Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Montag, 02.04.2018: Mal wieder Lechtal

Sonntag, April 08, 2018

Wir standen früh auf und waren früh unterwegs in Lechtal. Angesichts des Wetters und der Lawinenlage waren wir uns nicht einig, ob das gewählte Ziel ein gutes war (Ich: vertretbar, Allgäuer: brandgefährlich), aber da uns keine bessere Alternative eingefallen war, fuhren wir hin.

Am kleinen Parkplatz standen schon ein paar Autos, was der besten Allgäuer von Allen nicht gut fand: “Boah! ist ja schon alles total voll hier!” Aber das Kar ist weit und die knapp 20 Leute verteilten sich gut.

Der steilste Teil des Anstiegs geht aus dem Bachbett raus über einen Geröllhang hinauf. Der Hang lag noch voll im Schatten und würde bis zum frühen Nachmittag keine Sonne sehen. Danach ist das Gelände weit und stufig. Inzwischen hatte es 20 Zentimeter pulvrigen Neuschnee, das versprach eine tolle Abfahrt :-)

Der letzte Teil zur Scharte und dem kleinen Gipfelchen dahinter war dann schon recht warm und der Schnee weichte auf. Wir blieben nicht lang oben (da ist eh kaum Platz), sondern fuhren nach dem Abfellen gleich ab.

Wie erwartet war der Schnee ganz oben schon recht schwer, aber die restliche Abfahrt war prima. Sogar der steile Hang ins Bachbett war ganz OK, obwohl da ein bisserl wenig Neuschnee auf den alten Spuren lag.

Wir machten an einem windstillen sonnigen Plätzchen im Bachbett Pause und schauten den wenigen anderen Abfahrern zu, die teils mit Stemmbogen und teils mit bewunderswert lässigen Kurven runter kamen. Das war sehr nett.

Nicht so nett war die Idee, im Bachbett weiter abzufahren, anstatt wie üblich links raus zu fahren. Das Bachbett wurd bald eng und steil und man hätte zwar irgendwie rechts abrutschen können, aber das sah nicht toll aus. Wir krabbelten deswegen zu Fuß nach links aus dem Bachbett raus zum Fortsweg hinauf. Das waren nur 20 Meter, aber ordentlich anstrengend!

Der letzte Teil des Forstwegs zum Parkplatz war dann von einem Bagger oder Trekker umgepflügt und frei geräumt. Man kam zwar noch gerade so am Rand mit den Skiern runter, aber hier ist wohl demnächst erst mal Laufen angesagt.


Auf dem Weg ins Kar


Das weite Kar, links der steile Geröllhang


Traum-Anstieg


Ausblick


Unser Gipfelchen


Am Gipfelchen


Abfahrtsfreuden I


Abfahrtsfreuden II


Rückblick

Von engel am 08.04.2018 09:55 • outdoorski(4) Kommentare

Sonntag, 01.04.2018: Allein im Sturm

Sonntag, April 08, 2018

Das Wetter war am Samstag zwar besser als vorhergesagt, aber den Tag brauchten wir für andere Dinge. Am Sonntag begrüßte uns der Tag mit Regen. Wir hatten eigentlich nicht so die rechte Lust raus zu gehen, bequemten uns nach einem gemütlichen Frühstück dann aber doch dazu. Frische Luft, Kalorien verbrennen und so ....

Wir waren eh schon (relativ) spät aufgestanden und hatten uns dann beim Frühstück Zeit gelassen, deswegen waren wir wirklich erstaunt, dass bis ins Tannheimer Tal quasi gar nichts los war. Wir waren auch die die ersten und einzigen am Parkplatz. Natürlich war schlechtes Wetter (immerhin schneite es inzwischen), dass aber gar keiner da war, war schon seltsam.

Wir liefen die Forststraße hinauf (es hatte 2 Zentimeter Neuschnee auf patschassem Altschnee) und bogen dann wie üblich links ab. Der Neuschnee wurde langsam mehr, der Wind auch gelegentlich, und es schneite mal mehr mal weniger. Mit dem Neuschnee war der Sommerweg leicht zu gehen.

Im Kessel unter dem Gipfel erwischte uns der Wind das erste Mal und wir gingen über abgeblasene Harschflächen. Optisch sahen die genauso aus wie die Flächen, auf denen 20 Zentimeter Neuschnee lagen. Das versprach Spaß in der Abfahrt ;-)

So lange wir uns noch so halbwegs in der Flanke zum Gipfel befanden, hielt sich der Wind einigermaßen in Grenzen. Die letzten paar hundert Meter über das weite Gipfelplateau waren dann aber echt anstrengend. Der Wind war in Böen so stark, dass man befürchten musste, umgeblasen zu werden. Ich ging vorsichtshalber ein Stück weiter vom Rand des Plateaus weg, um im Fall des Falles nicht über den Rand geblasen zu werden.

Am Gipfel gab es nur ein paar Bildchen, dann fellten wir eilends ab und machten uns an die Abfahrt. Der Schnee war oben natürlich eisig und abgeblasen, wurde aber schon in der Flanke (stellenweise) besser und unten im Kessel sogar richtig nett. Da suchten wir uns dann einen Baum und setzten uns drunter, um Pause mit Tee und Schoki zu machen. Es schneite nach wie vor.

