Nachdem die Samstags-Tour so lang und anstrengend war, dass nicht nur ich lahme Beine hatte, sollte es am Sonntag was Einfacheres sein. Eigentlich wären wir gerne Eisklettern gegangen, aber dem besten Allgäuer von Allen tat die Hand weh. Und nachdem er ja derjenige ist, er an den schwierigen Stellen vorsteigen muss, entschieden wir, dass unter diesem Umständen wohl eher eine Skitour angebracht ist.
Wir nahmen uns die Höferspitze vor. An sich hatten wir erwartet, dass es in Baad wärmer sein würde als in Gramais, aber das Thermometer zeigte -14 Grad an, nur ein klitzekleines winziges Grädchen weniger als am Samstag. Saukalt!

Skitragen am Bachweg zur Bärgunthütte
Im Allgäu haben wir die meisten unserer Touren in diesem Winter bereits abgeklappert, es wurde also Zeit, mal wieder ins Lechtal zu gehen. Auf zu neuen Zielen natürlich, nach diversen Überlegungen zur Durchführbarkeit der Touren (IIer Kletterei? Nein, nicht mit der kaputten Hand. 1500 Höhenmeter? Ach nö, da reicht die Zeit doch nicht mehr für den Kuchen hinterher.), fiel die Wahl auf die Landschaftspitze. Knapp 1200 Meter von Gramais, theoretisch durchgehend mit Ski begehbar, wenn auch ‘unangenehm enger Schlauch’ durch den Latschengürtel irgendwie abschreckend klingt. ‘Landschaftlich reizvoll’ und ‘einsam’ dagegen klingen prima :-)
Wir starten mal wieder nicht so früh wie geplant, kamen aber trotzdem schon um 9 in Gramais los. Das Thermometer zeigte -15 Grad und zudem wehte ein eisiger Wind durch das schattige Otterbachtal. Insgesamt war es um die 10 Grad kälter als wir gedacht hatten, so dass wir uns grad so warm halten konnten, wenn wir uns bewegten.

Start ins Otterbachtal