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Statt

Mittwoch, April 25, 2012

Bah, was ein Tag!

Menschenmuff statt frischer Luft
Ubahn statt Sonne
Blöde Blick statt Isarblick
Verdreckte Finger statt Feringasee

Kurz: Plattfuss am Radl. Schon im Fahrradkeller der Firma. Und die Radl-Pumpe hat den Geist aufgegeben, da hilft dann auch nicht, wenn man in weiser Voraussicht einen Ersatzschlauch im Rucksack hat.

Der Fussweg zur relativ nahegelegenen Tankstelle war umsonst, denn “Luft? Nein, die ist kaputt.” Eine weitere Tankstelle spuckte das GPS nicht aus und weil ich ja immer gleich in den englischen Garten verschwinde, kenne ich mich in der Umgebung auch nicht richtig aus, so dass Suchen nicht lohnte.

Deswegen ging es mit der UBahn zum Michaelibad, wo ich genau weiss, dass direkt neben dem Ausgang eine Tankstelle ist. (Hinter- (!)) Rad ausgebaut, Schlauch gewechselt, aufgepumpt, eingebaut, heimgefahren. Nix Sonne, Sommer, Landschaft. Stattdessen war es fast dunkel bis ich endlich daheim war. Und das nach einem 10-Stunden-Tag. *grummel*

Jetzt könnte dann zum Ausgleich das lange Wochende warm und schön werden, so dass wir ein paar Spaziergänge machen können!

Von engel am 25.04.2012 18:54 • diary

Valley of Fire

Freitag, April 20, 2012

Nachdem ich in Las Vegas gelandet war, bin ich mit dem Shuttle-Bus zum Autovermieter gefahren und habe da problemlos mein Auto bekommen, einen Hyundai Elantra mit Automatik-Schaltung, was mich den ganz Tag über immer wieder irritiert hat ;-)

An die amerikanischen Strassen-Ausschilderungen muss man sich erst mal gewöhnen. Dass es dunkel war, hat die Sache nicht einfacher gemacht. Gleich zu Anfang habe ich mich gründlich verfahren und bin sonstwo gelandet. Auf Einbahnstrassen. Aber die Hotels vom Strip sind ja weit zu sehen und so habe ich dann doch bald wieder zurück gefunden und bin auf dem richtigen Highway gelandet.

Erst fährt man ewig durch die Ausläufer von Las Vegas, wo alles hell erleuchtet ist. Wenn man die dann irgendwann hinter sich hat wird es endlich dunkel. An einer Tankstelle habe ich mich mit Wasser und Snacks eingedeckt und bin dann vom Highway auf die Strasse ins Valley of Fire abgebogen. Da wurde es dann aber richtig dunkel, denn der Highway hatte reflektierende Markierungen, diese Strasse nicht. Aber da konnte man eh nicht schnell fahren, weil nämlich unendlich viele Hasen (Black-tailed Jackrabbit) aktiv waren und entweder verschreckt vor dem Auto sitzen blieben oder schnell noch über die Strasse huschten. Zwischendrin sausten auch kleinere Pelzkugeln (vermutlich Kangaroo Rats) über die Strasse.

Nach dem Eingang zum State Park hab ich mir ein nettes Plätzchen gesucht und hab mich erst mal auf der Rückbank zum Schlafen hingelegt. Das war erstaunlich bequem, aber leider ziemlich kalt. Draussen hatte es nämlich nur 5 Grad (oder so, 40 Fahrenheit sagte das Auto) und irgendwie habe ich bei der Planung vergessen, wie schnell so ein Auto kalt wird. Ich habe zweimal das Auto zum Heizen angemacht und habe trotz dieser Unterbrechungen gut geschlafen. Leider zu lang, weil ich beim Ermitteln des Sonnenaufgangs in Las Vegas daheim wohl einen Fehler gemacht hatte. So war ich eine Stunde zu spät dran, denn da ging die Sonne gerade auf und ich hatte es ja hell werden sehen wollen.

