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Schneestapfen

Mittwoch, April 25, 2018

Am Samstag war Nachmittags und Abends eine große Familienfeier angesetzt. Wir wollten vormittags noch ein wenig Bewegung haben und weil der beste Allgäuer von Allen nicht in Hallenbädern schwimmen mag und ich nicht joggen mag (und kann), teilten wir uns am Vormittag auf, damit der eine an der Iller laufen und die andere im Cambomare schwimmen gehen konnte.

Das Schwimmen war total super. Ich hatte eine ganze abgesperrte Bahn für mich und konnte völlig ungestört, ohne ständig auf irgendwen achten zu müssen, 2000 Meter runterspulen (Kraul). Meine Schultern gewöhnen sich langsam wieder an die Bewegung, das ist angenehm. Außerdem war ich etwas schneller als sonst, aber das führe ich hauptsächlich auf die freie Bahn ohne Behinderungen zurück :-)

Am Nachmittag radelten wir zur Familienfeier (51 Leute!) und hatten einen sehr netten Nachmittag und Abend mit ausgezeichnetem Essen.

Am Sonntag gingen wir zu Fuß auf den Tannheimer am Eck mit der tollen Aussicht ins Lechtal. Schon auf dem Weg durchs Tannheimer Tal konnten wir feststellen, dass der Schnee sich bemerkenswert weit zurück gezogen hatte und wir überlegten, ob es in der südseitigen Gipfelmulde überhaupt noch Schnee haben würde. Wir hatten eh die Arschrodel vergessen (und an die Figln gar nicht erst gedacht), so dass wir das Zeug nun nicht umsonst hochtragen mussten.

Unten war es warm und sehr trocken (das Winter-Stopp-Schild der Jäger steht allerdings noch) und der beste Allgäuer von Allen ging zufrieden mit Fivefingers los. Es blieb auch weiterhin trocken und es war selbst auf den sonst matschigen Querungen nicht übermäßig nass. Wir hatten schon tolle Vorstellungen von der warmen trockenen Wiese unterhalb der Gipfelmulde.

Man soll sich aber ja bekanntlich nicht zu früh freuen ;-) Nach der Querung der Steilrinne lag auf dem Weg im Wald unvermutet ein halber Schnee, in den der beste Allgäuer von Allen gleich mal bis zum Oberschenkel einbrach. Da hatte er noch die Fivefingers an.

Auf der nächsten freien Wiese zog er Bergstiefel an und wir rüsteten uns beide vorsichtshalber mit Gamaschen zu den kurzen Hosen aus (optisch ist das echt ein Bringer :-)). Die lange Querung zum Gipfelhang war schneebedeckt, der Gipfelhang selbst leuchtete uns blendend weiß an, als wir aus dem Wald traten. Die Vorfreude auf die trockene Wiese war ein klein wenig verfrüht gewesen ;-) Immerhin fanden wir doch ein trockenes und warmes Plätzchen für eine Pause.

Dafür trug der Schnee erstaunlich gut, zumindest da, wo er noch richtig hoch war. Wo die Schneeauflage dünner war, brach man dann schon mal bis zum Po ein, aber das merkte man natürlich erst, wenn man eingebrochen und auf der Grasnarbe angekommen war. Oder auf einem Felsen, die ganz schön hart sind, wie ich mit dem kaputten Knie ganz unten schon mal testete (da ist jetzt eine Schramme, eine Beule und ein blauer Fleck auf der Kniescheibe).

Wir blieben nicht sehr lang am Gipfel. Der Schnee war eh schon weich und wurde natürlich immer weicher. Wir bedauerten sehr, keine Figln dabei zu haben, aber der Abstieg ging auch so ganz gut. Wir brachen gelegentlich ein, aber das war bis auf das eine Mal, wo ich mit dem linken Bein bis zum Po versackte und deswegen das kaputte Knie arg biegen musste (Aua.), nicht schlimm. Den restlichen Abstieg über war ich noch vorsichtiger (und langsamer) als sonst.