Die restliche Abfahrt war einfach und ging gut. Auf dem Forstweg wurde der Schnee dann allerdings arg nass und die Ski blieben wieder kleben.

Von engel am 08.04.2018 09:52 • outdoorski(2) Kommentare

Freitag, 30.03.2018: Trotzdem-Tour

Donnerstag, April 05, 2018

Die lästige Halberkältung der letzten Wochen wollte einfach nicht weichen (weder beim besten Allgäuer noch bei mir), aber wenn nach Schneefall schönes Wetter angesagt ist, muss man raus. Wir fuhren früh los und hatten wunderbar leere Straßen. Unser Parkplatz im Wildental aber war schon recht voll, da machte sich gerade eine 10-köpfige Truppe fertig.

Ganz kurz hatten wir die Hoffnung, die Truppe würde geradeaus gehen, aber dann bogen sie doch auch nach links ab und hielten auf unseren Gipfel zu. Wir waren aber langsam, deswegen war die Truppe bald ein gutes Stück vor uns (der Abstand blieb dann aber, nicht weil wir schneller wurden, sondern weil die wohl langsamer wurden - sie mussten allerdings auch spuren).

Wer auch immer bei denen spurte, er liebte Spitzkehren. Ich nahm es sportlich, die muss ich eh üben. Nicht so sehr, weil ich nicht ums Eck komme, sondern weil ich die Bewegungsfolge nicht flüssig hinbekomme und deswegen bei den Spitzkehren immer recht lang brauche. Trotz der vielen Spitzkehren habe ich aber noch immer nicht das Gefühl, flüssig ums Eck zu kommen. Naja, muss ich halt noch mehr üben.

Die Truppe spurte statt quer durch die Rinne links davon geradeaus über den Latschenhang hinauf. Das war anfangs ganz nett, dann kam aber die Sonne in den Schnee und der steile Hang machte mir echt Sorgen. Da wollte ich nicht abfahren.

Knapp unter dem Gipfel brauchten wir eine kurze Pause zum Verpflastern (die neuen Stiefel sind wohl noch eine Weile nicht eingelaufen). Das hatte den Vorteil, dass wir gerade dann oben ankamen, als die 10er-Truppe abfuhr. Der Schnee sah super aus.

Wir packten umgehend zusammen und fuhren auch ab. Es war so warm, dass der Schnee nicht mehr lang halten würde. Kurz vorm Hüttchen war der frische Neuschnee dann auch schon so nass, dass die Ski geradezu am Schnee kleben blieben. Wir machten eine ausführliche Pause und fuhren dann ins Tal ab.

Im Schatten fanden sich noch ein paar schöne Stellen, aber in der Sonne und vor allem ganz unten, wurden wir manchmal fast über die Skispitzen katapultiert, so nass und klebrig war die Schneeoberfläche. An der Alm war es voll, aber am Bergheim Moser hat es inzwischen auch Sonne und da hatten wir die ganze Terrasse für uns :-)


Früher Start


Aufstieg mit vielen Leuten


Oben Sonne und Aussicht :-)


... und ein einsamer Gipfel :-)


Schöne Abfahrt I


Schöne Abfahrt II


Rückblick

Von engel am 05.04.2018 21:33 • outdoorski(0) Kommentare

Sonntag in der Früh waren wir alle beide erst mal ziemlich kaputt. Halsweh, Schluckbeschwerden, Schleim und sowas. Die Skitour hatte Spuren hinterlassen und die Zeitumstellung mit noch früher Aufstehen als sowieso half auch nicht wirklich. Aber das Wetter war super, der Schnee ganz sicher auch noch und ‘richtig’ krank waren wir ja nicht ...

Wir rafften uns also auf und fuhren wieder ins Tannheimer Tal. Es war erstaunlich wenig los, obwohl es wirklich nicht mehr früh war. Auch der kalte Parkplatz am Haldensee war nicht besonders voll.

Auf dem Forstweg hat es noch erstaunlich viel Schnee, da kommt man noch eine Weile problemlos hoch. Im Schatten war er sogar noch pulvrig, aber wo am Vortag die Sonne reingekommen war, gab es stellenweise fast Blankeis. Nach dem Hüttchen, bei dem der Sommerweg beginnt, nahmen wir Harscheisen und waren echt froh drum, denn an manchen Stellen würde man beim Ausrutschen direkt 50 Meter nach unten in den Bach rauschen.

Dem Neffen hatten wir am Vortag direkt gesagt, dass wir ihn auf diese Tour nicht mitnehmen würden, allerdings hatte ich dabei nicht an den Sommerweg gedacht, sondern an den Gipfelgrat. So oder so, hier wäre ich mit ihm ohne Harscheisen nicht weiter gegangen. Wir gingen natürlich weiter.

Der abenteuerlich hohe Schnee am Brückle (Bild 2) war inzwischen umgefallen und die Querung sah nicht mehr so beeindruckend aus, dafür schnallten wir aber kurz die Ski ab, um einfach bis aufs Brückle runter zu kommen. Nachdem wir der Spur bis direkt unter die Nordrinne gefolgt waren, bogen wir nach Osten ab, um über die Südseite weiter zu gehen.

