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Südamerika

Donnerstag, August 31, 2017

So, jetzt aber: der Urlaub.
Achtung, länglich :-)

An sich hatte ich mit ‘richtig’ Urlaub für dieses Jahr ja schon abgeschlossen, denn nach dem erfolgreichen Schienentest war ich ja fest entschlossen, mein Knie operieren zu lassen. Als da dann doch nichts draus wurde, war ich zwar irgendwie froh, aber halt auch einigermaßen niedergeschlagen, denn der kurze Anflug Hoffnung auf Besserung hatte sich ja unerwartet schnell wieder in Luft aufgelöst.

Der beste Allgäuer von Allen schlug dann vor, nochmal einen Versuch an hohen Bergen zu wagen, bevor wir entweder zu alt oder zu kaputt dafür sind und lieferte kurz drauf auch den perfekten Vorschlag: Kultur und Hohe Berge in Südamerika. 3 Vulkane - Chachani, 6075m, Ampato, 6288m, und Coropuna, 6425m - perfekt für Fußlahme wie mich (wenig Abstieg) und ein Traumziel - Machu Picchu - ist auch dabei.

Beim genaueren Betrachten der Reise und der Daten sprang mich an, dass kurz nach dem Ende der offiziellen Reise der dritte Oktober mit wenig Aufwand an Urlaubstagen leicht eine weitere Woche anzuhängen wäre. Wenn man eh schon weit weg ist, wäre es ja schade drum, diese Woche quasi zu verschenken.

Ich brauchte nicht lang, um eine Ergänzung zu Peru zu finden: 2 leichte 6000er in Bolivien - Acotango, 6040m, und Parinacota, 6348m - noch dazu welche, an denen wir schon gescheitert waren (Acotango: Zufahrt verschüttet, Parinacota: wegen Mulmigkeit abgebrochen). Mit Diamir, der Agentur, die die ursprüngliche Reise anbot, hatten wir ja schon sehr gute Erfahrungen in Afrika gemacht und eine individuelle Reise zusammengestellt bekommen, die sonst so eher nicht durchgeführt wird.

Und auch diesmal klappte das: Diamir machte aus meinem Bolivien-Vorschlag mit minimalen Änderungen eine individuelle Verlängerung für den besten Allgäuer von Allen und mich, die sowohl noch ein wenig mehr Kultur (La Paz), als auch Erholung (heiße Quellen :-)) und eben die beiden Vulkane beinhaltete und uns trotzdem am folgenden Samstag wieder nach Hause bringen würde. Wir ließen uns den Urlaub genehmigen und buchten.

Der einzige Teil der Reise, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, war, wie wir von Arequipa nach La Paz kommen würden. Diamir hatte eine Busfahrt vorgesehen und wollte Bescheid geben, sobald die Angebote der lokalen Agenturen da seien. Als ich Anfang August noch keine Informationen hatte und nachfragte, stellte sich heraus, dass der vorgesehene Bus seit diesem Jahr nicht mehr fährt und dass derzeit Alterativen recherchiert würden.

Weia!

Dass, sowas zentrales 6 Wochen vor der Reise noch nicht in trockenen Tüchern war, fand ich beunruhigend. Eigene Recherchen brachten mich nicht sehr weit, weil die englischen Seiten alle nur die Busfahrt vorschlugen und lobten.

Zum selben Zeitpunkt bekam ich auch mitgeteilt, dass der Ampato wohl ausfallen müsse, weil der Sabancaya - ein aktiver Vulkan direkt daneben - momentan ausbricht und Asche auf den Ampato spuckt oder spucken könnte. Man arbeite daran, einen Ersatzberg zu organisieren, es würde wohl der Chucura werden, der sei sehr schön mit vielfarbigem Gestein und so.

