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Den restlichen Urlaub verbrachten wir erholsam.

Freitag radelten wir über den netten Steilweg am Blender und den Hohen Kapf erst zum Brotzeitstüble, dann zum Baden. Auf dem Weg labten wir uns an den Brombeeren die es derzeit überall hat. Ich mag ja Himbeeren lieber, aber der beste Allgäuer von Allen ist ein großer Brombeer-Fan.

Am Samstag radelte er dann auch zum Brombeeren-Sammeln, während ich einkaufen ging, Wäschen wusch und ähnliches. Am Nachmittag gab es dann Brombeerkuchen, der sehr gut schmeckte, aber optisch eher ein Unfall war. Quark allein reicht wohl nicht, man muss auch Gelatine verwenden.

Sonntag suchten wir und die maximal mountainbikigeste Route über Blender und Kapf, um erst zum Kuchen essen (Brotzeitstüble) und dann zum Baden zu radeln. Da haben wir inzwischen eine wirklich schöne Runde gefunden, die fast nirgends langweilig ist :-)

Mir fehlt lediglich für das Stück zwischen Wegscheidel und Eschach noch was, aber den einzigen möglichen mountainbikigen Umweg müssen wir mal von oben her ausprobieren, sonst schieben wir womöglich eine halbe Stunde lang die Räder. Das ist ja auch nix.

Von engel am 15.09.2018 10:54 • outdoormtb(0) Kommentare

Donnerstag, 16.08.2018: Irrweg und Pech

Dienstag, September 04, 2018

Für die lange Tour am Donnerstag standen wir früh auf und fuhren nach Holzgau ins Lechtal. Als wir da - in der Sonne - die Räder ausluden, war es noch ordentlich frisch. Wir zogen vor dem Losradeln noch was an und das war auch gut so, denn in der schmalen Höhenbachklamm war es echt kalt.

Natürlich konnten wir den steilen Weg am Wasserfall hinauf nicht radeln und schoben. Danach geht das Radeln aber wieder gut und ich freute mich schon auf die Abfahrt. Bis zur Alpe ist es echt weit!

Es kamen uns unendlich viele Leute im Abstieg, zum Teil in richtig großen Gruppen von etwa 20 Leuten, entgegen. Das Höhenbachtal ist ja Teil des E5 und deswegen ist da auch unter der Woche ordentlich was los. Auch hier wurde allseits registriert, dass wir mit echten Rädern unterwegs waren und das gab teilweise ganz schön anerkennende Blicke - dabei wird es erst nach der Alpe wieder richtig steil.

Nach der Alpe hatte ich eigentlich Ruhe erwartet, aber der größte Teil der E5-Wanderer nahm lieber die Forststraße als den Wanderweg. Das finde ich erstaunlich, wo Forstweg-Hatschen doch so unerfreulich ist. Als wir die Räder am Ende der Forststraße abstellten, waren die meisten Wanderer dann durch. Es wurde deutlich ruhiger.

Wir folgten dem breiten Wanderweg bis zur Abzweigung zum unteren Mädelejoch und gingen dann auf dem schmalen Pfad weiter. Die Radlerei hatte uns beide ganz schön geschlaucht (es war inzwischen heiß und schwül, wie immer) und als wir dann endlich wirklich allein waren und sich ein nettes Fleckchen anbot, machten wir erst mal Pause. Danach wieder losgehen erforderte einige Anstrengung!

Um ins obere Mädelejoch zu kommen, muss man eigentlich einen riesigen Bogen Richtung Krottenkopf laufen, aber die OSM hat an der ersten passenden Stelle eine Abkürzung und wir nahmen die. Es waren bestenfalls Trittspuren, aber man spart da mindestens eine halbe Stunde Weg :-)

Danach gingen wir Richtung Muttler bis zu der Kehre, die am weitesten ins Öfnerkar hinein reicht (passende Beschreibung, aber mit durchaus einigem Interpretationsspielraum!) und verließen den Wanderweg. 2 Kehren unterhalb waren Trittspuren, aber die gingen uns ja nichts an. Direkt über uns bot sich eine wunderbare Rampe zur Querung auf den Rücken an und es sah auch so aus als könne links davon diese Scharte mit dem Wandl sein, die und das man unbedingt vermeiden sollte.

Wir stiegen also hoch und freuten uns ungemein an der schönen Rampe, die den Felsabsatz einigermaßen bequem überwand. Der Blick zum Muttler oben am Grat verriet nicht direkt deutlich, wo das Wandl sein könnte, aber doch, da in der kleinen Scharte könnte es vielleicht sein ...