Wir hatten uns ein sonniges warmes Plätzchen in einer Mulde für eine Pause erhofft, doch obwohl es durchaus sonnig war, wehte ein kühler Wind. Wir machten trotzdem Pause, aber halt nicht warm ;-) Weil der Neffe am Vortag den Energy-Drink so sehr gelobt hatte, hatten wir dann noch einen gekauft und tranken ihn jetzt. Da wir vergessen hatten, den Touren-Schoki-Vorrat aufzufüllen, passte das ganz gut.

Naaaaja. Das Zeug schmeckt nach wie vor nach aufgelösten Gummibärle, aber kalt und frisch (also mit Kohlensäure), kann man das schon trinken. Schoki ist aber besser! Und besondere Energie hatten wir danach auch nicht.

Beim Weiterweg versuchten wir einer früher bewunderten Spur zu folgen, die es inzwischen aber nicht mehr gab. Das klappte nur so halb, aber der Weg war trotzdem besser als die lange Querung des Sommerwegs und beim nächsten Mal wird das noch besser.

Auf der Südseite hatte sich inzwischen schöner Firn gebildet. Wir kippten die Nordrinnen-Pläne (da war eh eine große Wechte oben drin) und planten stattdessen eine Firnabfahrt. Damit die nicht im Sulz enden würde, sausten wir vom Skidepot ganz schnell zum Gipfel hinauf, machten ein paar Fotos und stiegen direkt wieder ab. Die Südseitenabfahrt war dann auch ganz und gar so prima wie erwartet :-)

Nach einer weiteren Pause - diesmal tatsächlich warm, fast heiss sogar - machten wir uns auf die restliche Abfahrt und fanden auf der Nordseite zum Bach runter sogar noch sehr schönen Pulverschnee. Der Sommerweg war inzwischen auch angetaut und problemlos zu fahren.

Eine sehr schöne und auch sehr gemütliche Tour. Und die Nordrinne, naja, die läuft uns ja nicht weg. Irgendwann klappt das dann schon noch mal ...


Start mit (ganz kurz) Sonne


Das Brückle mit ohne Schnee


Pause


Auf Abwegen


Am Gipfelgrat


Oben :-)


Auf dem Rückweg


Firnabfahrt :-)


Pulverabfahrt :-)

Von engel am 28.03.2018 21:29 • outdoorski(0) Kommentare

Samstag, 24.03.2018: Skidepot und Gipfel

Dienstag, März 27, 2018

Wir hatten schon letztes Wochenende, als wir ja am Skidepot wegen Nebel abgebrochen hatten, beschlossen, an diesem Wochenende denselben Gipfel nochmal zu machen. Diesmal mit Gipfel und wenn möglich auch mit Nordabfahrt.

Da hatte sich schon abgezeichnet, dass der Samstag ein toller Tag werden würde und das hatte sich die Woche über nicht geändert. Wetter und Bedingungen zeichneten sich sogar so gut ab, dass wir beschlossen, den großen Neffen mitzunehmen, damit der nach der SoLaLa-Skitour auch noch eine richtig tolle Skitour bekommen würde.

Wir sammelten also Samstag in der Früh den großen Neffen ein (ein wenig verspätet) und fuhren zum selben Parkplatz wie letztes Wochenende. Dort war - obwohl es noch früher war - schon ganz schön viel los, aber damit hatten wir gerechnet. Man kann nicht erwarten, an einem perfekten Tag mit perfekten Bedingungen an einem tollen Berg allein zu sein.

Unserem Fitness-Zustand angemessen (beide mit doofer Halberkältung) gingen wir gemütlich bis ins Kar unter der Nordwand. Dem Neffen war das anscheinend zu langsam, denn als wir nach einer kurzen Teepause weiter gingen, sauste er uns erst mal davon. Vielleicht lag es ja auch am Energy-Drink, der, so versicherte er, echt was bringen würde ;-)

Natürlich waren wir keineswegs allein unterwegs. Vor uns im Nordhang waren mindestens 30 Leute, hinter uns kamen auch andauernd welche (von denen uns viele überholten) und weiter unten waren ganz sicher auch noch viele Nachzügler. Trotzdem verteilten sich die Leute ganz gut auf die lange Strecke und es gab weder nervige Drängler, laute Gruppen oder andere Lästig-Menschen. Im Gegenteil, es waren alle sehr freundlich und nett. Das muss am großartigen Wetter und der großatigen Umgebung gelegen haben :-)

Im Nordhang kämpfte der Neffe mit den Spitzkehren im immer steiler werdenden Hang. Die waren auch zugeben nicht ganz einfach, weil gerade im oberen Teil die Spur teilweise auch schon zerfahren war. Nahezu jeder Überholer schien einen Tipp auf Lager zu haben, aber da fehlt ganz einfach Übung, das wird schon noch.

Am Skidepot schnallten wir die Ski an den Rucksack und stiegen zu Fuß bis auf den Grat. Man hätte schon auch mit Skiern gehen können, aber da kamen ein Paar Spitzkehren zwischen Felsen und ein arges Steilstück, das ging zu Fuß besser. Auch mit den glatten Skistiefeln des Neffen. Oben gingen wir mit Skiern über den Grat bis zur ein Mündung des Sommerwegs, wo wir die Ski stehen ließen und schon mal einen Blick in die Nordseite warfen. Also sooo besonders steil sah das gar nicht aus.