Egal, im Dunklen hatte ich eh keinen guten Platz gefunden, vor mir war ein Hügel. Ich fuhr hinunter ins Valley, wo haufenweise rote Sandsteinfelsen herum stehen. Ich war noch völlig allein (auch in den diversen Campsites rührte sich noch nichts) und hatte vielleicht deswegen das Glück, auf ein altes zerrupftes Dickhornschaf zu treffen, das mich bis auf wenige Meter an sich heran liess, während es gemütlich einen Busch abzupfte. Näher als 3 Meter habe ich mich dann nicht getraut, das hatte ganz schön grosse Hörner und wer weiss, was es macht, wenn es Angst bekommt.

Mein erster Trail wäre auf einer Strasse verlaufen, da wollte ich nicht laufen, also habe ich die ersten beiden Sehenswürdigkeiten ganz in amerikanischer Tradition mit dem Auto angefahren. Zu den Petrified Logs bin ich gelaufen, aber die sehen (wie nicht anders zu erwarten) recht langweilig aus, deswegen habe ich mir die späteren versteinerten Bäume dann gespart.

Vom Visitor Center aus führt eine kleine Strasse durch ein entzückendes Tal mitten in die roten Felsen des Valley of Fire hinein. In etwa der Mitte gibt es einen kleinen Trail zu ‘Mouses Tank’. Das ist ein rundes Loch mitten in den Sandsteinen, das wohl oft (jetzt auch) mit Wasser gefüllt ist, was mitten in der Wüste natürlich etwas ganz Besonderes ist.

Der Trail ist nichts Besonderes, breit und gut zu gehen, aber die Gegend ist nett mit all den roten Sandsteinfelsen. Ich habe einige Male einen kleinen gestreiften Nager (White-tailed Antelope Ground Squirrel) gesehen, aber niemals geschafft, ein Foto zu machen.

Danach bin ich die Strasse bis zum Ende an den ‘White Domes’ gefahren, wo die roten Felsen plötzlich weiss (naja, hellgelb) werden. Unterwegs gab es ein paar Aussichtspunkte, wo ich natürlich immer angehalten haben und geaussichtet habe. Die Landschaft ist schon ziemlich beeindruckend. Wüstig, sandig, bunt und bizarr geformt.

An den White Domes, die die höchste Erhebung der Gegend sind (man darf aber nicht rauf, wohl weil der Sandstein so fragil ist), gibt es auch einen Trail, den ich natürlich genommen habe. Erst stapft man im weissen Sand ein Stück bergauf, dann geht es durch eine Rinne hinab mitten in die Sandfelsen und dann durch einen engen Spalt wieder hinaus. Der Spalt barg eine Schwierigkeit, er war nämlich teilweise voll Wasser (es muss in den letzten Tagen mal geregnet haben).

Um die erste Pfütze kam ich noch kletternderweise herum (war nicht ganz einfach, aber schlimmstenfalls wär ich halt ins Wasser gefallen), aber dann war Schluss, alles voller Wasser. Umdrehen wollte ich nicht, also habe ich die Schuhe ausgezogen und bin mal losgewatet. Das war echt cool. Der Spalt war grad mal so breit wie ich mit ausgestreckten Armen (wie hoch sah man nicht) und gewunden, so dass man in der Mitte weder den Anfang noch das Ende sah. Alles in Allem waren das vielleicht 50 Meter, aber die haben irre Spass gemacht. Das Wasser war nie tiefer als etwa Wadl-Mitte.

Danach bin ich eine Weile barfuss weiter gelaufen. Das ging gut, so lange der Boden Sand oder Sandstein waren, aber irgendwann kam wieder Kies und Steine, die Schuhe erforderten. Als ich zurück zum Parkplatz kam, waren die ersten anderen Touristen da. Bis dahin war ich immer und überall total allein gewesen, was ich als absolutes Geschenk empfinde.

Auf dem Rückweg habe ich dann noch eine Abzweigung genommen, die ich nicht schon vorher im GPS hatte (war wohl niemals irgendwo erwähnt) und da konnte ich dann noch den FireCanyon bewundern (von oben), der Klasse aussieht, weil da wieder der rote und der weisse Sandstein gemischt ist.

Da gab es dann auch den ‘Silica Dome’, ein grosser weisser Sandstein-Kegel, auf den ein Track zu führen schien. Hab ich natürlich gleich genommen. Der Track verschwand zwar irgendwann irgendwie irgendwo, aber auf den Dome kam ich trotzdem. War nicht schwierig, aber halt doch ein bisserl mehr als nur Laufen und deswegen noch ein zusätzliches Schmankerl.

