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Sommerwochenende, kühl

Mittwoch, Juli 20, 2016

Jetzt aber das letzte Wochenende. Ich hole auf :-)

Samstag, 16.07.2016: Aggenstein
Ich hatte mir vom kränkelnden Kollegen gegenüber irgendwas eingefangen und hatte einen dicken Hals. Soll heißen es fühlte sich hinten im Hals alles etwas geschwollen an, meine Nase lief und ich musste gelegentlich nießen und husten. Aber ich muss schon tatsächlich im Bett liegen, um mich von sowas beeinflussen zu lassen.
Da aber zudem das Wetter auch blöd tat (nicht grad Regen, aber viele Wolken, wenig Sonne und kalter Wind) und in den höheren Bergen ordentlich Neuschnee wegen des Kälte-Einbruchs in der Woche vorher lag, wollten wir nicht weit weg oder weit rauf.
Wir fuhren am schon ziemlich vollen Parkplatz der Bad Kissinger Hütte vorbei und parkten, wo der Forstweg zum Breitenberg anfängt. Wir hatten eigentlich nicht mit viel Betrieb gerechnet, aber dieser Forstweg hat sich wohl zu einer Mode-Bike-Tour gemausert (vielleicht weil er Teil des Pfronten-Bike-Marathons ist). Als wir ankamen, stand jedenfalls eine Gruppe von etwa 15 Bikern am Forstweg und ließ sich erklären wie man bergauf fährt. Oder zumindest sah es so aus. Jedenfalls waren das geführte Biker.
Nunja, bis wir ausgeladen hatten und startbereit waren, waren die alle weg.
Wir radelten bis hinauf zum Breitenberg, wo der letzte Sessellift ankommt, ignorierten das Radelverbotschild und fuhren so weit es ging weiter Richtung Aggenstein. Dort beäugten uns viele Kühe interessiert und wir parkten die Räder vorsichtshalber auf der anderen Seite des Zauns, damit sie nicht von neugierigen Kuhnasen und -Zungen untersucht oder angeknabbert werden konnten.
Wir gingen hinauf zum Sattel vorm Aggensteingipfel und betrachteten etwas erstaunt die lange Schlange Menschen, die von der Bad Kissinger Hütte zum Gipfel strebten und in zwei Reihen (eine rauf, eine runter) im Gipfelaufbau standen. Da war doch mehr los, als wir angenommen hatten. Weil Schlangestehen am Gipfel nicht so unser Ding ist und wir da ja schon oft oben waren, machten wir nur eine kurze Pause am Nebengipfelchen und stiegen dann wieder ab.
Die Abfahrt war sehr erfrischend. Handschuhe wären gar nicht besonders verkehrt gewesen, dabei sind wir doch eher gemäßigte Abfahrer und fahren gar nicht sooo schnell. Das Wetter gönnte uns aber 10 Minuten Sonnenschein auf einer Wiese und da wurden die Finger dann wieder warm :-)


Raufradeln (Disteln passend zum Hut :-))


Aufstieg


Gipfelaufbau


Gut eingepackte Abfahrt

Sonntag, 17.07.2016: Sulzspitze
Immer noch mittelprächtiges Wetter, deswegen nochmal ein kleiner Berg.
Wir radelten vom Haldensee zur Strindenscharte. Die Stecke wird auch von vielen Bikern geradelt, aber es sind doch weniger als drüben am Breitenberg.
Kurz vor der Strindenscharte mündet der Weg von der Neunerköpflebahn ein und es wurde ordentlich voll auf dem Weg zur Grappenfeldscharte. Trotzdem gingen vergleichsweise wenige Leute auf die Sulzspitze.
Wir stellten die Räder an der Abzweigung ab und gingen den kurzen Weg zum Gipfel der Sulzspitze. Oben hatten wir eine nette lange Pause an einer windgeschützten (schafbollenfreien) Stelle und stiegen dann wieder ab zu den Rädern.
An der Grappenfeldalm kehrten wir noch kurz ein, dann sausten wir zurück und hinunter zum Haldensee. Diesmal war die Abfahrt nicht direkt kalt, aber unten lockte der See dann doch nicht zum Bad.


Radeln zur Strindenscharte


Kurvenradeln (fast oben)


Sulzspitze


Abstieg mit Schafen


Runterradeln

Von engel am 20.07.2016 07:12 • diaryoutdoorbergmtb(0) Kommentare

Sommerwochenende, heiß

Dienstag, Juli 19, 2016

Ich bin mal wieder ein bisserl langsam. Es geht nicht um das letzte Wochenende (wo es ja eher kühl war), sondern um das davor :-)

Samstag, 09.07.2016: Eschacher Weiher
Nachdem ich am Freitag das frisch reparierte Mountainbike vom Händler hatte abholen dürfen, musste es natürlich eine Bike-Runde sein. Das Wetter wollte nicht so wie die Vorhersage angekündigt hatte und es regnete Vormittags so ein bisserl vor sich hin. Wir nutzten die Zeit zum Holzverräumen und für Radl-Vorbereitungen.
Ich lud mir die Manuale für Federgabel und Dämpfer des neuen Bikes runter und stellte erst mal den Luftdruck und die Zugstufen korrekt ein (kompliziert, kompliziert). Beide waren für mich viel, viel, viel zu weich eingestellt. In die Gabel kommen 10 Bar und der Dämpfer bekommt sogar fette 15 Bar! Da ist man mit der kleinen Gabelpumpe ganz schön beschäftigt.
Der beste Allgäuer von Allen - derzeit ja ohne ‘richtiges’ Mountainbike - wartete eines der alten Räder, um damit fahren zu können.
Gegen Mittag waren wir dann so weit und das Wetter wurde auch besser. Wir fuhren eine ähnliche Runde wie am Samstag vor zwei Wochen und jetzt ist das neue Bike eine echte Freude :-)
Den Hohen Kapf ließen wir aus, gingen aber dafür im Weiher baden/schwimmen. Hach, Sommerfeeling!
Auf dem Heimweg gab es dann ein ausgezeichnetes Knoblauchschnitzel für jeden am Mariaberg.


