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Freitag, 08.06.2018: Kein Regen :-)

Donnerstag, Juni 28, 2018

Den Donnerstag forderte ich für Einkaufen, Waschen und Haushaltsdinge. Außerdem war es sehr nötig, bei meinem Ghost die Bremsbeläge zu wechseln und ich wollte einen neuen Hinterreifen, weil das Hinterrad inzwischen andauernd durchrutschte. Der beste Allgäuer von Allen wollte eigentlich keinen Urlaubstag ‘verschwenden’, aber auch er sah ein, dass man hin und wieder halt auch im Urlaub was tun muss. Wir waren uns ein wenig uneinig, ob wir eher den Donnerstag oder den Freitag dafür nehmen sollten. Am Ende wurde es der Donnerstag, weil wir ganz einfach in der Früh zu lang drüber diskutierten. Das Wetter war (in Kempten zumindest) ganz OK: wolkig aber trocken und wir belohnten uns für unseren Fleiß mit Pfannkuchen auf der Terrasse :-)

Am Freitag sah es in der Früh nicht allzu gut aus und der Wetterbericht machte nicht viel Hoffnung auf eine trockene Tour, aber wir starteten trotzdem ins Tannheimer Tal, ausgerüstet mit allem Regenzeug, das man auf einer Bike&Hike-Tour brauchen könnte. Als wir in Nesselwängle parkten, sah das Wetter schon deutlich besser aus :-) Und während wir zur Gräner Ödenalpe hinaufradelten, wurde es sogar beinahe schön, Sonne und Wolken und so.

Natürlich ist man auf so einer vielbefahrenen Mountainbikeroute nicht allein, aber abgesehen von einem einzelnen Selbsttreter waren wir die einzigen echten Biker.

An der Gräner Ödenalpe stellten wir die Räder ab und gingen zu Fuß weiter. Im Weidegebiet unter dem Litnisschrofen hat es auch dieses Jahr Pferde. Schöne blonde Haflinger und es sind mehr geworden. Das freut mich sehr. Pferde finde ich schön, auch wenn ich nicht das leiseste Bedürfnis habe, mich auf eines draufzusetzen ;-)

Wir waren wie erwartet fast allein unterwegs und hatten auch den Gipfel eine gute Weile für uns allein. So dicht unter den Wolken sah das Wetter zwar bedrohlich aus, aber es war trocken und hatte sogar gelegentlich einen Sonnenstrahl :-)

Nachdem dann doch 2 Leute zum Gipfel aufgestiegen waren, stiegen wir zu den Rädern ab und fuhren zur Nesselwanger Edenalpe, wo es guten Kaffee und Kuchen gibt. Leider stört da der Abgasgeruch des Aggregats öfters mal. Sonst war es nett und es hatte sogar etwas Sonne.

Für die Abfahrt nahmen wir den schönen Alpenrosensteig (weniger wegen der Alpenrosen, sondern weil man da so einen super-genialen Blick auf die Tannheimer Berge hat). Da war leider einiges los und wir erschreckten ein paar Fußgänger. Das war aber gar nicht so gedacht, wir fuhren wirklich langsam.


Start in Nesselwängle


Vorbei am Aggenstein


Nach dem Abstellen der Räder


Bergpferde


Aufstieg durch die Bröselrinne


Am Gipfel


Zurück zu den Rädern


Belohnung :-)

Von engel am 28.06.2018 05:48 • outdoorbergmtb

Ich wollte nochmal einen Radltag, um meinen Füßen was Gutes zu tun. Aber ‘nur Baden’, da waren wir uns einig, wäre so langsam ein bisserl langweilig. Wir überlegten uns deswegen eine Runde mit Höhenmetern und ein paar netten Trails, die uns am Ende an den Eschacher Weiher führen würden. Weil: Sommer :-)

Nach dem üblichen Wald-Trail am Mariaberg, radelten wir den supersteilen Weg oberhalb von Wiggensbach rauf und dann über die vielen netten Wald- und Wiesenwege nach Schmidsreute. Das schöne Wetter vom Morgen verzog sich bald, aber beim Radeln braucht man nicht unbedingt Sonne. Schon gar nicht im Wald.

