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Erholung setzt ein

Dienstag, Juni 19, 2018

Ich erwachte aus irgendeinem Grund kurz vor dem Weckerklingeln und stand direkt auf. Selbst Aufwachen ist immer gut und so war die Fahrt nach München problemlos. Meine Füße hatten sich nach dem Ruhetag auch wieder halbwegs erholt, deswegen konnte ich wieder halbwegs rund laufen (mehr als ‘halbwegs’ geht ja eh nicht).

Ich staune noch immer jeden Morgen, wie schnell das neubereifte Rocky ist. Knapp über eine halbe Stunde ist mein aktueller Rekord :-) (Natürlich war da auch ordentlich Ampel-Glück dabei.)

Den Tag über spielte irgendwer mit der Aufzugsteuerung :-( Man bekommt hier ja einen der derzeit 4 von 6 Aufzügen zugewiesen, wenn man ein bestimmtes Stockwerk anfordert. Heute bekam ich ständig einen Aufzug, der ewig brauchte, elendsvoll war und andauernd irgendwo anhielt, während nebendran leere Aufzüge auf und ab sausten. Mittags kam dann ständig ‘besetzt’ obwohl neben mir nur 2 Leute standen und mindestens 4 Aufzüge ankamen und wieder losfuhren. Kein Wunder, dass die Leute bei sowas den Glauben an Software und Ingenieure verlieren.

Den Tag über arbeitete ich an den Teilaspekten meines Projekts, von denen ich weiß, dass und wie sie funktionieren. Das macht Spaß, da kommt man voran und sieht den Fortschritt deutlich. Demnächst kommt dann wieder Neuland mit spärlicher Dokumentation und Null Ahnung meinerseits. Das fällt dann wieder eher in die Kategorie ‘Zen-Training’. Naja, auch das wird sich lösen, hat es bis jetzt noch immer.

Am späten Nachmittag gab ich ungenutzte Führer in der DAV Bibliothek ab und holte neue Bücher, die vermutlich auch ungenutzt bleiben werden ;-) Macht nix, Führer durchschauen macht Freude :-)

Dann sah ich The Sense Of An Ending. Das war ein sehr seltsamer Film, der teilweise recht abrupt Vergangenheit und Gegenwart mischte. Dabei mochte ich den Protagonisten abwechselnd und dann wieder nicht. Eine richtige Auflösung für das Ganze gab es auch nicht. Es ging einfach in den letzten Szenen das Licht an und dann kam der Abspann. Ich war eigentlich die ganze Zeit interessiert wie sich alles auflöst, aber so eine richtige Auflösunge gab es gar nicht. Da blieb viel offen. Ich weiß auch nicht ...

Von engel am 19.06.2018 21:42 • diary(0) Kommentare

Heimarbeit

Montag, Juni 18, 2018

Das Wochenende war insgesamt ungewöhnlich anstrengend, ich hatte deswegen am Sonntag Abend schon beschlossen, am Montag auszuschlafen (was bei mir halt so ‘Auschlafen’ ist: bis um 6:00h) und dann von Zuhause aus zu arbeiten (Wohl der, die einen tollen Chef hat und sowas - gelegentlich - auf Zuruf machen kann :-)).

Ich schlief nicht allzu gut, weil das Knie schmerzte, wenn ich falsch lag. Dann motzte mein innerer Wecker um 4:15, dass da was nicht stimme. Danach fiel es mir erst mal ein bisserl schwer wieder einzuschlafen, dafür fiel mir dann das Aufstehen um 6:00h auch schwer ;-)

Trotzdem war das eine gute Entscheidung. Nach dem Aufstehen kam ich mir vor wie ein rostiger Cyborg. Ich brauchte eine Weile, um richtig in die Gänge zu kommen. Den Tag über wurde das immer besser, nur meine Füße waren auch am Abend noch recht empfindlich. Das ist aber kein Wunder, bei der langen Sonntagstour. 1666 Höhenmeter und 16 Kilometer in 9 Stunden und das ganz ohne Bike-Benutzung!

Der junge Mann, der für die Tour verantwortlich war (naja, ausgesucht hatten schon wir die Tour, aber halt deswegen, damit er endlich seinen Wunschgipfel erreicht - auf einem schönen Weg! - und die ungeplante Verlängerung kam auch auf seinen Wunsch zustande), hat heute natürlich keinen Muskelkater und auch keine wehen Füße ;-)
Der beste Allgäuer übrigens auch nicht, der hat aber seine eigenen Unpäßlichkeiten.

