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4 Tage, 3 Touren

Donnerstag, März 19, 2015

Der heimatliche Kurzurlaub kann als großer Erfolg verbucht werden, auch wenn wir den Sonntag dann doch daheim verbrachten. Aber mei, so ‘richtige’ Erholung muss halt auch mal sein und ein Liegestuhl auf der Terrasse ist ja auch nicht zu verachten.

Das Wetter jedenfalls spielte mit und bescherte uns erst fast einen Sonnenbrand, inzwischen aber eine schöne Bräune. Sogar bei mir :-)

Wir fanden abwechselnd übel zusammengefrorene alte Spuren, schönen Firn, Windpressdeckel, Bruchharsch, feinsten Pulver, tiefen Sulz und alles zwischen Eis und Wasser in den Spuren. Während man mittelmäßig schlechte Bedingungen wegen des Drumherums einfach hinnimmt (nur richtig übles Zeug bleibt hängen), überstrahlt die Freude am schönen Schnee - Firn und Pulver - so dermaßen alles, dass ich das Gefühl habe, alle Touren waren auch in diese Hinsicht Klasse, obwohl wir objektiv nur ein paar gute Stellen fanden.

Am Allerpositivsten war, dass wir am Donnerstag und Freitag sogar auf den Allgäuer Standardtouren, wo es in den letzten Jahren unglaublich voll geworden ist, so gut wie allein unterwegs waren. So müssen Skitouren eigentlich.

Samstag suchten wir uns eine abgelegene Skitour im Lechtal aus. Da hinten ist alles sehr lang und weit und hoch und auch einigermaßen umständlich zu erreichen. Folglich war es dort recht leer, dafür erreichten wir aber auch unser Ziel nicht ;-)

Letzteres lag nicht direkt daran, dass wir es konditionell nicht mehr geschafft hätten (wir waren allerdings bedauerlich langsam), aber als wir um zwei feststellten, dass wir wohl noch anderthalb Stunden bis zum Gipfel brauchen würden, war uns eine schöne Abfahrt dann doch wichtiger als der Gipfel. Die Belohnung folgte unter dem Ski: prima Pulver in versteckten Rinnen (den hätte es später auch noch gehabt) und grad noch weicher Firn auf südseitigen Flanken. Der Firn fing schon an, wieder einzufrieren und wäre später sicherlich ziemlich grässlich zu fahren gewesen.

Zum Abschluss warf ich mich auf dem Ziehweg zurück nach Holzgau wegen einer Unachtsamkeit (Ski verkantet) dann noch mit Karacho in den steilen Wald neben dem Forstweg. Geschickterweise zwischen den Bäumen hindurch, aber für einen blauen Fleck und eine verbogene Schulter reichte es trotzdem.


Tour 1: Start am Bach


Tour 1: Der Gipfel ist in Sicht


Tour 1: Allein ganz oben


Tour 1: Gegenanstieg


Tour 2: So leer ist es im ersten Hochtal sonst nie :-)


Tour 2: Der Gipfelhang, mehr Schnee drauf als wir erwartet hatten


Tour 2: Schon wieder allein ganz oben und wunderbare Umgebung


Tour 2: Gegenanstieg, der Schnee da sah so schön aus


Tour 2: Und so war er auch :-)


Tour 3: Unten muss man erst mal mühsam durch den Tobel


Tour 3: Der beeindruckende Abschluß des Tobels


Tour 3: Dann geht es erst mal weit (und flach) hinter


Tour 3: Nach der Alpe macht das Tal einen Bogen und es geht weiter flach nach hinten


Tour 3: Noch weiter hinten kommt man sich langsam vor wie im Hochgebirge


Tour 3: Aber es ist immer noch ziemlich flach


Tour 3: Sieht aber Klasse aus


Tour 3: Wolken zogen auf und wehte ein eisiger Wind. Immerhin geht es hier hinten endlich hoch.


Tour 3: Abbruch, der Abfahrt wegen


Tour 3: Yeah!


Tour 3: Runtertasten durch den Tobel

Von engel am 19.03.2015 21:38 • outdoorski(4) Kommentare

Winterwochenende

Dienstag, März 10, 2015

Langsam nähern wir uns wieder dem Normalzustand. Für uns heißt das: Schnee, Sonne, Ski :-)
Allzu lange oder allzu anstrengende Touren machen wir aber noch nicht. Trotzdem, an jedem Tag eine Tour ist schon ein Fortschritt, auch wenn es noch die eine oder andeer Schwierigkeit zu überwinden galt.

Heute wegen Zeitmangel nur Bildchen.

Von engel am 10.03.2015 22:15 • outdoorski

Skitour, einsam :-)

Dienstag, Februar 10, 2015

Nachdem uns das Erlebnis mit den Riesengruppen in Baad so erschreckt und geärgert hatte, versuchen wir inzwischen wieder, abgelegenere Skitouren zu finden. Im Lechtal waren wir auch schon lang nicht mehr und irgendwann muss man ja auch mal nachschauen, wie die Lage dort so ist. Ich kann nun festhalten: Im vorderen Lechtal hat es noch deutlich weniger Schnee als im Allgäu, aber Skitouren ohne Bodenkontakt sind durchaus möglich. Möglich ist allerdings auch, dass man in/an Latschen hängen bleibt, die unvermutet aus dem Schnee springen (nicht die ganzen Latschen, aber einzelne Äste).