Wir fuhren runter ins Kürnachtal und auf der anderen Seite hinauf zur Kreuzleshöhe. Auf dem Weg dorthin verdunkelte sich der Himmel bedrohlich und irgendwo hinter uns fing es an zu grummeln. Wir beschlossen das zu ignorieren und radelten weiter zur Kreuzleshöhe, wo wir und auf das Bänkle vor dem Kreuz setzten (mit Sonne) und die dunklen Wolken über den Bergen betrachteten. Es sah so aus, als hätten wir das gut hinbekommen.

Als uns die ersten Tropfen erreichten, stellten wir uns auf Regen ein und machten uns auf den Weg zum Eschacher Weiher, den wir nahezu trocken erreichten. Dort sah es wettermäßig eigentlich ganz gut aus und wir überlegten, ob wir ins Brotzeitstüble radeln sollten. Am Hohen Kapf stellten wir dann aber fest, dass die ja am Mittwoch Ruhetag haben. Inzwischen passte aber das Wetter wieder und wir gingen stattdessen an den Weiher :-)

Auf dem Heimweg kauften wir Grillfleisch und alles was man sonst so braucht und grillten gemütlich auf der Terrasse. Am Ende stand dann allerdings nur mehr der Grill vor der Wohnzimmertür draußen auf der Terrasse. Wir hatten uns nach drinnen verzogen und aßen dort weiter. Der Grill zischte und dampfte, als es drauf regnete, aber er hat ja einen Deckel, dem Grillgut machte das gar nichts :-)

Was noch erwähnt werden muss:
Am selben Tag war Schwesterle mit einer Freundin rund um Kempten radeln. Und die kamen in ein Mordsgewitter, als wir trocken in den Kürnacher Wäldern rumradelten. O-Ton: “... nass bis auf die Unterhose!”


Auf dem Weg zum steilen Waldweg


Der steile Waldweg (auch wenn es nicht so aussieht)


Gemütliches Waldwegradeln


Vorbei am Blender ...


... zur Kreuzleshöhe


Baden


Grillen bei Regen

Von engel am 22.06.2018 18:24 • outdoormtb

Dienstag, 05.06.2018: Gratwandern

Freitag, Juni 22, 2018

Nach dem Erholungstag konnte es wieder mit ‘richtigen’ Touren losgehen. Das Wetter war - wie überhaupt die ganze Zeit schon - eher gemischt angesagt und vor allem sollte es - wie auch die ganze Zeit schon - am Nachmittag Gewitter geben.

Wir radelten das Retterschwanger Tal hinauf (das ist echt gemütlich) und stellten die Räder am Anfang des hässlichen Quad-Tracks ab. Das Radelverbot-Schild ist nun zwar weg (versehentlich nehme ich an), aber da hinauf radeln wäre mehr als schwierig und überaus stressig. Runter wäre natürlich fein ;-)

Der Quad-Track ist zwar nicht schön, aber man kommt immerhin schnell voran. Es war schwül, wir schwitzen Bäche, obwohl es nur moderat warm war. Nach einer kurzen Pause kamen wir in den Häbelesgund und ab da ist der Weg zur Rotspitze echt schön. Irgendwo im Aufstieg zwischen Gund und Sattel fing mein linkes Knie (das Gute!) an zu zwicken, deswegen nahm ich Stöcke.

Als wir den Gipfel erreichten, hatte sich das schöne Wetter vom Morgen schon aufgelöst und der Himmel war bedeckt. Dazu wehte ein empfindlich kühler Wind. Wegen Knieweh war ich nicht sicher, ob die Hohen Gänge, die wir geplant hatten, machbar wären und wir beschlossen, erst mal in die Scharte zur Heubatspitze runter zu gehen. Und - Wunder! - bergab war alles OK.

Wir gingen erst mal weiter bis zur Heubatspitze und meinten dann, das Wetter würde die nächste Stunde halten und starteten in die Hohen Gänge. Die nächste Stunde über hatten wir Wolken (Nebel), leichten Regen, kühlen Wind, Sonne und viel Freude am Steiglein. Als wir den Breitenberg erreichten, hatten sich die dicksten Wolken verzogen und wir konnten eine gemütliche sonnige Pause am Gipfel geniessen.

