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Litnisschrofen

Dienstag, Februar 02, 2016

Da wegen der Schneelage ja eh keine übergroßen Abfahrtsfreuden zu erwarten waren, entschieden wir uns, am Samstag zum Litnisschrofen zu gehen, der skitechnisch eher wenig zu bieten hat, dafür aber oben mit ein paar Felsen aufwartet, was ja auch nicht zu verachten ist.

Im Tannheimer Tal hatte es deutliche Minus-Temperaturen und alles war hart gefroren. Relativ unerwartet war der Parkplatz unten schon ziemlich voll und wir hatten das Pech mit einer großen Gruppe zusammen loszugehen. Um deren Gequassel zu entgehen starteten wir erst mal ziemlich schnell, um sie abzuhängen. Der Fahrweg von Haldensee war bis auf eine Stelle noch fast durchgehend zu begehen und die 3 Lawinen, die es da meistens drüber spült, lagen auch schon alle unten.

Am Abzweig zum Litnisschrofen Krinnenspitze wurde es einsamer und wir waren allein auf dem teils recht harten und eisigen Waldweg. Ich warf mich an einer steileren, glatten Stelle recht ungeschickt auf die Spur und verbog mir erst mal das Knie ganz ordentlich. Nachdem der Schmerz versurrt war, konnte ich aber doch ganz normal weiter gehen. Nach einer Pause am ersten Sonnenfleck trafen wir auf die Heerscharen von Krinnenspitzen-Tourern von Bahn, konnten aber die meisten an der Strindenscharte zurück lassen. Die Krinnenspitze ist oben übrigens komplett blank.

Auf der Sonnenseite entlang des Litnisschrofen war es sehr idyllisch (blauer Himmel, weißer Schnee, grüne Latschen, Hach!) und sehr warm. Wir verweigerten die Spur, die auf halber Höhe am steilen Grat querte und legten eine eigene Spur etwa entlang des Sommerwegs an. Wir stiegen soweit es ging mit Skiern die Rinne hinauf und kletterten die letzten Meter zu Fuß zum Gipfel, den wir ganz allein für uns hatten. Es war allerdings recht ungemütlich da oben, der Wind blies uns in Böen Schneestaub um die Nasen.

Zur Pause stiegen wir ab und setzten uns im Schutz der Latschen in die Sonne, wo es weitgehend windgeschützt einigermaßen gemütlich war. Bis zur Strindenscharte gibt es 2 nette Hänge und beide hatten immerhin passablen Schnee ;-) Danach bleibt eigentlich nur die eher lästige Abfahrt auf der rechten Seite des Baches entlang des Aufstiegs am Waldweg. Und so kam es, dass ich den klassischsten aller klassischen Fehler machte: ‘Hey, da links am Bach hat es Spuren. Lass uns mal denen folgen, die kennen bestimmt eine schönere Abfahrt.’
(Zu meiner Entschuldigung: Es gibt tatsächlich sowohl Aufstieg als auch Abfahrt links des Bachs, nur kennen wir die nicht.)

Anfangs schien das eine feine Idee. Der Schnee war zwar nicht aufgegangen, aber es hatte immerhin erst mal freie Hänge. Dann führten die Spuren in den Wald und ich nahm an, gleich würde es ‘ums Eck’ gehen und wir würden auf dem Aufstiegshang der anderen Seite landen. Stattdessen führten die Spuren in immer unwegsameres Gelände, bis wir schließlich nur noch an der steilen Bachseite quer rutschen konnten und einen Zufluss nach dem anderen queren mussten. Ja, irgendwie hätte man da vermutlich schon mit allerlei lustigen Hindernissen bis zur Brücke kommen können, aber als uns dann ein Skistock in den Bach abstürzte, beschlossen wir, das als Zeichen zu sehen und auf der anderen Seite zum bekannten Weg hinaufzukrabbeln.

Boah, was für eine Aktion! Anstrengend, gefährlich und durchweg bescheuert.
Ich würde ja gern sagen, das machen wir nie wieder, aber die Hoffnung auf neue möglicherweise schönere Abfahrten wird uns sicherlich auch zukünftig wieder ereilen und man muss ja auch zugeben: So haben wir auch schon Interessantes entdeckt. Aber auf jeden Fall: Da werden wir mit Sicherheit nicht mehr reinfahren.

Was hingegen interessant aussah und bei Gelegenheit mal genauer angeschaut werden muss: Die steile Rinne auf der rechten Seite des Gipfels aufsteigen und auf Nordseitenrinne abfahren.


Tannheimertalblick


Aufstieg zum Gipfel


Oben :-)


Rückweg


Rutschspur am Bach


Abstieg zur Skistockrettung


Hinaufgekrabbel zur Abfahrt

Von engel am 02.02.2016 21:33 • outdoorski(2) Kommentare

Endlich Skitour :-)

Freitag, Januar 29, 2016

Letzten Sonntag hatten wir möglicherweise grad noch den letzten halbwegs schönen Schnee erwischt, bevor das große Tauen einsetzte (und das soll ja so schnell nicht wieder aufhören). Wie üblich nahmen wir erste den Weg durch den Bach und dann die Zwischenabfahrt zur Starzelalpe mit. Ersteres weil es so nett ist, Zweiteres weil uns beiden die Querung aus verschiedenen Gründen nicht so gut tut und wir dann doch lieber ein paar Höhenmeter mehr machen.

