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Mittwoch, 11.07.2018: Kühler Gipfel

Donnerstag, Juli 19, 2018

Für den Dienstag war Schmuddelwetter in den Bergen angesagt und wir nutzten den Tag, um Muskelkater auszukurieren (also ich) und all dem was halt sonst so anfällt, wenn man daheim ist. Den Tag über druckste das Wetter ein wenig umanand und am Abend goß es Sturzbäche.

Am Mittwoch sollte das Wetter im Lauf des Tages immer besser werden. Wir hatten eigentlich eine grasige Gratrunde ausgesucht, aber nach so viel Regen nahmen wir dann doch lieber einen steinigeren Berg. Wir fuhren nach Baad und weil die Räder eh im Auto waren, benutzten wir sie auch.

Der Weg zur Bärguntalpe ist mit dem Rad erstaunlich viel steiler als man bei den Skitouren vermutet. Danach wird es erst mal richtig steil und dann sehr, sehr ruppig, aber wir kamen tatsächlich so weit, wie wir gedacht hatten. Der Weg ins Hochalpjoch ist relativ breit und krautig (und unten netterweise ausgeschnitten) und war sehr nass und schmierig.

Anfangs waren die Gipfel um uns herum in Wolken (und es war sehr feucht und schwül). Als wir den Hochalppass erreichten, sahen wir aber immerhin gelegentlich die Berge oder ins Tal. Inzwischen waren wir dem kühlen Wind ziemlich ausgesetzt und hatten eine Schicht Kleidung auflegen müssen.

Wir bogen zum Widderstein ab und kamen in die steinige Rinne. Ich gab bald auf, mit Stöcken zu gehen, man muss da doch recht oft an die Felsen fassen. In netter einfacher Kletterei erreichten wir den Gipfel, wo gerade 2 Leute die windgeschützte Mulde hinter dem Gipfel frei machten. Noch etwas Sonne dazu wäre nett gewesen, aber die zierte sich und blieb hinter Wolken. Wir gingen wieder.

Der Abstieg ist auch nicht schwer, aber dass ich da ohne Stöcke unterwegs war, merkte ich dann doch nach einer Weile :/ Nachdem wir die Rinne verlassen hatten, stiegen wir zum Hochalpsee ab, um dort - hoffentlich - noch eine sonnige Pause im Gras machen zu können. Das klappte leider nur so halb. Zwar war unser Plätzchen einigermaßen windgeschützt, aber die Sonne ließ sich doch sehr bitten und schien nur selten.

Wir nahmen den Weg am hinteren Ende des Hochalpsees, der laut Navi mit einer Unterbrechung oberhalb des Wasserfalls zurück auf den Normalweg führen sollte. Die Unterbrechung klärte sich kurz nach dem See auf: da hätte der Weg eine steile bröselige Flanke queren müssen, hielt da aber wohl nicht. Wir querten die Flanke und fanden den Weg - eher ein Pfad, bzw. Trittspuren - auf der anderen Seite wieder.

Ein kurzes Stück war der Weg gut zu gehen, dann verschwand er in Kraut und Büschen. Für uns bedeutete das: Durchwurschteln. Anders kann man das kaum beschreiben. Der Weg war tatsächlich ein Weg (ein alter natürlich), aber im Kraut kaum zu sehen und von den Büschen inzwischen ganz schön überwachsen. Aber er brachte uns zuverlässig bis zum Normalweg überm Wasserfall.

Der restliche Abstieg ging eigentlich recht schnell, war aber knie-mäßig übel, denn das zwickte bei jedem Schritt. Die Räder waren höchst willkommen, als wir dort ankamen, auch wenn das Radeln am Anfang wegen der vielen Blöcke eher schwierig war.

Die Bärguntalpe hatte leider keinen Kuchen mehr, daher verzichteten wir aufs Einkehren und fuhren direkt zum Auto ab.


Oberhalb der Bärguntalpe


Kurzer Nebelblick aufs Ziel


Die Stufe mit dem Wasserfall; sonst sind wir hier mit Ski unterwegs


Gaanz langsam hellt es sich auf


Hier geht es hinauf


Die letzten Meter :-)


Fröstelnd in der Gipfelmulde


Abstieg


Zerzauste Dohle (jung?)


Auf neuem Weg ...


... der echt zugewachsen ist!


