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Zusammenfassung

Freitag, Dezember 30, 2016

Arg verspätet aber der Vollständigkeit halber noch die Dezembertouren von vor Weihnachten.

Samstag, 10.12.2016: Krinnenspitze
Der Wetterbericht meldete: unten kalt und Nebel, oben warm und Sonne. Dann also eine Südseiten-Tour.
Wir starteten von Rauth zur Krinnenspitze. Für den Aufstieg nahmen wir den Normalweg, für den Abstieg den Gamsbocksteig, der eigentlich hinab nach Nesselwängle führt und querten auf halbem Weg weglos zu unserem Aufstiegsweg zurück. An einer Hütte machten wir im Windschatten im Gras in der Sonne Pause. Es war so warm, dass man im T-Shirt im Gras liegen konnte.


Krinnenspitze


Sonnenhüttchen

Samstag, 17.12.2016: Stuiben
Was Kurzes, Sonniges sollte es sein, um noch Zeit für Auto-Batterie-Wechseln und Einkaufen zu haben. Der Stuiben von der Gunzesrieder Säge aus ist immer nett. Leider war es nicht ganz so sonnig und warm, wie erhofft, eine T-Shirt-Pause gab es deswegen nicht. Aber Pause mit Jacke in der Sonne ist ja auch nett :-)
Unten gab es sehr feinen Kuchen und wirklich guten Kaffee im Nagelfluhhaus Hirsch. Das müssen wir uns unbedingt merken!


Stuibenfelsen


Allgäu-Panorama

Sonntag, 18.12.2016: Aggenstein
Nicht so tolles Wetter, Vorweihnachtszeit und zudem Touri-Randsaison: Da kann man sich schon mal an einem sonst hoffnungslos überlaufenen Berg versuchen. Der Plan ging auf, es war wenig los und so kamen wir tatsächlich mal wieder zum Aggensteingipfel, den wir sogar ganz für uns allein hatten.


Aggenstein


Aggenstein-Gipfel

Von engel am 30.12.2016 16:26 • outdoorberg

Wochenende über Lenggries

Dienstag, Dezember 27, 2016

Samstag/Sonntag, 03./04.12.2016
Die SAN feierte Weihnachten und wir feierten mit, denn diesmal war die Anfahrt verträglich.
Am Samstag starteten wir gemütlich gegen halb 11 im Niesel-Nebel in Kempten und landeten gegen halb eins in Nebel in Lenggries. Mangels ‘richtiger’ Karte hatte ich mir auf der OSM einen Weg zur Lenggrieser Hütte rausgesucht, der möglichst wenig Forststraße und möglichst viele neue Gipfel enthielt.
Der Weg war ein Glückstreffer. Erst stiegen wir komplett einsam durch nebligen Wald und kamen dann knapp über dem Nebel auf einem scharfen grasigen Grat und in schönster Sonne am Grasleitenstein raus, wo wir lang Pause machten und die Umgebung genossen. Der Weiterweg führte uns sehr schön auf den Grasleitenkopf und dann hinab zur Lenggrieser Hütte, wo wir den Abend in netter Gesellschaft bei gutem Essen verbrachten. Sehr fein!
Sonntag wanderten wir nach einem unerwartet guten Frühstück hinauf zum Seekarkreuz und spazierten dann - ganz unerwartet ausgesetzt, kletterig und anregend - in Sonne über Brandkopf, Spitzkamp und Auerkamp zum Ochsenkamp, wo wir nach einer sonnigen Lagebesprechung dann doch beschlossen, direkt abzusteigen (die Alternative hätte dann doch redcht lang gedauert und uns arg spät erst heim gebracht). Der Abstieg vom Hirschtalsattel über die Forststraße des elendig langen Hirschtals lag im Schatten und war ziemlich kalt, so dass wir komplett durchgefroren am Auto ankamen.