Am Gipfel war es natürlich voll, aber nach ein paar Fotos fanden wir ein ablegeneres Plätzchen für die Pause. Wir bewunderten die Aussicht, identifizierten Berge und diskutierten, ob wir die Nordrinne fahren sollten oder nicht. Alles hing natürlich am Neffen, ob der sich das zutraute. Wir waren der Meinung, er könne das.

Zurück an der Einfahrt zum Nordhang warfen wir nochmal ein paar Blicke hinunter. Der Nordhang war noch immer nicht so steil, wie wir gedacht hatten und auch der Neffe traute sich die Abfahrt zu. Na dann! Ich gab noch ein paar obligatorische Ermahnungen von mir, “Geschwindigkeitskontrolle!”, “Achtung, Felsen!” und sowas und dann konnte es los gehen.

Ein bisserl nervös war er dann wohl doch, der Neffe, denn beim Einstieg in seine Ski hatte er ein paar Probleme. Dann fuhren wir ein und alles klappte prima. Der Schnee war sogar viel besser, als wir befürchtet hatten, nur ganz unten war die Auflage recht dünn und man ratschte gelegentlich über den harten Firn unter der lockeren Auflage.

Die Sache mit der Geschwindigkeitskontrolle hat der Neffe dann allerdings doch nicht so drauf und ich bezweifle wirklich, dass er überall so schnell hätte stoppen können, wie ich für nötig befunden hätte, aber er sauste sicher den Hang hinunter und hatte sichtlich Freude. Weiter unten versuchte er, über alles zu springen was wie ein Hügel aussah, war aber dann doch recht vorsichtig, so dass meistens nur kleine Hüpferle rauskamen.

Am Älpelekarkreuz gab es nochmal eine Pause in der Sonne, dann fuhren wir zum Parkplatz ab. Diesmal nicht über die Forststraße, denn wenn man eh abschnallen muss, dann wenigstens in der hübscheren Umgebung ;-) Der Neffe fand auch da noch ein paar Hügelchen und freute sich dran.

Das war eine wirklich großartige Tour und hat uns allen viel Spaß gemacht.


Mit vielen Anderen laufen wir los


Im Älpele


Auf dem Weg zum Berg (wie voll der Hang ist, sieht mal kaum)


Im oberen Teil des Aufstiegs (unten viele Menschen)


Am Skidepot


Aufstieg zum Grat


Am Grat zum Gipfel


Gipfelbild


Kritscher Blick hinab


Abfahrt I


Abfahrt II


Abfahrt III


Ein Hüpferle


Zurück im Tal

Von engel am 27.03.2018 20:54 • outdoorski(2) Kommentare

Samstag, 03.03.2018: Abbruch

Montag, März 05, 2018

So langsam scheint sich die lästige Langzeit-Halb-Erkältung wieder einzukriegen, deswegen planten wir für Samstag eine Skitour. Fokus war vor allem, endlich mal weider rauszukommen und das schöne Wetter auszunutzen. Wir hatten wenig Illusionen über die Schneequalität.

Freitag Abend hatte es noch ein klitzkleines Bisserl geschneit (0,5cm), deswegen war der Aufstieg über den Forstweg und dann über den inzwischen wirklich arg glatt gerutschten Sommerweg doch nicht so schwierig wie befürchtet. Der Abzweig über die Brücke war dann echt abenteuerlich. Da liegt ein knapper Meter harter Schnee auf einer schmalen Holzbrücke, die nur an einer Seite ein Geländer hat. Ich fand, der Schnee sieht schon leicht geneigt zur offenen Seite aus! Der Aufbau hielt aber beim Drüberlaufen :-)

Wir stiegen den Sommerweg hinauf bis fast zum Joch vor der Gräner Ödenalpe und legten dann eine kurze Pause in der Sonne ein. (Hach, Sonne!) Es war eine Aufstiegs-Spur in der schattigen Nordrinne, aber wir sahen leider niemanden abfahren, deswegen war nicht abzuschätzen, ob sich die Nordrinne lohnen würde. Wir wollten aber eh in die Sonne und gingen auf die Südseite um in warmer sonniger Einsamkeit - im T-Shirt! - zum Gipfelaufbau zu queren.

Wir liessen die Ski an der Kette stehen und stiegen zu Fuß hinauf zum Gipfelkreuz. Oben war es leider recht windig und deswegen kühl, wir kamen aber eh nicht in Versuchung oben Pause zu machen, denn inzwischen waren von hinten (Woher eigentlich? Aus dem Birkental?) 7 Leute angekommen und wir stiegen lieber wieder ab, um kurz unterm Gipfel an einer windgeschützten Stelle Pause zu machen.

Dann querten wir zu der Rinne, von der ich seit einer Weile annehme, dass man dort in die schattige Nordrinne kommt und stiegen mit den Skiern am Rucksack hinauf. Man konnte unter dem wenigen neuen Schnee der letzten Woche erkennen, dass es da tatsächlich eine Spur hatte, aber wir spurten quasi neu dort hinauf. Das war ganz schön anstrengend.

Oben war ich sehr bestürzt. Es sah so aus, als müsse man durch eine sehr steile, sehr schmale und nicht einsehbare Rinne zur Nordrinne absteigen. Es hatte keinerlei erkennbare Spuren und der Schnee war kalt und brüchig und hielt kaum in sich selber. Also sowas mache ich nicht. Der beste Allgäuer von Allen ging ein Stück nach rechts, um zu sehen, ob man da weiter käme, aber das war ihm dann auch nicht geheuer und wir stiegen die steile Rinne wieder hinab, zurück dorthin, wo wir her gekommen waren.