So waren wir zwar so gut wie immer allein unterwegs, wurden aber wegen des umständlicheren und längeren Aufstiegs dann doch von sehr vielen Leuten überholt, so dass nur noch wenig schöner Schnee für die Abfahrt übrig war. Der Schnee war aber eh ziemlich windbeeinflusst, es war also nix mit lockerem Runterschweben, insofern war es nicht weiter problematisch, den Krafteinsatz noch ein wenig zu erhöhen und die alten Spuren einfach zu durchpflügen ;-)

Auf dem Weg nach unten wurde der Schnee dann immer schwerer und nasser, was kein Wunder war, das Thermometer am Auto in Baad im Schatten zeigte 6 Grad.

Also: Tatsächlich eine Skitour im Winter 2015/2016. Im Aufstieg weitgehend einsam, in der Abfahrt OK. Yay!


Erst einsam spuren im Bach ...


... am Gipfel dann doch Betrieb

Von engel am 29.01.2016 18:35 • outdoorski(0) Kommentare

Dreifahnenkopf zum Zweiten

Samstag, Januar 23, 2016

Diesmal mit Ski :-)

Geplant war eigentlich die übliche Schlechtwetter-Lawinenlage-angepasste Runde Ochsenkopf-Rangiswanger. Als wir dann aber recht spät am Ostertalparkplatz grad noch so das Auto abstellen konnten und in einem Pulk von 30 Leuten oder so hätten loslaufen müssen, drehten wir einfach ab und stiefelten das Ostertal hinter. Dort war es wie vermutet sehr einsam und es hatte Unmengen Schnee. Zudem schneite es, mal mehr, mal weniger, aber durchgehend.

Auf dem Dreifahnenkopf war auch diesmal noch niemand gewesen, deswegen war da wieder Spuren angesagt. Auch diesmal fing wieder ich an. Der Schnee war stellenweise oberschenkeltief und wegen der schlechten Sicht war kaum zu erkennen, ob man grad gegen einen Hügel lief oder in einer Mulde versank.

Spuren mit Skiern ist zwar einfacher als mit Schneeschuhen, aber anstrengend ist es doch und man kommt nur langsam voran. Bald fror der beste Allgäuer hinter mir während ich nahezu schweißgebadet war. Wir tauschten. Wieder hatte ich grad mal 50 Meter geschafft, aber diesmal waren es wenigstens Höhenmeter ;-)

Skifahrerisch gab der tiefe Schnee dann doch mehr her als ich erwartet hatte. Im flacheren Gelände mussten wir natürlich der Spur nachfahren, aber wo es etwas steiler war, ließ es sich wunderbar schwingen. Vor allem weiter unten, wo der Schnee nicht ganz so bodenlos war :-)

Wir hätten allerdings besser mal vorher die Ski noch gewachst. Die sahen zwar im Keller noch ganz gut aus, aber rutschten auf der langen Straße aus dem Ostertal raus bedauerlich wenig. Nunja, war das halt auch noch sportlich ...


Auf dem Weg ins Ostertal


Spurarbeit (unten im Wald, wo noch vergleichsweise wenig Schnee lag)


Gipfel mit Aussicht


Abfahrtsfreuden

Von engel am 23.01.2016 00:44 • outdoorski(0) Kommentare

Winterwochenende

Mittwoch, Dezember 16, 2015

Man kann es zwar kaum glauben, aber auch bei uns gibt es Winter. So ein klitzekleines Bisserl, ganz weit hinten oben im Eck.

Ich wollte da hinten im oberen Eck mal nachschauen, wie es denn wirklich aussieht, deswegen starteten wir am Samstag ins Kleine Walsertal, um die Ochsenhofer Köpfe zu überschreiten. Wenn die Bahn nicht läuft, ist es da immer nett und einsam. Vorsichthalber - wir hatten ja am Rangiswanger Horn ziemlich stapfen müssen - hatten wir die Schneeschuhe der besten Eltern im Gepäck. Ja, Schneeschuhe, auch wenn ich die Dinger schon mal in Grund und Boden verrissen habe.

In Baad war es eisig kalt. Man hätte damit rechnen können, hatten wir aber nur so halb, deswegen bibberten wir uns Richtung Walmendinger Horn in die Sonne hoch. Ab da war es angenehm. Anfangs war alles schneefrei, dann stapften wir über ein paar Schneeflecken, und gelangten schließlich an der Stütz-Alpe auf die Piste (also die Forststraße), ein weißer Streifen in braun-grüner Landschaft. Die Piste war gewalzt. Wo der Fußweg abzweigte, bei ca. 15cm Bruchharsch, legten wir die Schneedinger an und ja, mit denen lief es sehr angenehm.

Auf dem Fußweg galt es noch ein paar freie Stellen im Wald zu queren, aber eigentlich liefen wir ab da im Schnee und hatten das Gefühl, die Schneeschuhe seien sinnvoll und dienlich. Wir liefen auf dem Fußweg und dann auf der gewalzten Piste bis zur Muttelkopf-Gipfelstation und schauten uns dann um. Wir waren absolut und komplett allein. Keiner da, niemand! Einzelne Spuren führten über die Ochsenhofer Köpfe und das wäre sicherlich gegangen, aber uns lachte das Walmendinger Horn an. Wann kann man da schon mal allein hinauf?

