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Afrika

Sonntag, November 25, 2012

So langsam wird es Zeit, mal das Geheimnis des diesjährigen Urlaubs zu lüften :-)
Natürlich ist das nicht wirklich ein Geheimnis, aber als Vorbereitung des Urlaubsschlafes der Engelchronik macht sich so ein erklärender Eintrag kurz vorher ganz gut und da finde ich es feiner, wenn nicht schon ewig vorher klar ist, wo es hin gehen soll.

Wie da oben schon steht: Wir fliegen nach Afrika!
*hibbelhibbelhibbel*

Von engel am 25.11.2012 08:04 • diaryurlaub

Fundstück

Samstag, November 24, 2012

Beim Aufräumen des Büro-Rechners drüber gestolpert und für zu schade zum Wegschmeissen befunden. Gehört als Abschluss zu dieser Serie:

 


Las Vegas Nachlese

Noch bin ich hier, aber der Abreise-Prozess hat inzwischen begonnen. Die letzte Session ist rum und es wird - ganz amerikanisch habe ich gelernt - quasi mit dem letzten Atemzug des Referenten die gesamte Konferenz umgehend abgebaut. Grad eben bin ich aus der gemütlichen Networking-Ecke des Konferenz-Community-Centers geflogen.

Deswegen muss ich jetzt wieder im kalten Wind der Klima-Anlage sitzen, die hier durch die Bank immer auf (gefühlt) unter Null steht. Ich hatte gedacht, meinen warmen Kuschelpelz brauche ich nur zur Anreise und Abreise im kühlen Deutschland, aber der war hier im Hotel auch nicht verkehrt. Wenn man bedenkt, dass es draussen 24 - 30 Grad hat und dass überall meistens die Türen offen stehen (na gut, nicht hier hinten im Konferenz-Zentrum), ist das echt eine Leistung. Der legendäre Energeverbrauch von Las Vegas könnte vermutlich halbiert werden, würde man die Klima-Anlagen auf vernünftige Temperaturen einstellen.

Daran, dass man hier quasi 24/7 klimatisierte und somit extrem trockene Luft atmet, würde das aber nichts ändern. Meine Schleimhäute nehmen mir das inzwischen sehr übel und ich bin froh, wenn ich in absehbarer Zeit weder normale Luft atmen darf. Gern auch feucht.

Wenn man in Las Vegas ankommt, ist man erst mal komplett überwältigt. Alles ist so gross und laut und bunt und ... amazing halt. Wenn man sich dann mal ein bisserl daran gewöhnt hat, dann fällt bald auf, dass die glänzende Fassade sehr oft genau das ist: Fassade. Im Hotel wird überall und ständig repariert und überstrichen, damit man nicht sieht, was unter der Fassade steckt. Draussen schleppen die Sex-Zettel-Verteiler ihre gesamte Habe samt Schlafsack mit sich herum und wenn man genau hinsieht, sieht man Leute, die Kippen und Essen aus dem Abfall suchen.

Einer der Bouncer an der Abschluss-Party erzählte freimütig, dass er zwar 20 Stunden die Woche in diesem Nightclub arbeiten kann, den Rest der Zeit aber anders für den Lebenunterhalt sorgen muss: ‘I scam people.’ Anders käme er nicht über die Runden. Irgendwie finde ich das fast erschreckender als die Bettler in Nepal und Ecuador. So gesehen ist es schade, dass ich es nicht mehr schaffen werde, meine restlichen Dollars an einen der Sammler für die homeless people abzugeben. Umgekehrt freut es mich, dass ich mich an die Tips des Reiseführers gehalten habe und wirklich immer Trinkgeld gegeben habe, obwohl ich das gelegentlich doof fand.

Auf dem Strip hat es etwas, was ich als absolut unamerikanisch empfinde (Vorurteil?), was aber lustig ist: Es hat Fahrrad-Polizisten, deren Mountainbikes fast genauso angemalt sind wie die Polizei-Autos. Ob die auch sowas wie eine Sirene haben, konnte ich nicht feststellen, aber es scheint einigermassen viele davon zu geben. Wo immer ich allerdings gesehen habe, dass jemand angehalten wurde (Auto oder Fussgänger) war auch gleich immer ein Polizei-Auto da, also sind die vielleicht nur die Vorhut, weil sie schneller und agiler sind.

