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Das offene Netz sind wir

Montag, November 30, 2015

Leseempfehlung:
Das offene Netz sind wir

Von engel am 30.11.2015 22:16 • diary

Wind

Montag, November 30, 2015

Von vorn, woher sonst, manchmal kam ich kaum voran.
Von der Seite, teilweise musste ich mich richtig dagegen lehnen und bei den Böen aus den Seitenstraßen aufpassen, nicht abgetrieben zu werden.
Und gelegentlich - ganz ungewöhnlich - auch mal von hinten und dann trieb er mich mit ungeahnter Geschwindigkeit mühelos voran.

Von engel am 30.11.2015 22:13 • diary

Kleine Freuden

Mittwoch, November 25, 2015

Schneeflocken, die im Schein von Straßenlampen tanzen.
Der Schein der Stirnlampe, der von überall reflektiert wird.
Frische Spuren im Schnee.
Selbst eine nigelnagelneue Radspur in noch unberührtem Schnee im Englischen Garten ziehen.

Nicht so toll:
Kalte Füße beim Radeln (note to self: Zeit für Winterstiefel)
Jetzt regnet es.

Von engel am 25.11.2015 13:58 • diary

Zwischenruf

Sonntag, November 22, 2015

Endlich Schnee!
Knapp 10 Zentimeter bei uns im Garten, hoffentlich mehr in den Bergen :-)

Von engel am 22.11.2015 18:18 • diary

Gran Canaria Bilder Teil 3

Samstag, November 21, 2015

Neben den Tourbildchen der beiden letzten Teile des Gran Canaria-Berichts habe ich noch ein paar Bildchen, die ich gern zeigen möchte. Einerseits Bilder von Tieren, die uns (eigentlich: dem besten Allgäuer von Allen) gelungen sind und zur besseren Illustration der Qualität des Green Ocean Hotels auch noch lustige Boiler-Bilder ;-)

Extra: Tiere
Interessant ist, dass es auf Gran Canaria Fischadler geben soll (laut Schild am Start des Weges nach Güi Güi). Wir sind ziemlich sicher, am letzten Tag einen fliegen gesehen zu haben, aber der Versuch, den hoch über uns fliegenden Vogel mit der Kamera einzufangen, gelang eher schlecht als recht. Das Bild habe ich mangels erkennbaren Inhalts weg gelassen. Sonst fliegen viele Bussarde und Falken herum, lassen sich ebenso schlecht fotografieren und sorgen dafür, dass die Eidechsen alle sehr sehr scheu sind.


Schafe auf dem Weg zum Roque Nublo


Ein Kanarischer Admiral (Vanessa vulcania) bei El Juncal


Das Maultier (?) mit der hübschen Stimme bei El Juncal


Deutlich kleiner aber nicht weniger laut: der Esel von El Juncal


Falke auf einer Agave im Barranco Guayadeque


Eine Kanareneidechse (ein Weibchen) im Barranco Guayadeque


Kanarischer Buntspecht (Dendrocopus major canariensis), ‘Picapino’ im Barranco Guayadeque


Laut jammerndes Ziegenkind in Tasartico (Start nach Güi Güi)


Ziegen im Agaete-Tal


Löffler im Bach vor dem Hotel

Extra: Wohnung
Allzu oft passiert sowas wahrscheinlich nicht, deswegen möchte ich schon mal festhalten, wie das ist, wenn im Hotel der Boiler von der Wand kracht.


Wasser spitzt aus der Wand


Ordentlich aufgewischt (nasse Handtücher im Eck)


Hier ist der Boiler rausgefallen

Die anderen Teile:

Von engel am 21.11.2015 15:28 • diaryurlauboutdoorberg

Gran Canaria Bilder Teil 2

Donnerstag, November 19, 2015

Sonntag, 01.11.2015: Runde um San Bartolome
Noch eine der Auswahltouren aus dem Rotherführer. Und wieder Naja. Anfangs ein beeindruckender alter Weg entlang einer Felswand zur Degollada Manzanilla mit wunderschönen gemauerten Kurven, dann endlose Forststraßen-Hatscherei zum Cruz Grande und auf einem schönen Camino Real zurück nach San Bartolome. Insgesamt nett, aber elendsviel Hatscherei, gar nicht gut für’s Knie.


Auf dem Weg zur Degollada Manzanilla. In der Mitte der Mond.