Im letzten Drittel des Abstiegs machten wir nochmal Pause. In der Sonne, auf trockener Wiese, ohne Wind. Es war regelrecht heiß :-)

Das war eine sehr schöne Frühlingstour, allerdings wären Minis oder Figln echt nicht verkehrt gewesen. Nächstes Mal :-)

Von engel am 25.04.2018 05:32 • outdoorberg(0) Kommentare

Samstag, 10.03.2018: Gamskarkreuz

Mittwoch, März 14, 2018

Warm war’s und fit, aka richtig gesund, waren wir auch nicht. Weil der Zu-Fuß-Berg letztes Wochenende so nett gewesen war, nahmen wir uns nochmal einen Zu-Fuß-Berg vor. Das Wetter war nicht toll, aber es sollte ja trocken bleiben und im Lauf des Tages schöner werden.

Das mit dem ‘Trocken’ war schon mal knapp daneben, denn als wir den Kangoo am (völlig leeren) Parkplatz abstellten. nieselte es leicht. Nichts, was die Klamotten nicht aushalten würden und es würde ja besser werden, also marschierten wir los.

Der Schnee war deutlich weicher als am letzten Wochenende, dafür war der Weg vor allem im Wald deutlich vereister. Wir nahmen bald die Grödel und damit war gut gehen. Wo mehr Schnee lag, musste man gut aufpassen, nicht ausserhalb des schon getretenen Weges zu gehen, denn da lief man Gefahr, bis zum Oberschenkelansatz einzubrechen. Das Wetter besann sich leider keines Besseren - es regnete in wechselnder Intensität weiter.

Am Gimpelhaus machten wir gemütlich Pause, da stehen nämlich 2 Bänke unter einem Balkon und da regnete es nicht hin :-)

Der Weiterweg wurde dann zunehmend schwieriger, denn die getretene Spur wurde immer schmaler und das Gehen entsprechend beschwerlicher. Die Spur führte bis zum Gamskarkreuz und dem Gras-Nollen dahinter. Danach war der Schnee jungfräulich und unverspurt.

Tja. Wir hatten keine so rechte Lust auf anstrengendes Spuren und beschlossen, es am Gamskarkreuz gut sein zu lassen.

Im Abstieg war der Schnee noch ein wenig weicher und es nieselte weiter. Von Wetterbesserung oder gar Sonne war keine Spur zu entdecken. Dafür fing es auf dem Heimweg kurz an, richtig heftig zu regnen, so dass wir erst recht froh waren, nicht mehr oben im Gamskar zu sein.

Sonntag verbrachten wir - obwohl das Wetter gar nicht so schlecht war - daheim, Sport gucken statt machen und wirklich wichtige Haushaltsaufgaben erledigen. Dabei machte auch der Peru&Bolivien-Bericht wichtige Fortschritte :-)

Von engel am 14.03.2018 22:20 • outdoorberg

Sonntag, 04.03.2018: Winter-Bergtour

Dienstag, März 06, 2018

Nachdem der Schnee am Samstag schon nicht so super gewesen war und es noch dazu in der Nacht recht warm gewesen war, nahmen wir an, dass der Schnee nicht besser geworden war und dass man wohl recht hoch hinaus müsse. Wir hatten keine Lust auf Lechtal und echt lange Touren und entschlossen uns stattdessen am Sonntag südseitig zu Fuß zu gehen.

Wir registrierten erstaunt, dass es in der Nacht im Tannheimer Tal anscheinend geschneit hatte. Da lagen 3 frische Zentimeter Schnee herum. Wir überlegten schon ob wir nicht einen Fehler begangen hatten und nun SuperDuper-Bedingungen verpassen würden. Am Parkplatz in Grän liefen auch grad 3 Skitourer los, wobei wir allerdings nicht so Recht wussten, wo man von hier aus vernünftig hingehen kann. Egal, nun waren wir hier und nun würden wir das zu Fuß durchziehen!

Die ersten Meter, wo man ein Stück freies Feld überqueren muss, ließen wenig Gutes erwarten, wir brachen unregelmäßig ein. Nicht tief aber lästig. Danach aber, erst auf dem Fortsweg, dann auf dem Sommerweg war alles prima. Da waren schon viele vor uns gelaufen, der Schnee war fest und trug - zumindest so lange man nicht seitlich daneben trat.