Also ging es die Piste wieder runter in den Sattel und weiter zum Walmendinger Horn. Mit Gipfelkreuz und Aussicht und ganz und gar allein :-) Allerdings auch mit Wind. Zur Pause stiegen wir zur Gipfelstation der Bahn runter und hatten die volle Luxuspause, windgeschützt, mit Sitzgelegenheit, Tischchen und Aussicht :-)

Der Abstieg war dann ... nicht so toll. Wahrscheinlich muss man auch mit Schneeschuhen erst mal laufen lernen. Ich kann das nicht und hatte doch ein paar Problemchen damit, auf hartem Untergrund (Piste einerseits, gefrorener Deckel mit Pulver obendrauf andererseits) so abzusteigen dass das Knie nicht protestierte. Nunja.


Stütz-Alpe


Am Walmendinger Horn

Wo das mit dem ‘zuenen’ Skigebiet am Walmendinger Horn so nett gewesen war, fuhren wir am Sonntag zur Auenhütte, um dem ‘zuenen’ Skigebiet am Ifen einen Besuch abzustatten. Wieder mit Schneeschuhen, aber weil uns der Abstieg so gar nicht getaugt hatte, steckten wir die Minis an den Rucksack, die kann man auch mit festen Bergstiefeln fahren. Wir rechneten damit, dass auch am Ifen die Pisten schon präpariert waren.

Zu unserem Erstaunen war unten an der Liftstation ordentlich was los. Lauter Skitourengeher und zwar nicht nur ‘Locals’ sondern auch welche aus STA, M, RO, N, S, HDH und ähnliches. 200 km und mehr und um die Piste zum Ifen raufzusteigen? Präparierte Pisten waren übrigens Fehlanzeige, mir schwante Übles.

Wir stapften anfangs direkt unter der Bahn zur Mittelstation. Meist lag Schnee, auf auf dem exponierten Rücken war er allerdings schon ziemlich lückenhaft. Weiter oben war die Schneedecke geschlossen und der Schnee wurde tiefer. Zwar hatte er meistens einen auch mit Schneeschuhen tragenden Deckel, aber wir brachen gelegentlich doch durch. Vor allem über den Latschen und Felsen, was ziemlich doof sein kann.

Der ursprüngliche Plan war gewesen, über den Sommerweg zum Ifen selbst aufzusteigen. Als wir aber versuchten, mit den Schnee-Dingern querend den steilen Hang zum Gipfelaufbau aufzusteigen, 5 Zentimeter Pulver auf hartem Deckel, gaben wir nach der Hälfte auf. Schneeschuhe sind einfach nicht wirklich bergtauglich. Zu solchen Gelegenheiten verbiegt man sich Knöchel und Knie und Rücken und hat trotzdem kaum Halt.

Abgesehen davon scheint der Winteraufstieg auf den Ifen durch die obere steile Rinne zu gehen, nicht über den Sommerweg. Zumindest sahen wir 3 Leute da hinauf kraxeln und das sah doch einigermaßen anspruchsvoll aus. Da hätte ich mich erst mal ziemlich gegruselt, auch wenn von denen keiner Probleme zu haben schien.

Wir gingen stattdessen aufs Hahnenköpfle, den kleinen Hubbel hinter der Gipfelstation, wo wir grad noch in der Sonne Pause machen konnten, bevor der Ifen-Schatten den Gipfel erreichte.

Die Abfahrt war - gemischt. Wir hatten ja mit präparierter Piste (und weniger Schnee) gerechnet und waren nur deswegen mit den Minis unterwegs. Wie nicht anders zu erwarteten, waren die kleinen Ski der Tour nur bedingt gewachsen. Im etwas tieferen Schnee neigen sie dazu abzusacken (Ich warf mich auch direkt unter dem Gipfel genau deswegen in den Tiefschnee und schaufelte mir dabei einen Haufen Schnee in den Nacken. Brrr!) und in Bruchharsch oder Ähnlichem hat man mit Bergstiefeln ziemliche Probleme mit Kurven.

Dass die Tour auf den Ifen so stark frequentiert war, kam uns deswegen sehr entgegen. Die Aufstiegsspur war teilweise schon fast pistenartig ausgetreten. Wir versuchten so weit wie möglich auf dieser ‘Piste’ zu bleiben. Direkt unter der Gipfelstation erwischten wir aber die falsche Spur und gerieten in felsiges Karstgelände, in dem der Schnee die Löcher nur unzulänglich bedeckte. Unsere kurzen Ski trugen uns natürlich viel weniger als die langen breiten Latten der anderen und so brachen wir da gelegentlich ein. Dass wir da ohne gröbere Probleme durch kamen, war schlicht und einfach Glück.

Danach war die ‘Piste’ bis auf wenige Stellen sehr ‘pistig’ und wir hatten sogar Spass. Nach der Mittelstation nahmen wir die Straße (ist zwar langweilig, dafür bricht man nicht ein) und mussten nur 2 Mal abschnallen.

Die Sinnhaftigkeit der Tourgerätewahl (mit Skiern hätten wir uns deutlich leichter getan, rauf wie runter) kann man sicherlich anzweifeln, aber mir hat die Tour trotzdem gefallen :-)


Abbruch unterm Ifen-Aufbau


Abfahrt

Was Schneeschuhe betrifft: OK, es gibt Gelegenheiten, zu denen man die brauchen kann. Viele sind das aber nicht und in den Bergen befinden sich diese Gelegenheiten auch eher nicht.