Abstieg auf dem Camino Real nach San Bartolome

Montag, 02.11.2015: Güi Güi
Die allereinzigste wirkliche Strandtour. Ein echtes Schmankerl mit toller Anfahrt (Kurven!), nettem Aufstieg, einem wirklich großartigen Weg durch eine Felswand und einem fast einsamen schönen Strand. Da muss man dann Baden gehen, ehklar, Salz auf der Haut (juckt) hin oder her.


Nach dem Sattel darf man wunderschön durch die Felswand laufen.


Die Playa von Güi Güi

Dienstag, 03.11.2015: Maspalomas
Einmal mussten es dann auch die Dünen sein. Wir starteten direkt vom Hotel, was die Tour zunächst verlängerte, kürzten dafür dann aber quer über die Dünen ab, weil auf dem eigentlichen Weg so viel los war. In der Dünen war es interessant und sogar fast einsam. Sonst - eher nicht so.
Strandwandern scheint die offizielle Freizeitbeschäftigung für Badeurlauber in Playa del Ingles zu sein, alles was laufen konnte war unterwegs. Richtung Playa del Ingles sah es fast so aus, als müssten wir uns vor den großen Hotels dann mit Gewalt durch die Menschenmassen drängen, beim Näherkommen war dann doch Platz zum Laufen. Der Betrieb war ernsthaft beeindruckend, kein Wunder dass der Rest der Insel so gut wie leer ist.
Wir badeten am Nachmittag völlig ungestört an unserem kleinen Strand.


Dünen, fast einsam.


Strand neben den Dünen, eher nicht so einsam.

Mittwoch, 04.11.2015: Agaete-Tal - Tamadaba
Die Runde ist lang und anstrengend, ist aber zu Recht eine der Auswahltouren. Anfangs läuft man über schöne Camino Reales von San Pedro bei Agaete aus dem Agaete-Tal heraus (ständig mit großartiger Aussicht) bis man zu zwei Stauseen kommt. Dann geht es durch lichten Kiefernwald zum Tamadaba hoch und man steigt über einen weiteren tollen Königsweg in Kurven durch eine Steilwand zurück nach San Pedro. Da hatten wir dann wieder Wolken, aber immerhin keinen Nebel.


Rückblick aufs Agaete-Tal


Abstieg

Donnerstag, 05.11.2015: Tauro
Das Knie hatte mir die lange Agaete-Runde leider übel genommen. Wir planten also nur eine kleine Tour. Ganz erstaunlicherweise ging es dem Knie an diesem Tag dann besser denn je.
Der Tauro ist ein schöner Aussichtsberg mit einer sehr abenteurlichen Zufahrt, weil die Straße so klein und eng ist. Wir waren relativ früh da und hatten den Berg ganz für uns allein. Später wurde es dann aber richtig voll: erst kamen zwei Leute, dann eine Familie mit 4 Leuten.


Blick ins Inselinnere mit Ruque Nublo in der Mitte


Abstieg

Freitag, 06.11.2015: Pico de las Nieves
Zum Abschluß dann der höchste Berg der Insel, auch wenn man da mit dem Auto hochfahren kann. Wir nahmen den langen Weg vom Cruz Grande aus. Das ist der, der auf einem großartigen gemauerten Königsweg mitten durch die Felswand führt. Danach machten wir einen Abstecher zu einem großen Felsbogen mit toller Aussicht und nahmen noch den Campanario mit, den man tatsächlich beklettern darf. Der Weg ist lang und wunderschön, der Gipfel dagegen ist ein echtes Lowlight. Ein fetter Parkplatz und es ist voll mit blöden Touris, die durch die Bilder stiefeln, aber man muss da natürlich einmal hoch. Wir gingen schnell wieder und genossen den einsamen Rückweg. Alles in allem eine sehr schöne Abschlußtour.
Abends beim Duschen fiel dann der Boiler von der Wand.


Meinereine über dem schönen Camino Real, der durch die Felswand gezimmert wurde.


Der Pico mit der Militärkugel. Wo der weiße Fleck rechts drunter ist, ist der Parkplatz.

Freitag, 07.11.2015: Abreise
Der Flug ging erst am Nachmittag. Wir verbrachten den Vormittag am Strand und konnten danach sogar in unserem eigenen Apartment duschen. Der Boiler hing wieder an der Wand, allerdings kam da jetzt nur mehr mäßig warmes Wasser raus. Das spielte dann aber auch schon keine Rolle mehr.
Wir aßen noch einen der guten Burger in der Strandbar und machten uns dann auf die Heimweg-Etappen. Flughafen, Auto abgeben, Einchecken, Kaffee trinken, Heimfliegen, Bus nehmen, Autofahren. Sonntag früh um eins fielen wir ins eigene Bett.