Anfangs war es kühl, aber als wir in die Sonne kamen - Südseite :-) - wurde es schnell warm. Bald waren wir im T-Shirt, der beste Allgäuer von Allen sogar mit leichter Hose unterwegs. Oben am Joch kam dann Wind und wir nahmen doch wieder einen Pulli.

Nachdem wir an der Hütte vorbei gegangen waren, stellten wir fest, dass es schon Leute im Anstieg zum Gipfel hatte. Die waren aber nicht an uns vorbei gelaufen und Spuren hatte es auch nicht gehabt. Dafür hatte es - sahen wir kurz drauf - Ski-Aufstiegspuren im langen, langen Südhang.

Wir stiegen zu Fuß bis unter den Gipfelaufbau auf und packten dort jeder einen Stock weg und das Lucky - den Mini-Pickel - aus. Die Skibergsteiger hatten schon eine gute Spur getreten, aber so ein kleiner Pickel schadet in einer 55-Grad-Rinne (vermutlich) ja nicht. Der Aufstieg zum Gipfel ging dann auch total problemlos.

Oben hatte es Wind und war kühl, deswegen blieben wir nicht lang. Wir zogen uns aber für den Abstieg wärmere Sachen an. Der Abstieg über die Rinne war natürlich schwieriger als der Aufstieg, aber abgesehen von den echt hohen Tritten, die ich mit dem kaputten Knie oben nicht schaffte, war das nicht weiter problematisch. Die Spur hielt wirklich gut.

Wir machten an der Hütte Pause. Da lagen sowohl die Ost- als auch die Südseite schön in der Sonne, aber Wind hatte es leider auf beiden Seiten. Es war trotzdem nett, da Tee zu trinken und Schoki zu essen und die Landschaft zu genießen.

Auch der restliche Abstieg war problemloser als befürchtet (man hätte ja im aufgeweichten Schnee allenaselang in tiefe Löcher einbrechen können) und so kamen wir sehr erfreut von unserer schönen Zu-Fuß-Tour wieder am Auto an.

Die erstaunlich vielen Skitourer am Parkplatz waren alle unten rechts abgebogen. Wie lohnend das sein könnte, müssen wir erst mal recherchieren. ‘Unseren’ Gipfel werden wir uns aber unbedingt als Frühjahrs-Firntour merken. Was wir da beobachten konnten, sah sehr lohnend aus.


Das frisch verschneite Ziel


Anfangs ist es im Schatten ziemlich kühl ...


... dann geht in der Sonne aber wieder T-Shirt :-)


Eine der vielen Gämsen auf den freien Matten


Kurz vorm Gipfel


Doch, das ist ganz schön steil


Mit Lucky und Stock oben


Im vorsichtigen Abstieg


Der weitere Abstieg mit großatiger Fernsicht


Am Nachmittag sind die Matten wieder frei

Von engel am 06.03.2018 22:41 • outdoorberg

Neffengipfel

Mittwoch, Januar 17, 2018

Immer noch gab es im Allgäu keinen vernünftigen Schnee, deswegen traf uns die Anfrage des größten Neffen, ob er vielleicht eventuell am Samstag mit uns auf einen Berg gehen könnte, nicht hart. Wir wären vermutlich eh zu Fuß gegangen.

Wir parkten in Burgberg auf dem unteren Parkplatz und gingen dann unseren üblichen steilen Weg hinauf. Die Stürme der letzten Zeit hatten auch da ihre Spuren hinterlassen, aber umgefallene Bäume überklettern trägt ja nur zur Abenteurlichkeit so einer Wanderung bei. Dem Neffen gefiel’s ;-)

Es hatte so wenig Schnee, dass wir kurz sogar den Weg übers Hörnle in Betracht zogen. Die Mengen und vor allem der Zustand des Schnees auf dem normalen Weg (Eis) brachten uns von dieser Idee aber schnell wieder ab. Stattdessen stellen wir auf Grödel um, was das Gehen deutlich erleichterte.

Beim Losgehen waren wir unter den Wolken gewesen, auf dem halben Aufstieg kamen wir hinein und das tat der Umgebung sehr gut. Alles war wunderbar winterlich überfrostet und sah wunderschön aus. Zu unserer Freude begeisterte das auch den Neffen, der allenaselang Fotos machte.

