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Gute Vorsätze

Donnerstag, April 30, 2015

Sind so eine Sache. Man nimmt sie sich vor und dann spucken einem die Umstände in die Suppe. Bei mir einerseits, dass ich noch immer sehr beschäftigt bin und andererseits, dass einfach nicht viel Berichtenswertes los ist.

Die besten Eltern sind von ihrer Flusskreuzfahrt zurück. Am Wochenende folgt der Bericht, aber anhand der vielen SMS und der einen Mail seitdem habe ich das Gefühl, dafür sind sie noch nicht alt genug ;-) Nunja, wissen wir das jetzt auch und das ist ja eigentlich auch eine schöne Erkenntnis. Demnächst dann wieder Surfbrett und Rad in Südfrankreich, da sind sie dann richtig aufgehoben :-)

Tourenmäßig ist bei uns derzeit wenig los, immerhin kann ich aber feststellen, dass die Terrasse unseres Häuschens so langsam richtig prima ist. Nachdem letztes Jahr die Terrasse in monatelanger Arbeit (also eigentlich Nicht-Arbeit) endlich fertiggestellt wurde, haben wir da jetzt einen richtig schönen Grill aufgestellt und können bei schönem Wetter quasi das draußen wohnen. Das merkt man auch gleich, denn man wird viel brauner, wenn man auf der Terrasse liest, sonnt oder schläft, als wenn man ordentlich eingepackt und zugeschmiert in den Bergen rumstapft.

Die Kletterfreundin brachte mich auf die Idee, den Verlust meines Radl-Navis beim Fundbüro zu melden. Ich gestehe, auf die Idee wäre ich nicht gekommen. Ich bezweifle zwar außerordentlich, dass der Navi-Finder das Gerät dort abgibt, aber es kann ja nicht schaden. Ganz und gar erstaunlicherweise kann man Anzeigen beim Fundbüro komplett online erledigen. Wenn das Gerät auftaucht, bekomme ich innerhalb 4 Monate eine Mail. Wenn nicht, naja, das ist das womit ich rechne. Und weil es so traurig war, habe ich inzwischen auch Ersatz. Dasselbe Gerät, aber mit einem wichtigen Zusatz-Feature: ein leuchtend gelber Bändel mit Karabiner, mit dem ich es an den Lenker klinken kann!

Im Kino gab es Ex Machina. Hat mir sehr gut gefallen. Das Thema an sich ist schon interessant und die Story hat noch dazu ein paar unerwartete (naja, halbwegs) Wendungen, die mir gut gefallan haben. Nicht so toll fand ich, dass das Kino bis zum letzten Platz besetzt war. Der Typ neben mir hatte eine unangenehme Mischung aus Mundgeruch und Biergeruch, auf die ich gut hätte verzichten können. Action gibt’s dann nächste Woche, auf die Marvel-Helden freue ich mich schon seit Filmstart.

Von engel am 30.04.2015 04:13 • diary

Beschäftigt

Donnerstag, April 23, 2015

So kann man die letzten Tage kurz umschreiben.

Nachdem ich leider mein schönes neues GPS verschmissen hatte, habe ich zunächst das alte eTrex Vista wieder aktiviert und zudem das neue Handy mit Ape@Map ertüchtigt. Beides funktioniert - das Handy sogar erstaunlich schnell und präzise - aber so richtig glücklich bin ich bislang noch nicht.

Das eTrex hat ein so kleines Display und ist so langsam beim Spielen mit der Karte drauf, dass ich mich ernsthaft frage, wie ich es mit dem Ding so lang aushalten konnte. Naja, genau genommen war es am Ende nur noch ein GPS-Logger und dafür braucht man weder ein schönes Display noch muss der Prozessor im Gerät viel können ;-)

Das Handy dagegen ist umständlich in der Anwendung. Man muss alles immer erst starten und konfigurieren, sonst zeichnet es nicht auf. Die Karte ist (in der Free-Version, es gibt natürlich auch eine Pro-Version) leider nur in bestimmten Zoom-Bereichen vorhanden und natürlich muss man es immer erst anschalten, um zu überprüfen, wo man gerade ist. Die Akkulaufzeit verringert sich natürlich auch, aber der Effekt hält sich bisher in erstaunlichen Grenzen. Sicherlich kann man da auch Routen erstellen und die nach fahren, dazu bräuchte man aber unbedingt einen Fahrradhalter - von dem dann auch das Handy ganz wunderbar abstürzen könnte. Tja.

