Wegen diverser Umschichtungen ist neuerdings auch wieder ein Linux-Projekt bei mir gelandet. Unix/Linux - laaang, lang ist’s her ...
Der Kollege, der das vorher gemacht hat, ist leider vom Fahrrad gefallen und kommt noch eine ganze Weile nicht wieder, also muss ich mich allein durch das Projekt wühlen. Das führt zwangsläufig zu einigen Fehlern, weil - siehe oben - ich habe verdammt viel vergessen.
Aber es ist auch amüsant. Die letzte Fehlermeldung heute lautete:
... Cowardly refusing to create empty archive.
Gestern war das jährliche Firmen-Skifahren. Nur Augsburger und Münchner natürlich. Auch wenn die Skifahrer wie üblich wegen dringlicher Termine dann doch wieder reduziert wurden, waren wir am Ende immerhin 11 Leute (davon 2 Boarder). Sogar die japanischen Kollegen waren dabei :-)
Und auch wenn die Wettervorhersage nicht so rosig war, waren die Bedingungen wegen des Neuschnees (immerhin 5cm!) richtig prima, vor allem am Anfang. Obwohl es zwischendrin Nebel hatte (den wir beim Mittagessen ausgesessen haben), war Vormittags und Nachmittags jeweils ein Wolkenloch und die Sonne schien. Klasse!
Lediglich die Episode am Ende, als es den einen japanischen Kollegen in der Buckelpiste übel aufstellte, den hätte es nicht gebraucht. Abgesehen davon: Das hat viel Spass gemacht!
Heute Nachmittag durft ich das erste mal in einen der Schwabing Towers. In den 14 Stock, also grad mal knapp über der Mitte. Im Vorfeld wurde ja viel davon gesprochen, dass es da gläserne Aussenaufzüge gibt und dass die Fenster bis zum Boden gehen, weshalb Leute mit Höhenangst da teilweise extra Kurse bekommen, wie sie damit umgehen können, denn - moderne Zeiten - im Normalfall kann man vom Treppenhaus nicht zurück auf die Etagen. Runter gehen ist also möglich, rauf nicht.
Ich muss zugeben: Ich bin enttäuscht.
Klar hat es da gläserne Aussenaufzüge, aber von den 3 möglichen Expositionen (drin, halb drin, draussen) hatten wir den Aufzug, der am weitesten ins Gebäude hinein ragte. Aussenaufzug, dass ich nicht lache, der war klassisch innen :-(
Und anstelle eines wunderbar exponierten Eck-Raumes hatten wir einen kleinen in der Mitte, von dem aus man zwar durchaus schön über München gucken konnte, aber nicht wie erhofft richtig schön gradeaus nach unten. Pfff.
Auffällig in den Towers ist aber tatsächlich die die Anzugträger/Kostümträgerinnen-Dichte. BigBoss, Chef und ich sind da geradezu herausgestochen in unseren Normal-Klamotten ;-)
Ich kam mir tatsächlich vor wie in einem Wallstreet-Movie. Alles weitläufig und gläsern und stählern und unten ein richtiger Empfang mit Sicherheitsleuten und alles was dazu gehört. Man glaubt gar nicht mehr so richtig, noch in München zu sein. Dazu gehört natürlich auch die Tatsache, tatsächlich in einem 14. Stock zu sein, das gibt’s hier ja sonst nicht.
Kann zwengs mir so bleiben, die Towers haben mir nicht gefallen. München ist einfach anders, die stählernen Glaspaläste dürfen gern woanders gebaut werden, München soll uncool und altbacken bleiben.
Eines der Dinge die ich ganz besonders gut kann. Der neueste Beweis: Ich habe heute morgen den zur Kaffeeküche umfunktionierten Abstellraum unter Kaffeesatz und Wasser gesetzt. Und wo ich schon mal dabei war, hab ich mir dabei gleich die Vorderseite der Jeans gebräunt und die Beine verbrüht. Letzteres ist nicht allzu schlimm ersteres schaut ziemlich bescheuert aus jetzt.
Glücklicherweise konnte ich die Putzfrau, die den Raum eben erst gereinigt hatte (was sonst?), nochmal zurück holen, so dass die Säuberungsaktion immerhin halbwegs schnell ging. Eine halbe Stunde später war der Kaffee dann sogar fertig.
