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Waldspaziergang

Mittwoch, Dezember 27, 2017

Vor Weihnachten beschäftigten uns Haushalts- und andere Dinge und allerlei Wehwehchen und Leiden verhinderten weitere Touren. Schon bisserl blöd, weil da das Wetter ja besser war. Allerdings war der Schnee um einiges schlechter und wir hatten ja ein paar echt tolle Touren im Sack :-)

Am ersten Weihnachtsfeiertag hätten wir eigentlich eine Skitour machen wollen, aber der beste Allgäuer von Allen fühlte sich beim (frühen) Frühstück so schlecht, dass er beschloß, doch lieber wieder ins Bett zu gehen. Gegen Mittag fuhren wir rauf nach Wiggensbach und machten einen Spaziergang auf und rund um den Blender. Wir bestiegen auch endlich mal den dürren Bichl, an dem wir ja öfter mal vorbei radeln, aber das war ziemlich blöder Rumgestapfe in Schnee und Unterholz. Den Dürren Bichl beguckt man besser vom Blender aus ;-)


Am Blender I


Rückweg zum Blender


Am Blender II

Von engel am 27.12.2017 12:13 • outdoorsonst

Liegfeist

Mittwoch, Dezember 27, 2017

Am Donnerstag wollten wir im Tannheimer Tal die letzten Zutaten zu einem Weihnachtsgeschenk einkaufen. So bot sich eine Tour in östlicher Richtung an. Weil wir das schon für die Tour mit dem Außer-Allgäuer angedacht hatten, zog es uns ins Liegfeist.

Bei der Anfahrt fing es wie im Wetterbericht angekündigt an zu schneien. Immerhin Schnee und nicht Regen :/

Wir parkten den Kangoo auf dem Skitourer-Parkplatz und fuhren erst mal zum Bach ab (man kann theoretisch auch unten parken, machen wir aber nie, weil die Tour so länger wird ;)). Dort ließ der Schneefall nach und wir konnten in leichter Kleidung den Forstweg hinauf marschieren.

Am Beginn des ersten Hanges überholte uns ein einzelner Tourengänger, sonst waren wir allein unterwegs. Die Gegend war aber schon ziemlich zerfahren. Das schöne Wetter vom Vortag hatte anscheinend gestern für einigen Betrieb gesorgt. WIr spazierten einsam durch den Lichten Wald zur Alm und machten dort kurz Pause.

Als wir danach weiter gingen und aus dem Wald heraus kamen, riss völlig unerwartet der Himmel auf und wir konnten den restlichen Weg zum Gipfel in Sonne und mit Sicht zurück legen. Das hatte die Vorhersage nicht angekündogt und wir freuten uns entsprechend :-)

Auch die weiten Gipfelhänge waren schon ordentlich zerfahren, aber wir fanden noch eine sehr schöne nicht allzu steile Rinne, in die wir beinahe die ersten Kringel ziehen konnten. Der übliche Skicross im Wald war so nett wie immer, der letzte Gegenanstieg zum Auto - ebenfalls wie immer - unendlich anstrengend.

Ein schöner Tag mit unerwartet schönem Wetter und leider blödem Knieweh. Unser Einkaufstopp auf dem Rückweg war erfolgreich, so dass das Thema Weihnachtsgeschenke damit abgehakt werden konnte :-)


Start bei dichtem Schneefall


Waldiger Aufstieg


Noch waldigerer Aufstieg


Ankunft am Gipfel bei bestem Wetter


Abfahrtsfreuden


Abfahrtspaß


Gegenanstieg

Von engel am 27.12.2017 12:11 • outdoorski

Beinahe-Gipfel

Samstag, Dezember 23, 2017

Am Mittwoch war ursprünglich eine gemeinschaftliche Skitour mit einem Außer-Allgäuer geplant. Da der aber dann doch keine Zeit hatte, wandten wir uns nochmal ins Kleine Walsertal, um auch an anderer Stelle mal nach dem Schnee zuschauen.