Nach dem Baden am Eschacher Weiher


Auf dem Weg zum Blender


Blender mit Bikes

Sonntag, 10.07.2016: Schneck
Es sollte ein Super-Sommer-Tag werden. Schön, heiß, trocken.
Wir radelten von Hinterstein zum Giebelhaus und weiter zur Pointhütte und das Ende der Straße. Es war heiß und schwül, der Schweiß fand kaum schnell genug den Weg aus den Poren.
Der erste Teil des Aufstiegs nach dem Bach am Ende der Straße geht durch haufenweise Kraut und Büsche. Nicht das leiseste Lüftchen erreicht die verschwitzte Haut und ich war ziemlich bald kurz davor zu kollabieren. Heiß kann ich einfach nicht. Nach einer ordentlichen Pause mit viel zu trinken, ging es wieder, aber ich hatte danach kaum noch Flüssigkeit im Rucksack. Ich füllte deswegen meine Flaschen am Bach auf und hoffte einfach drauf, dass das so weit oben kein Fehler sein würde (alles gut).
Nachdem wir dann oberhalb des Wasserfalls auch ein wenig Wind abbekamen, fühlte ich mich wieder besser und der Schneck sah nicht mehr ganz so weit weg aus. Wir gingen trotzdem betont langsam weiter, man muss ja nichts herausfordern. Am Himmeleck wehte dann endlich ein wirklich erfrischendes Lüftchen :-)
Den ganzen Weg hinauf vom Himmeleck sahen wir 3 Leute am Hauptgipfel, die sich da häuslich engerichtet hatten. Vor uns waren auch zwei Leute unterwegs, die direkt vom Vorgipfel zum Hauptgipfel starteten. Wir ließen uns Zeit und machten am Vorgipfel erst mal Pause um den Betrieb am Hauptgipfel auszusitzen.
Die Strategie ging auf :-) Die Drei kamen zurück, die Zwei trauten sich dann doch nicht über den schmalen Grat und der eine Nachfolger kletterte zwar auch zum Gipfel rüber, machte aber nur kurz Pause. Am Ende hatten wir den Schneck ganz für uns allein :-)
Die Querung über den ausgesetzen kleinen Grat ist nach wie vor sehr abenteuerlich und wenn man drüben ist, ist es großartig :-)
Im Abstieg gab es dann sogar noch ein Schneefeld zum Abfahren auf den Schuhen. Abgesehen davon, dass es mit jedem Meter nach unten heißer wurde, war der Abstieg problemlos. Die Abfahrt war temperaturtechnisch die reinste Wohltat. Am Giebelhaus kamen wir an, als grad der letzte Bus abfuhr, so dass wir unseren Kuchen ganz allein genissen konnten.
Toller Berg, toller Tag!


Im Ostrachtal vorm Giebel


Die letzten Meter bis zum Bach


Aufstieg durch Kraut, hinten der Schneck


Aufstieg zum Schneck mit Enzian und Hochvogel


Schneckgrat Hinweg


Schneckgrat Rückweg


Schneefeldabfahren


Abstieg

Von engel am 19.07.2016 06:05 • outdoorbergmtb(2) Kommentare

Allgäu-Urlaub II

Dienstag, Juli 12, 2016

Freitag, 01.07.2016: Handschuhspitze
Am letzten unter-der-Woche Urlaubstag wollten wir nochmal etwas machen, was am Wochenende verkehrstechnisch eher unschlau ist. Zum Beispiel ins Zugspitzgebiet fahren, denn den besten Allgäuer von Allen lachte die Handschuhspitze an. Da kann man weit hinauf bis ins Marienbergjoch radeln und dann gemütlich noch 700 Höhenmeter bis zu Gipfel laufen.
Wir starteten am Parkplatz hinter dem Leermooser Tunnel. Nach der dritten Kurve des Forstwegs verabschiedete sich die Federgabel des MTB des besten Allgäuers von Allen und ließ sich nicht mehr absenken. Da der Forstweg bis zur Sunnalp angenehm gemäßigt ansteigt, war das erst mal kein größeres Problem.
An der Sunnalp steht aber schon sehr bezeichnend ‘Mountainbike Schiebestrecke’ und da kann man eigentlich nur zustimmen. Plötzlich wird der Forstweg steil und grobschottrig. Für mich war Radeln schon bald nicht mehr drin, der Sturschädel an meiner Seite quälte sich aber trotz Schotter, Steilheit und kaputter Federgabel noch ein gutes Stück weiter. Dann musste auch er aufgeben.
Nach etwa 200 Metern Weg kann man dann wieder radeln und ist bald oben am Marienbergjoch. Wir stellten die Räder an der höchsten Stelle im Joch am Strommast ab.
Es war unglaublich schwül, als wir durch die Latschen (wo sich ja nicht das geringste Lüftchen regen kann) der Handschuhspitze entgegen stiegen. Wir rochen immer wieder Farbe und stellten fest, dass der Weg grad neu markiert wurde. Bald sahen wir auch den Wegmarkierer, der genau genommen ein Wegebauer war, denn oben im Geröllfeld hackte er mit großer Energie die Kehren neu aus, so dass die Steine nur so flogen. Wir fingen grad an, uns Sorgen zu machen, als er aufhörte.
Am Gipfel trafen wir ihn dann und hatten direkt Gelegenheit für eine gute Tat. Der Wegebauer hatte nämlich zudem ein neues Gipfelbuch hinauf gebracht und dabei einen Stift vergessen. Ich spendierte den Notfallbleistift aus meinem Verbandspäckle und wir kamen zu der Ehre, den ersten Eintrag (nach dem Buchhochträger) in ein Gipfelbuch zu machen. Das hat man ja auch nicht oft :-)
Wir genossen die großartige Aussicht (vor allem auf die Mieminger und den Wetterstein) eine Weile, aber der Wind war kühl und vertrieb uns. Weiter unten hatten wir auch kein Glück, denn an der Sonnenwiese, die wir uns am Hochweg ausgeguckt hatten, war erstens nur wenig Sonne, weil die Wolken grad wieder reinzogen und zudem war es da auch windig.
Dann halt Abstieg zu den Rädern und Abfahrt zur Sunnalm. Die ist zwar irgendwie nett, weil urig eingerichtet, aber auch riesig und sauteuer. Man merkt gleich, dass man sich im Skigebiet der Zugspitzarena befindet. Immerhin waren sowohl Kaffee als auch Germknödel gut. Danach Abfahrt zum Auto ohne Treten ;-)


