Wie erwartet hat der Apell ans Universum nix gebracht. Auch den Sonntag verbrachten wir brav daheim - unterbrochen von einem Kaffee-Trinken-Abstecher zu den Eltern - und schauten sehnsüchtig (also ich zumindest) raus in Sonne und Schnee. Auch bei Lawinenwarnstufe 4 hätte man damit irgendwas anfangen können.
Aber es war schon richtig. Immer wenn das Paracetamol nachliess, taten mir sogar die Haarwurzeln weh, keine Ahnung, was ich mir da eingefangen habe. Immerhin wird es langsam besser, heut bin ich noch daheim, aber ich denke morgen ist wieder ein normaler Arbeitstag. Nächstes Wochenende wieder!
Letztes nämlich.
An sich hatten wir ja ausgemacht, im Sellrain auf eine Hütte zu gehen und da ein paar schöne leichte Skitouren zu machen. Aber Wind, Lawinenlage und Wetter(-Aussichten) waren uns dann nicht geheuer und so liessen wir die Sache dann doch sausen. Aus denselben Gründen nahmen wir uns am Samstag das Galtjoch vor, denn das Galtjoch kann man eigentlich immer machen.
Der beste Allgäuer von Allen war aus verschiedenen Gründen nicht wirklich gut drauf, so konnte ich endlich mal wirklich mithalten und hab das Tempo (langsam für den Ralle, schnell für mich) bis obenhin durchgehalten. Da war ich wirklich zufrieden mit mir :-)
Der Schnee war unten katastrophal (in der Früh gefroren, Mittags dann Matsch) und oben auch nicht grad toll (abwechselnd pulvrig und windverpresst auf zerfahrenem Untergrund), so dass der Abfahrtsspass eher mässig war. Positives Highlight: Der Skicross durch den Wald unterhalb der Ehenbichler Alm :-) Jaja, sowas mag sonst keiner, ich hab an sowas aber Spass.
Und überhaupt, die Ehenbichler Alm. Hatte auf, hat einen supernetten urigen Wirt mit netten Helfermädels und es gibt ganz tollen Apfelstrudel und Unmengen Kaiserschmarrn begleitet von ganz ausgezeichnetem Schnaps und ich mag so Zeug eignetlich nicht mal. Der Schnaps war eine Aufmerksamkeit des Hauses. Sehr empfehlenswert, muss man sich merken.
Am Sonntag dann ein Versuch am Gamsfuss bei ziemlichem Fönsturm. Unten schon 7 Grad in Baad, oben beim grossen Stein mit Sonne ganze 15! Der Schnee sackte so schnell zusammen, dass man richtig zusehen konnte. Den Nordhang haben wir uns noch getraut (als erste, andere drehten schon vorher um), die Querung unterhalb der mächtigen Wächten war uns dann zu heikel. Die grossen Gruppen nach uns hatten mehr Vertrauen, was aber unsere Überzeugung, zum rechten Zeitpunkt abgebrochen zu haben nicht beeinträchtigte.
Und jetzt noch ein paar Bilder:
Sorry Universum, aber bei dieser Lieferung muss was schief gegangen sein. Ich hatte ganz bestimmt keinen rauen Hals bestellt. Und auch kein Kopfweh. Oder Schnupfen. Ich bitte um umgehende Rücknahme der nicht-bestellten Ware. Ist auch bisher kaum gebraucht, so dass noch kein grösserer Schaden entstanden ist.
Im Gegenzug will ich mich auch nicht darüber beschweren, dass die Hüfte noch immer zwackt und der Bauch bei Belastung ein noch immer ein bisserl rumzickt. Und das mit dem Knie - Schwamm drüber, da beschwer ich mich ja schon lang nimmer. Deal?
Mit Arbeit, der Büro-Radlerei (über die ich mich nicht beschweren will), einem der superstressigen Paderborn-Trips und haufenweise Planungs-AKtivitäten komm ich zu nix. Dass obadoba.de vom neuen Firmen-Proxy gesperrt ist, macht es auch nicht besser.
Also, ich lebe noch. Tolle Touren mit schönen Fotos von einer nigelnagelneuen Kamera hat es auch gegeben am Wochenende. Aber wie gesagt - ich komm zu nix.
Bei der freitäglichen Wochenend-Planung blieb der beste Allgäuer bei der Namloser Wetterspitze hängen. Einer der Lechtal-Klassiker und sicherlich überlaufen aber eben die Wetterspitze. Ein beeindruckender Klotz in grossartiger Umgebung. Und das Wetter sollte am Sonntag ja auch mitspielen.
Nach wie vor geniesse ich die Radlerei ins Büro. Macht auch dann Spass, wenn kein Schnee mehr liegt, auch wenn die Wege im Englischen Garten im Moment teilweise wirklich schwierig zu navigieren sind.
