Dein Browser kann leider nicht vernünftig mit CSS umgehen. Den Inhalt siehst du, das Design dagegen ist futsch.

Pleisspitze (Bleispitze)

Donnerstag, März 13, 2008

Freundlich sollte es am Sonntag am Alpenrand werden, sonst war ja eher kühles Gruselwetter vorhergesagt. Freudlich reicht uns locker, da wird Skigetourt. Vielleicht war ja auch noch ein wenig von dem neuen Schnee für uns übrig, idealerweise unverspurt (träumen man darf ja) :-)

Weil Sonnagstouren nicht gar so lang sein dürfen, nahmen wir uns die Pleisspitze (die steht alternativ auch mit Bleispitze in der Karte) vor. Wir waren nicht wirklich spät dran, aber in Bichlbächle erwischten wir grad noch einen der letzten Parkplätze - was nicht verwunderlich ist, es hat nicht allzuviele Parkmöglichkeiten, aber viele Leute, die dort parken wollen.

Irgendwie halblinks hinauf sollte es laut Führer gehen und wir fanden auch gleich die Spur, die vom Parkplatz aus schräg nach links oben führte. Endlich mal eine Tour ohne jeglichen Talhatscher. Die Spur führt umgehend nach oben, steil nach oben, zunächst durch lichten Wald, dann oberhalb eines Kahlschlags entlang und dann weiter durch lichten Wald.

Von engel am 13.03.2008 06:22 • outdoorski

Landschaftseck

Montag, Februar 25, 2008

Eine Skitour zu beginnen, bei der man in der Früh auf 1300 Meter bei +5 Grad im regen-durchweichten Schneematsch losläuft und für die man um 5:00h aufgestanden ist, hat schon was Masochistisches. Der Gedanke an’s Umdrehen liegt da oft nicht fern, aber wenn man einen wie den besten Allgäuer von Allen dabei hat, dann kommt Aufgeben nur wegen ‘keine Lust mehr’ nicht in Frage. Aber von vorn.

Als wir nach dem Frühstück um kurz vor sieben daheim losfahren hat es 8 Grad. 8! Grad! Aber da wir nun schon mal wach sind und weil wir davon ausgehen, dass es weiter oben kälter ist, fahren wir dennoch ins Lechtal, Ziel Gramais. Dort hat es 5 Grad und auf dem Weg hinunter zum Bach, um ins Rosskartal aufsteigen zu können, versacken wir mit den Skiern in matschigem weichem Schnee. Weia.

Wie das so ist, wenn man sich nicht so recht auskennt und die Tour-Beschreibung eher dürftig ist, verlaufen wir uns noch dazu und müssen über einen Zaun steigen und in so weichem Schnee zum Sommerweg absteigen, dass ich bis zum Knie einsinke. Na toll.

Von engel am 25.02.2008 21:20 • diaryoutdoorski

Steinkarspitze

Montag, Februar 18, 2008

Superwetter und Lawinenwarnstufe 2 war für Samstag angesagt, das schrie geradezu nach einer ‘gescheiten’ Skitour. Einer von Ralles Kollegen war letztes Wochenende auf der Steinkarspitze gewesen und hatte sich äusserst lobend darüber ausgelassen und hatte zudem erwähnt, er habe da die ersten Spuren hinterlassen. Oooh, ein einsamer Berg, das ist was für uns!

Als wir hinter Kelmen zum Hahntennjoch abbogen, war wir tatsächlich völlig allein auf der Strasse und wir freuten uns schon darauf, eine einsame Tour in gigantischer Umgebung zu machen. In Boden, beim Parkplatzsuchen aber verging uns die naive Illusion auf diese einsame Tour sofort.

Wollte man nicht grad den Gasthof oder irgendwelche Zufahrten zuparken, war es ziemlich schwierig, in diesem winzigen Dorf Boden einen halbwegs vernünftigen Parkplatz zu kriegen. Überall standen Autos und Unmengen Menschen machten sich auf den Weg zu einer Skitour. Fast alle allerdings hinauf nach Pfafflar, Richtung Hanauer Hütte war (zunächst) kaum jemand unterwegs. Ausser uns natürlich.

