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Fronleichnamswochenendtouren

Donnerstag, Juni 02, 2016

Donnerstag, 05.05.2016: Gaichtspitze
Wir waren nicht sicher, wieviel Schnee es noch haben würde und nahmen daher erst mal einen unserer bevorzugten Frühjahr/Herbst-Gipfel unter die Stiefel. Ich steckte auch die A****-Rodel in den Rucksack, denn mit genügend Schnee müsste man damit ja ein paar Höhenmeter Abstieg vergnüglich hinter sich bringen können ...
Wie befürchtet/erwartet hatte es da oben - selbst auf der südseitigen Gaichtspitze - noch ordentlich Schnee. Was es auch hatte, war 10 Zentimeter frischer Schnee, der sich noch nicht vernünftig mit der Unterlage verbunden hatte, deswegen waren unsere Versuche, den oberen Teil runter zu rodeln leider zum Scheitern verurteilt. Der erste Rodler schob einen dicken Berg Schnee vor sich zusammen, in dem er bald stecken blieb. Der zweite Rodler konnte in der Spur mit ordentlich Geschwindigkeit bis zu diesem Berg und dann drüber sausen und schob dann einen eigenen Berg Schnee zusammen, in dem er stecken blieb.
Naja, einen Versuch war’s wert und lustig war es auch ;-) Komplett nass und mit haufenweise Schnee in allen Ritzen und Falten von Kleidung und Rucksack, machten wir am Ende des Gipfelschneefelds Pause in der Sonne und genossen die Wärme. Oben am Gipfel war es nämlich unangenehm windig und entsprechend kühl gewesen.


Blick übers Lechtal vom Gaichtpassparkplatz


Kurz vorm Gipfelhang fängt der Schnee an


Ernsthafte Bergsteiger, ganz klar!


Das mit dem Rodeln klappt allerdings nur sehr bedingt ...


Danach dann Sonnen :-)

Freitag, 06.05.2016: Iseler
Mit dem Wissen um den noch recht reichlich vorhandenen Schnee und nachdem wir die ebenfalls noch reichlich vorhandenen Pistenreste am Oberjoch begutachtet hatten, nahmen wir uns die Kühgrund-Überschreitung mit Abfahrt vom Iseler mit den Minis vor. Seitdem die wieder die originale Schnapp-Bindung haben, wiegen sie kaum noch etwas und man kann sie (etwas mühsam allerdings) mit Bergstiefeln fahren.
Auch wenn wir mit Schnee gerechnet hatten (und den Schnee ja auch gesehen hatten), die Menge auf der Nordseite war dann doch ein wenig erstaunlich. Entsprechend lang brauchten wir, bis wir uns zum Kühgrundgrat hinüber gekämpft hatten. Der Grat selber war dann wieder leichter zu gehen (und es hatte eine einzelne Spur bis zum Kühgrundkopf), weil der Schnee nicht ganz so tief war, dafür mussten wir schneebedingt an verschiedenen Stellen vom eigentlichen Weg abweichen und kamen so in den Genuss einiger abenteuerlicher Kletterstellen, die man üblicherweise nicht nimmt.
Vom Kühgrundkopf zum Iseler waren wir die ersten seit mindestens dem letzten Schneefall, was zwischen den Latschen (Löcher) und gelegentlich am Grat neben den Wechten (kein Platz) auch mal interessant wurde. Den Aufstieg zum Iseler betrachten wir lang ein wenig besorgt, denn der sah wirklich arg steil (und komplett zugeschneit) aus. Als wir dann davor standen, war das Schneefeld nicht ganz so steil wie befürchtet und auch stabiler als befürchtet :-) Dennoch hatte der Aufstieg was von Nordwand-Feeling, wenn auch mit wirklich gutem Trittschnee.
Nach einer ausgiebigen Pause am Gipfel in der Sonne machten wir uns an den Abstieg. Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass wir die Minis erst auf der Piste benutzen würden, aber schon an der Wegekreuzung am Grat hatte es genügend Schnee für Ski und Skispuren. Wir rüsteten auf (lange Pullis und Hosen und Handschuhe vor allem, damit uns im Fall eines gar nicht so unwahrscheinlichen Sturzes noch etwas Haut bliebe) und rutschten mit den Minis vorsichtig auf den Skispuren den Sommerweg ab.
An der ersten Kehre des Weges öffnete sich (für mich unvermutet, ich hatte mit weiterem Wegabrutschen bis zur Liftstation gerechnet) ein freier steiler Hang. Mit Tiefschnee - also weicher Matschschnee von den kalten Tagen auf festerem Altschnee. Der beste Allgäuer von Allen fuhr hinein und machte ein paar gar nicht mal so schlechte Bögen, obwohl das mit den Bergstiefeln in den Minis in dem Schneematsch nicht einfach war. Ich hatte Bammel. Vor dem Hang (steil), dem Schnee (weich, tief, vermutlich nicht gut verbunden) und ums Knie (seitliche Belastung, ohweh). Aber wenn der Mann da rein fuhr, konnte ich ja wohl nicht kneifen!
Am Ende war es dann nicht ganz so schlimm wie befürchtet und als der Hang flacher wurde und wir schließlich auf den Pistenresten landeten, auf denen wir bis fast ganz runter fahren konnten, war die Welt wieder in Ordnung. Ein Sturz nur ;-) Und überhaupt: ‘besser schlecht gefahren als gut gelaufen’!


