Vorhin hat der Doc die Fäden gezogen (Aua! Aua! Aua!), hat noch mal in meiner Leiste rumgedrückt (Auch Aua.) und mich Husten lassen und meinte, ich dürfe jetzt wieder Sport machen. ‘Aber langsam anfangen!’ meinte er noch hinterher. Tu ich doch - bloss so’n bisserl Radeln halt.
Das hatte es heute aber echt in sich. Hat ja den ganzen Tag geschneit und die Fuss- und Radelwege haben beim Räumen ja nicht unbedingt Priorität. Morgens ging das alles noch ganz gut, weil die Räumdienste nachts sehr brav und fleissig alles in Ordnung gebracht haben (muss auch mal gesagt sein: Liebe Räumdienste allüberall - super Job!). Die Wege waren weitgehend geräumt und einigermassen gut zu radeln.
Auf dem Weg zum Doc und dann nach Hause war es dann schon schwieriger. Teilweise hoher Schnee, teils schon zammgeradelt oder von den Autos aufgetürmt. Ist ganz gut, dass das Rad grad eher wenig Luft in den Reifen hat, die greifen trotz Mittelsteg im Moment gar nicht schlecht.
Zwei Mal bin ich gerutscht und nicht zu knapp. Beide Male bin ich einfach vom Rad gehüpft und hab das Bike machen lassen was es wollte - umfallen, klar. Das eine Mal hab ich die Strassenbahnschiene unter dem Schnee übersehen (gegen so eine Schiene ist Eis echt harmlos!) und beim anderen Mal blieb das Vorderrad in einem Schneehaufen hängen, das Hinterrad hat das allerdings nicht richtig mitbekommen und fuhr quasi weiter. Ist alles gut gegangen, wahrscheinlich bekomme ich Übung.
Und weil mich alle mit denen ich spreche ein bisserl komisch oder mitleidig angucken: Radeln im Schnee macht richtig Spass! Ich freu mich da jeden Tag richtig drauf :-)