Die Tour war jedenfalls in den Augen aller Beteiligten außerordentlich gelungen. Der Bericht dazu braucht aber noch eine Weile, ich bin mit Bildern und Berichten hoffnungslos hinten dran. Genau genommen bräuchte ich (nicht nur deswegen) mal ein total verregnetes Wochenende, aber ich will mich natürlich keinesfalls über schönes Wetter am Wochenende beschweren :-)

Daheim arbeiten war dann sehr gemütlich, vor allem weil ich da ja immer die Füße hochlegen kann. Ich hatte ungewöhnlich viele Telefonate, aber seitdem wir keine Telefone mehr haben und alles über Skype läuft, ist auch das kein Problem. Ich müsste mir aber mal einen Kopfhörer für daheim organisieren.

Der Abend fühlte sich dann an wie Urlaub :-)

Von engel am 18.06.2018 23:00 • diary(0) Kommentare

Freitag war das Wetter nur solala angesagt und wir brauchten ein wenig Zeit für Haushalt, Einkaufen und - ganz wichtig! - um das München-Bike city-tauglich umzurüsten. Für Samstag hatte sich dann der Neffe angesagt, der am Abend auch bei uns übernachten wollte. Wir planten eine Neffen-taugliche Tour (also etwas Interessantes ohne Radeln) und ich kaufte viel Essen für Samstag Abend ein.

Samstag in der Früh holten wir den Neffen vom Bahnhof ab und fuhren ins Tannheimer Tal. Der Parkplatz vom Gimpelhaus war proppenvoll. Naja, das war zu erwarten, schließlich waren Pfingstferien und ein langes Wochenende mit Brückentag und noch dazu relativ gutes Wetter.

Wir sausten zum Gimpelhaus hinauf, die beiden Herren mit der guten Kondition und den langen Beinen vorne weg, ich schnaufend hinterher. Am Gimpelhaus gab es eine kurze Pause, um etwas zu trinken. Es war wie zu erwarten ziemlich viel los, haufenweise Kletterer und ein paar Wanderer.

Im Gamskar und auf dem Weg zur Roten Flüh wurde das noch deutlicher. Überall hingen bunte Flecken in den Wänden, man hörte Seil-Kommandos und zur Judenscharte zog sich eine Schlange bunter Punkte hinauf. Uff! Es war doch ein wenig voller, als wir angenommen hatten.

An der Roten Flüh war es zu voll zum Pause machen, also gingen wir weiter. Der Neffe hatte sich eh schon im Gehen 2 Brezeln hinter die Kiemen geschoben, um nicht in Unterzucker zu fallen, und wir sind nix essen ja schon gewöhnt.

Der Abstieg hinten runter zum Schartschrofen ist nicht ganz einfach und der Neffe schlug sich da - trotz angeblicher Höhenangst - echt gut. Er ist allerdings immer furchtbar hektisch, das macht mich dann doch immer wieder mal nervös, aber er fiel nicht den Klammernsteig runter und stolperte nicht am glatten Grat :-)

Hier war viel weniger los, das war angenehm. Es hatte vor uns Leute und es kamen uns gelegentlich welche entgegen, aber ‘voll’ konnte man das nicht nennen. Umso erstaunter waren wir, als wir nach der Pause in die Gelbe Scharte vorm Schartschrofen kamen und da Stau vorfanden. Stau!

Da standen 8 Leute und warteten geduldig, bis sich 4 Leute den Einstieg des Friedberger Klettersteigs runter gehangelt hatten (Runter? Wieso runter?). Der Steig selbst war auch voll, aber gerade der Einstieg ist ja so, dass man da nicht gut aneinander vorbei kommt.

Wir überlegten kurz, ob wir ins Geröllfeld absteigen und um den Schartschrofen herum gehen sollten, aber der kleine Klettersteig sollte ja das Highlight der Tour sein, deswegen reihten wir uns dann doch in die Schlange ein. Schließlich waren die Absteiger unten und die Familie mit den beiden Kindern konnte einsteigen. Dann kamen nochmal 3 runter und die 4 vor uns stiegen ein. Wir hängten uns direkt dran.