Nicht ganz so überlaufene Touren haben üblicherweise immer einen Haken. In unserem Fall war das der Zustieg entlang der steilen Grashänge an denen immer Lawinen abgehen (note to self: beim nächsten Mal die andere Bachseite für den Aufstieg nehmen) und der anfängliche Weg durch den Bach und über die Latschenhänge. Die Schneehöhe ließ da unten doch noch ziemlich zu wünschen übrig, so dass wir an manchen Stellen um Felsen und Latschen navigieren und mühsam über den noch offenen Bach steigen mussten.

Oben aber empfingen uns weite Hänge mit Pulverschnee. Oder vielmehr: weite Hänge und Pulverschnee im Kar, weiter oben sahen wir Schneefahnen und man sah dem Schnee unter dem Gipfel deutlich an, dass er vom Wind gezeichnet war. Der breite unstrukturierte Gipfelhang war uns etwas unheimlich. Wir waren ja auch allein unterwegs und es hatte nur 4 Spuren im Hang. LLB hin oder her (Stufe 2-3 mit günstiger Ausrichtung an diesem Hang), ein kleiner lokaler Test schadet bestimmt nicht (und ja, ein Schneeprofil sagt im Wesentlichen nur etwas über den Schnee im Profil aus). Wir gruben uns also ein Loch und begutachteten den Schnee denn wir vorfanden. Was wir vorfanden, schien uns beruhigend, daher setzen wir den Aufstieg zum Gipfel fort.

Ob war es im Wind ziemlich unangenehm, die Pause oben war daher nicht allzu lang. Die ersten Kurven im Gipfelhang waren nicht ganz locker, weil der Schnee oben einen leichten Windpressdeckel hatte. Dann kamen wir aber in den windgeschützten Bereich und konnten wunderbare Kurven in wunderbarem Pulver ziehen. Den restlichen Tee (und die Schokolade) gab es im Latschenbereich am letzten sonnigen Fleckchen.

Die Abfahrt durch die Latschen und die Bäume war dann teilweise etwas mühsam und man musste sehr auf Fallen (Baumstümpfe, Latschen, Felsen) unter dem Schnee aufpassen. Den Bach überquerten wir zu Fuß. Ganz unten waren dann noch die Lawinenstriche zu queren (hart zusammengefrorene Schneebrocken), bevor wir die letzten Kurven in den flachen unteren Hang ziehen konnten. So sollen Skitouren: tolle Gegend, schöner Schnee und einsam. Das eine oder andere Hindernis darf es ruhig auch haben ;-)


Start entlang der steilen Osthänge


Es schauen noch arg viele Latschen aus dem Schnee


Oben dann aber Schnee vom Feinsten


Auf den letzten Metern


Abfahrtsfreuden


Mehr Abfahrtsfreuden

Von engel am 10.02.2015 21:37 • outdoorski

Knie, blau

Mittwoch, Februar 04, 2015

Samstag in der Früh hatte es frischen Schnee und schönes Wetter war vorhergesagt. Baad schien uns in letzter Zeit allzu überlaufen, daher versuchten wir uns mal wieder im Tannheimer Tal. Auf der Krinnenspitze waren wir schon lang nicht mehr.

Wir kamen (mal wieder) zu spät los und landeten erst im Skifahrer-Stau dann hinter zwei Pflügen. Deswegen war wir erst um 9:30h am Haldensee. Und zogen dennoch die erste Spur in den frischen Schnee auf dem Forstweg ins Strindental. Wir waren überaus erstaunt.

Die (alte) Spur führte, anders als wir bisher gegangen waren, über die Edenalpe und den Sommerweg zum Rücken zur Krinnenspitze. Das ist im Winter mit all dem frischen Schnee geradezu kitschig schön und wir waren immer und immer wieder fasziniert, dass es unten im Kar und rüber zum Litnisschrofen keine einzige Spur hatte.

Der Rücken war unglaublich abgeblasen, aber es fand sich doch sowas wie Schnee zum Laufen in einer Mulde. Was gut war, denn wir waren angesichts des Neuschnees mit den neuen Skiern unterwegs. Auf der Querung zum Gipfel meinte ich zwei Mal ein Wumm-Geräusch zu vernehmen, aber unter den Skiern war eigentlich nicht genügend Schnee dafür.

Des Rätsels Lösung offenbarte sich als wir in die Nord (-West)-Seite der Krinnenspitze schauen konnten. Kurz vorher hatten Skitourer 2 Lawinen im nordseitigen Steilgelände beim Übergang von wenig zu viel Schnee (also genau da wo der LLB die größte Gefahr benannt hatte) ausgelöst. Beobachtungen der Leute am Gipfel zufolge per Fernauslösung, ohne direkte Beteiligung von Leuten.

Nach einer ausgiebigen und gemütlichen Pause in der Sonne machten wir uns an die Abfahrt. Wir fuhren nicht über den abgewehten Rücken ab, sondern hielten uns an den Rand der südwestseitigen Rinne, wo unterhalb der Latschen viel schöner Schnee zu liegen schien. Der war zwar durch die Sonneneinstrahlung schon ziemlich schwer geworden, aber er ließ sich noch immer recht gut fahren. Während ich mit meinen neuen Skiern schon ganz gut zurecht komme, kämpft der beste Allgäuer von Allen noch mit der Umstellung.

