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München im Schnee

Donnerstag, Januar 29, 2015

Ich muss sicherlich nicht wiederholen, dass ich den Schnee der letzten 2 Tage großartig finde. Naja, das Matschzeug auf den Straßen finde ich auch nicht so toll, aber insgesamt freut mich das bisserl Winter, das hier grad rumliegt. Der Englische Garten beispielsweise ist zur Zeit ein richtiges Winterwunderland und da durch radeln ist winterwunderbar.

Und auch wenn manche Kollegen gar nicht fassen können, dass man bei dem Wetter und den Temperaturen (da muss ich dann regelmäßig lachen, denn kalt ist es ja nun wirklich nicht) mit dem Rad fährt, ich bin da wirklich nicht die Einzige.

Heute gibt es dewegen was fürs Auge, damit vielleicht verständlicher wird, warum ich mich da so dran freue :-)
Die Bilder sind von gestern und von heute aus dem Englischen Garten kurz vorm Büro.

Von engel am 29.01.2015 22:09 • diary

Winter :-)

Dienstag, Januar 27, 2015

Morgens war ich noch geneigt, die Fruchtlosigkeit der gestrigen Wetter-Anfeuerung zu beklagen. Zwar hatte es geschneit, aber da lagen nur ein paar Zentimeter weißer Pracht in München rum. Und auf den Straßen hatte sich das Zeug schon in grauen häßlichen Matsch verwandelt, der sich am Rad und an mir festklebte. Widerliche Sauerei, das.

Aber dann wirbelten immer wieder wilde Schneeflocken um die Towers. Einmal war es so wüst da draußen, dass wir nicht mal mehr bis zur 150m entfernten Tankstelle gucken konnten. Die Kollegen meinten unzufrieden, dass das ja wohl niemand bestellt hätte. Ich widersprach, denn ja klar, ich hatte sowas bestellt ;-) Es ist allerdings ungewöhnlich, dass solche Bestellungen meinerseits ankommen.

Während ich im Kino war (nochmal ‘Streif’, das musste dann doch sein), schmiss das Wetter dann tatsächlich ganze 10 Zentimeter auf München. Auf den Straßen stauten sich die Autos und ich konnte fröhlich an allen vorbei fahren :-) Draußen Richtung Neuperlach war dann nicht mehr geräumt, da wuchs sich die Radlerei schnell zu einer richtigen Trainingseinheit aus.

Das Bike steht jetzt in meinem Minigang und tropft einen Satz Putzlumpen voll. Morgen gibt’s dann ordentlich Öl auf die Kette, dann geht es wieder raus in den Schnee. Bis zum Morgen wird das Zeug ja wohl liegen bleiben.

Von engel am 27.01.2015 22:08 • diary

Freitag-Montag Zusammenfassung

Montag, Januar 26, 2015

Am Freitag tatsächlich doch noch die Übergabe hinbekommen :-) Natürlich habe ich inzwischen festgestellt, dass da noch was fehlt, aber die erste Übergabe bekommt ja eh nie die Freigabe. Mit meiner QA schon gleich gar nicht.

Die Wochenendvorhersage war dann mehr so mittelmäßig. Das Wetter entspach dem auch, das was wir uns am Samstag als Tour ausgesucht hatten (Walser Hammerspitze), aber überhaupt nicht. Wo wir bisher grasigen Untergrund vermutet hatten, ragten massenweise Steine, Baumstümpfe und andere Dinge aus der viel zu dünnen Schneedecke. Nach der dritten Diskussion über Sinn oder Unsinn des Unternehmens brachen wir ab und suchten uns sehr vorsichtig einen Weg durch die Hindernisse. Jeder hatte 3 Mal Hindernisberührung, die Ski (nicht die Neuen!) nahmen das aber fast folgenlos hin. Dann war die Luft raus und weil das Wetter auch wenig taugte, fuhren wir wieder heim. Sonntag planten wir gar nicht erst irgendeine Tour.
Ziemlich enttäuscht war ich dann, dass das Hahnenkammrennen am Samstag nur verkürzt stattfand. Nach dem Film letzte Woche war ich total gespannt und hätte der Abfahrt ganz anders zugeschaut. Andererseits: Stürze will ich definitiv nicht sehen, also war es doch gut, dass die Streif verkürzt wurde.