Rückblick


Abfahrt

Von engel am 19.07.2018 20:25 • outdoorbergmtb

Montag, 09.07.2017: Wegsuche

Mittwoch, Juli 18, 2018

Für den Montag hatten wir uns eine Route mit mehr Radeln als Laufen ausgesucht, weil die Kogelseespitze für die Füße und die Beine doch recht anstrengend gewesen war. Ich hatte aus der OSM einen T5 Weg rausgesucht, weil ich dachte T5, das können wir doch. Bislang hatte das auch immer hingehauen.

Die Radel-Strecke waren wir bisher immer nur runter gefahren, deswegen war ich nicht sicher, ob das bergauf radelbar sein würde. Wir meinten aber beide, das müsse möglich sein.

Wir parkten an der Breitenbergbahn und radelten relativ direkt - so wie wir schon ein paar Mal runter gekommen waren - zu der Straße mit den vielen Kehren. Das war anfangs recht gemütlich wurde dann aber recht schnell kaum mehr radelbar. Dabei waren da Schilder, dass das die Strecke vom Pfronten-Marathon sei!

Ich war schon kurz davor aufzugeben, weil ich echt keine Lust hatte, das Rad den ganzen Berg hinauf zu schieben. Aber bis der beste Allgäuer von Allen bereit ist aufzugeben, muss schon mehr kommen, als ein paar hundert Meter unradelbare Strecke. Ich schob also grummelnd mein Rad den Berg rauf und stellte mich innerlich auf einen Sch…-Tag ein. Und dann kamen wir nach der nächsten Kehre auf den eigentlichen Forstweg und der war viel flacher, um Welten weniger ruppig und nahezu gemütlich radelbar. Um auf diese Forststraße zu kommen, muss man allerdings unten noch ein Stück Richtung Grenze fahren. Gut, wissen wir das jetzt auch.

Ab hier waren die vielen Kehren und der Weg zur Abzweigung zum Aggenstein zwar heiss (naja, eher schwül), aber gut zu radeln und wir kamen gut voran.

Wit legten die Räder an einem Hüttchen ins Gras und gingen zu Fuß auf dem unbezeichneten Forstweg weiter. Bald zweigte ein alter verwachsener Forstweg ab, wurde schmaler, verlor sich fast im Gras und verschwand schließlich in der ersten Schuttrinne. Wir wurschtelten uns anhand des Tracks auf dem Navi durch Latschen und über Schuttrinnen und stiegen in einem Bachbett weiter auf. ‘Weg’ hatte ich mir ja ein wenig anders vorgestellt, aber so lange man problemlos zurück kann, kann man ja auch weiter aufsteigen.

Unerwartet trafen wir dann tatsächlich auf den Weg (naja, eher Trittspuren), den wir gesucht hatten. Wir waren ein wenig zu weit links gewesen (weil das Navi den Weg etwas zu weit links verortete). Nun verliessen wir uns eher auf die Trittspuren und nahmen das Navi nur noch zur Hilfe, wenn sich die Trittspuren in den Felsen verloren.

Das Weglein wurde schmaler und steiler. Es folgte im Wesentlichen dem Bacheinschnitt, in dem wir weiter unten schon aufgestiegen waren. Nachdem wir den Bach gequert hatten, kamen Felsen und der Weg wurde unsichtbar. Wir kletterten über steile Schrofen dem nach, was wir für am sinnvollsten hielten (Absteigen wäre da schon noch möglich, aber sicherlich unangenehm gewesen) und fanden die Trittspuren über den Felsen wieder. Das war nett :-)

Das Weglein blieb anhaltend sehr steil und führte erst am oberen Abbruch des Baches vorbei und dann zwischen Bach und Latschenfeld in der Wiese zum Grat hinauf. Ganz oben fanden wir ein idyllisches Pausenplätzchen, das genutzt werden wollte, dann gingen wir noch die letzten Meter bis zum Rossberg, wo es dann einen ‘echten’ Weg hatte.

Wir machten ausgiebig Pause am Rossberg und bekamen netterweise sogar etwas Sonne dazu. Der Weg zum Brentenjoch ist dann mehr oder weniger unschwierig, obwohl es in der Mitte einen abweisend aussehenden Felsblock hat (den man gut umgehen kann). Am Brentenjoch hatte es auch Sonne, also legten wir uns da ins Gras um nochmal zu pausen.