So richtig gut (leicht, locker, fluffig) wurde der Schnee unten im Kar, wo die Sonne noch nicht so richtig hinein gekommen war. Da war es eine Freude zu fahren :-)

Wenn man den Kargrund erst mal erreicht hat, sind die Abfahrtsfreuden eigentlich vorbei. Erst muss man noch ein Stück fast waagerecht durchs Kar, dann im Wald auf dem Sommerweg rumrutschen und schließlich auf dem Forstweg ins Tal abfahren. Das Zuckerl an der Krinnenspitze ist eher, dass man so schön allein unterwegs ist :-)

Kurz bevor man auf den Sommerweg kommt, hat es eine Steilstufe. Bisher konnte man die einfach mit zwei Schwüngen abfahren, aber da es letzten Samstag (noch?) recht wenig Schnee hatte, sahen wir das erste Mal, was sich unter der Steilstufe verbirgt: ein Felsabsatz. Oha!

Mit etwas Schwung (und Mut und Können) hätte man die kleine Wand wohl einfach mit einem beherzten Sprung überwinden können. Wir standen aber nun schon direkt auf dem Absatz mit dem Felsen und Schwung war nicht. Mut auch nicht bei mir, selbst wenn das Können eventuell ausreicht hätte. Schlimmer war aber, dass am potentiellen Landeplatz auch Felsen aus dem steilen Schnee zu schauen schienen, was den neuen Skiern dann eher nicht gut getan hätte.

Wir nahmen daher den vernünftigen (und vermutlich feigen) Ausweg und beschlossen abzuklettern. Der beste Allgäuer von Allen stieg als erster ab und nahm die Ski entgegen. Dann war ich dran. Ähem.

Inzwischen war noch mehr Schnee abgerutscht, so dass noch mehr Felsen zu sehen waren. Ich stieg vorsichtig so weit wie möglich runter und ließ mich dann den letzten Meter abrutschen. Ganz kurz schien ich am eigentlichen ‘Landeplatz’ stehen zu bleiben, dann rutschte ich noch ein Stück weiter ab und plötzlich war da nichts mehr unter meinen Stiefeln und ich stand 2 Meter weiter unten im bauchtiefen Schnee. Offensichtlich hatte es da noch mehr Felsabsätze und ich war grad über den Nächsten gesaust. Dabei - siehe Überschrift - hatte ich mir dann wohl auch das Knie angehauen, allerdings merkte ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Ich kabbelte mühsam über die Felsen hinauf zu meinen Skiern und schnallte mir die wieder unter. So mit Latten unter den Füßen ist man im tiefen Schnee doch besser aufgehoben ;-)

Im Wald auf dem Sommerweg legten wir uns dann beide dank unter dem Schnee versteckter Hindernisse noch arg ungeschickt in den Schnee, so dass wir nur mit Abschnallen und Zurückklettern wieder auf den Sommerweg kamen, um weiter abfahren zu können. Weder den Skiern noch uns war etwas passiert (außer Schnee allüberall), so war das nicht weiter tragisch. Alles in Allem: Abenteuer-Skitour!


Die Tannheimer


Die schönste Seite des Winters


Der abgeblasene Rücken


Am Krinnenspitzengipfel


Abfahrt


Schöne einsame Spuren :-)


Zweifel vorm Abstieg

Von engel am 04.02.2015 21:42 • outdoorski

Ausgefülltes Wochenende

Mittwoch, Januar 21, 2015

Schon länger (genau genommen seit Jahren) spielte der beste Allgäuer von Allen mit dem Gedanken, sich neue Ski zuzulegen. Ich eigentlich nicht, aber nachdem er so lang drüber nachdachte und ich das Konzept ‘Rocker’ so interessant fand und immer wieder Tests und Ähnliches las und er sich einfach zu nichts entschließen konnte, konnte ich irgendwann nicht mehr anders und recherchierte selber. Und wie das so ist, wenn man mal anfängt, steht das Ergebnis dann schon fest (nicht direkt, welcher aber dass Ski).

Und deswegen verbrachten wir einen vergnüglichen (und teuren) Samstag Vormittag beim Outdoor-Dealer des Vertrauens und haben jetzt jeder ein Paar neue Tourenski (und ein bisserl anderes Zeug auch). Ski mit Rockern von und hinten. Und breit. Und Adhäsionsfellen. Und überhaupt :-)

Es passte daher ganz wunderbar, dass es den ganzen Samstag über schneite und Sonntag schön werden sollte. Angesichts der Schneelage schien uns die Höferspitze der einzig sinnvolle Skiberg zu sein und das dachten nicht nur wir. Wir kamen zu spät los und wurden erst mit Stau ab Sonthofen und später - noch viel schlimmer - mit ungelogen 5 großen geführten Gruppen von Skitourern bestraft.

Die ersten drei Gruppen hängten wir noch in Baad ab, die bekamen erst noch Einweisungen. Durch die nächste Gruppe, locker 15 Leute, schlängelten wir uns gleich am Anfang des Winterwegs zur Bärguntalpe durch. Die letzte Gruppe machte an der Alpe kurz Pause und so konnten wir die glücklicherweise auch noch überholen. Ufff!

Bis dahin waren wir in wirklich ungewohnten Tempo unterwegs und mein Allgäuer wurde auch erst mal nicht merklich langsamer. Aber rennend schaffe ich keine ganze Skitour, irgendwann pendelten wir uns doch annähernd bei unserem gewohnten Tempo, das eher gemütlich ist, ein. Es war kalt, der Schnee war locker und Klasse und es waren wirklich nur wenige Leute vor uns unterwegs. Alles war gut!