Auf dem Weg zum Marienbergjoch, hinten der Daniel


Anstieg zur Handschuhspitze, hinten Marienbergjoch und Grünstein in Wolken


Hier geht es weiter


Am Gipfel


Blick übers Inntal, hinten die Ötztaler


Abfahrt

Sonntag, 03.07.2016: Bschiesser
Den Samstag verbrachten wir mit den neu angefallenen Wartungsarbeiten. Das Bike des besten Allgäuers von Allen musste zur Reparatur (eigentlich: es musste die längst fällige Wartung für Dämpfer und Federgabel endlich in Auftrag gegeben werden) und mein (altes) MTB brauchte unbedingt neue Bremsbeläge.
Am Sonntag gab es wegen kein Bike eine Zu-Fuss-Tour. Wir starteten in Hinterstein an der Kirche und nahmen diesmal einen unbezeichneten Weg, den ich in der OSM entdeckt hatte. Ich hatte eigentlich ein schmales verstecktes Weglein erwartet, aber anfangs war das eine breit ausgebaute Quad-taugliche Trasse. Wir fanden dann aber bald den erwarteten schmalen versteckten Abzweig, nur um nach 2 Kehren auf dem schmalen Weglein festzustellen, dass es wieder in die breite Trasse mündete,
Immerhin war außer uns keiner auf dieser Seite unterwegs und die Trasse führte relatv steil und direkt hinauf. Oben ging die breite Trasse unvermutet wieder in ein schmales Weglein über, das recht feucht und später dann auch ziemlich matschig zur Zipfersalpe führte. Die liessen wir erst mal links liegen und stiegen dem Bschiesser entgegen.
Der Zeitpunkt war ungünstig, denn obwohl insgesamt nicht übermäßig viel los war, gerieten wir mitten in eine große Schwabentruppe (10-15 Leute), die sich nervig laut quer über den ganzen Bschiesser-Gipfelhang unterhielten. Am Gipfel machten wir deswegen etwas abseits Pause. Mitten in so einer großen Gruppe sitzen macht keinen Spass.
Ganz kurz war uns etwas Sonne vergönnt und der Wind ließ etwas nach, aber alles in allem war es da oben eher ungemütlich. Wir stiegen zur Zipfersalpe ab, wo wir in der Sonne und windgeschützt sehr feinen Kuchen und Kaffee genossen. Abstieg auf dem Normalweg, aber den mochte das Knie nicht sehr. Wir waren deswegen sehr langsam.


Anstieg auf dem schmalen Weglein ...


... das eigentlich eine breite Trasse ist


Matsch-Navigieren im Bschiesser-Latschenfeld


Am Gipfel


Neugieriges Fohlen, das meine Stöcke zum Anbeissen fand

Von engel am 12.07.2016 20:35 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Allgäu-Urlaub I

Mittwoch, Juli 06, 2016

Die letzte Woche war ja Urlaub und obwohl das Wetter doch ein wenig zu wünschen übrig ließ, haben wir ein paar nette Sachen gemacht und die derzeit wohl unvermeidlichen Schmuddelwettertage mit sinnvollen Dingen wie Auf- und Ausräumen (lästig aber nötig und erfolgreich) zugebracht.

Samstag, 25.06.2016: Hoher Kapf
Ich hatte ja am Donnerstag das lang-recherchierte und dann mächtig befreute neue Mountainbike gekauft und in München mühsam in den Clio gestopft, um es heimzubringen. Klar, als erstes musste das mal gründlich getestet werden :-)
Für Nachmittags waren Gewitter angesagt, aber rund um Daheim rum hat es genügend Bike-Möglichkeiten und da kommt man immer schnell zurück.
Wir radelten über den Mariaberg mit den steilen Wald-Trails zur Bahnstrecke runter und dann zum Eschacher Weiher. Vor dem nahezu obligatorischen Besuch im Brotzeitstüble ging es noch über den Hohen Kapf und den schwierigen (für mich ;-)) Trail hinten runter und über die vielen Kuhwiesen, wo man lästigerweise das Rad dauernd über Zäune heben muss.
Im Brotzeitstüble gab es feinen Kaffee und Kuchen, Baden fiel aber leider aus, weil dann sehr schnell Gewitter aufzogen.
Am Brotzeitstüble fiel das neue Rad auseinander, aber die Details dazu gibt es erst, wenn alles rum und vorbei ist. Gut ist, dass man zum Brotzeitstüble auch mit dem Auto kommt, deswegen konnte ich das Gewitter im Trockenen bei Kaffee aussitzen und warten bis ich abgeholt wurde.


Interessantes Insekt auf dem Weg


Mariaberger Wald-Trail (ist viel steiler als es da aussieht)


Hinterm Hohen Kapf


Waldbrücke

Montag, 27.06.2016: Galtjoch
Mit dem Knie muss man noch ein wenig vorsichtig sein, deswegen schien eine Bike&Hike-Tour mit viel Bike (Raazalpe) und wenig Hike (Galtjoch) genau richtig.
Von Rieden bis zum Rotlechstausee geht es ganz gemütlich hoch, dann kommt die lange und unablässig ziemlich steile Auffahrt zur Raazalpe. Das wäre eine wunderbare Teststrecke für das neue Bike gewesen, aber naja, das ging ja nicht. Aber auch das alte Bike nimmt die Strecke gut ;-)
Der einzige Schauer des Tages erwischte uns direkt beim Kaffeetrinken an der Alpe, als wir drin in der geheizten Stube sassen. Danach ging es gemütlich aufs Galtjoch, dessen Gipfel von Einheimischen besetzt war. Das Vieh ließ uns aber unbehelligt passieren :-)
Nach dem Gipfel gönnten wir uns sogar noch einen zweiten Kuchen. Urlaub ist Urlaub.