Die Reste vom Winter am Oberjoch


So richtig hat die Saison noch nicht begonnen - es hat noch kleinere Hindernisse ...


... Lawinen und Schneerinnen beispielsweise


Aufstieg am Grat (hinten in der Mitte das erste Ziel, der Kühgrundkopf)


Kurz vorm ersten Ziel


Danach dann einsames Spuren mit großartiger Aussicht


Wie erwartet hat es zwischen den Latschen Löcher


Nordwandfeeling beim Zustieg zum Iseler


Steil aber gut zu steigen


die wohlverdiente einsame (!) Pause am Iseler


Abfahren mit den Minis ...


... die im weichen Schnee auch mal von den Bergstiefeln fallen.

Samstag, 07.05.2016: MTB Tannheimer Tal
Nach der Kühgrundrunde wollten wir etwas Erholung beim Biken. Wir starten an der Straße und radelten nach Jungholz, fuhren zur Vils runter, radelten gemütlich nach Schattwald und nicht ganz so gemütlich hinauf Richtung Einstein und sausten dann runter nach Tannheim. Kaffee und Kuchen gab es in der Post in Schattwald. Leider hatte es da dann schon ziemlich zugezogen und es war kühl. Alles in allem eine schöne Runde mit großartigen Ausblicken und Bergmolchen in einem Wiesentümpel :-)


Bergblickradeln bei Jungholz


Bergmolche in einem Wiesentümpel


Auf dem Weg nach Schattwald


Kurz vorm Einstein


Ganz oben dann sogar noch Schnee

Sonntag, 08.05.2016: Zinken
Am letzten schönen Tag wollten wir noch ausgiebig Sonne genießen. Der Kurzabstecher auf den Zinken mit vielen einladenden wiesigen Ecken passt da gut rein. K&K gab es an der Roßalpe in Jungholz und dann nochmal daheim auf der Terrasse. Wer kann, der kann :-)


Die Fallanlage bei Unterjoch


Bergfrühling


Aurikel am Zinken


Blick zum Sorgschrofen


Gams

Von engel am 02.06.2016 20:32 • outdoorbergskimtb

Noch mehr Kleines (Feines)

Dienstag, März 08, 2016

Letztes Wochenende ging aus Gründen (das Knie hat nichts damit zu tun, das ist erst seit Montag Morgen beschädigt) und auch weil das Wetter eher unfreundlich war, draußen nichts. Dafür haben wir aber mit größeren Auf- und Umräum-Arbeiten begonnen und haben bei der besten Mom die letzten Krapfen abgestaubt, das ist ja auch was.