Inzwischen waren die 7 vom Gipfel auch in der Rinne angekommen und fragen, ob man nicht rüber käme? Wir erklärten, dass uns die steile schmale Rinne nicht geheuer sei und sie meinten: ‘Aha, ihr seid da noch nie gewesen?’ Denn, erklärten sie uns, man müsse nach rechts raus über die nächste Rippe, könne da dann die Ski anziehen und in die Nordrinne abrutschen. Aha. Die 7 stiegen alle auf, wir hatten aber keine Lust mehr und fuhren ‘normal’ ab. Wir werden das zu einem anderen Zeitpunkt nochmal probieren müssen.

Der Schnee auf der Südseite war besser fahrbar als befürchtet, aber recht inhomogen. Man musste ständig auf der Hut sein, ob da nicht als nächstes eine Windpressplatte oder Bruchharsch unter dem oberflächlichen Schnee war, oder ob es unten drunter weich war oder sogar trug.

Am Pausenplatz stiegen wir nochmal ein Stück auf, um den nordseitingen Latschenhang abfahren zu können. Da hatten wir eigentlich einen schönen Blick in die Nordrinne, aber inzwischen hatte es so diffuses Licht, dass wir die Abfahrtspuren nicht erkennen konnten. Und unsere 7 Nachsteiger sahen wir auch nicht, dabei hätten die eigentlich inzwischen in der Nordrinne sein müssen. Ob die wohl auch umgedreht waren?

Der nordseitige Latschenhang war auch ganz gut zu befahren und so landeten wir bald wieder am Brückchen mit dem vielen Schnee, das uns auch jetzt am Nachmittag noch aushielt. Sommerweg und Forstweg waren platt gefahren und feucht, kein Wunder, denn inzwischen hatte es +5 Grad!

Alles in allem eine wunderbare Sonnentour mit Abenteuer-Einlage. Und mir macht es überhaupt nichts aus, irgendwo umzudrehen oder abzubrechen. Der beste Allgäuer von Allen haderte noch eine Weile damit, ob wir zu schnell abgebrochen hatten, stellte aber am Ende auch fest: in die schmale steile uneinsehbare Rinne zwischen den Felsen hätte man nur mit Seil absteigen dürfen. Vielleicht hätten wir aber die Querung nach rechts über die Rippe noch intensiver anschauen sollen.


Auf dem Forstweg, hinten schon schönes Wetter


Die Brücke


Sonne! Mit Nordrinne hinten.


Aufstieg im T-Shirt :-)


Am Skidepot


Auf dem Weg zum Gipfel


Oben :-)


Aufstieg durch die Rinne :-)


Abstieg durch die Rinne :-(


Abfahrt auf der Südseite


Abfahrt im nordseitigen Latschenhang

Von engel am 05.03.2018 22:06 • outdoorski

Abenteuertour

Sonntag, Februar 11, 2018

Der große Neffe fragte schon Mitte Dezember das erste Mal an, ob er mit uns eine Skitour machen dürfe. Ich hab mich sehr darüber gefreut (Hey, die nächste Generation hat Interesse an dem was wir toll finden!) und natürlich sofort gesagt, dass wir das selbstverständlich sehr gern machen werden.

Und dann spielten weder Wetter noch Schnee so richtig mit. Wenn es schönen Schnee hatte, war die Lawinenlage so, dass ich den jungen Mann nicht mitnehmen wollte, wenn die Lawinenlage passte, war der Schnee so übel, dass man einen armen Skitourenanfänger nicht drauf los lassen wollte, weil der sonst einen Schaden für’s Leben kriegt. Oder es passten halt andere Umstände nicht, weil bei uns irgendwas anstand.

Aber dieses Wochenende sah schon von Weitem passend aus: Das Wetter schien mitzuspielen, der Schnee war vermutlich akzeptabel und die Schwester-Family war eh im Allgäu. Ich fing also an, die Ausrüstungsbeschaffung zu planen und stieß gleich mal auf die ersten Schwierigkeiten: Skitourenstiefel in der benötigten Größe gibt es nicht auszuleihen - jedenfalls nicht da wo ich nachfragte. Und - zweites Problem - ausleihbare Tourenski haben inzwischen durch die Bank Pin-Bindungen und damit fällt die Möglichkeit, mit ‘normalen’ Skistiefeln zu gehen auch gleich flach :-(

Schließlich fand ich dann doch ein Paar Tourenski mit Rahmenbindung in XL. Ich reservierte es umgehend und wir hofften aufs Wochenende. Je näher das allerdings rückte, desto schlechter wurde die Wettervorhersage. Immerhin schien aber der Schnee zu halten, weil es endlich mal klt blieb. Der Neffe wollte auch nach dem Auflisten aller zu erwartenden Schwierigkeiten auf die Skitour gehen und so gingen wir.