Der Gratweg zum Bösen Tritt ist deutlich verwachsener und länger als ich in Erinnerung hatte, aber nach wie vor schön zu gehen und hat feine Aussicht. Der Abstieg vom Bösen Tritt zu den Rädern war dann nicht mehr lang und wir konnten auf dem Forstweg schnell und bequem zum Auto abfahren.

Das war eine echt tolle Tour, weil wir da ständig komplett gefordert waren. Wir wussten ja nicht wirklich was über die Route (in die OSM kann ja jeder alles eintragen). Also weder, ob sie wirklich bis hinauf führt, noch ob da noch irgendwelche unerwartenen Schwierigkeiten auftauchen würden und zwischenzeitlich nicht mal, ob wir überhaupt richtig waren. Auf dem Navi ist der Weg wirklich nur sehr grob eingetragen und in dem Gelände machen 50 Meter hin oder her schon was aus. Das war schon sehr prima!


Anfahrt mit Blick auf den Breitenberg


Fast schon am Radl-Parkplatz, Aggenstein im Hintergrund


Anfangs ist der Weg noch leicht zu finden


Wir schlagen uns weglos durchs Gebüsch


Nachdem wir das Steiglein gefunden hatten, geht es steil bergauf


Weitblick mit Breitenberg


Schrofen-Kletterei (ja, das ist so steil wie es aussieht)


Nach den Schrofen kommt steiles Gras ...


... und durch Latschen muss man sich auch durchwurschteln


Rück- und Tiefblick von fast am Grat


Geschafft!


Der Übergang vom Rossberg zum Brentenjoch ist nicht schwer aber spektakulär


Am Brentenjoch


Abstieg mit schöner Aussicht


Tiefblick auch mit schöner Aussicht (2 Räder :-))


Türkenbund


Wachsames Murmel


Abfahrt

Von engel am 18.07.2018 20:46 • outdoorbergmtb

Sonntag, 08.07.2018: Gratwandern

Dienstag, Juli 17, 2018

Für Sonntag sah die Vorhersage nicht schlecht aus und so starteten wir ins Parzinn. Obwohl wir nicht allzu spät dran waren, war in Boden schon so gut wie alles zugeparkt (da hat es ja eh nicht viel Platz). Wir haben da ja immer Räder dabei, weil ich den Rückweg von der Materialseilbahn so nervig finde, daher parkten wir an der Straße zum Hahntennjoch.

Auf dem Weg zur Materialseilbahn überholten wir eine große Gruppe Klettersteig-Aspiranten, danach sahen wir aber nicht mehr viele Leute. Wir parkten die Räder an der Materialseilbahn und stiegen zur Hanauer Hütte auf, wo ich bei 3 Damen Glück hatte und Tampons abstauben konnte. Manchmal hat man diese ‘immer-dabei’-Dinge dann halt doch nicht (mehr, weil aufgebraucht) dabei.

Wir gingen weiter Richtung Gufelscharte und bogen am unteren Parzinnsee zur Kogelseescharte ab. Der war natürlich - wie erwartet - schon komplett eisfrei. Das Wetter hätte eigentlich so langsam sonniger und wärmer werden sollen, machte aber wenig Anstalten, der Vorhersage zu folgen. Die Pause, halbwegs windgeschützt an einem großen Stein, war daher relativ kühl.

Auf dem Weiterweg zur Scharte kann man zum Oberen Parzinnsee abbiegen. Der hätte ja vielleicht eventuell noch etwas Eis haben können, daher bogen wir ab. Und tatsächlich, mit etwas gutem Willen konnte man den See tatsächlich noch als Eissee bezeichnen, denn am hinteren Ende mündeten noch 2 Schneefelder in den See.

Das Wetter war zwar nicht wirklich Eissee-bade-tauglich (nämlich bedeckt und windig), aber hey, ein neuer Eissee! Wir gingen als ans hintere Ende des Sees und der beste Allgäuer von Allen ging eine kurze Runde schwimmen. Unter erschwerten Umständen, denn der feine Schlamm, der von den Schneefelder in den See eingetragen worden war, war rutschig wie Seife.