Am Wochenende vorher waren wir aber draußen und hatten trotz wirklich wenig Schnee eine schöne Zeit. Ja, haben wir so gut immer. Draußen was machen reicht eigentlich schon dafür :-)


Abfahrt vom Großen Ochsenkopf


Übergang zum Rangiswanger Horn


Auf dem Weg in Älpelekar


5 Kurven mit schönem Pulver (danach dann pistenartig zerfahren)

Von engel am 08.03.2016 06:46 • outdoorski

Kleine (feine) Brötchen

Montag, Februar 29, 2016

Derzeit dominieren bei uns Startschwierigkeiten und weil zu später Start wie inzwischen oft erprobt gern mal in Stau und Generve endet, waren wir die vorletzten beiden Wochenenden (also die beiden vor dem letzten Wochenende) im Gunzesrieder Tal. Hauptsache draußen, der Rest passt dann schon.

Auch da hat es natürlich viele Leute und die dann oft in unangenehm großen Gruppen, aber mit etwas geschickter Planung (Ausweichen oder schlechtes Wetter nutzen), kann man wirklich schöne Touren hinkriegen :-)


Die letzte Sonne am Dreifahnenkopf


Der Schnee wurde schon schwer bei der Abfahrt


Sauwetter am Ochsenkopf ...


... wird belohnt mit wunderschönem Pulverschnee

Von engel am 29.02.2016 20:54 • outdoorski

Höferspitze

Mittwoch, Februar 10, 2016

Mager-Winter hin oder her, als verspätetes Geburtsagsgeschenk habe ich dann doch noch eine Skitour bekommen :-)
Mit stellenweise sogar schönem, ingesamt auf jeden Fall sehr akzeptablem Schnee, mit einer ausgesprochen angenehmen Aufstiegspur und sogar mit ausgezeichnetem Käsekuchen zum Abschluß! Sehr fein :-)

Für uns zum Merken:
Seitdem Skitourengehen so boomt, müssen wir umdenken. Halbwegs gemütliches Frühstück ist einfach nicht drin. Skitouren geht entweder sehr früh oder gar nicht. Naja, sehr spät wäre vielleicht auch noch eine Option.

Von engel am 10.02.2016 21:22 • outdoorski

Litnisschrofen

Dienstag, Februar 02, 2016

Da wegen der Schneelage ja eh keine übergroßen Abfahrtsfreuden zu erwarten waren, entschieden wir uns, am Samstag zum Litnisschrofen zu gehen, der skitechnisch eher wenig zu bieten hat, dafür aber oben mit ein paar Felsen aufwartet, was ja auch nicht zu verachten ist.

Im Tannheimer Tal hatte es deutliche Minus-Temperaturen und alles war hart gefroren. Relativ unerwartet war der Parkplatz unten schon ziemlich voll und wir hatten das Pech mit einer großen Gruppe zusammen loszugehen. Um deren Gequassel zu entgehen starteten wir erst mal ziemlich schnell, um sie abzuhängen. Der Fahrweg von Haldensee war bis auf eine Stelle noch fast durchgehend zu begehen und die 3 Lawinen, die es da meistens drüber spült, lagen auch schon alle unten.

Am Abzweig zum Litnisschrofen Krinnenspitze wurde es einsamer und wir waren allein auf dem teils recht harten und eisigen Waldweg. Ich warf mich an einer steileren, glatten Stelle recht ungeschickt auf die Spur und verbog mir erst mal das Knie ganz ordentlich. Nachdem der Schmerz versurrt war, konnte ich aber doch ganz normal weiter gehen. Nach einer Pause am ersten Sonnenfleck trafen wir auf die Heerscharen von Krinnenspitzen-Tourern von Bahn, konnten aber die meisten an der Strindenscharte zurück lassen. Die Krinnenspitze ist oben übrigens komplett blank.