Weil es aber ja kaum Schnee hat und zudem kein Schnee zu erwarten ist, hoffe ich, dass wir die Teile über den Jahreswechsel behalten können. Ich hab so meine Zweifel, ob man viel mit Skiern machen können wird. Und ohne Ski wird es halt schnell beschwerlich, wenn dann doch irgendwann Schnee kommt ...

Von engel am 16.12.2015 23:04 • outdoorbergski

4 Tage, 3 Touren

Donnerstag, März 19, 2015

Der heimatliche Kurzurlaub kann als großer Erfolg verbucht werden, auch wenn wir den Sonntag dann doch daheim verbrachten. Aber mei, so ‘richtige’ Erholung muss halt auch mal sein und ein Liegestuhl auf der Terrasse ist ja auch nicht zu verachten.

Das Wetter jedenfalls spielte mit und bescherte uns erst fast einen Sonnenbrand, inzwischen aber eine schöne Bräune. Sogar bei mir :-)

Wir fanden abwechselnd übel zusammengefrorene alte Spuren, schönen Firn, Windpressdeckel, Bruchharsch, feinsten Pulver, tiefen Sulz und alles zwischen Eis und Wasser in den Spuren. Während man mittelmäßig schlechte Bedingungen wegen des Drumherums einfach hinnimmt (nur richtig übles Zeug bleibt hängen), überstrahlt die Freude am schönen Schnee - Firn und Pulver - so dermaßen alles, dass ich das Gefühl habe, alle Touren waren auch in diese Hinsicht Klasse, obwohl wir objektiv nur ein paar gute Stellen fanden.

Am Allerpositivsten war, dass wir am Donnerstag und Freitag sogar auf den Allgäuer Standardtouren, wo es in den letzten Jahren unglaublich voll geworden ist, so gut wie allein unterwegs waren. So müssen Skitouren eigentlich.

Samstag suchten wir uns eine abgelegene Skitour im Lechtal aus. Da hinten ist alles sehr lang und weit und hoch und auch einigermaßen umständlich zu erreichen. Folglich war es dort recht leer, dafür erreichten wir aber auch unser Ziel nicht ;-)

Letzteres lag nicht direkt daran, dass wir es konditionell nicht mehr geschafft hätten (wir waren allerdings bedauerlich langsam), aber als wir um zwei feststellten, dass wir wohl noch anderthalb Stunden bis zum Gipfel brauchen würden, war uns eine schöne Abfahrt dann doch wichtiger als der Gipfel. Die Belohnung folgte unter dem Ski: prima Pulver in versteckten Rinnen (den hätte es später auch noch gehabt) und grad noch weicher Firn auf südseitigen Flanken. Der Firn fing schon an, wieder einzufrieren und wäre später sicherlich ziemlich grässlich zu fahren gewesen.

Zum Abschluss warf ich mich auf dem Ziehweg zurück nach Holzgau wegen einer Unachtsamkeit (Ski verkantet) dann noch mit Karacho in den steilen Wald neben dem Forstweg. Geschickterweise zwischen den Bäumen hindurch, aber für einen blauen Fleck und eine verbogene Schulter reichte es trotzdem.


Tour 1: Start am Bach


Tour 1: Der Gipfel ist in Sicht


Tour 1: Allein ganz oben


Tour 1: Gegenanstieg


Tour 2: So leer ist es im ersten Hochtal sonst nie :-)


Tour 2: Der Gipfelhang, mehr Schnee drauf als wir erwartet hatten


Tour 2: Schon wieder allein ganz oben und wunderbare Umgebung


Tour 2: Gegenanstieg, der Schnee da sah so schön aus


Tour 2: Und so war er auch :-)


Tour 3: Unten muss man erst mal mühsam durch den Tobel


Tour 3: Der beeindruckende Abschluß des Tobels


Tour 3: Dann geht es erst mal weit (und flach) hinter


Tour 3: Nach der Alpe macht das Tal einen Bogen und es geht weiter flach nach hinten


Tour 3: Noch weiter hinten kommt man sich langsam vor wie im Hochgebirge


Tour 3: Aber es ist immer noch ziemlich flach


Tour 3: Sieht aber Klasse aus


Tour 3: Wolken zogen auf und wehte ein eisiger Wind. Immerhin geht es hier hinten endlich hoch.


Tour 3: Abbruch, der Abfahrt wegen


Tour 3: Yeah!


Tour 3: Runtertasten durch den Tobel

Von engel am 19.03.2015 21:38 • outdoorski

Winterwochenende

Dienstag, März 10, 2015

Langsam nähern wir uns wieder dem Normalzustand. Für uns heißt das: Schnee, Sonne, Ski :-)
Allzu lange oder allzu anstrengende Touren machen wir aber noch nicht. Trotzdem, an jedem Tag eine Tour ist schon ein Fortschritt, auch wenn es noch die eine oder andeer Schwierigkeit zu überwinden galt.

Heute wegen Zeitmangel nur Bildchen.