Da ja noch dazu Faschingswochenende mit sehr viel zu erwartendem Stau war, starteten wir schon um 7 und weil schon um diese Zeit der Tunnel blockabgefertigt wurde, nahmen wir den Weg übers Oberjoch ins Lechtal. Staufrei und mit nur wenigen Verzögerungen kamen wir in Namlos an, wo es bedeckt war, leicht schneite und nur -6 Grad hatte. Für Namlos ist das regelrecht warm ;-)

Wir marschierten die Forststraße hinter und über die beeindruckend hoch zugeschneite Brücke links hoch. Den steilen Hang entlang liegen ja immer Lawinen, aber die Menge und das Ausmaß sind dieses Jahr schon sehr beeindruckend. Entsprechend schwierig war die Querung über die Unmengen hart gefrorener Lawinenbollen.

Wir kamen deutlich höher raus als sonst üblich und folgten der Spur über einen neuen Weg durch Wald weiter das Tal hoch. Kurz bevor es links aus dem Bachbett raus über einen relativ freien Hang hoch geht, mussten wir nochmal einen sehr beeindruckenden Lawinenkegel queren. Dann waren die Schwierigkeiten geschafft.

Ingesamt hatte der Neffe sehr schnell gelernt, vernünftig mit den Tourenskiern zu laufen (und das obwohl er ja mit Pisten-Skischuhen unterwegs war) und hatte sich auch über die Lawinenkegel echt gut geschlagen. Jetzt kamen als nächste Schwierigkeit Spitzkehren dazu, die, das muss man zugeben, doch einige Übung erfordern. Und die Bedingungen waren nicht ideal, weil es einige recht harte und rutschige Stellen gab.

Er rutschte dann auch einmal aus und musste sich dann mit den blöden Tourenskiern rumschlagen, die sich gern sperrig allen Versuchen widersetzen, sie im Liegen unter Kontrolle zu bringen :-)

Es schneite die ganze Zeit leicht vor sich hin. Als wir noch im Tal waren, zeigte sich aber trotzdem die Sonne auf den Bergspitzen rundrum und wir schöpften Hoffnung auf eine tolle Abfahrt, denn oben war der Schnee tatsächlich nicht schlecht. Aber als wir uns dem Gipfelhang näherten, verzog sich die Sonne wieder hinter Wolken und die Sicht wurde schlecht. Das Licht war teilweise so diffus, dass man kaum die Spur erkennen konnte.

Und dann zogen Wolken rein und wir standen am Gipfel im Hochnebel mit Super-Aussicht auf die Wolken, in denen wir uns befanden. Immerhin war es nicht windig am Gipfel, aber auch die verlängerte Pause, die wir oben einlegten, brachte keine Sicht.

Die Abfahrt begann dann auch damit, dass wir bei quasi Null Sicht erst mal einen Weg über die enorme Wächte am Grat suchen mussten. Nachdem wir den gefunden hatten, hätten wir eigentlich einen recht schönen Hang mit recht schönem Schnee vor uns gehabt. Und er war auch mit so wenig Sicht ganz nett zu fahren, auch wenn es dem Neffen ein wenig schwer fiel, die Anordnung ‘Alle bleiben in Sichtweite voneinander!’ einzuhalten. Er wäre halt echt gern freeridermäßig da hinab gesaust, aber wir hielten alle paar Meter zum Sammeln, auch um nicht die richtige Richtung zu verlieren.

Immerhin lichtete sich im unteren Drittel des Gipfelhangs der Nebel, so dass wir wenigstens uns selber wieder sehen konnten. Das Licht blieb aber sehr diffus. Man konnte schwer erkennen, wo es rauf und wo es runter ging, was der Neffe dann auch feststellte, als er in der Rinne überm Treiensee in die gegenüberliegende Seite donnerte :-) Ich übrigens auch ;-)

Die restliche Abfahrt war dann sogar ganz nett. Zwar war es hart unten drunter, aber es fand sich doch fast überall noch ein klitzekleines bisserl Pulverschnee zum Abschwingen. Vor der ersten Lawine hatte der beste Allgäuer von Allen dann die prima Idee, doch über den Sommerweg abzufahren. Das war echt nett, so eine Art Skicross im Wald mit viel Quer-Rutschen (wobei die Herren da so schnell durch sausten, dass ich gar nicht so richtig hinterher kam) und das schlug den lästigen Weg über die Lawinenkegel natürlich um Welten.

Dann mussten wir noch durch den Bach (die schmale Fussgängerbrücke schien uns zu gefährlich) und über die Forststraße zurück zum Auto. Alles in allem war das eine richtig ‘echte’ Skitour, mit Hindernissen, wenig Sicht, teils schlechtem Schnee und Problemen und Schwierigkeiten und der große Neffe meinte trotzdem am Ende, dass es ihm richtig gut gefallan hätte :-)

Also ich würde sagen, das hat geklappt ;-)


Auf dem Forstweg (Zwerg und Riese)


Die zugeschneite Brücke


Lawinenkegelquerung


Lawinenkegelquerung


Die letzte Lawine


Der Neffe sortiert sich und die Ski


Wir hoffen auf Sonne


Diffuses Licht im Gipfelhang


Gipfel mit Aussicht


Abfahrt


Abfahrt


Abfahrt


Pause in der Abfahrt


Bachquerung


Rückweg

Von engel am 11.02.2018 17:21 • outdoorski

Geburtstagskitour

Donnerstag, Februar 08, 2018

Dieser Winter erfreut zwar mit viel Schnee in den Bergen, die Qualität lässt aber - zumindest in den einfach erreichbaren Regionen - zu wünschen übrig. Aber—- es hatte geschneit, sogar runter bis in die tieferen Lagen (0,5 cm im Garten) und es war relativ kühl. Also kam was kommen musste - am Samstag eine Geburtstagsskitour, Wetter wurscht.