Aufstieg im nebeligen Wald


Sonne am Grasleitenstein


Am Grasleitenkopf


Blick über Lenggries


Am Seekarkreuz


Aufstieg zum Spitzkamp


Auf dem Weg zum Ochsenkamp


Am Ochsenkamp


Elendslanger kalter Abstieg

Von engel am 27.12.2016 06:31 • outdoorberg

La Palma - Teil VI

Sonntag, Dezember 25, 2016

Donnerstag, 10.11.2016: Marcos y Cordero Quellen
Wir hatten schon tagelang das Wetter beobachtet und für diesen Tag war es halbwegs trocken angekündigt. Vielleicht ginge da ja doch noch eine der Supertouren der Insel?
Als ich in der Früh vom Balkon den Himmel betrachtete, sah ich Sterne. Wie ausgemacht machte ich also Frühstück (bei Regen wäre ich erst mal wieder schlafen gegangen). Als es aber langsam hell wurde, war von Sternen nichts mehr zu sehen. Stattdessen hingen die üblichen dicken schwarzen Wolken über Santa Cruz. Weil wir aber schon aufbruchbereit waren und weil es im Norden tatsächlich heller aussah (Hoffnung und so!), fuhren wir erst mal los.
Zwar gab es zwischendurch mal einen kleinen Schauer, aber als wir in Los Tilos ankamen, war es tatsächlich hell über uns. Zudem hatte es die letzten Tage ja nie viel geregnet (wenn auch beständig immer wieder), also dachten wir, wir könnten die Barranco-Wand riskieren (wieder Hoffnung und so, denn “Nicht nach Regenfällen!”, steht im Führer). Allerdings starteten wir vorsichtshalber in entgegengesetzter Richtung, um den potentiell gefährlichsten Teil der Runde am Anfang zu haben.
Zunächst läuft man eine gute Stunde auf einer Forststraße in den Barranco hinein. Die Wände sind steil und der Barranco ist feucht und sehr sehr urwaldig und düster. Wo der Pfad zu den Marcos y Cordero Quellen über eine kleine Holzbrücke über den tiefen Barranco-Grund abzweigt, steht geradeaus ein Gesperrt-Schild. Dort gingen wir hin.
Der alte Kanalarbeiterweg führt zunächst breit und deutlich bis zu einer Material-Seilbahn. Den Abzweig des kleinen steilen Pfades übersieht man leicht, wir fanden ihn aber nach nur kurzer Suche und stiegen dann die Barranco-Wand hinauf.
Der Pfad ist schmal, steil, teilweise verfallen und erfordert auch bei idealen Verhältnissen geübte Bergsteiger. Jetzt war es aber zudem feucht und rutschig und diese vulkanische Asche-Lava-Irgendwas-Mischung der Insel ist feucht arg instabil. Das wurde uns ziemlich bald deutlich vor Augen geführt, als es plötzlich irgendwo im Barranco Steinschlag hatte. Das Gepolter einiger großer Felsen hallte lang und ungut im Barranco nach (ich dachte noch: ‘Oh, gut, immerhin kein Schrei.’).
Da waren wir grad mitten im steilen rutschigen unteren Drittel der Barranco-Wand und wurschtelten uns durch einen Erdrutsch. Ja, genau das, was man sowo unbedingt hören will! Zum Umdrehen war es da aber schon zu spät, die Wand legte sich vor uns etwas zurück. Irgendwo im Aufstieg kommt man auf eine Wasserleitung und wir hatten den ersten wirklichen Ausblick in den Barranco. Mit Sonne, das war wirklich großartig!