Danach machten wir uns an den echt mühsamen Anstieg zur Kogelseescharte, wo ich einen neuen Weg gehen wollte. Die Beschreibung dazu war mager: ‘nach der Scharte kurz hinab und links zum Grat halten’. Dann sollten Markierungen kommen. Wir gingen nach der Scharte ein Stück den Weg zum Kogelsee hinab und querten dann über ein steiles Schneefeld zum Grat. Und ja, da waren dann Markierungen :-)

Die waren auch gut so, denn der Nordostgrat der Kogelseespitze, bzw. dessen Flanke, ist ziemlich unübersichtlich. Mit den Markierungen kommt man da aber ganz gut durch, allerdings ist der Aufstieg eine ziemliche bröselige und geröllige Angelegenheit. Dafür ist man allein und hat - selbst bei bedecktem Wetter - eine tolle Aussicht übers Lechtal und das Parzinn.

An der Kogelseespitze waren wir allein (bis nach einer halben Stunde ein Bergläufer auftauchte) :-)

Im Abstieg auf dem Normalweg hatten wir eigentlich drauf gehofft, die Parzinner Steinbockherde am Südost-Rücken anzutreffen, aber der war leider leer. Wir sahen die Herde dann - sehr zufällig, man glaubt gar nicht, wie Steinböcke mit dem Hintergrund verschmelzen - im Abstieg vom Gufeljoch oberhalb des Unteren Parzinnsees. Na also :-)

In der Hanauer Hütte hatten wir eigentlich einkehren wollen, aber da war eine lange Schlange vorm Tresen, darauf hatten wir dann doch keine Lust und stiegen lieber direkt ab.


Auf dem Weg ins Parzinn


Kurz vor der Hütte


Oberhalb vom Unteren Parzinnsee


Parzinnseeschwimmen


Aufstieg zur Kogelseescharte


Schneefeldstapfen


Im Gratgewirr


Wegsuche


Grat zur Kogelseespitze


Abstieg über den Normalweg


Suchbild


Junger Steinbock


Murmel


Rückblick


Abfahrt

Von engel am 17.07.2018 05:33 • outdoorbergmtb

Samstag, 07.07.2018: Schon wieder nix

Sonntag, Juli 15, 2018

Nach dem regnerischen Freitag wollten wir den Juli-Urlaub eher gemächlich mit einer Radl-Runde beginnen. Ich habe ja schon seit ein paar Jahren eine Runde im Kopf, die wir bisher noch nie hinbekommen haben.

Wir schon vor Kurzem fuhren wir also am Samstag an den Ostertalparkplatz. Diesmal luden wir die Räder allerdings aus, denn es war zwar bedeckt aber trocken. Von oben zumindest, der Gegend sah man den Regen vom Vortag noch gut an.

Wir radelten gemütlich zur Gräfenhütte hinter. Ab da wird es dann selbst unter den besten Umständen ziemlich anstrengend, weil der Weg zur Höllritzer Alpe hinauf steil und ruppig ist. Der noch ziemlich feuchte Untergrund war aber von besten Umständen weit entfernt und das Radeln wurde noch anstrengender als sowieso schon. Uff!

Wir schafften die Herausforderung aber ziemlich gut (ich allerdings mit dem Puls meistens am Anschlag), bis wir auf die Querung zur Alpe kamen. Dort wurde der Weg zur Schlammschlacht. Einereits, weil er halt lehmig ist und nass war und andererseits, weil das Vieh eben erst auf die Alp gekommen war und alles zertreten und mit nassen Fladen versehen hatte.

Die Querung rüber zum Quad-Track schien uns unter diesen Umständen nicht ratsam, denn die ist auch wenn es weniger nass ist reichlich schlammig. Wir planten also (mal wieder) um und radelten übers Birkach zur Säge runter, wo wir zur Belohnung für die anstrengende Auffahrt in der Alpe Gerstenbrändle einkehrten :-)

Dort wurde das Wetter dann so langsam schön, aber wir hatten nach dem ausgezeichneten Kaffee und Kuchen keine rechte Lust mehr, wieder das Ostertal hinter zu radeln, um die Runde am Ende des Quad-Tracks fortzusetzen und beschlossen, den Urlaub gemütlich zu beginnen und auf der Terrasse daheim nochmal Kaffee zu trinken.


Kleiner Eisvogel


Im Ostertal


Steiler Hochweg


Gemütliche Abfahrt ...


