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Wind

Dienstag, März 31, 2015

Der heutige Tag war, was das Radeln angeht, morgens einigermaßen anspruchsvoll. Münchens Häuser kanalisieren und (zum Teil) verstärken den Wind, so dass ich gelegentlich das Gefühl hatte, steil bergauf zu fahren.  Einmal (und wirklich nur einmal, Murphy läßt grüßen) kam der Wind von hinten, das war nett. Dabei war insgesamt schwer abzuschätzen, wann der Wind von wo kam, ich hatte teilweise das Gefühl, er drehe von Straße zu Straße.

Wind von der Seite schob mich immer wieder mal ein ganzes Stück nach rechts oder links. Ich achtete sehr darauf, nicht allzu nah am Bordstein zu radeln. Bei den Towers musste ich dann sogar absteigen und schieben, denn ich schaffte es nicht rechtzeitig weit genug runter zu schalten, so plötzlich erwischte mich der Wind von vorn.

An den Radlständen zwischen den beiden Türmen richtete der Wind trotz der schönen Edelstahlbogen, an die man die Räder ansperren kann, ein ordentliches Durcheinander an. So gut wie alle Räder wurden umgepustet. Aber dank des heftigen Gewitters am Nachmittag wurden die Räder auch hochdruckgewaschen ;-)
Unser Turm knarzte übrigens den ganzen Tag. Ich verstehe allerdings nicht so Recht, weshalb und wo, das ist doch ein Stahl- und Glasturm.

Auf dem Weg in die Innenstadt sah ich dann, dass wir da draußen recht gut weggekommen waren. Überall lagen große Teile der Bäume auf den Wegen und verschiedene Häuser wurden von Polizei und Feuerwehr abgesperrt, weil irgendwas weggeblasen war oder runterzufallen drohte. Und es gab Stau allüberall. Da ist man um ein Rad doch wirklich froh :-)

Auf dem Heimweg gab es dann beinahe Rückenwind. Beinahe. Immerhin.

Der Vollständigkeit halber noch ein paar Worte zur letzten Zeit und warum es trotz bester Vorsätze so still war.

Mir mangelt es unter der Woche ganz gravierend an Zeit. Das hat unter anderem mit internen Diskussionen bei der Arbeit zu tun, bei denen ich dann doch endlich alle diplomatischen Bemühungen über Bord geworfen habe. Was nicht geht, geht halt nicht. Seitdem bin ich fieberhaft dabei, vier Wochen diskussionsbedingten Stillstand eines Projektes aufzuarbeiten und nebenher kein anderes Projekt über Bord gehen zu lassen. Ich bin sehr froh, das mir eine einigermaßen lässige Grundeinstellung mitgegeben wurde, sonst hätte ich neben dem Stress vermutlich auch Schlafprobleme.

Zum Ausgleich gab es Kino galore und letzten Donnerstag das erste Mal Klettern seit langem. Dass die Kletterfreundin und ich das jetzt wieder regelmäßig tun können, ist Klasse. Das erste Mal waren wir nach 4 Routen platt, aber das ist OK. Immerhin waren das lauter 6er Routen und auch wenn Tölz dem Hörensagen nach eher leicht geschraubt ist, ist das doch nicht zu verachten :-)

Die beiden letzten Wochenenden krankten abwechselnd am Wetter oder an uns, wir konnten aber immerhin die Grillsaison schon mal gründlich einläuten und Sonne auf der Terrasse genießen. Man muss nehmen was man kriegt und wenn da keine Touren dabei sind, ist das halt so.

Von engel am 31.03.2015 19:12 • diary

Neuer Versuch

Dienstag, März 24, 2015

Diesmal rief ich aber vorher beim Theatiner Filmtheater an. Die Dame am Telefon versicherte glaubhaft, heute habe es Strom und somit fände auch die Vorstellung statt. So war es auch. Für einen Film um 16:15h war es erstaunlich voll.

Samba gefiel mir recht gut. Auch wenn das Thema nett und halbwegs freundlich umgesetzt wurde, bekommt man doch gelegentlich Bauchschmerzen, wenn man zusieht, wie Samba versucht, sein Leben zu organisieren. Natürlich ist es auch lustig und es hat laute nette Leute da, aber ... Naja, aber halt.