Die neuen Ski - sowohl seine als auch meine - schlugen sich beim Aufstieg gut. Die Bedingungen waren natürlich nicht schwierig, daher lässt sich noch nicht sagen, ob mein Freetourer tatsächlich schwerer zu laufen ist als mein normaler Tourenski. Die Felle sind auch noch nicht weiter aufgefallen, weder positiv noch negativ, aber auch da kann man sich erst nach mehreren Touren ein Urteil bilden.

Nach einem guten Drittel im Hang zum Skigipfel hätte ich eigentlich anhalten und meinen rechten Fuß verpflastern sollen, der bei den ersten Touren immer eine Druckstelle bekommt. Aber erst war da keine Sonne und dann ... naja, hatte ich keine Lust. So kam ich humpelnd am Skigipfel an und verpflasterte mich erst da für die Abfahrt.

Fast alle Aufsteiger gingen weiter zum Gipfel, so dass es dort bald ziemlich voll war. Wir hatten die Rampe vom Skigipfel fast unverspurt für uns allein :-) Die ersten Meter waren etwas ungewohnt, zudem zeigte sich, dass unsere Annahme, die neuen Ski seien gewaxt gewesen, falsch gewesen war - die Ski rutschten ein wenig unwillig. Und eine einzige Tour ist natürlich eh nicht aussagekräftig.

Trotzdem, ein kleines Fazit meiner neuen Freetourer kann ich schon mal wagen: Wie erhofft schwimmen die Ski in tiefem Schnee deutlich besser auf. Das ist vermutlich dem Frontrocker und der Breite zuzurechnen. Der Tailrocker ist noch gewöhnungsbedürftig, denn die Ski bieten bei Rücklage deutlich weniger Halt. Andererseits braucht man auch weniger Rücklage, weil die Spitzen einfacher rauskommen - das ist Gewöhnungssache. In zerfahrenem Schnee machen sich der Frontrocker oder die Breite sehr positiv bemerkbar: der Ski pflügt viel einfacher durch alte Spuren als der Mountain Wave.

Auf flachen Pisten (Forstweg) habe ich momentan das Gefühl, der Ski sei langsamer. Lag aber vielleicht auch daran, dass er nicht richtig gewaxt war. Ob so ein breiter Ski bei schwierigen Verhältnissen, also steil, hart, Eis, problematischer ist, muss sich noch zeigen (ich vermute bald, es schneit ja nicht). Für weite schnelle Schwünge müsste er eigentlich ganz gut geeignet sein, aber da bin ich eher weniger geeignet, weil ich da schnell Angst ums Knie bekomme. Aber schaumermal, vielleicht probiere ich das ja auch noch.

Die Tour an sich war genial. Endlich Schnee! Endlich Sonne! Endlich draußen! Endlich - ach, überhaupt alles!
Und der Ski? Mir hat er Spaß gemacht. Ob man so viel Geld ausgeben muss, nur um mal was Neues zu testen? Vermutlich nicht ;-)
Ich denke, der Wake Up und der Talkback ergänzen sich ganz gut. Bald werde ich mir vor jeder Tour überlegen, welchen Ski ich nehme. Anfangs erst mal die Neuen, ehklar :-)


Sieht anders aus, aber: Spurt im Pulk zur Bärguntalpe


Inzwischen schön allein in der Querung


Sonne und Schnee :-)


Kurz vorm Skigipfel


Abfahrt, Yay!

Von engel am 21.01.2015 21:57 • outdoorski

Regen, nass und Wind, was sonst?

Mittwoch, Januar 14, 2015

Das Wetter hat wieder zum Normalzustand zurück gefunden: beim Büro-Radeln regnete es. Zudem hatte es unangenehmen Wind.

Gegen Feierabend nahm ich an, die Chancen halbwegs trocken nach Hause zu kommen stünden nicht schlecht. Es war bis etwa 10 Minuten bevor ich losradelte, trocken. Sobald ich das Büro-Gebäude verlassen hatte, musste ich mich gegen den Wind stemmen. Der Regen war noch verträglich, es nieselte leicht. Allerdings nicht lang, dann schüttete es. Ich zog die Regenklamotten an.

Bis kurz vor daheim war ich dann der Meinung, so schlimm sei es dann ja doch nicht (vom Wind abgesehen). Dann aber ging der Regen in einen Schneesturm über, der mich innerhalb von 10 Minuten rundrum mit einer dicken Nassschneeschicht eindeckte, zu deren Entfernung ich vor dem Betreten des Hauses ganze 5 Minuten brauchte. Danke, Wetter!

Die Situation im Büro hat sich ebenfalls wieder normalisiert. Nach 3 Tagen angenehmen Arbeitens nach dem Drei-König-Tag prasseln nun wieder Kunden- und Projekt-Probleme auf mich ein, dass ich kaum mehr dazu komme, Kaffee zu holen. Die Dreiviertelstunde Heimradeln mit Story im Ohr ist entspannend wie selten. Da stört Nässe von oben (oder von überall) trotz allem kaum. Zumal es daheim ja eine nette warme Dusche hat ...