Wir spazierten auf dem breiten Rücken Richtung in die entgegen gesetzte Richtung. Nach dem ersten Aufschwung passierten wir eine wunderbare Wiese, bei der mir gleich ‘Märchenwiese’ einfiel, obwohl es die natürlich schon sehr oft gibt. Wir stiegen den nächsten Grat-Aufschwung hinauf und blieben dann stehen. Ähem!

Vor uns tat sich eine tiiiiefe Scharte auf, die auf unserer Seite nach einem Absatz gefühlt 30 Meter senkrecht abfiel. Das war dann wohl das Wandl, das man vermeiden und keinesfalls abklettern sollte. Und die gefühlten 30 Meter waren wohl eher reale 10 Meter. In jedem Fall sah das nicht ratsam aus und wir kehrten erst mal um und machten auf der ‘Märchenwiese’ Pause.

Uns war schon klar, wo wir den Fehler gemacht hatten (die Trittspuren 2 Kehren weiter unten), allerdings hatten wir beide aus Beschreibung und Karte unabhängig voneinander die falsche Kehre rausgelesen und den Rest dann wohl auch missverstanden. Allerdings hatten wir den Text der Beschreibung nicht dabei (im Nachhinein: der zweite Fehler war, direkt aufzusteigen).

Der beste Allgäuer von Allen wollte runter und rüber und die Tour fertig gehen. Mir tat der Fuß weh (was Neues, damit mir nicht langweilig wird: Hallux) und mir graute eh schon vor dem langen Abstieg und so ließen wir es bei dem Fehlversuch und wollten später stattdessen halt auf den Muttler gehen. Erst mal aber gab es an diesem wunderschöne Plätzchen mit der genialen Aussicht eine ausgedehnte Pause.

Danach gingen wir über den Grat zum Muttler (völlig problemlos, die mögliche tiefe Scharte gab es nicht ;-)), genossen da nochmal die großartige Aussicht und stiegen dann ab. Nach den ersten 5 Kehren - wir waren noch nicht mal bis zu unserem Abzweig gekommen - fühlte sich plötzlich mein linker Schuh komisch an.

Ich besah mir den Stiefel und fluchte: die Sohle hatte sich von hinten bis zur Mitte des Schuhs gelöst und flappte nun blöd rum. Und das an meinen neuen (naja fast, so 8-10 Jahre sind sie schon alt) ‘Kletterstiefeln’ (so bezeichnet, weil sie eine halbe Nummer zu klein sind und ich super drin stehe - dafür bekomme ich manchmal blaue Zehen)! Damit habe ich jetzt offiziell das erste Paar Stiefel, wo sich wegen Selten-Nutzung die Dämpfungssohle aufgelöst hat (ich hab Meindl, nicht Hanwag, aber das ist dasselbe Problem)!

Na prima! Ich war echt froh, dass wir die geplante Tour nicht gemacht hatten (ganz tolle Vorstellung: ohne Sohle im Klettergelände zu stehen) und auch der beste Allgäuer von Allen schaute nicht mehr gar so traurig die beiden verpassten Gipfel an. Ich ‘verpflasterte’ die Sohle, dann stiegen wir weiter ab, wobei ich versuchte, den linken Stiefel zu schonen, aber der war halt an dem Bein mit dem ‘guten’ Knie und musste deswegen schon aus Prinzip mehr aushalten.

Der Abstieg ging dann trotz des verpflasterten Stiefels recht gut. An der Pause nach dem Steilstück bemerkte ich, dass das Tape am Rand halb durchgelaufen schien und pappte einfach nochmal eine Ladung Tape drauf. Das hielt dann bis unten.

Der Hatsch zu den Rädern war - wie immer in der Gegend - am Ende fürchterlich lang. Wenn man dann aufs Rad steigt, weiß man ganz genau, warum man sich die steile Straße hinauf gequält hat :-) Das spart locker 5 Kilometer Hatscherei (und gut 400 Höhenmeter)!

Wir werden trotz der langen Rumhatscherei aber demnächst wieder kommen. Da warten noch 2 Gipfel und eine (andere!) Scharte auf uns.


Wo man nicht mehr radeln kann, muss man schieben


Auf dem Weg zur Alpe


Das Ziel (Mitte hinten) im Blick


Steiler Anstieg ...


... auf wunderbar bequemer Rampe


Da! Das erste Ziel (hinten)!


Ähem! (die Scharte ist echt tief und steil, auch wenn das auf dem Bild nicht zu erkennen ist)


Tja. Dann halt eine wunderbare lange Pause.


Ersatzgipfel ...


... mit Blick auf die beiden eignetlichen Ziele.