Auf der Sonnenseite entlang des Litnisschrofen war es sehr idyllisch (blauer Himmel, weißer Schnee, grüne Latschen, Hach!) und sehr warm. Wir verweigerten die Spur, die auf halber Höhe am steilen Grat querte und legten eine eigene Spur etwa entlang des Sommerwegs an. Wir stiegen soweit es ging mit Skiern die Rinne hinauf und kletterten die letzten Meter zu Fuß zum Gipfel, den wir ganz allein für uns hatten. Es war allerdings recht ungemütlich da oben, der Wind blies uns in Böen Schneestaub um die Nasen.

Zur Pause stiegen wir ab und setzten uns im Schutz der Latschen in die Sonne, wo es weitgehend windgeschützt einigermaßen gemütlich war. Bis zur Strindenscharte gibt es 2 nette Hänge und beide hatten immerhin passablen Schnee ;-) Danach bleibt eigentlich nur die eher lästige Abfahrt auf der rechten Seite des Baches entlang des Aufstiegs am Waldweg. Und so kam es, dass ich den klassischsten aller klassischen Fehler machte: ‘Hey, da links am Bach hat es Spuren. Lass uns mal denen folgen, die kennen bestimmt eine schönere Abfahrt.’
(Zu meiner Entschuldigung: Es gibt tatsächlich sowohl Aufstieg als auch Abfahrt links des Bachs, nur kennen wir die nicht.)

Anfangs schien das eine feine Idee. Der Schnee war zwar nicht aufgegangen, aber es hatte immerhin erst mal freie Hänge. Dann führten die Spuren in den Wald und ich nahm an, gleich würde es ‘ums Eck’ gehen und wir würden auf dem Aufstiegshang der anderen Seite landen. Stattdessen führten die Spuren in immer unwegsameres Gelände, bis wir schließlich nur noch an der steilen Bachseite quer rutschen konnten und einen Zufluss nach dem anderen queren mussten. Ja, irgendwie hätte man da vermutlich schon mit allerlei lustigen Hindernissen bis zur Brücke kommen können, aber als uns dann ein Skistock in den Bach abstürzte, beschlossen wir, das als Zeichen zu sehen und auf der anderen Seite zum bekannten Weg hinaufzukrabbeln.

Boah, was für eine Aktion! Anstrengend, gefährlich und durchweg bescheuert.
Ich würde ja gern sagen, das machen wir nie wieder, aber die Hoffnung auf neue möglicherweise schönere Abfahrten wird uns sicherlich auch zukünftig wieder ereilen und man muss ja auch zugeben: So haben wir auch schon Interessantes entdeckt. Aber auf jeden Fall: Da werden wir mit Sicherheit nicht mehr reinfahren.

Was hingegen interessant aussah und bei Gelegenheit mal genauer angeschaut werden muss: Die steile Rinne auf der rechten Seite des Gipfels aufsteigen und auf Nordseitenrinne abfahren.


Tannheimertalblick


Aufstieg zum Gipfel


Oben :-)


Rückweg


Rutschspur am Bach


Abstieg zur Skistockrettung


Hinaufgekrabbel zur Abfahrt

Von engel am 02.02.2016 21:33 • outdoorski

Endlich Skitour :-)

Freitag, Januar 29, 2016

Letzten Sonntag hatten wir möglicherweise grad noch den letzten halbwegs schönen Schnee erwischt, bevor das große Tauen einsetzte (und das soll ja so schnell nicht wieder aufhören). Wie üblich nahmen wir erste den Weg durch den Bach und dann die Zwischenabfahrt zur Starzelalpe mit. Ersteres weil es so nett ist, Zweiteres weil uns beiden die Querung aus verschiedenen Gründen nicht so gut tut und wir dann doch lieber ein paar Höhenmeter mehr machen.