Von engel am 10.03.2015 22:15 • outdoorski

Skitour, einsam :-)

Dienstag, Februar 10, 2015

Nachdem uns das Erlebnis mit den Riesengruppen in Baad so erschreckt und geärgert hatte, versuchen wir inzwischen wieder, abgelegenere Skitouren zu finden. Im Lechtal waren wir auch schon lang nicht mehr und irgendwann muss man ja auch mal nachschauen, wie die Lage dort so ist. Ich kann nun festhalten: Im vorderen Lechtal hat es noch deutlich weniger Schnee als im Allgäu, aber Skitouren ohne Bodenkontakt sind durchaus möglich. Möglich ist allerdings auch, dass man in/an Latschen hängen bleibt, die unvermutet aus dem Schnee springen (nicht die ganzen Latschen, aber einzelne Äste).

Nicht ganz so überlaufene Touren haben üblicherweise immer einen Haken. In unserem Fall war das der Zustieg entlang der steilen Grashänge an denen immer Lawinen abgehen (note to self: beim nächsten Mal die andere Bachseite für den Aufstieg nehmen) und der anfängliche Weg durch den Bach und über die Latschenhänge. Die Schneehöhe ließ da unten doch noch ziemlich zu wünschen übrig, so dass wir an manchen Stellen um Felsen und Latschen navigieren und mühsam über den noch offenen Bach steigen mussten.

Oben aber empfingen uns weite Hänge mit Pulverschnee. Oder vielmehr: weite Hänge und Pulverschnee im Kar, weiter oben sahen wir Schneefahnen und man sah dem Schnee unter dem Gipfel deutlich an, dass er vom Wind gezeichnet war. Der breite unstrukturierte Gipfelhang war uns etwas unheimlich. Wir waren ja auch allein unterwegs und es hatte nur 4 Spuren im Hang. LLB hin oder her (Stufe 2-3 mit günstiger Ausrichtung an diesem Hang), ein kleiner lokaler Test schadet bestimmt nicht (und ja, ein Schneeprofil sagt im Wesentlichen nur etwas über den Schnee im Profil aus). Wir gruben uns also ein Loch und begutachteten den Schnee denn wir vorfanden. Was wir vorfanden, schien uns beruhigend, daher setzen wir den Aufstieg zum Gipfel fort.

Ob war es im Wind ziemlich unangenehm, die Pause oben war daher nicht allzu lang. Die ersten Kurven im Gipfelhang waren nicht ganz locker, weil der Schnee oben einen leichten Windpressdeckel hatte. Dann kamen wir aber in den windgeschützten Bereich und konnten wunderbare Kurven in wunderbarem Pulver ziehen. Den restlichen Tee (und die Schokolade) gab es im Latschenbereich am letzten sonnigen Fleckchen.

Die Abfahrt durch die Latschen und die Bäume war dann teilweise etwas mühsam und man musste sehr auf Fallen (Baumstümpfe, Latschen, Felsen) unter dem Schnee aufpassen. Den Bach überquerten wir zu Fuß. Ganz unten waren dann noch die Lawinenstriche zu queren (hart zusammengefrorene Schneebrocken), bevor wir die letzten Kurven in den flachen unteren Hang ziehen konnten. So sollen Skitouren: tolle Gegend, schöner Schnee und einsam. Das eine oder andere Hindernis darf es ruhig auch haben ;-)


Start entlang der steilen Osthänge


Es schauen noch arg viele Latschen aus dem Schnee


Oben dann aber Schnee vom Feinsten


Auf den letzten Metern


Abfahrtsfreuden


Mehr Abfahrtsfreuden

Von engel am 10.02.2015 21:37 • outdoorski

Knie, blau

Mittwoch, Februar 04, 2015

Samstag in der Früh hatte es frischen Schnee und schönes Wetter war vorhergesagt. Baad schien uns in letzter Zeit allzu überlaufen, daher versuchten wir uns mal wieder im Tannheimer Tal. Auf der Krinnenspitze waren wir schon lang nicht mehr.

Wir kamen (mal wieder) zu spät los und landeten erst im Skifahrer-Stau dann hinter zwei Pflügen. Deswegen war wir erst um 9:30h am Haldensee. Und zogen dennoch die erste Spur in den frischen Schnee auf dem Forstweg ins Strindental. Wir waren überaus erstaunt.

Die (alte) Spur führte, anders als wir bisher gegangen waren, über die Edenalpe und den Sommerweg zum Rücken zur Krinnenspitze. Das ist im Winter mit all dem frischen Schnee geradezu kitschig schön und wir waren immer und immer wieder fasziniert, dass es unten im Kar und rüber zum Litnisschrofen keine einzige Spur hatte.

Der Rücken war unglaublich abgeblasen, aber es fand sich doch sowas wie Schnee zum Laufen in einer Mulde. Was gut war, denn wir waren angesichts des Neuschnees mit den neuen Skiern unterwegs. Auf der Querung zum Gipfel meinte ich zwei Mal ein Wumm-Geräusch zu vernehmen, aber unter den Skiern war eigentlich nicht genügend Schnee dafür.

Des Rätsels Lösung offenbarte sich als wir in die Nord (-West)-Seite der Krinnenspitze schauen konnten. Kurz vorher hatten Skitourer 2 Lawinen im nordseitigen Steilgelände beim Übergang von wenig zu viel Schnee (also genau da wo der LLB die größte Gefahr benannt hatte) ausgelöst. Beobachtungen der Leute am Gipfel zufolge per Fernauslösung, ohne direkte Beteiligung von Leuten.