Von engel am 18.02.2008 20:08 • diaryoutdoorski

Karleskopf

Montag, Februar 11, 2008

Samstag war der Tag des grossen Familienfestes, also durfte die Tour - bei dem Wetter unerlässlich, egal wie anstrengend oder lang der Tag sonst werden würde - nicht allzu lang werden. Am Anfang vom Lechtal also, um nicht allzuweit fahren zu müssen, und wegen des verblasenen Schnees nicht grad supersteile Nord-oder Osthänge sollten es sein.

Der Karleskopf schien uns geeignet. Wir parkten in Namlos und stapften zum Einstieg der Tour, wo wir nach dem ersten halben Kilometer Talhatsch rechts in das kleine Seitental (Dreiental?) abbogen. Wie nicht anders zu erwarten lagen im unteren Bereich riesige alte Lawinen aus den steilen Osthängen herum, über die bereits jemand eine Spur gelegt hatte.

Vor uns war eine Familie mit 2 Jungs, schätzungsweise etwa so alt wie die Neffen, also 7 und 9 Jahre, die sich über die Lawinen mühten. Wo es so schwer zu gehen war, holten wir die vier leicht ein, dann aber hielten die ganz locker unser Tempo, auch der Kleine, was uns sehr erstaunte.

Von engel am 11.02.2008 21:53 • diaryoutdoorski

Galtjoch

Montag, Februar 04, 2008

Für den Sonntag war Superwetter angekündigt und wegen der samstäglichen Schneefälle und den endlich mal zu erwartenden nächtlichen Minus-Temperaturen war auch mit frischem pulvigem Neuschnee zu rechnen (also alles perfekt, wie sich das für diesen Tag gehört), ganz klar, ein Tag für eine Skitour. Auf einen ‘neuen’ Berg am besten. Wir entschieden uns für die Pleisspitze von Bichelbächle aus, das schien auch bei der aktuellen Lawinensituation vertretbar.

Als wir dann am Sonntag in der Früh im ersten Licht (noch weit vor dem Grenztunnel) die Lechtaler Berge sahen, wunderten wir uns sehr: Das über den Bergen waren doch nicht etwa Schneefahnen? Die aufgehende Sonne bestätigte die Befürchtungen: die höheren Gipfel waren von riesigen Schneefahnen - dem Anschein nach teils mehrere hundert Meter hoch/lang gekrönt. Schlechtes Zeichen.

Als wir die Pleisspitze von Heiterwang aus zum ersten Mal sahen, hatte auch die eine riesige Schneefahne. Gaaanz schlechtes Zeichen. Nun wollten wir zwar auf der Luv-Seite des Berges hinauf, so dass zumindest die zu erwartenenden tückischen Schneeverwehungen kein Problem sein dürften, aber wenn Schnee irgendwohin geweht wird, dann muss er ja von irgendwoher kommen. So war es auch: der komplette sichtbare Gipfelbereich der Pleisspitze war mehr oder weniger blank.

Wir fuhren zwar bis nach Bichelbächle zum Gucken (und selbstverständlich fellten da diverse Skitourer bereits auf), aber Lust auf den Berg hatten wir keine mehr. Umdisponieren also. Die Karlespitze oder nochmal der Tschachaun wären vertretbar gewesen, deswegen drehten wir um und fuhren über Berwang Richtung Namlos. Als wir aber auf Rinnen zufuhren, lachte uns das Galtjoch an. Weite weisse sanft geneigte Hänge, am Gipfel keine Spur von Schneefahne. Ein kurzer Blick in Karte und Führer - den nehmen wir!

Von Rinnen aus kann man ein schmale Strasse hinab nach Rauth fahren, wo die Tour eigentlich beginnt. Weil wir das aber nicht wussten und die Strasse wirklich schmal aussah, und noch dazu steil und schneebedeckt war, parkten wir oberhalb von Rinnen. Was sind schon 100 Meter Gegenanstieg am Ende der Tour gegen ein Auto im Graben?

Die Vorsicht erwies sich im Nachhinein als überflüssig, die Strasse kann man ganz gut fahren und unten hat es diverse Parkmöglichkeiten, die auch fleissig genutzt wurden. Ausser uns hatten ganze Heerscharen anderer Skitourer das Galtjoch als Ziel.