Nach dem Telefonat recherchierte ich erst mal. Ohja, der Sabancaya bricht gerade aus, und er ist wirklich nicht weit weg vom Ampato, der gerade die ganze Asche abbekommt. So ein Sabancaya-Ausbruch war auch der Grund warum man 1995 die Mumie des Inca-Mädchens Juanita gefunden hat. Ein recht aktuelles Bild vom Sabancaya sieht so aus:

Mit einem Vulkan mag man sich ja nun wirklich nicht anlegen, aber der Chucura als Ersatz? Grad mal 5260m hoch und nur 500 Höhenmeter von der Teerstraße entfernt? Der Allgäuer und ich fanden nicht, dass das ein wertiger Ersatz wäre, allerdings muss man zugeben, dass sich nicht allzuviele ‘wertige’ Ersatzberge in vertretbarer Nähe und Schwierigkeit finden ließen. Schon gar nicht ohne richtige Karte und Führer.

Ich recherchierte und las viel und landete schließlich beim Hualca Hualca. Immerhin auch ein 6000er, wenn auch nur ‘grad so’, und laut Internet und meinem Andenbuch problemlos besteigbar, aber immer noch reichlich nahe am Sabancaya. Ich nahm an, dass die Experten vor Ort ja wohl wissen müssten, ob die 12-Kilometer-Sperrzone bis zum Hualca Hualca und einer potentiellen Aufstiegsroute reicht und schlug Diamir diesen Vulkan als Ersatz vor.

Nach wenigen Tagen kam dann die erfreulichen Nachrichten, dass erstens der Transfer von Arequipa nach La Paz endlich in trockenen Tüchern sei (echt umständlich: erst mit dem Nachtbus nach Cuzco, dann mit dem Flieger nach La Paz) und dass zweitens ja, der Hualca Hualca mit etwas Aufpreis (da ist ein Marsch zum Hochlager erforderlich, man braucht also Träger und Tiere und was weiß ich) durchaus machbar sei. Allerdings müssten natürlich erst mal die anderen Reiseteilnehmer (aktueller Stand: 4 oder 5 andere) auch befragt werden und zustimmen. Ich hatte keinerlei Zweifel, dass die alle zustimmen würden und so war es auch. Yay! Ein Berg!

Und so sieht die Planung jetzt aus:

  • Mit der Bahn nach Frankfurt
  • Mit dem Flugzeug nach Madrid, dann nach Lima, dann nach Cuzco
  • Peruanische Kultur: Cuzco, allerlei Inka-Ruinen und Märkte, Machu Picchu, Titicacasee, schwimmende Inseln, Arequipa, allerlei spanisches Zeug wie Kirchen und Paläste. Und natürlich Geschichte zuhauf.
  • So weit ich das beurteilen, kann eine sehr sinnvolle Akklimatisation, die auch mir taugen dürfte
  • Peruanische Berge: Der Berg über Machu Picchu, ein Hügel am Titicacasee, Chachani, Hualca Hualca und Coropuna (Dass wir die alle schaffen, ist unwahrscheinlich. Da kann einem so viel in die Suppe spucken: Wetter, Akklimatisation, Kondition, Umstände. Aber immerhin 3 Chancen, da sollte doch irgendwas gehen.)
  • Dann mit dem Nachtbus (von Cruz del Sur) von Arequipa nach Cuzco und mit dem Flugzeug weiter nach La Paz
  • Bolivianische Kultur: La Paz, Sajama Nationalpark, Heiße Quellen
  • Bolivianische Berge: Acotango, Parinacota (Hier gilt natürlich auch: dass wir alle beide schaffen, ist ein wenig unwahrscheinlich, wieder wegen Wetter, Kondition und Umständen, aber einer sollte doch gehen.)
  • Heimflug von La Paz nach Lima, dann nach Madrid und Frankfurt
  • Mit der Bahn zurück ins Allgäu

Und dann etwa 10.000 Bilder sortieren :-)

Von engel am 31.08.2017 16:54 • diary

Samstag, 26.08.2017: Schutthaufen

Mittwoch, August 30, 2017

Wir wollten nochmal eine lange Tour machen. Der beste Allgäuer von Allen schlug einen wenig begangen Schutthaufen vor, bei dem wir die Räder aber nicht benötigen würden. 1500 Höhenmeter und kein Bike für den Abstieg? Mir war nicht ganz wohl, aber die Abstiegs-Muskeln müssen ja trainiert werden. Außerdem ist da als Zuckerl ein wenig Kraxelei dabei :-)