Alles in Allem bin ich grad nicht sehr glücklich mit den Optionen. Parallel habe ich natürlich nochmal geguckt, ob sich auf dem Radl-GPS-Markt irgendwas getan hat, aber da ist erwartungsgemäß alles beim Alten. Wie sollte es auch anders sein, ich hatte ja erst vor einem Vierteljahr recherchiert. Wollte ich also nochmal ein Radl-GPS, müsste es wohl wieder das Oregon sein. Schaumermal.

Am Dienstag verirrte ich mich ohne ein ordentliches GPS dann auch gründlich in den vielen kleinen Straßen von Trudering und Waldtrudering. Ich hatte die Übertragung der Route zum Ziel (fürs Oregon erstellt) auf das alte eTrex versaubeutelt und zudem versäumt, den ausgedruckten Kartenausschnitt mitzunehmen, auf dem auch die Adresse gestanden hätte. In Trudering angekommen (immerhin erfolgreich bis dorthin auf den verwinkelten kleinen Wegen, die ich mir ausgesucht hatte und die ich teilweise kannte) stand ich dann da und fand mein Ziel nicht. Das eTrex war in großer Auflösung nicht ablesbar und schaffte es in kleiner Auflösung nicht, die Karte so zu verschieben, wie ich es gebraucht hätte, auf dem Handy fehlte die Karte in der nötigen Zoomstufe und überhaupt - ich hatte vergessen wie die Straße hieß, zu der ich wollte.

Ich rief also bei der Kollegin an, die ich eigentlich besuchen wollte: “Äh, ich stehe hier, wie komme ich zu Dir?”

Immerhin, diese Variante klappte. 5 Minuten später war ich da. Dass es überhaupt funktionierte, war der reine Zufall, denn in dem Winkel, in dem sie wohnt, ist Handy-Empfang eher Glücksache und natürlich hatte ich die Festnetznummer nur auf dem Zettel, der noch im Büro lag ...

Mittwoch war Klettertag und weil zudem auch GDL-Streik war, verkürzte ich mein Frühstück daheim und war um Punkt 6 Uhr im Büro. Um die Zeit war dann Parken auch nicht das geringste Problem :-) Der zweite Vorteil von früh da sein: man kann früh wieder gehen. Das war eines der wenigen Male, wo ich richtig Zeit hatte im Fitnesscenter vor dem Klettern. Ein lange Runde Crosstrainer, längere Sessions für Bauch und Beine und dann Klettern. Ich kriege gerade rundrum Muskelkater ;-)

Donnerstag hatte ich mich kleidungstechnisch komplett verhauen und war mit kurzer (3/4) Hose und ohne Pulli unter der Jacke unterwegs. Der Sommer der letzten beiden Tage hatte sich aber wieder verzogen. Während des Radelns war mir zwar nicht wirklich kalt, ich fror aber doch so durch, dass ich nachher im Büro 2 Stunden brauchte, um wieder warm zu werden. Gut, dass ich da genügend warme Sachen auf Vorrat lagere.
Am späten Nachmittag dann wieder Französisch-Training im Theatiner Filmtheater: Une heure de tranquillité. Der Film an sich ist ganz lustig mit unendlichen Verwicklungen und lauter Absurditäten, aber es wird so viel und schnell gesprochen, dass ich nicht wirklich zum Üben kam. Amüsiert habe ich mich trotzdem :-)

Von engel am 23.04.2015 18:30 • diary

Pech

Montag, April 20, 2015

Nicht mein Tag heute, muss ich feststellen. Nicht nur, dass nix voran geht und ich in einer Endlosschleife von Untersuchungen festhänge, auf dem wohlgeplanten Heimweg mit Abstecher zum abgelegensten Bärlauchplatz, ist mir das neue GPS vom Rad gefallen und war weg. Ich hab das natürlich erst nach ein paar Minuten gemerkt und bin eine geschlagene Stunde im Wald hin und her gefahren und gelaufen, aber auf den 500 Metern, auf denen ich das Gerät verloren haben musste, war nichts zu finden. Ich habe Grasbüschel umgedreht und Farne angehoben, aber nix, nix, nix.