Was ich trotz entsprechender Vorhersagen gar nicht zu hoffen gewagt hatte (der Nebel war so dick gewesen), traf ein: Kurz vor der Grüntenhütte kamen wir in die Sonne. Hach!

Wir stapften geradeaus zum Fernsehturm und gingen dann - nach sorgsamer Abwägung und eindringlichen Ermahnungen an den Neffen - zum Jägerdenkmal rüber. Das war nicht ohne und so ganz wohl war es mir da nicht, aber der junge Mann war die ganze Zeit sicher gegangen und ein Berg ohne Gipfel ist halt auch nix Rechtes. Zur Belohnung hatten wir das Jägerdenkmal eine halbe Stunde für uns allein :-)

Im Abstieg kehrten wir noch auf der Grüntenhütte ein, wo es zwar keinen Kuchen, aber Kaffee und eine wunderbar warme Terrasse in der Sonne hatte. Es hatte T-Shirt-Temperaturen :-)

Im restlichen Abstieg - der weitgehend im Wald liegt - waren die Grödel nochmal sehr nützlich.

Von engel am 17.01.2018 21:10 • outdoorberg

Nachtrag 07.01.2018: Humbach-Hügel

Dienstag, Januar 16, 2018

Nachdem ich eine Nacht über die Skiwanderung geschlafen hatte, ging es dem Knie wieder besser, aber nochmal eine Skitour bei diesen Bedingungen wollte ich nicht machen. Zumal der Sonntag ja eh nicht besonders sonnig werden sollte.

Wir entschieden uns wieder für den netten Hügel über Humbach und marschierten diesmal sogar in leicht forciertem Tempo hinauf. Mit Stöcken zur Unterstützung.

Auch hier hatte der Sturm ordentlich gewütet und wir mussten veschiedene Hindernisse übersteigen. Kurz bevor man den Grat erreicht, muss man auch unter einem umgestürzten Baum durch, der sehr fragil an nur einem Ast an einem anderen Baum klemmt. Das war ein wenig unheimlich und wir witschen einzeln und sehr schnell drunter durch.

Wir nahmen wieder den Umweg über den anderen Grat für den Abstieg. Der schöne Blick übers Illertal zeigte, dass es nirgendwo im Allgäu Sonne gab, wenn es auch hinten über dem Hauptkamm heller war. Der Schnee wäre bestimmt wieder schecklich gewesen.

Von engel am 16.01.2018 22:05 • outdoorberg

Winter

Sonntag, November 19, 2017

Der beste Allgäuer von Allen kränkelt ein wenig rum, deswegen verbrachten wir den Samstag gemütlich zuhause. Mir war das ganz Recht, denn so konnte ich den Rechner-Umzug weiter voran treiben. Die Daten umziehen ist dabei das einfachste. *seufz*

Sonntag schneite es zwar, aber des Mannes Halsweh war besser und draußen fand so ein bisserl Winter statt, da wollten wir raus. Nicht weit, nicht viel, deswegen spazierten wir nur auf den Rottachberg. Der ist zwar nicht hoch, aber der Schneematsch unten wandelte sich oben in etwa 20 cm wirklich richtigen Winter. Auf knapp 20 Metern hätte man sogar schön Skifahren können ;-)

Der Spaziergang war sehr sehr nett. Ich ging ohne Stöcke, weil ich die Rottachberg-Höhenmeter glatt unterschätzt hatte (es sind doch fast 500) und den rechten Oberschenkel ein etwas fordern wollte. Der Abstieg ging zwar ganz gut, aber hinterher tat das Knie dann doch etwas weh. Aber egal, es war super da draußen. Kalt, windig, Schnee!

Von engel am 19.11.2017 21:00 • outdoorberg

04.11.2017, Gipfel mit Gämsen

Donnerstag, November 09, 2017

Samstag sollte es wieder super Wetter werden und weil es anders als ursprünglich verkündet, keinen Niederschlag gehabt hatte und weil am Dienstag der Parkplatz in Nesselwängle erstaunlich leer gewesen war, nahmen wir uns einen Gipfel vor, auf dem wir schon lang nicht mehr gewesen waren.