Nach einer ausgiebigen und gemütlichen Pause in der Sonne machten wir uns an die Abfahrt. Wir fuhren nicht über den abgewehten Rücken ab, sondern hielten uns an den Rand der südwestseitigen Rinne, wo unterhalb der Latschen viel schöner Schnee zu liegen schien. Der war zwar durch die Sonneneinstrahlung schon ziemlich schwer geworden, aber er ließ sich noch immer recht gut fahren. Während ich mit meinen neuen Skiern schon ganz gut zurecht komme, kämpft der beste Allgäuer von Allen noch mit der Umstellung.

So richtig gut (leicht, locker, fluffig) wurde der Schnee unten im Kar, wo die Sonne noch nicht so richtig hinein gekommen war. Da war es eine Freude zu fahren :-)

Wenn man den Kargrund erst mal erreicht hat, sind die Abfahrtsfreuden eigentlich vorbei. Erst muss man noch ein Stück fast waagerecht durchs Kar, dann im Wald auf dem Sommerweg rumrutschen und schließlich auf dem Forstweg ins Tal abfahren. Das Zuckerl an der Krinnenspitze ist eher, dass man so schön allein unterwegs ist :-)

Kurz bevor man auf den Sommerweg kommt, hat es eine Steilstufe. Bisher konnte man die einfach mit zwei Schwüngen abfahren, aber da es letzten Samstag (noch?) recht wenig Schnee hatte, sahen wir das erste Mal, was sich unter der Steilstufe verbirgt: ein Felsabsatz. Oha!

Mit etwas Schwung (und Mut und Können) hätte man die kleine Wand wohl einfach mit einem beherzten Sprung überwinden können. Wir standen aber nun schon direkt auf dem Absatz mit dem Felsen und Schwung war nicht. Mut auch nicht bei mir, selbst wenn das Können eventuell ausreicht hätte. Schlimmer war aber, dass am potentiellen Landeplatz auch Felsen aus dem steilen Schnee zu schauen schienen, was den neuen Skiern dann eher nicht gut getan hätte.

Wir nahmen daher den vernünftigen (und vermutlich feigen) Ausweg und beschlossen abzuklettern. Der beste Allgäuer von Allen stieg als erster ab und nahm die Ski entgegen. Dann war ich dran. Ähem.

Inzwischen war noch mehr Schnee abgerutscht, so dass noch mehr Felsen zu sehen waren. Ich stieg vorsichtig so weit wie möglich runter und ließ mich dann den letzten Meter abrutschen. Ganz kurz schien ich am eigentlichen ‘Landeplatz’ stehen zu bleiben, dann rutschte ich noch ein Stück weiter ab und plötzlich war da nichts mehr unter meinen Stiefeln und ich stand 2 Meter weiter unten im bauchtiefen Schnee. Offensichtlich hatte es da noch mehr Felsabsätze und ich war grad über den Nächsten gesaust. Dabei - siehe Überschrift - hatte ich mir dann wohl auch das Knie angehauen, allerdings merkte ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Ich kabbelte mühsam über die Felsen hinauf zu meinen Skiern und schnallte mir die wieder unter. So mit Latten unter den Füßen ist man im tiefen Schnee doch besser aufgehoben ;-)

Im Wald auf dem Sommerweg legten wir uns dann beide dank unter dem Schnee versteckter Hindernisse noch arg ungeschickt in den Schnee, so dass wir nur mit Abschnallen und Zurückklettern wieder auf den Sommerweg kamen, um weiter abfahren zu können. Weder den Skiern noch uns war etwas passiert (außer Schnee allüberall), so war das nicht weiter tragisch. Alles in Allem: Abenteuer-Skitour!


Die Tannheimer


Die schönste Seite des Winters


Der abgeblasene Rücken


Am Krinnenspitzengipfel


Abfahrt


Schöne einsame Spuren :-)


Zweifel vorm Abstieg

Von engel am 04.02.2015 21:42 • outdoorski

Ausgefülltes Wochenende

Mittwoch, Januar 21, 2015

Schon länger (genau genommen seit Jahren) spielte der beste Allgäuer von Allen mit dem Gedanken, sich neue Ski zuzulegen. Ich eigentlich nicht, aber nachdem er so lang drüber nachdachte und ich das Konzept ‘Rocker’ so interessant fand und immer wieder Tests und Ähnliches las und er sich einfach zu nichts entschließen konnte, konnte ich irgendwann nicht mehr anders und recherchierte selber. Und wie das so ist, wenn man mal anfängt, steht das Ergebnis dann schon fest (nicht direkt, welcher aber dass Ski).

Und deswegen verbrachten wir einen vergnüglichen (und teuren) Samstag Vormittag beim Outdoor-Dealer des Vertrauens und haben jetzt jeder ein Paar neue Tourenski (und ein bisserl anderes Zeug auch). Ski mit Rockern von und hinten. Und breit. Und Adhäsionsfellen. Und überhaupt :-)

Es passte daher ganz wunderbar, dass es den ganzen Samstag über schneite und Sonntag schön werden sollte. Angesichts der Schneelage schien uns die Höferspitze der einzig sinnvolle Skiberg zu sein und das dachten nicht nur wir. Wir kamen zu spät los und wurden erst mit Stau ab Sonthofen und später - noch viel schlimmer - mit ungelogen 5 großen geführten Gruppen von Skitourern bestraft.