Nach dem restlichen Aufstieg, immer noch steil, aber lang nicht mehr so ausgesetzt und rutschig kamen wir an der Casa del Aqua an und machten erst mal Pause. Die Sonne hatte leider schon wieder Wolken und Nebel weichen müssen. Aber ab der Casa ist der Weg ungefährlich und selbst Regen wäre uns egal gewesen. Allerdings war es sehr schade, so wenig zu sehen.
Wir spazierten bequem auf der Wasserleitung durch viele Tunnels dem Barranco-Ende entgegen. Hin und wieder öffnete sich der Nebel kurz und wir erhaschten einen Blick auf den tiefen zerrissenen Barranco, das war großartig. Der Wasserleitungsspaziergang war aber auch so prima, mitten im Nebel, der der Umgebung einen mystischen, anderweltlichen Eindruck verlieh. Dazu trug auch der zweite Steinschlag, dessen Echo nebelgedämpft von irgendwo aus dem Barranco zu uns hinauf klang, bei (Gut, dass wir aus der Wand raus waren!).
Als die Tunnel feuchter wurden, war uns klar, dass wir uns dem Talschluß näherten. Bald würde es richtig nass werden! Wir rüsteten mit Regenzeug auf und duckten uns in die letzten Tunnel (die Tunnel im Talschluß sind viel niedriger als die weiter draußen).
Wasser schoss über den Weg und regnete von überall auf uns herab. Fotografieren und Filmen erforderte vollen Körpereinsatz, weil man sich quasi um die Kamera wickeln musste, um sie zu schützen. Zu allem Überfluss kam uns mitten in den Tunnels auch noch eine große geführte Truppe entgegen. Aber, hach, das war toll da drin! Wenn auch arg nass ;-)
Als wir im Talschluss aus dem Tunnel kamen, bescherte uns die Sonne einen kurzen Lichtblick. Das Wasser der Cordero Quellen schießt in der steilen Wasserleitung an der Treppe zu den Marcos Quellen hinab. Oben läuft es einfach in vielen kleinen breiten und schmalen Wasserfällen direkt aus der Barranco-Wand heraus. Wir gingen durch den letzten Tunnel weiter zu den Marcos Quellen. Die sind vergleichsweise langweilig, aber auch dort läuft das Wasser einfach aus der Barranco-Wand heraus.
An den Marcos Quellen beginnt der Abstieg und der ist lang. Viel länger als der Aufstieg, denn da hatten wir ja den Direkt-Anstieg über die Barrancowand und den geraden Weg entlang der Wasserleitung genommen.
Der Abstieg zog sich dann auch ziemlich hin und bis wir das Brückchen erreichten, an dem wir abgebogen waren, wurde es in dem engen Barranco schon langsam dunkel. Auf der Forststraße legten wir eine kleine Pause ein, damit ich kurz ‘schräg links’ in die Büsche verschwinden konnte. Und etwa 50 Meter vor uns polterte ein großer Felsen über die Forststraße!
Den restlichen Rückweg war uns dann nicht mehr wohl, aber wir erreichten das Auto ohne weitere Zwischenfälle. Trotzdem unterstrich der Vorfall nochmal sehr deutlich, dass wir ganz schön Glück gehabt hatten mit dieser abenteuerlichen Runde.