Nach dem Einstieg, der mit dem großen Schritt so ziemlich die schwerste Stelle ist (was dem jungen Mann mit den langen Beinen vermutlich gar nicht auffiel, mir Zwerg aber schon), wird der Steig deutlich leichter und man kann immer wieder mal abseits des Seils überholen. Das taten wir auch.

Der Neffe kletterte souverän auch abseits des Drahtseils. An den ausgesetzten Stellen bestand ich allerdings vehement auf Einhängen (und lasse mal unerwähnt, dass der beste Allgäuer von Allen und ich gar kein Klettersteigset dabei hatten, nur Helme). Er kletterte auch ‘richtig’, also ohne Drahtseil, was ich ganz prima fand. Nur eben diese Hektik, alles schnell, schnell, an der muss er noch arbeiten.

Wir kamen schnell an den ursprünglichen 8 Leuten vorbei und konnten den Absteigern auch gut ausweichen. Damit machte der Steig wie immer echt Spaß. Der Gipfel war auch hier voll, deswegen stiegen wir zu einer kleinen Wiese etwas unterhalb ab und machten da Pause.

Gerade als wir es uns so richtig im Gras gemütlich gemacht hatten, fing es an zu regnen. Naja, dann halt nicht. Wir stiegen ab und kehrten noch im Adlerhorst über Grän ein. Dort gibt es unerwartet guten Kaffee und Kuchen :-)
Und das ganze Haus ist überhaupt sehenswert, weil da ein ‘Bäschtlar’ wohnt, der allerlei lustige Dinge zusammengebastelt hat. Zum Auto war es dann nicht mehr weit.

Abends machte ich Gulasch aus 1 Kilo Fleisch und es gab 1 1/2 Kilo Spätzle dazu. Das ist etwa doppelt so viel, wie wir zwei beiden üblicherweise essen und da bleibt dann immer noch was übrig. Diesmal war am Ende alles ratzeputz leer. Hui!


Start in Nesselwängle


Auf dem Weg ins Gamskar


Unerschrockener Gems im Anstieg zur Roten Flüh


Derselbe Gems, einhornig, hat vielleicht etwas zu viel gekämpft?


Am Gipfel der Roten Flüh


Abstieg Richtung Schartschrofen


Die Klammernleiter am ersten Turm


Der Neffe in der Klammernleiter


Gratweg mit Weitblick ins Tannheimer Tal


Stau am Einstieg!


Stau an der nächsten Engstelle hinterm Einstieg


Ich war auch dabei


Der Neffe in einer der Schlüsselstellen (auf Anweisung eingehängt)


Nachdem wir den Stau überwunden hatten, war der Rest nettes Klettern


Gipfelbild


Gipfelpause


Rückblick auf Schartschrofen und Rote Flüh


Wasserspiele im Adlerhorst

Von engel am 18.06.2018 16:29 • outdoorberg(0) Kommentare

Nix Besonderes

Donnerstag, Juni 14, 2018

Morgens war es kühl, aber wieder trocken. Beim Radeln kam sogar die Sonne raus. Obwohl ich recht früh unterwegs war, war ziemlich viel los. Der MVG-Streik ließ grüßen.

Im Büro waren dann doch mehr Kollegen anwesend, als ich gestern noch vermutet hatte. Der Kollege aus Ingolstadt hatte sich direkt eine Übernachtungsmöglichkeit in München organsiert, weil es schon gestern Probleme mit dem MVV gegeben hatte.

Ich freue mich bei sowas ja immer lautstark über mein Radl :-) Dann kommt unweigerlich zurück: ‘Und wenn es regnet?’ Dann radle ich auch, was sonst. Dann schütteln sich alle ;-)

Am frühen Abend sah ich Overboard. Da waren die Vorschau und die Becshreibung echt nett gewesen, der Film ist aber doch eher langweilig. Naja. Immerhin kam ich so mal wieder zum Türken und konnte mir so ein feines Acma holen :-)

Danach dann noch ein wenig Tour-Berichte und Bilder, dann war ich total alle. Ich ging um kurz nach Neun schlafen.

Von engel am 14.06.2018 23:00 • diary(0) Kommentare

Am ersten Urlaubstag (jaja, Feiertag) wollte ich die Daumentour wiederholen und diesmal Minis mitnehmen, um die mal richtig mit den Figln vergleichen zu können. Die Bedingungen würden nach so kurzer Zeit ja wohl noch vergleichbar sein. Der beste Allgäuer von Allen war einverstanden.