Am Montag war es sehr vergnüglich durch den frischen Schnee auf den Radwegen und im Englischen Garten ins Büro zu radeln (der dreckige Matsch auf den Straßen dagegen war äußerst unvergnüglich). Ich schaffte es rechtzeitig ins Büro, so dass ich den neuen Mitarbeiter aus dem NDC selbst am Empfang abholen konnte (für eine eventuelle Verspätung stand ein Kollege bereit).

Der Neue scheint bislang ein pfiffiger Kerl zu sein. Nach dem Interview hatte ich das gehofft, der Mailverkehr bislang schien das zu bestätigen und nun da ich ihn persönlich getroffen habe, verstärkt sich der Eindruck. Ich finde das sehr erfreulich :-)

Auf dem Heimweg fing es zu schneien an. Prima! Go, Wetter! Go!

Von engel am 26.01.2015 21:38 • diary

Zu viel zu tun

Donnerstag, Januar 22, 2015

Wenn ich derzeit aus dem Büro komme, rotiere ich innerlich erst noch eine halbe Stunde nach. Ich schaffe es nicht mal mehr, die IT Newsletter zu lesen, die ich abonniert habe, oder mehr als ein paar Minuten zum Kaffee-Holen freizuschaufeln. Wenn alles gut geht, wird es nächste Woche ruhiger. Es wird knapp, aber es könnte noch klappen.
(Der ‘Wenn-nicht’-Fall wird dann wirklich spannend, denn nächste Woche kommt mein neuer Mitarbeiter aus dem NDC zur Einarbeitung. Das wird dann lustig.)

Umso erholsamer war die Session auf dem Crosstrainer. Halb in Trance vor sich hinlaufen und was Schnelles Rockiges im Ohr zu haben, ist fast so entspannend wie Heimradeln. Lediglich dass Fußball statt Wintersport auf dem Sport-Fernseher kam, fand ich blöd. Klettern klappt langsam wieder besser. Die Kraft kehrt zurück und die Haut an den Händen wird wieder zäher. Nach der letzten Tour hing ich hechelnd im Seil als ich abgelassen wurde. Komplett ausgepumpt. So soll das!

Von engel am 22.01.2015 23:02 • diary

Ausgefülltes Wochenende

Mittwoch, Januar 21, 2015

Schon länger (genau genommen seit Jahren) spielte der beste Allgäuer von Allen mit dem Gedanken, sich neue Ski zuzulegen. Ich eigentlich nicht, aber nachdem er so lang drüber nachdachte und ich das Konzept ‘Rocker’ so interessant fand und immer wieder Tests und Ähnliches las und er sich einfach zu nichts entschließen konnte, konnte ich irgendwann nicht mehr anders und recherchierte selber. Und wie das so ist, wenn man mal anfängt, steht das Ergebnis dann schon fest (nicht direkt, welcher aber dass Ski).

Und deswegen verbrachten wir einen vergnüglichen (und teuren) Samstag Vormittag beim Outdoor-Dealer des Vertrauens und haben jetzt jeder ein Paar neue Tourenski (und ein bisserl anderes Zeug auch). Ski mit Rockern von und hinten. Und breit. Und Adhäsionsfellen. Und überhaupt :-)

Es passte daher ganz wunderbar, dass es den ganzen Samstag über schneite und Sonntag schön werden sollte. Angesichts der Schneelage schien uns die Höferspitze der einzig sinnvolle Skiberg zu sein und das dachten nicht nur wir. Wir kamen zu spät los und wurden erst mit Stau ab Sonthofen und später - noch viel schlimmer - mit ungelogen 5 großen geführten Gruppen von Skitourern bestraft.

Die ersten drei Gruppen hängten wir noch in Baad ab, die bekamen erst noch Einweisungen. Durch die nächste Gruppe, locker 15 Leute, schlängelten wir uns gleich am Anfang des Winterwegs zur Bärguntalpe durch. Die letzte Gruppe machte an der Alpe kurz Pause und so konnten wir die glücklicherweise auch noch überholen. Ufff!