Auf dem Weg zur Raazalpe


Nach dem Kuchen geht es zu Fuß weiter


Alpenrose


Gipfelbesatzer


Galtjoch


Abstieg


Neugieriges Kalb


Abfahrt

Dienstag, 28.06.2016: Walser Geishorn
Wo das mit dem Knie alles grad so gut lief, konnten wir uns ja auch was Größeres vornehmen. Mit dem Bike das laaange Stillachtal hinter bis zur Speicherhütte und dann aufs Walser Geishorn mit Abstecher zur Mindelheimer Hütte beim Abstieg.
Die letzten Meter zur Speicherhütte sind extrem steil und jetzt wo ich das erste Mal mit dem ‘richtigen’, jetzt quasi alten, MTB (statt des alten ‘Almrads’) da hinten war, schaffte ich es zum ersten Mal bis ganz hinauf zu radeln. Naja fast, 3 Meter vor der Hütte stellte ich das Vorderrad quer und versenkte es in einem Wasserablauf. Damit war das Radeln natürlich vorbei. Aber ich hätte es geschafft!
Das ist übrigens der steile Hügel, an dem es uns vor 2 Jahren im Gewitterregen nicht gelang die Räder mit den Felgenbremsen der alten Räder zum Stehen zu bringen.
Das Wetter war wunderbar, wenn auch ein wenig kühl, und wir waren bis zum Geishorn völlig allein. Im Koblat trafen wir eine Bergmolch-Massenansammlung in einer Schmelzwasserpfütze.
Der Abstieg wurde durch den noch reichlich vorhandenen Schnee prima abgekürzt, wir konnten längere Strecken auf den Schuhen abfahren. Wo es ganz steil ohne richtigen Auslauf wurde, stiegen wir aber wie alle anderen auch sehr vorsichtig in den vorhandenen Tritten ab.
Auf der Mindelheimer Hütte gab es feinen Kaffee und Kuchen, dann ging es zurück zu Rädern. Diesmal war kein Gewitter und wir kamen nach der langen schnellen Abfahrt trocken am Auto an.


Ins Stillachtal


Auf halben Weg


Zu Fuß geht es weiter


Vor dem Biberkopf


Gipfel mit Widderstein


Abfahrt!


An der Mindelheimer Hütte

Von engel am 06.07.2016 21:58 • outdoorbergmtb(2) Kommentare

Litnisschrofen

Sonntag, Juni 26, 2016

Wie üblich liess das Wochenendwetter (vom vorigen Wochenende) eher zu wünschen übrig. Aber ich musste unbedingt Abstieg üben, da war eine Bike-Hike-Tour am Samstag genau das Richtige. Viel Bike, eher weniger Hike, um das Knie nicht gleich übermäßig zu beanspruchen. Dafür ist der Litnisschrofen perfekt.

Auf dem Weg zur Nesselwängler Ödenalpe nieselte es gelegentlich, aber nicht so sehr, dass ein Cape nötig gewesen wäre. Wir trockneten bereits wieder ab während wir noch vollgenieselt wurden.

An der Scharte war es grad trocken also starteten wir zum Litnisschrofen. Und es blieb genau so lange trocken, bis wir am Gipfel waren. Im Abstieg vom Gipfel regnete es kurz richtig heftig. Da ist man dann an den Ketten in den Felsen doch einigermaßen froh. Im restlichen Abstieg war es dann wieder trocken.
Das Knie schluckte die 350 Höhenmeter Abstieg klaglos :-)

In der Edenalpe müssen die Besitzer/Pächter gewechselt haben, denn der Kuchen war richtig schlecht. Schade drum. Eine schöne Neuentdeckung war der Alpenrosensteig zur Krinnenbahn rüber. Der ist inzwischen, breit ausgebaut und ohne schlechtes Gewissen radelbar und eröffnet großartige Blicke auf die Tannheimer.


Ankunft an der Scharte zur Nesselwängler Ödenalpe.


Auf dem Weg zum Litnisschrofen.


Oben. Das Wetter lässt zwischendurch zu wünschen übrig.


Abstieg zu den Bikes.


Rückweg zur Krinnenalpe.

Von engel am 26.06.2016 11:52 • diaryoutdoorbergmtb(0) Kommentare

Radeln und Seelekopf

Mittwoch, Juni 15, 2016

Freitag war Superwetter, aber die Aussichten waren mau. Wir ließen deswegen die übliche Wochenenddevise (Wochenende ist erst, wenn der Einkauf fertig ist) sausen und radelten in schönstem Wetter zum Eschacher Weiher. Mir war es da dann trotz Sonne nicht warm genug zum Baden, aber der beste Allgäuer von Allen ließ sich natürlich nicht abhalten. Was dann dazu führte, dass er nicht mehr richtig warm wurde und nach der Abfahrt vom Mariaberg (nachdem wir oben noch eingekehrt waren) bibbernd nach einem heißen Bad verlangte. Egal, war trotzdem schön.

Samstag dann Regen, was sonst. Sonntag war es erstaunlicherweise trocken und ich musste eh raus, testen ob Aufstieg schon wieder geht und vielleicht sogar Abstieg. Folglich musste es eine Tour mit Seilbahn sein und weil die Tiroler überall so schön schreiben, dass die Bahnen nur bei niederschlagsfreier Witterung laufen (Toll. Da braucht man mal ‘ne Bahn und kann sich dann nicht drauf verlassen dass sie läuft.) verschlug es uns zum Hochgrat. Aufstieg über den Seelekopf, Einkehren im Staufnerhaus und dann mal schauen.
Der Aufstieg war super, Null Probleme, nix. Ich bekam vermutlich den gesamten Weg das Grinsen nicht vom Gesicht :-)
Abstieg war dann nicht so toll, deswegen war eh klar, dass wir nach Kaffee und Kuchen mit der Bahn runter fahren würden. Das Wetter zog dann auch umgehend zu und es fing an zu nieseln, so dass diese Entscheidung nicht weiter schwer fiel ;-)
Also: es geht wieder aufwärts!