Am Parkplatz war genau ein Auto, was meine Hoffnung auf eine vorhandene Spur ein wenig dämpfte. Nunja, den Berg gestern hatten wir ja geschafft, dann würden wir den heute doch sicherlich auch hinkriegen.

Als wir auf dem Winterwanderweg das kalte zugige Tal zur Bärguntalpe hinter marschierten, kreiste über dem Warmatsgundkopf ein Hubschrauber. Während wir noch spekulierten, was der da wohl suchte, sahen wir eine kleine Rauch- oder Schnee-Wolke aufsteigen und kurz drauf ertönte ein dumpfes ‘Wumm!’. Aha, Lawinen-Sprengversuche (total erstaunlich übrigens, wie lang der Schall auch auf die kurze Strecke brauchte).

Auf dem Weiterweg ertönten noch ziemlich viele dieser ‘Wumm!’-Geräusche, aber eine Lawine konnte scheinbar nicht ausgelöst werden. Das Ganze war ein wenig irritierend, denn auf einer Skitour lauscht man ja immer auch auf ungewöhnliche Geräusche, deswegen konnten wir die Lawinenbomben nicht so recht ausblenden.

An der Alpe begann eine Skispur, die aber bald nach rechts abbog. Eine kurzes Stück gab es dann noch eine Schneeschuhspur, aber die folgte am buschigen Steilhang dem Sommerweg und es kam was kommen musste, wir mussten spuren. Ralle begann. Hinter uns kamen die beiden Männer aus dem anderen Auto vom Parkplatz. Sie traten aber nicht auf unsren Skienden herum sondern hielten angenehm Abstand.

Für den Weg über den oberen Graben und duch die Büsche in die Senke muss man sich fast ein wenig auskennen, sonst findet man die Über- und Durchgänge nicht. Wir fanden problemlos ins Kar unter dem Heiterberg und dort übernahm ich das Spuren.

Die Bachquerung war ein wenig abenteuerlich, denn ich war mir nicht sicher, ob die Schneebrücke halten würde. Sie hielt :-) Anderenfalls wäre ich einen guten Meter durchgebrochen und in den Bach gefallen, das wäre mindestens unangenehm gewesen. Ich spurte über die Steilstelle und noch ein ganzes Stück den bebuschten Rücken hinauf.

Schließlich musste ich aber unsere Nachgeher vorbei winken, weil ich unbedingt endlich pieseln musste. Wenn da im Abstand von 50 Metern ständig Leute hinter einem her gehen, geht das einfach nicht!

Als wir am oberen Ende des buschigen Rückens in die Sonne kamen, betrachten wir unseren Gipfel: alles voller Gleitschneerisse. Teilweise war auch schon was abgerutscht und hatte sich zu beeindruckenden Schneetürmen aufgebaut.

Direkt unter dem Gipfel waren die beiden typischen Gleitschneerisse, die man über eine relativ schmale Brücke dazwischen hätte überwinden können. Aber Gleitschnee ist halt Gleitschnee und wir beschlossen, es auf dem Hügel darunter gut sein zu lassen.

Unsere beiden direkten Nachgeher wollten auch nicht weiter gehen. Die nächsten Nachgeher gingen aber weiter. Naja, das muss jeder selber wissen.

Die Abfahrt war trotz der Eislamelle vom Vortag, die noch ein bisserl dicker geworden war, prima. Und wieder hatten wir es geschafft, die Spur so hinzukriegen, dass wir auch in den Flachstücken nicht schieben mussten :-)

Völlig unerwartet hatte die Bärguntalpe schon geöffnet, so dass wir dort noch Kaffee und Käsekuchen geniessen konnten. Den Kaffee spendierten uns die beiden Nachgeher, die sich auch überschwänglich für das Spuren und Wegfinden bedankten. Das hätte es gar nicht gebraucht, aber es erfreute uns natürlich trotzdem.