Bis dahin waren wir in wirklich ungewohnten Tempo unterwegs und mein Allgäuer wurde auch erst mal nicht merklich langsamer. Aber rennend schaffe ich keine ganze Skitour, irgendwann pendelten wir uns doch annähernd bei unserem gewohnten Tempo, das eher gemütlich ist, ein. Es war kalt, der Schnee war locker und Klasse und es waren wirklich nur wenige Leute vor uns unterwegs. Alles war gut!

Die neuen Ski - sowohl seine als auch meine - schlugen sich beim Aufstieg gut. Die Bedingungen waren natürlich nicht schwierig, daher lässt sich noch nicht sagen, ob mein Freetourer tatsächlich schwerer zu laufen ist als mein normaler Tourenski. Die Felle sind auch noch nicht weiter aufgefallen, weder positiv noch negativ, aber auch da kann man sich erst nach mehreren Touren ein Urteil bilden.

Nach einem guten Drittel im Hang zum Skigipfel hätte ich eigentlich anhalten und meinen rechten Fuß verpflastern sollen, der bei den ersten Touren immer eine Druckstelle bekommt. Aber erst war da keine Sonne und dann ... naja, hatte ich keine Lust. So kam ich humpelnd am Skigipfel an und verpflasterte mich erst da für die Abfahrt.

Fast alle Aufsteiger gingen weiter zum Gipfel, so dass es dort bald ziemlich voll war. Wir hatten die Rampe vom Skigipfel fast unverspurt für uns allein :-) Die ersten Meter waren etwas ungewohnt, zudem zeigte sich, dass unsere Annahme, die neuen Ski seien gewaxt gewesen, falsch gewesen war - die Ski rutschten ein wenig unwillig. Und eine einzige Tour ist natürlich eh nicht aussagekräftig.

Trotzdem, ein kleines Fazit meiner neuen Freetourer kann ich schon mal wagen: Wie erhofft schwimmen die Ski in tiefem Schnee deutlich besser auf. Das ist vermutlich dem Frontrocker und der Breite zuzurechnen. Der Tailrocker ist noch gewöhnungsbedürftig, denn die Ski bieten bei Rücklage deutlich weniger Halt. Andererseits braucht man auch weniger Rücklage, weil die Spitzen einfacher rauskommen - das ist Gewöhnungssache. In zerfahrenem Schnee machen sich der Frontrocker oder die Breite sehr positiv bemerkbar: der Ski pflügt viel einfacher durch alte Spuren als der Mountain Wave.

Auf flachen Pisten (Forstweg) habe ich momentan das Gefühl, der Ski sei langsamer. Lag aber vielleicht auch daran, dass er nicht richtig gewaxt war. Ob so ein breiter Ski bei schwierigen Verhältnissen, also steil, hart, Eis, problematischer ist, muss sich noch zeigen (ich vermute bald, es schneit ja nicht). Für weite schnelle Schwünge müsste er eigentlich ganz gut geeignet sein, aber da bin ich eher weniger geeignet, weil ich da schnell Angst ums Knie bekomme. Aber schaumermal, vielleicht probiere ich das ja auch noch.

Die Tour an sich war genial. Endlich Schnee! Endlich Sonne! Endlich draußen! Endlich - ach, überhaupt alles!
Und der Ski? Mir hat er Spaß gemacht. Ob man so viel Geld ausgeben muss, nur um mal was Neues zu testen? Vermutlich nicht ;-)
Ich denke, der Wake Up und der Talkback ergänzen sich ganz gut. Bald werde ich mir vor jeder Tour überlegen, welchen Ski ich nehme. Anfangs erst mal die Neuen, ehklar :-)


Sieht anders aus, aber: Spurt im Pulk zur Bärguntalpe


Inzwischen schön allein in der Querung


Sonne und Schnee :-)


Kurz vorm Skigipfel


Abfahrt, Yay!

