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Piraten

Mittwoch, Mai 31, 2017

Nachts hatte es geregnet und die Luft war angenehm kühl. 18 Grad beim ins-Büro-Radeln, das ist genau richtig, um fast schwitzfrei im T-Shirt radeln zu können.

Am späten Nachmittag gönnte ich mir Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales. In 3D ehklar :-)
Die ganzen Karibik-Filme sind ja Klamauk vom Feinsten und ich habe mich im kühlen Kino ausgezeichnet amüsiert.

Abends wurde endlich die Grat-Kletter-Eissee-Badetour fertig. Jetzt muss ich nur noch die Bilder der Tour ‘richtig’ zusammenschmeissen, dann kommen sie auf die Dropbox (soviel Geduld muss halt auch der ungeduldige Neffe aufbringen ;-))

Von engel am 31.05.2017 22:00 • diary

Wir frühstückten gemütlich zu dritt und machten uns dann auf den Weg nach Reichenbach. Wir waren nicht wirklich früh, aber auch nicht wirklich spät dran, deswegen waren wir etwas geschockt, dass zeitgleich mit uns um die 20 Leute vom Parkplatz aus starteten. Der schöne Weg durch den Tobel war deswegen ziemlich nervig, da der beste Allgäuer von Allen und der Michi sich vom Herdentrieb anstecken ließen und in der Menschentraube den Tobelweg hinauf eilten. Ich bin eh langsam und hetzen lasse ich mich schon gar nicht (am Ende vertappe ich mein Knie) dem Auflauf weglaufen ging also nicht.

Am oberen Ende des Tobel verlief sich die Menge glücklicherweise und wir konnten in relativer Ruhe zum Gaisalpsee aufsteigen. Natürlich hatte es Leute, aber der Betrieb war deutlich normaler als im Tobel! Michi und Ralle waren noch immer schneller als ich, aber das ist ja nichts Neues. Außerdem ist der ‘kleine’ Neffe inzwischen auch größer als ich und so als Zwerg unter Riesen (naja) darf man auch ein wenig hinterher hängen.

Am Gaisalpsee machten wir eine kleine Pause, dann ging es weiter bis zum ersten Gipfel. Der war natürlich voll, weil man ja auch von der anderen Seite aus hochlaufen kann. Wir suchten uns ein leicht abseits gelegenes Plätzchen und machten eine gemütliche ausgedehnte Gipfelpause.

Der Weiterweg entlang des Grats war bis zur Abzweigung zur Seealpe weiterhin voll, dann ließ der Betrieb ein wenig nach (allein waren wir natürlich trotzdem nicht). Zum nächsten Gipfel führt ein Mini-Klettersteig mit einem kurzen Stück Drahtseil und einer schmalen abdrängenden Leiter. Wir waren überzeugt, dass das Ding überhaupt kein Problem für den Michi sein würde und so war es auch.

Am Gipfel versorgten wir die Anwesenden, die anhand einer Karte versuchten, die Berge der Umgebung zu identifizieren mit passenden Informationen, was sehr erfreut aufgenommen wurde. Als wir dann weiter gingen, war das scheinbar das Signal, dass nun die Experten weitergehen und alle folgten uns ;-)

Der Michi meisterte auch den steilen gerölligen Abstieg (mit einem Verhauer und deswegen mit einem kleinen Stück freier Kletterei) problemlos und so waren wir bald auf dem Sattel mit dem Schneefeld das zum oberen Gaisalpsee hinab führt. Das sah wirklich gut aus, aber vorher stand noch der dritte Gipfel auf dem Plan.

Das ist nur noch ein grasiger Mugel, aber immerhin die höchste Erhebung in der Grat-Umrundung. Da gab es dann noch einen wohlverdienten Gipfel-Enzian, dann gingen wir zurück zum Sattel mit dem Schneefeld. Das sah einfach zuuu einladend aus.