Allerdings braucht man für die Minis harte Schuhe und deswegen waren wir mit den Hochtourenstiefeln unterwegs. Beim Radeln bis zum Käser-Alpe war das natürlich kein Problem. Der beste Allgäuer von Allen ging dann erst mal wie vor ein paar Tagen barfuß weiter. Ich soll aber immer und überall Einlagen tragen und stapfte mit den harten Stiefeln los.

Die sind eigentlich recht bequem diese Stiefel und ich kann mich eigentlich nicht dran erinnern, damit jemals größere Probleme gehabt zu haben. Nicht mal bei dem endlosen Abstieg vom Ortler. Aber ich merkte meine Fersen, besonders die Rechte, schon beim halben Aufstieg zum Engeratsgundsee. Und das obwohl gerade die rechte Ferse wegen der lästigen Blase gut verpflastert war. Beim Nachschauen: Nix. Also war’s nur Druck. Ich nahm Stöcke zur Entlastung und versuchte den Druck zu ignorieren.

Der Engeratsgundsee war fast genauso eisbedeckt wie vor ein paar Tagen, aber die Schwimm-Öffnung war kleiner geworden, weil Eis hinein getrieben war. Dafür hatte es jetzt eine Art Kanal, in den der beste Allgäuer von Allen auch hinein schwamm. Da war es aber wohl noch viel kälter und er kam sehr prustend und pustend wieder aus dem Wasser. Immerhin hatte es Sonne zum Aufwärmen :-)

Wir stiegen zum Kleinen Daumen auf, machten eine kurze Pause um das Wetter zu betrachten (es waren heftige Gewitter vorhergesagt) und gingen dann zum Großen Daumen weiter. Dort gab es eine kurze Pause, in der der Himmel sich merklich verdunkelte und dann ging es los: Minis fahren!

Der Schnee war in den paar Tagen merklich weniger geworden, deswegen konnten wir die bequemen Sitzplätze zum Anschnallen nicht mehr nutzen. In die Minis kann man aber eh viel besser einsteigen, deswegen war das egal.

Und schon auf den ersten Metern merkten wir: Ja, so geht fahren! Die Minis sind halt Ski, die haben Kanten, halten die Spur und lassen sich quer rutschen. Sie sind allerdings auch verdammt kurz und das Gleichgewicht halten ist nicht immer einfach.

Ich merkte das auch gleich und legte mich bei der erste Kurve erst mal in den Schnee. Kurz drauf nochmal, da war aber eine Eisplatte dran schuld, auf die ich dann auch mit ordentlich Schwung mit dem linken Oberschenkel drauf knallte. Das tat wirklich und echt brutal weh!

Auch der beste Allgäuer von Allen freute sich daran, wie toll die Minis fahren können, bis er sich dann im steileren Gelände vor der Wechte ebenfalls hinlegte. Die Minis sind halt auch sehr, sehr schmal und da bremsen dann schon mal die Schuhe im Schnee, das ist ziemlich unangenehm.

Natürlich hatten auch die Minis mit dem buckligen Sommerschnee Probleme, aber wir kamen recht schnell und deutlich unverkrampfter unten am See an als mit den Figln. Wir marschierten auch mit den Minis übers Gras, mussten weiter unten aber einmal abschnallen, weil eine Schnee-Verbindung schon weg war. Dafür fuhren wir ein Stück weiter ab, weil das Fahren nicht so stressig war.

Als wir am See ankamen, grummelte es irgendwo hinter den beiden Daumen und der Himmel war schwarz. Wir packten schnell zusammen und stiegen schnell ab. Auf dem Weg zu den Rädern regnete es immer wieder mal leicht und einmal gab es sogar kurz Hagel, aber so richtig kam uns das Gewitter nicht hinterher.

Auf der Abfahrt war es trocken, aber je näher wir dem Auto kamen, umso nasser wurde die Umgebung. Da war wohl das Gewitter gewesen, als wir noch unterwegs waren. So soll das sein :-)

Mein linker Oberschenkel tat dabei die ganze Zeit weh und mir war schon klar, dass ich da einen blauen Fleck bekommen würde. Am nächsten Morgen war der Oberschenkel von der Hüfte bis fast zum Knie schwarzblau! Da hatte ich mir wohl eine größere Ader verletzt. Erst da fiel mir dann wieder ein, dass wir im Erste-Hilfe-Kurs gelernt hatten, dass man bis zu 4 Liter Blut im Oberschenkel verlieren kann (OK, da ging es um Brüche). Da hatte ich wohl doch ziemlich Glück!


