Wieder mal stand nur der Sonntag zur wirklich freien Verfügung, deswegen gab es trotz des schönen Wetters nur eine Wochenend-Sonne-Draussen-Weg-Tour. Und weil ich nicht bergab laufen soll (O-Ton Doc: “Und nehmen sie unterdessen runter besser den Aufzug statt der Treppen.”), sind wir halt radeln gegangen. Man hat ja Möglichkeiten.
(Wobei ich nicht sicher bin, inwieweit der Doc Bergradeln sanktioniert hätte. Immerhin tat hinterher nichts weh - OK, das Sitzfleisch ein bisserl - was im Vergleich zu den letzten Wochenenden ein signifikanter Unterschied ist.)
Obwohl wir relativ spät dran waren und in der Sonne starteten, war es in der Früh noch ziemlich kühl. Aber als wir nach dem eisigen Enge-Tal auf der Forststrasse zum Breitenberg in die Sonne kamen, wurde es schnell warm und wir waren bald mit hochgekrempelten Hosenbeinen und ärmellosen Untershirts unterwegs :-)
Der Plan war eigentlich, bis zum Ostlerhaus hinauf zu fahren (laut Karte ist das eine Forststrasse), aber die ‘Strasse’ besteht nur aus Felsbrocken und man kann das kaum vernünftig radeln. Wir disponierten um, fuhren gemütlich in der Sonne wieder hinunter ins Enge-Tal und radelten in frostigem Schatten auf der anderen Seite unter dem Einstein entlang Richtung Schönkahler und Sonne. Wir hatten da eine Forststrasse gesehen, die so aussah, als könne man darüber problemlos zurück ins Tannheimer Tal kommen (allerdings kannten weder die Papier-Karte noch die OpenStreetMap im GPS diese Strasse).
Im Schatten fuhren wir an wunderschönen Eisblumen entlang, in der Sonne waren dann wieder T-Shirt-Temperaturen :-) Die Forststrasse führte wie geplant an der Schönkahler-Alpe vorbei in Richtung Tannheimer Tal, endete dann aber abrupt an einem kleinen Wendekreis. So kamen wir auch noch zu einer netten Trial-Einlage auf dem Normalweg zum Pirschling. Ich Feigling stieg natürlich an der steilsten Stelle ab und schob ;-)
Kaffee und Kuchen gab es dann daheim, das Tannheimer Tal ist sozusagen geschlossen geschlossen. Jedenfalls war da, wo noch Sonne war, kein Einkehren möglich. Fein wars :-)
Und jetzt könnte dann zwengs mir endlich der Schnee kommen!
Andi und Ilona haben wieder Allgäu-Urlaub gemacht, da bot sich mal wieder eine gemeinsame Tour an. Beim Überlegen, was denn eine schöne Tour wäre kamen wir lustigerweise alle auf dieselbe Idee, daher trafen wir uns am Samstag in der Früh am E-Werk um Ostrachtal, um die Hohen Gänge zu begehen.
Der letzte Urlaubstag, Sonntag, sollte unglaublich heiss werden, 35 Grad oder so. Radeln ist immer gut, wenn es heiss ist und ausserdem ging ja grad eh nichts anderes. Wir entschieden uns für die wunderschöne Schwangau-Plansee-Runde. Die ist, obwohl man durch Schwangau und den ganzen Touri-Trubel muss, grösstenteils schön einsam, führt durch wunderbare Landschaft und bietet als ganz besondere Schmankerl den Jägersteig, einen netten Trial (wo ich natürlich viel geschoben habe) und den Plansee, wo man prima baden kann. Letzteres passend zu den Temperaturen :-)
Schön war’s. Und ein paar Bildchen hab ich auch noch.
Kurz vor dem nächsten Wochenende noch kurz ein paar Worte zum letzten Wochenende, an dem wir Samstags an den Räder rumgebastelt und Ähnliches gemacht haben und am Sonntag von daheim aus eine Runde mit den frisch gewarteten Bikes gemacht haben.
Die Streckenauswahl daheim rum ist natürlich viel grösser als wenn man in den Bergen mountainbiken geht. Ich versuche immer, möglichst neue Strecken auszusuchen, die wir noch nicht gefahren sind. Das hat den Vorteil, dass es interessant ist und den Nachteil, dass man gelegentlich die Orientierung verliert und nicht so Recht weiss, wo man gerade ist. So lange man der Route auf dem GPS folgen kann, ist das unproblematisch.