Das ärgert mich nicht nur deswegen, weil das schöne Gerät nun weg ist, sondern weil ich es, seitdem ich es habe, eigentlich mit einem Bändel und einem Karabiner am Bike sichern will. Aber der alte Bändel ist zu kurz. Ja, man könnte einen neuen nehmen, wenn man denn einen hätte und ich wollte halt einen hübschen Bändel und eigentlich ist das neue Befestigungssystem wirklich gut und sicher. Haha. Man muss es halt auch richtig einklicken.

Heute deswegen kein Bärlauch, keine lange Feringa-Runde und kein GPS mehr.

Von engel am 20.04.2015 19:42 • diary

Sommer-Tage

Donnerstag, April 16, 2015

Tag für Tag wird es schöner und wärmer - und bei aller Liebe zu Schnee und Skiern unter den Stiefeln - Hach :-)

Am Montag hatte ich die Temperaturen etwas unterschätzt und musste schon auf dem Weg ins Büro die Jacke in den Rucksack stopfen. Auf dem Heimweg ließ sich Schwitzen nicht vermeiden, denn ich war noch mit der Winterradelhose unterwegs. Es hatte ein laues Lüftchen und mit viel gutem Willen konnte man die ersten Blättchen und Blüten am Gesträuch allüberall erkennen.

Dienstag wären wir sogar beinahe draußen geklettert, wenn ich nicht die Expressen vergessen hätte. Aber immerhin: beinahe schon draußen geklettert!
Der restliche Tag zeichnete sich dafür dadurch aus, dass 90% der Autofahrer den Frühling nicht zu vertragen schienen. Da wurde bescheuert überholt, über rote Ampeln gebrettert (nix ‘dunkelgelb’), gehupt und gestaut.
Meinen Crosstrainer-“Lauf” vor dem Klettern musste ich wegen noch immer fürchterlichem Saisonanfang-Bergab-Muskelkater abkürzen. Wenn die Muskeln auch nach dem Warmwerden noch schmerzen, macht man besser was anderes ;-) Am nächsten Tag konnte ich immerhin schon beinahe nach dem Aufstehen (vom Sitzen) wieder gehen.

Am Mittwoch war ich schon in der Früh mit kurzen (naja, halblangen) Radlhosen unterwegs und erfreute mich an den inzwischen vollständig aufgegangenen Blüten der Forsythien und Zierkirschen in der Gärten. Büsche und Bäume werden inzwischen auch schon ganz deutlich grün.
Für den Nachmittag hatte ich mir eine schöne lange wunderbar warme Isar-Runde vor dem Kino aufs GPS geladen (eigentlich unnötig, weil Isar rauf und Isar runter bis zu den Museum Lichtspielen geht tatächlich auch ohne Navigation, aber das neue Navi muss noch bespielt und betestet werden) und belohnte mich danach für die derzeit etwas schwierigen Arbeitsbedingungen im Büro mit Kino. Ich sah Cake, einfach nur weil der genau zur rechten Zeit kam und mochte den Film, auch wenn ich mir die Protagonistin nach Beschreibung noch um einiges zickiger vorgestellt hatte. Eher so wie Nicholson in ‘About Schmidt’, aber so richtig zickige Ladies gehen vielleicht noch nicht im Kino.