So waren wir zwar so gut wie immer allein unterwegs, wurden aber wegen des umständlicheren und längeren Aufstiegs dann doch von sehr vielen Leuten überholt, so dass nur noch wenig schöner Schnee für die Abfahrt übrig war. Der Schnee war aber eh ziemlich windbeeinflusst, es war also nix mit lockerem Runterschweben, insofern war es nicht weiter problematisch, den Krafteinsatz noch ein wenig zu erhöhen und die alten Spuren einfach zu durchpflügen ;-)

Auf dem Weg nach unten wurde der Schnee dann immer schwerer und nasser, was kein Wunder war, das Thermometer am Auto in Baad im Schatten zeigte 6 Grad.

Also: Tatsächlich eine Skitour im Winter 2015/2016. Im Aufstieg weitgehend einsam, in der Abfahrt OK. Yay!


Erst einsam spuren im Bach ...


... am Gipfel dann doch Betrieb

Von engel am 29.01.2016 18:35 • outdoorski

Dreifahnenkopf zum Zweiten

Samstag, Januar 23, 2016

Diesmal mit Ski :-)

Geplant war eigentlich die übliche Schlechtwetter-Lawinenlage-angepasste Runde Ochsenkopf-Rangiswanger. Als wir dann aber recht spät am Ostertalparkplatz grad noch so das Auto abstellen konnten und in einem Pulk von 30 Leuten oder so hätten loslaufen müssen, drehten wir einfach ab und stiefelten das Ostertal hinter. Dort war es wie vermutet sehr einsam und es hatte Unmengen Schnee. Zudem schneite es, mal mehr, mal weniger, aber durchgehend.

Auf dem Dreifahnenkopf war auch diesmal noch niemand gewesen, deswegen war da wieder Spuren angesagt. Auch diesmal fing wieder ich an. Der Schnee war stellenweise oberschenkeltief und wegen der schlechten Sicht war kaum zu erkennen, ob man grad gegen einen Hügel lief oder in einer Mulde versank.

Spuren mit Skiern ist zwar einfacher als mit Schneeschuhen, aber anstrengend ist es doch und man kommt nur langsam voran. Bald fror der beste Allgäuer hinter mir während ich nahezu schweißgebadet war. Wir tauschten. Wieder hatte ich grad mal 50 Meter geschafft, aber diesmal waren es wenigstens Höhenmeter ;-)

Skifahrerisch gab der tiefe Schnee dann doch mehr her als ich erwartet hatte. Im flacheren Gelände mussten wir natürlich der Spur nachfahren, aber wo es etwas steiler war, ließ es sich wunderbar schwingen. Vor allem weiter unten, wo der Schnee nicht ganz so bodenlos war :-)

Wir hätten allerdings besser mal vorher die Ski noch gewachst. Die sahen zwar im Keller noch ganz gut aus, aber rutschten auf der langen Straße aus dem Ostertal raus bedauerlich wenig. Nunja, war das halt auch noch sportlich ...


Auf dem Weg ins Ostertal


Spurarbeit (unten im Wald, wo noch vergleichsweise wenig Schnee lag)


Gipfel mit Aussicht


Abfahrtsfreuden

Von engel am 23.01.2016 00:44 • outdoorski

Winterwochenende

Mittwoch, Dezember 16, 2015

Man kann es zwar kaum glauben, aber auch bei uns gibt es Winter. So ein klitzekleines Bisserl, ganz weit hinten oben im Eck.

Ich wollte da hinten im oberen Eck mal nachschauen, wie es denn wirklich aussieht, deswegen starteten wir am Samstag ins Kleine Walsertal, um die Ochsenhofer Köpfe zu überschreiten. Wenn die Bahn nicht läuft, ist es da immer nett und einsam. Vorsichthalber - wir hatten ja am Rangiswanger Horn ziemlich stapfen müssen - hatten wir die Schneeschuhe der besten Eltern im Gepäck. Ja, Schneeschuhe, auch wenn ich die Dinger schon mal in Grund und Boden verrissen habe.