... über schöne Wiesen


K&K an der Alpe Gerstenbrändle

Von engel am 15.07.2018 12:01 • outdoormtb

Sonntag, 01.07.2018: Badetag

Donnerstag, Juli 05, 2018

Am Samstag war Schwesterles Vorab-Geburtstagsfeier im Hinterland zwischen Augsburg und Donauwörth. Da zeitgleich der AFD-Parteitag in Augsburg stattfand, fuhren wir über die A7 und die A8 einen großen Bogen um Augsburg. Das klappte stautechnisch sehr gut, aber das ist schon ein elendslanger Schlauch!
Die Party war sehr nett und es gab riesige Haufen Grillfleisch und gutes Essen :-)

Am Sonntag hatten wir eigentlich eine lange Tour im Lechtal geplant gehabt, aber in der Früh waren wir beide müde und kaputt und beschlossen stattdessen zum Baden zu radeln. Erholung ist ja auch wichtig!

Wir nahmen alle Bike-Trails mit, die man mit wenigen Umwegen zum Eschacher Weiher finden kann und kehrten auf Eiskaffee und Kuchen im Brotzeitstüble ein. Der Weiher ist inzwischen auch für mich total angenehm temperiert :-)

Auf dem Heimweg gab es dann Abendessen in der alten Säge in Ermengerst. Mein Schnitzel mit Pommes war riesig und ich hatte die besten (selbstgeschnitzten?) Pommes seit langem. Der beste Allgäuer von Allem war mit seinem Schweinebraten auch zufrieden. Doch, kann man machen. Und gern auch wiederholen.


Die steile Straße hinter Wiggensbach (auch wenn es flach aussieht)


Rückblick auf Wiggensback


Momentan blüht überall der Rote Fingerhut


Kahlschlagbiken


Moorseeschwimmen


Heimweg

Von engel am 05.07.2018 20:25 • outdoormtb

Montag, 25.06.2018: Fehlstart

Mittwoch, Juli 04, 2018

Nach dem netten Samstag wurde das Wetter am Sonntag merklich schlechter. Es war wolkig, aber (zumindest in Kempten) trocken. Ich brauchte nochmal einen Tag für Orga-Dinge und wir nahmen den Sonntag dafür. Zum Ausgleich für die viele Arbeit gab es am Nachmittag Pfannkuchen auf der Terrasse :-)

Am Montag regnete es in der Früh, aber der Wetterbericht war ganz sicher gewesen, dass das Wetter im Lauf des Tages besser werden würde. Allerdings war die Besserung inzwischen vom Vormittag auf den Nachmittag gerutscht.

Im Lauf des Vormittags hörte der Regen auf und es wurde heller. Wir hatten uns eine schöne Bike-Runde im Gunzesrieder Tal ausgesucht und die Räder schon am Vortag ins Auto geladen. Nun hofften wir einfach das Beste und fuhren los. Hoffnung und so ;-)

Am Parkplatz im Ostrachtaltal saßen wir dann im Kangoo und schauten auf den strömenden Regen und die tiefschwarzen Wolken vor den Fenstern. Es hatte 10 Grad. Nee, echt nicht!

Wir fuhren zurück nach Hause (da war es wenigstens trocken), luden die Räder aus und starteten nach einem kleinen Mittagessen zu einer kleinen Blenderrunde. Es blieb trocken und am Ende kam sogar die Sonne raus. Immerhin :-)


Auf dem Mariaberg. In den Bergen ist noch schlechtes Wetter


Unterm Blender wohnt ein ‘Bäschtlar’ mit lauter mehr oder weniger witzigen Zeug vorm Haus.
Der kleine Dicke da steht da schon seit einer Weile. Ich mag ihn sehr :-)


Ein Großer Schillerfalter, total furchtlos.
Wir nehmen an, der war frisch geschlüpft und musste noch fertig trocknen.


Auf dem Rückweg

Von engel am 04.07.2018 21:56 • outdoormtb

Samstag, 23:06.2018: Fast weglos

Dienstag, Juli 03, 2018

Als am Mittwoch für das Wochenende und den Montag perfektes (wenn auch kühles) Wetter angesagt wurde, nahmen wir kurzentschlossen den Montag frei. In der Folge verschlechterte sich das Wetter aber zusehends, je näher das Wochenende kam. Für Samstag wurde aber immerhin noch akzeptables Wetter vorhergesagt.

Wir stellten den Kangoo an den Brückenparkplatz bei Bad Oberdorf und radelten ins Retterschwanger Tal. Diesmal ganz hinter, bis ins allerletzte Eck, zur Hinteren Entschenalpe. Bis auf wenige Stellen kann man die Strecke einigermaßen bequem radeln und es war auch nicht viel los.