Morgens dampfen die Wiesen


Ein Gast auf der Straße, den wir schnell ins Gras retteten


Aufstieg


Vorm Engeratsgundsee


Im Engeratsgundsee


Schneefeldquerung


Murmel betrachten uns misstrauisch


Am Daumengrat


Am Großen Daumen


Erst mal gepflegt in den Schnee werfen ...


Minis fahren ist echt Action


Gemsen betrachten verwundert, was die Zweibeiner da anstellen


Wegen Gras muss man nicht unbedingt abschnallen


Abfahrt zum See


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 14.06.2018 19:02 • outdoorbergskimtb(0) Kommentare

Nix neuer Sessel

Mittwoch, Juni 13, 2018

Das Wetter täuschte in der Früh kurz mit leichtem Nieselregen an und legte dann langsam zu. Irgendwo kurz vorm Mittleren Ring überlegte ich kurz, ob ich Regenkleidung bräuchte, da war es dann aber schon zu spät, ich war pitschpatsch nass. Gut dass ich ich im Büro Notfall-Klamotten habe :-)

Am Vormittag gab es große Aufregung, weil morgen der MVV bestreikt wird. Den Kommentaren der Kollegen nach werden wir Radler morgen wohl ziemlich allein im Büro sein ...

Bis zum frühen Nachmittag hatte es heftig geregnet. Als ich zu den Museum Lichtspielen aufbrach, nieselte es nur noch ganz leicht und ich kam quasi trocken am Kino an. Ich sah Tully. Hauptsächlich wegen Charlize Theron und der Vorschau, wirklich gehört hatte ich von dem Film bisher nichts. Seltsam irgendwie, aber doch meistens interessant. Muss man aber nicht gesehen haben.

Heimweg in ziemlich heftigem Regen, der in Neuperlach unvermittelt aufhörte. Vielleicht wohne ich hier in einem Regenloch?

Nach ein wenig Bilder sortieren und Internet lesen baute ich den neuen Sessel wieder ab und verfrachtete ihn ins Auto. Ich werde wohl einen Bezug für den alten Sessel basteln müssen. Der neue Sessel ist ein wenig zu hoch. Wenn ich drin sitze und die Füße hochlege, wird das Knie ein klitzekleines bisserl zu sehr gestreckt und das tut nach eine Weile übel weh.

Das Fiese daran ist, dass sich der Schmerz so langsam aufbaut, dass ich ihn erst merke wenn eine bestimmte Wahrnehmungsschwelle überschritten ist und dann tut das Knie sehr lang sehr weh. Da kommt vermutlich Druck auf eine besonders kaputte Stelle und das kann insgesamt nicht gut sein.

Von engel am 13.06.2018 19:59 • diary(0) Kommentare

Sonntag, 27.05.2018: Minimal-Runde

Mittwoch, Juni 13, 2018

Nach der langen Sonntagstour waren wir beide ein wenig angeschlagen und lustlos. Dass das Wetter vorm Fenster beim Frühstück nur solala war, verstärkte die Lust auf Bewegung auch nicht deutlich. Meine dezenten Hinweise, dass man nun wirklich nicht jeden Tag was tun müsse, wurden ignoriert und so machten wir uns am späten Vormittag mit den Bikes auf den Weg zum Eschacher Weiher, um dort hoffentlich etwas Sonne abgreifen zu können.

Der Weg zum Mariaberg war dann reichlich anstrengend, denn uns beiden schmerzten die Oberschenkel. Auf dem Bänkle mit Blick nach Oberstdorf und den Allgäuer Hauptkamm warf ich nochmal ‘Pfannkuchen auf der Terrasse’ in die Waagschale und wurde belohnt: nach einer absoluten Minimal-Runde über den Herrenwieser Weiher und Elmatried sei das OK.

Nach dem Waldtrail und dem steilen Weg nach dem Weiher zurück auf den Mariaberg erlebten wir ein ganz tolles Schauspiel, als um die 20 Raubvögel - viele Rote Milane und ein paar Bussarde - über der frisch gemähten Wiese kreisten. Wir legten uns auf den Rücken neben die Wiese und versuchten, die Vögel zu fotografieren. Ich bin bei sowas ja völlig talentlos, der beste Allgäuer von Allen schoß aber ein paar echt gute Bilder :-)

So kamen wir also nach kurzer Zeit und nur 400 Höhenmetern wieder daheim an und es gab Pfannkuchen auf der Terrasse. Den Sonnenschirm brauchten wir auch, es tröpfelte nämlich hin und wieder ein wenig.