Was das Französisch-Verstehen angeht: Ähem. Vielleicht ist ein Film, wo andauernd seltsame Akzente vorkommen, doch nicht so geeignet. Ich werd weiter üben müssen ;-)

Beim Radeln sah es im Englischen Garten sehr schön frühlingshaft aus:

Von engel am 24.03.2015 19:52 • diary

Stromlos

Montag, März 23, 2015

Heute extra sehr früh von der Arbeit gegangen, um nochmal Französisch zu üben. Ich hab da so vage Pläne, bei denen es nicht schaden würde, doch wieder ein bisserl besser mit der Sprache zurecht zu kommen.

Als ich das Rad vor dem Theatiner Filmtheater abstellte, kam mir irgendwas ein wenig seltsam vor, aber ich bin meistens nicht sehr aufmerksam, deswegen spazierte ich trotzdem in die Passage rein und stand verwundert vor der geschlossenen Tür des Filmtheaters. Zu? Komisch.

“Wir haben keinen Strom.”, informierte kurz drauf ein leicht gestresst wirkender junger Mann mich und 4 andere Leute. “Der Film fällt aus.”

Ähem. Ja, rundrum war alles unbeleuchtet, das Cafe und das Geschäft gegenüber waren zu und überhaupt wirkte die ganze Passage unbelebt. Das fiel mir wirklich erst auf, als mich beim Rausgehen aus der Passage umsah. Ich überlege noch, was das über mich aussagt.

Französisch-Üben fiel also aus. Und es war auch arg früh für Filme, grad mal 4 Uhr, aber wo ich nun schon mal in Sachen Kino unterwegs war, wollte ich auch irgendwas anschauen. Das Handy spuckte ‘Cinderella’ in den Museum Lichtspielen aus. Prinzessin statt Afrikaner in Paris, das ist doch mal ein Gegensatz!

Cinderella war übrigens wirklich nett. Nicht ganz so quietschsüß wie man vermuten würde, dafür aber mit einer sehr schön(en) bösen Stiefmutter und einem schön intriganten Großherzog. Und mit der besten Guten Fee, die man sich vorstellen kann, denn welche Gute Fee kann schon besser sein als eine, die von Helena Bonham Carter gespielt wird :-)

In der Münchner Wohnung wurde der Futon, auf dem ich schlafe und der inzwischen doch schon ziemlich hart und knubbelig geworden ist, mit einer ‘Wolke’ aufgewertet. Damit meine ich eine Auflage aus Schaumstoff und diesem sich anschmiegenden Material, das angeblich auch auf der ISS verwendet wird. Für eine neue Matratze bräuchte ich auch ein neues Bett, denn mein Bett ist eigentlich ein Futon-Klappsofa und würde jede Matratze in Nullkommanix ruinieren.
Jetzt also mit Auflage. Ich werde garantiert wie auf Wolken schlafen.

Von engel am 23.03.2015 20:35 • diary

Hoch hinaus

Donnerstag, März 19, 2015

Durch die beiden (verteilten) Schulungstage in dieser letzten Woche, habe ich jetzt mal ganz neue Sphären im Tower kennen gelernt.

‘Sphäre’ ist gar keine so schlechte Beschreibung für den 20. Stock, in dem der zweite Teil der Schulung stattfand (der erste Teil war im 14. Stock, das ist auch schon deutlich höher als mein ‘heimatlicher’ dritter Stock). Da oben ist die Aussicht über München echt nicht schlecht, selbst wenn die Alpen wegen diesig heute bestenfalls zu erahnen waren.

Kino-mäßig habe ich einen Teil meiner Wunschliste ‘abgearbeitet’ und weil ich ja gern Filme, deren Sprache ich auch nur rudimentär verstehe, gern im Original anschaue, gab es La famille Bélier auf Französisch. Mit Untertiteln allerdings :-)

Ich bin a weng rostig geworden, muss ich zugeben. Anfangs verstand ich genau gar nichts und wäre ohne die Untertitel einfach nur verloren gewesen. Aber so ab der Mitte des Films kam das (grobe!) Verständnis so langsam wieder. Wahrscheinlich hätte ich auch am Ende des Films ohne Untertitel nicht viel verstanden, aber irgendwie kam mit dem Mitlesen auch das Verstehen wieder. Ich sollte wieder mehr französische Filme gucken, sonst geht mir die Sprache demnächst verloren (Hörbücher sind keine Alternative, ohne visuelle Unterstützung geht nur Englisch).