... der Technik :-(
Seitdem wir am neuen Standort sind, haben wir IP-Telefone. Man sollte meinen, da sei nun alles schöner besser, schneller, bunter. Aber nix is.
Es rauscht gelegentlich unerträglich, hin und wieder hat man andere Gespräche im Hintergrund oder auch mal ein ganz wunderbares Echo, wenn jemand spricht. Zum Ausgleich kann man die Lautstärke im Kopfhörer nicht mehr runter drehen, was speziell bei der Telko-Anbieter-Warteschleife dringend nötig wäre.
Und es passiert immer wieder das: “Aufgrund von Netzwerkproblemen können wir ihren Anruf derzeit nicht ... BlaBlaBla.”
Ich will mein schönes analoges Telefon zurück!
So der passende Name des Umzugs aus dem schönen Standort hier im Süden in den neuen Standort im Münchner Norden :-) Amüsiert mich immer wieder, wenn ich damit zu tun habe ;-)
Was die Kollegen in den US of A uns weit voraus haben, ist diese wunderbar lässige Art Präsentationen zu halten. Zugegeben, es ist natürlich viel schwieriger, in einer fremden Sprache lässig zu sein, vor allem, wenn man nervös ist und einem immer wieder mal ein Wort nicht einfällt, aber da es gibt auch im Idealfall einen gewaltigen Unterschied.
Nein, war nicht meine Präsentation diesmal. Glücklicherweise, sonst hätte ich nämlich rumgestammelt und alles vergessen was eine gute Präsentation ausmacht. Ich war lediglich der technische Back-Up für’s Marketing und musste nur frei über Details zum Projekt sprechen. Das ist einfach :-)
Der deutsche Kollege, der sich da die Zunge verbogen und das Hirn verwunden hat, hatte mein vollstes Mitgefühl. Ich bin soooo froh, dass ich nur extrem selten Präsentationen halten muss.
Bis zum Firmen-Umzug ist es noch ein Weilchen hin, aber die Schatten, die die Aktion wirft, werden länger, breiter und dunkler. Inzwischen verbringe ich täglich etwas Zeit mit der Planung, heute fast den ganzen Tag. *seufz* Wobei ich echt froh bin, ‘nur’ unseren Bereich beplanen zu müssen und mit dem ganzen Overhead nichts zu tun zu haben.
Vorhin vom Chef Schoki geschenkt bekommen, weil ich das gemacht habe, was meine Aufgabe war: ihn vertreten nämlich.
Zugegeben, die Vertretung war ein bisserl (OK, ziemlich) lästig, weil ungewöhnlich viel administratives Zeug angefallen ist und ich mich fast mehr um Chef-Aufgaben kümmern musste als um meine eigenen, aber ich hab das lediglich als ‘Pech gehabt’ betrachtet.
Das mit der Schokolade (‘Merci’ natürlich) freut mich jetzt natürlich ungemein. Wegen der Schoki natürlich sowieso, aber auch die Geste :-)
Bestätigt eigentlich nur das was ich eh schon immer sage. Ich hab bisher immer viel Glück gehabt bei der Wahl meiner Chefs. Nicht dass ich mir einen einzigen so richtig selber ausgesucht hätte ...
Ich fange an, ernsthaft an der Welt zu zweifeln. Für unseren gesamten Hardware-Fuhrpark haben wir kürzlich am neuen Standort einen Regalmeter zugestanden bekommen. Das war schon sch…-knapp, aber wir haben es so hinbekommen, dass das Arbeiten damit immerhin weitgehend machbar wäre.
Nun bekommen wir für den gesamten Park in diesem einen Regalmeter genau 1,2 kW Nutzleistung zugeteilt. Also weniger als ein handelsüblicher Fön, Staubsauger oder Wasserkocher. Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich jetzt in hysterisches Gekicher ausbrechen. 1.2 kW.
Abgesehen davon, dass sich so langsam ein gerüttelt Mass an Genervt-Sein ausbreitet, will sich dennoch niemand ernsthaft beschweren, denn die ‘Verbannung’ nach Augsburg könnte ja noch immer ausgesprochen werden ...
Die Erholung aus dem Urlaub hat sich jedenfalls erstaunlich schnell wieder verflüchtigt. Geblieben sind lediglich der lädierte linke Knöchel (wenn das nicht morgen besser ist, gibt’s einen Doc-Termin) und ein Mail-Berg, für den ich wohl noch ein paar Tage brauche ...