Die ersten drei Gruppen hängten wir noch in Baad ab, die bekamen erst noch Einweisungen. Durch die nächste Gruppe, locker 15 Leute, schlängelten wir uns gleich am Anfang des Winterwegs zur Bärguntalpe durch. Die letzte Gruppe machte an der Alpe kurz Pause und so konnten wir die glücklicherweise auch noch überholen. Ufff!

Bis dahin waren wir in wirklich ungewohnten Tempo unterwegs und mein Allgäuer wurde auch erst mal nicht merklich langsamer. Aber rennend schaffe ich keine ganze Skitour, irgendwann pendelten wir uns doch annähernd bei unserem gewohnten Tempo, das eher gemütlich ist, ein. Es war kalt, der Schnee war locker und Klasse und es waren wirklich nur wenige Leute vor uns unterwegs. Alles war gut!

Die neuen Ski - sowohl seine als auch meine - schlugen sich beim Aufstieg gut. Die Bedingungen waren natürlich nicht schwierig, daher lässt sich noch nicht sagen, ob mein Freetourer tatsächlich schwerer zu laufen ist als mein normaler Tourenski. Die Felle sind auch noch nicht weiter aufgefallen, weder positiv noch negativ, aber auch da kann man sich erst nach mehreren Touren ein Urteil bilden.

Nach einem guten Drittel im Hang zum Skigipfel hätte ich eigentlich anhalten und meinen rechten Fuß verpflastern sollen, der bei den ersten Touren immer eine Druckstelle bekommt. Aber erst war da keine Sonne und dann ... naja, hatte ich keine Lust. So kam ich humpelnd am Skigipfel an und verpflasterte mich erst da für die Abfahrt.

Fast alle Aufsteiger gingen weiter zum Gipfel, so dass es dort bald ziemlich voll war. Wir hatten die Rampe vom Skigipfel fast unverspurt für uns allein :-) Die ersten Meter waren etwas ungewohnt, zudem zeigte sich, dass unsere Annahme, die neuen Ski seien gewaxt gewesen, falsch gewesen war - die Ski rutschten ein wenig unwillig. Und eine einzige Tour ist natürlich eh nicht aussagekräftig.

Trotzdem, ein kleines Fazit meiner neuen Freetourer kann ich schon mal wagen: Wie erhofft schwimmen die Ski in tiefem Schnee deutlich besser auf. Das ist vermutlich dem Frontrocker und der Breite zuzurechnen. Der Tailrocker ist noch gewöhnungsbedürftig, denn die Ski bieten bei Rücklage deutlich weniger Halt. Andererseits braucht man auch weniger Rücklage, weil die Spitzen einfacher rauskommen - das ist Gewöhnungssache. In zerfahrenem Schnee machen sich der Frontrocker oder die Breite sehr positiv bemerkbar: der Ski pflügt viel einfacher durch alte Spuren als der Mountain Wave.

Auf flachen Pisten (Forstweg) habe ich momentan das Gefühl, der Ski sei langsamer. Lag aber vielleicht auch daran, dass er nicht richtig gewaxt war. Ob so ein breiter Ski bei schwierigen Verhältnissen, also steil, hart, Eis, problematischer ist, muss sich noch zeigen (ich vermute bald, es schneit ja nicht). Für weite schnelle Schwünge müsste er eigentlich ganz gut geeignet sein, aber da bin ich eher weniger geeignet, weil ich da schnell Angst ums Knie bekomme. Aber schaumermal, vielleicht probiere ich das ja auch noch.

Die Tour an sich war genial. Endlich Schnee! Endlich Sonne! Endlich draußen! Endlich - ach, überhaupt alles!
Und der Ski? Mir hat er Spaß gemacht. Ob man so viel Geld ausgeben muss, nur um mal was Neues zu testen? Vermutlich nicht ;-)
Ich denke, der Wake Up und der Talkback ergänzen sich ganz gut. Bald werde ich mir vor jeder Tour überlegen, welchen Ski ich nehme. Anfangs erst mal die Neuen, ehklar :-)


Sieht anders aus, aber: Spurt im Pulk zur Bärguntalpe


Inzwischen schön allein in der Querung


Sonne und Schnee :-)


Kurz vorm Skigipfel


Abfahrt, Yay!

Von engel am 21.01.2015 21:57 • outdoorski

Regen, nass und Wind, was sonst?

Mittwoch, Januar 14, 2015

Das Wetter hat wieder zum Normalzustand zurück gefunden: beim Büro-Radeln regnete es. Zudem hatte es unangenehmen Wind.

Gegen Feierabend nahm ich an, die Chancen halbwegs trocken nach Hause zu kommen stünden nicht schlecht. Es war bis etwa 10 Minuten bevor ich losradelte, trocken. Sobald ich das Büro-Gebäude verlassen hatte, musste ich mich gegen den Wind stemmen. Der Regen war noch verträglich, es nieselte leicht. Allerdings nicht lang, dann schüttete es. Ich zog die Regenklamotten an.

Bis kurz vor daheim war ich dann der Meinung, so schlimm sei es dann ja doch nicht (vom Wind abgesehen). Dann aber ging der Regen in einen Schneesturm über, der mich innerhalb von 10 Minuten rundrum mit einer dicken Nassschneeschicht eindeckte, zu deren Entfernung ich vor dem Betreten des Hauses ganze 5 Minuten brauchte. Danke, Wetter!