Der Parkplatz in Nesselwängle war auch am Samstag relativ leer. Bis zum Gimpelhaus wurden wir von ein paar Kletterern überholt, sonst war aber wenig los. Und es war angenehm warm. Das änderte sich, als wir Richtung Gimpelkar weiter stiegen, denn da kam dann der unvermeidliche Wind. Zu dem Zeitpunkt fiel uns auch auf, dass wir keinen Helm dabei hatten. Schlecht, aber umdisponieren wollten wir auch nicht.

Wir spazierten also helmlos am ‘Achtung! Ab hier nur mit Helm!’-Schild vorbei. Allzuviele Leute und Kletterer waren ja nicht unterwegs. Auf dem halben Weg zur Scharte zweigt der Anstieg rechts ab. Man muss schon genau hinschauen, um die alten Markierungen zu finden, beschildert ist der Anstieg nämlich nicht.

Die ersten Meter kann man noch gehen, dann braucht man immer wieder mal die Hände. Die Schlüsselstelle findet sich im unteren Drittel der Anstiegs zum Grat und hat vermutlich II. Es war warm, windstill und trocken und ein großes Vergnügen. Nach der Schlüsselstelle kann man problemlos bis zum Ostgrat aufsteigen.

Ab da verläuft der Anstieg weitgehend auf der Nordseite, was ein wenig ungeschickt war, da lag nämlich teilweise vereister Schnee. Wir hielten uns so weit wie möglich direkt am Grat und kamen mit einiger Kraxelei und ein wenig Schnee-Rumeiern einigermaßen problemlos am Gipfel an. Da waren 2 Kletterer, die aber bald abstiegen und dann hatten wir den Gipfel komplett für uns allein. Yay!

Als die ersten Nachsteiger auftauchten, stiegen wir wieder ab. Das war dann für mich ziemlich anstrengend. Das rechte Bein ist momentan wegen Knie ja nicht sehr belastbar und Stöcke waren in dem Gelände, wo man dauernd an die Felsen langen muss auch nicht sinnvoll. Wo immer möglich, legte ich alle Last aufs linke Bein und da wo es nicht möglich war, versuchte ich mich an umständlichen Kletter-Manövern (weil das Knie rückwärts mehr Last aushält). Ja, war ‘lustig’, aber nicht ganz so schlimm wie es hier klingt ;-)

Im gangbaren Zwischenstück nahm ich gleich Stöcke und packte sie für die Schlüsselstelle unten wieder weg. Am Einstieg kam ich sicherlich ziemlich eirig an, was die beiden unentschlossenen Jungs dort vielleicht zu unschlauen Schlüssen verleitete. Die stiegen dann nämlich ein und hatten schon unten im Gehgelände Probleme.

Der restliche Abstieg - mit Stöcken natürlich - ging dann aber recht gut.
Toller Berg, toller Tag!

Von engel am 09.11.2017 05:47 • outdoorberg

Die Samstags-Tour hatte das Knie ja ganz gut weggesteckt, dafür zickte es aus einem nicht ersichtlichen Grund ab Sonntag blöd rum. Nicht mal Treppensteigen abwärts war schmerzfrei möglich. Das wurde zwar bis Dienstag ein wenig besser, aber doof war es trotzdem. Ich war ganz schön deprimiert, aber als das Wetter am Feiertags-Dienstag super werden sollte, wollte ich unbedingt raus. Allerdings vorsichtshalber nichts allzu Langes.

Den Einstein verwarfen wir, kaum dass wir drauf gekommen waren und nahmen stattdessen den steilen Gipfel am Eck, der oft unser Ausweichziel ist. Wir parkten am Kiosk. Ich ging vorsichtshalber von Anfang mit Stöcken und war total erstaunt, wie gut das Steigen an diesem Tag ging. Nix Zwicken, nix weh, alles gut. Und das obwohl der steile, teils schmierige Anstieg nicht gerade zu den einfachsten gehört. Zudem lag in den höheren Lagen auch südseitig etwas Schnee und im Wald und im Schatten war es eisig. Aber: Alles super! Völlig unerwartet :-)

Am Gipfel war es ein wenig windig, deswegen gab es da nur eine kurze Pause. Dafür konnten wir aber sowohl im Aufstieg als auch im Abstieg auf dem kleinen Plateau vor dem Gipfelanstieg Rast auf der sonnigen Wiese machen und da war es sogar richtig warm. Zumindest so lang die Sonne schien.