Abgelöste Sohle :-(((((


Murmelkinder (die wussten dass da was war, guckten aber in die falsche Richtung)


Abfahrt duch neugierige Jungkühe


Abfahrt

Von engel am 04.09.2018 20:18 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Am Dienstag war wie angekündigt den ganzen Tag über schlechtes Wetter (mehr oder weniger, mal Regen mal nicht, eher kühl) und wir nutzten den Tag zum Erholen (nach dem beschleunigten Abstieg am Montag durchaus nötig) und für den Kram, den man daheim halt auch im Urlaub so machen muss.

Am Mittwoch (Feiertag in Bayern) wurde das Wetter dann doch nicht so schnell so schön, wie wir uns das gewünscht hätten, deswegen verschoben wir die geplante lange Tour auf den nächsten Tag. Für das Ausweichziel parkten wir an der Bärenfalle bei Musau und luden dort die Räder aus, um zur Musauer Alm zu radeln.

Es war mehr los als, als wir selbst mit Feiertag vermutet hatten. Wo sich der ‘Fußweg’ (auch eine Forststraße) von der Mountainbike-Strecke trennt, war dann weniger los. Wir waren die absolute Ausnahme mit unseren ‘echten’ Bikes, sonst waren fast nur E-Bikes unterwegs und ich sah, wie ein paar Leute ganz erstaunt den fehlenden Akku registrierten.

An der Musauer Alm stellten wir die Räder ab und gingen zu Fuß weiter. Der Weg führt über ein nettes schmales Steiglein in das Hochtal unter der Schneid und verschwindet da dann. Das Hochtal ist ziemlich sumpfig (auch jetzt) und man muss es erst mal irgendwie queren und findet dann früher oder später auf der anderen Seite ein noch schmaleres Steiglein, mit dem man in Gehrenjoch aufsteigt. Das ist eine schlammige und matschige Angelegenheit, wo man gelegentlich so vorsichtig wie auf Eis gehen muss ;-) Auch bei der aktuellen Trockenheit!

Es war auch weiterhin feucht und erdig auf der Querung rüber zur Gehrenspitze (was natürlich ganz prima ist, wenn man danach klettern will), aber das ist inzwischen nichts Neues mehr. Das ist da scheints immer so.

Wir waren natürlich nicht allein unterwegs, mit uns waren 5 Leute auf dem Weg zur Scharte, von denen 2 nach ‘richtigen’ Kletterern aussahen. In der Rinne kamen uns 2 Leute entgegen und am Gipfel saßen 4 Jungs (um die 20, schätzungsweise, und dem Geplapper nach ein wenig aufgeregt) und noch 2 Leute. So war der Aufstieg problemlos und es fand sich auch noch ein Gipfel-Plätzchen. Sonne schien auch grad, deswegen blieben wir eine Weile.

Der Abstieg war dann ein wenig langwierig, weil die 4 Jungs, trotz eines gehörigen Zeit-Vorsprungs, eine Weile brauchten. Auch sonst war der Abstieg ereignisreich, denn die halb-und-halb Ziegen, die im Aufstieg weit links oben auf einem grasigen Gratstück gewesen waren, hatten die Seite gewechselt und waren nun auf der anderen Seite. 2 Ziegen hatten aber wohl den allgemeinen Aufbruch verpasst und liefen mit uns den Weg runter, immer knapp über uns in reichlich steilem Gelände. Die sind schon sehr geländegängig, die Ziegen!

Am Gehrenjoch standen uns zunächst Kühe im Weg, die den Zaun-Durchschlupf blockierten. Der beste Allgäuer schritt entschlossen auf die Kühe zu und schob sie weg. Ich sauste dann schnell hinterher, bevor sie die Lücke wieder schlossen :-)

Wir stiegen über den rutschigen Dreckweg zurück ab ins Hochtal (ich musste zwischendrin meine Stiefel von einem dicken Dreck-Gras-Bollen befreiden, wegen dem ich gar nicht mehr richtig laufen konnte, was für eine Sauerei!) und machten unten eine kleine Pause, als gerade mal Sonne war. Das dauerte allerdings nicht lang.

Wir stiegen weiter ab zur Musauer Alm und kehrten auf Kaffee und Kuchen ein. Weder Kaffee noch Kuchen waren schlecht (eigentlich sogar gut), aber die Alm ist schon arg auf Massenbetrieb ausgelegt, das gefiel mir nur solala. Die Abfahrt zum Auto ging dann schnell.