Tiefblick aus dem 20. Stock


Blick über München

Von engel am 19.03.2015 21:01 • diary

4 Tage, 3 Touren

Donnerstag, März 19, 2015

Der heimatliche Kurzurlaub kann als großer Erfolg verbucht werden, auch wenn wir den Sonntag dann doch daheim verbrachten. Aber mei, so ‘richtige’ Erholung muss halt auch mal sein und ein Liegestuhl auf der Terrasse ist ja auch nicht zu verachten.

Das Wetter jedenfalls spielte mit und bescherte uns erst fast einen Sonnenbrand, inzwischen aber eine schöne Bräune. Sogar bei mir :-)

Wir fanden abwechselnd übel zusammengefrorene alte Spuren, schönen Firn, Windpressdeckel, Bruchharsch, feinsten Pulver, tiefen Sulz und alles zwischen Eis und Wasser in den Spuren. Während man mittelmäßig schlechte Bedingungen wegen des Drumherums einfach hinnimmt (nur richtig übles Zeug bleibt hängen), überstrahlt die Freude am schönen Schnee - Firn und Pulver - so dermaßen alles, dass ich das Gefühl habe, alle Touren waren auch in diese Hinsicht Klasse, obwohl wir objektiv nur ein paar gute Stellen fanden.

Am Allerpositivsten war, dass wir am Donnerstag und Freitag sogar auf den Allgäuer Standardtouren, wo es in den letzten Jahren unglaublich voll geworden ist, so gut wie allein unterwegs waren. So müssen Skitouren eigentlich.

Samstag suchten wir uns eine abgelegene Skitour im Lechtal aus. Da hinten ist alles sehr lang und weit und hoch und auch einigermaßen umständlich zu erreichen. Folglich war es dort recht leer, dafür erreichten wir aber auch unser Ziel nicht ;-)

Letzteres lag nicht direkt daran, dass wir es konditionell nicht mehr geschafft hätten (wir waren allerdings bedauerlich langsam), aber als wir um zwei feststellten, dass wir wohl noch anderthalb Stunden bis zum Gipfel brauchen würden, war uns eine schöne Abfahrt dann doch wichtiger als der Gipfel. Die Belohnung folgte unter dem Ski: prima Pulver in versteckten Rinnen (den hätte es später auch noch gehabt) und grad noch weicher Firn auf südseitigen Flanken. Der Firn fing schon an, wieder einzufrieren und wäre später sicherlich ziemlich grässlich zu fahren gewesen.

Zum Abschluss warf ich mich auf dem Ziehweg zurück nach Holzgau wegen einer Unachtsamkeit (Ski verkantet) dann noch mit Karacho in den steilen Wald neben dem Forstweg. Geschickterweise zwischen den Bäumen hindurch, aber für einen blauen Fleck und eine verbogene Schulter reichte es trotzdem.


Tour 1: Start am Bach


Tour 1: Der Gipfel ist in Sicht


Tour 1: Allein ganz oben


Tour 1: Gegenanstieg


Tour 2: So leer ist es im ersten Hochtal sonst nie :-)


Tour 2: Der Gipfelhang, mehr Schnee drauf als wir erwartet hatten


Tour 2: Schon wieder allein ganz oben und wunderbare Umgebung


Tour 2: Gegenanstieg, der Schnee da sah so schön aus


Tour 2: Und so war er auch :-)


Tour 3: Unten muss man erst mal mühsam durch den Tobel


Tour 3: Der beeindruckende Abschluß des Tobels


Tour 3: Dann geht es erst mal weit (und flach) hinter


Tour 3: Nach der Alpe macht das Tal einen Bogen und es geht weiter flach nach hinten


Tour 3: Noch weiter hinten kommt man sich langsam vor wie im Hochgebirge


Tour 3: Aber es ist immer noch ziemlich flach


Tour 3: Sieht aber Klasse aus


Tour 3: Wolken zogen auf und wehte ein eisiger Wind. Immerhin geht es hier hinten endlich hoch.