Wir fuhren früh los ins Lechtal und kamen staufrei durch den Tunnel und bis nach Häselgehr, wo wir staunend den Schaden betrachteten, den die letzten Stürme angerichtet hatten. Oberhalb von Häselgehr ist praktisch der gesamte Wald umgekickt wie Steichhölzer.

Vor Gramais stellten wir fest, dass man scheinbar nicht mehr bis zum Bach runter fahren kann. Wir begannen die Tour also oben an der Straße (ist weniger weit bis runter als ich dachte). Nach der Fortstraße stellten wir erfreut fest, dass die Schneedecke unter dem wenigen Neuschnee (10 Zentimeter etwa) trug. Ich hatte echt Sorge gehabt, ob wir einbrechen würden, das hätte das Knie ordentlich gestresst.

Der Geröllhang aus dem Bach raus war unten hart und rutschig, ließ sich dann aber weiter oben gut gehen. Im oberen Drittel des Hanges wurden wir von 4 schnellen Männern überholt, die alle irgendwo ‘Bergrettung Tirol’ auf dem Rucksack oder der Kleidung hatten. Die Spurer vor uns waren Richtung Schafkarsee weiter aufgestiegen und ich hatte uns uns schon zum Sattele spuren sehen, aber die Bergwacht-Männer übernahmen das dann. Auch gut :-)

Das Wetter war anfangs bedeckt gewesen und es hatte zwischenzeitlich sogar ganz kurz den Anschein gehabt, als würde es heller, aber im oberen Teil des Anstiegs sahen wir vom Allgäu her Wolken und Schneefall anrücken und der erreichte uns auf den letzten Metern.

Diesmal gab es ein Skidepot und die letzten Meter zum Gipfel mussten zu Fuß zurück gelegt werden. Der Grat zum Sattele ist ganz schön ausgesetzt, so direkt war mir das bisher gar nicht aufgefallen. Wir standen allein im Schneefall (immerhin kein Sturm) am Gipfel und hatten kaum Sicht. Ich fand es prima ;-)

Wir rüsteten ohne Pause zur Abfahrt da der Schneefall immer stärker und die Sicht immer schlechter wurde. Die ersten Meter unter dem Sattel war der Untergrund eisig, dann wurde er griffiger. Die 10-20 Zentimeter Neuschnee obendrauf waren nett zu fahren, deckten aber nicht immer die Unebenheiten des Untergrunds ab, so dass man ständig auf der Hut sein musste. Es war trotzdem ganz nett zu fahren.

In der Mitte der Abfahrt löste der beste Allgäuer von Allen ein kleines Schneebrett aus, das unter ihm in Zeitlupe ein paar Meter abrutschte und dann in Brocken liegen blieb. Zugegeben, das war in einer steilen Rinne, naja Mulde (Klassiker, ehklar), aber das erstaunte uns doch ein wenig, war doch nur LLB2. Wir waren bisher relativ allein unterwegs gewesen, in der Abfahrt kamen uns jetzt doch ein paar Leute entgegen, zusammengenommen sicherlich über 20. Ich freute mich sehr, dass wir so früh dran gewesen waren :-)

Auf der Rückfahrt wollten wir dem zu erwartenden Stau am Oberjoch wegen des Telemark-Weltcups entgehen und kamen direkt in den Stau der Blockabfertigung am Tunnel. Boah, war das nervig!!!!!!

Ich persönlich bin dabei dem Irrglauben aufgesessen, dass die Blockabfertigung nur für die Staurichtung gilt, aber so wie es aussieht, wird der Tunnel dann beidseitig blockabgefertigt. Da es vorher schon in Reutte gehörig staute, weil die Stau-Umfahrer da durch müssen, um doch wieder auf die B179 zu kommen, waren wir am Ende eines sehr schönen Tages dann erst mal sehr genervt. Dann durften wir aber feststellen, dass die noch immer umbauenden Nachbarn (seit fast einem halben Jahr!) an diesem Samstag ausnahmsweise nicht da waren, um Krach zu machen und dann war die Welt doch wieder in Ordnung :-)

Am Sonntag überlegten wir kurz beim Frühstück, ob wir nochmal eine Skitour machen sollten, ließen den Gedanken aber bald fallen. Das Wetter würde nur marginal besser und der Schnee dafür schlechter (weil zerfahren) sein. Wir wollten den Tag lieber gemütlich verbringen.

Weil ein bisserl Bewegung aber doch sein muss, gingen wir eine Runde auf dem nahegelegenen Fernsehturmhügel spazieren. Hoch, drüber, drumrum, nochmal hoch, zurück. Da ist man dann auch knapp 2 Stunden unterwegs.

Von engel am 08.02.2018 06:25 • outdoorski

Reinfall

Mittwoch, Januar 24, 2018

Samstag abend hatte es erst geschneit, in der Nacht dann aber geregnet. Wir überlegten ob und wenn ja wohin wir gehen sollten und entschlossen uns dann ins Kleine Walsertal zu fahren. Wir waren nicht früh dran, aber der Verkehr war sehr gemäßigt. das lag vermutlich am Wetter und vielleicht auch an der Skiflug-WM, die potentielle Skifahrer abschreckte.

