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Langlaufen

Sonntag, Februar 26, 2012

Eigentlich ist das ja eine reichlich langweilige Angelegenheit (wenn meine Mom das liest, krieg ich wahrscheinlich Krapfen-Entzug), aber so lang hier unten noch Schnee liegt, muss man das nützen und irgendwass muss ich ja gelegentlich tun, wenn ich schon nicht mal mehr zum Arbeiten aus dem Haus komme.

Und ich gebe auch zu: Selbst wenn der Sport an sich eher langweilig ist, die Gegend ist Klasse und es hat wirklich Spass gemacht :-)

Montag hätte ich nach dem Einkaufen auch die Loipe nehmen können, die fast direkt vor dem Haus anfängt. Da hatte es -4 Grad und keinen Wind. Aber weil Langlaufen halt a weng langweilig ist, wollte ich wenigstens etwas Interessantes tun und fuhr zum Eschacher Weiher, um da die nette Waldrunde zu laufen. Mit Stirnlampe natürlich.

Da oben hatte es -8 Grad und Wind. Ich hatte nicht nach dem Wetter geschaut und hatte nur die dünne Jacke, dünne Handschuhe und keine Mütze mit. Weia.

Üblicherweise wird mir beim Bewegen aber nach wenigen Metern warm, daher startete ich trotzdem. Die Waldrunde ist natürlich keine Loipe und deswegen auch nicht gespurt - bzw. was immer da mal als Spur vorhanden gewesen war, vielleicht, war von einer Gruppe Schneeschuhgehern platt getreten. In dieser Spur hielten die ollen Schuppenski nicht und nebendran im Pulverschnee hielten sie schon gleich überhaupt nicht. Da schaufelte ich mir zum Ausgleich aber haufenweise Schnee in die Stiefel, weil die Skitourenhose für Skitourenstiefel ausgelegt ist und die kleinen Langlaufstiefelchen nicht mal ansatzweise abdeckt.

Da ich nun nicht wirklich laufen konnte, weil die Ski nicht hielten, musste ich vorsichtig skispazieren gehen. Was aber überhaupt gar nicht warm macht. Nicht mal annähernd. Da half auch nicht, dass Landschaft und Aussicht grossartig waren und die Sonne in einem spektakulären Farbspiel unterging (Handy vergessen). Nach knapp 30 Minuten habe ich aufgegeben. Fröstelnd und mit eiskalten Ohren. 2,6 km, 50 Höhenmeter.

Aber auch lerne dazu, deswegen startete ich am Mittwoch von Buchenberg auf einer ordentlichen Loipe mit besserer Kleidung. Die mehreren Klamotten hätte ich nicht unbedingt gebraucht, aber dass es da eine Spur hatte, war schon ein grosser Fortschritt. Allerdings liegen die Spuren inzwischen etwas anders als vor 5 oder mehr Jahren, als ich das letzte Mal da oben war und so ‘verlief’ ich mich ein wenig und drehte komische Kringel anstatt auf die Panorama-Loipe zu kommen. War trotzdem nett und es gab einen tollen Sonnenuntergang, den das Handy leider nur sehr verschwommen aufnahm. 9,9 km, 80 Köhenmeter.

Freitag machte ich früher Schluss und nahm diesmal direkt die Panoramaloipe. In der Sonne, ohne Stirnlampe! Hach, was für ein Panorama, wenn man da oben steht und in die Alpen gucken kann. Es war ungewöhnlich warm, knapp 10 Grad, und der Schnee war patschnass, was für die ollen Schuppenski aber genau richtig war, da liess es sich nämlich richtig gut laufen. 10,1 km, 200 Höhenmeter.

Von engel am 26.02.2012 06:55 • outdoor

Wieder aktuell

Sonntag, Februar 26, 2012

Sollte sich jemand gewundert haben, warum die EngelChronik gestern plötzlich wieder November 2011 hatte: Da gab ein Problem bei meinem Provider, das diese seltsame Auswirkung hatte.

War bestimmt nicht einfach, aber das Problem wurde natürlich gelöst :-)

Von engel am 26.02.2012 06:30 • techblog

HomeOffice

Dienstag, Februar 21, 2012

Aus Gründen arbeite ich diese Woche von daheim aus (=Allgäu). Seitdem ordentliches DSL auch in unsere abgelegene Ecke des Universums gekommen ist, ist das ziemlich gut machbar, wenn ich dran denke, Daten-intensive Aktionen auschliesslich im Rechenzentrum zu machen (4GB im Büro über’s Notebook zu kopieren dauert nur unwesentlich länger als diese 4GB direkt von Rechner zu Rechner zu kopieren - daheim beträgt der Unterschied Stunden, wenn nicht gleich Tage).