Der lange Marsch durchs kalte Tal


Links oben das Ziel


Das Spuren beginnt


Den besten Weg durch den Graben gefunden


Das Spuren geht weiter


Aufstieg über den bebuschten Rücken


Endlich Sonne!


Große Schneemäuler mit meterhohen Wänden


Abfahrt


Abfahrt II


Abfahrt III

Von engel am 23.12.2017 11:23 • outdoorski

Privatberg :-)

Samstag, Dezember 23, 2017

Montag war für den frühen Nachmittag ein Cableway-Techniker angekündigt, der uns endlich das schnelle Internet frei schalten sollte, das wir im Mai (!!!) beantragt hatten. Das war der 6. Techniker (!) und der erste, bei dem wir das Gefühl hatten, jetzt könne es klappen, denn bislang hatte es immer geheißen, da fehle ein Teil der Frequenzen und da müsse der Tiefbau kommen. Bisher war aber kein Tiefbau da gewesen, nur ständig neue Techniker mit derselben Nachricht. Aber vor einer Woche hatte tatsächlich jemand Löcher in die Straße gebuddelt.

Und tatsächlich, seit Montag haben wir vernünftiges Internet, mit dem auch der Fernseher zurecht kommt :-)

Für den Dienstag hatten wir uns was im Kleinen Walsertal ausgesucht, günstig ausgerichtet, es war ja noch immer ein scharfer 3er im LLB ausgegeben. Als wir den Kangoo auf dem kleinen Parkplatz im Wildental abstellten, waren wir erst das zweite Auto dort. Uns schwante da schon, dass das Spuren heissen würde.

Erst mal ging es aber auf der Schneemobil-Spur hinter bis fast zur Alpe. Man sah kaum bis zum Talschluß und alle Gipfel waren in Wolken. Wir konnten aber immerhin sehen, dass unsere Vorgänger wie vermutet geradeaus weiter gegangen waren. Wir wollten aber links hinauf und so fing ich mit Spuren an und versuchte die Spur gleich so zu legen, dass wir auf dem Rückweg nicht würden schieben müssen. Das war nicht einfach mit so wenig Sicht, denn man sah kaum, wo es rauf und wo es runter ging.

Ab der Waldschneise spurte erst mal der Ralle, später wechselten wir noch ein paar Mal. Das Spuren war reichlich anstrengend, denn der Schnee war ziemlich kompakt. Zudem hatte es eine ganz dünne Eislamelle oben drauf, die zwar wenig störte aber toll klang. Wir waren ziemlich langsam, was dadurch, dass sich beim Ralle beim Spuren 2 Mal ein Fell löste, auch nicht besser wurde.

Die Rinne, vor der ich mich ein wenig gegruselt hatte (in manchen Jahren liegen da ja fette Lawinen drin), war völlig problemlos zu queren. An der Hütte machten wir eine kurze Pause, dann ging es weiter. Nun kamen wir in die Wolken und waren bald im totalen White-Out.

Das muss mir wohl die Sinne verwirrt haben, denn einmal kippte ich einfach grundlos um. Der Talstock, mit dem ich mich abfangen wollte verschwand im lockeren Tiefschnee und dann lag ich mit dem Kopf nach unten wie ein Käfer auf dem Rücken im Schnee. Rauswurschteln und aufstehen war nicht einfach, denn als ich endlich die Ski von den Füßen hatte, um mich umdrehen zu können, stand ich sofort bis zum Bauch im Schnee. Von da wieder hinauf auf die Ski zu kommen, war schon ein kleiner Akrobatik-Akt ;-)

An derselben Stelle verlor der beste Allgäuer von Allen, der da gerade spurte, komplett die Richtung und lief sogar ein kleines Stück bergab. Nebel und sanftes Gelände passen einfach nicht zusammen.