In Baad war es eisig kalt. Man hätte damit rechnen können, hatten wir aber nur so halb, deswegen bibberten wir uns Richtung Walmendinger Horn in die Sonne hoch. Ab da war es angenehm. Anfangs war alles schneefrei, dann stapften wir über ein paar Schneeflecken, und gelangten schließlich an der Stütz-Alpe auf die Piste (also die Forststraße), ein weißer Streifen in braun-grüner Landschaft. Die Piste war gewalzt. Wo der Fußweg abzweigte, bei ca. 15cm Bruchharsch, legten wir die Schneedinger an und ja, mit denen lief es sehr angenehm.

Auf dem Fußweg galt es noch ein paar freie Stellen im Wald zu queren, aber eigentlich liefen wir ab da im Schnee und hatten das Gefühl, die Schneeschuhe seien sinnvoll und dienlich. Wir liefen auf dem Fußweg und dann auf der gewalzten Piste bis zur Muttelkopf-Gipfelstation und schauten uns dann um. Wir waren absolut und komplett allein. Keiner da, niemand! Einzelne Spuren führten über die Ochsenhofer Köpfe und das wäre sicherlich gegangen, aber uns lachte das Walmendinger Horn an. Wann kann man da schon mal allein hinauf?

Also ging es die Piste wieder runter in den Sattel und weiter zum Walmendinger Horn. Mit Gipfelkreuz und Aussicht und ganz und gar allein :-) Allerdings auch mit Wind. Zur Pause stiegen wir zur Gipfelstation der Bahn runter und hatten die volle Luxuspause, windgeschützt, mit Sitzgelegenheit, Tischchen und Aussicht :-)

Der Abstieg war dann ... nicht so toll. Wahrscheinlich muss man auch mit Schneeschuhen erst mal laufen lernen. Ich kann das nicht und hatte doch ein paar Problemchen damit, auf hartem Untergrund (Piste einerseits, gefrorener Deckel mit Pulver obendrauf andererseits) so abzusteigen dass das Knie nicht protestierte. Nunja.


Stütz-Alpe


Am Walmendinger Horn

Wo das mit dem ‘zuenen’ Skigebiet am Walmendinger Horn so nett gewesen war, fuhren wir am Sonntag zur Auenhütte, um dem ‘zuenen’ Skigebiet am Ifen einen Besuch abzustatten. Wieder mit Schneeschuhen, aber weil uns der Abstieg so gar nicht getaugt hatte, steckten wir die Minis an den Rucksack, die kann man auch mit festen Bergstiefeln fahren. Wir rechneten damit, dass auch am Ifen die Pisten schon präpariert waren.

Zu unserem Erstaunen war unten an der Liftstation ordentlich was los. Lauter Skitourengeher und zwar nicht nur ‘Locals’ sondern auch welche aus STA, M, RO, N, S, HDH und ähnliches. 200 km und mehr und um die Piste zum Ifen raufzusteigen? Präparierte Pisten waren übrigens Fehlanzeige, mir schwante Übles.

Wir stapften anfangs direkt unter der Bahn zur Mittelstation. Meist lag Schnee, auf auf dem exponierten Rücken war er allerdings schon ziemlich lückenhaft. Weiter oben war die Schneedecke geschlossen und der Schnee wurde tiefer. Zwar hatte er meistens einen auch mit Schneeschuhen tragenden Deckel, aber wir brachen gelegentlich doch durch. Vor allem über den Latschen und Felsen, was ziemlich doof sein kann.

Der ursprüngliche Plan war gewesen, über den Sommerweg zum Ifen selbst aufzusteigen. Als wir aber versuchten, mit den Schnee-Dingern querend den steilen Hang zum Gipfelaufbau aufzusteigen, 5 Zentimeter Pulver auf hartem Deckel, gaben wir nach der Hälfte auf. Schneeschuhe sind einfach nicht wirklich bergtauglich. Zu solchen Gelegenheiten verbiegt man sich Knöchel und Knie und Rücken und hat trotzdem kaum Halt.