Inzwischen habe ich mir auch einen vernünftigen Arbeitsplatz aufgebaut - mein ‘Copckpit’, also 2 Monitore parallel, sonst bringt mich die Anzahl der offenen Fenster, die ich brauche, zur Verzweiflung - so dass ich so arbeiten kann wie im Büro. Ich habe durchaus das Gefühl, hier genauso gut arbeiten zu können wie im Büro.

Trotzdem sind da doch ein paar signifikante Unterschiede:

  • Schönes Wetter vor dem Fenster im Allgäu ist viel ‘schlimmer’ als schönes Wetter vor dem Büro-Fenster in München (vor allem so schönes Wetter wie heute!).
  • Obwohl die Server in Augsburg genauso weit vom Allgäu entfernt sind wie von München, fühlen sie sich weiter weg an (Ja, da komm ich mir doof vor, ist trotzdem so.).
  • Unser Telefon ist Mist. Das fällt nicht besonders auf, wenn man direkt mit einer Person spricht, aber in einer Telefonkonferenz, wo am anderen Ende auch mal 10 Leute (wenn es ganz schlimm kommt, alle zusammen in einem Raum) sitzen, wird es anstrengend.
  • Wenn ich Kaffee mache, hab ich im Allgäu ein schlechtes Gewissen, dabei mache ich genauso viel und genauso lang Kaffee im Büro in München.
  • Mittagessen selber machen ist doof (schon fein, so eine Kantine).
  • Keine Bäckerei in der Nähe ist gut (Teilchen = böse).
Von engel am 21.02.2012 19:01 • diary

Sprachprobleme

Sonntag, Februar 19, 2012

Unser Firmen-Japaner ist ein leidenschaftlicher Skifahrer und so gut wie jedes Wochenende unterwegs. Jetzt will er auch Skitouren ausprobieren und hat - wenig verwunderlich, bin ich doch die Seltsame im Büro, die so Zeugs macht - mich um Rat gefragt. Wie anfangen, welches Angebot buchen (er will ganz vernünftig eine geführte Tour buchen), wie funktioniert was, was soll er beachten, was rate ich.

Man sollte meinen, das sei die ideale Gelegenheit, um stundenlang über ein Lieblingsthema referieren zu können. Englisch kann ich und wenn es um Berge-Zeugs geht, bin ich im Allgemeinen kaum zu stoppen, wenn ich mich nicht selbst am Riemen reisse. Aber in diesem Fall: Herrje ist das schwierig! Weil: mir fehlen die passenden Vokabeln.

Und meine Lieblings-Übersetzungs-Websites lassen mich da alle im Stich, die kennen diese Worte einfach nicht: Steigfell, Haftfell, Skitouren-Bindung, Steigstufe, Lawinenverschüttetensuchgerät, Lawinenlagebericht, usw. Ich weiss nicht mal, wie man Skitour genau übersetzt. Direkt? Man kann natürlich alles umschreiben, aber das ergibt ein ziemlich umständliches Gespräch. Onkelchen, hilf :-)

Von engel am 19.02.2012 07:45 • diary

Skitourensaisonende

Sonntag, Februar 19, 2012

Manchmal spuckt einem das Leben in die Suppe und alle schönen Pläne und Beinahe-Pläne für die nächste Zeit werden in einem kleinen winzigen Moment zunichte gemacht.

Es ist nichts wirklich Tragisches passiert, aber geniale Skitouren und Ähnliches werden die nächsten Monate hier nicht stattfinden. Höchstens ein paar 08/15 Touren, die man auch allein machen kann. Ich gebe zu, angesichts dieses fantastischen Winters, in dem nahezu alles möglich schien, das die letzten Jahre aufgrund des Schneemangels nicht machbar war, tut das schon ein klitzekleines bisschen weh.

Andererseits: spielen ein paar Monate Pause, die man jetzt einlegen muss, in 5 Jahren noch eine Rolle? Eben.

Von engel am 19.02.2012 07:42 • diary

Umgeplant zum Zweiten

Mittwoch, Februar 15, 2012

Die für Samstag geplante Lechtaltour hatten wir auf Sonntag verschoben. Um halb sechs gab es zwar keine Staumeldung vom Füssener Tunnel, dafür aber -20 Grad schon in Kempten. Wir fürchteten um den Kangoo, der uns möglicherweise versulzen würde, wenn wir ihn in diesem kalten Loch vor Gramais abstellen würden (sicherlich -25 und drunter) und disponierten nochmal um: Litnisschrofen mit einem sonnigen Parkplatz am Haldensee.