Abends dann das lang vorbeitete Update der SAN Site. Obwohl ich das dann schon einige Male an 2 Test-Installationen geübt hatte, war mir ziemlich unwohl. Richtig geklappt hatte es nämlich bislang noch nie. Und wie befürchtet: Die Sonderzeichen sind alle kaputt gegangen. Immerhin funktioniert der Rest und das auch mit der aktuellen PHP-Version.
Insofern: Erst mal Erleichterung. Und im Hintergrund leises Weinen. Bleibt wohl nix, als da Hand anzulegen, anders krieg ich das nicht gebacken. Meh!

Rückblick 29.12.2014
Nach einem Tag Heimarbeit (lästiges Aufräumen und sowas), an dem es durchgehend schneite (der beste Allgäuer von allen musste 3 Mal raus zum Schneeräumen), war uns wieder nach Schnee unter den Füßen. Diesmal aber mit Ski!
Zudem war es niederschlagsfrei, fast schön sogar! Wir fuhren wieder ins Gunzesrieder Tal, dass es da Schnee hatte, hatten wir ja schon feststellen dürfen. Es war eisig kalt (-16 Grad beim Loslaufen) und der Schnee war beim Stocktest wunderbar locker.
Wir spazierten Richtung Ochsenkopf und ließen uns vom eisigen Wind durchblasen. Gemütlich ist anders.
An der Ochsenalpe machten wir kurz Teepause und es fing prompt zu schneien an. Erst leicht, während des weiteren Aufstiegs zum Ochsenkopf dann immer mehr. Oben erwischte uns dann auch der Wind mit voller Wucht. Wir machten gar nicht erst Pause sondern fuhren direkt wieder ab.
Das Abfahren war ‘lustig’. Es hatte derart lockeren und derart tiefen Schnee, dass wir kaum zum Fahren kamen und in den flacheren Stücken gar stecken zu bleiben drohten (und der Ochsenkopf ist insgesamt eher flach, was ja auch der Grund dafür war, dass wir dort waren). Lockeres Schwingen war kaum möglich. Gelegentlich half es in vorhandene Skispuren zu fahren, um wieder etwas Schwung zu holen. Wenn man dann wieder in den unverspurten Schnee einfuhr, schob man eine dicke Schneewelle vor den Oberschenkeln her und konnte fast nur geradeaus fahren. Aber auch sowas macht mal Spaß ;-)
Meine tollen Gecko Felle haben inzwischen ja einen neuen Adhäsionsbelag bekommen, weil der Alte sich auflöste. ‘Toll’ sind die Felle jetzt nicht mehr, muss ich leider sagen, aber zu Gecko schreibe noch einen eigenen Verriss. Jedenfalls ging das erneute Auffellen vor der Ochsenalpe richtig in die Hose und ich kämpfte mich einem unbefellten Ski bis zur Alpe. Dort gab es nochmal Tee und eiskalte Felle an meinem Bauch, um die anhaftenden Schneekristalle zum Schmelzen zu bringen. Gna.
Wir hätten auch von der Alpe direkt abfahren können, aber weil das langweilig ist, gingen wir noch zum Rangiswanger Horn rüber. Es war eiskalt, es stürmte, es schneite, der Schnee kam quer und vereiste Wangen und Nasenspitze aufs Allerfeinste. Die Finger froren langsam ein, obwohl wir uns im Aufstieg befanden. Sag nochmal einer, im Gunzesrieder Tal gäbe es nur Voralpenmugel. Wenn die wollen, diese Mugel, dann können die ganz schön Berg!
Die Querung zum Rangiswanger Horn war dann glücklicherweise viel angenehmer als befürchtet, der Wald am Grat brach den Wind. Am Gipfel war es natürlich ungemütlich. Wir fellten so schnell wie möglich ab und fuhren in den waldigen Nordhang ein. Wie erwartet war alles zerfahren, aber das hatte den Vorteil, dass man da tatsächlich fahren konnte, weil man nicht im Schnee stecken blieb ;-)
Skifahrtechnisch gehört diese Tour sicherlich nicht zu den Herausragendsten, aber es war insgesamt prima. Wir hatten uns teilweise gefühlt wie am Castor im Wallis, wo es ja auch so viel Wind gehabt hatte. Die Mitstreiter werden wissen, was ich meine :-)


Start bei schönstem Wetter (;-)) und bestem Schnee


Es ist richtig Winter


Und wird immer mehr Winter


Am Ochsenkopf ist es arg ungemütlich


Der Übergang zum Rangiswanger Horn dagegen ist ganz OK

Von engel am 14.01.2015 22:42 • diaryoutdoorski

Skisafari Schochen

Montag, März 31, 2014

Alle Jahre wieder wünscht sich meine Mom eine Skitour zum Geburtstag und alle Jahre wieder versuchen wir, daraus eine tolle Tour zu machen. Dieses Jahr scheiterte das Vorhaben eine ganze Weile lang an Wetter, Schnee, Umständen, Urlaub und Sonstigem. Aber für Samstag sah es endlich mal gut aus: frischer Schnee, der aller Wahrscheinlichkeit nach nordseitig auch am Samstag noch taugen sein würde. Denn Skitouren bei Drecksbedingungen will man ja nicht unbedingt verschenken ;-)

Ganz zufällig hatte meine Mom 2 Karten für die Allgäuer Bergbahnen gewonnen und meinte, ob wir die nicht irgendwie verwenden könnten. Skitouren mit Seilbahnunterstützung sind jetzt nicht das, was wir sonst so machen, daher mußte ich erst mal recherchieren. Und ja, natürlich gibt es sowas.