Abgesehen davon scheint der Winteraufstieg auf den Ifen durch die obere steile Rinne zu gehen, nicht über den Sommerweg. Zumindest sahen wir 3 Leute da hinauf kraxeln und das sah doch einigermaßen anspruchsvoll aus. Da hätte ich mich erst mal ziemlich gegruselt, auch wenn von denen keiner Probleme zu haben schien.

Wir gingen stattdessen aufs Hahnenköpfle, den kleinen Hubbel hinter der Gipfelstation, wo wir grad noch in der Sonne Pause machen konnten, bevor der Ifen-Schatten den Gipfel erreichte.

Die Abfahrt war - gemischt. Wir hatten ja mit präparierter Piste (und weniger Schnee) gerechnet und waren nur deswegen mit den Minis unterwegs. Wie nicht anders zu erwarteten, waren die kleinen Ski der Tour nur bedingt gewachsen. Im etwas tieferen Schnee neigen sie dazu abzusacken (Ich warf mich auch direkt unter dem Gipfel genau deswegen in den Tiefschnee und schaufelte mir dabei einen Haufen Schnee in den Nacken. Brrr!) und in Bruchharsch oder Ähnlichem hat man mit Bergstiefeln ziemliche Probleme mit Kurven.

Dass die Tour auf den Ifen so stark frequentiert war, kam uns deswegen sehr entgegen. Die Aufstiegsspur war teilweise schon fast pistenartig ausgetreten. Wir versuchten so weit wie möglich auf dieser ‘Piste’ zu bleiben. Direkt unter der Gipfelstation erwischten wir aber die falsche Spur und gerieten in felsiges Karstgelände, in dem der Schnee die Löcher nur unzulänglich bedeckte. Unsere kurzen Ski trugen uns natürlich viel weniger als die langen breiten Latten der anderen und so brachen wir da gelegentlich ein. Dass wir da ohne gröbere Probleme durch kamen, war schlicht und einfach Glück.

Danach war die ‘Piste’ bis auf wenige Stellen sehr ‘pistig’ und wir hatten sogar Spass. Nach der Mittelstation nahmen wir die Straße (ist zwar langweilig, dafür bricht man nicht ein) und mussten nur 2 Mal abschnallen.

Die Sinnhaftigkeit der Tourgerätewahl (mit Skiern hätten wir uns deutlich leichter getan, rauf wie runter) kann man sicherlich anzweifeln, aber mir hat die Tour trotzdem gefallen :-)


Abbruch unterm Ifen-Aufbau


Abfahrt

Was Schneeschuhe betrifft: OK, es gibt Gelegenheiten, zu denen man die brauchen kann. Viele sind das aber nicht und in den Bergen befinden sich diese Gelegenheiten auch eher nicht.

Weil es aber ja kaum Schnee hat und zudem kein Schnee zu erwarten ist, hoffe ich, dass wir die Teile über den Jahreswechsel behalten können. Ich hab so meine Zweifel, ob man viel mit Skiern machen können wird. Und ohne Ski wird es halt schnell beschwerlich, wenn dann doch irgendwann Schnee kommt ...

Von engel am 16.12.2015 23:04 • outdoorbergski

4 Tage, 3 Touren

Donnerstag, März 19, 2015

Der heimatliche Kurzurlaub kann als großer Erfolg verbucht werden, auch wenn wir den Sonntag dann doch daheim verbrachten. Aber mei, so ‘richtige’ Erholung muss halt auch mal sein und ein Liegestuhl auf der Terrasse ist ja auch nicht zu verachten.