Wir stellten den Kangoo auf dem letzten freien Platz des kleinen oberen Parkplatzes in Hinterhornbach ab und gingen los. Unten, wo der Wald noch sehr steil und von der relativ neuen Forststraße zerpflügt ist (Forststraße! Note to self: beim nächsten Mal bis zur 4. Wegquerung radeln!), war es nass und kühl und teilweise unglaublich matschig. Als der Wald sich lichtete und das Gelände sich ein wenig zurück legte, wurde es glücklichweise trocken.

Bis zum Kaufbeurer Haus waren ein paar wenige Leute mit uns unterwegs, als wir dort aber vom Weg auf die Trittspuren und ins lose Geröll zu unserem Schutthaufen wechselten, waren wir allein unterwegs. Der nahezu weglose Aufstieg über den frischen losen Schotter bis unter die Felsen war ordentlich anstrengend.

An den Felsen, wo der markierte Weg an einem weithin sichtbaren Marterl (Kreuz) beginnt, setzten wir die Helme auf. Der ganze Berg ist so mit Schutt bedeckt, dass es auch mit größter Aufmerksamkeit kaum möglich ist, keine Steine zu schmeißen. Die beiden Herren, die uns etwa in der Mitte der ersten Rinne im Abstieg entgegen kamen, waren ein gutes Beispiel. Von den sauste uns einmal fast eine kleine Mure entgegen.

Der Aufstieg durch die Felsen führt anfangs links einer markanten Rinne auf einem schuttigen Rücken geradeaus empor, quert die Rinne ganz oben und führt dann über ein Bändersystem fast wie in der Brenta im Zickzack zum Gipfel. Von einem Band zum nächsten muss man klettern, dazwischen kann man laufen. Der Weg ist immer sehr gut markiert (wichtig vor allem im Abstieg), aber man muss natürlich trotzdem aufmerksam die roten Punkte suchen. Kleinere Versteiger sind nicht weiter schlimm, weil der Berg im Bereich des Weges nirgends übermäßig schwierig ist, aber wenn man den Weg wirklich verliert, hat man in dem Verhau von Rinnen, Bändern und Wänden vermutlich ein echtes Problem. Die ganze Flanke ist oben sehr unübersichtlich.

Wir trafen im Aufstieg (abgesehen von den beiden Absteigern) nur auf 3 Schneehühner und wähnten uns komplett allein. Aber am Gipfel waren dann doch zwei Männer. Die beiden waren aber gerade am Gehen und so konnten wir uns dann doch in schöner Einsamkeit niederlassen und die Sonne genießen. Es war arg diesig, der Blick in die Umgebung war deswegen nicht so schön wie er sein könnte, aber immerhin sahen wir bis zur Bretterspitze und zum Hochvogel gegenüber ;-)

Nach einer langen und gemütlichen Pause stiegen wir wieder ab. Das war auch nicht schwieriger als aufsteigen, aber man muss noch mehr auf den Weg, also auf die Markierungen, schauen. Der Weg durch die Wand hat ja einiges an Gehgelände, aber wegen der Kletterstellen zwischendurch (immerhin bis II) war ich ohne Stöcke unterwegs und das tat dem Knie gerade im unteren Teil mit dem vielen Geröll auf den abfallenden Platten nicht gut. Am Einstiegs-Marterl war ich sehr froh, wieder ‘richtig’, mit den Stöcken, absteigen zu dürfen.

Wobei der Anfang des ‘richtigen’ Abstiegs, der durch das steile lose Geröll, das den Aufstieg so anstrengend gemacht hatte, gar nicht so toll war, wie ich mir vorgestellt hatte. Das Geröll war einfach zu inhomogen, um ‘schön’ abfahren zu können, also musste man genau aufpassen, wohin man trat und allerlei Umwege machen, um von unfahrbarem Schotter wieder in fahrbares Geröll zu kommen. Schnell ging es trotzdem.