So kam es, dass wir am Samstag in der Früh in einer langen Schlange an der Nebelhornbahn anstanden. Und zumindest der beste Allgäuer von Allen und ich fragten uns ernsthaft und nicht nur ein bisserl genervt, ob das jetzt wirklich eine gute Idee gewesen war. Und ob da jetzt nicht Tausende von Freeridern vor uns waren und den letzten schönen Pulverschnee zerpflügen würden.

Mit der 4. oder 5. Gondel kamen dann auch wir nach oben und standen in allerbestem Wetter in großartiger Umgebung vor dem Edmund-Probst-Haus. Auf dem Weg zum Zeigersattel sah man grad mal 2 Leute, alle anderen stürzten sich ins Skigebiet. Wir fuhren auf dem gewalzten Winterwanderweg so weit ab wie möglich und fellten dann auf. Vermutlich hätte man sich an den anderen Skitourern ein Beispiel nehmen sollen (nach uns kam gleich noch ein große Gruppe) und mit geschulterten Skiern zu Fuß bis zum Sattel zwischen Zeiger und Seekopf laufen können, denn der gewalzte Winterwanderweg geht bis genau dort hin.

So gut wie alle der anderen Skitourer kraxelten dann mit Skiern am Rucksack zu Fuß auf den Großen Seekopf. Unsere Tourenbeschreibung sah aber vor, aus dem Sattel heraus abzufahren. Und da der Schnee dort sehr gut aussah und noch dazu noch kaum Spuren vorhanden waren, sahen wir keinen Grund, der Beschreibung nicht zu folgen. Zumal die Kraxelei auf den Seekopf nicht besonders angenehm aussah.

Wegen der Wechte im Sattel mussten wir ganz rechts oben in einen recht steilen Hang einfahren. Ralle vorweg, Mama hinterher, am Ende ich. Alles klappte gut. Wir querten weit entlang des Seekopf-Ausläufers, bis sich die Abfahrt in eine Senke anbot. Der Schnee war Klasse, die Spuren wurden entsprechend schön. Und weil es so schön war, fuhren wir auch gleich noch in die nächste Senke ab.

Dies entsprach aber nicht der Tourenbeschreibung (auch nicht die erste Abfahrt, man hätte nur queren sollen), daher mussten wir, um auf die Route zurück zu kommen, die schönen Abfahrtsmeter nun wieder aufsteigen. Der Hang war steil und der Schnee war tief, daher brauchten wir viele Spitzkehren (auf dem GPS Track nachgezählt: 18), alle vorbildlich gespurt vom besten Allgäuer von Allen, und etwa 150 Höhenmeter um auf die eigentliche Route zurück zu kommen.

Als nächstes ging es um den Seekopf-Ausläufer herum und über ein weites Plateau, bis wir ins Ostrachtal hinab und zum Schochen hinüber blicken konnten. Wir standen auf einer SSO-Seite und konnten nun entweder rechts eines Mugels bis zur Hütte der Plattenalpe abfahren, um von dort entlang des Seekopfs zum Schochen zu gehen oder links des Mugels in Firn ins Tal abfahren und dann auf dem Normalweg zum Schochen aufsteigen.

Im Firn war eine schöne Spur, daher nahmen wir die linke Seite. Mit Firn haben wir aber kein Glück, das war schon wieder übler Sulz weil wir wegen unseres Pulverschneeabstechers zu spät dran waren. Wir hielten daher hinter dem Mugel auf die Plattenalphütte zu und fellten dann wieder für den Aufstieg auf.

Die Spur, die wir entlang der Seekopfflanke gesehen hatten, war eine Abfahrtsspur. Da unsere Tourbeschreibung (weniger in Worten als wegen der eingezeichneten Route) aber genau dort entlang wies, spurte der beste Allgäuer entlang der Abfahrtsspur, was uns direkt unterhalb des Gipfelhangs auf die Normalroute brachte. Wir mussten auch nur einmal mit den Skiern durch Dreck und Gras stapfen.

Am Gipfelhang waren dann nochmal 14 einigermaßen steile Spitzkehren zu bewältigen, dann standen wir am Schochen mit großartigem Ausblick auf Schneck und Höfats direkt gegenüber und den restlichen Allgäuer Hauptkamm in einiger Entfernung. Als Zuckerl umkreisten uns sogar zwei Jungadler (letzteres weiß ich erst seitdem ich Wikipedia befragt hatte, denn die beiden Vögel hatten helle Flügelunterseiten).

Nach gebührender Gipfelrast ging es dann an die Abfahrt, wo wir bis fast ganz unten noch immer richtig schönen Pulverschnee (nur minimal zerfahren) vorfanden. Im Tal war dann natürlich nichts mehr mit Pulverschnee. Erst mussten wir uns durch immer schwerer werdenden nassen Tiefschnee wühlen und am Ende auf der mit Pfützen garnierten Forststrasse zum Giebelhaus schieben oder skaten. Hinten im Tal mussten wir nur ein paar Mal abschnallen, das letzte Stück zum Giebelhaus war dann Laufen angesagt.

Zurück nach Oberstdorf kommt man vom Giebelhaus mit Bus und Bus und Bus, die Anschlüsse sind mit jeweils 10 und 5 Minuten ganz gut und man braucht insgesamt etwa 1 1/2 Stunden. Da nette Menschen uns aber einen einzelnen Platz in einem Taxi anboten, schickten wir den besten Allgäuer von Allen mit dem Taxi nach Oberstdorf das Auto holen und warteten den Kangoo ab.