Der letzte Blick auf Gran Canaria vorn und Teneriffa mit dem Teide hinten

Die anderen Teile:

Von engel am 19.11.2015 19:05 • diaryurlauboutdoorberg

Radeln im Finsteren

Donnerstag, November 19, 2015

Gestern Abend eine der längeren Heimrunden genommen. Es war so schön warm, überhaupt nicht winterlich und ich hatte mal wieder Lust aufs Radeln. Also auf mehr als nur kreuz und quer durch München radeln.

Um sechs war es natürlich schon komplett dunkel und der Mond war noch nicht aufgegangen. Im hinteren Teil des englischen Garten und erst recht in den Isarauen war es wirklich bemerkenswert finster. Mit ordentlicher Helmlampe und neuer heller Radlampe war ich aber gut genug ausgerüstet, um am Poschinger Weiher sogar den kleinen Trail über den Hügel nehmen zu können.

Den wirklich langen Weg über die Felder habe ich dann aber doch nicht genommen. Wenn man die Lampen auf richtig hell stellt, neigen sie dazu, relativ bald nachzulassen und ganz und gar im Dunklen zu stranden wollte ich dann doch nicht riskieren ;-)

Das hat richtig Spaß gemacht, sollte ich wiederholen :-)

Von engel am 19.11.2015 06:54 • diary

Gran Canaria Bilder Teil 1

Dienstag, November 17, 2015

Sonntag, 25.10.2015: Anreise
Eigentlich wollten wir ja den längstmöglichen Zeitraum, also von Samstag bis Samstag unterwegs sein. Aber ich hab etwas spät gebucht und da hätte es dann nur einen Flug mit Zwischenlandung in Rom und 5 Stunden Aufenthalt dort gegeben. Nee, echt nicht.
So war das der entspannteste Urlaubsbeginn ever: Samstag ausschlafen und gemütlichst packen. Sonntag ohne Stau nach München tuckern und aufm reservierten Parkplatz parken (der Bus zum Terminal kaum auch genau passend), ohne Wartezeit am Schalter (Online-Check-In rules!) nur das Gepäck abgeben und dann gemütlich am Flughafen das zweite Frühstück einnehmen.
In Gran Canaria lief auch alles problemlos, trotz Old-Style-Karten-Navigation :-)


Abheben in München


Landen in Gran Canaria (man beachte hinten den Tropi Frutti Flieger :-))

Montag, 26.20.2015: Roque Nublo
Eine der Paradetouren der Insel. Natürlich will da jeder mal hin und auf dem kurzen Zustieg ist immer viel los. Wenn man den langen Zustieg durch ein wunderschönes Seitental aus dem Süden wählt, ist man lang allein und trifft nur am Nublo selbst auf Leute.


Stiller Zustieg zum Roque Nublo


Muss natürlich sein: Der Roque Nublo

Dienstag, 27.10.2015
Noch eine der Empfehlungstouren aus dem Rotherführer. Von Santa Lucia zur Fortalezza und entlang des Sorrueda Stausees zurück. Naja. Die Fortalezza (ein riesiger Felsklotz mit Loch, wichtig für die Altkanarier) ist ganz nett, aber man läuft oft und lang auf oder knapp neben Straßen. In Santa Lucia schenkte uns ein netter Herr, der sich als Paco vorstellte, 3 Mandarinen frisch vom Baum. Die absolut Allerbesten die ich je gegessen habe!


Im ‘Loch’ der Fortalezza


Rückweg nach Santa Lucia

Mittwoch, 28.10.2015: Palmitos
Eine der wenigen schwarzen Touren aus dem Führer. Kurz und nicht weit zu fahren (grad mal 10 Kilometer von Maspalomas entfernt), wir hofften auf länger Baden gehen am Nachmittag (klappte). Schwer war die kleine Runde nicht, aber nett und ausgesprochen einsam.