Von engel am 15.06.2016 22:19 • outdoorbergmtb

Zusammenfassung

Mittwoch, Juni 08, 2016

Montag, 16.05.2016: Hirschalpe
Pfingstwochenende. Regen, kalt. Nach zwei Tagen daheim war es uns doch danach mal wohin zu laufen und zu dieser Jahreszeit und bei diesen Bedingungen lacht uns dann oft die Hirschalpe als Ziel an. Netter Weg, toller Kaiserschmarrn.
Anfangs war es trocken, weiter oben setzten Graupel- und Schneeschauer ein, während wir den feinen Kaiserschmarrn der Hirschalpe genossen (eine Portion reicht locker für 2 :-)), gab es kurzzeitig sogar sowas wie einen regelrechten Schneesturm.


Arme eingeschneite Schlüsselblümchen

Sonntag, 22.05.2016: Hoher Kapf
Radrunde entlang des Fischteichs vor Wiggensbach (nasse Füße inklusive, weil der Abfluss recht viel Wasser und recht lockeren Kies hat ;-)) über den Blender und den neuen Mini-Trail vom Hohen Kapf zum Brotzeitstüble (ausgezeichneter Rhabarberkuchen) und dann an den Eschacher Weiher. Gebadet haben da aber nur die wirklich Harten. Also ich nicht ;-)


Auf dem Weg über den Blender


Beeindruckende Neuentdeckung: Weidenbohrerraupe, locker 7-8 Zentimeter lang

Donnerstag, 26.05.2016: Eschacher Weiher
Direkt zum Weiher, diesmal sogar mit Baden (Brrrr!) und wieder heim.


Auf dem Weg zum Weiher

Freitag, 27.05.2016: Eschacher Weiher
Über den Mariaberg zum Weiher, Baden (immer noch Brrrr! aber schon etwas wärmer), auf Rhabarberkuchen zum Brotzeitstüble und über die Direktabfahrt zum Herrenwieser Weiher und über den Mariaberg wieder heim.


Beweisbild. Ja, ‘richtig’ geschwommen bin ich dann auch noch. Kurz.

Sonntag, 29.05.2016: Eschacher Weiher
Über den Mariaberg zum Weiher, die Harten nahmen ein kurzes Bad im Nieselregen (ich sah lieber zu) und direkt wieder heim. Da reichte das Wetter dann doch noch für Pfannkuchen auf der Terrasse. Na also :-)


Die einen schwimmen im Niedelregen während die anderen mit Regenklamotten draussen frösteln.

Von engel am 08.06.2016 21:40 • outdoorbergmtb

Fronleichnamswochenendtouren

Donnerstag, Juni 02, 2016

Donnerstag, 05.05.2016: Gaichtspitze
Wir waren nicht sicher, wieviel Schnee es noch haben würde und nahmen daher erst mal einen unserer bevorzugten Frühjahr/Herbst-Gipfel unter die Stiefel. Ich steckte auch die A****-Rodel in den Rucksack, denn mit genügend Schnee müsste man damit ja ein paar Höhenmeter Abstieg vergnüglich hinter sich bringen können ...
Wie befürchtet/erwartet hatte es da oben - selbst auf der südseitigen Gaichtspitze - noch ordentlich Schnee. Was es auch hatte, war 10 Zentimeter frischer Schnee, der sich noch nicht vernünftig mit der Unterlage verbunden hatte, deswegen waren unsere Versuche, den oberen Teil runter zu rodeln leider zum Scheitern verurteilt. Der erste Rodler schob einen dicken Berg Schnee vor sich zusammen, in dem er bald stecken blieb. Der zweite Rodler konnte in der Spur mit ordentlich Geschwindigkeit bis zu diesem Berg und dann drüber sausen und schob dann einen eigenen Berg Schnee zusammen, in dem er stecken blieb.
Naja, einen Versuch war’s wert und lustig war es auch ;-) Komplett nass und mit haufenweise Schnee in allen Ritzen und Falten von Kleidung und Rucksack, machten wir am Ende des Gipfelschneefelds Pause in der Sonne und genossen die Wärme. Oben am Gipfel war es nämlich unangenehm windig und entsprechend kühl gewesen.


Blick übers Lechtal vom Gaichtpassparkplatz


Kurz vorm Gipfelhang fängt der Schnee an


Ernsthafte Bergsteiger, ganz klar!


Das mit dem Rodeln klappt allerdings nur sehr bedingt ...


Danach dann Sonnen :-)