Leider war der Schnee für ‘richtiges’ Abfahren auf den Schuhen zu weich, aber es ließ sich immerhin sehr bequem absteigen. Der Ralle versuchte das Abfahr-Problem mit Tüten über den Schuhen zu lösen und das ging sogar recht gut. Der Michi hüpfte einfach in großen Sprüngen das Schneefeld runter. Die Schuhe voller Schnee hatten wir am Ende alle ;-)

Der beste Allgäuer von Allen hatte ein Bad im Gaisalpsee geplant (Brrr!). Eigentlich ja im größeren unteren See, aber nun waren wir am oberen See, rundrum lag Schnee, der See selbst war noch zu 2/3 mit Schnee und Eis bedeckt und was liegt da dann näher als in eben diesem See baden gehen zu wollen (Brrrrrrrrrrrrrr!)? Eben!

Der Mann kramte also Handtuch und Badehose aus dem Rucksack und ging ins Wasser. Und das nicht mal wirklich kurz, sondern so um die 5 Minuten! Ich hatte das Baden in einem kalten Bergsee ja schon zuhause verweigert und auch der Michi hatte da nicht sehr überzeugt geschaut. Jetzt wollte er aber wenigstens mit den Füssen hinein. Und dann ging er einfach bis zum Hintern hinein (weil ungeplant, direkt mitsamt seinen Klamotten), quiekt ein wenig vor sich hin und tauchte dann mit Heldengebrüll bis zum Hals hinein. Und dann sauste er ganz schnell wieder raus :-)

Glücklicherweise fand sich dann noch eine trockene kurze Hose in meinem Rucksack, sonst hätten wir den Neffen wohl mit einer Blasenentzündung daheim abgeliefert. Nachdem alle wieder trocken waren (bis auf die Schuhe, die waren und blieben wegen dem Schnee alle nass), stiegen wir zum unteren See ab (der beste Allgäuer ging auch da nochmal schwimmen - ‘Badewanne’ stellte er fest). Danach stiegen wir bis zu den Alpen ab und kehrten in der Richteralpe auf Kaffee und Kuchen ein (leider nur solala).

Während wir Alten (*seufz*) nach der Bergtour gemütlich zum Essen gingen und uns dann auf dem Sofa erholten, ging der Neffe dann auch noch aufs Stadtfest und kam erst um 3 ins Bett. Uff!


Start im Tobel


Auf dem Weg zum unteren See


Oberhalb des unteren Sees dann schon Schnee


Erster Gipfel


Klettern vor Kulisse


Die Leiter


Abstiegsverhauer mit freiem Klettern


Am höchsten Punkt


Vergebliche Abfahrversuche


Fröhliches zu-Tal-Gehüpfe


Der Plastiktüten-Abfahrer


Eissee-Bader #1


Eissee-Bader #2


Abstieg

Von engel am 31.05.2017 20:35 • outdoorberg

Flößerfilm

Dienstag, Mai 30, 2017

Vormittags der erste Besuch bei der neuen Gynäkologin. Ich bin sehr zufrieden. Die Praxis-Organisation ist prima, ich hatte grad mal 10 Minuten Wartezeit. Die Gyn selbst macht einen kompetenten Eindruck (alle Fragen wurden ausführlich beantwortet, sie hatte auch einen guten Alternativ-Vorschlag zu dem was ich mir ergoogelt hatte, den ich jetzt mal ausprobieren werde) und ich finde sie nett. So soll das!

Kurz vor Mittags durch die Stadt radeln war dann reichlich erhitzend. Ich freute mich sehr an der Klimaanlage im Büro, die nicht so kalt ist, dass man verschwitzt das Frieren anfängt, aber doch kühl genug, dass man zurück auf Normal-Temperatur kommen kann.

Abends Kino. Fahr ma obi am Wasser, eine Dokumentation über die Flößerei an Loisach und Isar, mit Geschichte, alten Bildern, Aufnahmen, Filmen, Interviews und allem was dazu gehört. Absolut super! Ich wünschte, jemand würde so einen Film über den Lech und die Iller machen.

Von engel am 30.05.2017 20:56 • diary

Planung

Montag, Mai 29, 2017

Ich wachte in der Früh eine halbe Stunde vor dem Wecker auf und fuhr deswegen bereits vor 4 Uhr nach München. Die halbe Stunde früher merkt man schon deutlich am Verkehr (vor allem am Mittleren Ring natürlich).