Anfahrt


Anstieg


Im Kar


Auf dem Weg zum Gipfel


In der Rinne


Kurz vorm Gipfel


Gipfel


Geländegängige Ziegen


Gruppenbild mit Ziege


Kuhblockade


Abfahrt

Von engel am 01.09.2018 15:17 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Montag, 13.08.2018: Punktlandung

Dienstag, August 28, 2018

Das Wetter für Montag war signifikant schlechter geworden und wir diskutierten lang, ob wir es wagen sollten, ausgerechnet ins Parzinn zu fahren, wo es erfahrungsgemäß immer als erstes regnet. Aber die Gewitter waren erst für den Nachmittag angesagt und bis dahin würden wir ja schon wieder im Abstieg sein. Dachten wir jedenfalls.

Also fuhren wir bei schönstem blauen Himmel nach Boden und radelten zur Materialseilbahn. Es war kühl und reichlich feucht, so dass wir schwitzten (eher: kondensierten), obwohl uns bestenfalls mäßig warm war. Als wir in die Sonne kamen, änderte sich das. Da schwitzten wir und es war uns warm ;-)

Von der Hütte aus sieht man das nächste Zwischenziel, die Scharte, und das sieht echt nicht weit aus. Das ist aber eine optische Täuschung, denn erst läuft man eine Weile durch ein idyllisches Gras-Latschen-Findling-Feld, wo es dauernd hoch und runter geht und dann muss man im Geröll in die Scharte hinauf und das ziiiieht sich endlos. Und ist anstrengend.

In der Scharte machten wir kurz Pause und betrachteten das Wetter. Wir rechneten mit etwa 2 1/2 Stunden Kraxeln zum Gipfel und wieder zurück. Der Himmel war in alle Richtungen schön blau mit Schäfchenwolken, die Gewitter schienen noch nicht im Anmarsch zu sein. Wir stiegen also ein.

Erst mal muss man einen schuttigen bröseligen Hang hinaufsteigen. Die Rinne danach ist schon ordentlich glatt von den vielen Begehungen. Die restliche Kletterei ist selten schwierig oder ausgesetzt und nirgends so abgelutscht wie in der Anfangsrinne. Zwischen den Kletter-Partien sind auch einige Geh-Passagen. Die schwierigste Stelle ist etwa in der Mitte, wo man mit relativ wenigen Griffen auf einem schmalen Absatz erst hoch und dann an einem abdrängend Bauch vorbei muss und im Fall des Falles recht weit in eine steile Rinne fallen würde. Natürlich trafen wir genau da auf Absteiger ;-)

Direkt nach der Schüsselstelle sahen wir das erste Mal seit einer Weile nach Westen und stellen einigermaßen erschrocken fest, dass da nun ganz ordentlich schlechtes Wetter aufzog. Um uns herum war aber noch alles eitel Sonnenschein. Wir kraxelten weiter und kamen nach schließlich zum Gipfel. Wir hatten knapp anderhalb Stunden gebraucht und die Sonne war eben verschwunden. Im Westen waren die Wolken noch dunkler geworden. Wir machten ein paar Fotos und stiegen ohne Pause ab.

Ich bin ja rauf schon nicht schnell, runter in solchem Gelände bin ich aber echt langsam. Kein Wunder, Absteigen ohne Stöcke und immer drauf achten, dass das Knie nicht mehr abkriegt als nötig abkriegt (keine verwundenen Schritte, immer mit dem richtigen Bein die hohen Schritte machen, usw.), das dauert halt etwas. Der Abstieg ging sonst gut und wir waren nach einer knappen Stunde zurück in der Scharte.

Dort war es ziemlich windig und wir verzogen uns hinter den großen Stein in der Mitte der Scharte, um eine kurze Pause zu machen und etwas anzuziehen. Als wir nach 10 Minuten aufbrechen wollten, fielen erste einzelne Tropfen. Wir kramten die Regenjacken raus, zogen sie an und standen auf, um abzusteigen. Und da sahen wir die Gewitterfront vielleicht noch 500 Meter von der Scharte entfernt auf uns zu rauschen.

Wir zogen eilends auch noch Regenhosen an und verpackten alles dicht und dann standen wir mitten drin, im Sturm mit Regenfluten und sogar Hagel. Wir sausten so schnell wie möglich nach unten, wobei ‘schnell’ bei mir ja immer sehr relativ ist. Es regnete wie aus Eimern und der Wind blies uns den Regen direkt entgegen. Es wurde umgehend recht kalt, ohne die Regenklamotten hätten wir ernsthaft gefroren. Zwei Mal war irgendwo ein Blitz und kurz drauf donnerte es, aber wir waren inzwischen mitten in den Wolken und sahen kaum was. Immerhin war etwas Zeit zwischen Blitz und Donner, aber man fühlt sich da doch ziemlich unwohl. Eine geeignete Stelle zum Unterstellen gab es nicht, also war Absteigen die beste Lösung. Weiter unten ist besser als weiter oben.