Freitag, 06.05.2016: Iseler
Mit dem Wissen um den noch recht reichlich vorhandenen Schnee und nachdem wir die ebenfalls noch reichlich vorhandenen Pistenreste am Oberjoch begutachtet hatten, nahmen wir uns die Kühgrund-Überschreitung mit Abfahrt vom Iseler mit den Minis vor. Seitdem die wieder die originale Schnapp-Bindung haben, wiegen sie kaum noch etwas und man kann sie (etwas mühsam allerdings) mit Bergstiefeln fahren.
Auch wenn wir mit Schnee gerechnet hatten (und den Schnee ja auch gesehen hatten), die Menge auf der Nordseite war dann doch ein wenig erstaunlich. Entsprechend lang brauchten wir, bis wir uns zum Kühgrundgrat hinüber gekämpft hatten. Der Grat selber war dann wieder leichter zu gehen (und es hatte eine einzelne Spur bis zum Kühgrundkopf), weil der Schnee nicht ganz so tief war, dafür mussten wir schneebedingt an verschiedenen Stellen vom eigentlichen Weg abweichen und kamen so in den Genuss einiger abenteuerlicher Kletterstellen, die man üblicherweise nicht nimmt.
Vom Kühgrundkopf zum Iseler waren wir die ersten seit mindestens dem letzten Schneefall, was zwischen den Latschen (Löcher) und gelegentlich am Grat neben den Wechten (kein Platz) auch mal interessant wurde. Den Aufstieg zum Iseler betrachten wir lang ein wenig besorgt, denn der sah wirklich arg steil (und komplett zugeschneit) aus. Als wir dann davor standen, war das Schneefeld nicht ganz so steil wie befürchtet und auch stabiler als befürchtet :-) Dennoch hatte der Aufstieg was von Nordwand-Feeling, wenn auch mit wirklich gutem Trittschnee.
Nach einer ausgiebigen Pause am Gipfel in der Sonne machten wir uns an den Abstieg. Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass wir die Minis erst auf der Piste benutzen würden, aber schon an der Wegekreuzung am Grat hatte es genügend Schnee für Ski und Skispuren. Wir rüsteten auf (lange Pullis und Hosen und Handschuhe vor allem, damit uns im Fall eines gar nicht so unwahrscheinlichen Sturzes noch etwas Haut bliebe) und rutschten mit den Minis vorsichtig auf den Skispuren den Sommerweg ab.
An der ersten Kehre des Weges öffnete sich (für mich unvermutet, ich hatte mit weiterem Wegabrutschen bis zur Liftstation gerechnet) ein freier steiler Hang. Mit Tiefschnee - also weicher Matschschnee von den kalten Tagen auf festerem Altschnee. Der beste Allgäuer von Allen fuhr hinein und machte ein paar gar nicht mal so schlechte Bögen, obwohl das mit den Bergstiefeln in den Minis in dem Schneematsch nicht einfach war. Ich hatte Bammel. Vor dem Hang (steil), dem Schnee (weich, tief, vermutlich nicht gut verbunden) und ums Knie (seitliche Belastung, ohweh). Aber wenn der Mann da rein fuhr, konnte ich ja wohl nicht kneifen!
Am Ende war es dann nicht ganz so schlimm wie befürchtet und als der Hang flacher wurde und wir schließlich auf den Pistenresten landeten, auf denen wir bis fast ganz runter fahren konnten, war die Welt wieder in Ordnung. Ein Sturz nur ;-) Und überhaupt: ‘besser schlecht gefahren als gut gelaufen’!


Die Reste vom Winter am Oberjoch


So richtig hat die Saison noch nicht begonnen - es hat noch kleinere Hindernisse ...


... Lawinen und Schneerinnen beispielsweise


Aufstieg am Grat (hinten in der Mitte das erste Ziel, der Kühgrundkopf)


Kurz vorm ersten Ziel


Danach dann einsames Spuren mit großartiger Aussicht


Wie erwartet hat es zwischen den Latschen Löcher


Nordwandfeeling beim Zustieg zum Iseler


Steil aber gut zu steigen


die wohlverdiente einsame (!) Pause am Iseler


Abfahren mit den Minis ...


... die im weichen Schnee auch mal von den Bergstiefeln fallen.

Samstag, 07.05.2016: MTB Tannheimer Tal
Nach der Kühgrundrunde wollten wir etwas Erholung beim Biken. Wir starten an der Straße und radelten nach Jungholz, fuhren zur Vils runter, radelten gemütlich nach Schattwald und nicht ganz so gemütlich hinauf Richtung Einstein und sausten dann runter nach Tannheim. Kaffee und Kuchen gab es in der Post in Schattwald. Leider hatte es da dann schon ziemlich zugezogen und es war kühl. Alles in allem eine schöne Runde mit großartigen Ausblicken und Bergmolchen in einem Wiesentümpel :-)


Bergblickradeln bei Jungholz


Bergmolche in einem Wiesentümpel


Auf dem Weg nach Schattwald


Kurz vorm Einstein


Ganz oben dann sogar noch Schnee

Sonntag, 08.05.2016: Zinken
Am letzten schönen Tag wollten wir noch ausgiebig Sonne genießen. Der Kurzabstecher auf den Zinken mit vielen einladenden wiesigen Ecken passt da gut rein. K&K gab es an der Roßalpe in Jungholz und dann nochmal daheim auf der Terrasse. Wer kann, der kann :-)


Die Fallanlage bei Unterjoch


Bergfrühling


Aurikel am Zinken


Blick zum Sorgschrofen


Gams

Von engel am 02.06.2016 20:32 • outdoorbergskimtb

Gardaseetouren III

Mittwoch, Mai 18, 2016

Donnerstag, 28.04.2016: Via Ferrata Dell’ Amicizia
Das Wetter sah nicht vielversprechend aus, obwohl die Vorhersage eigentlich ‘sonnig mit Wolken’ anzeigte. Für die großen Pläne war das nix, deswegen nahmen wir den ‘Leiternsteig’ unter die Füße, den wir vor vielen, vielen Jahren bei unserem allerersten Besuch am Gardasee einmal gegangen waren. Noch ein Vorteil: wir konnten direkt an der Villa starten.
Der Steig ist eigentlich eher ein versicherter Steig mit ein paar wahrlich beeindruckenden Leitern drin als ein ‘richtiger’ Klettersteig. Ich finde ihn prima, weil er so großartig über Riva liegt und die Leitern sind halt was Besonderes. Unser Klettersteig-Büchlein meint, es bräuchte Mut für den Steig. Kann sein, ich habe glücklicherweise komplette Schwindelfreiheit geerbt und deswegen kein Problem mit den hohen Leitern. Für allzu mutig halte ich mich nämlich nicht, denn wenn ich mal Angst habe, komme ich da nur sehr sehr schwer drüber.
Mit dem Wetter hatten wir Glück. Es machte zwar nicht auf oder wurde auch nur ansatzweise wärmer (das erste Mal, dass wir Klettersteighandschuhe zum Fingerwärmen anzogen), aber es graupelte nur hin und wieder und das Zeug blieb nur an Stellen liegen, die für uns uninteressant waren.
Der Abstieg von der Cima SAT ist ein entzückendes schmales Weglein durch nahezu senkrechten Buchenwald. Man fragt sich ständig, wo der Weg 20 Meter vor einem weitergehen soll, denn man sieht nur noch Luft und Leere vor einem. Dann geht es aber doch weiter, um eine Rippe herum, über eine Kehre mit zwei Stufen tiefer und Ähnliches. Der Weg ist wirklich meisterlich angelegt :-)