Würde ich wieder kommen?
Ja, wenn es sich im Zuge einer Reise ergibt, würde ich wieder herkommen. Es gäbe noch viel zu sehen und zu tun. Extra herfahren (-fliegen) würde ich nicht. So toll ist Las Vegas dann auch nicht. Aber es ist schon toll, irgendwie :-)

Von engel am 24.11.2012 10:32 • diary

Nebel

Mittwoch, November 21, 2012

Mit einer der Gründe, warum ich auch hier in der Stadt immer mit GPS unterwegs bin ist, dass ich dann in jedem Fall sicher sein kann, wieder heim zu finden. Das war gelegentlich, wenn ich mich irgendwo in einem Wald oder sonstwo in unbekanntem Gelände verfranst hatte, durchaus auch schon recht hilfreich. Ohne GPS wäre die Hemmung, auf unbekannten Pfaden in unbekannten Wäldern rumzufahren um einiges grösser.

Heute habe ich es auch gebraucht. Dabei dachte ich eigentlich, südlich von München kenne ich so langsam jeden Feld-, Wald- und Wiesenweg. Stimmt möglicherweise auch, aber als ich da im Dunklen mitten im Nebel auf kaum zu erkennenden Spuren durch und über endlose Felder radelte, keinerlei Landmarken mehr erkennen konnte und mangels Zeitgefühl nicht mal mehr sicher war, wie lang oder schnell (eher langsam) ich schon unterwegs war, das war dann schon ziemlich gruselig.

Natürlich habe ich immer Licht dabei, eine tolle Stirnlampe, mit der man in klarer Nacht problemlos fast einen halben Kilometer Weg ausleuchten kann. Aber im Nebel sieht man mit viel Licht vor Allem viel Weiss. Mit wenig Licht dann halt wenig Weiss und ohne Licht vor allem Schwarz. Die schmale Mondsichel liess sich zwar am Himmel erahnen, aber so richtig hilfreicht war das bezüglich Wegfundung auch nicht ;-)

Mit GPS ist das eine lustige Sache, etwa so wie sich unter der Bettdecke mit Bram Stokers Dracula zu gruseln. Ohne hätte ich mir schon die eine oder andere Sorge gemacht. Und ich wäre mindestens 2 Mal falsch abgebogen.
(Nicht dass man sich hier wirklich bös verfahren kann. Selbst die einsamsten Feldwege kommen früher oder später bei einer Ortschaft raus und wo eine Ortschaft ist, da hat es auch Wegweiser.)

Von engel am 21.11.2012 22:33 • diary

Bergsteigen im Khumbu

Montag, November 19, 2012

Es ist so weit:


Bergsteigen im Khumbu Himal, Nepal
von Andrea Kullak und Ralf Einsiedler

Gibt es inzwischen beim Verlag, bei Amazon und auch sonst überall dort wo man Bücher bestellen kann. Der Verlag hat versprochen, dass Amazon das mit dem Coverbild beizeiten auch noch auf die Reihe kriegt (dauert 4-6 Wochen, hiess es).

Das Cover ist sehr schön geworden finde ich, obwohl das der einzige Teil des Buches ist, auf den ich so gut wie keinen Einfluss hatte. Es ist nicht mein Bild (auch wenn wir Ähnliche haben), sondern stammt von einer Bild-Agentur. Wenn man beim Verlag nach Khumbu sucht findet man das Bild dann auch noch auf anderen Covern, aber unser Buch ist natürlich das Schönste und Beste ;-)

Persönlich finde ich, dass 33,90€ ganz schön viel Geld für so einen Reisebericht sind. Vor dem Nepal-Urlaub hätte ich es dann aber vermutlich trotzdem gekauft. Aber BloggingBooks will damit Geld verdienen und die werden sich schon was dabei gedacht haben. Das Madeirabuch ist natürlich etwas kürzer (und die Bilder da drin sind um einiges schlechter weil von Dias abfotografiert), aber soviel Preis-Unterschied finde ich dann schon erstaunlich.

Aber gehet hin und bestellt das Buch, schliesslich ist bald Weihnachten :-)

Wer abwarten kann bis wir wieder aus dem Urlaub zurück sind (Januar), der kann das Buch auch bei mir bestellen, Dann kritzel ich auch noch irgendwas auf die erste Seite, wenn das gewünscht wird :-) Allerdings habe ich unterschrieben, mich an die Buchpreisbindung zu halten, daher wird das auch bei mir die 33,90 kosten.