Nach einem ausgiebigen Frühstück (viel Kaffee!) radelte ich ins Büro, wobei es mir in der dünnen Jacke schon bald zu warm war. Da anderswo der Donnerstag ja kein Feiertag gewesen war und manche Leute solche Brückentage auch gern zum ungestört Arbeiten nutzen, war ich bis zum frühen Nachmittag vollauf damit beschäftigt, die beiden freien Tage nachzuarbeiten. So viel ist sonst eher nach 2 Wochen Abwesenheit los.

Nachmittags kam die erhoffte Mail vom besten Allgäuer von Allen: Der Urlaubs-Antrag ist genehmigt! (meiner auch :-))
Ich verwarf den geplanten Abend-Sport (nach 4 Tagen Aktivität kann man schon mal pausen), um den geplanten Urlaub weiter festzurren zu können.

Das Angebot der Agentur war am Freitag gekommen und beinhaltet ziemlich genau das, was wir uns vorgestellt hatten. Die Agentur hat meinen Vorschlag zum Verlauf der Reise-Ergänzung allerdings ein wenig entzerrt (vermutlich weise). Momentan hoffe ich, dass sich noch Flüge finden, mit denen wir nach 4 Wochen am Samstag zurück kommen können. Eine Rückkehr am Sonntag wäre schon arg anstrengend und wenn da dann was schief geht (siehe La Palma Rückflug) kostet das dann gleich nochmal einen unserer raren Urlaubstage.
Schaumermal. Ich habe jetzt auch die Flugbuchung in Auftrag gegeben, wenn schon Agentur, dann auch gleich komplett.

Ein kleiner Lichtblick in der verfahrenen Situation. Vielleicht schaffen wir ja doch noch Kommunikation. Würde mich freuen.

Von engel am 29.05.2017 22:00 • diary

Bike&Hike-Start

Freitag, Mai 26, 2017

Aus Gründen sollte die Bergsaison ja immer mit Bike&Hike anfangen. Da aber ja doch noch ziemlich viel Schnee liegt, war die Auswahl recht eingeschränkt, zumal an diesem Wochenende sicherlich sehr viel los sein würde. Die Wahl fiel auf das nette Bik&Hike Ziel mit den Ketten im Gipfelaufbau.

Seitdem ich mit dem Ghost so glücklich bin, muss das arme Rock Mountain ein gelangweiltes Garagen-Dasein fristen. Aber das Ghost ist so viel bequemer und fährt sich so viel leichter, dass ich mich auch bei den Bike&Hike Touren nicht dazu entschließen kann, das Rocky zu nehmen. Wir nahmen stattdessen zwei ordentliche Schlösser mit.

Als wir unten an der Bahn starteten, war es noch ziemlich kühl. Vor allem der Wind war frisch. Aber 700 Höhenmeter bergauf machen dann schon warm :-) In der Nordrinne unseres Ziels lag noch haufenweise Schnee (Plan: nächstes Jahr da unbedingt mal runter fahren), aber wir wollten ja südseitig aufsteigen.

Am Sattel parkten wir die Bikes und gingen zu Fuß weiter. Bis unter den Gipfel gab es kaum Schneeberührung, aber im steilen Hang unter dem Gipfel, der so ein kleines Bisserl sonnenabgewandt liegt, hatte es dann doch Schnee. Natürlich schaufelten wir uns da dann erst mal Schnee in die niedrigen Schuhe ...

Am Gipfel waren wir nur kurz allein, dann kamen schon die nächsten Nachgänger. Überhaupt war ungewöhnlich viel los an diesem sonst doch recht einsamen Gipfel.