Die Situation im Büro hat sich ebenfalls wieder normalisiert. Nach 3 Tagen angenehmen Arbeitens nach dem Drei-König-Tag prasseln nun wieder Kunden- und Projekt-Probleme auf mich ein, dass ich kaum mehr dazu komme, Kaffee zu holen. Die Dreiviertelstunde Heimradeln mit Story im Ohr ist entspannend wie selten. Da stört Nässe von oben (oder von überall) trotz allem kaum. Zumal es daheim ja eine nette warme Dusche hat ...

Abends dann das lang vorbeitete Update der SAN Site. Obwohl ich das dann schon einige Male an 2 Test-Installationen geübt hatte, war mir ziemlich unwohl. Richtig geklappt hatte es nämlich bislang noch nie. Und wie befürchtet: Die Sonderzeichen sind alle kaputt gegangen. Immerhin funktioniert der Rest und das auch mit der aktuellen PHP-Version.
Insofern: Erst mal Erleichterung. Und im Hintergrund leises Weinen. Bleibt wohl nix, als da Hand anzulegen, anders krieg ich das nicht gebacken. Meh!

Rückblick 29.12.2014
Nach einem Tag Heimarbeit (lästiges Aufräumen und sowas), an dem es durchgehend schneite (der beste Allgäuer von allen musste 3 Mal raus zum Schneeräumen), war uns wieder nach Schnee unter den Füßen. Diesmal aber mit Ski!
Zudem war es niederschlagsfrei, fast schön sogar! Wir fuhren wieder ins Gunzesrieder Tal, dass es da Schnee hatte, hatten wir ja schon feststellen dürfen. Es war eisig kalt (-16 Grad beim Loslaufen) und der Schnee war beim Stocktest wunderbar locker.
Wir spazierten Richtung Ochsenkopf und ließen uns vom eisigen Wind durchblasen. Gemütlich ist anders.
An der Ochsenalpe machten wir kurz Teepause und es fing prompt zu schneien an. Erst leicht, während des weiteren Aufstiegs zum Ochsenkopf dann immer mehr. Oben erwischte uns dann auch der Wind mit voller Wucht. Wir machten gar nicht erst Pause sondern fuhren direkt wieder ab.
Das Abfahren war ‘lustig’. Es hatte derart lockeren und derart tiefen Schnee, dass wir kaum zum Fahren kamen und in den flacheren Stücken gar stecken zu bleiben drohten (und der Ochsenkopf ist insgesamt eher flach, was ja auch der Grund dafür war, dass wir dort waren). Lockeres Schwingen war kaum möglich. Gelegentlich half es in vorhandene Skispuren zu fahren, um wieder etwas Schwung zu holen. Wenn man dann wieder in den unverspurten Schnee einfuhr, schob man eine dicke Schneewelle vor den Oberschenkeln her und konnte fast nur geradeaus fahren. Aber auch sowas macht mal Spaß ;-)
Meine tollen Gecko Felle haben inzwischen ja einen neuen Adhäsionsbelag bekommen, weil der Alte sich auflöste. ‘Toll’ sind die Felle jetzt nicht mehr, muss ich leider sagen, aber zu Gecko schreibe noch einen eigenen Verriss. Jedenfalls ging das erneute Auffellen vor der Ochsenalpe richtig in die Hose und ich kämpfte mich einem unbefellten Ski bis zur Alpe. Dort gab es nochmal Tee und eiskalte Felle an meinem Bauch, um die anhaftenden Schneekristalle zum Schmelzen zu bringen. Gna.
Wir hätten auch von der Alpe direkt abfahren können, aber weil das langweilig ist, gingen wir noch zum Rangiswanger Horn rüber. Es war eiskalt, es stürmte, es schneite, der Schnee kam quer und vereiste Wangen und Nasenspitze aufs Allerfeinste. Die Finger froren langsam ein, obwohl wir uns im Aufstieg befanden. Sag nochmal einer, im Gunzesrieder Tal gäbe es nur Voralpenmugel. Wenn die wollen, diese Mugel, dann können die ganz schön Berg!
Die Querung zum Rangiswanger Horn war dann glücklicherweise viel angenehmer als befürchtet, der Wald am Grat brach den Wind. Am Gipfel war es natürlich ungemütlich. Wir fellten so schnell wie möglich ab und fuhren in den waldigen Nordhang ein. Wie erwartet war alles zerfahren, aber das hatte den Vorteil, dass man da tatsächlich fahren konnte, weil man nicht im Schnee stecken blieb ;-)
Skifahrtechnisch gehört diese Tour sicherlich nicht zu den Herausragendsten, aber es war insgesamt prima. Wir hatten uns teilweise gefühlt wie am Castor im Wallis, wo es ja auch so viel Wind gehabt hatte. Die Mitstreiter werden wissen, was ich meine :-)


Start bei schönstem Wetter (;-)) und bestem Schnee


Es ist richtig Winter


Und wird immer mehr Winter


Am Ochsenkopf ist es arg ungemütlich


Der Übergang zum Rangiswanger Horn dagegen ist ganz OK

Von engel am 14.01.2015 22:42 • diaryoutdoorski
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