Von engel am 19.11.2012 21:09 • diary

Vorbeigeschrammt

Donnerstag, November 15, 2012

Am Chaos, aber nur knapp.

Der Münchner Blackout von heute morgen erwischte mich im Bad, als ich mir gerade die Haare fönen wollte. In aller Eile machte ich mich im Licht der Stirnlampe fertig (Zähne putzen mit Stirnlampe geht ganz gut, Wimpern und Augenbrauen tuschen weniger) und sauste zum Auto. Kein Strom, keine Ampeln, Berufsverkehr ...

Bis zum mittleren Ring ging alles erstaunlich glatt. Vorm Ring stauten sich aber Autos, ich war schon drauf und dran zu resignieren und vielleicht sogar wieder heim zu fahren. Aber alles wurde gut, wenn auch nur für mich und alle die wie ich nur nach rechts abbiegen wollten. Ein paar Autofahrer hatten sich nämlich zum Linksabbiegen halb über den Ring gewagt und waren da stecken geblieben weil sie auf der Gegenseite nicht rein kamen. Und haufenweise Andere waren einfach hinterher gefahren.

So standen die Linksabbieger auf meiner Strasse im Stau und die Autos in meiner Richtung auf dem Ring standen hinter dem Stau im Stau und vor uns Rechtabbiegern war alles frei. Nix wie raus und ins Büro! Wo ich schneller ankam als sonst um diese Zeit!

Auto trotz bestem Radlwetter übrigens wegen Klettern in Bad Tölz. Wir waren grossartig! Lauter überhängende 6er-Routen und alle im Vorstieg (wobei Alex natürlich weiter kam als ich). Wenn ich die Finger von den Tasten nehme, zittern sie. Und die Handflächen leuchten fast blutrot. Hach, es war genial!

Von engel am 15.11.2012 23:38 • diary

Zeugs, gesammelt

Donnerstag, November 15, 2012

Ich bin einerseits noch immer dabei, den Rückstand von 3 Wochen intensivem Buch-machen nachzuholen (dazu zählt auch mein Haushalt hier), andererseits versuche ich gerade mit Hochdruck, die letzten Urlaubsvorbereitungen über die Bühne zu kriegen. 3 Wochen noch :-)

  • Der diesjährige Räderwechsel fand mal wieder mitten im ersten Schnee statt. Man sollte meinen mit der immer besseren Wettervorhersage könnte sich der informierte Mensch auch mal rechtzeitig darauf vorbereiten. Aber der erste Schnee kommt ja immer vollständig überraschend ;-)

  • Der Clio hat den ersten TÜV hinter sich. Man sollte meinen, bei einem so neuen Auto sollte das eine lästige aber problemlose Pflichtübung sein. Zunächst sah das auch so aus, aber die Plakette habe ich trotzdem erst mal nicht bekommen, denn ‘Das Lichtbild ist zwar richtig, aber die Helligkeitsverteilung des rechten Scheinwerfers stimmt nicht. Da ist irgendwas mit der Birne, gehen Sie mal zum Sirch.’ (Der Renaulthändler bei uns)
    In der Werkstatt dauerte es eine Weile bis ich dem Mechaniker erklärt hatte, was dem TÜV-Beamten nicht gefallen hatte. “Ah. Ja, da ist die Birne nicht gerade drin.” Der Mechaniker langte in den Motorraum und fummelte etwa 10 Minuten drin herum: ‘Das geht so nicht, da muss der Scheinwerfer raus und dazu muss die Stossstange weg. Kommen Sie in 3 Stunden wieder.’ Hallo???
    Fazit: 82.11€ fürs Geraderichten einer Scheinwerferbirne. Ich weiss immer noch nicht, ob ich auf Renault schimpfen soll, weil die das Auto so verbaut haben, dass man nicht mal eine Scheinwerferbirne wechseln kann oder auf die Werkstatt, die es nicht auf die Reihe bringt eine Birne zu wechseln. Wobei in dem Fall ja nicht mal eine Birne gewechselt werden musste!

  • Nach 3 Wochen endlich mal wieder im Kino gewesen. Ich hatte schon fast Entzugserscheinungen ;-) Skyfall, sehr fein. Obwohl der Film an Montag schon über 10 Tage lief, war das Kino proppenvoll. Was jetzt nicht wirklich problematisch gewesen wäre, wenn die Frau schräg neben mir nicht alle halbe Stunde gelangweilt aufs Display ihres Handys geschaut hätte, wie spät es schon ist. Lady, wenn Du keine Lust auf den Film hast, wieso gehst Du dann rein? Skyfall hat mir gefallen. So ein zerzauster Bond hat auch mal was.