Inzwischen war das Visitors Center auf, aber das war erstens voll und zweitens nur halb interessant. Auf dem Weiterweg gabs dann noch ein paar besondere Felsen und dann war ich durch das Valley of Fire durch.

Den Rückweg entlang am Lake Mead hatte ich mir interessanter vorgestellt. Vom Lake sieht man nicht viel und die Gegend ist halt ... Wüste. Unbunt noch dazu. Auf der gegenüberliegenden Seite hat es zwar ein paar beeindruckende Hügel und weiter hinten auch schneebedeckte Gipfel, aber nach einer Stunde sind die dann auch nicht mehr sooo interessant.

Irgendwo gab es dann die Abzweigung zur ‘Echo Bay’. Da waren dann Freizeit-Zeichen für Camping, Restaurants, Fischen und so ausgeschildert. Ausserdem stand da ‘Marina’. Ich dachte: “Fein, da fahr ich hin und esse endlich mal was!” Aber als die Strasse am Wasser endete, da war da nur eine lange breite Betonrampe, die direkt ins Wasser führte. Auf dem Wasser so eine Art schwimmender Hafen an schwimmenden Stegen und sonst - nix. Bah!

Ich fuhr also zum Hoover Dam weiter. Da wurde der Verkehr dann dichter, denn bislang war mir nur alle paar Kilometer mal ein Auto begegnet. Und erstaunliche viele Motorradfahrer für die langweilige Gegend. Zu sehen gibt es nicht viel und Kurven hat die Strasse auch nicht. Vielleicht ist das der Grund, dass das ausschliesslich grosse ‘Strassenschiffe’ ala Goldwing waren. Und noch erstaunlicher finde ich, dass es so viele Rennradfahrer gab. Mindestens so viele wie Motorradfahrer. Dadurch dass die Strassen alle einen mindestens halben Meter breiten markierten Rand haben, hatten die zwar quasi eine eigene Spur, aber ob das wirklich Spass macht?

Der Hoover Dam war enttäuschend. Natürlich ist das ein gigantisches Bauwerk und hat eine heldenhafte Baugeschichte und ist quasi ein nationales Denkmal und all das. Aber auf dem History Channel schaut das Ding deutlich grösser und monumentaler aus als in echt. Zum Ausgleich kostet das Parken da 7$. Wenn man aber bedenkt, wie das Parkhaus in die Felsen gezimmert ist, ist das auch nicht soo teuer. Weil ich so Hunger hatte, hab ich da einen Burger mit Fries gegessen, aber der war schlecht und teuer. Hätte man erwarten können.

Dann ging es zurück nach Las Vegas, wo ich mich natürlich prompt nochmal verfahren habe. Ich finde, an den Strassenschildern müssen die Amerikaner noch arbeiten. Als ich merkte, wo ich hin muss, war es zu spät, noch die Spur zu wechseln und da war es jetzt hell. Am Ende habe ich dann aber doch zurück gefunden :-)

Da war ich dann schon ziemlich am Ende. Müde, Kopfweh, geschafft. Aber glücklich, der Ausflug war genial!

Von engel am 20.04.2012 00:35 • diary

Las Vegas Nachtrag

Donnerstag, April 19, 2012

Um die Vegas-Thrill-Tour zu vervollständigen, bin ich dann noch auf den Stratosphere Tower und bin mit den 3 Fahrgeschäften da oben gefahren. Zwei davon sind für sich genommen nicht allzu spektakulär, der Big Shot (ein Freefall Tower) und der Insanity Ride (ein Karusell, das nach dem Einsteigen über den Rand des Turms hinaus geschwenkt wird), aber dadurch, dass sie oben auf einem 120m Turm sitzen, gibt das schon noch einen Extra-Kick. Das dritte Fahrgeschäft, X-Scream, ist aber schon etwas Besonderes. Das ist eine kurze bewegliche Bahn, auf der ein Wagen nach unten über den Rand des Turms geschossen wird (und natürlich danach gebremst). Boah, das haut rein!