Nach einer Viertelstunde oder so ließ der Wind und der Regen etwas nach, da waren wir fast schon am unteren Ende des Geröllfelds. Auf dem Weg zur Hanauer Hütte ließ der Regen weiter nach und kurz davor hörte er auf.

Wir hatten eine kurze Diskussion, ob wir in der Hütte Pause machen sollten (ich: ja, bitte!, er: nein, zu voll!) und setzten uns dann in die nasse Wiese vor dem Marterl. Mein Knie brauchte nach dem langen und echt stressigen Abstieg wirklich eine Pause.

Wir blieben nicht lang und stiegen weiter zu den Rädern ab. Kurz vorher fing es wieder an zu nieseln. Wir zogen nur die Regenjacken an, aber das Nieseln war eine fiese Finte des Wetters, denn aus dem Nieseln wurde bald schon wieder richtig starker Regen. Als wir am Auto ankamen, waren wir patschnass und mega-dreckig von dem feinen Sand des Forstweges.

Auf dem Heimweg stellten wir die Heizung an und daheim gab es ein heißes Bad. Mitten im Hochsommer :-)


Idyllischer Start :-)


Das Bild, das in der Gegend immer sein muss. Hinten linkslich das Ziel.


Auf dem Weg zur Scharte.


Es geht los. Erst mal die Schuttrinne.


Dann viel und schönes Kraxeln, untebrochen von Gehpassagen.


In der Schlüsselstelle.


Das schlechte Wetter rückt an.


Oben!


Abstieg.


Und dann: Gewitter!


Eiliger Abstieg im Gewitterregen


Rückblick.


Kurz vor den Rädern das letzte Bild. Dann Regen.

Von engel am 28.08.2018 21:06 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Sonntag, 12.08.2018: Ausweichgipfel

Freitag, August 24, 2018

An sich hatten wir uns eine größere Tour für Sonntag ausgesucht, aber wir fühlten uns beide in der Früh etwas erkältet. Zudem hatte ich nach der Test-Tour vom Vortag leichten Muskelkater und der beste Allgäuer merkte seine Verletzung noch ziemlich. Eine weitere ‘Eingehtour’ schien uns ratsam.

Bei der Überlegung wohin wir gehen sollten, gewann ein abgelegener Gipfel im Ostrachtal, allerdings war das am Ende dann doch mehr, als wir (ohne in die Karte zu schauen) gedacht hatten. Erst mal parkten wir aber ahnungslos am üblichen Parkplatz vor Hinterstein und freuten uns in angenehmer Kühle zum Giebelhaus radeln zu können.

Wir waren zwar nicht allzu früh dran - die Entscheidungsfindung und das Aufraffen hatte dann doch eine Weile gedauert - aber bis uns dann die vielen E-Biker einholten, dauerte es doch eine Weile. Wir radelten am Giebelhaus vorbei, noch die beiden Kurven hoch und bogen dann links ab. Aus der OSM war nicht ersichtlich, ob und wie weit die Forststraße radelbar sein würde, deswegen war es sehr erfreulich, dass wir tatsächlich problemlos bis zum Ende kamen.

Wir parkten die Räder an einem Baum und liefen dem sanft ansteigenden sich in vielen Kehren den steilen Hang hinauf windenden Pfad nach (das muss ein alter Weg sein, so legt man Wege für Leute, die Lasten tragen müssen, an). Der Pfad führt lang durch lichten Mischwald und kommt dann auf sanftem Almgelände raus. Nervig ist dann allerdings, dass es keinen Durchlass auf das Almgelände gibt und man über einen ziemlich hohen Stacheldraht steigen muss.

Der Pfad führt weiter sanft geneigt in wirklich vielen Kehren zum Hüttle vor dem Kar hinauf. Ich schaute mir das Gelände schon mal gut an, um beim Abstieg nachher ideal abkürzen zu können.

Nach dem Hüttle geht es noch ein Stück geradeaus ins Kar, dann ist der Weg erst mal weg. Man steigt mehr oder weniger weglos im Geröll zu einem Felswanddurchlass hinauf und findet dort wieder Steigspuren, auf denen man einigermaßen bequem (wenn auch steil) in die Scharte zwischen Kopf und Köpfle geleitet wird. Danach ist es nicht mehr weit bis zum Gipfel.