Wir derrappelten uns wieder und spurten weiter dem Gipfel entgegen. Und dann passierte ein kleines Wunder: Langsam, gaaaanz langsam löste sich der Nebel auf. Sonne erreichte uns und schälte die Umgebung aus dem Nichts. Als wir den Grat erreichten (der Gipfel war so abgeblasen, dass wir uns entschieden hatten im Schnee zu bleiben), eröffnete sich ein großartiges Panorama bis hinunter ins Tiefland und unser Tal erstahlte im Sonnenschein.

Dazu pfiff allerdings ein eisiger Wind. Wir blieben nicht lang oben, denn einerseits war es schon relativ spät und wir hatten keine Stirnlampen dabei und andererseits war es eisig kalt. Fotos machten wir natürlich. Dass der Ralle dazu auf die riesige Wechte am scharfen Grat stieg, merkten wir erst so richtig, als er beim Rückweg zwischen Grat und Wechte einbrach. Hui! Das hätte aber schief gehen können! Die Wechte reichte sicherlich 3 bis 4 Meter über den Grat hinaus.

Die Abfahrt war traumhaft. Keine Spuren ausser unser eigenen, tiefer lockerer Pulverschnee und - ganz entgegen aller Befürchtungen - perfekte Sicht. Die dünne Eislamelle störte beim Abfahren überhaupt nicht, machte aber ein ungewöhnliches Geräusch bei den Schwüngen: Zzzzzzzzsch - Zzzzzzsch - Zzzzzsch!

Bis zum Hüttchen hatten wir Sonne, dann kamen wir in den Talschatten. Wir sausten mit viel Spaß um und zwischen den Bäumen durch und waren bald mit brennenden Oberschenkeln am unteren Ende der Einstiegsschneise. Was für eine tolle Tour! und der ganze Berg nur für uns!

Und die Spur über die Ebene hatten wir tatsächlich so hinbekommen, dass wir nicht einmal schieben mussten :-)


Einsamer Start :-)


Spuren mit wenig Sicht


Spuren im Steilwald ...


... mit nicht ganz einfachen Spitzkehren


Vor der Rinnen-Querung


Endlich am Brotzeitplatz


Umgefallen im White-Out


Und dann macht es auf :-)


Die letzten Meter zum Grat


Oben, der abgeblasene Gipfel hinter mir


Abfahrt ...


... in Traumschnee


Talblick

Von engel am 23.12.2017 09:54 • outdoorski

Westalpenfeeling

Freitag, Dezember 22, 2017

Am Sonntag zog es uns ins Tannheimer Tal. Der Weg dorthin war schon wieder ein kleines Winterabenteuer für sich, denn nach der Autobahn waren die Straßen schneebedeckt und am Oberjoch fanden wir meterhohe Schneewände am Straßenrand vor. Klar, bei solchen Verhältnissen muss man vorsichtig fahren, aber einzelne Autofahrer haben es dann doch echt raus: 40 km/h auf der Landstraße, meine Güte! Überholen hab ich mich dann aber trotzdem nicht getraut, zuviel Schnee auf der Straße und zu wenig Sicht nach vorn (die Autos verschwanden teilweise in den Kurven hinter den Schneewänden).

So brauchten wir ziemlich lang bis nach Haldensee. Der Parkplatz war glücklicherweise geräumt, ich hatte schon überlegt, wo wir den Kangoo im Fall des Falles wohl abstellen können würden. Wir waren das vierte Auto auf dem Parkplatz :-)

Auf dem Forstweg waren wir baff: soooooo viel Schnee! Es hatte um die 40 Zentimeter Neuschnee auf einer eh schon beeindruckenden Altschneedecke. Dass da schon jemand gespurt hatte, war gar nicht schlecht. An unserer Abzweigung teilte sich die Spur und an unserer nächsten Abzweigung - schon auf dem schmalen Sommerweg durch den Wald - bog sie ab. Ab da war selbst spuren angesagt!