Von engel am 21.01.2015 21:57 • outdoorski

Streif

Dienstag, Januar 20, 2015

Im Büro jongliere ich gerade 5 Dinge parallel, bei denen es immer wieder hakelt. Der Termin für heute ist bereits den Bach runter gegangen, der Termin für Freitag wird immer wackeliger. Das ist nicht gut für mein Allgemeinbefinden. Meh.

Zum Ausgleich hab ich die Streif im Kino angeschaut. Was für ein Film! Mitreißend, gruselig, grausam. Und auch einfühlsam, nachdenklich, mit ganz leisen Tönen. Natürlich werden die Skifahrer als Helden präsentiert und natürlich wird der Sport überaus großartig dargestellt und das Risiko zu relativieren versucht. Macht aber nichts, das passt genau zu dem was ich eh denke ;-) Die Handschrift von Gerald Salmina, der schon den großartigen ‘Mount St. Elias gedreht hat, kann man gut erkennen finde ich.

Ich bin ernsthaft geneigt, den Film in ein, zwei Wochen (nach dem Rennen nächstes Wochenende) nochmal anzuschauen. Nur die Stürze, die will ich nicht mehr sehen, wirklich nicht.

Von engel am 20.01.2015 21:55 • diary

Nebel und Kälte

Montag, Januar 19, 2015

Die Fahrt nach München war ziemlich anstrengend. Bis Buchloe hatte es nämlich Nebel. In München brauchte ich deswegen noch mal eine halbe Stunde Schlaf und war daher etwas später im Büro. Und ja, in der halben Stunde schlafe ich wirklich und tief und wache (mit Wecker) deutlich erholter wieder auf :-)

Entgegen aller Befürchtungen bezüglich eisiger und glatter Straßen war das Radeln in München völlig problemlos. Es war weitgehend trocken und da wo es nicht trocken war, war es feucht oder nass, aber nicht eisig. So richtig kalt war es auch nicht. Bei -1 Grad komme ich nach 45 Minuten zwar mit kalten Füßen im Büro an, spüre meine Zehen aber noch, auch ohne Winterstiefel ;-) Und dicke Handschuhe brauche ich da auch nicht.

Kälteempfinden ist ja eh etwas höchst Subjektives. So lange ich mich bewege, muss es schon sehr kalt sein, bis ich es als kalt empfinde. Verglichen mit den meisten Leuten, die ich kenne, halte ich Kälte eigentlich ganz gut aus. Der Radler, der mir heute früh entgegen kam, übertrieb aber auch in meinen Augen: der radelte im T-Shirt!
(Es gab auch einen Jogger in kurzen Hosen im Englischen Garten, der hatte aber wenigstens obenrum etwas Langärmeliges an.)

Dieser Abend war der erste seit einer ganzen Weile, an dem ich nichts Dringendes zu tun hatte, das war ganz ungewohnt. Aber nett.

Von engel am 19.01.2015 21:33 • diary

Mini-Kritik: Gecko-Steigfelle

Samstag, Januar 17, 2015

Jahrelang habe ich meine Gecko-Felle über den grünen Klee gelobt und sie als die beste Erfindung seit dem Rad gehypt. Seit der letzten Tourensaison hat man Enthusiasmus leider einen Dämpfer bekommen.

Alles fing damit an, das die Ski nach dem Losfahren irgendwie nicht vernünftig zu gleiten schienen. Zunächst nahm ich an, die Ski müssten wohl mal wieder gewaxt werden. War auch so, sie glitten wieder prima. Viel zu schnell war das Gefühl, die rutschen nicht gut, aber wieder da. Und ganz seltsam war, dass das nur direkt nach dem Abfellen wirklich auffiel.

Schließlich (und das dauerte eine ganze Weile, ich bin nicht die aller-aufmerksamste Person) fiel mir dann auf, dass der Belag des Skis nach dem Abfellen irgendwie ‘unglatt’ war. Bei genauerer Betrachtung: da schienen winzige Stückchen des Adhäsionsbelags des Fells auf dem Belag zu kleben. Ich begann einen kleinen Lappen mitzunehmen und die Ski vor dem Abfahren zu polieren. Das klappte ganz gut.