Im Abstieg schaffte ich glatt 20 Meter Abfahren (mit nochmal Schnee in den Schuhen), der Rest musste dann ganz normal zu Fuß zurück gelegt werden. Die Abfahrt unterbrachen wir an der Edenalpe, wo es inzwischen wieder ganz ausgezeichneten Kuchen gibt :-)

Abends wurde der kleinste Neffe am Bahnhof abgeholt und wir läuteten die Grillsaison ein :-)


Hochradeln (vor der schneereichen Nordrinne)


Zu Fuß aufsteigen


Über den Ketten


Abfahrt

Von engel am 26.05.2017 21:59 • diaryoutdoorbergmtb

Brotzeitstüble

Donnerstag, Mai 25, 2017

Das lange Wochenende fing am Donnerstag noch recht trüb und kühl an. Ich warf 2 Ladungen Wäsche in die Maschine (nacheinander :-)), bereitete den Dachboden für Neffenbesuch vor und erledigte noch dringlichen Orgakram (Bremsbeläge für das Ghost-Bike bestellen, beispielsweise). Danach hätte ich problemlos den restlichen Nachmittag am Computer verdaddelt, aber es klarte langsam auf und der beste Allgäuer von Allen drängte raus.

So starteten wir um 3 Uhr noch zum Brotzeitstüble. Natürlich über den Waldtrail :-) An der alten Säge standen richtig alte Oldtimer, die herrlich nach alten Maschinen rochen. Ich fühlte mich umgehend an die Besuche im Deutschen Museum mit dem Opa erinnert, wo die Maschinen auch immer so rochen :-)

Im Brotzeitstüble gab es himmlische Mandeltorte mit Mandarinen. Soooo gut!


Wald-Trail


Buntspecht


Der große Oldtimer


der ‘kleine’ Oldtimer


Auf dem Rückweg wird es schon kühl

Von engel am 25.05.2017 22:00 • outdoormtb

Faul sein

Mittwoch, Mai 24, 2017

Ich verließ das Büro am mittelspäten Nachmittag (halb Vier), um Embrace anzuschauen. Der Film gefiel mir sehr gut, auch wenn ich die Probleme, die die Frauen im Film mit sich haben, wirklich nur am Rande nachvollziehen kann. Ob man das Machwerk jetzt als Dokumentation bezeichnen kann, bezweifele ich ein wenig, aber dass der Film es verdient hat, so böse verrissen zu werden wie in der ‘Zeit’, bezweifle ich auch.

Nach dem Kino hatte ich eigentlich zum Schwimmen gehen wollen, aber irgendwie fehlte mir die rechte Lust darauf, auch weil es daheim einiges an Arbeit gab. Ich ließ das Michaelibad sausen und fuhr stattdessen an der Tankstelle mit den Waschboxen vorbei. Rad waschen war sehr, sehr nötig.

Danach dann ein wenig Arbeit, Erdbeeren, ein wenig Lesen und der vermutlich letzte Kontakt in einer komplett verfahrenen Situation. Das Ganze stimmt mich noch immer etwas traurig, aber wenn man nicht mal mehr kommunizieren kann, dann ist wohl alles zu spät und man muss dann doch mal den finalen Haken dahinter setzen.

Von engel am 24.05.2017 19:35 • diary

Durchschnaufen

Mittwoch, Mai 24, 2017

Das Bärlauch-Wäldchen auf dem Weg ins Büro duftet noch ein klitzekleines Bisschen, obwohl viele Blüten schon ganz verblüht warten. Ich schnaufte tiiief ein beim Durchradeln. Mit Bärlauch ist dann jetzt wohl Schluss für dieses Jahr.

Der Kinofilm des Tages war .... hochgradig seltsam. Les premiers les derniers So eine richtige Story hat der Film gar nicht, nur einige nebeneinander her laufende Erzählstränge, die sich immer wieder kreuzen. Ich weiß noch immer nicht was ich davon halten soll, aber der Film war auf jeden Fall interessant genug, um sich nicht zu langweilen ;-)

Von engel am 24.05.2017 19:32 • diary

Grosser Solstein

Sonntag, Mai 21, 2017

Weil Karsten Geburtstag hatte, begann der Tag mit einem Sektfrühstück. Nicht schlecht, aber ich hatte bis zum Gatterl lahme Beine ;-) Naja, könnte auch an den 1000 Bike-Höhenmetern vom Vortag gelegen haben.