Start kurz hinter der Villa Angelica


Klettersteigstart


Die erste lange Leiter (mit Plattform in der Mitte)


Die erste lange Leiter von oben (hinten unten liegt Riva)


In der zweiten langen Leiter (noch länger, ohne Plattform)


Die zweite lange Leiter von oben


Gipfelleiter, Riva hinten unten :-)


Auf der Cima SAT


Im Abstieg


Die letzten Meter vorm Abzweig zur Villa

Freitag, 29.04.2016: Via Ferrata Che Guevara
Schon zwei Mal hatten wir diesen Steig gehen wollen und beide Male hatte unvorhergesagter Regen die Pläne durchkreuzt. Auch diesmal sah das Wetter in der Früh nicht sehr vielversprechend aus, aber was soll man tun, außer der Wettervorhersage glauben, die einen schönen Tag versprach. In Pietramurata war dann auch wie versprochen die Sonne da und zeigte die gewaltige Wand in bestem Licht. 1400 Höhenmeter und das meiste davon Klettersteig!
Man startet in einem Industriegebiet (seltsam für eine Bergtour), geht noch ein paar Höhenmeter durch Wald und kommt dann an die Wand, wo auch bald ein Drahtseil anfängt. Kurz drauf kommt die zweit-schwerste Stelle des gesamten Steigs, die darunter leidet, dass man kurz vorher noch durch feuchte Erde stapfen musste. Die schwerste Stelle ist der Ausstieg ganz oben, wo man auch mit feuchten erdigen Stiefeln ankommt. Der gesamte Rest des Steigs ist einfacher und es hat lange Strecken, die man einfach nur gehen kann. Da hat es dann auch kein Seil.
Alles in Allem ist der Steig sehr schön. Nirgends schwer, selten wirklich ausgesetzt und nett zu klettern. Er ist allerdings streckenweise ein wenig länglich, dann nämlich, wenn man einfach nur auf einem netten Weglein durch nette Gegend steigt aber darauf wartet, dass es endlich mal wieder was zum Klettern gibt. Nach dem Wandbuch auf 3/4 der Höhe sieht man den steilen Gipfelaufbau des Monte Casale schon und fragt sich wie man da durchkommen soll.
Gar nicht, stellt sich raus. Der Weg führt nach links und man spaziert (OK, man steigt auf steilem Pfad) um den Gipfelaufbau herum, bis man relativ überraschend auf der flachen Gipfelwiese rauskommt. Auf dem ganze Weg sind nur noch zwei Kletterstellen zu bewältigen, was irgendwie etwas schade ist.
Nach 1400 Höhenmetern hat man dann aber doch was geschafft und die Wiese lud ein, sich in der Sonne möglichst flach zu machen, um dem empfindlich kalten Wind zu entgehen. Wir legten uns also hin und - war wohl zu erwarten - schliefen prompt alle beide ein. Als wir eine Stunde oder so später erwachten, war die Sonne hinter Wolken verschwunden und es war entschieden kühl.
Wir gingen noch zum Kreuz und zum höchsten Punkt und machten uns dann an den Abstieg, der überall als unangenehm beschrieben wird. Ich fand das nicht unbedingt, auch wenn grad der obere Teil, sehr steil und rutschig ist (bei richtiger Nässe bestimmt noch mehr). Was der Abstieg auf jeden Fall ist, ist elendslang, weil man quasi auf der Rückseite des Monta Casale absteigt und dann komplett um den Berg herum laufen muss. Abstieg ist ja nicht so mein Ding, da bin ich ziemlich langsam, deswegen brauchten wir mit Gipfelpause für den Rückweg fast doppelt so lang wie für den Aufstieg.


Auf dem Weg zur großen Wand


Klettern überm Industriegebiet


Sonnengenußklettern


Wandspaziergang


An den glatten Stellen sind hilfreiche Klammern montiert


Waldsteig im oberen Teil


Ausstieg auf einer schönen Wiese


Monte Casale


Abstieg im Buchenwald

Samstag, 30.04.2016: Bocca della Morte
Für den letzten Tag vor der Heimfahrt hatten wir uns noch mal eine MTB-Tour ausgesucht, den Todespass (da muss man ja fast schon wegen des Namens hin ;-)). Der Tag fing strahlend schön an, für den Nachmittag waren aber Regen und Gewitter angesagt, da passte so eine nette Halbtagesrunde grad gut hinein.
Wir waren beide ein wenig lahm vom langen Abstieg am Vortag, aber die Runde fängt sanft und nett bei der ‘Tornante #2’ über Sarche an und führt zunächst mit wenig Steigung auf der alten Passstraße über der Schlucht entlang. Es war ein bisserl kühl, aber sehr schön. Man muss danach etwa 1 Kilometer auf der Hauptstraße fahren, bevor man nach rechts zur Schlucht runter abbiegt und ein paar hübschen Trials zu und von den beiden kleinen Brücken über die Schlucht absolvieren darf.
Dann geht es zurück auf die Hauptstraße und nach 500 Metern rechts hinauf Richtung Monte Casale, wo man über kleine und kleinste Sträßchen in sanftem Auf- und ab nach Comano radelt. Wir kehrten in der einzigen Gastwirtschaft dort auf Panini, Bier und Cappuccino zum Mittagessen in der Sonne ein. Es war sehr gemütlich und angenehm, danach wieder loszufahren war ernsthaft beschwerlich ;-)
Das letzte Sträßchen wird bald zum Forstweg und schlängelt sich zum Bocca della Morte hoch. Die Auffahrt ist recht bequem weil nirgends steil. Steil wird es erst bei der Abfahrt, wo wir - was ich ganz besonders toll fand - auf dem Abstieg vom Che Guevara landeten und genau da abfahren durften, wo ich mir am Vortag dringendst ein Bike gewünscht hatte :-)
Die Abfahrt war zwischendrin recht ruppig und weil ich ja eher ängstlich bin, verbremste ich mich in einem Hohlweg und fiel vom Rad, weil sich das Vorderrad quer stellte. War nicht schlimm (wie auch bei quasi Null Geschwindigkeit), fügte meiner hübschen Sammlung von Schrammen und blauen Flecken aus den Klettersteigen noch ein paar hinzu, damit der Erfolg des Urlaubs dann auch klar und deutlich sichtbar werden würde ;-)
Ohne weitere Zwischenfälle - dafür aber mit mutigem Meistern weiterer Downhill-Schwierigkeiten, glatte abfallende Felsen auf steilem Pfad - landeten wir wieder auf der alten Passstraße kurz vor der ‘Tornante #2’ und beim Auto.