Auf abgelegeneren Wegen ist der Schneematsch in der Früh zu kaum fahrbaren Eis-Spuren gefroren, nachmittags sollte man dann im weichen Schlammschnee nicht absteigen müssen, sonst versinkt der Schuh bis zum Knöchel in der Suppe.
Die Bedingungen sorgen auch dafür, dass man - obwohl das Mountainbike ordentlich mit passenden Schutzblechen versehen ist - nach der Radlerei ein bisserl so aussieht, als hätte man mit Dreck geduscht.
Aber das ist nicht wirklich schlimm. Vom Regenschutz am Rucksack kann man das nach einer halben Stunde einfach abschütteln, die Bikehose kann nach derselben Zeit ausgebürstet werden, dann sieht alles wieder weitgehend sauber aus. Lediglich das Fahrrad bleibt drecking und wird immer dreckiger. Ich werde demnächst mal nach einer Waschanlage mit Dampfstrahler Ausschau halten, sonst schleppt das Bike mit der Zeit Tonnen an Dreck mit sich rum.
So weit so schön also. Was allerdings wirklich und ganz und gar ärgerlich ist, ist wenn das Bike in diesem Zustand kurz mal beschliesst, die Schaltung zu blockieren und die Kette in den eigentlich nicht zugänglichen Spalt hinten zwischen Rahmen und kleinestem Ritzel zu befördern. Selbstverständlich in voller Fahrt, so dass sich die Kette mit einem kraftvollen Tritt auch ordentlich verklemmt.
Bäh! Das bedeutet, das Hinterrad des völlig verschlammten Bikes lockern zu müssen, die Kette mit den Fingern aus dem Spalt zu friemeln und wieder ordentlich aufs Ritzel zu legen. Das natürlich in der spärlichen Beleuchtung der hässlichen Xenon-Lampen und unter den amüsierten Blicken und Kommentaren der Passanten an einer grossen Kreuzung.
Und dann muss man auch noch die unwillkommene Hilfe besserwisserischer Möchtegern-Mechaniker abwehren. Versteht mich nicht falsch, es ist wirklich nett, einer ‘damsel in distress’ Hilfe anzubieten. Aber wenn die betreffende Lady die angebotene Hilfe freundlich ablehnt, dann besteht kein Grund, weiter nebendran zu stehen und dann auch noch mit dicken Wurstfingern eingreifen zu müssen. Ohne die störenden Fremdfinger wäre die Kette auch nicht nochmal abgerutscht. *grmpf*
Überkommt mich seit heute Mittag immer, wenn ich am Urlaubsplan meines Teams vorbei komme (im Schnitt etwa alle 2 Stunden). Seitdem befindet sich da nämlich ein leuchtend gelber Strich, der sich ohne Unterbrechung ganze 4 Wochen hinzieht. 4 Wochen!
Von Nepal abgesehen habe ich seit dem Ende des Studiums nicht mehr so lang am Stück frei gehabt. Woraus sich schliessen lässt dass es auch diesmal lang und weit weg geht :-)
Die Planungen laufen auf Hochtouren. Dass es diesmal nicht darum geht, nur aus den verfügbaren Angeboten das beste rauszusuchen, sondern alles komplett selbst zu planen, macht die Sache umständlicher und komplizierter aber auch besser. Denn die wahren Abenteuer erlebt man nicht, wenn alles durchorganisiert glatt läuft ;-)
Schon jetzt zeichnet sich ab, dass wir ausrüstungstechnisch nachlegen müssen, aber es scheint sich da nur um einen einzigen grösseren Posten zu handeln. Obwohl - meine tolle Exped Down Mat verliert Luft über eines der Ventile, das muss noch irgendwie gelöst werden.
Boah, was feu ich mich da drauf!
(Also ehrlich gesagt - so viel von dem weissen Zeug möchte ich dann doch nicht haben. Vor allem nicht auf und um mein Auto ;-))
Endlich sind die Winterwochenenden wieder so wie sie sein sollen: Kalt und mit Schnee und ich mittendrin :-)
... der Technik :-(
Seitdem wir am neuen Standort sind, haben wir IP-Telefone. Man sollte meinen, da sei nun alles schöner besser, schneller, bunter. Aber nix is.
Es rauscht gelegentlich unerträglich, hin und wieder hat man andere Gespräche im Hintergrund oder auch mal ein ganz wunderbares Echo, wenn jemand spricht. Zum Ausgleich kann man die Lautstärke im Kopfhörer nicht mehr runter drehen, was speziell bei der Telko-Anbieter-Warteschleife dringend nötig wäre.
Und es passiert immer wieder das: “Aufgrund von Netzwerkproblemen können wir ihren Anruf derzeit nicht ... BlaBlaBla.”
Ich will mein schönes analoges Telefon zurück!