Am Kaufbeurer Haus versorgten wir uns mit frischem Wasser aus dem Brunnen und machten nochmal eine kurze Pause, bevor wir den restlichen Abstieg in Angriff nahmen. Da kann man nicht viel zu sagen: Abstieg halt und am Ende taten mir sowohl das Knie als auch die Füße ordentlich weh. Den Kaffee und Kuchen im Gasthaus Adler hatten wir uns dann wirklich verdient :-)

Abgesehen davon, dass noch am selben Tag das Knie ordentlich schmerzte, schwoll es nicht besonders an und war am nächsten Tag eigentlich wieder einsatzbereit. Gute Nachrichten, soviel und so schwierigen Abstieg wird es im Urlaub nicht geben :-)

Sonntag hatten wir radeln gehen wollen, aber nachdem es in der Früh (und den Tag über zwischendurch immer wieder mal) regnete, landeten wir bei Haushalt und Vorbereitungen und es gab Pfannkuchen auf der Terrasse und eine riesige Chili-Ernte :-)


Start in Hinterhornbach


Vorm Kaufbeurer Haus, das Ziel ist direkt dahinter


Anstrengender Aufstieg im Geröll


Im Fels-Durcheinander


In einer der Kletterstellen (ja, dahinter geht es weit runter)


Kritischer Blick auf den Weiterweg ...


... die Schlüsselstelle, gut gezeichnet.


Schneehuhn


Am kleinen Gipfelkreuz


Auf Abwegen: Auch im Abstieg muss man genau hinschauen


Tiefblick aufs Kaufbeurer Haus und Hinterhornbach


Auf dem Fünften Bänkle vorm Hochvogel


Kurz vor dem wohlverdienten Kaffee und Kuchen :-)

Von engel am 30.08.2017 19:40 • outdoorberg

Klettermittwoch

Mittwoch, August 30, 2017

Als ich aus der Wohnung ging, fing hinter mir gerade das Saugerle an, Bad und Küche zu reinigen. Ist echt besser, wenn der das allein und ohne mich erledigt :-)

Diesmal war der Mittwoch wieder ein Klettermittwoch. Ich war sehr früh im Büro und konnte meine geplanten 9 Stunden Arbeitszeit um Viertel vor Vier beenden. Nach momentanem Stand schaffe ich die Brückentage über Weihnachten mit Gleitzeit.

Klettern war wie erwartet prima. Ich schaffte sogar eine 7- vollständig (wenn auch mit Denkpause und Seil von oben) :-)

Meine Hände bekommen endlich langsam ordentlich Lederhaut und Schwielen. Nach 8 Routen schmerzen sie zwar immer noch, aber es wird mit jedem Mal Klettern besser und ich muss am Ende nicht bei jedem Griff innerlich jammern und weinen. Nach den 4 Wochen Urlaub werde ich aber wohl wieder von vorn anfangen müssen mit der Kletterhaut an den Händen.

Von engel am 30.08.2017 19:30 • diary

Genuss

Dienstag, August 29, 2017

Derzeit sagen mir die Temperaturen unglaublich zu. Beim Losradeln im T-Shirt ist es noch ein wenig fröstelig, aber das gibt sich bald und dann ist die Radlerei einfach nur angenehm und erfrischend.

Nachmittags fiel eine Weile lang die Standleitung nach Augsburg aus. Wenn das passiert, kann plötzlich überhaupt niemand mehr arbeiten. Lästig, vor allem, weil laufende Prozesse so einen Abbruch natürlich nicht abkönnen und so schnell auch mal ein größeres Stück Arbeit beim Teufel ist. Der Ausfall dauerte nicht mal eine halbe Stunde, aber es gab Gefluche allüberall.

Am späteren Nachmittag sah ich Ce qui nous lie im Theatiner. Mit Untertiteln, denn Französisch kann ich einfach nicht sehr gut. Wobei dieser Film leise genug ist, dass ich ab etwa der Mitte die Sprache fast beinahe direkt verstand ;-) Der Film ist schön und leise und sehr sehr Fransösisch und hat mir unheimlich gefallen, obwohl ich gerade mit Wein überhaupt nichts anfangen kann. Das macht aber ja nichts.