Auf verbotenem Weg


Es geht steil (und glatt) die Barrancowand hinauf


Gelegentlich unterbrochen von kleineren Hindernissen


Kurzes Zwischenspiel im Steilaufstieg: Sonne auf der Wasserleitung


Auf dem Weg zu den Quellen entlang der Wasserleitung im Nebel


Immer wieder geht es durch Tunnel. Erst sind sie hoch und trocken ...


... dann nass und niedrig :-)


Aufstieg entlang der Cordero-Quellen


Abstieg

Freitag, 11.11.2016: Volcan Tajuya
Wieder regnete es in der Früh. Aber eine letzte Wanderung wollten wir doch noch machen und suchten eine kurze Tour eher im Süden aus.
Bis zum Tunnel durch die Cumbre regnete es heftig, bei Los Llanos nieselte es dann nur mehr und beim Start oberhalb von Jedey war es trocken. Und dann kam sogar die Sonne raus! :-)
Der Aufstieg zum Tajuya ist ziemlich beschwerlich, weil man ständig in Asche bergan steigen muss. Also einen Schritt hoch, einen halben zurück. Aber die Runde war unerwartet schön, denn der Tajuya (für den es mindestens 3 ‘Gipfel’ in der Karte hat), ist sehr vulkanisch, mit Lava-Spalten, Asche, roten Felsen und natürlich den allgegegenwärtigen Kiefern, von denen glücklicherweise nur einige wenige verbrannt waren.
Im Abstieg quert man eine beeindruckende tiefe Lavaspalte und steigt dann auf einer sehr kurvigen Forststraße ab. Weil ich Abstieg nicht mag und Forststraßen verabscheue, kürzten wir ein paar Mal direkt in der Vulkanasche ab. Das war zwar schön einfach, aber wir schaufelten uns so mehrfach die Schuhe voller Sand ;-)
Alles in allem war das eine schöne Abschlußrunde und es war sogar durchgehend trocken!


Aufstieg in Sonne


Alte Vulkanschlote am Volkan Tajuya


Lavaspalte


Abstieg erst in Sonne ...


... dann unter Wolken

Samstag/Sonntag, 12./13.11.2016: Abreise
Morgens schauerte es gar schauerlich und der Wind frischte immer mehr auf. Und dann gab es sogar Gewitter. Aus diesem Grund wurde unser Flugzeug erst mal nach Teneriffa umgeleitet und startet mit insgesamt 1 1/2 Stunden Verspätung nach Madrid. Wo dann *alle* Anschlußflüge (mit uns saßen Leute, die nach Wien, Düsseldorf, Dortmund, Frankfurt, Berlin, Zürich, Basel und natürlich nach München wollten, im Flugzeug) weg waren.
Iberia musste deswegen mindestens 3/4 der Passagiere in ein Hotel schicken, uns natürlich auch. Das Hotel war schön und man gab auch auch Mühe, den vielen unerwarteten Gästen auch noch ein Abendessen zu servieren (daß ich die gräßliche Gorgonzola-Soße für Sahne-Soße hielt und die Spaghetti deswegen beinahe wieder ausgespuckt hätte, kann man dem Hotel ja nicht vorwerfen und das Frühstück war dann wirklich prima), aber unser Flug ging erst am Sonntag Nachmittag. Damit war der Sonntag natürlich weg.
Zudem war es eine sehr schlechte Idee gewesen, die Heizung im Häuschen komplett abzuschalten, denn die letzte Woche war wirklich kalt gewesen. Wir hatten 9 Grad im Wohnzimmer, als wir heim kamen. Brrrr!