Am Haldensee hatte es -23 Grad, aber schon kurz nachdem wir losgelaufen waren, bekam der Kangoo Sonne und wir sorgten uns nicht mehr. Es war am Sonntag zwar kälter als am Samstag, dafür hatte es im Tal aber keinen Wind und es fühlte sich entsprechend wärmer an.

Zum Aufstieg nahmen wir zur Abwechslung mal den rechten Weg zur Ödenalpe. Das war zwar landschaftlich nett und auch schön zu gehen (im Gegensatz zum zerfahrenen Normalaufstieg) aber ein rechter Umweg mit ein paar Extra-Höhenmetern ;-)

Ab der Scharte zur Ödenalpe war es abwechselnd eisig und windig oder nahezu heiss und windstill. Der Schnee war entsprechend entweder plattig oder pulvrig. Die Spur querte den Gipfelaufbau wie der Sommerweg, aber diese Querung sagte uns nicht zu. Wir fuhren ein Stück ab in die Mulde unter dem Gipfelaufbau und stiegen am gegenüberliegenden Rücken wieder auf.

Auf etwa 2/3 Höhe der Gipfelrinne stellten wir die Ski ab und stiegen den Rest zu Fuss hinauf. Über den Grat zum Gipfel zu gehen ist im Sommer nicht weiter schwierig, mit dem Schnee, den klobigen Skistiefeln und den teils ausgesetzten Passagen fand ich das dann aber schon einigermassen anspruchsvoll. Vor allem diese eine Stelle, wo man ohne ordentlichen Tritt und Griff einen kleinen Absatz überwinden muss und dazu im Abstieg in die Knie gehen müsste. In die Knie gehen - Haha!

Aber alles ging gut und wir konnten uns ins Abfahrtsvergnügen stürzen. Der beste Allgäuer von Allen nahm das gleich unter der Gipfelrinne wörtlich und warf sich kopfüber in den Schnee, als seine Ski nach einem Stück schönen Pulver direkt unter einer der dicken Windpressplatten stecken blieben. Ich Angsthase fuhr eh langsam (es lebe der Stemmbogen ;-)) und konnte dafür beim Ausgraben der Ski helfen.

Allzuviele Stellen mit schönem Schnee fanden wir nicht, aber bei einem Berg wie dem Lintisschrofen zählt das Gesamterlebnis (wenn man sich irgendwo mal ein bisserl fürchten muss, wird das Ganze schon viel interessanter). Immerhin taugten die Ski sehr gut als Abstiegshilfe ;-)

Von engel am 15.02.2012 20:58 • outdoorski

Umgeplant zum Ersten

Mittwoch, Februar 15, 2012

Schon wieder ein eisiges Wochenende, aber wir haben uns auch diesmal nicht - nunja, nur wenig, dazu aber mehr im nächsten Eintrag - von den Temperaturen davon abhalten lassen, Skitouren zu machen :-)

Für den Samstag hatten wir uns eigentlich eine Tour im Lechtal vorgenommen, aber da im Radio bereits um halb sechs von einem Stau vor dem Grenztunnel Füssen berichtet wurde, disponierten wir schnell um und starteten ins Kleine Walsertal. Wie am vorigen Wochenende parkten wir am Bergheim Moser in Schwendle. Es war ein bisserl ‘wärmer’ als letztes Mal, -17 Grad.

Zum Ausgleich wehte ein leichter Wind, der den Hatsch hinter bis in den Talschluss des Wildentals ziemlich unangenehm machte. Zwischendrin hatte ich das Gefühl, meine Nasenspitze würde erfrieren. Auch wenn der Talschluss ziemlich wild aussieht, kann man doch ziemlich einfach und bequem durch die Felswand aufsteigen. Hier verliess uns endlich der Wind, was recht angenehm war.

An der Hinteren Wildenalpe kamen wir in die Sonne. Hinten konnten man schon den Hang zur Scharte unter dem Liechelkopf sehen, wo es zum Elfer Wintergipfel gehen sollte, war aber nicht zu erkennen. Die Spur führte leicht steigend an der rechten Talseite entlang Richtung Liechelkopf.

Aus Gründen - einer davon der, dass wir auf keinen Fall unter den riesigen Schneemäulern auf der steilen rechten Talflanke entlang gehen wollten - drehten wir wieder um und machten erst mal an der Hinteren Wildenalpe Pause. Ausser uns schien es nur 4 junge Männer zu stören, dass da diese riesigen Schneemäuler waren. Die 4 machten einen Umweg, alle anderen spazierten ungerührt unten drunter weiter. Lesen die denn keinen LLB?

