interessant.

Von engel am 10.04.2018 05:47 • outdoormtb(2) Kommentare
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