    Von engel am 15.11.2012 07:23 • diary

    The North Face Speaker Series 2012

    Dienstag, November 13, 2012

    Mein Fazit ist dasselbe wie letztes Jahr: Beeindruckend! Högscht.

    Neben Simone Moro, der das Aushängeschild von The North Face in Europa iat, war auch dieses Mal wieder Denis Urubuko dabei. Die beiden haben letzten Winter den Nanga Parbat versucht und sind, nachdem sie die Route gefunden hatten, daran gescheitert, dass das Wetter nicht mehr schön genug für einen weiteren Gipfelversuch wurde.

    Simone Moro brachte einen Film darüber mit, wie er dieses Frühjahr die Everest-Lhotse-Überschreitung versuchen wollte. Gescheitert ist er nicht direkt, aber er hat einigermassen frustriert abgebrochen, als er eine durchgehende Schlange Bergsteiger von Lager III bis zum Südsattel vorfand. Statt seines Projekts verlegte er sich dann darauf, die Saison über mit seinem Hubschrauber Rettungs- und Erkundungsflüge zu fliegen. Und Simone Moro wäre nicht Simone Moro wenn er da nicht auch gleich eine Latte Erst-Events hingelegt hätte. Höchster Flug eines Normalhubschraubers, höchste Rettung an der Longline, die meisten Landungen und Rettungen aus Lager II und sicherlich noch irgendwas, was ich schon wieder vergessen habe.

    Als dritte Berühmtheit war Kurt Diemberger eingeladen. Boah Ey! Kurt Diemberger!! Doppelter 8000er-Erstbesteiger, Schaumrollen-Durchsteiger, lebende Legende. Ja, ihr dürft Euch hier durchaus ein Groupie-mässiges Quietschen vorstellen.

    Zudem ist Kurt Diemberger ein leidenschaftlicher Redner und war vom Moderator kaum einzubremsen, was teils recht erheiternd war. Natürlich hatte er auch was zu sagen, insofern war das durchaus OK. Dass Diemberger bereits 80 Jahre ist und dennoch ein paar Fässer mit Ausrüstung am Broad Peak verbuddelt hat, die er noch abzuholen gedenkt, finde ich sowohl beeindruckend als auch hoffnungsvoll. So verschmitzt wie auf dem Bild in Wikipedia schaut er übrigens ‘in echt’ auch :-)

    Am Ende der Veranstaltung konnte man sich noch ein Buch signieren lassen. Ich hatte eingedenk der Umstände vom letzten Mal, wo man Rucksäcke an der Garderobe abgeben musste, keine Tasche dabei, aber so ein signiertes Buch (hier nochmal den Quieker von oben vorstellen) musste ich natürlich haben. Das ist nicht klein, das Buch, grösser als A4, aber ich habe es, in den hinteren Hosenbund gesteckt, trotzdem unbeschadet auf dem Rad nach Hause transportieren können :-) Yay!

    Ich freue mich auf November 2013!

    Von engel am 13.11.2012 23:52 • diary

    LQ7 - Trittkopf

    Samstag, November 10, 2012

    06.10.2012

    Wir hatten lang drüber diskutiert, welcher Berg unser letzter werden sollte. Definitv ein einsamer, aber auch einer, für den man nur begrenzt lang Zeit brauchen würde. Wir mussten heute ja noch zurück ins Allgäu fahren. Am Ende verwarfen wir all die bröseligen weglosen Gipfel des Lechquellengebirges in der Nähe des Flexenpasses und entschieden uns für den Trittkopf, der direkt auf der anderen Seite des Passes liegt, aber zu den Lechtaler Alpen zählt.