Tour 3: Abbruch, der Abfahrt wegen


Tour 3: Yeah!


Tour 3: Runtertasten durch den Tobel

Von engel am 19.03.2015 20:38 • outdoorski

Frühlingsradeln

Dienstag, März 17, 2015

Oder zumindest etwas, was da ganz nah dran ist :-) Die Zeichen mehren sich:

  • Die ersten Bärlauchspitzchen in den geschützten Bereichen des Englischen Gartens entdeckt.
  • Weder morgens noch abends eine Lampe gebraucht, obwohl ich den fast langen Weg nach Hause geradelt bin. Ohne Handschuhe.
  • Seit 2 Tagen kann ich im T-Shirt heimradeln. Also, unter der (dünnen) Jacke. Der Pulli drunter ist schon zu warm.
  • Am Eisbach hat es Surfer. Naja, zugegeben, die hat es schon lang und eigentlich auch schon im Winter, aber es werden wieder mehr.

Zur Feier des Frühlings habe ich heute gleich mal mein Radl wieder gewaschen. Also waschen lassen natürlich, in so einer Auto-Waschbox. Jetzt sieht es wieder hübsch aus.

Sehr gefreut hat mich der Kommentar des Organisators der abteilungsübergreifenden Schulung heute: Du bist die Radlerin, stimmts?
Hmm, ja, stimmt. Ich bin natürlich nicht die einzige Radlerin der Firma, aber vielleicht die Auffälligste mit dem hübschen Stormtrooper-Schmetterlings-Helm :-)

Großes Missverständnis bei der Hotel-Abendbeschäftigung des aus PB angereisten (jungen) Kollegen: ‘Nein, ich habe keine Zeit, mir München anzuschauen. Ich muss an meiner Verteidigung arbeiten.’
Der Kollege muss nächste Woche noch eine Präsentation zu seiner Doktorarbeit halten und sich einem ‘Kreuzverhör’ stellen. Wieder was gelernt.

 

Von engel am 17.03.2015 20:10 • diary

Kurzurlaub

Donnerstag, März 12, 2015

Inzwischen haben wir so halbwegs das Gefühl, dass es wieder bergauf geht, nachdem es uns ja doch einigermaßen abrupt zerbröselt hatte. Am Dienstag kurzentschlossen zwei Tage Mini-Urlaub beantragt und bekommen. Donnerstag und Freitag haben wir frei :-) Yay!

So ganz verständlich ist mir die Park-Situation an den Towers ja nicht. An manchen Tagen finden sich auch um 7:30h noch freie Plätze, manchmal hat man schon um 7:00h Probleme. Am Mittwoch kam ich um 7:05 und konnte meinen kleinen Clio grad noch sehr kreativ an ein freies Eckchen quetschen. Immerhin: auch die Kollegen, die öfter mit dem dem Auto kommen, haben noch keine Regel gefunden, nach der man die Parksituation abschätzen kann. Ich werde zukünftig wohl noch etwas früher kommen müssen.

Auch am Mittwoch das dritte Interview mit einem potentiellen Entwickler im NDC. Auch dieser ein Kandidat, den ich mir sehr gut in meinem Team vorstellen kann, wenn er zusagt. Die Kollegen da drüben sortieren sehr schön vor :-) Der junge Mann hat große Erfahrung im Embedded Bereich, da ist es fast schade, dass sich die Kollegen aus dem Embedded Bereich hier sich nicht zum Interview bequemt haben. Aber egal, das ist jetzt gut für meine Projekte.

Am Dienstag im Kino ‘Still Alice’ gesehen und sehr beeindruckt gewesen. Ganz klare Anschau-Empfehlung meinerseits. Ich werde wohl auch noch das Buch dazu lesen ...