Schliesslich habe ich es dann sogar noch zur Piraten-Show am Treasure Island geschafft, die man eigentlich filmen müsste, nicht fotografieren. Die ist schon sehr schön gemacht :-) Von den abzuhakenden Punkten fehlt mir jetzt eigentlich nur noch das Haifischbecken im Mandalay Bay, aber das wird wohl nichts mehr. Gespielt habe ich immer noch nicht.

Von engel am 19.04.2012 14:28 • diary

Las Vegas

Mittwoch, April 18, 2012

Da bin ich jetzt also. Las Vegas ist nett, aber nicht so grossartig wie immer behauptet wird. Kann natürlich sein, dass dieser Eindruck ein bisserl daher rührt, dass ich mit Städten generell nur wenig anfangen kann und schnell gestresst werde, wenn zuviele Menschen um mich herum sind ;-) Und mit Shoppen - gaaaanz grosse Sache hier - kann ich auch wenig anfangen.

Aber nicht missverstehen: Ich find es toll hier!

Das Venetian, wo ich wohne, ist ziemlich überwältigend. Riesig und beeindruckend gestaltet, mit ewig hohen Hallen und Freskos ala sixtinischer Kapelle überall an den Wänden und der Decke. Auch ums Hotel herum ist alles gestaltet wie Venedig, einschliesslich des Campanile und der Kanäle mit Gondeln.

Meine Suite hier ist tatsächlich grösser als meine Münchner Wohnung, allerdings vergleichsweise unpraktisch ausgestattet. Das Bett (es hat zwei davon) ist weich wie eine Wolke und so hoch, dass man fast drauf hüpfen muss. Vorn hat die Suite eine Sitzecke und insgesamt 3 Fernseher. Ein kleiner im Bad in 2 riesige vorm Bett und vor der Sitzecke. Benutzt hab ich noch keinen. Im Bad hat es eine riesige Badewanne, in die ich mich zu gerne mal legen würde, aber bislang hatte ich einfach noch keine Zeit zu nix.

Das Casino ist wie alle Casinos, die ich bisher gesehen habe, vor allem bunt und laut. Nein, noch habe ich nicht gespielt, aber immerhin zugeschaut. Ich verstehe aber noch nicht, was daran so faszinierend sein soll. In den Casinos gibt es überall Leute die sich quasi häuslich vor den Automaten eingerichtet haben, mit Essen und Trinken und Allem. Die Spieltische sind viel kleiner als ich erwartet hatte und es gibt viele davon. Ganz erstaunlich finde ich, dass im Casino Rauchen erlaubt ist, sonst aber niemals und nirgendwo. Ausser in den Raucher-Suites.

Grundsätzlich scheint es ein grosser Vorteil zu sein, als weibliches Wesen durch diese Stadt zu laufen, so wird einem nicht alle 5 Meter ein Zettel mit 3/4-nackten Damen unter die Nase gehalten (nur alle 50 Meter etwa, die wollen halt sicher gehen keine Gelegenheit zu verpassen). Alles in Allem scheint das aber nur wenige zu interessieren, ich habe nur einen Mann gesehen, der einen ganzen Stapel der Kärtchen sortierte. Naja, die vielen Verteiler würden sich wohl kaum lohnen, wenn die Angebote nicht wahr genommen würden.

Die Leute sind alle nett und in Ferienstimmung. So habe ich, obwohl ich allein zum Essen gegangen bin, nun schon an beiden Abenden nette Unterhaltung gehabt. Eigentlich dachte ich, allein zum Essen zu gehen, würde lästig werden, aber im Gegenteil, das ist sogar von Vorteil. Denn auf einen Tisch muss man hier überall warten, wenn man sich an die Bar setzt (was man nur darf, wenn man allein oder maximal zu zweit ist), dann kann man direkt bestellen. Und hat gleich Unterhaltung mit den nebendran Sitzenden dazu.