Donnerstag fing wunderschön an, war dann aber doch eher bedeckt (wenn auch nach wie vor recht warm). Meine Pläne, mich am Feringasee in die Sonne zu legen, kippte ich wegen des Windes, der uns beim Gang zum Mittagessen ziemlich durchblies. Nach ordentlich Ärger im Büro (es gilt noch immer Fronten zu klären, ich arbeite derzeit ganz heftig an meinem Zicken-Status) nahm ich dann doch wieder Kino und ließ mich von einem 3D-Kinderfilm berieseln. Home ist wie zu erwarten gewesen war sehr nett und absolut entspannend :-)

Von engel am 16.04.2015 18:03 • diary

Alternativen

Dienstag, April 14, 2015

Die Planung des letzten Wochenendes hätte eigentlich Schnee und Ski und Touren in netter Gesellschaft (und ganz nebenbei auch die SAN Mitgliederversammlung) vorgesehen, aber die Umstände waren gegen uns. So mussten die Skitouren ausfallen und wir blieben daheim.

Da die ursprüngliche Planung des Wochenendes vorgesehen hatte, schon am Freitag zur Hütte aufzusteigen, fuhr ich bereits am Donnerstag zurück ins Allgäu und arbeitete am Freitag von dort aus. Diesmal hatte ich direkt das Notebook dabei, um es nach der 64-bit-Neuinstallation wieder ins Heimnetzwerk einzuhängen. Das klappte alles prima, allerdings hatte unsere IT ein falsches Zertifikat für die Einwahl ins Firmennetz installiert. Gut, dass ein Kollege das schon vorher festgestellt und gelöst hatte. Die verwickelten Zusammenhänge zwischen Zertifikaten und Ausstellern und all das hätten mich sicherlich eine gute Weile beschäftigt. So musste ich nur dem Kochrezept des Kollegen folgen und war arbeitsfähig :-)

Da die Wochenendplanung nun vollständig ausgefallen war, bot es sich an, sich feine Alternativen auszudenken. Das Wetter war prima und es war wunderbar warm. Das wollte ausgenutzt werden, zumal wir ja nun auch ungewohnt viel Zeit hatten. Wir stellten daher am Freitag Nachmittag ein kleines üppiges Zwei-Personen-Grillfest auf die Beine, wo ich endlich den schon lang ersehnten Lachs (Filetstück) vom Grill bekam :-)
Die Sache mit dem ganzen Lachs vom Grill oder vom Feuer muss noch warten, bis wir mal in eine geeignete Gegend kommen. Und ja, ich nehme den Lachs dann auch aus.
Das Grillen fiel so üppig aus, dass wir später gar kein Abendessen brauchten ;-)

Das Wetter am Samstag war nicht so gut wie erwartet, aber es war immerhin trocken. Wir eröffneten die Skate-Saison, was zwar prinzipiell ganz nett war, aber wegen des starken Windes, der uns bergauf entgegen blies (lästig!) und ud bergab anschob (was man am Anfang der Saison, wo man noch nicht so ganz sicher auf den Rollen steht, gar nicht unbedingt haben will), doch ein schwierig war. Das Knie war mit der ungewohnten Bewegung auch nicht ganz glücklich, daher beließen wir es bei einer Runde. Aber immerhin: knapp 13 Kilometer.
Am Nachmittag dann die Eröffnung der Pfannkuchen-Saison auf der Terrasse :-)

Sonntag versuchten wir uns dann zu Fuß am Grünten. Ich hatte zunächst Bedenken, ob es nicht vielleicht zu feucht für den Aurikelgrat sein würde (Schneereste in der Rinne oder sowas), aber das Burgberger Hörnle war südseitig knochentrocken, daher war der Grat die reine Freude :-) Selbst in der Querung nach dem Gipfel war viel weniger Schnee als wir gedacht hatten. Auf dem Weg zum Grüntengipfel gab es zwei Pausen in trockener Wiese in der Sonne. Hach, Frühling!

Die Querung unter dem Fernsehturm war dann allerdings genau so schneeig, wie ich befürchtet hatte und ich graulte mich entsprechend (ich seh mich da immer ausrutschen und die Lawinenrinne runter sausen). Das ging aber wie bisher immer gut. Zum krönenden Abschluss hatte dann sogar das Grüntenhaus geöffnet und es gab wohlverdienten und wohlschmeckenden Kaffee und Kuchen zu kühlem Weißbier auf der sonnigen Terrasse :-) Hach, Frühling!