In der Mitte überholten uns zwei E-Biker, als wir an der Alpe ankamen, kam kurz drauf nochmal ein E-Biker und wollte ‘A weng gruaba.’. Man fragt sich ja schon ein wenig: Wovon? Außerdem waren da auch noch zwei echte Biker, die aber abfuhren, als wir noch die Räder abstellten und uns umzogen.

Der beste Allgäuer von Allen ging natürlich barfuß weiter und weil ich irgendwie im Kopf hatte, der Weg ins Sattele sei weitgehend grasig und weil das am Galtjoch so nett gewesen war, fing ich auch so an. Gaaanz schlechte Idee. Es hat da genau 200 Meter Gras und dann besteht der Weg aus scharfen spitzen Steinen und führt allenaselang durch Latschen, so dass man nicht mal seitlich ausweichen kann. OK, OK, dann halt nicht. Ich zog meine Schuhe wieder an.

Kurz vorm Gängele zog auch der beste Allgäuer von Allen wieder Schuhe an, weil der Boden so kalt war, dass er eisige Füße hatte. Nach dem Gängele wurde es ziemlich frisch, weil uns der kalte Wind nun voll erwischte. Es gab anfangs einige Leute im Abstieg, aber im Großen und Ganzen war auf dem langen Grat zum Entschenkopf nicht viel los. Am Gipfel war es allerdings ziemlich voll.

Weil es da so windig war, gingen wir ein paar Meter weiter und suchten uns ein windgeschütztes Plätzchen neben dem Grat. Zusätzlich sonnig wäre noch nett gewesen, aber die Sonne ließ sich nur sehr sporadisch blicken. Die Pause fiel daher nicht allzu üppig aus und wir gingen weiter.

Der Abstieg zur Scharte zum Schnippenkopf ist brösliger und steiler als ich in Erinnerung hatte, aber dafür ist man recht schnell unten. In der Scharte hat es zwar noch ein Schild für einen markierten Weg ins Retterschwanger Tal, aber der Weg ist so selten begangen, dass er kaum mehr als solcher zu erkennen ist. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn das Gelände ist übersichtlich.

Auf halber Strecke ins Tal runter soll (laut unserer alten Karte und meiner OSM) ein markierter (aber nicht beschilderter) Weg zurück zur Hinteren Entschenalpe abzweigen. Der war schon vor Jahren total zugewachsen und wir hatten Sorge, ob wir da überhaupt noch durchkommen würden. Immerhin konnten wir aber den Anfang des Weges noch sehen.

Wir querten ein wenig ungeschickt rüber zum Anfang des Weges und fanden dort auch 2 oder 3 Markierungen. Danach waren die Markierungen und die wenigen Trittspuren von der Vegetation überwuchert, aber wir wussten, wo der Weg weitergehen würde und querten im steilen Gras dorthin.

Nach einem kurzen erkennbaren Pfadstück mussten wir den weiteren Weg durch Büsche, Gras und Latschen erraten. Das war nie schwer, aber so ganz ohne Weg halt doch ein wenig anspruchsvoll, vor allem weil wir beide nur leichte Schuhe anhatten. Wir kamen problemlos bis zum kleinen Jagdhaus, wo der Weg deutlicher wird.

Während der Querung hatte es Sonne gehabt, als wir nach dem Jagdhaus Pause machten, war es leider wieder wolkig, windig und kühl.

Der Rückweg zur Hinteren Entschenalpe war problemlos, auch wenn man den Weg da immer wieder verliert. Den Weg wird es wohl nicht mehr lang geben. Dass er nicht (mehr?) begangen wird, sieht man auch daran, dass die Stacheldrahtzäune für’s Vieh keinen Wanderer-Durchlass haben.

Auf der Abfahrt kehrten wir noch im Mitterhaus ein.


Vorbei an der Rotspitze ins Retterschwanger Tal


Ziemlich weit hinten vor dem Hindelanger Klettersteig


Mäßig gute Idee: barfuß gehen


Vorm Gängele


Über dem Oberen Gaisalpsee


Gipfel


Abstieg


Die Nordseite ist ein ganz schöner Schutthaufen


Kleines Stück Weg im weglosen Anstieg ...


... sonst sah das meist eher so aus


Kurz vor den Rädern


Abfahrt :-)

Von engel am 03.07.2018 21:30 • outdoorbergmtb

Samstag, 16.06.2018: Viel Bike, wenig Hike

Donnerstag, Juni 28, 2018

Der große Neffe hatte angefragt, ob er am Sonntag mit uns in die Berge kommen könnte. Natürlich :-)
Da das aber vermutlich viel Laufen bedeutete, nahmen wir uns für den Samstag eine Tour mit viel Radeln und eher wenig Laufen vor.