Aufgefallen war mir das Phänomen bei meinem Mountain Wave Wake Up. Das ist der Ski, den ich eigentlich immer fahre. Dem K2 Shuksan, meinem alten Ski, hatte ich ja schon vorher Geckos verpasst, aber den fahre ich seltener. Dort trat das Phänomen auch auf, aber abgemildert.

Ich war genervt, meinte aber mit dem Polierlappen leben zu können. Das Internet kannte das Problem auch. Dort meinte jemand, man könne die Felle zu Gecko einschicken, dort würde dann ein Austausch-Belag aufgebracht. Ich ging zum Outdoor-Dealer meines Vertrauens und ja, dort kannte man das Problem und schickte die Felle ein. 4 Wochen später nahm man mir 60 Euro ab (was ich verdammt teuer finde, für das Beheben eines Produktionsfehlers) und ich hatte die Felle wieder.

Auf der Belagseite befindet sich jetzt ein roter Belag, der deutlich glatter und härter ist als der originale schwarze Belag, der sich immer ein bisschen weich und klebrig anfühlte. Anfangs roch der neue Belag nahezu unerträglich nach Lösungsmittel, aber das hat sich inzwischen gegeben. Das war aber nie ein großen Problem, denn man verwendt die Felle ja eh draußen.

Der neue rote Belag ‘klebt’ weniger als der als Schwarze. Positiv daran ist, dass er weniger Dreck aufzunehmen scheint. Negativ - naja, er klebt etwas weniger. Letztes Jahr, wo es ja nie mehr kalt wurde, schlugen sich die Geckes so gut wie immer. Das Fell hielt immer, es fiel nie ab, erneutes Wiederauffellen war immer unproblematisch. Ich habe mir praktisch angwöhnt, nie auf die Felle zu achten. Abfellen, zusammenklappen, fertig. Da kann das Fell auch schon mal in den Schnee fallen.

Dann kam dieser Winter mit den zwei einzigen kalten Tagen bisher. Ich fellte am Gipfel des Ochsenkopfs ab, klappte die Felle zusammen und steckte sie weg. Beim erneuten Auffellen an der Ochsenalpe musste ich dann feststellen, dass die Felle von oben bis unten voller Schneekristalle waren, die sich nicht abstreifen liessen. Das Fell stieß den Ski geradezu ab, da hielt nichts. Und weil es schneite, legten sich immer mehr Schneekristalle auf den Belag. Ich habe das Gefühl, dass der rote Belag die Schneekristalle geradezu anzieht.

Natürlich steht in der Gebrauchsanleitung für die Geckos, dass sie immer ‘kleben’, außer wenn Schnee zwischen Ski und Belag ist, aber der alte Belag steckte ein bisserl Schnee gut weg und zog den Schnee nicht an wie ein Magnet. Nie zuvor war mit sowas mit dem alten Gecko passiert. An der Ochsenalpe war mit dem Fell absolut nichts zu wollen. Es fiel nach dem ersten Schritt wieder ab und war noch mehr voll Schnee als vorher schon.

Mühsames Aufwärmen am Bauch brachte dann wenigstens halbwegs Erfolg, so dass ich Fell mehr schlecht als recht wieder am Ski befestigen konnte. Es hielt auch fast bis zum Rangiswanger Horn, dann war der Schnee wieder soweit unter den Belag gekrabbelt, dass das Fell erneut abging.

Die Lektion aus der Tour ist wohl: Gecko-Felle mit dem neuen Belag muss man gut behandeln. Kalter Schnee scheint so ziemlich das Allerschlimmste zu sein, was man so einem Fell antun kann, das muss man jetzt eben beachten. Insgesamt bin ich aber trotzdem ziemlich enttäuscht, denn vorher verzieh das Gecko quasi jede Misshandlung und das vermisse ich jetzt sehr.

Ich will nicht so weit gehen, nun zu sagen, Gecko-Felle seien schlecht. Aber meine Geckos sind schlechter als sie waren und das ist schlecht. Ich finde Adhäsionsfelle grundsätzlich genial, aber das nächste Adhäsionsfell wird kein Gecko.