Alles in Allem war das eine sehr seltsame Skitour, weil wir so weit ‘gereist’ sind (deswegen Skisafari in der Überschrift). Insgesamt ist das aber eine großartige Unternehmung, nicht nur weil wir so viel schönen Pulverschnee gefunden haben, sondern auch weil die Landschaft da hinten so wunderschön ist. Und ganz entgegen allen Erwartungen (die Lästigkeit der Seilbahn ist bald vergessen) waren wir weitgehend allein unterwegs, nachdem wir das Skigebiet und die Freerider am Seekopf hinter uns gelassen hatten.

Von engel am 31.03.2014 19:04 • diaryoutdoorski

Langtauferer Tal - Skigebiet Maseben

Freitag, März 28, 2014

Am letzten Tag wollten wir nur einen halben Tag lang unterwegs sein und entschlossen uns, dem kleinen Skigebiet nochmal einen Besuch abzustatten.

Wettermäßig passte das prima: vormittags war noch weitgehend Sonne, aber es zog langsam eine Dunst- und Wolkenschicht aus Norden heran, die am frühen Nachmittag auch den letzten Sonnenschein geschluckt hatte.

Wir sausten am Vormittag einige Male über die auch am Samstag wunderbar leeren Pisten, genossen dann eine nette Pause mit Radler und Speckknödelsuppe (endlich Knödel!) und machten danach noch ein paar Abfahrten, bis und Knie (mir) und Oberschenkel (uns beiden) weh taten.

Auf dem Heimweg fing es etwa am Fernpass an zu regnen. Perfekt!

Von engel am 28.03.2014 06:59 • diaryurlauboutdoorski

Langtauferer Tal - Weissseejoch

Donnerstag, März 27, 2014

Nach nun 2 schönen Touren auf der Nordseite und weil wir keine noch längeren Touren machen wollten, hatten wir uns für einen weiteren Versuch auf einer Südseite entschieden. Inzwischen war es wieder klarer (nachdem es 2 Tage lang eine dünne Dunstschicht am Himmel gehabt hatte) und somit sollte es nachts besser durchfrieren. Zudem hofften wir auf einer eher westseitig ausgerichteten Tour auf späteres Auffirnen. Und weil wir sie dabei hatten und weil sie sehr breit sind, nahmen wir unsere Kurzski (Hagan Offlimits, 130cm) dafür.

Der Anfang war vielversprechend, denn der flache Hang über dem Hotel und auch der schräge Forstweg ins Seitental darüber waren beinhart gefroren.

Als wir ins Seitental kamen standen wir erst mal staunend vor einer (für mein Gefühl) recht beeindruckenden Lawine, die in den letzten zwei Tagen aus einem Hang gerutscht war, in dem ich eher wenig Schnee vermutet hätte. Jedenfalls weniger als da unten in Lawinenform herum lag.

Wir liefen das Tal hinter und wie schon vor 2 Tagen war es sehr warm. Eigentlich schon heiß. Im Talschluss wandten wir uns diesmal nach rechts uns gingen einen westseitigen noch eishart gefrorenen Hang hinauf, um in das oben anschließende Tal zu gelangen. Die Spur verlor sich in Abfahrtsspuren und so gelangten wir anstatt auf den Talboden auf eine Seitenrampe nördlich des Tals, die aber ebenfalls zum Weissseejoch führen würde.

Diese Rampe war aber (weil an der Nordseite eines westgerichteten Tals und somit volle Südseite) schon weich. Und wurde weicher. Und schließlich brachen wir mit den Skiern im Sulz ein, dabei waren es bis zum eigentlich Ziel, dem Gipfel links des Weissseejochs noch wenigstens 2 Stunden. Ich entschied, dass am nächsten Stein (noch 50m Wegstrecke) Schluss sein würde. Der beste Allgäuer von Allen war zwar nicht ganz damit einverstanden, aber weil wir diese Winter-Abmachung haben, dass wenn es einem unwohl wird, der andere nur eingeschränkt argumentieren darf, fellten wir nach einer kurzen Pause ab und machten uns auf den Rückweg.

Anfangs fuhren wir noch oben auf der Rampe ab und im weichen Firn (noch kein Sulz) dort schlugen sich die Offlimits ganz gut. Dann mussten wir über den komplett südseitigen Hang in den Talgrund des Seitentals, in dem wir uns befanden. Der beste Allgäuer von Allen fuhr als erster ab und pflügte den knietiefen Sulz so lang um, bis er einfach stecken blieb und die Ski mühsam ausgraben musste.

Ich versuchte das auch, fiel aber nach einer Kurve talwärts um und musste dann der Reihe nach erst meinen zweiten Stock mit den Fingern ausgraben, mit dem Stock die Bindung und den Stiefel ausgraben, um den Schuh zu befreien (das alles mit den Beinen oben und dem Kopf unten) und als ich mich dann endlich aufrichten konnte, musste ich den Ski richtig ausgraben. Der Schnee war so fest, dass es nicht möglich war, irgendwas einfach rauszuziehen. Knochenbrecherschnee.

Die weitere Abfahrt war weniger mühsam. Diesmal gab es keine Pause am Bänkle am Wegkreuz. Es war so heiß, dass wir lieber ein Radler auf der Terrasse des Hotels genießen wollten als Tee am Bänkle ;-) Ziemlich genau Mittag saßen wir dann auf der Terrasse und genossen ein nicht ganz verdientes kühles Radler.