Von engel am 04.02.2008 20:27 • diaryoutdoorski

Umwege

Montag, Januar 28, 2008

Samstag sollte das Wetter schön werden, es lag vermutlich frischer Schnee (oben) und der LLB liess sich mit Stufe 2 auch ganz gut an. Ganz klar: Skitourenwetter. Zur Abwechslung mal im Lechtal, was vor allem am Skiweltcup in Ofterschwang und irgendeiner Langlaufveranstaltung im Tannheimer Tal lag, denn Stau ist nun wirklich nicht das was man sich am Anfang und am Ende einer Skitour wünscht.

Aus Karte und Führer suchte ich das Ziel raus: Elmer Muttekopf. Und dann ... fuhr ich in der Früh am Start- und Parkpunkt vorbei, was uns aber erst auffiel, als wir kurz vor Namlos an der Abzweigung nach Fallerschein vorbei kamen. Ähem, mein Fehler, ich dachte, ich kenn mich da aus. Und schon waren wir in Namlos.

Zurückfahren? Umdisponieren? Wir disponierten um. Von Namlos aus kann man auf den Tschachaun, ‘idealgeneigte Nordhänge’, nicht zu steil, erinnerte ich mich, da waren wir auch noch nie. Dann mal los.

Erst mal geht es in das Brentersbach-Tal hinein, vorbei an der Abzweigung zum Karleskopf, den wir ja schon kennen. Und dann weiter in Tal hinein. Welcher der Tschachaun sei, fragte der Ralle. Ähem, keine Ahnung, Irgendwo hinten rechts wusste ich noch. Wir hätten in die Karte gucken können, aber vor uns war eine frische Spur, wir konnten also nicht falsch sein. Und so stapften wir weiter, in das lange lange Tal hinein.

Von engel am 28.01.2008 21:45 • diaryoutdoorski

Einsam

Montag, Januar 21, 2008

Ein Wochenende, 2 Skitouren, keinen Menschen unterwegs getroffen. Im Winter. Im Allgäu. Hätte mir das jemand vorher gesagt, ich hätte das für unmöglich gehalten. Wobei natürlich die eher unidealen Bedingungen da durchaus auch eine Rolle spielten ;-) Aber wir wollten unsere neuen Ski ja unter allen Umständen mal testen.

Am Samstag fiel unsere Wahl auf den Schusser, Südwest- und Südhänge. Bei LLB3 wollten wir wenigstens günstige Hänge haben. Trotz dicker Wolken und 8 Grad (!!!) beim Aufstehen fuhren wir los. Unten im Wildental war es am Parkplatz trotz der Plusgrade eisig, so dass ich mein Auto vorsichtshalber umparkte. Es sollte möglichst nicht wegrutschen.

Von engel am 21.01.2008 21:40 • diaryoutdoorski

Loblied

Montag, Januar 14, 2008

Seit Jahren jammere ich, dass es ja wohl nicht wahr sein kann, dass beim Skitouren die Abfahrt nur dann wirklich Spass macht, wenn die Bedingungen zu 100% passen. Oder wenigstens zu 90%. Kleiner Disclaimer, damit jetzt niemand was falsch versteht: Natürlich machen Skitouren immer Spass. Das liegt schon ganz einfach daran, dass man sich im Winter (!) im Schnee (!!) in grossartiger Umgebung (!!!) bewegt :-))

Aber weil ich so unersättlich bin, will ich noch mehr Spass, vor allem beim Abfahren. Ich will einen Ski der 0 Gramm wiegt und so stabil und dynamisch ist wie mein superschwerer Pistenski (muss ich mal wiegen, da hat ein einzelner Ski bestimmt 4 Kilo). Ist doch ganz einfach ;-)

Mit den neuen Tourenstiefeln bin ich meinem Ziel schon ein Stück näher gekommen, die sind ein ganzes Stück besser als die alten Stiefel und dabei genauso (mittel-)leicht. Offensichtlich hat sich was getan in den letzten Jahren. War ja klar, dass das Begehrlichkeiten weckt.

Noch dazu hat Alpin zum passenden Zeitpunkt (eigentlich schon im Oktober, aber ich bin mit dem Lesen meiner Abo-Hefte ein bisserl hinten dran) einen Skitourenskitest aufgelegt und da stand bei irgendeinem Ski dabei: ‘Ein Ski der alten Garde, der nur beim Aufstieg Spass macht.’ Aha, denkt man sich da, neue Ski sind also anders.