Das Wetter jedenfalls spielte mit und bescherte uns erst fast einen Sonnenbrand, inzwischen aber eine schöne Bräune. Sogar bei mir :-)

Wir fanden abwechselnd übel zusammengefrorene alte Spuren, schönen Firn, Windpressdeckel, Bruchharsch, feinsten Pulver, tiefen Sulz und alles zwischen Eis und Wasser in den Spuren. Während man mittelmäßig schlechte Bedingungen wegen des Drumherums einfach hinnimmt (nur richtig übles Zeug bleibt hängen), überstrahlt die Freude am schönen Schnee - Firn und Pulver - so dermaßen alles, dass ich das Gefühl habe, alle Touren waren auch in diese Hinsicht Klasse, obwohl wir objektiv nur ein paar gute Stellen fanden.

Am Allerpositivsten war, dass wir am Donnerstag und Freitag sogar auf den Allgäuer Standardtouren, wo es in den letzten Jahren unglaublich voll geworden ist, so gut wie allein unterwegs waren. So müssen Skitouren eigentlich.

Samstag suchten wir uns eine abgelegene Skitour im Lechtal aus. Da hinten ist alles sehr lang und weit und hoch und auch einigermaßen umständlich zu erreichen. Folglich war es dort recht leer, dafür erreichten wir aber auch unser Ziel nicht ;-)

Letzteres lag nicht direkt daran, dass wir es konditionell nicht mehr geschafft hätten (wir waren allerdings bedauerlich langsam), aber als wir um zwei feststellten, dass wir wohl noch anderthalb Stunden bis zum Gipfel brauchen würden, war uns eine schöne Abfahrt dann doch wichtiger als der Gipfel. Die Belohnung folgte unter dem Ski: prima Pulver in versteckten Rinnen (den hätte es später auch noch gehabt) und grad noch weicher Firn auf südseitigen Flanken. Der Firn fing schon an, wieder einzufrieren und wäre später sicherlich ziemlich grässlich zu fahren gewesen.

Zum Abschluss warf ich mich auf dem Ziehweg zurück nach Holzgau wegen einer Unachtsamkeit (Ski verkantet) dann noch mit Karacho in den steilen Wald neben dem Forstweg. Geschickterweise zwischen den Bäumen hindurch, aber für einen blauen Fleck und eine verbogene Schulter reichte es trotzdem.


Tour 1: Start am Bach


Tour 1: Der Gipfel ist in Sicht


Tour 1: Allein ganz oben


Tour 1: Gegenanstieg


Tour 2: So leer ist es im ersten Hochtal sonst nie :-)


Tour 2: Der Gipfelhang, mehr Schnee drauf als wir erwartet hatten


Tour 2: Schon wieder allein ganz oben und wunderbare Umgebung


Tour 2: Gegenanstieg, der Schnee da sah so schön aus


Tour 2: Und so war er auch :-)


Tour 3: Unten muss man erst mal mühsam durch den Tobel


Tour 3: Der beeindruckende Abschluß des Tobels


Tour 3: Dann geht es erst mal weit (und flach) hinter


Tour 3: Nach der Alpe macht das Tal einen Bogen und es geht weiter flach nach hinten


Tour 3: Noch weiter hinten kommt man sich langsam vor wie im Hochgebirge


Tour 3: Aber es ist immer noch ziemlich flach


Tour 3: Sieht aber Klasse aus


Tour 3: Wolken zogen auf und wehte ein eisiger Wind. Immerhin geht es hier hinten endlich hoch.


Tour 3: Abbruch, der Abfahrt wegen


Tour 3: Yeah!


Tour 3: Runtertasten durch den Tobel

Von engel am 19.03.2015 21:38 • outdoorski

Winterwochenende

Dienstag, März 10, 2015

Langsam nähern wir uns wieder dem Normalzustand. Für uns heißt das: Schnee, Sonne, Ski :-)
Allzu lange oder allzu anstrengende Touren machen wir aber noch nicht. Trotzdem, an jedem Tag eine Tour ist schon ein Fortschritt, auch wenn es noch die eine oder andeer Schwierigkeit zu überwinden galt.

Heute wegen Zeitmangel nur Bildchen.

Von engel am 10.03.2015 22:15 • outdoorski
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