Start an der ‘Tornante #2’ auf der alten Passstraße


Mini-Trial über der Schlucht


Genussradeln am Monte Casale


Auf dem Weg nach Comano, hinten wird das Wetter langsam schlecht


Vor der Bocca della Morte


Voll mutig im Downhill ;-)

Von engel am 18.05.2016 21:48 • outdoorbergmtb

Gardaseetouren II

Mittwoch, Mai 18, 2016

Dienstag, 26.04.2016: Versuch am Tremalzo
Der Tremalzo soll ja die tolle schönste beste (usw.) MTB-Tour am Gardasee sein. Und als wir sie vor ein paar Jahren im Nebel geradelt sind, hatten wir durchaus den Eindruck, die Tour würde landschaftlich etwas zu bieten haben, wenn man denn etwas sähe. Taten wir aber nicht, deswegen wollte ich da nochmal hin.
Aber auch diesmal war uns das Wetter nicht gewogen. Wir starteten am Lago die Ledro und es war kalt und bewölkt. Eigentlich hätte da laut Wettervorhersage irgendwie irgendwann die Sonne rauskommen sollen, aber oben am Passo di Nota war von Sonne noch lang nichts zu sehen und es hatte 6 Grad mit eisigem Wind. Bis zum Tremalzo-Tunnel wären noch 600 Höhenmeter (und einige Kilometer) zu bewältigen gewesen, so gut wie immer oben am langen Rücken über dem See, mit immer weniger Sicht und immer niedrigeren Temperaturen und mit diesem Wind.
Wir brachen ab. Man fährt doch nicht an den Gardasee, um dann erbärmlich zu frieren. Wir waren übrigens nahezu allein unterwegs.


Lago di Ledro


Auf dem Weg zur Bocca dei Fortini


Blick über den Gardasee zum Monte Baldo. Ja, das ist Schnee da oben.


Tremalzo-Strasse :-)


Rifugio Alpini am Passo Nota


Rückweg


2 Sekunden Sonne

Mittwoch, 27.04.2016. Via Ferrata Gerardo Sega
Ein Klettersteig, von dem ich bislang noch nie etwas gehört hatte, und das am Gardasee? Noch dazu einer ‘eher für den Abenteurer als für den ambitionierten Klettersteig-Geher’ (sinngemäß). Na, wenn der nicht wie extra für uns gemacht ist, dann weiß ich auch nicht :-)
Der Steig liegt am Monte Bodone, von Riva muss man etwa 40 Minuten fahren. Das war ganz gut so, denn als wir los fuhren, regnete es erst mal, hörte auf dem Weg aber glücklicherweise auf. Wir starteten aus dem Tal und konnten so über einen geradezu kitschig idyllischen Weg durch lichten jungen Buchenwald aufsteigen. Dabei trafen wir sogar auf zwei ‘Lurchis’, also Feuersalamander :-)
Der Abzweig zum Steig war so schmal, dass wir ihn ohne GPS möglicherweise übersehen hätten. Die 4 Italiener hinter uns fanden den Zustieg vermutlich nur deswegen, weil wir da waren. Sie liefen jedenfalls erst mal wild durcheinander rufend durch den Wald und tappten dann hinter uns her.
Zunächst geht es eine ganze Weile unter einer steilen Felswand entlang, dann geht es um die Ecke und plötzlich steht man direkt unter einer riesigen konkaven Felswand mit einem mächtigen Überhang in der Mitte. Der Steig fängt genau unter dem Überhang an und man fragt sich ein wenig, wie es da wohl weiter gehen kann. Man quert unter dem und im Überhang auf zwei breiten Bändern und klettert außerhalb der Wand erst links, dann rechts teilweise im Wald über felsige Steilstufen und über teils erdige Rinnen nach oben. Alles in Allem passt ‘abenteuerlich’ ausgezeichnet. Es ist nie schwer, man muss gelegentlich ein wenig suchen und man stapft ständig in einer beeindruckenden Wand herum :-)
Wenn man dann da rauskommt, wo man zunächst den Ausstieg vermutet, oberhalb einer letzten erdigen Rinne mit einem recht ‘gipfeligem’ Köpfl, geht es noch mal ordentlich zur Sache. Angeblich sind auch das nur ‘C’ Abschnitte, aber inzwischen hatte es angefangen zu graupeln und wir waren ja eben erst über ein paar schmierige Erdrinnen aufgestiegen. Der letzte Teil des Steigs, der vermutlich großartig ist, wenn man was sieht (wir hatten ziemlich Nebel), war dann ein wenig stressig (für mich). Eh schon glatt und abgetreten und dann die feuchten erdigen Stiefel dazu ...
Der Ausstieg erfolgt recht unspektakulär in ein lichtes Wäldchen mit einer Wiese voller Schafe dahinter. Der Abstieg ist dann erst mal ein elendslanger Hatsch über Forstwege, der für uns durch eisigen Wind und vereinzelte Graupelschauer nicht direkt angenehmer wurde. Am Wasserfall kamen wir auf unseren Aufstiegsweg zurück und stiegen über den netten Buchwaldweg zurück zum Auto.


Aufstieg durch lichten Buchenwald


Lurchi :-)


Zustieg auf schmalem Pfad


Der große Überhang


Auf breitem Pfad durch die Wand


Manchmal ist’s auch etwas schmaler


Kletterstelle im Wald


Oben :-)


Der lange Weg zurück über die Hochebene.

Von engel am 18.05.2016 06:21 • outdoorbergmtb
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