Da ich ja einen Ruf zu verteidigen habe, bin ich an meinem ersten Abend (Vegas Strip South) als erstes ins New York New York gegangen und bin mit der Achterbahn da gefahren. In der ersten Reihe natürlich. Das war fein und bot eine nette Aussicht. Oh, und natürlich war’s auch aufregend, der Mann neben mir konnte gar nicht aufhören zu reden :-)

Durch die anderen Hotels auf der Südseite des Strip bin ich einfach nur durchgelaufen und hab mir die Attraktionen angeschaut. Die Wasserspiele am Bellagio habe ich leider nur halb erwischt, den Vulkan am Mirage dafür grad richtig. Am Eiffel Tower war mir die Schlange zu lang, obwohl man von da einen schönen Überblick über Las Vegas haben soll. Dass das Mandalay mit dem Haifischbecken auch da hinten ist, habe ich leider erst gemerkt, als ich schon wieder zurück im Hotel war. Pech, ich weiss nicht, ob ich da nochmal hinkomme. Den Las Vegas Strip North gibt’s heute (dann vielleicht auch die Achterbahnen auf den Stratosphere Tower), danach sind immer Abendveranstaltungen.

Die Konferenz, wegen der ich hier bin, ist vor allem riesig! Knapp 5000 Leute! Der Saal, in dem Frühstück und Mittagessen serviert werden, ist ungefähr so gross wie 2 Fussballfelder. Aber das Hotel hat Übung mit der Organisation, das merkt man, denn bislang war es völlig problemlos, einen Sitzplatz und etwas zu Essen zu bekommen und zwar ohne lange Schlange zu stehen und zu warten.  Das Essen ist OK, und es gibt überall Kaffee-Stationen, wo man To-Go Becher nehmen kann. Auch zwischen den Sessions, sehr praktisch.

Was mich ganz persönlich irgendwie freut - endlich mal gibt es lange Schlangen vor den Herren-Toiletten und nicht vor den Damen-Toiletten. Ich würde sagen hier sind um die 90+% Männer. Den Referenten merkt man an, dass es Amerikaner sind. Und da hat sich das nächste Vorurteil komplett bestätigt: Amis können vortragen. Auch die technischsten Vorträge sind sehr unterhaltsam, so dass man kaum in die Verlegenheit kommt, mal versehentlich wegzunicken. Die Keynotes waren bisher absolut sehenswert. Inhaltlich bin ich bisher auch ganz zufrieden, und das wird sich vermutlich auch nicht ändern, auch wenn die Konferenz grad erst angefangen hat.

Bilder habe ich auch :-)

Von engel am 18.04.2012 01:14 • diary

Fliegen und so

Dienstag, April 17, 2012

(Text teilweise aus dem Flugzeug)

...und dann die Hoffnung, dieser Kelch möge bitte an mir vorüber gehen, als der wirklich seeehr dicke Mann im Flieger nach Las Vegas in meiner Reihe Anstalten machte, sich niederzulassen. Er setzte sich glücklicherweise auf die gegenüberliegende Seite, da war ich ziemlich froh.

Das war in San Francisco (Ja, San Francisco, nicht Los Angeles, wie ich die ganze Zeit gedacht hatte). Mein Nachbar auf dem langen Flug von München war schon kein Glücksgriff gewesen (der stank ganz furchtbar aus dem Mund, Baaaaah), da fand ich es schon gerecht, nun einen normalen Menschen (unstinkig und normalgewichtig) neben mir zu haben.

Abgesehen davon war der Flug ereignislos. Sehr erfreulich. Dass man auf der Reise in die USA gründlicher durchsucht wird als sonst, wusste ich ja schon. Schon in München gab es eine zweite Untersuchung mit kompletter Abtastung. In San Francisco musste ich meine Fingerabdrücke (alle 10) abgeben und wurde fotografiert. Dann erfolgte vor dem Weiterflug eine noch gründlichere Untersuchung, wo man auch die Schuhe ausziehen musste und dann durch einen dieser Ganzkörperscanner laufen musste. Das Bild davon war allerdings im Untersuchungs-Bereich nicht zu sehen. Wär mir auch noch egal gewesen, ich hätte lieber die Fingerabdrücke nicht abgegeben.

Die Bearbeiterin aus dem Firmen-Reisebüro hatte mir zwar wie gewünscht Fensterplätze zugewiesen, aber die waren über dem Flügel, also beinnahe nutzlos. Dumme Nuss, wozu wohl bestellt man einen Fensterplatz??? Über San Francisco habe ich ganz kurz einen Blick auf die Golden Gate Bridge (die aber gar nicht golden sondern rot aussah) erhascht, aber bis ich den Foto in der Hand hatte, hatte der Flieger schon wieder abgedreht. Pfff.