Von engel am 12.03.2015 18:41 • diary

Winterwochenende

Dienstag, März 10, 2015

Langsam nähern wir uns wieder dem Normalzustand. Für uns heißt das: Schnee, Sonne, Ski :-)
Allzu lange oder allzu anstrengende Touren machen wir aber noch nicht. Trotzdem, an jedem Tag eine Tour ist schon ein Fortschritt, auch wenn es noch die eine oder andeer Schwierigkeit zu überwinden galt.

Heute wegen Zeitmangel nur Bildchen.

Von engel am 10.03.2015 21:15 • outdoorski

Es geht voran

Montag, März 09, 2015

Nachdem ich mich im Büro eine gute Woche damit herum geschlagen hatte, irgendwie endlich die 64-bit Büro-Rechner-Installation ans Laufen zu bekommen, klappte es am Freitag endlich. Am Ende lag es daran, dass ich im Antrag die falsche Seriennummer meines Notebooks angegeben hatte (ich hatte versehentlich die des Vorgängers ins Formular kopiert). Trotz diverser Anrufe und Emails an den Service bedurfte es am Ende eines Kollegen, der da nochmal hinschaute und meinte, ich soll die Seriennummer nochmal überprüfen. Und siehe da, schon klappte alles.

Ich muss mich natürlich an die eigene Nase fassen, denn die Seriennummer habe ganz eindeutig ich versemmelt. Aber dass keiner bei den Services auf die Idee kommt, mich die Basis-Daten nochmal abzufragen ist schon auch arg schwach. Egal, das System humpelt jetzt mit den ganzen 4GB umher, die drin stecken und harrt der demnächst zu bestellenden Speicheraufrüstung :-)

Die Sache mit Kino ist inzwischen so, dass ich, weil ich noch öfters in Kino gegangen bin als sonst, nun noch mehr Filme sehen will, als ich vorher eh schon sehen wollte. Heute Afrika 3D. Das holte den Afrika-Urlaub (seit einer Weile sind da übrigens auch die letzten Bilder eingepflegt, für den Fall, dass das noch irgendwen interessiert) wieder sehr deutlich zurück ins Gedächtnis.

Der Film hat, wie zu erwarten gewesen war, grandiose Aufnahmen (mit einer ganz deutlichen Präferenz für Tierbeine). Was mich aber nahezu den ganzen Film über gestört hat, war der Sprecher, bzw. das was er gesprochen hat. Da waren so viele gewollte Überleitungen drin, dass ich ihm zwischendurch am liebsten den Mund verboten hätte. Beim ‘Dach Afrikas’ hätte ich ganz bestimmt nicht den Mount Kenia erwartet. Andererseits ist das der viel fotogenere Berg und dass die ganzen Zeitraffer-Aufnahmen in der Nähe der McKinder Hut gemacht wurden, war ein kleines Bonbon für mich :-)

Anderswo beschäftigt sich Frau Kaltmamsell (eher als Randbemerkung) mit den Nebeneffekten von Diäten und stellt fest, dass ihr dies wohl eine außerordentliche Hunger-Toleranz beschert hat. Nach dieser Theorie dürfte ich eine eher vernachlässigbare Hunger-Toleranz haben, denn meine Versuche an Diäten sind alle derart schnell gescheitert, dass ich eigentlich kaum davon schreiben dürfte, je eine versucht zu haben. Ich nehme an, die Sache mit dem Dünnsein war mir nie wichtig genug um wirklich durchzuhalten.

Meine Theorie dazu ist ja eher, dass die Hunger-Toleranz mit Training, ganz speziell mit Ausdauertraining zu hat. Je ausdauertrainierter mensch ist, desto größer ist die Hunger-Toleranz. Die Randbedingungen dafür sind allerdings, dass die aktuellen körperlichen Anforderungen ein bestimmtes Level nicht überschreiten dürfen und dass mensch einen gewissen körpereigenen Kalorienspeicher mitbringen muss. Dann schafft es der Körper, den Energiebedarf aus sich selbst heraus zu erzeugen.

Mein überzeugendstes Beispiel dafür ist die Kilimandscharo-Besteigung (passend zum Film heute), wo wir 1200 Höhenmeter Aufstieg und 2500 Höhenmeter Abstieg in 13 Stunden auf Basis von ein paar Keksen zum Frühstück und 2 Müsliriegeln nach 10 Stunden (unterstützt von viel zu wenig gezuckertem Tee und Saft) hingelegt haben.