Vorher suchte ich mir noch ein Eiscafe und gönnte mir einen schweinsteuren Eisbecher. Naja, in der Nähe der Theatiner-Passage, wo die ganzen superreichen Araber(innen) rumhängen und es nur exklusive Geschäfte gibt, braucht man sich nicht wundern. Ich frage mich immer, wie sich das kleine Theatiner Theater da halten kann, ich hoffe aber es bleibt da noch lang!

Heimradeln in milden kühlen Temperaturen. Es war wunderbar.

Von engel am 29.08.2017 19:17 • diary

Rumgestinke

Montag, August 28, 2017

Seitdem ich die neue Bikehose enger genäht habe, kann ich damit auch laufen, wenn der Rucksack nicht geschlossen ist, Hat was :-)

Am Nachmittag sah ich Hampstead und auch wenn die Story angeblich nach der Geschichte eines echten Tramps erzählt wurde, ist sie sicherlich ganz furchtbar verklärt. Aber das macht nichts, sie ist trotzdem nett und nett anzusehen.

Auf dem Heimweg war viel los, sicherlich deswegen, weil ich relativ früh unterwegs war. Man kann in München auch mit dem Rad in Stau kommen ;-) Nunja, nach dem Kino hab ich’s nicht eilig, da stört das weniger. Störend sind eher die vielen Ladies, die alle unendliche Parfumfahnen hinter sich her ziehen. Irgendwann rutscht mir da mal eine unfreunldiche Bemerkung raus.

Diese Sache mit dem künstlichen Gestank, mit dem sich so viele umgeben, ist momentan auch deswegen so schlimm, weil irgendwo in der Umgebung jemand eingezogen ist, die (Vorurteil natürlich, aber das ist bestimmt eine Frau), die unheimlich auf Raumparfum zu stehen scheint. Zur Zeit, wo alle immer alles offen haben zieht jetzt immer eine Fahne undefinierbaren Kunstdufts zur Balkontür rein. BähBähBäh!

Das finde ich genauso schlimm wie den kettenrauchenden Nachbarn. Meh.
(Und ja, in München reine Luft zu erwarten, ist natürlich komplett unrealistisch.)

Von engel am 28.08.2017 17:49 • diary

Alles anders

Donnerstag, August 24, 2017

Zum Mittagessen beschlossen die Kollegen, zur alten Kantine zu laufen. Aber da war ich vom Dienstag her noch bedient, ich zog es vor, im eigentlich zu teuren Daily’s das Chicken Curry zu essen. Ist zwar teuer, schmeckt aber gut.

Dadurch verpasst ich zwar die Gelegenheit, dem immer an allem interessierten BigBoss vom geplanten Urlaub zu erzählen, aber der Hatsch da rüber in der Hitze (naja, Wärme, 25 Grad oder so und Sonne) und dann nix Gscheit’s zu Essen zu bekommen? Ach nö.

Abends verpasste ich den Absprung, um vorm Kino noch einen Crosstrainerlauf einschieben zu können. Bei der Wahl zwischen entweder Crosstrainer in der Hitze (inzwischen 27 Grad) oder Kino gewann der Film. Ich blieb noch ein bisserl länger und radelte dann direkt ins Cinema.

Ob sich das wirklich gelohnt hat, bin ich grad nicht so sicher. Tulip Fever sah in der Vorschau echt gut aus und erinnerte total an Girl with a Pearl Earring, aber reicht bei Weitem nicht da hin. Schlecht ist er nicht, der Film und durchaus unterhaltsam, aber mit Christoph Walz und der Vorschau hatte ich einfach mehr erwartet. Nunja.

Das Gewitter wartete danach freundlicherweise, bis ich daheim im Trockenen war. Sehr nett :-)

Von engel am 24.08.2017 19:57 • diary

Sonntag, 20.08.2017: Von wegen Sonne!