Wildes Meer und wildes Wetter


Endlich ist unser Flieger da und wir sitzen drin


Im Hotel in Madrid

Von engel am 25.12.2016 18:26 • diaryurlauboutdoorberg

La Palma - Teil V

Sonntag, Dezember 25, 2016

Dienstag, 08.11.2016: Südinselerkundung
Für diesen Tag war die Vorhersage eher mau gewesen und der Tag begrüßte uns denn auch mit Regenschauern und schönen Regenbögen über Santa Cruz. Weil die Flucht in den Süden ja schon mal geklappt hatte, hofften wir auf Wetterglück auf einem der südlichen Vulkane.
Die Beschreibung der Anfahrt zum Rastplatz Fuente de los Roques hatte uns zwar schon darauf vorbereitet, dass es sich um eine unbefestigte Piste handelte, aber der Anfang der Piste bestand aus zwei schmalen steilen betonierten Reifen-Fahrspuren, die uns im Fall von Gegenverkehr größte Probleme bereitet hätten. Wir wagten es trotzdem und alles ging gut. Die nächsten 5 Kilometer waren wie beschrieben unbefestigt, ließen sich aber meist gut fahren.
Das Wetter dagegen mochte nicht mitspielen. Nebel, Wind und als wir am Rastplatz ausstiegen dann auch noch Regen. Wir gingen in uns und hatten dann einfach keine Lust auf kalt und Nebel und Regen. Irgendwo auf dieser Insel musste es doch wenigstens einen trockenen Fleck geben.
Als erstes fuhren wir zum Leuchtturm an der Südspitze runter und - Voilá! - fanden tatsächlich Sonne. Da unten sind Salinen und man kann sie besichtigen. Außerdem hat es natürlich schwarze Lavafelsen und Meer, zusammen mit dem Wind und dem entsprechend wilden Meer ergab das einen netten kleinen Spaziergang.
Dann wollten wir einen Strand suchen, zum Sonnenbaden und Meerbaden und ähnlich Dekadentem. Der erste Strand, der an den Windrädern an der Südspitze, ist zwar wunderschön zwischen Felsen gelegen und nett und klein, aber das Meer brandete wüst zwischen den Felsen an den Strand. Das war uns zu gefährlich.
An der Südwestküstenstraße fanden wir kurz hinter dem Leuchtturm einen kleinen etwas abgelegenen Sandstrand, der einigermaßen geschützt lag. Dort legten wir uns in die Sonne und ich ging sogar 2 Mal schwimmen. Naja, ins Wasser halt :-)
Auf dem Rückweg fanden wir dann zwischen den Bananenplantagen noch eine nette Bar, wo wir einkehren und in der Sonne sitzen konnten. Oben über den Vulkanen hingen die ganze dicke dunkle Wolken und zurück in Los Cancajos schauerte es immer wieder. Alles richtig gemacht!


Regen am Rastplatz


Die Salinen am Leuchtturm


Wüste Wellen


‘Unser’ Strand


Balkonblick in Los Cancajos

Mittwoch, 09.11.2016: Volcan San Martin
Das Wetter sah zwar nicht wesentlich besser aus als am Vortag, aber wir wagten einen weiteren Versuch am San Martin. Diesmal war es zwar kühl und windig am Rastplatz Fuente de los Roques, aber es war immer hin trocken. Wir marschierten also los und wurden bald mit etwas Sonne belohnt, die die teils verbrannten und teils nicht verbrannten Kiefern an der Ruta de los Volcanoes (die wir entgegen der üblichen Richtung gingen) in sehr fotogenes Licht tauchte. Den San Martin sahen wir schon bald und er sah sehr schön vulkanisch aus. Allerdings wurde das Wetter umso schlechter je näher wir kamen und als wir am Fuß des letzten Aschekegels standen, fing es an zu regnen. Sturm hatte es eh schon die ganze Zeit gehabt.
Wir packten uns also in geeignete Kleidung und stapften weiter, denn so nah vor dem Ziel wollten wir nicht umdrehen. Aber der Aufstieg wurde praktisch mit jedem Meter, den wir dem Gipfel näher kamen, beschwerlicher. Am Gipfelgrat mussten wir uns dann regelrecht gegen den Sturm stemmen. Den Abstecher zur Lavahöhle auf der Rückseite schenkten wir uns, aber die Gipfel-Überschreitung, die gönnten wir uns trotzdem. Es war nicht ganz schlimm wie am Cerro Toco in Chile (wo ich ja nur noch im Windschatten des besten Allgäuers von Allen vorwärts gekommen war), aber man musste schon aufpassen, nicht umgeblasen zu werden. Oben war die Sicht großartig: Wolken in Nebel.
Dafür war der Abstieg wirklich prima: Abfahren in loser Vulkanasche, das macht Spaß! Am Fuß des oberen Kegels hatte es sogar ein wenig Sonne und weil der Regen inzwischen wieder aufgehört hatte, konnten wir da schön Pause machen.
Auf dem weiteren Abstieg die windabgewandete Seite nach Westen runter kam die Sonne immer mehr heraus (der Gipfel blieb in Wolken) und es wurde richtig schön warm. Zumindest so lange, bis wir um den Berg herum auf die Ostseite zum Auto zurück mussten. Da war dann wieder Nebel und Wind.
Wir zogen die richtigen Schlüsse und fuhren zur Südspitze ans Meer und kehrten wieder in der netten Bar zwischen den Bananenfeldern ein. ‘Papas Locos’ zu bestellen war dann aber nicht die beste Idee (viel zu viel und die Pommes wurden wegen der vielen Soße umgehend matschig). Aber es war warm und hatte Sonne! Zurück in Los Cancajos war es natürlich wieder bewölkt und regnerisch.