Auf dem Flugplatz schien sich zunächst mein erstes USA-Vorurteil komplett zu bestätigen, denn die beiden Einweiser auf dem Flugplatz waren ziemlich dick. Im Flughafen aber waren die Leute alle ziemlich normal. Vorurteil geplatzt (Nachtrag: Es gibt gelegentlich ganz erstaunlich dicke Menschen hier, definitiv mehr als bei uns, aber die sind trotzdem die Ausnahme). Das andere Vorurteil, dass Amerikanerinnen weitgehend Tussis sind, kann ich bislang aber voll und ganz aufrecht erhalten. Die meisten Ladys hier sind unglaublich aufgestylt mit elendslangen Fingernägeln und wenn sie Begleiter haben, dann lassen sie die alles tragen und machen (Letzteres ist mein eigentlicher Kritikpunkt, können die denn nix selber?). Und alle haben riesige edle Handtaschen. Vielleicht liegt das aber auch am Flugziel, denn mindestens eine der Tussis am Flughafen war ganz eindeutig Schweizerin.

Wo wir schon bei Vorurteilen sind: Auch das, dass sie Strassen breit sind und die Amerikaner gemütlich und langsam fahren, hat sich bestätigt. Ein Amerikaner in München muss glatt verzweifeln. Ausnahme scheinen die Taxifahrer zu sein, die genauso rabiat und rasant wie bei uns unterwegs sind.

Um Mitternacht war ich in Las Vegas, habe problemlos mein Auto bekommen und bin dann wie geplant ins Valley of Fire gefahren. Der Tag erfordert aber einen eigenen Eintrag.

Von engel am 17.04.2012 20:44 • diary

Endspurt

Freitag, April 13, 2012

Morgen gegen Mittag geht es los. Allgäu - München - Los - Angeles - Las Vegas. Zusammengerechnet knapp 20 Stunden Reise und dann bin ich kurz nach Mitternacht Ortszeit am Ziel. Uff!

Mir graut ja zugegeben ein bisserl vor dem Flug (soooo lang sitzen), aber da muss ich halt durch. Wegen meiner Bindegewebsschwäche wird es von München bis nach (mindestens!) Los Angeles eklige widerliche ‘Gummistrümpfe’ geben, die ich wie die Pest hasse, ohne die aber meine Beine und Füsse bei so langer Untätigkeit den Umfang mehr oder weniger verdoppeln (was weniger wegen der Optik schlimm ist - obwohl das natürlich auch nicht toll ist - als wegen der Auswirkungen auf die Gefässe). Da hilft dann auch nicht, die paar Schritte im Flieger im Gang auf und ab zu gehen.

Ich freu mich wie ein Schnitzel auf meinen Ausflug in den Valley of Fire State Park, da werde ich dann endlich ein wenig rumlaufen können, um den Kreislauf wieder auf Trab zu bringen :-) Ausserdem soll es da natürlich ganz wunderschön sein.

Wenn ich Zeit finde, patsch ich gelegentlich hier ein paar Worte und Bilder rein. Wenn nicht, dann nicht ;-)

Von engel am 13.04.2012 03:23 • diary

Radltechnisches

Dienstag, April 10, 2012

Kleiner Insidertipp von mir an mich: Gelegentlich Reifenluft prüfen! Es ist ganz erstaunlich wie schnell so ein Mountain-Bike werden kann, wenn statt mickerlicher 1.2 Bar ordentliche 3.5 Bar in den Reifen stecken.
(Und ich dachte ernsthaft, das Rad ist so langsam, weil es halt so’n Billig-Bike ist und der Winter deutliche Spuren hinterlassen hat. Sorry, Bike, mein Fehler.)

An den Isarauen wird man inzwischen fast knofel-trunken, wenn man die richtigen Wege nimmt. Der Bärlauch spriesst und sprosst. Allerdings hab ich grad keine Zeit für Bärlauch, musste also schweren Herzens weiter fahren.