Aber irgendwo in den Wäldern zwischen Kürnachtal und Kreuztal war ein Weg gesperrt. Sowohl auf dem GPS als auch auf der Karte (ja klar hab ich trotz GPS auch immer eine ‘echte’ Karte dabei) bot sich eine relativ einfache Umfahrung der gesperrten Strecke an, die wir dann auch nahmen. Allerdings erwischten wir dabei einen falschen Weg, was aber nicht gleich auffiel. Unser Weg endete dann aber irgendwann in Gebüsch und Unterholz. Nach einer ganz ordentlichen Strecke natürlich.
Man dreht ja nicht gern um. Der richtige Weg konnte nicht weit weg sein und da war ein beinahe noch zugewachsener Weg, der genau da hin zu führen schien. Nachdem wir die Bikes mühsam durch Gestrüpp bugsiert hatten, standen wir plötzlich auf einem Bauernhof vor 2 recht erstaunten Leuten. Gut, dass es auf dem Hof keinen Hund gab! Mit Hofhunden haben wir keine guten Erfahrungen.
Der Rest der Strecke verlief weitgehend unspektakulär, wenn man mal davon absieht, dass der Ralle nach einer Pause in den Kürnacher Wäldern nach ein paar Kilometern seinen Helm vermisste. Wir drehten um und fuhren zum Pausenplatz zurück. Der Helm war in den Bach gefallen und tanzte nun fröhlich in den Wirbeln eines kleinen Wasserfalls herum. Gut dass der Wasserfall da war, sonst wäre der Helm wohl schon weit abgetrieben worden.
Bildchen gibt’s auch ein paar.
Dieses lange Wochenende war das Wochenende der Bike&Hike Touren. Ergab sich zufällig, unter anderem natürlich weil die Bikes nach der ersten Tour dann halt schon mal im Auto waren.
Am Donnerstag haben wir mal wieder den Absprung verpasst und einen gemütlichen ziemlich bewölkten Tag daheim verbracht.
Der Freitag sah so bewölkt wie der Donnerstag aus, daher nahmen wir uns nur eine kleine Tour zum Litnisschrofen vor. Wir waren sehr erstaunt, als sich die Wolken an den Bergen komplett verzogen und wir strahlendes Wetter in den Tannheimern vorfanden. Mit den Rädern ging es lang und gemütlich von der Krinnenspitze-Bahn bis zur Ödenalpe. Von da zu Fuss auf den Litnisschrofen und auf demselben Weg zurück. An der Ödenalpe konnten wir grad noch die letzten beiden Kuchenstücke abstauben. Sehr fein!
Von Hinterstein zum Grossen und Kleinen Daumen wollten wir ja letztes Jahr schon mal, da mussten wir aber wegen Gewitter abbrechen. Als wir am Samstag in der Früh in Hinterstein losradelten, waren wir überzeugt, es auch diesmal nicht zu schaffen. Doch obwohl es immer wieder mal tröpfelte und am Ende auch ganz gehörig von hinten grollte, blieben wir bis zuletzt trocken. Womit wir aber ziemlich Glück hatten, denn nur wenige Kilometer weiter (Achtung, Browser-Resize) ging ein gehöriges Unwetter nieder. Die Radlerei wird ab der Abzweigung zur Schwarzenberghütte übrigens extrem anstrengend. Hätte nicht viel gefehlt und ich hätte schieben müssen.
Die Runde am Sonntag von der Gunzesrieder Säge über Siplingerkopf, Heidenkopf und Gierenkopf hätte eigentlich eine kurze gemütliche sein sollen, war dann aber doch (wie üblich) länger als gedacht. Dafür war sie aber wunderschön und über das Gewitter am Ende, das uns erst noch Zeit liess an der Scheidwangalpe Kaffee zu trinken und Kuchen zu essen, haben wir uns sehr gefreut. Am Samstag waren nämlich die neuen Regenklamotten gekommen und der Test bewies: die sind dicht!
Samstag gab es erst mal eine gemütliche Radelrunde zum Blender. Im Wesentlichen zum Kuchenessen unterwegs und Schwiegermutter-Zwiebelkuchen-Verdienen. Hat auch wunderbar geklappt, der beste Allgäuer und ich haben zusammen etwa 3/4 des riesigen Blechs verputzt. Mjam-Mjam, war wirklich genial gut!