Wir hatten 4 Leute im Kar im Abstieg getroffen und hatten nun den Gipfel ganz für uns allein. Wir genossen die Aussicht und gingen dann ein paar Meter runter, wo eine schöne grasige Mulde zur Pause einlud (der Gipfel selbst ist geröllig). In dieser sonnigen windgeschützten Mulde schliefen wir beide ein und wachten erst auf (nach einer guten halben Stunde), als jemand an uns vorbei ging. Hui! Da hatte wohl jemand Pause nötig!

Nachdem wir uns wieder derrappelt hatten (wenn man in der Sonne schläft, wacht man ja ziemlich desorientiert wieder auf), stiegen wir in die Scharte ab und erkletterten noch das Köpfle. Da hat es in der Mitte eine blöd überhängende Stelle mit Riesenschritt und ohne gute Griffe (glaube ich), die ich ohne das Drahtseil vermutlich nicht hinauf gestiegen wäre, weil ich Bedenken beim Abklettern gehabt hätte (man würde da ordentlich tief fallen). Die war schon beim letzten Mal total doof. Allerdings fand ich diesmal einen besseren Weg wieder runter. Na also.

Der weitere Abstieg war dann problemlos. Erst mal zum Hüttchen und dann einfach geradeaus über die Wiese runter bis zur letzten Kehre. Danach ist man bald im Wald und spaziert halt die Serpentinen runter. Da geht Abkürzen dann nicht mehr, das Gelände ist da echt steil.

Auf dem Rückweg kehrten wir noch im Giebelhaus ein, wo es guten Kaffee und Kuchen (wenig Auswahl, es gab genau eine Sorte) gab. Wobei, Letzteres ist natürlich Geschmacksache. Wenn man keine Johannisbeeren mag, kann der Kuchen drum rum noch so OK sein, das wird dann nix mehr. Ich fand den Kuchen übrigens echt OK :-)


Im Ostrachtal


Die letzten Meter auf der Forststraße


Gemütlicher Anstieg im Wald


Im Almgelände. Ausgestreckte Arme um zur Kühlung das leise Lüftchen einzufangen ;-)


Anstieg zur Scharte


Rückblick knapp vor der Scharte


Am Vorgipfelchen


Gipfelbild


Auf dem Weg zum Köpfle


Abstieg vom Köpfle


Almwiesenabkürzer


Rollen lassen an der Ostrach

Von engel am 24.08.2018 17:17 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Samstag, 11.08.2018: Vorsichtiger Anfang

Freitag, August 24, 2018

Nach beiden Pause-Wochenenden wollten wir den Urlaub vorsichtig beginnen. Wir suchten uns also eine Tour mit viel Radeln und nicht ganz so viel Berg ohne potentielle Überfüllung aus, parkten den Kangoo am Mäkkie vor Oberstdorf luden die Räder aus. Meines war super-sauber, netterweise mit-geputzt vom besten Allgäuer von Allen und strahlte wie frisch aus dem Laden raus.

Auf dem Weg über Tiefenbach ins Rohrmoostal war es erst mal ganz schön frisch, aber nach Tiefenbach kamen wir in die Sonne (die immer wieder von Wolken verdeckt wurde) und es ging endlich bergauf, da wurde es uns wärmer. Anfangs waren wir noch ziemlich allein unterwegs, aber mit der Zeit wurden wir immer öfter von E-Bikern überholt. Trotzdem war es nicht wirklich voll.

Wir radelten an Rohrmoos vorbei und bogen schließlich links auf einen Forstweg ab, auf dem wir bald den etwas versteckten Abzweig erreichten. Wir stellten die Räder im Wald ab und gingen los. Der Weg ist schmal und steil und war stellenweise erstaunlich feucht, hier die festen Stiefel anzuziehen war keine schlechte Idee gewesen :-)

Am Sattel gingen wir nach rechts und krabbelten die kleine grasige Rinne zum Gipfel hinauf. Am Gipfel saßen zwei Leute (die einzigen, die wir bisher abseits der Straße gesehen hatten), deswegen ließen wir uns in einer kleinen Senke ein Stück unterhalb nieder. Zwar war inzwischen die Sonne weitgehend Wolken gewichen, aber in der Senke war kein Wind, deswegen war es da ganz angenehm.

Als die beiden Gipfelbesetzer abstiegen, gingen wir noch kurz rüber (Fotos müssen natürlich sein) und stiegen dann wieder ab. Die Rinne ist ja nicht schwer, aber halt recht grasig. Da vertraue ich den Stiefeln ja nicht sehr, aber alle Tritte hielten problemlos.