Mittwoch, August 23, 2017

Nach dem gar nicht so sehr verregneten Samstag war den Sonntag eigentlich als weitgehend sonnig vorhergesagt. Als wir Richtung Berge fuhren, lagen die Hügel rechterhand des Illertals auch schon sehr schön in der Sonne, die Berge links steckten allerdings noch tief in Wolken. Wir wandten uns nach links, parkten vorm Retterschwanger Tal und luden die Räder aus.

Es war ganz schön frisch im Schatten im Tal bei leichtem Wind, aber es ging immerhin ziemlich gleich bergauf und da wurde es uns dann schnell warm. Der beste Allgäuer von Allen schlug gleich ein ungewohnt scharfes Tempo an, bei dem ich nicht lang mithalten konnte. Aber ich mühte mich trotzdem so schnell wie möglich zu sein ;-)

An der Abzweigung des neuen hässlichen Quad-Tracks (mit MTB-Fahrverbot, was mich echt ärgert), stellten wir die Räder ab und gingen zu Fuß weiter. Auch hier in ungewohntem Tempo, was aber ein paar nachfolgende Wanderer nicht abhielt, uns zu überholen. Wir waren scheinbar zum falschen Zeitpunkt losgelaufen, denn nachdem uns 5 Leute überholt hatten waren wir wieder allein unterwegs.

Am Gipfel der Rotspitze war es ziemlich frisch. Obwohl die Pause nur kurz war, froren wir beide danach und hatten kalte Finger. Ich zog die lange Hose und den langärmeligen Pulli an zum Weitergehen und war froh drum, denn Sonne war nicht in Sicht und auf dem Grat zur Heubatspitze wehte ein frischer Wind.

Wir gingen gleich weiter über die Hohen Gänge zum Breitenberg, immer noch am Grat natürlich und immer im Wind. Als wir gerade im steilen ausgesetzten Abschnitt vor der Leiter waren, fing es sogar an zu nieseln. Das hörte glücklicherweise bald wieder auf und kurz vorm Breitenberg kam sogar die Sonne raus.

Allerdings nur kurz. Und auch unsere Pause im netten Separee am Breitenberg wurde nur sehr kurz von der Sonne erwärmt. Immerhin war es da aber windgeschützt.

Im Abstieg schlugen wir uns kurz seitlich in den Wald, denn wir hatten im Aufstieg Pfifferlinge gesehen. Gleich am Anfang fanden wir etwas völlig Neues, einen Riesenbovist. Nachher kamen noch ein paar andere Pilze dazu, die die daheim vorhandenen schön ergänzten.

Zum Riesenbovist muss ich sagen: Lohnt sich in einem Mischpilzgulasch ganz und gar nicht. Nicht mal so sehr wegen des Geschmacks (unauffällig) sondern weil die Pilze so weich und schwammig werden. Anderswo werden die wie ein paniertes Schnitzel serviert, vielleicht sind sie dann besser. Wird vielleicht beim nächsten Fund getestet.


Kühler Start mit den Zielen im Hintergrund


Der Aufstieg wird oben recht steil


Kühle Gipfelrast


Abstieg zum Klettersteigle


In den Hohen Gängen


In der Leiter


Weiterweg


Ganz kurz Sonne


Das niedliches Kuhfräulein aus dem Häbelesgund


Abfahrt

Von engel am 23.08.2017 19:38 • outdoorbergmtb

Bayern-Burger

Mittwoch, August 23, 2017

Vormittags war Nachkontrolle der Mini-OP von vor 3 Wochen. Die neue Gyn macht immer erst um 9 auf, also startete ich mit der Arbeit von zuhause aus. Üblicherweise klappt das so gut wie problemlos, diesmal gab es erst mal -zig Hürden in Form von Updates, die erst mal installiert werden mussten, natürlich alle mit anschließendem Reboot, weil sonst gar nix ging. *seufz* Na egal, am Ende klappte es auch mit dem Arbeiten.

Nebenher ließ ich meinen kleinen DirtDevil laufen. Dadurch dass ich immer das Bike durchs Wohnzimmer schieben muss, fällt da natürlich ganz schön Dreck an und wo ich dann mal bei so richtig Licht zuhause war ...
Das Saugerle ist aber ganz schön laut, hatte ich ganz vergessen. Nächstes Mal dann wieder in Abwesenheit.