    Auch der Trittkopf ist mehr oder weniger weglos zu besteigen. Zwar steht im Führer, dass es da ein recht zugewachsenes Steiglein geben soll, aber das ist inzwischen derart zugewachsen, dass man es bestenfalls erahnen kann. Wir glaubten gelegentlich den Steig gefunden zu haben, verloren ihn aber immer nach wenigen Kehren wieder und stapften weglos weiter, bis wir wieder auf einen beinahe zu erahnenden Pfad trafen. Viel Unterschied war nicht zwischen ‘weglos’ und ‘das könnte der Steig sein’ ;-)

    Da wir auf der Westseite des Trittkopfs aufstiegen, konnten wir zwar die Sonne uind den klaren Tag an den Gipfeln gegenüber bewundern, bekamen selber aber erst Sonne ab, als wir schon beinahe an der Gipfelstation der Trittkopfbahn angekommen waren. Die letzten Meter zur Gipfelstation legten wir auf der Piste zurück und setzten uns in der Sonne vor der Station in den Sesselbahnsessel, den man dort freundlicherweise aufgestellt hatte.

    Es war sehr gemütlich, aber leider nicht sehr warm, denn der eisige Wind der letzten Tage wehte noch immer. Als wir an der Gipfelstation vorbei auf den Rücken zum Grat zum Trittkopf stiegen, erwischte uns der Wind mit voller Wucht und rechtfertigte die Vollausrüstung samt Handschuhe durchaus.

    Am Grat erwartet uns ein grossartiger Blick Richtung Lechtal mit dem steilen Zahn der Roggspitze und der Valluga direkt vor uns. Der Grat zum Trittkopf ist eher ein breiter Rücken als ein Grat. Als wir zu einer kleine Pause auf die windabgwandte (aber sonnen-beschienene) Seite des Grates gingen, konnten wir kaum glauben, wie warm es da war :-) Zur Pause passend sahen wir unter uns ein grosses Rudel Steinböcke, die uns zunächst misstrauisch beobachteten, sich dann aber wieder ungestört mit den kleinen Pflänzchen beschäftigten, die sie zwischen den Steinen fanden.

    Schliesslich gingen wir weiter und erreichten bald den Tittkopf-Gipfel, von dem man ganz grossartig nach St. Anton und ins Verwall schauen kann. Allzulang dehnten wir die Gipfelrast aber nicht aus, der Wind da oben blies uns fast um und kühlte uns ziemlich aus. Wir gingen zurück zu dem warmen Rastplatz hinter dem Rücken und schauten noch mal den Steinböcken und 2 Kletteren an der Roggspitze zu.

    Im Abstieg nahmen wir im oberen Teil die Piste statt des groben Gerölls über das wir aufgestiegen waren, da uns das leichter zu gehen schien. Wir hatten eigentlich erwartet, im Abstieg den zugewachsenen Steig leichter zu finden als im Aufstieg, aber wir verhauten uns ganz gewaltig, so dass wir zwischendrin recht gefährlich (abrutschen, Fuss brechen) über ein paar Büsche krabbeln mussten. Aber alles ging gut :-)

    Von engel am 10.11.2012 17:39 • diaryurlauboutdoorberg

    LQ6 - Karhorn

    Samstag, November 10, 2012

    05.10.2012

    Am letzten schön vorhergesagten Tag vor dem Wochenende wollten wir noch auf den Paradeberg von Lech und Warth. Zum Frühstück sah das Wetter aber noch gar nicht schön aus, draussen war alles nass vom gestrigen Regen und der Himmel war wolkenverhangen. Das hielt uns nicht ab, die Vorhersage hatte schönes Wetter versprochen, das würde dann ja wohl auch kommen!

    Wir starteten am Gasthaus Bodenalpe (das sehr nett aussah, vielleicht hätten wir da mal essen gehen sollen), von wo ein schöner kleiner aber bei diesen feuchten Bedingungen recht rutschiger Wiesenweg nach Bürstegg führt. Bevor man das erreicht, biegt man links auf einen breiten Kiesweg ab, der gefühlt halb ums Karhorn herum führt, bevor der eigentliche Steig zum Karhorn nach rechts abzweigt.

    Dieser kleine Steig ist steil und lehmig und war so rutschig, dass wir die Stöcke zum Aufstieg nahmen. Immerhin kam nun so langsam die Sonne heraus. das Karhorn legt sich nach dem ersten steilen Aufschwung ein wenig zurück und wir fanden eine sonnige Mulde für eine kurze Pause, in der wir ein Rudel Gämsen beobachten konnten.

    Danach war es nicht mehr weit bis zum Anfang des Gipfelgrats. Kurz bevor wir den erreichten, mussten wir feststellen, dass es hier oben ziemlich stürmisch war. So sehr, dass man sich fast gegen den Wind lehnen musste, um die letzten Meter direkt am Grat zurück zu legen. In einem windgeschützten Eck an den Felsen rüsteten wir erst mal gegen den Wind auf.