Als wir die Räder aus dem Wald bugsiert hatten, gab es noch eine kleine Pause, denn an der Forststraße hat es rechts und links Himbeersträucher und die trugen satt. Sowas kann man ja nicht komplett ignorieren. Ich aß mehrere Handvoll und war begeistert, der beste Allgäuer von Allen findet Himbeeren zu sauer und zu kernig.

Auf dem Rückweg kehrten wir noch in der Alpe Schattwald ein, dann sausten wir zurück zum Auto.


Auf dem Weg ins Rohrmoostal


Aufstieg


Im interessanten Gelände kurz vor dem Sattel


Die grasige Rinne


Gipfel


Abstieg

Von engel am 24.08.2018 17:08 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Sommer-See-Wochenende

Mittwoch, August 08, 2018

Wegen der Hitze gab es nochmal ein Radl- und Bade-Wochenende, wobei wir am Sonntag immerhin noch eine Verlängerung über den Kürnacher Wald und die Kreuzleshöhe hinlegten. An beiden Tagen kehrten wir im Brotzeitstüble auf K&K und - hitzebedingt - ein alkoholfreies Weizen ein und legten uns dann an den See. Erst schwimmen, dann in der Sonne dösen und am Ende nochmal schwimmen. Wobei bei mir Schwimmen im See oft nur reingehen, rumpaddeln, rausgehen bedeutet ;-)

Sonst gab es Grillen (Freitag), mal wieder Brot aus dem Automaten zu Wurstsalat (Samstag) und ein ausgezeichnetes Holzfällersteak beim Lieblings-Jugo.
Ein voll tolles Sommerwochenende :-)

Von engel am 08.08.2018 21:04 • diaryoutdoormtb

BadenRadeln

Donnerstag, August 02, 2018

Weil sich der beste Allgäuer von Allen verletzt hatte, verlegten wir uns am Wochenende aufs Radeln und Baden.

Der Samstag begann mit Sonne und blauem Himmel beim (späten) Frühstück, bis wir uns aber zum Radeln bereit gemacht hatten, war der Himmel zugezogen. Wir fuhren trotzdem los, es war ja warm und schwimmen kann man ja auch bei bedecktem Himmel. Als wir aber über den Mariaberg radelten, war da so starker Wind, dass der uns seitlich wegtrieb. Richtung Oberstdorf blitzte es sogar einmal. Wir brachen ab und fuhren wieder heim, wo das Wetter bedeckt und windig aber trocken blieb.

Auch der Sonntag fing mit Sonne und blauem Himmel an. Und dann blieb das auch so :-)
Wir radelten zum Eschacher Weiher, badeten (in Sonne und Wasser) dort eine Weile, kehrten im Brotzeitstüble ein (ausgezeichneter Kuchen mit mir bislang unbekannten Früchten: Renekloden), fuhren wieder heim und sassen noch eine Weile im Garten im Schatten vom Ahorn herum, mit Kaffee und Eiskaffee, alles sehr gemütlich. Und heiß!


Am Samstag auf dem Weg nicht zum See


Am Sonntag dann doch: See

Von engel am 02.08.2018 21:14 • outdoormtb

Freitag, 13.07.2018: Badetag

Freitag, Juli 20, 2018

Nach dem anstrengenden Klettersteig wollten wir nochmal ‘richtig’ Sommer haben. Für mich heisst das: am See in der Sonne liegen und Baden gehen, gerne auch verbunden mit irgendwo einkehren :-)

Aber natürlich radeln wir an solchen Tagen an den See, man soll sich ja ‘aktiv’ erholen ;-) Wir nahmen den Weg hintenrum zum See, beinahe über den Blender, und wurden dort mit vielen Faltern belohnt, die die Disteln dort super finden.

Auf dem Weg zum See (und vorher zum Brotzeitstüble) hätten wir eigentlich noch über den Kapf radeln wollen, aber in Eschach wurde fürs Sommerfest aufgebaut und wir hätten deswegen über die Straße hochfahren müssen, weil der Weg zur netten Allee versperrt war. Darauf hatten wir keine Lust, deswegen ging es direkt zum Brotzeitstüble und danach natürlich zum See. das war wunderbar :-)

Das Wochenende verbachten wir daheim mit weiter erholen, Garten- und Hausarbeit und Vorbeiten fürs große Grillfest am nächsten Wochenende. Ich fand das ausgesprochen gemütlich, der beste Allgäuer von Allen fing am Ende aber schon wieder an, mit den Hufen zu scharren, weil das Wetter dann doch recht gut wurde.