Meines Knies wegen (vorsichtig gehen, nicht hetzen lassen) und weil wir eh einen komischen Rhythmus beim Laufen haben, gingen wir schon mal los, während sich die anderen noch sammelten. So waren wir quasi die Vorhut und der Ralle hatte das Vergnügen alles spuren zu dürfen. Das kommt aber erst noch.

Zunächst zeigte sich das Wetter freundlich. Es hingen noch viele Wolken rum, aber Sonne schaute schon immer wieder durch und wir erwarteten einen einigermaßen schönen Tag. Zunächst ging es wie am Vorabend zum Gatterl, wo wir dann auf den Höttinger Schützensteig abbogen. Das ist ein wirklich netter schmaler Steig, der durch Geröll, Latschen und Schrofen führt und gelegentlich ausgesetzt ist.

Im Steig war bald klar, dass wir unsere Hoffnung auf schönes Wetter in Nebel würden begraben können. Je höher wir kamen umso dichter wurden die Wolken. Von der Sonne sahen wir bald nichts mehr. Dafür sahen wir bald den ersten Schnee.

Nachdem wir die ersten beiden kleinen Schneefelder gequert hatten standen wir weiter oben im dichten Nebel vor einem recht großen, doch einigermaßen steilen Schneefeld das unten steiler wurde und in einem Abbruch endete. Die andere Seite des Schneefelds war kaum zu erkennen, aber das GPS meinte der Weg ginge da geradeaus drüber. Der beste Allgäuer von Allen spurte nach Gefühl und traf exakt auf die Steigspur auf der anderen Seite :-)

Auf einem Sattel machte der Nebel kurz auf und wir konnten einen Blick auf den Weiterweg erhaschen: Schneefelder. Und dann wurde es auch schon wieder duster. Der beste Allgäuer von Allen spurte auch die nächsten Schneefelder mit schlafwandlerischer Sicherheit und fand jeweils den Weg auf der anderen Seite wieder.

Nach dem letzten Schneefeld landeten wir auf einer Art steinigen Hochebene. Wir marschierten den vielen Steinmännern nach und kamen auf einem schneebedeckten Sattel an. Im Nebel. So ein GPS hat echt Vorteile :-)
Meinen inneren Kompass verdrehte es mir aber trotzdem und wären nicht die anderen mit dem Geltendorfer Führer hinter uns aufgetaucht, wären wir wohl erst mal Richtung Kleiner Solstein weiter gelaufen (ich bin aber fest überzeugt, dass wir das dann doch noch gemerkt hätten ;-)).

Mit Hilfe von Beda fanden wir also den Solsteinsattel und von dort über den schneebedeckten verwächteten Grat schließlich auch zum Großen Solstein. Die Sicht war großartig: weißer Schnee, weißer Nebel, ein schemenhaftes
Gipfelkreuz ;-)

Aber egal. Wir waren oben, dem Knie ging es gut und es war ein neuer Berg. Die Nachfolger-Truppe traf auch bald ein. Die teilten sich dann in Solsteinhaus-Absteiger und Wörgltal-Absteiger auf. Die Solsteinhaus-Gruppe ging bald. Wir auch, es war ganz schön frisch da oben!

Der Abstieg durchs Wörgltal ging erstaunlich gut. Das Schneefeld dort war zwar ziemlich steil, aber der Schnee war genau richtig, um mit festen Schritten sanft absteigen zu können. Unten wurde das Schneefeld steiler und lief in eine relativ enge Rinne hinein. Das war mir etwas unheimlich, also orientierten wir uns Richtung ‘richtiger’ Weg, aber das war keine besonders gute Idee. Das ganze Wörgltal besteht aus Geröll auf abfallenden Platten und ist bescheuert zu gehen. Da wären wir mal besser wie die anderen die steile Rinne im Schnee abgestiegen.