Von engel am 17.01.2015 18:05 • diary

Sport

Donnerstag, Januar 15, 2015

Nachdem es gestern stressig gewesen war und spät wurde, kam ich schlecht aus dem Bett und war froh, für diesen Donnerstag einen Parkplatz ‘geliehen’ bekommen zu haben (Unsere Abteilung hat ein Parkplatzkontingent in der Tiefgarage, das nach Bedarf verteilt wurde. Ich habe Freitags immer einen Parkplatz und sonst wenn einer frei ist und ich ihn benutzen darf. Ohne Parkplatz muss man vor 7 im Büro sein oder suchend im Kreis fahren.). Das machte den Start in den Tag doch einigermaßen entspannt.

Der nasse Schnee von gestern, der sich so fürsorglich rund um mich herum hingepappt hatte, hatte sich auch schützend um mein Auto gelegt. Dann war das Zeug zu einem Eispanzer zusammengefroren, gegen den mein metallener Scheibenkratzer chancenlos war. Noch ein Grund, die fernbediente Zentralverriegelung zu lieben - früher hätte ich zu solchen Gelegenheiten durch die Heckklappe in den Audi krabbeln müssen. Es dauerte knapp 10 Minuten, bis ich mit Warmluftunterstützung das Eis von der Frontscheibe bekam.

Das erste Klettern des Jahres hat Spaß gemacht, auch wenn wir beide wegen Kraftlosigkeit zu früh aufgeben mussten ;-)
Vorher war ich wie üblich im Studio, um ein wenig auf dem Crosstrainer zu laufen. Da hatte ich paar Sportschuhe dabei, die ich schon lange nicht mehr getragen hatte. Ich kann mich nicht erinnern, dass die vorher irgendwie bemerkenswert gewesen wären. Jetzt schon: mir taten nach 15 Minuten die Füße weh, nach 30 Minuten mußte ich aufgeben. Die Dinger liegen jetzt auf dem Altkleiderstapel, der demnächst weg muss.

Von engel am 15.01.2015 23:04 • diary

Regen, nass und Wind, was sonst?

Mittwoch, Januar 14, 2015

Das Wetter hat wieder zum Normalzustand zurück gefunden: beim Büro-Radeln regnete es. Zudem hatte es unangenehmen Wind.

Gegen Feierabend nahm ich an, die Chancen halbwegs trocken nach Hause zu kommen stünden nicht schlecht. Es war bis etwa 10 Minuten bevor ich losradelte, trocken. Sobald ich das Büro-Gebäude verlassen hatte, musste ich mich gegen den Wind stemmen. Der Regen war noch verträglich, es nieselte leicht. Allerdings nicht lang, dann schüttete es. Ich zog die Regenklamotten an.

Bis kurz vor daheim war ich dann der Meinung, so schlimm sei es dann ja doch nicht (vom Wind abgesehen). Dann aber ging der Regen in einen Schneesturm über, der mich innerhalb von 10 Minuten rundrum mit einer dicken Nassschneeschicht eindeckte, zu deren Entfernung ich vor dem Betreten des Hauses ganze 5 Minuten brauchte. Danke, Wetter!

Die Situation im Büro hat sich ebenfalls wieder normalisiert. Nach 3 Tagen angenehmen Arbeitens nach dem Drei-König-Tag prasseln nun wieder Kunden- und Projekt-Probleme auf mich ein, dass ich kaum mehr dazu komme, Kaffee zu holen. Die Dreiviertelstunde Heimradeln mit Story im Ohr ist entspannend wie selten. Da stört Nässe von oben (oder von überall) trotz allem kaum. Zumal es daheim ja eine nette warme Dusche hat ...

Abends dann das lang vorbeitete Update der SAN Site. Obwohl ich das dann schon einige Male an 2 Test-Installationen geübt hatte, war mir ziemlich unwohl. Richtig geklappt hatte es nämlich bislang noch nie. Und wie befürchtet: Die Sonderzeichen sind alle kaputt gegangen. Immerhin funktioniert der Rest und das auch mit der aktuellen PHP-Version.
Insofern: Erst mal Erleichterung. Und im Hintergrund leises Weinen. Bleibt wohl nix, als da Hand anzulegen, anders krieg ich das nicht gebacken. Meh!