Im Aurikelgrat


Schön trocken und warm :-)


Gegenüber am (schwereren) Südwestgrat zwei schnelle Damen


Am Burgberger Hörnle


Schneefeldquerung


Grüntengipfel

Von engel am 14.04.2015 03:51 • outdoor

Ausfälle

Mittwoch, April 08, 2015

Zunächst ein kleiner Nachtrag zu gestern:

Am Nachmittag fiel das Netz im Büro aus. Das bedeutet für mich im Grunde, dass Arbeiten nicht mehr möglich ist. Für 99% der Dinge, die ich mache, brauche ich zumindest in funktionsfähiges Intranet (nach draußen ist meist nicht sehr wichtig). Ich hatte noch ein wenig Dokumentation ‘übrig’ und konnte so die Zeit ohne Netz vernünftig überbrücken. Da nicht absehbar war, wann das Netz zurück kommen würde (es war die Rede von einem Wasserschaden im Technik-Raum), nahm ich mir vor, im Fall des Falles direkt schon am Nachmittag ins Kino zu gehen statt wie ursprünglich geplant am Abend.

Das Netz kam beizeiten zurück und Arbeiten war wieder möglich. Ich blieb also wie zunächst geplant bis Abends und radelte dann ins Kino. Dort allerdings sah es arg leer aus, keine Leute an der Kasse oder im Foyer. Tja: es war das falsche Kino, das in dem der Film am Nachmittag gekommen wäre. Und das Kino, zu dem ich eigentlich hätte radeln wollen war zu weit weg, um es zur richtigen Zeit noch dort hin zu schaffen.

Der nächste Film im ‘falschen’ Kino hätte mich zwar auch interessiert, aber auf den hätte ich noch anderthalb Stunden warten müssen. Dazu hatte ich keine Lust, also fiel Kino aus und ich radelte gemütlich durch den nahezu lauen sonnigen Abend nach Hause und kümmerte mich um meine kleine Wohnung, die das dringend nötig hatte. Irgendwie hatte ich mir den Abend anders vorgestellt, aber wer ans falsche Kino radelt, muss halt mit den Konsequenzen leben ;-)

Kino gab es dann heute: The Second Best Exotic Marigold Hotel
Wunderbares Gute-Laune-Kino, ganz und gar zauberhaft, bunt und schön und mitreissend. Vorhersehbar auch, aber das macht überhaupt nichts aus, wenn man eh nur gut unterhalten werden will.

Auf dem Heimweg waren dann ab dem Rosenheimer Platz alle Ampeln ausgefallen. Auch die am Mittleren Ring, was so mitten im Feierabendverkehr (naja, kurz danach eher) für zwei ordentliche Adrenalischübe sorgte. Uff!

Den ersten bekam ich, als ein netter Autofahrer auf einer doppelspurigen Straße (Bad Schachener Straße, Kreuzung Aschheimer Straße) auf der ersten Spur anhielt, um ein paar Fußgänger und mich queren zu lassen. Und - Wuuuusch! - raste auf der zweiten Spur ein zweites Auto am ersten Auto vorbei. Ich machte eine Vollbremsung (war eh nicht schnell) und schaffte es grad so, dass das Vorderrad nicht erwischt wurde. Das erste Auto wollte grad losfahren, als ich voll in die Eisen stieg und hätte deswegen beinahe mein Hinterrad erwischt. Ich hörte die Reifen quietschen. Das war echt knapp, vorn wie hinten.

Am zweiten (kleinen) Adrenalinschub war ich selbst schuld, weil ich ein abbiegendes Auto arg spät sah. Da war es aber weder besonders knapp, noch musste irgendwer eine Vollbremsung hinlegen.

Sonst schien ein ganzes Stück weit an der Bad Schachener Straße der Strom ausgefallen zu sein. Alles Mögliche war arg unbeleuchtet, aber es war ja auch noch nicht richtig dunkel.