Auf dem Weg zum See


Dunkles Landkärtchen (Sommergeneration)


Dunkles Landkärtchen (Sommergeneration)


Tagpfauenauge


Kaisermantel


C-Falter


Admiral


Sommerseeidylle

Von engel am 20.07.2018 16:54 • outdoormtb

Mittwoch, 11.07.2018: Kühler Gipfel

Donnerstag, Juli 19, 2018

Für den Dienstag war Schmuddelwetter in den Bergen angesagt und wir nutzten den Tag, um Muskelkater auszukurieren (also ich) und all dem was halt sonst so anfällt, wenn man daheim ist. Den Tag über druckste das Wetter ein wenig umanand und am Abend goß es Sturzbäche.

Am Mittwoch sollte das Wetter im Lauf des Tages immer besser werden. Wir hatten eigentlich eine grasige Gratrunde ausgesucht, aber nach so viel Regen nahmen wir dann doch lieber einen steinigeren Berg. Wir fuhren nach Baad und weil die Räder eh im Auto waren, benutzten wir sie auch.

Der Weg zur Bärguntalpe ist mit dem Rad erstaunlich viel steiler als man bei den Skitouren vermutet. Danach wird es erst mal richtig steil und dann sehr, sehr ruppig, aber wir kamen tatsächlich so weit, wie wir gedacht hatten. Der Weg ins Hochalpjoch ist relativ breit und krautig (und unten netterweise ausgeschnitten) und war sehr nass und schmierig.

Anfangs waren die Gipfel um uns herum in Wolken (und es war sehr feucht und schwül). Als wir den Hochalppass erreichten, sahen wir aber immerhin gelegentlich die Berge oder ins Tal. Inzwischen waren wir dem kühlen Wind ziemlich ausgesetzt und hatten eine Schicht Kleidung auflegen müssen.

Wir bogen zum Widderstein ab und kamen in die steinige Rinne. Ich gab bald auf, mit Stöcken zu gehen, man muss da doch recht oft an die Felsen fassen. In netter einfacher Kletterei erreichten wir den Gipfel, wo gerade 2 Leute die windgeschützte Mulde hinter dem Gipfel frei machten. Noch etwas Sonne dazu wäre nett gewesen, aber die zierte sich und blieb hinter Wolken. Wir gingen wieder.

Der Abstieg ist auch nicht schwer, aber dass ich da ohne Stöcke unterwegs war, merkte ich dann doch nach einer Weile :/ Nachdem wir die Rinne verlassen hatten, stiegen wir zum Hochalpsee ab, um dort - hoffentlich - noch eine sonnige Pause im Gras machen zu können. Das klappte leider nur so halb. Zwar war unser Plätzchen einigermaßen windgeschützt, aber die Sonne ließ sich doch sehr bitten und schien nur selten.

Wir nahmen den Weg am hinteren Ende des Hochalpsees, der laut Navi mit einer Unterbrechung oberhalb des Wasserfalls zurück auf den Normalweg führen sollte. Die Unterbrechung klärte sich kurz nach dem See auf: da hätte der Weg eine steile bröselige Flanke queren müssen, hielt da aber wohl nicht. Wir querten die Flanke und fanden den Weg - eher ein Pfad, bzw. Trittspuren - auf der anderen Seite wieder.

Ein kurzes Stück war der Weg gut zu gehen, dann verschwand er in Kraut und Büschen. Für uns bedeutete das: Durchwurschteln. Anders kann man das kaum beschreiben. Der Weg war tatsächlich ein Weg (ein alter natürlich), aber im Kraut kaum zu sehen und von den Büschen inzwischen ganz schön überwachsen. Aber er brachte uns zuverlässig bis zum Normalweg überm Wasserfall.

Der restliche Abstieg ging eigentlich recht schnell, war aber knie-mäßig übel, denn das zwickte bei jedem Schritt. Die Räder waren höchst willkommen, als wir dort ankamen, auch wenn das Radeln am Anfang wegen der vielen Blöcke eher schwierig war.

Die Bärguntalpe hatte leider keinen Kuchen mehr, daher verzichteten wir aufs Einkehren und fuhren direkt zum Auto ab.


Oberhalb der Bärguntalpe


Kurzer Nebelblick aufs Ziel


Die Stufe mit dem Wasserfall; sonst sind wir hier mit Ski unterwegs


Gaanz langsam hellt es sich auf


Hier geht es hinauf


Die letzten Meter :-)


Fröstelnd in der Gipfelmulde


Abstieg


Zerzauste Dohle (jung?)


Auf neuem Weg ...


... der echt zugewachsen ist!


Rückblick


Abfahrt

Von engel am 19.07.2018 20:25 • outdoorbergmtb
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