Es schneite und schneite und schneite. Zu einer kurzen Pause nach etwa der Hälfte der Höhenmeter (und etwa 2/3 des Weges) verzogen wir uns unter die dichten Äste einer großen Fichte. Darunter schneite es zwar auch, aber weniger. Danach ging es aus dem Wald raus in das große Kar und dann links hinauf Richtung Gipfel.

Bald kam Wind und als wir über den Rücken kamen, erwischte uns der mit voller Gewalt. Der Berg ist ein Grasberg und sämtlicher Schnee vom Rücken war total abgeblasen oder vereist. Ich zog die unkleidsame (aber warme) Daunenhose über, Ralle rödelte gleich komplett auf mit Helm, warmer Jacke und dicken Handschuhen.

Von oben schaute manchmal ein bisserl Sonne durch die Wolken, eisiger Wind blies Schneeflocken und Triebschnee, ins Tal sahen wir nur gelegentlich durch Nebel- und Wolkenfetzen hindurch. Auf der Seite nach Rauth runter war eine der gigantischen Wechten abgebrochen und lag in Trümmern halbwegs bis zu den Hütten runter. Die Steilwand Richtung Nesserlwängle mutete schon fast Matterhorn-Nordwand-mäßig an. Beinahe.

Es war aber arg ungemütlich. Wir fellten ab und verließen den ungastlichen Gipfel so schnell wie möglich. Oben ging es erst mal ein bisserl blöd über die vereisten Schneereste auf dem Gras, dann kamen wir in die Rinne zwischen den Latschen. Dort war der Schnee schon mal nicht schlecht. So richtig traumhaft wurde er, als wir weiter unten die windberuhigten Zonen erreichten. Traumpulver! Leider war die Sicht schlecht, wir wären beinahe in eine Mulde reingefahren und hätten dann mühsam raustreppeln müssen.

Der Sommerweg durch den Wald war wie zu erwarten ein wenig anspruchsvoll abzufahren - einschließlich der Querung der 3 Bäche, die natürlich nicht zugefroren waren und wo wir deswegen jeweils einen Meter runter und wieder rauf mussten. Glücklicherweise fiel keiner rein :-)


Start in Haldensee


Aufstieg auf der tiefverschneiten Forststraße


Erste Bachüberquerung


Spuren im Steilwald


Auf dem Weg zum Gipfel mit einer Ahnung von Licht


Querung auf die andere Seite


Wind auf dem abgeblasenen Rücken


Der einsame Gipfelstürmer


Die einsame Gipfelstürmerin :-)


Fette Wächte und Abbruch


Tiefblick ins Tannheimer Tal


Endlich Tiefschnee!


Viiiel davon :-)

Von engel am 22.12.2017 12:06 • outdoorski

Halbtagstour

Montag, Dezember 18, 2017

Zur Einstimmung auf die Urlaubswoche hatten wir uns für Samstag eine kleine Tour ausgesucht. Das Wetter sollte nicht berauschend werden, aber das trifft ja für den Rest der Woche auch zu :/

Auf dem Weg nach Altstätten betrachten wir besorgt den wenigen Schnee an den steilen Hängen. So wenig? Konnte der Unterschied zum Gunzesrieder Tal wirklich so gravierend sein?

Die paar Meter hinauf zur Sonnenklause reichten glücklicherweise aus, um die Schneedecke deutlich dicker und kompakter werden zu lassen. Allerdings erfreuten uns direkt nach dem Losgehen erst mal schöne Schmelzkrusten an den alten Spuren. Na, das konnte ja lustig werden.

Glücklicherweise dauert es nur wenige Meter, bis das wieder aufhörte. Es schneite immer wieder dicke Flocken. Zwischendurch war die sich ganz weg, dann wieder konnten wir runter aufs Illertal blicken. Ohne Sonne sah alles einfach nur schwarzweiß aus.

