Und die Bilanz ist nicht schlecht. 5 Berge, 4 Viertausender, 3 davon neu, am bekannten Gipfel ein neuer Anstieg und eine unglaublich faszinierende Abfahrt über einen wüst zerissenenen Gletscher. Körperliche Bilanz bei mir: ein dickes Knie, eine schmerzende Hüfte, 2 Blasen, 5 grosse und unzählige kleinere blaue Flecken (von keinem weiss ich so recht woher, Sch…-Bindegewebe), Sonnenbrand am Ohr. Gar nicht schlecht ;-)
Super-Bilder haben wir mitgebracht, auf denen erstaunlicherweise die Bedingungen (Sturm, Nebel, fliegendes Eis) kaum zu erkennen sind. Sieht alles furchtbar friedlich aus, dabei haben wir am ersten Berg im Sturm gefroren, uns am zweiten im Abstieg im Nebel verlaufen, haben am dritten den Weg zum Joch nur gefunden, weil jemand eine Spur ins Whiteout gelegt hatte, sind am vierten Berg fast vom Gipfel geblasen worden und haben uns am fünften Berg im Sturm beinahe die Finger erfroren.
Lediglich die Abfahrt über den wüsten Gletscher fand in nahezu ruhigen und unproblematischen Bedingungen statt, was hauptsächlich damit zu tun hatte, dass wir uns unterhalb der Gipfelwolken und des Gipfelsturms befanden. Dafür war unten der Weg durchs Gletschertor (die Klamm am unteren Ende des Gletschers) ausnehmend interessant mit einem eisigen Trampelpfad über Schneebrücken am Rande des rauschenden Gletscherbachs, einer ‘lustigen’ Abseilstelle und mit viel Glück, als ein ordentlicher Steinklotz auf mich zusauste.
Rundrum prima also :-) Der Ruhetag heute kommt gerade recht, um die Sonne auf der Terrasse unter dem blühenden und duftenden Kirschbaum zu geniessen und die Bilder zu sortieren. Für die Bilder und den Bericht brauche ich aber noch ein bisserl ...