Von engel am 08.04.2015 19:00 • diary

Gemischt

Dienstag, April 07, 2015

Das lange Wochenende über Ostern war sehr gemischt. Das bezieht sich auf Wetter, Verhältnisse, Touren und das Drumherum. Ein weiteres besonderes Kennzeichen des langen Wochenende war unsere konsequente Fehleinschätzung der Wettervorhersagen (eine allein reicht ja kaum aus).

So kam es dann wir bei strahlendem Sonnenschein einen langen Spaziergang (um den Rottachspeicher) machten, bei Sauwetter (richtig eingeschätzt) kurz auf den Blender stapften, uns im Schneesturm mit Ski im Whiteout Richtung Grünhorn kämpften (wo wir vergeblich Wetterbesserung erwarteten) und eine abwechslungsreiche Wanderung in der Buchenberger Gegend machten, wo es uns nach anfänglichem Sonnenschein am Ende wieder dicke Schneeflocken um die Nase blies.

Alles in Allem eben sehr gemischt. Die Sache mit der Sonne am See war an sich ganz nett, allerdings verträgt mein lädiertes Knie lange Spaziergänge in der Ebene bei Weitem nicht so gut wie Skitouren (genaugenommen nicht mal so gut wie Bergtouren). Am Ende musste ich arg hinken. Ich vermute, die Lektion daraus ist, dass wir öfters spazieren gehen müssten, um das Geradeauslaufen zu üben. Naja.

Auf unserer Skitour waren wir von Anfang bis Ende komplett allein und mussten/durften alles neu spuren. Man muss einfach nur mal bei schlechten Bedingungen unterwegs sein, schon klappt das mit der Einsamkeit ;-) Unten fiel der Schnee in dicken Flocken und der Schnee trug unter der Neuschneeschicht. Weiter oben blies ein eisiger Wind und kurzzeitig waren wir über ausgeprägte ‘Wumm’-Geräusche (da war es glücklicherweise flach) besorgt. Die gaben sich aber bald wieder. Der Wind dagegen blieb und zu seiner Gesellschaft senkten sich die Wolken. Die Sicht hatte sich damit komplett verabschiedet.

Die Querung zur Ochsenhofer Scharte nehmen wir nicht mal bei gutem Wetter, bei diesem natürlich auch nicht. Wir fellten also ab und tasteten uns nahezu blind hinab zur Starzelalpe. Der eigentlich ganz gute Schnee ließ sich nur sehr bedingt genießen, da kaum zu erkennen war, wann es rauf oder runter ging.

An der Alpe klarte es ganz kurz ein wenig auf. Wir dachten ‘Prima, die angekündigte Wetterbesserung!’ und stiegen zum kleinen Hüttchen weiter oben auf. Dort beschlossen wir bei Schneesturm und erneutem Whiteout abzubrechen. Wieder tasteten wir uns ohne Sicht den Hang hinab. Diesmal hatten wir aber unsere Aufstiegsspur zur Orientieren, so dass das Fahren immerhin ein wenig besser ging.

Als wir uns mitten im Gegenanstieg befanden, klarte es tatsächlich ein wenig auf und es wurde sogar warm. Wir überlegten kurz, ob wir nicht doch ... entschieden uns dann aber doch dagegen. Zu Recht, denn das kleine Fenster mit der halbwegs ordentlichen Sicht hielt nur noch so lang, bis wir den schönen flachen Hang bis zur Waldgrenze abgefahren waren. Der Neuschnee war in der kurzen Zeit schon schwer geworden.

Im Wald wurde der Schnee dann erst sehr unangenehm, weil der schwer gewordenen Neuschnee auf dem Deckel des Altschnees abrutschte (wir produzierten eine kleine Lawine), dann sehr unangenehm, weil der (dünne) Altschneedeckel aufweichte und wir in den nassen, fast schon faulen Schnee darunter einbrachen. Wir waren froh, als wir auf dem Forstweg ankamen.

Die anderen beiden Spaziergänge waren jeder auf seine Weise ganz OK.


Rottachspeicher


Blender


Allein im weissen Weiss


Blesshühner auf der Suche nach Wasser am Eschacher Weiher

Von engel am 07.04.2015 18:39 • outdoor
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