    Erstaunlicherweise war der Wind dann bei lustigen Felsturnerei den Grat hinauf (maximal I+) gar kein Thema mehr und am Gipfel konnten wir sogar fast wind-ungestört Pause machen. Die Aussicht war grossartig :-)

    Für die ‘richtige’ Pause stiegen wir dann aber wieder zur Gabelung ab (an der der Wind noch immer so pfiff wie im Aufstieg) und suchten uns auf dem Weg zum Warther Horn (das genau genommen nur ein Vorsprung im Grat des Karhorns ist) eine wingeschützte sonnige Mulde. Nach einer guten halben Stunde half aber auch die Sonne nicht mehr gegen den Wind, der gelegentlich doch in die Mulde blies. Wir gingen also weiter und erreichten nach wenigen Minuten den Sattel zwischen Karhorn udn Warther Horn.

    Bis zu diesem Zeitpunkt waren wir fast allein gewesen, nun aber waren viele Leute unterwegs. Die kamen alle von der Steffisalpseilbahn, nur wenige Meter unterhalb des Karhorns, die entgegen unserer Annahme noch in Betrieb war. Das hatte aber auch einen Vorteil, denn ein paar der Skigebietshütten neben der Seilbahn hatten auch offen.

    Wir kehrten in der ‘Punschhütte’ ein. Der Name wies schon darauf hin, dass das eigentlich eine Remmi-Demmi-Skihütte ist und die Hintergrundmusik (glücklicherweise leise) war genau so, wie sich das für so eine Hütte gehört. Aber immerhin, es gab Kaffee.

    Der Rückweg verlief am Warter Horn vorbei Richtung Bürstegg. Nachdem wir die Seilbahn und das Skigebiet verlassen hatten, waren wir wieder relativ allein unterwegs. Am Gasthaus Bodenalpe überlegten wir kurz noch einzukehren, aber da es schon so spät war, liessen wir das dann doch bleiben. Abendessen gab es wieder in den Lecher Stuben, Rindergulasch mit Spätzle für mich (fein und viel) und Schweinebraten mit Serviettenknödeln und Kraut (letzteres scheusslich, der Braten und die Knodel OK und insgesamt wenig) für den besten Allgäuer von Allen.

    Übrigens: Auch wenn die Lecher Stuben hier jetzt relativ schlecht wegkommen hier - im Vergleich zu den anderen bezahlbaren Lecher Gaststätten sind die immer noch die beste Wahl.

    Von engel am 10.11.2012 16:41 • diaryurlauboutdoorberg

    Fertig!!!!!

    Mittwoch, November 07, 2012

    (Ich kriege gar nicht so viele Ausrufezeichen in die Überschrift, wie ich bräuchte.)

    Also das Buch, meine ich.

    Mir war schon klar, dass es kein Pappenstil sein würde, den Nepalbericht in ein Buch zu giessen, aber es war dann noch viel mehr Arbeit als ich angenommen hatte. Der beste Allgäuer von Allen hat sich dann auch noch mit hineingehängt und Korrektur gelesen, so dass nun hoffentlich so viele Fehler wie möglich eliminiert sind.

    Die beste Mama von Welt hat leider ein etwas ungeschicktes Timing an den Tag gelegt und hat sich nach la Palma verzogen, bevor ich sie auch noch zum Lektorat verdonnern konnte. Das heisst, dass vermutlich mehr Fehler und Fehlformulierungen drin sind als nötig ;-)

    Ich hänge mich gerade so am Lektorat und möglichen Fehlern auf, weil BloggingBooks nämlich genau darauf verzichtet. Das was ich da abliefere, kommt genau so ins Buch. Mit anderen Worten: Jeder Fehler ist meiner ;-)
    Auch OK, Fheler kann ich gut.

    Kann sein, dass der Verlag noch ein paar Änderungen will, aber das hat dann nur noch mit der Form und nicht mehr mit dem Inhalt zu tun. Da ist die Arbeit verschmerzbar.

    Am schwierigsten war es übrigens, einen ordentlichen Autorentext und vor allem den Klappentext zu verfassen. Texter dieser Welt, ihr habt mein Mitgefühl!

    Von engel am 07.11.2012 22:30 • diary
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