Nach der Pause entschieden wir, zum Ochsenloch aufzusteigen und den Elfer Wintergipfel sausen zu lassen. Im Aufstieg zur Scharte war es zunächst wieder kalt, zugig und schattig, aber nachdem wir durch die Engstelle durch waren, öffnete sich vor uns ein schöner sonniger Hang, an dem nicht mal Wind wehte. Angenehm!

Oben machten wir Pause und betrachteten nochmal die Schneemäuler, wegen denen wir umgedreht waren. Mit schlauerer Spurwahl (nicht direkt drunter durch sondern auf der anderen Talseite) wäre man da schon weiter gekommen. Aber mit dem Ochsenloch waren wir nun sehr zufrieden, denn wir waren völlig allein an unserem sonnigen Plätzchen.

Die Abfahrt war oben im Ochsenloch Klasse, im mittleren Teil prima bis OK, und unten ganz und gar grässlich - total zerfahren mit hart gefrorenen Spuren. Nicht gut für jemanden, der seinen Knien nicht traut. Aber Stemmbogen gehen immer ;-)

Zum Abschluss gab es wieder Kaffee und Kuchen im total überheizten Bergheim Moser. Schon erstaunlich, wie man sich an Wärme laben kann ...

Von engel am 15.02.2012 20:54 • outdoorski

Eisiges Wochenende

Mittwoch, Februar 08, 2012

Eigentlich hätte sich dieses Wochenende dazu angeboten, ein gemütliches Hotel im Lechtal zu buchen und elendslange Touren zu machen, aber die angekündigten Temperaturen bewogen uns dann doch, erst mal kleinere Brötchen zu backen und vorsichtig anzufangen. Sich die Füsse oder anderes zu erfrieren ist bei solchen Temperaturen ein reales Risiko, wenn die anderen Umstände auch widrig sind (Wind und keine Sonne, beispielsweise).

So ging es am Samstag erst mal nach Mittelberg im Kleinen Walsertal, um auf den Schüsser (den die Walser Hammerspitze nennen) zu gehen. Als wir aus dem Auto stiegen, zeigte das Thermometer -22 Grad. Beim Schnaufen friert da auch mal die Nase zusammen.

Obwohl wir warm aus dem Auto gestiegen waren, starteten wir beide nach dem Skistiefel-Anziehen (wo man für die Feinarbeiten doch nackte Hände braucht) mit eiskalten Fingern. Auch sonst war uns erst mal fröstelig, aber das gab sich nach wenigen Metern, weil dann der innere Motor auf Touren kam. Ich hatte auch bald warme Finger und warme Füsse, der beste Allgäuer von Allen brauchte länger für die Finger und hatte die ganze Tour über kalte Füsse.

An der halb verfallenen Alphütte auf halbem Weg machten wir wie üblich Pause in der Sonne (bei -24 Grad oder so, aber in der Sonne war das durchaus erträglich) und tranken eine Tasse Tee, dann stiegen wir über das Tälchen Richtung Hammerspitze auf (die die Walser Schüsser nennen) und querten dann rüber zum Schüsser. Im Gipfelhang konnten wir den 4 Vorsteigern zugucken, die sich mit dem Windpressdeckel auf der Südseite des Westrückens herumschlugen. Sah nicht toll aus.

Nach der Gipfelpause (erstaunlich erträglich bei nahezu keinem Wind) fuhren wir deswegen dort ab, wo wir aufgestiegen waren und fanden bis zur Hütte absolut wunderbaren Schnee vor. Hach! Dem zerfurchten unteren Teil der Abfahrt wichen wir durch geschickten Bäume-Slalom im lichten Wald aus, was viel Spass machte und wildromatisch schön aussah.

Für den Sonntag hatten wir uns den Karleskopf ausgesucht. Wir hatten angenommen, dass es in Namlos noch kälter sein würde als im Kleinen Walstertal, aber siehe da, wir konnten bei gemütlichen -20 Grad starten ;-) Auch diesmal wieder: Start mit eisigen Fingern und Füssen, die bei mir bald warm wurden, beim besten Allgäuer von Allen aber länger zum Auftauen brauchten.

An der Abzweigung zum Karleskopf dann eine unschöne Überraschung: Ralles Steigfelle, deren seltsamen Kleber wir schon seit einer Weile misstrauisch beobachten, hatten sich auf voller Länge vom Belag gelöst. Tolle Sache, wenn bei -20 Grad Unmengen Schnee zwischen Fell und Ski stecken. An Laufen ist da nicht zu denken.