Die Pfannkuchen waren ausgesprochen wohlschmeckend (Grand Marnier! Bailey’s! Amaretto!) und der restliche Tag war sehr gemütlich :-)

Von engel am 13.06.2018 18:26 • outdoormtb(0) Kommentare

Nix Kino

Dienstag, Juni 12, 2018

Der gestrige Radl-Rekord mit fast 10 gesparten Minuten war wie erwartet doch auch auf Rote-Ampeln-Glück zurückzuführen. Diesmal hatte ich definitiv kein Glück mit den roten Ampeln (weil ich eine Stunde früher dran war?) und brauchte nur 5 Minuten weniger. Auf jeden Fall bin ich deutlich schneller unterwegs bei vergleichbarer Anstrengung :-)

Der Kino-Termin an Nachmittag platzte leider, weil ich - und diesmal war es ganz definitiv meine eigene Schuld - mich bei der Zeit für den Film-Anfang verhaut hatte. Ich kam zu spät und das dann auch noch mitten in einem Gewitter-Schauer. Ich radelte heim, wurde erst noch nasser und kam dann im Trockenen zuhause an. Tja.

Zum Abendessen erwischte ich leider Büffel-Mozzarella statt dem normalen. Kann ja sein, dass das Zeug super sein soll, ich finde ihn komisch, weil er so eine seltsam harte Haut hat. Und Mozzarella hat ja eh schon nicht so den intensiven Geschmack, der war noch langweiliger (ich mag Mozzarella, aber halt den gewohnten). Pfff.

Danach war nur noch ein klitzekleines Bisserl Gebastel nötig und mein neues Tool tut was es soll. Yay!

Der restliche Abend war nett und gemütlich mit Internet lesen, Rumgebastel an allerlei Computerzeugs und Touren-Aufarbeitung während es draußen regnete und rumgewitterte.

Von engel am 12.06.2018 17:22 • diary(0) Kommentare

Samstag, 26.05.2018: Jetzt aber: Figln!

Dienstag, Juni 12, 2018

Den Feiertags-Donnerstag wollten wir dazu nutzen, doch nochmal die Figln zu testen. Wenn man das Zeug halt schon hat ...

Wir radelten gemütlich das Ostrachtal hinter und dann - nicht mehr so gemütlich - hinauf zur Schwarzenberghütte und Käser-Alpe, wo wir die Räder parkten. Der beste Allgäuer von Allen überlegte kurz und ging dann barfuß weiter. Bis kurz vorm Engeratsgundsee war auch alles trocken, dann kam ein kleines Schneefeld, dass er problemlos queren konnte.

Wir hatten schon überlegt, wie weit der See wohl schon eisfrei sei, und ob baden dort die Bezeichnung ‘eisbaden’ überhaupt verdienen würde. Als wir über den kleinen Rücken traten, staunten wir daher nicht schlecht: der Engeratsgundsee war fast noch vollständig zugefroren. Nur hinten an dem kleinen Hügelchen könnte man eventuell reingehen.

Es waren wieder Gewitter angesagt und der Himmel war inzwischen gut über die Hälfte bewölkt. Der beste Allgäuer von Allen beschloss daher, direkt eisbaden zu gehen, so lange es noch war und sonnig war, und wir gingen zum Hügelchen rüber.

Der Weg in das kleine offene Löchlein im See war nicht ganz einfach, denn da musste man erst ein wenig Eis queren und dann davon in den See steigen. Das Wasser danach war etwa oberschenkeltief, aussteigen müsste also möglich sein. Und für den Fall das das nicht klappte, gab es links noch eine schmale Rinne, wo das Wasser noch flacher wurde. Wieder rauskommen war also gesichert.

Der beste Allgäuer von Allen zog die Badehose an und ging vorsichtig übers Eis zum offenen Wasser. Ohne einzubrechen konnte er am Ende des Eises ins Wasser steigen. Dann schwamm er kurz, wobei das Wasser wirklich sehr kalt sein musste, denn er pustete wie eine Dampflok: ‘Puuuh! Puuuh! Puuuh!’