Auf dem Weg zu unserem unbenannten Gipfelchen (irgendwo hinter der linken Erhebung)


Nettes Weglein durch nette Landschaft

Donnerstag, 29.10.2015: Runde um El Juncal
Donnerstag ist Jagdtag auf Gran Canaria, fiel uns ein, als wir vom Asserador auf dem Wanderweg nach El Juncal abstiegen. Überall standen Trucks mit Hundeanhängern herum und es streiften Hunde durchs Gestrüpp und Menschen riefen sich Zeug zu. Schüsse hörten wir selten. Trotzdem waren wir froh, recht farbenfroh unterwegs zu sein.
In El Juncal gab es ein sehr gespächiges Maultier und einen ebenso gesprächigen Esel, an denen wir vorbei gingen. Schöne Stimmen sind anders, aber laut waren sie ;-)


Auf dem Bergrücken zurück zum Asserador


Hinter uns ziehen die üblichen Nachmittagswolken auf

Freitag, 30.10.2015: Barranco Guayadeque
Neue Gegend: ein tiefer Barranco und ein Krater mit Rückweg durch die Barranco-Wand. Da waren dann aber leider wieder Wolken aufgezogen und wir liefen ohne Aussicht durch die Wand. Schade!


Die Wände des Barranco Guayadeque


Kurz bevor wir auf dem Rückweg im Nebel eintauchen

Samstag, 31.10.2015: Soria
Der einzige Regentag. Aber wenigstens eine kleine Tour wollten wir machen. Die Staumauer vom Soria-Stausee erinnerte mich ganz stark an den Hoover Dam. Es hatte viele Wolken und am Ende gab es dann auch den ‘versprochenen’ Regen.


Ganz kurz kam sogar Sonne raus: Der Stausee und Soria


Und dann: Regen.

Die anderen Teile:

Von engel am 17.11.2015 22:02 • diaryurlauboutdoorberg

Gran Canaria

Dienstag, November 17, 2015

Da aus Gründen dieses Jahr kein größerer Urlaub möglich war, hatten wir uns schon zu Anfang des Jahres vorgenommen, am Ende dann wenigstens noch irgendwo auf eine Insel zu entfliehen, weil es letztes Jahr auf Teneriffa so schön war.

Gran Canaria ist nett und man kann da sehr schön und ganz erstaunlich einsam wandern, aber es ist natürlich nicht mit Teneriffa (wo es so viele Touren mit aufregenden Schmankerln hat) vergleichbar. Trotzdem waren es zwei sehr schöne und erholsame Wochen und wir konnten fast jeden Tag kurz im Meer baden. Das große Herbstunwetter haben wir diesmal ausgelassen (war die Woche vorher ;-)), aber einmal Regen haben wir dann doch abbekommen. Sonst war das Wetter meistens wie auf den Inseln üblich: vormittags strahlend schön, nachmittags Wolken in den Bergen.

Wir hatten auch diesmal ein Auto, einen Renault Megane, der wie der Polo von letztem Jahr erst mal nicht so richtig ziehen wollte, sich aber nach der Intensivbehandlung von besten Allgäuer von Allen stetig verbesserte ;-) Unser Autonavi hatte ich leider im Kangoo auf dem Flughafenparkplatz in München vergessen, so dass diesmal Old-Style-Navigation via Karte nötig war. Die Insel ist aber nicht allzu kompliziert und man kann sich wirklich kaum verfahren ;-)

Man kann sich allerdings hinsichtlich des Zeitbedarfs für eine Strecke maßlos verschätzen. Abgesehen von den großen Straßen entlang der Küste ist alles derart kurvig, dass man im Inselinneren froh sein kann wenn man über 30 km/h Durchschittsgeschwindigkeit rauskommt. Die Straßen sehen schon auf der Karte kurvig aus, haben dann aber zusätzlich noch so viele kleine Kurven, die in der Breite der in die Karte gezeichneten Straße untergehen, dass man da einfach nirgends voran kommt.

Beim Hotel, das ich im Wesentlichen nach Lage (am Meer, Parkplatz, günstig gelegen hinsichtlich Zufahrt, Einkaufs- und Essensmöglichkeiten) ausgesucht hatte und bei dem ich gar nicht so sehr auf Ausstattung geachtet hatte, weil wir da ja eh nur Schlafen, Frühstücken und Duschen wollten, habe ich diesmal ein wenig daneben gegriffen. Beim nächsten Mal müssen es dann doch 3 Sterne und vor allem eine rund um die Uhr besetzte Rezeption sein. Immerhin: die Betten waren wirklich gut und der WLAN-Empfang ausgezeichnet.