Der Abstieg ging auch viel besser als erwartet, deswegen hatte ich die nächsten Tage total gute Laune, obwohl ich von der Tour einen schrecklichen Muskelkater bekommen hatte ;-)

Von engel am 08.11.2017 06:15 • outdoorberg

Nachtrag 1: 28.10.2017, Mini-Ziel

Mittwoch, November 08, 2017

So richtig toll sollte das Wetter an diesem Samstag ja nicht werden, aber weil wir ja nun schon 2 Wochenenden komplett zuhause geblieben waren, war es dringend nötig mal wieder raus zu gehen. Ich traute dem Knie nicht so Recht, obwohl es die Woche vorher nur einmal gezickt hatte, deswegen ging es nur zu einem kleinen Voralpen-Gipfelchen.

Es war wie angekündigt kühl und windig, als wir in Gunzesried los liefen und wir fröstelten beide erst mal. Mich beschlichen ein wenig bange Gedanken, denn abgesehen von einer Thinsulate-Jacke hatte ich nichts Warmes im Rucksack.

Auf dem Weg zum Unteren Krumbach wurde es uns dann glücklicherweise warm. Das gab sich allerdings bei der windigen Trinkpause auf dem Bänkle vor der Hütte ziemlich schnell. Das bisserl Restaufstieg bis zum Gipfel half nur bedingt, denn da oben war es dann wirklich stürmisch und fröstelig. Immerhin war bei dem Wetter kaum wer unterwegs ;-)

Wie erhofft hatte die Oberalp offen und es gab Kaffee und Kuchen. Im Aufstieg hatte das Knie nur wenig gemuckt, den steilen Abstieg mochte es dann nicht allzu gern. Aber alles in Allem ging die ganze Tour besser als erwartet :-)

Von engel am 08.11.2017 05:59 • outdoorberg

Samstag, 26.08.2017: Schutthaufen

Mittwoch, August 30, 2017

Wir wollten nochmal eine lange Tour machen. Der beste Allgäuer von Allen schlug einen wenig begangen Schutthaufen vor, bei dem wir die Räder aber nicht benötigen würden. 1500 Höhenmeter und kein Bike für den Abstieg? Mir war nicht ganz wohl, aber die Abstiegs-Muskeln müssen ja trainiert werden. Außerdem ist da als Zuckerl ein wenig Kraxelei dabei :-)

Wir stellten den Kangoo auf dem letzten freien Platz des kleinen oberen Parkplatzes in Hinterhornbach ab und gingen los. Unten, wo der Wald noch sehr steil und von der relativ neuen Forststraße zerpflügt ist (Forststraße! Note to self: beim nächsten Mal bis zur 4. Wegquerung radeln!), war es nass und kühl und teilweise unglaublich matschig. Als der Wald sich lichtete und das Gelände sich ein wenig zurück legte, wurde es glücklichweise trocken.

Bis zum Kaufbeurer Haus waren ein paar wenige Leute mit uns unterwegs, als wir dort aber vom Weg auf die Trittspuren und ins lose Geröll zu unserem Schutthaufen wechselten, waren wir allein unterwegs. Der nahezu weglose Aufstieg über den frischen losen Schotter bis unter die Felsen war ordentlich anstrengend.

An den Felsen, wo der markierte Weg an einem weithin sichtbaren Marterl (Kreuz) beginnt, setzten wir die Helme auf. Der ganze Berg ist so mit Schutt bedeckt, dass es auch mit größter Aufmerksamkeit kaum möglich ist, keine Steine zu schmeißen. Die beiden Herren, die uns etwa in der Mitte der ersten Rinne im Abstieg entgegen kamen, waren ein gutes Beispiel. Von den sauste uns einmal fast eine kleine Mure entgegen.