Das Austeigen aus dem See klappte wie erwartet gut und er kam glücklich zum Hügelchen zurück, wo ich die Sonne genoss. Nach kurzem Aufwärmen konnte es weiter gehen. Wir stiegen zunächst zum Kleinen Daumen hoch, weil der direkte Anstieg zum Großen Daumen nicht begehbar aussah.

Da wir ja nicht wussten, ob man vom Großen Daumen direkt abfahren können würde, schaute ich mir schon mal an, wo und wie man auf dieser Seite mit den Figln fahren könnte. Da bot sich eigentlich nur die Direkt-Abfahrt vom kleinen Daumen mit mehrfachem Abschnallen an, alles andere war zu steil und man kam auch nicht gut (oder überhaupt) an den Schnee. Und abfahren wollte ich, das Knie zickte ein wenig rum.

Am Kleinen Daumen brachte ich also vorsichtig den Vorschlag vor, den Großen Daumen auszulassen, aber das kam nicht gut an. Wir gingen also auch noch zum Großen Daumen rüber, wobei der Weg über den Grat ja echt nett ist, der restliche Anstieg dann eher nicht so.

Schon auf der langen Querung zum Gipfel war dann klar: das war eine Super-Idee, denn wir würden direkt vom Gipfel abfahren können :-)

Nach der Gipfelpause stiegen wir also ein paar Meter zum Schneefeld ab und schnallten die Figln an. Das Schneefeld ist freundlich und fängt moderat steil an. Man steht also nicht unvermutet in nahezu senkrechtem Gelände, sondern kann sich erst mal ein wenig eingewöhnen. Das war auch nötig, denn der grob-buckelige Sommerschnee war mit den breiten kanten-losen Figln echt schwer zu fahren.

Das Schneefeld wird dann kurz sehr steil und man muss direkt neben ein beeindruckenden Wechte runter. Wir querten zittrig bis drunter und kurvten dann auf das danach wieder moderat steile Schneefeld. Danach wird es wieder steiler. Am schwierigsten war, mit den kurzen breiten Figln die vielen Buckel und Löcher des Sommerschnees zu bewältigen. Immerhin war der aber so weich, dass man meistens tatsächlich annähernd ‘fahren’ konnte.

Es war sehr anstrengend, wir kamen aber immerhin recht schnell bis zum See runter (was auch gut war, denn inzwischen hatten sich haufenweise dunkle Wolken aufgebaut) und mussten nicht mal abschnallen. Allerdings liefen wir mit den Figln an den Füßen ein kurzes Stück über Gras, was in etwa so gut geht, wie mit Flossen rumlaufen.

Die letzten Meter Schnee schenkten wir uns (woran man sehen kann, wie stressig das Figln ist ;-)) und liefen zu Fuß zurück zum See. Danach kam noch der Abstieg zu den Rädern (bei dem das Knie wieder ein wenig rumzickte) und die lange gemütliche Abfahrt bis zum Auto, wo man oben viel bremsen und dann vielleicht noch 3 Mal treten muss :-)


Radeln im Ostrachtal


Auf dem Weg zum Engeratsgundsee


Der Engeratsgundsee


Eisbaden


Schneefeldquerung auf dem Weg zum Kleinen Daumen


Am Kleinen Daumen


Am Grat zum Großen Daumen


Der lange Weg zum Großen Daumen


Anschnallen der Figln


Figln


Figln vorm Engeratgundsee


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 12.06.2018 17:13 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Montag, 21.05.2018: Völkerwanderung

Dienstag, Juni 12, 2018

An diesem Tag war das Wetter in der Früh tatsächlich so schön wie der Wetterbericht versprochen hatte. Wir stellten den Kangoo in Tannheim ab und radelten zum Vilsalpsee hinter. Unten im Dorf kamen uns ein paar Leute entgegen, die 5 frisch geschorene Alpakas dabei hatten. Alle Alpakas hatten die totale Punk-Frisur, das sah super aus :-)

Wir radelten bis zum Wasserwerkhäuschen unterm Traualpsee und stellten dort die Räder ab. Uns war schon klar gewesen, dass es rund um den Vilsalpsee doch einige Leute haben würde, aber die Schlange zum Traualpsee hinauf war nahezu eine Völkerwanderung. Ein Wunder ist das nicht, die Gegend ist echt traumhaft schön. Der beste Allgäuer von Allen hatt zwar Fivefingers dabei, beschloss dann aber, barfuß zu gehen.