Der erste Versuch, die Felle mit Klebeband (einmal um Ski und Fell gewickelt) zu befestigen, ging schon nach 2 Minuten daneben. Das Klebeband klebte zwar erst mal auf sich selber, löste sich bei der leisteten Belasting aber gleich wieder. Da waren wir dann vor den Steilhängen des Tals zum Karleskopf und beschlossen angesichts der nur halb entladenen steilen Grashänge, doch lieber zum Tschachaun zu gehen.

Eine kurze Abfahrt später standen wir am Bach in der Sonne bei immer noch gemütlichen -20 Grad und versuchten irgendwie diese Felle an die Ski zu kriegen. Den meisten Schnee hatten wir schon abgerieben, dann die Felle am Bauch gewärmt bis der gesamte Restschnee geschmolzen war. Wir zogen die Felle wieder auf die Ski - wo sie natürlich nicht klebten und versuchten sie dann mit Paketschnur am Ski zu befestigen. Letzteres klappte einigermassen gut, noch wichtiger aber war, dass wir es schafften, fast den gesamten Schnee zwischen Fell und Ski rauszureiben.

Vorsichtig gingen wir Richtung Tschachaun. Die Felle schienen zu halten, aber mein armer Allgäuer konnte nun nicht richtig mit den Skiern laufen. Normalerweise schiebt man den Ski bei jedem Schritt, aber die bremsten nun jedes Mal hart ab, was für einen zimelich abhackten stockenden Gang sorgte. Die Ski zum Laufen anzuheben traute er sich aber nicht, da hätte dann ja wieder Schnee unters Fell kommen können. Nach einer Weile hatten die Stahlkanten die ersten Schnüre durchschnitten und das Fell schien wieder zu haften. Wir entfernten die restlichen Schnüre.

Kurz bevor sich das Tal teilt, mussten wir eine wirklich beeindruckende Lawine queren. Man sah weit oben, wo ein Gleitschneebrett abgegangen war. Dass die Lawinen so weit bis den Talgrund gerutscht waren (und das mit einiger Wucht durch eine recht gewundene Schlucht), beeindruckte uns schon sehr.

Im langen Tal zum Tschachaun im Schatten der Heiterwand war es ganz schön frisch, aber sobald wir nach dem Kromsattel in die Sonne kamen, war es nahezu warm :-) Dort beeindruckte uns eine weitere Lawine. Am südlichen Gipfelhang war eine riesige Gleitschneelawine abgegangen, deren Anrisskante locker 3 Meter Höhe hatte (Breite etwa 25 Meter, Länge sicherlich 100). Wir stiegen in einigem Abstand rechts davon auf und beguckten uns die gletscherartigen Schollen mit leichtem Gruseln.

Am Gipfel fühlte es sich ohne Wind erstaunlich warm an :-) Wir gingen, als eine Riesengruppe mit viel Lärm den Gipfel besetzte.

Obwohl es verschiedene Stellen mit scheusslichen windgepressten Platten gab, fanden wir so gut wie überall schön zu fahrenden fast unberührten Schnee, wo wir die bis dahin allerschönsten Kringelspuren legen konnten :-)

Und jetzt: Bilder!

Von engel am 08.02.2012 08:03 • outdoorski

Radlgarage

Donnerstag, Februar 02, 2012

Es hat ein Weilchen gedauert, diesen Winter, aber nun ist es so weit: Das Bike ist wieder in die Wohnung eingezogen. Mit allen Konsequenzen: Kettenfett-Dreck-Sappel, der vom Bike tropft und die Engstelle im Eingangsbereich, wo man sich um das Rad schlängeln muss, um rein zu kommen.

Das macht mir ehrlich gesagt nicht viel aus. Wenn ich das Rad nicht in der Wohnung parke bis der Schnee geschmolzen und das Rad getrocknet ist, friert das Zeug in die Schaltung und dann hat sich was mit Winterradeln. Die Kettenfett- und Dreck-Mischung, die abtropfen muss, wird von denselben Lumpen aufgefangen wie letztes Jahr (muss man halt gelegentlich waschen) und damit bleibt die Wohnung selber sauber. Die optische Beeinträchtigung hält sich auch in Grenzen, ich wohne ja nicht im Flur ;-) Wenn das Rad trocken ist, kommt es wieder auf den Balkon.

(Nein, der Fahrradkeller ist keine Option. Dort wurde zwar vor ein paar Monaten mal wieder durchgeräumt und die Uralten Räder entsorgt, aber Platz ist da trotzdem keiner. Abgesehen davon - da stehen nur Schrotträder rum, ich trau mich nicht, mein schönes Rad dazu zu stellen.)

Von engel am 02.02.2012 07:54 • diary
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