Am Blender
Am Sonntag dann nochmal ein Versuch am Kleinen Widderstein, den wir ja schon einmal wegen Schnee und einmal wegen feucht und Bammel abgebrochen hatten. Diesmal aber galt Kneifen nicht nahmen wir uns vor und schleppten deswegen die gesamte Kletterausrüstung mit. Nunja, das eigentlich, um die gesamte Überschreitung bis zum Karlstor zu machen.

Wegloser Aufstieg zum Bärenkopf
Und dann war da ja noch die kleine Bike-Hike-Kombitour vom Wochenende. Der Samstag war ja viel schöner als wir gedacht hatten, so dass der erste Badetag am See seit Jahren mit einem ziemlich üblen Sonnenbrand bei uns beiden endete. Ich frag mich, wann wir das mal lernen.
Sonntag also Berge. Die Vorhersage sah genauso aus wie für den Samstag, daher waren wir ein wenig erstaunt, dass der Tag mit Regen begann. Immerhin gab es einen wunderschönen Regenbogen :-)

Regenbogen
Irgendwie ist die Luft aus Skitouren raus, wenn das Wetter so ist wie am Wochenende: Warm, nasser Schnee und eine Lawinenlage, die interessante Touren in höhere Lagen sowieso verbietet. Warum also nicht mal auf Frühling machen, wenn es schon mal Frühling hat?

Frühling: Die MTB-Saison beginnt
Die Walsertaler Gipfelrunde hatte leider die latente Entzündung in meinem Knie wieder rausgebracht, so dass sich für den zweiten Supertag des letzten schönen Wochenendes im Jahr (so die Leute im Radio) eine Bike-Runde empfahl. Die Wahl fiel recht schnell auf die Runde über Hohenschwangau und die Bleckenau zum Plansee. Wunderschön da, besonders mit den Herbstfarben zur Zeit, und an den Unmengen Menschen bei Neuschwanstein ist man ja schnell vorbei.
Wir starteten um 10 Uhr. Der beste Allgäuer von Allen orakelte ein wenig über Stau auf der A7 Richtung Füssen, aber ich meinte, so schlimm könne das ja wohl nicht sein. Sah an der Auffahrt auf die A7 auch nicht so aus. Nach dem Dreieck Allgäu jedoch dann: Stau! Locker 6 oder 7 Kilometer vor der Abfahrt Oy. Volltreffer! Die vormals gute Sonnen-Sonntags-Laune sank umgehend unter NN.
Anderthalb Stunden später war dann klar, woran es lag: die gesamte A7 war ab Oy gesperrt und alle mussten da raus und sich über die Landstrasse und den Kreisverkehr nach Füssen quälen. Boah, das war der schlimmste (weil längste) Stau meines Lebens.

Auf dem Weg zur Schnitzlertal-Alpe
Was uns dazu brachte, den halbwegs schönen sonnigen Mittwoch vorm Rechner zu verbringen und dafür dann am regnerischen Donnerstag mit aller Gewalt rauszuwollen, kann ich wirklich nicht sagen (Ha! Gelogen. Wir mussten unbedingt HDRs bauen.), aber eine Erklärung ist vermutlich, dass der eher schöne Mittwoch mit Regen begann und der nicht so schöne Donnerstag mit Sonne.
Jedenfalls luden wir am Donnerstag vormittags die Bikes ins Auto und starteten zum Breitenberg, um auf der laut Ralles Kollegen neuen Forststrasse bis ins Joch unter dem Aggenstein zu radeln. Und dann - vielleicht - noch den Aggenstein zu besteigen. Die Sonne vom Frühstück hatte sich schon lang verzogen und es begann zu nieseln, als wir uns Pfronten näherten. Egal, jetzt sind wir da, los geht’s!

Start bei leichtem Nieselregen in Pfronten