Das war eine Weile ganz nett, aber bald wurde uns langweilig. Wir hätten natürlich ins Hallenbad und in die Sauna gehen und alles für uns allein haben können, aber angesichts des großartigen Wetters schien es uns einfach falsch, im Keller zu verschwinden. Stattdessen packten wir Skizeug in den Kangoo und fuhren zum Skigebiet Maseben, um da einfach noch ein bisserl ‘richtig’ Ski zu fahren.

Das war eine prima Idee, denn das kleine Skigebiet war so leer, dass wir sowohl die 4 Pisten als auch Lift und Seilbahn meist für uns allein hatten. Und auf leeren Pisten kann man Dinge machen, die sonst einfach nicht gehen: Carven auf Teufel komm raus und hemmungslos schnell fahren. Yay!

Von engel am 27.03.2014 22:04 • diaryurlauboutdoorski

Langtauferer Tal - Planailscharte

Donnerstag, März 27, 2014

Da die letzte Nordseitentour so ein Erfolg gewesen war und weil der Aufstieg in die Planailscharte nach wirklich gutem Schnee ausgesehen hatte, nahmen wir uns die als Ziel vor.

Die Planailscharte liegt nur ein Seitentälchen weiter als die Scharte zur Valbenairspitze, daher ist der Weg dorthin ein ganzes Stück weit derselbe. Wie am Vortag stapften wir in allerschönster Umgebung hinter zur Melager Alm und folgten dem idyllischen Sommerweg bis knapp über die Waldgrenze.

Nach einer Pause folgten wir der Spur bis dahin, wo wir schon am Vortag abgebogen waren und nahmen wieder dieselbe Abkürzung, da die uns direkt auf die Planailscharte zuführte. Wir trafen auf die Spur zu Scharte und konnten je näher wir kamen umso besser erkennen, dass wir hier tatsächlich guten Schnee vorfinden würden. Was für eine Freude!

In der Mulde unter der Scharte machten wir an einem schönen sonnigen Platz eine lange Pause, bevor wir den Anstieg in die Planailscharte in Angriff nahmen. Deren Anstieg hatte von Weitem extrem steil und unangenehm ausgesehen, jetzt wo wir näher dran waren, hatte sich der Hang aber etwas zurückgelegt, so dass er nun nur mehr sehr steil und nicht mehr extrem steil aussah. Wie befürchtet war der Anstieg aber im oberen Teil glatt und hart und windgepresst.

Im unteren Drittel des Anstiegs zur Scharte legten wir Harscheisen an. Das war sozusagen keine Kehre zu früh, denn kurz drauf wurde es erst stückweise dann durchgehend sehr hart. Wir mussten die Ski samt Harscheisen gelegentlich sehr hart in den Schnee stampfen um sicheren Halt zu finden. Mir fielen da vor allem die Spitzkehren schwer, weil ich dem umgestellten Ski nicht so Recht trauen mochte. Aber er hielt jedes Mal :-)

Alles in allem war es aber doch weniger mühsam als befürchtet, bis in die Planailscharte zu kommen. Dort gab es nochmal eine ausgiebige warme Pause (kein Wind!), dann rüsteten wir für die Abfahrt auf. Oben, wo es so richtig hart war, würden wir wohl kein Problem bekommen. Unten im weichen Schnee auch nicht. Schwierig würde der Mittelteil werden, wo nicht absehbar war, welcher Teil der harten Platten uns tragen würde und wo man durchbrechen würde.

So war es dann auch. Mit ein paar schnellen Bogen waren wir über die steilen harten Platten drüber und brachen dann in Bruchharsch ein. Wir versuchten den Spuren einiger Vorfahrer zu folgen und nach links zu queren, wo der Schnee wieder fahrbar aussah. Das war nicht ganz einfach, denn mal brachen wir durch und mal nicht.

Mein linker Ski (Bergski) fuhr dann auch unter eine Bruchharschplatte drunter, die nicht brechen wollte. Dafür brach der Talski an einem Hindernis (Stein?) nach unten aus und ich purzelte kopfüber den steilen Hang hinunter. Glücklicherweise war der Schnee nach 2 Purzelbäumen weich genug um mich aufzufangen. Und noch glücklicherweiser gab die Platte über dem linken Ski am Ende doch nach. Noch im Fallen befürchtete ich, nun 10 Meter irgendwie nach oben zu meinem Ski krabbeln zu müssen, aber als ich mich so halbwegs wieder derappelt hatte, stellte ich fest, dass beide Skier noch bei mir waren. Allerdings war ich fast aus dem linken Schuh (der eigentlich fest zu war!) gerutscht. Das kommt davon, wenn man so langsam fährt, dass der Schwung beim Fallen nicht ausreicht, die Bindung auszulösen!

Ab dieser Stelle fanden wir fast bis hinunter zum Skicross auf dem Sommerweg wirklich schönen gut fahrbaren Schnee. Unterbrochen von ein paar Flecken mit Windpressplatten, die wir inzwischen aber schon gut erkennen konnten. Die Abfahrt war Klasse, aber reichlich anstrengend für die Oberschenkel. Die taten mir auf dem Skicross runter zur Melager Alm am Ende so weh, dass ich nur vor-mich-hin-jammernd (aua-aua-aua) beim besten Allgäuer von Allen ankommen konnte. Immerhin taten dem die Beine auch weh!

Von engel am 27.03.2014 21:31 • diaryurlauboutdoorski
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