Start am Rastplatz


Vulkanasche und Lavaspalte am San Martin


San Martin Gipfelfreuden


Sonne im Abstieg


Wellen

Von engel am 25.12.2016 16:45 • diaryurlauboutdoorberg

La Palma - Teil IV

Mittwoch, Dezember 07, 2016

Samstag, 05.11.2016: Von La Zarza nach Don Pedro
Das Wetter sah schon wieder recht zweifelhaft aus, deswegen wollten wir wieder etwas eher an der Küste als im Inselinneren machen. Im Süden waren wir ja grad deswegen wandten wir uns nach Norden und fuhren den wirklich langen und außerordentlich kurvigen Weg bis nach La Zarza.
Von dort geht es durch einen wüsten Urwald-Barranco hinab nach Don Pedro. Wir starten bei Wolken (aber ohne Regen) in den Barranco. Der ist tief und dunkel und beeindruckend und hat mehrere kesselartige Einschnitte, durch die sich der Weg sehr interessant durchschlängelt.
Als wir nach etwa einem Drittel des Abstiegs aus dem Barranco heraus traten, standen wir ganz unerwartet in schönster Sonne und es war angenehm warm. Nach einer Pause, in der wir unter anderem die langen Hosen gegen Kurze tauschten, stiegen wir über einen netten Weg, der immer wieder die Teerstraße kreuzte hinab nach Don Pedro. Wir hatten auf eine Bar gehofft, aber das Dorf bestand nur aus ein paar leeren Häusern.
Auch wenn wir gerade in schönster Sonne standen, draußen auf dem Meer war Unwetter. Wir hofften darauf, dass der Wind günstig zu stehen schien und dass das Wetter da draußen bleiben würde. Auf der Querung hinüber zur Aufstiegsroute wurde aber bald klar, dass diese Hoffnung vergeblich sein würde. Gerade als wir die Abzweigung zurück nach La Zarza erreichten, fing es an zu tröpfeln und der Wind frischte auf.
Wir bewaffneten uns mit Schirmen und waren froh, bald in den Lorbeer- und Heidewald zu kommen. Der Wind wurde nämlich ganz entschieden zu stark für Schirme. Der Wald hielt Wind und Regen erst mal weitgehend ab. Wie stark das Unwetter über uns tatsächlich war, wurde uns erst klar, als Sturzbäche aus schlammigem Wasser über den Weg hinab schossen. Zudem wurde es empfindlich kalt.
Wir rüsteten mit Regenkleidung auf, behielten die Schirme aber weiterhin. Überall, wo wir den Schutz des Waldes auch nur ansatzweise verließen, mussten wir die Schirme aber zusammenklappen.
Wo der Weg steiler und schmaler war, schoss uns das Wasser mit Karacho über die Schuhe, so dass ich mit meinen niedrigen Schuhen bald ziemlich nasse Füsse hatte. Später liess die Intensität des Regens etwas nach, aber nach den anderthalb Stunden Aufstieg im Unwetter waren wir gründlich durchnässt. So ein trockenes heizbares Auto bekommt da einen ganz neuen Stellenwert :-)
Für dem Rückweg nahmen wir die andere Richtung (was zu einer kompletten Inselnorden-Umrundung führte), was aber auch nicht kürzer dauerte und genausoviele Kurven bedeutete. Wir fanden allerdings ein sehr nettes Restaurant, in dem wir eine Kleinigkeit essen und die inzwischen wieder zögerlich auftauchende Sonne geniessen konnten.