Der Aufstieg durch die Felsen führt anfangs links einer markanten Rinne auf einem schuttigen Rücken geradeaus empor, quert die Rinne ganz oben und führt dann über ein Bändersystem fast wie in der Brenta im Zickzack zum Gipfel. Von einem Band zum nächsten muss man klettern, dazwischen kann man laufen. Der Weg ist immer sehr gut markiert (wichtig vor allem im Abstieg), aber man muss natürlich trotzdem aufmerksam die roten Punkte suchen. Kleinere Versteiger sind nicht weiter schlimm, weil der Berg im Bereich des Weges nirgends übermäßig schwierig ist, aber wenn man den Weg wirklich verliert, hat man in dem Verhau von Rinnen, Bändern und Wänden vermutlich ein echtes Problem. Die ganze Flanke ist oben sehr unübersichtlich.

Wir trafen im Aufstieg (abgesehen von den beiden Absteigern) nur auf 3 Schneehühner und wähnten uns komplett allein. Aber am Gipfel waren dann doch zwei Männer. Die beiden waren aber gerade am Gehen und so konnten wir uns dann doch in schöner Einsamkeit niederlassen und die Sonne genießen. Es war arg diesig, der Blick in die Umgebung war deswegen nicht so schön wie er sein könnte, aber immerhin sahen wir bis zur Bretterspitze und zum Hochvogel gegenüber ;-)

Nach einer langen und gemütlichen Pause stiegen wir wieder ab. Das war auch nicht schwieriger als aufsteigen, aber man muss noch mehr auf den Weg, also auf die Markierungen, schauen. Der Weg durch die Wand hat ja einiges an Gehgelände, aber wegen der Kletterstellen zwischendurch (immerhin bis II) war ich ohne Stöcke unterwegs und das tat dem Knie gerade im unteren Teil mit dem vielen Geröll auf den abfallenden Platten nicht gut. Am Einstiegs-Marterl war ich sehr froh, wieder ‘richtig’, mit den Stöcken, absteigen zu dürfen.

Wobei der Anfang des ‘richtigen’ Abstiegs, der durch das steile lose Geröll, das den Aufstieg so anstrengend gemacht hatte, gar nicht so toll war, wie ich mir vorgestellt hatte. Das Geröll war einfach zu inhomogen, um ‘schön’ abfahren zu können, also musste man genau aufpassen, wohin man trat und allerlei Umwege machen, um von unfahrbarem Schotter wieder in fahrbares Geröll zu kommen. Schnell ging es trotzdem.

Am Kaufbeurer Haus versorgten wir uns mit frischem Wasser aus dem Brunnen und machten nochmal eine kurze Pause, bevor wir den restlichen Abstieg in Angriff nahmen. Da kann man nicht viel zu sagen: Abstieg halt und am Ende taten mir sowohl das Knie als auch die Füße ordentlich weh. Den Kaffee und Kuchen im Gasthaus Adler hatten wir uns dann wirklich verdient :-)

Abgesehen davon, dass noch am selben Tag das Knie ordentlich schmerzte, schwoll es nicht besonders an und war am nächsten Tag eigentlich wieder einsatzbereit. Gute Nachrichten, soviel und so schwierigen Abstieg wird es im Urlaub nicht geben :-)

Sonntag hatten wir radeln gehen wollen, aber nachdem es in der Früh (und den Tag über zwischendurch immer wieder mal) regnete, landeten wir bei Haushalt und Vorbereitungen und es gab Pfannkuchen auf der Terrasse und eine riesige Chili-Ernte :-)


Start in Hinterhornbach


Vorm Kaufbeurer Haus, das Ziel ist direkt dahinter


Anstrengender Aufstieg im Geröll


Im Fels-Durcheinander


In einer der Kletterstellen (ja, dahinter geht es weit runter)


Kritischer Blick auf den Weiterweg ...


... die Schlüsselstelle, gut gezeichnet.


Schneehuhn


Am kleinen Gipfelkreuz


Auf Abwegen: Auch im Abstieg muss man genau hinschauen


Tiefblick aufs Kaufbeurer Haus und Hinterhornbach


Auf dem Fünften Bänkle vorm Hochvogel


Kurz vor dem wohlverdienten Kaffee und Kuchen :-)

Von engel am 30.08.2017 19:40 • outdoorberg
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