Es gab von unten bis oben eine Spur und sie war einfach zu gehen. Außer uns war kaum jemand unterwegs und den Gipfel hatten wir sogar ganz für uns allein. Hinter den Bäumen war es sogar fast windstill, so dass wir Tee und Schoki genießen konnten.

Die Abfahrt war prima. Viel Schnee mit ein paar Spuren auf weiten Hängen. Einzig problematisch war die mangelnde Sicht. Bei Weiß-in-Weiß kann man kleinere und größere Buckel und Mulden schon mal übersehen :/

Von engel am 18.12.2017 18:11 • outdoorski

Tag 11 & Tag 12

Samstag, Dezember 16, 2017

Nochmal was zum Lesen, bevor hier der Jahresendurlaub anfängt :-)

Von engel am 16.12.2017 06:33 • diary

Feiern

Samstag, Dezember 16, 2017

Der letzte (halbe) Arbeitstag für dieses Jahr :-)
Beinahe hätte ich in der Früh noch den Müll vergessen (das wäre eine Freude gewesen, nach zwei Wochen da die ganzen vergammelten Gemüse- und Salatreste vorzufinden), dann sauste ich ungehindert ins Büro. 6:00h, da ist der Mittlere Ring frei :-)

Im Büro bekam ich höchst erfreut eine große Packung Pralinen als Dankeschön für das alte München-Bike vom Kollegen. Er wollte mir unbedingt was dafür bezahlen, wo ich doch so froh war, das Ding von der Backe zu haben. Ich meinte, mit Schokolade könne man mich immer erfreuen ...

Den Vormittag verbrachte ich damit, die Nachverfolgung verschiedener Themen, die anderweitig aufgehängt sind, an passende Kollegen zu verteilen und fast meinen ganzen Server-Park im Rechenzentrum runter zu fahren. Erster Task im Neuen Jahr: Dafür ein paar Scripts schreiben, das ist ja sowas von nervig! In KW1 ist vermutlich ausser mir kaum jemand da, das ist genau der richtige Zeitpunkt um ungestört Admin-Aufgaben zu erledigen.

Am Abend gab es die große Geburtstagsfeier vom Besten Papa. Verwandschaft aus nah und fern war da und traf sich mitten in der Altstadt von Kempten zum Feiern. Es war eine schöne Feier, wenn auch leider sehr laut. Am Ende war ich heiser.

Von engel am 16.12.2017 05:57 • diary

Winterabenteuer

Donnerstag, Dezember 14, 2017

Bei dem durcheinanderen Wetter zur Zeit ist es ja nicht ganz einfach rauszufinden, welcher der beiden Wochenendtage der bessere werden wird. Wir nahmen uns am Samstag jedenfalls eine Tour im Kleinen Walstertal vor und standen dazu auch recht früh auf (das war das Wochenende, an dem da hinten die Skigebiete aufmachten). Wir kamen auch wie geplant weg, aber auf Höhe Martinszell fing es an zu schneien und bei Immenstadt war dann schon die Fahrbahn komplett zugeschneit. Zusammen mit der Baustelle, die da noch immer ist, bildetete sich umgehend ein Stau.

Wir planten um und bogen am Anfang des Staus ins Gunzesrieder Tal ab. Da hin kommen war dann schon ein Winterabenteuer für sich, denn auf der Straße lagen mindestens 10 Zentimeter Schnee und der war unten drunter schön eisig zusammengefroren. Am Anfang der Steigung hing auch schon ein Golf fest. Der Kangoo schlug sich aber super, auch wenn das Auto gelegentlich ein wenig umher schlitterte. Ich hielt viel Abstand zum vorderen Auto (damit wenn das hängen blieb, ich noch drum herum fahren könnte) und wir kamen fast problemlos bis zum Ostertalparkplatz.