Im Urwald-Barranco von La Zarza


Blick in einen der Kessel


Pause und Umziehen in der Sonne


Don Pedro


Beim Aufstieg fängt es zu regnen an


Vollverpackt im Unwetter

Sonntag, 06.11.2016: Pico Nambroque
Die Wettervorhersage war günstig gewesen und der erste Blick aus dem Fenster in der Früh zeigte einen wolkenfreien Sternenhimmel. Das waren günstige Voraussetzungen für eine der Highlight-Touren, nämlich die Vulkanroute.
Wir waren fast die ersten, die am Refugio del Pilar parkten, brauchten aber lang genug zum Losgehen, dass noch zwei weitere Autos mit Wanderern (Deutsche, es gibt kaum andere Wanderer) auftauchten. Die gingen aber geradeaus auf dem offiziellen ‘Ruta de los Volcanes’ Weg weiter, als wir nach links zum Pico Birigoyo, dem ersten Vulkan, abbogen (der offizielle Weg lässt so gut wie alle Vulkangipfel aus). Ab da waren wir erst mal allein.
Vom Birigoyo aus konnten wir schon die dicke Wolkenrolle über die Cumbre schwappen sehen, aber um uns herum war noch schönstes Wetter. Wir spazierten in schönem Auf- und Ab über die nächsten Vulkane (Montana La Barquita, Montana Los Charcos) und machten am Charcos-Südgipfel eine kurze Pause. Die Wolken hatten sich seit dem Birigoyo immer weiter gehoben und nun sassen wir im Nebel. Sehr schade, aber immerhin war es trocken.
Von unserem Platz aus konnten wir gut die ‘Ruta de los Volcanoes’ sehen, die inzwischen gut besucht war. Wir gingen weiter und reihten uns in die Schlange ein (ganz so schlimm war es natürlich nicht, aber nachdem wir nun tagelang immer allein unterwegs gewesen waren, fühlte es sich ein bisserl so an).
Das tiefe schwarze ‘Loch’ Hoyo Negro war so beeindruckend wie vor 10 Jahren, aber wegen des Nebels war es kaum adäquat zu fotografieren. Wir versuchten es natürlich trotzdem. Nach dem Hoyo Negro ist es nicht mehr weit bis zum Abzweig zum Pico Nambroque. Dort ließ der Betrieb deutlich nach und wir hatten sogar den Gipfel eine Weile für uns. Dann kam eine sehr quasselige Rentner-Truppe und wir flohen.
Zurück am Abzweig gingen wir noch ein Stück die Ruta weiter, bis wir an einem Aussichtspunkt den gigantischen Lavasee des San Juan und den Gipfel der Deseada sehen konnten. Dass das überhaupt möglich war, hatten wir einer kurzen Aufhellung zu verdanken, die uns sogar ein wenig Sonne schenkte, bevor wieder alles in Nebel versank.
Auf dem Rückweg bekamen wir sogar das Hoyo Negro nochmal richtig zu sehen. Die Freude daran wurde allerdings von der quasseligen Rentertruppe ein wenig getrübt, bei denen eine Frau ständig laut alles kommentierte und alle paar Minuten lautstark die himmlische Stille pries. (Ich muss zugeben, dass ich mich im Nachhinein ein wenig ärgere, das nicht ebenso laut kommentiert zu haben.) Wir gingen.
Auf dem Rückweg mit dem Auto direkt über die Cumbre statt durch den Tunnel gerieten wir in ein Unwetter, das uns zwang etwa 20km/h zu fahren, weil wir wegen Regen und Nebel kaum etwas sahen. Die Straße war aber eh so kurvig, dass wir auch mit Sicht kaum viel schneller hätten fahren können.


Am Pico Birigoyo, hinten die Caldera de Taburiente


Überschreitung der Montana La Barquita


Das Hoyo Negro


Gipfelspalt am Pico Nambroque


Der Lavasee vor der Deseada


Rückweg

Von engel am 07.12.2016 20:13 • diaryurlauboutdoorberg
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