Wir reihten uns ein und stiegen mit den vielen Leuten zum See hinauf. Wider Erwarten war das gar nicht so lästig wie befürchtet. Als wir die Räder abstellten, war wohl gerade eine Busladung vorbei gelaufen, inzwischen verteilten sich die Leute aber gut auf dem Weg.

Am Traualpsee machten wir eine kurze Pause, damit der beste Allgäuer von Allen seine Stiefel anlegen konnte. Ab hier würde es Schneefelder geben, das war schon abzusehen. Am Traualpsee selbst war kaum noch Schnee, deswegen waren wir nicht sicher, ob es oben an der Lache noch Schnee und Eis haben würde.

Als wir nach dem Felsriegel den ersten Blick auf die Lache warfen, staunten wir nicht schlecht: Der See war noch zu 99% zu, nur ganz vorn am Auslauf war ein kleines Stück freies Wasser. Praktischerweise direkt neben einem trockenen Hügel. Nach einem Blick auf den Himmel - die Wolken mehrten sich - ging der beste Allgäuer von Allen eisbaden, begleitet von vielen staunenden und bewunderten Ausrufen der Wanderer, die vorbei kamen. Aber es wagte sich sonst keiner rein :-)

Wir gingen weiter und bogen bald zur Lachenspitze ab, weil wir dachten, die Überschreitung müsse eigentlich möglich sein (es gab auch Leute im Klettersteig). Der Aufstieg ist steil und bröselig und ist auch im Sommer anspruchsvoll, um diese Jahreszeit kam glatt sowas wie Nordwandfeeling auf, so steil war das Schneefeld, über das wir aufstiegen. Ich war durchaus froh, da nicht wieder runter zu müssen.

Der Gipfel war proppenvoll. Laute Klettersteigbezwinger, die entweder froh drüber waren, den Klettersteig hinter sich zu haben oder sich vor dem Abstieg graulten. Wir gingen ein paar Meter weiter und machten auf einem Absatz unterhalb des Gipfels Pause.

Der Abstieg von der Lachenspitze ist auch recht steil (allerdings nicht so sehr wie die Nordseite) und auch eine sehr bröselige Abgelegenheit. Das war aber ganz gut zu gehen, wie auch die beiden Schneefelder da drin. Ich war trotzdem sehr langsam, denn meine Sorge ist ja immer, irgendwo durchzubrechen und mir dabei das Knie zu verbiegen. Es ging aber alles gut.

Aus der Joch zwischen Lachen- und Steinkarspitze stiegen wir direkt über den Schnee ab. Der war leider ein bisserl sehr weich, um auf Schuhen abzufahren. Das klappte nur sehr mäßig. Wir wurden trotzdem belohnt, denn auf einem grasigen Hügel im Kar tollten einige Murmel umher, die noch nicht ganz wach schienen, denn es gab keinen Wächter und wir wurden kaum beachtet :-)

Es grummelte die ganze Zeit leise um uns herum, aber in der Nähe befand sich kein Gewitter. Der Himmel wurde allerdings immer dunkler. Als wir im Abstieg gerade am Traualpsee waren, gab es unvermutet einen einzelnen Donnerschlag, der derart laut war, dass wir beide zusammen zuckten und einen kleinen Sprung hinlegten. Puh, sowas treibt das Adrenalin ganz schön in die Höhe!

Kurz drauf fing es an zu tröpfeln. Wir machten uns regenbereit (Rucksack einpacken, Regenzeug greifbar packen) und der beste Allgäuer von Allen legte sogar die Regenjacke an, aber außer den paar Tropfen am Traualpsee passiert nichts.

Am Vilsalpsee schien die Sonne, aber das Auto und der Parkplatz bei Tannheim waren nass. Da hatten wir ganz schön Glück gehabt, mit dem Wetter :-)


Auf dem Weg um Tannheim herum


Am Vilsalpsee


am Traualpsee auf dem Weg zur Landsberger Hütte


Direkt vor der Eisbadestelle


Eisbaden


Auf dem Weg zur Lachenspitze


Die Schneefelder sind schon ordentlich steil!


3-Seenblick: Lache - Traualpsee - Vilsalpsee


Abstieg von der Lachenspitze


Murmel


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 12.06.2018 16:29 • outdoorbergmtb(0) Kommentare
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