Rückblick 29.12.2014
Nach einem Tag Heimarbeit (lästiges Aufräumen und sowas), an dem es durchgehend schneite (der beste Allgäuer von allen musste 3 Mal raus zum Schneeräumen), war uns wieder nach Schnee unter den Füßen. Diesmal aber mit Ski!
Zudem war es niederschlagsfrei, fast schön sogar! Wir fuhren wieder ins Gunzesrieder Tal, dass es da Schnee hatte, hatten wir ja schon feststellen dürfen. Es war eisig kalt (-16 Grad beim Loslaufen) und der Schnee war beim Stocktest wunderbar locker.
Wir spazierten Richtung Ochsenkopf und ließen uns vom eisigen Wind durchblasen. Gemütlich ist anders.
An der Ochsenalpe machten wir kurz Teepause und es fing prompt zu schneien an. Erst leicht, während des weiteren Aufstiegs zum Ochsenkopf dann immer mehr. Oben erwischte uns dann auch der Wind mit voller Wucht. Wir machten gar nicht erst Pause sondern fuhren direkt wieder ab.
Das Abfahren war ‘lustig’. Es hatte derart lockeren und derart tiefen Schnee, dass wir kaum zum Fahren kamen und in den flacheren Stücken gar stecken zu bleiben drohten (und der Ochsenkopf ist insgesamt eher flach, was ja auch der Grund dafür war, dass wir dort waren). Lockeres Schwingen war kaum möglich. Gelegentlich half es in vorhandene Skispuren zu fahren, um wieder etwas Schwung zu holen. Wenn man dann wieder in den unverspurten Schnee einfuhr, schob man eine dicke Schneewelle vor den Oberschenkeln her und konnte fast nur geradeaus fahren. Aber auch sowas macht mal Spaß ;-)
Meine tollen Gecko Felle haben inzwischen ja einen neuen Adhäsionsbelag bekommen, weil der Alte sich auflöste. ‘Toll’ sind die Felle jetzt nicht mehr, muss ich leider sagen, aber zu Gecko schreibe noch einen eigenen Verriss. Jedenfalls ging das erneute Auffellen vor der Ochsenalpe richtig in die Hose und ich kämpfte mich einem unbefellten Ski bis zur Alpe. Dort gab es nochmal Tee und eiskalte Felle an meinem Bauch, um die anhaftenden Schneekristalle zum Schmelzen zu bringen. Gna.
Wir hätten auch von der Alpe direkt abfahren können, aber weil das langweilig ist, gingen wir noch zum Rangiswanger Horn rüber. Es war eiskalt, es stürmte, es schneite, der Schnee kam quer und vereiste Wangen und Nasenspitze aufs Allerfeinste. Die Finger froren langsam ein, obwohl wir uns im Aufstieg befanden. Sag nochmal einer, im Gunzesrieder Tal gäbe es nur Voralpenmugel. Wenn die wollen, diese Mugel, dann können die ganz schön Berg!
Die Querung zum Rangiswanger Horn war dann glücklicherweise viel angenehmer als befürchtet, der Wald am Grat brach den Wind. Am Gipfel war es natürlich ungemütlich. Wir fellten so schnell wie möglich ab und fuhren in den waldigen Nordhang ein. Wie erwartet war alles zerfahren, aber das hatte den Vorteil, dass man da tatsächlich fahren konnte, weil man nicht im Schnee stecken blieb ;-)
Skifahrtechnisch gehört diese Tour sicherlich nicht zu den Herausragendsten, aber es war insgesamt prima. Wir hatten uns teilweise gefühlt wie am Castor im Wallis, wo es ja auch so viel Wind gehabt hatte. Die Mitstreiter werden wissen, was ich meine :-)


Start bei schönstem Wetter (;-)) und bestem Schnee


Es ist richtig Winter


Und wird immer mehr Winter


Am Ochsenkopf ist es arg ungemütlich


Der Übergang zum Rangiswanger Horn dagegen ist ganz OK

Von engel am 14.01.2015 22:42 • diaryoutdoorski
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