Wir parkten in Rieden und radelten über den Rotlechstausee zur Raazalpe hinauf. Auch hier waren wir - von einem einzigen Selbsttreter abgesehen - die einzigen echten Biker. Was da schon einigermaßen erstaunlich ist, ist dass unter den E-Bikern auch total junge Menschen sind, von denen man annehmen würde, dass sie sportlich und kräftig genug sind, auch selber zu fahren. Man wundert sich ...

Eigentlich mag mein Knie Biken ja ganz gern, aber auf den letzten Metern zickte es blöd rum. Saublöd, wo doch am nächsten Tag die Neffentour anstand. Na, erst mal sehen.

Weil das am letzten Wochenende so schön gewesen war, kehrten wir an der Raazalpe erst mal ein. Die war aber noch nicht so richtig aktionsbereit, Kuchen gab es nämlich keinen. Wir nahmen stattdessen Radler und Würstel, was wirklich ausgezeichnet schmeckte, aber das Radler setzte sich geradezu bösartig in die schon etwas angestrengten Beine, so dass das Weitergehen erst mal fürchterlich anstrengend wurde.

Der beste Allgäuer von Allen ging natürlich wieder barfuß. Als wir den Sattel zwischen Galtjoch und Abendspitze erreichten, wo es dann wirklich grasig und angenehm wird, schlug er vor, ich solle das doch auch machen. Gute Idee, Einlagen hin oder her. Und das war wirklich angenehm (auch wenn das Knie ein wenig zwickte, das war aber vorher mit Schuhen auch schon so). Der Weg vom Sattel zum Galtjoch ist einfach nur super zum Barfuß-Gehen :-)

Nicht ganz so super war der eisige Wind, der uns ab dem Sattel begleitete. Am Gipfel suchten wir uns ein windgeschützes Plätzchen und legten uns in die Sonne, wo wir prompt einschliefen (das Radler?). Wir erwachten fröstelnd, weil sich eine kleine Wolke genau über uns vor die Sonne geschoben hatte. Da die keine Anstalten machte, sich zu verziehen, gingen wir halt. Der beste Allgäuer von Allen barfuß, ich wieder mit Schuhen. Das Knie jammerte weiter blöd rum.

Wir gingen auch noch kurz auf die Abendspitze und stiegen dann zu den Rädern ab. Die Abfahrt zum Rotlechstausee, immerhin gut 700 Höhenmeter am Stück, ist ziemlich fordernd für die Räder, aber trotz aller Bedenken haben die Bremsen da noch nie aufgegeben. Meine Hinterradbremse quäkt am Ende dann allerdings ziemlich erbärmlich. Das legt sich glücklicherweise dann wieder, wenn sie abgekühlt ist :-)


Start am Riedener See


Das sieht nicht nur angestrengt aus!


Vor der Raazalpe


Auf dem Weg zum Galtjoch


Auch ich gehe barfuß :-)


Am Galtjoch


An der Abendspitze


Abfahrt

Von engel am 28.06.2018 21:38 • outdoorbergmtb

Sonntag, 10.06.2018: Sommertag

Donnerstag, Juni 28, 2018

Am letzten Urlaubstag (ja, das war eigentlich Freitag, aber trotzdem), wollten wir uns nochmal ein wenig ‘richtige’ Erholung gönnen, bevor wir wieder zur Arbeit mussten. Das heisst natürlich, Radeln von daheim aus und dann Baden am Eschacher Weiher.

Und weil zu so einem richtig schönen Erholungstag natürlich auch Einkehren gehört, gab es vor dem Baden und in der Sonne schlafen einen Abstecher ins Brotzeitstüble für Kaffee und Himmlische Erdbeertorte :-)

Von engel am 28.06.2018 19:53 • outdoormtb

Samstag, 09.06.2018: Eissee-Eisbaden

Donnerstag, Juni 28, 2018

Nach den Figl/Mini-Touren des letzten Wochenendes, wollten wir nochmal eine solche Tour machen. Auch um Abstieg zu sparen, ehklar. Wir verwarfen ein paar der extremeren Möglichkeiten, weil uns dazu die Figln zu mistig und die Minis zu schmal waren. An manchen Stellen sollte man nicht stürzen (und für den nächsten Winter haben wir schon eine kleine Einkaufsliste, aber aktuell ist alles, was in der Hinsicht interessant wäre, ausverkauft). Schließlich entschieden wir uns für ein Ziel und weil wir nicht mehr so Recht an Schnee glauben konnten, packten wir doch lieber die Figln ein (mit denen kann man ‘normale’ Schuhe anziehen).