Da war noch nicht viel los, grad mal 3 neue Autos und als wir dann in zum Ochsenkopf hinter marschierten, war überhaupt nichts los. Wir durften abwechselnd spuren, was zwischendurch gar nicht so einfach war, denn es hatte ganz schöne Schneewehen. Dazu kam ein eisiger Wind von vorn.

Kurz bevor wir in den Wald kamen, wurden wir von 4 energischen jungen Männern eingeholt, die dann weiter spurten. Allerdings kannten sie wohl den den Weg nicht so richtig, denn die Spur machte dann doch ein paar unübersichtliche Bogen. Im Anstieg zum Ochsenkopf gefiel uns die Spur so wenig, dass wir doch nochmal selbst spurten und da war das dann noch stessiger, denn der Schnee war recht kompakt und schwer.

Zum Ochsenkopf selbst fanden die 4 Jungs gar nicht, also spurten wir auch den Rest des Weges nochmal. Zur Belohnung standen wir im eisigen Sturm am Gipfel und konnten gar nicht schnell genug abfellen, um da wieder weg zu kommen ;-)

Die Abfahrt war leider sehr unergiebig, denn der Ochsenkopf ist eigentlich zu flach für viel Schnee. Man bleibt da schnell mal im Schnee stecken und muss in der Aufstiegspur wieder abfahren. Angesichts des Wetters und der Anstrengung war uns nicht mehr danach auch noch übers Rangiswanger Horn zu gehen und wir fuhren direkt wieder ab. Das war aber eine entschieden schlechte Idee, denn wenn die Fortsstraße nicht gut ausgefahren ist, muss man ganz schön oft schieben.

Wir waren echt froh, als wir wieder am Auto waren.

Aber (jaja, krank), ich fand’s trotzdem toll :-)

Von engel am 14.12.2017 19:38 • outdoorski

Alles gut

Donnerstag, Dezember 14, 2017

Der Doc-Temin an diesem Vormittag war ausgesprochen günstig gewählt ;-)
Zu der Zeit, zu der ich ins Büro aufgebrochen wäre, tobte sich über München ein gewaltiges Gewitter aus. Schneeregen quer und immense Windböen, die meine Stühle und die Lola auf dem Balkon umbliesen und an der Balkontür wummerten. Radeln wäre mindestens anspruchsvoll gewesen, wenn nicht gar stellenweise unmöglich. Und unangenehm natürlich.

So saß ich gemütlich drin, trank Kaffee und arbeitete. Zur rechten Zeit ging ich rüber zum Doc und da war dann leider Schluß mit ‘gut gemacht’, denn der zweite Doc - meiner - war krank und somit musste der erste alles allein machen und das dauerte. Nach einer guten Stunde war ich dann endlich dran. Zusammenfassend: alles ist gut.

Ich habe allerdings ein etwas seltsames Blutbild, das er aber auf den Peru-Urlaub zurückführte: Meine roten Blutkörperchen sind teilweise etwas klein, dafür habe ich aber mehr davon als üblich. Die Arbeitshypothese momentan ist, dass die in Eile in der Höhe gebildet wurden und deswegen halt relativ klein sind. Finde ich einleuchtend ;-)

Das Radeln ins Büro war dann trotz teilweise Sonne recht anstrengend, denn es hatte viel Wind und natürlich kam der andauernd von vorn. Was auch sonst?

Wer später kommt, kann auch früher gehen ;-) Ich radelte durch immer noch lästigen Wind aber immerhin trocken zum Theatiner und sah dort Le Fils de Jean. Gefiel mir sehr gut. Ruhig, schön und am Ende doch ein wenig überraschend. Französisches Französisch kann ich nach einer Weile ja so halbwegs verstehn, aber der Protagonist reist nach Kanada und Kanadisches Franösisch ist dann doch was ganz anderes. Das klang am Ende noch immer so unverständlich wie am Anfang.

Von engel am 14.12.2017 18:53 • diary
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