Eher nicht so toll war, dass im Apartment so ziemlich alles wackelte und kurz vorm Zusammenbrechen oder Auseinderfallen war. Als wir ankamen, gab es kein heißes Wasser, was wir aber erst merkten, als die Rezeption schon verwaist war (ab 18:00h). Als wir es am nächsten Nachmittag meldeten, war es natürlich schon zu spät für irgendwelche Handwerker, so dass wir die ersten beiden Tage kalt duschen mussten. Was jetzt aber in Gran Canaria auch nicht so arg schlimm ist ;-)

Am dritten Tag zierte unser Badezimmer ein nigelnagelneuer Boiler, aus dem auch ordentlich warmes Wasser kam und wir waren zufrieden. Bis zum letzten Tag, als der neue Boiler von der Wand fiel, die Leitungen aus der Wand riß und mit dickem Strahl fröhlich Wasser ins Bad sprudelte. Glücklicherweise landete das meiste in der Badewanne, aber unser Apartment wurde trotzdem schön langsam geflutet. Natürlich war die Rezeption schon nicht mehr besetzt.

Nach einigen Telefonier-Orgien kam dann doch der Besitzer (oder zumindest Haupt-Concierge), drehte das Wasser ab und wischte mit etwa 10 Handtüchern das Wasser auf. Die Handtücher schob er dann in eine Ecke des Bades und wollte wieder gehen.

So geht’s dann aber beim besten Willen doch nicht. Wir sind wirklich nicht anspruchsvoll, aber in einem Apartment ganz ohne Wasser kann man man unmöglich wohnen. Der Typ schaute uns an, als seien wir dran schuld, dass sein Leben so kompliziert sei. Ein anderes Apartment sei aber nicht frei und er könne da jetzt gar nichts machen und er könne ja auch nichts dafür, dass das jetzt passiert sei. Er habe ja sogar schon Feierabend und sei trotzdem gekommen. Kein Wort der Entschuldigung oder irgendwelche Lösungsansätze.

Schließlich bekamen wir die Schlüssel zu einem Apartment in den Katakomben (völlig ohne Fenster, fühlte sich an wie ein Verließ) und hatten die Wahl, wo wir schlafen und/oder Duschen und zur Toilette gehen wollten. Nach gründlicher Begutachtung schliefen wir in unserem feuchten wasserlosen Apartment, wo aber immerhin die Frischluftversorgung einwandfrei funktionierte und die Betten gut waren (im Verließ waren die Betten derart durchgelegen, dass man jede einzelne Bettfeder merkte) und hatschten zum Duschen und für sonstige Erledigungen in die Katakomben. Besser als nix und es war ja eh der letzte Tag.

Essenmäßig finde ich Kanaren ja eh nur so mittelmäßig, aber was uns am ersten Tag im Borsalino am Strand von San Agustin geboten wurde, spottet jeder Beschreibung: Billigste Tiefkühl-Pizza mit Extra-Belag zu horrenden Preisen.
Da war ich dann kurz davor, den Urlaub als von Anfang gescheitert abzuschreiben. Aber in San Agustin gibt es jede Mange andere und teilweise wirklich ausgzeichnete Restaurants, die noch dazu nicht mal teuer sind. Ab dem zweiten Abend war das Abendessen so, dass man sich immer drauf freuen konnte :-)

Das Wandern auf Gran Canaria - und deswegen waren wir ja da - ist durchgehend nett und manchmal sogar richtig Klasse. Es ist ein bisserl Geschmacksache, aber wir mögen Forststraßen- oder gar Teerstraßen-Hatscherei nicht besonders. Wenn man nicht genau hinschaut, landet man aber leider sehr oft auf solchen Straßen. Das muss ich auch dem Rother-Führer ein wenig zur Last legen, der furchtbar viele Forststraßen verwendet und so gut wie nie auf mögliche Alternativen auf den schönen Caminos Reales verweist. Nach den ersten Touren wurden wir schlauer und konnten die Straßen weitgehend vermeiden.