In Baad waren wir das erste und einzige Auto, das dort parkte. Nanu?
Kurz drauf stiegen 2 kleine geführte Gruppen aus dem Skibus, aber der Parkplatz blieb leer.

Es schneite dicke feuchte Flocken und meine Lust auf Skitour sank noch ein Stück, als wir die ersten Schitte auf der Loipe machten: Nasser schwerer Schnee :-(

An der Brücke ins Bärgunttal hing das Schild, dass wir letztes Jahr schon mal ignoriert hatten: “Gesperrt wegen Lawinengefahr, Zuwiderhandlung kostet 2.000€”. Zudem war die Brücke mit einer Kette abgesperrt. Wir waren höchst irritiert. Üblicherweise werden Wanderwege und Pisten und Ähnliches mit der ‘Lawinenhand’ gesperrt, nicht mit sowas. Na, da wollten wir eh ja eh nicht hin.

Wir wollten zum Grünhorn. Der beste Allgäuer von Allen meinte, dass oben am Starzelhaus sicherlich auch so ein Schild hinge, also starteten wir über die Loipe an deren Ende tatsächlich nur die übliche ‘Lawinenhand’ stand. Danach allerdings fanden wir nicht über den Bach, denn der übliche Weg geht erst an Stück an der linken Steilseite des Bachbetts entlang und da lagen schon Lawinen drin und mit dem nassen Schnee waren weitere Lawinen nicht auszuschließen (und man kann da nicht mal richtig hochschauen). Weiter vorn kamen wir aber nicht über den Bach, denn entweder war das Bachbett zu steil oder der Bach zu tief.

Wir hatschten die Loipe wieder zurück nach Baad. Meine Lust war da gerade auf Null gesunken, der beste Allgäuer wollte aber wenigstens noch zum Starzelhaus rauf, um nach dem Schild zu schauen. Auf dem Weg da hinauf stollten die Felle wie blöd (erst nasse Loipe, dann oben feuchter unten kalter Schnee - Traumkombination). Natürlich stand am Starzelhaus auch so ein Schild, immerhin ohne Kette. Mindestens eine der beiden Gruppen war aber dran vorbei gelaufen.

Wir drehten um und verbrachten den Tag daheim mit TV-Sport. Hat auch was.

Von engel am 24.01.2018 22:20 • outdoorski

Bekannte Runde

Mittwoch, Januar 24, 2018

Für Samstag war (mal wieder) schlechtes Wetter mit ordentlich Wind und ungute Lawinenlage vorhergesagt. Aber immerhin gab es neuen Schnee, nach dem Dreckschnee der letzten Wochenenden immerhin wenigstens eine gute Nachricht.

Wir ließen es gemütlich angehen und fuhren ins Ostertal, wo zwar der Parkplatz voll, aber der Forstweg nach hinten recht leer war. Es hatte eine Spur, allerdings verlief die sich zwischendurch, so dass wir doch gelegentlich spuren mussten. Es schneite den Aufstieg über mal mehr mal weniger, der Wind hielt sich aber zurück.

Fast den gesamten Weg hängte sich ein einzelner Tourengeher an unsere Fersen. Er lief auf dem Forstweg auf uns auf und blieb dann beharrlich hinten, was ich ein wenig lästig fand. Vielleicht wollte er nicht allein unterwegs sein, wir waren lange weit und breit die einzigen Skitourengeher.

Als wir den Gipfel des Großen Ochsenkopf erreichten, kam von der anderen Seite eine große geführte Truppe an, so dass wir umgehend zur Abfahrt rüsteten. Das Wetter spielte mit und ließ mit der Ankunft am Gipfel ein wenig Sonne durch. Man sah wieder Konturen :-)

Wir gönnten uns die schöne ostseitige Abfahrt, die wir uns bei den letzten Schlechtwetter-Touren wegen zu viel Schnee und zu wenig Sicht versagt hatten. Die Abfahrt war super :-) Auch wenn wir unten dann mangels Spuren im flachen Gelände bis zur Alpe laufen mussten, weil es so viel Schnee hatte. Aber wir wollte ja eh nochmal aufsteigen.

An der Alpe gab es eine kurze Pause (mit minimal Sonne sogar :-)), dann spurteten wir vor der großen Gruppe zum Rangiswanger Horn. Die Grat-Querung war noch beeindruckender geworden, weil die Wechten seit dem letzten Mal nochmal gewachsen waren. Ich würde echt gern sehen wie die superfette Wechte im Frühjahr abbricht, das muss gewaltig sein.

Die Abfahrt zum Auto war dann nochmal richtig gut, was für mich völlig unerwartet war, schließlich waren da schon Unmengen Menschen abgefahren. Alle auf denselben paar Metern offensichtlich, denn rechts und links fand sich noch richtig guter Schnee. Nur ganz unten war der Schnee dann nass und schwer.


Anstieg zum ersten Gipfel im Schneesturm


Am ersten Gipfel


Abfahrtsfreuden


Mehr Abfahrtsfreuden


Riesenwechten am Übergang


Die Riesenwechte von der anderen Seite


Fast am zweiten Gipfel

Von engel am 24.01.2018 21:49 • outdoorski
Page 1 of 18 pages
 1 2 3 >  Letzte »

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare

Blogroll


Have fun!