Wir waren natürlich wegen unseres nicht-akklimatisiertem Führer und der Höhe extrem langsam unterwegs, aber das unterstreicht die Theorie eigentlich eher. Wären wir schneller gewesen, hätten wir vielleicht irgendwann Essen reinzwingen müssen (das ist da oben ja gar nicht so einfach).

Früher, also viel früher, wäre das einfach nicht möglich gewesen. Da kam ich nach wenigen Stunden in ein regelrechtes Hungerloch und musste etwas essen. Bei ungeübten Bergsteigern (und gewissen Teenis aus der näheren Umgebung :-)) beobachte ich das auch. Deswegen: Nein, ich glaube nicht, dass das ein Seiteneffekt von zu vielen Diäten ist.

Von engel am 09.03.2015 21:30 • diary

Rekonvaleszenztour

Donnerstag, März 05, 2015

Ein wenig verwegen kamen wir uns ja nach den letzten beiden Wochen schon vor, als wir ins Kleine Walsertal starteten, um eine Skitour zu versuchen. Denn so richtig fit fühlten wir uns beide nicht. Aber es hatte geschneit und die Wettervorhersage hatte für Samstag schönes Wetter versprochen, da kann man doch nicht vorsichtshalber daheim bleiben :-)

Als wir in den Talschluß hinter tappten, hielt sich das Wetter noch ganz und gar nicht an die Vorhersage. Über uns hingen dicke Wolken und es war trüb und neblig. Ganz erstaunlicherweise war es derart windstill, dass uns die -5 Grad richtig warm vorkamen. Normalerweise zieht es da unten recht heftig und dann fühlen sich -5 Grad eher an wie -15.

Wir waren recht langsam unterwegs. Die ersten Nachgeher überholten uns schon im Aufstieg neben dem Wasserfall, kurz drauf dann nochmal welche, dann war es wieder ruhig.

Man konnte zwar sehen, dass es über dem Nebel schon heller wurde, aber die erste Sonne - schräg rechts oben über dem Nebel - bekamen wir erst zu Gesicht, als wir schon am oberen Hüttchen vorbei waren und gen Talschluß des Hochtals gingen. Da waren wir aber noch tief im Schatten.

Erst als wir uns in der Gipfelmulde befanden, gab es endlich richtig Sonne. Wir nutzten das zu einer kleinen Teepause, aber neben der Sonne hatte es auch einen eisigen Wind, deswegen fiel das Päuschen recht kurz aus. Bis dahin hatte ich schon ganz schön kämpfen müssen, die letzten 200 Meter den steilen Hang zum Skigipfel hinauf schaffte ich nur im Schneckentempo. Aber lieber langsam als gar nicht, ich kam bis hinauf :-)

Wir entschlossen uns zur Überschreitung, um den weniger zerfahrenen Hang auf der anderen Seite zur Abfahrt zu nutzen. Das war dann noch ein wenig abenteuerlich, denn der Skigipfel ist felsig und ordentlich steil. Aber so eine kleine Klettereinlage mit Skiern in der Hand wertet eine Skitour sofort auf :-)

Oben war der Schnee durch die Sonne schon recht schwer, weiter unten war er aber noch locker und fluffig und es gab auch für uns noch unverspurte Fleckchen. Ich fand die Abfahrt nicht so anstrengend wie den letzten Teil des Aufstiegs, der beste Allgäuer von Allen musste aber arg schnaufen. Den kleinen Gegenanstieg schafften wir dann beide grad noch so mit dem letzten Quentchen Energie ;-)

Am Auto waren wir beide komplett kaputt und glücklich. Super Tour, super Wetter und wider alle Umstände waren wir draußen gewesen :-)


Anfangs ist es noch recht trüb


Erst weit oben im Hochtal sehen wir das erste Mal Sonne


Der anstrengende Gipfelhang (deutlich steiler als es aussieht)


Oben!


Der Weg zum Kreuz ist allerdings etwas mühsam


... und um die Gipfel jagen ... Nebelschwaden


Abfahrtsfreuden


Traumschnee

Von engel am 05.03.2015 20:28 • outdoorski
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