Nachdem wir aus dem Kar raus waren, wurde es unvermutet Sommer. Wir hatten Schnee und Wolken hinter uns gelassen und merkten nun, dass außerhalb der Gipfelregion sogar die Sonne schien! Die Sonne verließ uns allerdings mehr oder weniger, als wir uns an der Hütte an einen freien Tisch setzten um einen Kaiserschmarrn zu essen. Der hatte dann ein Ausmaß, dass die Portion locker auch für 4 Leute gereicht hätte. Aber er war gut. Nicht zu süß, nicht zu fett und gut gebraten.

Am Ende durften wir dann die 1000 Höhenmeter, die wir uns am Vortag hinauf gequält hatten, wieder abfahren. Wunderbar! (auch wenn mir am Ende die Hände vom Bremsen weh taten ;-))


Start mit Sonne an der Neuen Magdeburger Hütte


Im Höttinger Schützensteig


Schneefeldquerung


Irgendwo oben, wo es flach ist.


Der große Solstein. Aussicht und so :-)


Tiefblick das Wörgltal runter


Steile Schneestapferei


Und wieder: Sonne an der Neuen Magdeburger Hütte


Am Ende der langen Abfahrt

Von engel am 21.05.2017 22:00 • outdoorberg

Hütte

Samstag, Mai 20, 2017

Wir hatten bei der letzten Mitgliederversammlung der SAN beschlossen, uns mal nach der speziellen Unterstützung einer Hütte umzusehen und der rührige Vorstand hatte sich dann auch sehr schnell eine Hütte einer naheliegenden Sektion ausgeguckt, Treffen und Hüttenbegutachtung organisiert und dann die Unterstützung genau dieser Sektion und Hütte ausgemacht. Es lag nahe, die nächste Mitgliederversammlung dann auch dort abzuhalten, damit auch wir anderen mal einen Eindruck bekommen konnten.

So kam es, dass der beste Allgäuer und ich am Samstagvormittag in Zirl parkten und mit fettem Rucksack (in dem sich neben Hüttenzeug vor allem Regenzeug befand) gut 1000 Höhenmeter mit den Mountainbikes in Angriff nahmen. Von Zirl aus geht es erst mal sehr nett in langen Kehren an einer Steilwand entlang und führt dann in den Wald hinein. Und da bleibt man dann und sieht - Wald. Gelegentlich rattert unten ein Zug durch den Tunnel, das führt zu Rätselraten, bis man durch die Bäume einen kurzen Blick auf die Lok erhaschen kann. Erst geht es lang und steil geradeaus, dann nicht ganz so steil über 6 lange Kehren und dann wieder steil weiter geradeaus, und wenn man dann wirklich die Nase voll hat, kommt endlich die Neue Magdeburger Hütte. Zwischendurch regnete es mal mehr, mal weniger und es war abwechselnd kalt, weil Wind oder schwül, weil eben kein Wind aber Niesel. Ganz ehrlich: wir sind schon schönere Routen geradelt.
(Note to self: Der Weg von Hochzirl aus ist 300 Höhenmeter kürzer, nächstes Mal vielleicht ein wenig länger nach MTB-Routen suchen!)

Oben kamen wir etwa 5 Minuten zu spät zur Mitgliederversammlung. 3 Stunden waren halt doch etwas knapp kalkuliert. Die MV selbst war teils langweilig (Zahlen, *gähn*, aber naja, muss halt), teils schön (Bildchen der Touren des letzten Jahres), teils interessant (Ausblick auf exotische Ziele) und teils lustig (die Skitourenberichte). Ich kam natürlich auch dran (Maschinenraum) und das war vermutlich auch eher langweilig. Aber insgesamt: Das Positive überwog ganz deutlich und es war doch erstaunlich kurzweilig :-)

Danach wurden uns die Hütte und die im Wesentlichen verantwortlichen Leute (Hüttenwirt, Sektions-Menschen) vorgestellt und das war ein ausgesprochen kurzweiliger und sehr engagierter Vortrag. Man bekam mal so richtig mit, was es heißt, als Sektion eine Hütte zu haben und ich bin sehr froh, dass wir vor allem beschlossen haben, mit Geld auszuhelfen. Danach dann Zusammensitzen, Essen, ein Spaziergang und Bett.

Von engel am 20.05.2017 22:00 • outdoormtb
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