Von engel am 10.04.2012 18:35 • diary

Schmetterlinge

Dienstag, April 03, 2012

Nachdem ich von den Schmetterlingen im Botanischen Garten so begeistert war, trieb der beste Allgäuer von Allen die Schmetterlings-Erlebniswelt Pfronten auf, der wir am Samstag einen Beusch abstatteten.

Im Gegensatz zum Botanischen Garten München, fangen die Pfrontener Schmetterlinge erst Ende März zu fliegen an und leider waren 2 Puppen-Sendungen kaputt oder beschädigt angekommen, so dass nicht so viele Schmetterlinge wie üblich umher flappten. Zum Ausgleich war es wunderbar leer und wir bekamen auch seltsame und gut getarnte Raupen zu Gesicht und konnten ein paar Schmetterlingen beim Schlüpfen zugucken.

Sowohl in München als auch in Pfronten fliegen so ziemlich dieselben tropischen Schmetterlinge umher. Die nachfolgenden Bilder sind von beiden Ausflügen gemischt.

Von engel am 03.04.2012 20:54 • diary

USA

Dienstag, April 03, 2012

Gelegentlich kommt man auch als ‘lowly developer’ (massloss untertrieben natürlich) in den Genuss verreisen zu dürfen. Nicht nur nach Paderborn und Augsburg wie üblich, sondern ‘richtig’ weg.

Die Firma schickt mich nach Las Vegas, um dort 5 Tage gründliches ‘technical training’ zu bekommen und hinsichtlich der nächsten Generationen von Software auf dem neuesten Stand zu bleiben. Boah Ey, 5 Tage Las Vegas! Ich gestehe eine milde Aufgeregtheit, die auch nachdem sämtliche Buchungen (Konferenz, Sessions, Flug, Hotel, privater Mietwagen) einigermassen glatt gelaufen sind, noch latent vorhanden ist. Immerhin war ich noch nie in den USA.

Meine Unterbringung wird fürstlich sein, ich werde nämlich im The Venetian residieren. Das Venetian macht Werbung damit, dass die einfachste Unterkunft eine Luxus-Suite ist. Ich werde mir vermutlich unglaublich deplaziert vorkommen, aber das Hotel gabs im Konferenz-Paket dazu, ist nun halt schon so (ich seh mich komplett Touri-mässig mit Kamera vor dem Auge durch’s Hotel stolpern). Witzig ist, dass die Suite grösser ist als meine Münchner Wohnung, wenn ich das richtig umgerechnet habe ;-)

Die Konferenz startet am Montag, aber ich werde natürlich bereits am Sonntag anreisen, um am Montag dann halbwegs fit zu sein. Die günstigste Kombination von Flügen bringt mich am Sonntag um 0:30h an den McCarran Airport. Damit bleibt mir ein ganzer Tag zum Sightseeing (deswegen das Auto). Und ich habe vermutlich 2 Abende in dieser Woche frei, um mir Las Vegas gründlich anzuschauen.

Schwesterle2, die eine uneingeschränkte USA-Fan ist, empfahl mir das Valley of Fire und den Hoover Staudamm in der Umgebung. Und das Venetian anzugucken. Was sich ja nun zwangsläufig ergibt. Wenn das alles so klappt, wie ich denke, dann ergibt die Runde mit dem Valley of Fire, auf der ‘scenic route’ entlang am Lake Mead Richtung Las Vegas und dann noch ein Abstecher zum Staudamm einen gut gefüllten Tag, so dass ich, wenn ich dann zum Hotel komme, rechtschaffen müde ins Bett fallen kann und erholt auf die Konferenz gehen kann. Ich hoffe ja, dass ich es schaffe, zum Sonnenaufgang im Valley of Fire zu sein, das sollte schöne Bilder ergeben.

Was mir Schwesterle2 für Las Vegas selber empfohlen hat, füllt vermutlich mehr als die beiden Abende, die ich zur Verfügung habe. Am interessantesten finde ich ja diese Achterbahnen auf dem Stratosphere Tower, aber davor ist sogar Schwesterle2 zurückgeschreckt, also ist anzunehmen, dass ich mich da dann doch zuviel fürchte ;-) Wir werden sehen.

Jedenfalls: Aufregend!

Von engel am 03.04.2012 20:31 • diary
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