Die Wege auf Gran Canaria sind teilweise wirklich großartig, vor allem die (restaurierten?) Königswege im Landesinneren und alles, was irgendwo in oder an steilen Wänden entlang geht. Schwierig, im Sinne von ausgesetzt, kraxelig oder Ähnliches, ist leider genau gar nichts. Zumindest nicht das, was wir anhand der im Rother-Führer vorgestellten Touren erwandert haben (verglichen mit Korsika und Teneriffa ist dieser Führer sehr sehr zahm). Aber das wußten wir schon vorher ;-)

Was man auf Gran Canaria vermutlich ganz großartig tun kann, ist Mointainbiken. Allerdings ist das - wenn man es nicht in großen Gruppen geführt machen will, wie wir mehrfach gesehen haben - vermutlich logistisch ziemlich aufwändig, weil man dann sowohl Bikes als auch ein (großes) Auto braucht.

In jedem Fall ist es im Hinterland - von wenigen Stellen abgesehen - ausgesprochen einsam. Wenn man dann durch die Dünen von Maspalomas wandert, was ja irgendwie dazu gehört, erschlagen einen die Massen Menschen am Strand von Playa del Ingles beinahe. Aber selbst da verläuft sich alles ein wenig. Von der Ferne hat man den Eindruck, da stehen und liegen Menschen wie Sardinen, in der Nähe löst sich das dann doch ein wenig auf. Nur ein wenig allerdings, ganz vorn liegen die Leute tatsächlich wie Sandinen in der Sonne, etwa 50cm Platz zwischen den Liegestühlen, bruzzeln wie Spanferkel am Grill (entsprechend viele gruselige durchgebuzzelte runzelige Rentner sieht man dann). Dafür, dass wir uns nur 1 1/2 Kilometer von Playa des Ingles enfernt einquartiert hatten, war ‘unser’ Strand, Playa de las Burras, bemerkenswert leer.

Wo wir waren und Bildchen dazu gibt es natürlich auch. Demnächst :-)

Die anderen Teile:

Von engel am 17.11.2015 07:50 • diaryurlauboutdoor

Arbeitsames Wochenende

Montag, November 16, 2015

Vor Urlaub hatten wir noch schnell die Chilifarm aufgelöst (Update zum diesjährigen Ergebnis kommt demnächst (vorweg: es war großartig!)) und sonst alles stehen und liegen gelassen um auf die Insel zu verschwinden.

Es war höchste Zeit, das alles auf- und wegzuräumen und das ‘Chilihaus’ (ein fest installiertes Partyzelt auf der Terrasse, um die wasserempfindlichen Chilis vor dem Allgäuer Wetter zu schützen, auch wenn das dieses Jahr nicht wirklich nötig gewesen wäre, aber das weiß man ja vorab nicht unbedingt) abzubauen. Letzteres erwies sich als ein wenig problematisch, denn das billige Partyzelt ist zwar ganz erstaunlich stabil (entgegen jeder Erwartung hielt es bislang jedem Sturm stand), aber doch nicht wirklich wetterfest. Der Zeltstoff ist fast weiß ausgebleicht, die Aluprofile lassen sich noch schwer ineinander schieben und das Plastik der Gelenke ist so spröde geworden, dass ein paar der Hebelchen abbrachen. Mit viel Glück können wir es noch einmal aufbauen, dann wird es wohl den Weg alles Vergänglichen (also zum Wertstoffhof ;-)) antreten müssen.

Für den schönen Smoker-Grill (den wir uns wirklich genau zum richtigen Sommer zugelegt haben :-)) mussten wir erst mal Platz im Keller schaffen. Das war gar nicht so einfach, denn da stapelt sich nicht nur unser Zeug seit 20 Jahren sondern es lagert auch noch Zeug unserer Vormieter und sogar von deren Vormietern (jaja, man müsste auch da auf- und ausräumen, aber bislang hatte ja alles seinen Platz und es musste nichts größeres Neues rein). Wir entsorgten ein paar größere Teile und dann fand der Grill ein Plätzchen (ich bin gespannt wie es mit unseren guten Vorsätzen Richtung Keller weiter geht).

Am Sonntag stellten wir fest, dass es nächstes Wochenende endlich schneien soll und rüsteten beide Autos auf Winterreifen um. Das macht eh schon nur mäßig Freude, wenn man das aber bei Sauwetter machen muss, dann ist endgültig Schluß mit Spaß (ja, könnte man auch machen lassen, dann muss man aber Termine und so Zeug machen, selber machen ist am Ende dann doch einfacher und flexibler).

Jetzt ist alles OK, der Winter kann kommen. Obwohl, Ski waxen fehlt noch. Aber bis Touren möglich sind, muss ja erst mal richtig Schnee fallen ...

Von engel am 16.11.2015 23:18 • diary
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