Den Samstag Vormittag verbrachten wir also beim Dealer des Vertrauens und nun haben wir beide neue Tourenski. Genau so, wie ich mir das vorher überlegt hatte: K2 Shuksan mit Silvretta Pure Performance, zum relativ schweren Ski eine eher leichte Bindung, damit ich bei den Touren auch oben ankomme ;-)

Am Sonntag musste das neue Material natürlich getestet werden. Um ganz sicher Schnee zu haben (neue Ski!) nahmen wir uns den Gamsfuss vor. Schon die ersten Schritte mit den neuen Skiern waren ... anders. Einerseits sind die Ski schwerer und breiter und rutschen somit schlechter mit dem Fell unten dran, andererseits liegt der Drehpunkt der Bindung etwa da wo das Zehengelenk sitzt und es läuft sich sehr angenehm damit.

Es dauert nicht lang, dann fiel das mit den schweren Skiern nicht mehr auf (schaumermal wieviel Kraft das auf langen Touren kostet), das angenehme Gehgefühl dagegen blieb.

Von engel am 14.01.2008 22:06 • diaryoutdoorski

Die Ersten und die Letzten

Montag, November 19, 2007

So ziemlich zumindest. Als wir am Sonntag in der Früh in Baad parkten, auf dem einzigen geräumten Parkplatz von den vielen in Baad, rund um uns herum fast 1 1/2 Meter Schneewände, waren zwar noch ein paar Leute zu sehen, doch als wir uns auf den Weg zur Güntlespitze machten, in unglaublich tiefem Schnee, waren wir allein und zogen eine einsame Spur in unberührten eisig glitzernden Pulverschnee.

Nochmal: in unberührten Pulverschnee. Auf dem Weg zur Güntlespitze. Wir konnten es kaum glauben. Allein unterwegs zur Güntlespitze, Mitte November, bei super Schnee und vertretbarer Lawinenlage. Das konnte doch einfach nicht wahr sein.

Von engel am 19.11.2007 21:09 • diaryoutdoorski

Vorbei. Flucht aus dem Wallis.

Dienstag, Mai 08, 2007

Wie üblich piept mein Höhenmesser um 4:30h. Genauso üblich ist, dass ich sofort hellwach bin, obwohl ich diesmal verdammt schlecht geschlafen habe, weiss der Geier warum. Laut war es nicht, kalt oder heiss war es nicht, aber ich bin dauernd aufgewacht. Nachdem ich mich aus dem Bett geschlängelt habe, gilt der erste Blick dem Fenster: Nebel. Nebel? Ich stupse den besten Allgäuer von Allen zum Wecken an und sause nach unten vor die Tür. Tatsächlich, dicker, fetter Nebel um die Hütte. Na prima!

Wir gehen erst mal Frühstücken. Weil wir fast die ersten sind, klappt es auch diesmal problemlos mit der zweiten Tasse Kaffee. Allerdings wird das Frühstück mit der Wiederholung nicht besser, es fällt uns schwer eines der trockenen Marmeladebrote runter zu kriegen. Draussen ist noch immer Nebel, die Nachfrage bei der Wirtin bringt keine Klarheit: ‘Kann sich auflösen, vielleicht aber auch nicht. Die mittäglichen Gewitter werden wohl eher früher als später kommen.’ Nochmal: Na prima! Was machen wir jetzt?

Erst mal packen wir. Den Rucksack mit dem Skitourenzeug marschbereit, das Hüttenzeug in eine Tüte, dann erst mal aufrödeln. Wir parken alles vor der Hütte und schauen uns unschlüssig den Nebel in der aufziehenden Dämmerung an. Um uns herum stehen ähnlich unentschlossene Menschen (’... pas de motivation!’ tönt es aus allen Ecken), die Entschlosseneren tasten sich bei Nullsicht über den eisigen Hang zum Gletscher hinunter. Sieht nicht toll aus.

Von engel am 08.05.2007 22:48 • diaryurlaubwallis2007outdoorski
Page 17 of 19 pages
« Erste  <  15 16 17 18 19 >

Reiseberichte

Bücher :-)

Letzte Einträge

Letzte Kommentare

Blogroll


Have fun!