Wir parkten an der Nebelhornbahn und radelten ins Oytal hinter. Je weiter hinter wir kamen, umso schneefreier sah die Gegend aus. Die Wildenfeldscharte sah beim Näherkommen dann nahezu vollständig blank aus, damit war auch die letzte Möglichkeit zum Abfahren weg und wir fragten uns woher dieser Schnee-Optimismus gekommen war. Ich vermute, ich bin da nicht unschuldig ;-)

Wir radelten mit den schweren Figl-bepackten Rucksäcken zur Käseralpe hinauf und parkten dort sowohl die Räder als auch die Figln. 2 Kilo weniger merkt man übrigens gleich :-) Weil wir annahmen, dass es später nichts mehr geben würde, kehrten wir direkt ein. Dann konnten wir zum ‘zu-Fuß’-Teil der Tour starten.

Der Weg hinauf in den Älpele-Sattel war trotz der eher gemäßigten Temperaturen ziemlich heiß und schwitzig, was aber vor allem an der feuchten Luft lag. Im Sattel, wo uns der Wind erwischte, war es dann deutlich kühler. So war es auch auf dem weiteren Aufstieg auf dem Rücken zum Rauheck. Das Rauheck ist eh ein Saubuckel, weil man da andauernd was sieht, was wie der Gipfel aussieht und dann kommt danach doch wieder ein Buckel. Aber es liegt toll und man hat Super-Aussicht in alle Richtungen.

Wir bekamen im Aufstieg hin und wieder Sonne ab, aber bei der Gipfelpause wurden wir bald eingenebelt. Immerhin war es aber nur moderat kühl. Als es dann auch noch zu nieseln begann, rafften wir uns wieder auf und stiegen ab.

Am Abzweig zu den Eisseen gingen wir lieber den langen Weg um die Wechte herum, als drüber zu klettern. Dann stiegen wir im steilen Gras und über ein Schneefeld zum Weg ab und gingen zum größten Eissee.

Der verdiente seinen Namen durchaus, denn auf der einen Seite hatte es eine sicherlich 3 Meter hohe Eiswand. Die andere Seite war gerade so frei. Zum Eisbaden reichte das und des beste Allgäuer von Allen hatte das Vergnügen, vor einer richtig hohen Eiswand zu schwimmen. Das hat man ja auch nicht alle Tage :-)

Der Rückweg über die anderen Eisseen zum Wildenfeldhüttle war dann doch länger als wir dachten und unsere schöne Vorstellung von Kaffee und Kuchen auf der Käseralpe löste sich langsam in Wunschdenken auf. Gerade als wir die Alpe wieder sehen konnten, fuhr da das letzte Auto weg ;-)

Immerhin hätte es noch was zu Trinken gegeben (Selbstbedienung), aber das brauchten wir gar nicht und packten stattdessen die Figln wieder an den Rucksack und fuhren an.

Auch an der Gutenalpe und im Oytalhaus war schon Schluß, wir waren einfach zu spät dran. Wir kehrten stattdessen auf dem Heimweg im Haxenwirt ein und nahmen dort ‘Spareribs satt’. Und danach waren wir auch wirklich satt und konnten nach dem Heimkommen und Duschen zufrieden aufs Sofa fallen. Schöner Tag! Und viel tragen trainiert bestimmt ;-)


Hindernisse auf dem Weg ins Oytal


Wir nähern uns dem Stuibenfall


Das Rauheck im Blick


Aufstieg zum Älpelesattel unter der Höfats


Der Grat ist steil und krautig


Gelber Enzian vorm Rauheck


Die letzten Meter zum Gipfel


Frühlings-Stillleben


Umweg um die Wechte


‘Abstieg’ zu den Eisseen


Eissee-Eisbaden


Murmel schauen verwundert


Der Gems schaut misstrauisch


Der Rückweg ist lang


Kurz vor der Käseralpe


Fast zurück in Oberstdorf

Von engel am 28.06.2018 19:40 • outdoorbergmtb
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