Mittags gab es in der Ersatz-Kantine ‘Bayern-Burger’. Ich hatte ja ernsthaft Leberkäs-Semmel erwartet, aber es war ein echter Burger, bayrisch dran war der Laugensemmel und der Blauschimmelkäse. Ich hab natürlich einen ohne den gräßlichen Käse bestellt :-)

Da der neue Kletter-Buddy momentan auf den Mont Blanc steigt (zumindest plant er das und ist in Chamonix), hatte ich den Abend frei. Ich hatte den Abend schon letzte Woche für Reparatur-Maßnahmen an der SAN-Site auserkoren und zog das auch wie geplant durch. Auf das Wetter - im Guten wie im Schlechten - kann man bei Planungen einfach keine Rücksicht nehmen. Ausserdem kommt es immer gut, kurz vor den Besprechungen ein Stückchen Arbeit vorweisen zu können ;-) Auch bei Ehrenamt-Jobs.

Von engel am 23.08.2017 18:22 • diary

Samstag, 19.08.2017: Fette Beute

Mittwoch, August 23, 2017

Wochenende. Und Regen und Gewitter angesagt. Öfter mal was Neues :/
Wobei - so heftige Gewitter wie am Freitag gibt es dann doch nicht sehr oft. Wir kamen gut weg - 3 Chilis wurden umgeblasen und ein paar kleine Früchtchen fielen ab.

Mit der vagen Hoffnung (es war ja feucht - leider aber auch kühl), vielleicht nochmal eine Pilzmahlzeit abstauben zu können, machten wir uns auf den Weg zum Pilze sammeln.

Die Ausbeute war gut, allerdings nicht außerordentlich so. Wir fanden 2 knappe Abendessen (je etwa 400 Gramm), aber nicht genug, um mit der Produktion getrockneter Pilze anfangen zu können. Immerhin war die im Süden weilende Verwandtschaft gebührend neidisch ob des Beutefotos ;-)

Von engel am 23.08.2017 03:32 • outdoorberg

Dunkirk

Dienstag, August 22, 2017

Ich war quasi allein im Büro, denn die Leute um mich herum, mit denen ich sonst ein wenig ratsche und zum Essen gehe, waren alle nicht da. Zum Mittagessen radelte ich deswegen mal wieder zu alten Kantine. Die mochte ich immer sehr gerne, aber die Qualität des Essens hat gefühlt ganz schön nachgelassen. Vermutlich hat es denen nicht gut getan, dass unsere Firma aus dem Gebäude ausgezogen ist. Es ist vielleicht auch unfair, die Sommerloch-Kantine nun als Beurteilungs-Kriterum zu nehmen. Ich gebe noch nicht auf, bin aber ein wenig enttäuscht.

Am Nachmittag kam die gute Nachricht: Die anderen Reise-Teilnehmer sind mit dem Ersatzberg und den entsprechenden Zusatzkosten einverstanden. Yay!

Abends dann doch Dunkirk. Im Vorfeld habe ich gelesen, dass dieser Film vollständig analog gefilmt wurde. Ob das der Eindrücklichkeit der Bilder gut tut, kann ich nicht beurteilen, aber eines ist der Film: bildgewaltig und eindrücklich. Und er geht auffallend sparsam mit Worten um, es wird sehr wenig gesprochen in dem Film und wenn, dann wirklich nur das Allernötigste.

Eigentlich schaue ich ja schon aus Prinzip keine Kriegsfilme an. Uneigentlich - die Vorschau, was ich gelesen hatte, und weil er noch immer läuft - die Ausnahme dieser Regel hat sich gelohnt.

Nachtrag:
Mit der Besprechung bei Artechock bin ich diesmal sehr einverstanden. Obwohl ich mit Besprechungen von diesem Kritiker sehr oft ziemlich Probleme habe.

Von engel am 22.08.2017 20:00 • diary
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