Der Abstieg war dann doch ein wenig anstrengend für mich, weil mir - warum auch immer - die Füße weh taten. Da waren die Räder, die unten auf uns warteten, schon wirklich willkommen :-)


Auf dem Weg ins Retterschwanger Tal


Aufstieg auf dem Quad-Track


Das Wetter wettert rum


Noch mal ein wenig Sonne auf dem Weg zum Sattel


Kurz vorm Gipfel


Rotspitze, mit Aussicht auf den Großen Daumen


Heubatspitze


Vor der langen Leiter


In den Hohen Gängen


Klettereinlage


Am Breitenberg (Sonne!)


Abstieg mit Blick auf den Aufstieg zur Rotspitze


Abfahrt :-)

Von engel am 22.06.2018 18:17 • outdoorbergmtb

Montag, 04. 06.2018: Erholungsradeln

Donnerstag, Juni 21, 2018

Nach dem langen Sonntag brauchten wir (also genau genommen: ich) ein wenig Pause, daher schliefen wir aus und starteten nach einem sehr gemütlichen Frühstück zum Erholungsradeln zum Eschacher Weiher. Natürlich radelten wir trotzdem über den Blender (trotz lahmer Beine musste ich nicht absteigen :-)) und die nette Bäume-Allee oberhalb des Weihers. Das ergibt insgesamt dann auch xxx Höhenmeter, das ist doch total OK für einen Erholungstag ;-)

Am Weiher lagen wir gemütlich im Gras rum und badeten zwischendurch ein wenig. Für mich gibt es ja einen gravierenden Unterschied zwischen ‘Schwimmen’ und ‘Baden’. Letztes ist schon auch schwimmen, aber halt völlig unangestrengtes Rumpaddeln im Wasser. Der beste Allgäuer von Allen schwamm tatsächlich, ich badete nur :-)

Auf dem Heimweg verdunkelte sich der Himmel bedrohlich, aber wir kamen trocken heim. Der Regen setzte erst ein, als wir schon gemütlich Kaffee tranken.

Von engel am 21.06.2018 20:05 • outdoormtb

Sonntag, 03.06.2018: Nochmal Minis

Donnerstag, Juni 21, 2018

Der Neffe hatte mit seinen Kumpels ausgemacht, dass die ihn um halb 8 holen würden. Das klappte natürlich nicht, deswegen gingen wir schon mal und ließen einen Hausschlüssel mit der Anweisung, den danach durch den Briefschlitz zu werfen, zurück. Klappte alles prima.

Wir parkten (mal wieder) an der Brücke und radelten hinter zum Giebelhaus. Diesmal wandten wir uns danach nach links um Richtung Point-Hütte hoch zu radeln. Am Abzweig zum Prinz-Luitpold-Haus parkten wir die Räder und zogen uns um.

Auf dem Weg zum Prinz-Luitpold-Haus war so viel los (rauf wie runter waren mehrere Leute unterwegs), dass wir kurz dachten, die Hütte sei schon auf. Die hatte aber wie erwartet nur Notbetrieb.

Ich merkte meine Fersen in den harten Hochtourenstiefeln von Anfang an. Die Daumentour hatte wohl eine Druckstelle hinterlassen :-( Ich nahm bald Stöcke zur Entlastung, aber vor allem die rechte Ferse schmerzte bald sehr.

Der See unterhalb der Hütte war noch ordentlich eisbedeckt, so wie sich das professionelle Eisbader so wünschen ;-) Wir brauchten eine Weile, um einen vernünftigen Platz zum Einsteigen zu finden, denn hinten im Flachen schwamm haufenweise Blütenstaub. Das sah gar nicht hübsch aus. Dann ging der Eisbader eisbaden und war höchst zufrieden.

Es hatte inzwischen schon ziemlich zugezogen, aber beim Baden war noch ein wenig Sonne rausgekommen und hatte den Eisbader erwärmt. Als wir weiter gingen, war die Sonne weg.

Wir stiegen zurück zur Hütte hinauf und gingen dann in etwa in Höhe des Sommerwegs auf Schneefeldern um den See herum. An einer Stelle hatte der Bach den Schnee schon so sehr unterhöhlt, dass wir beide zusammen mit einem lauten Geräusch und einer großen Schneeplatte einen halben Meter in den Bach absackten. Glücklicherweise hielt die Platte.

Der Anstieg danach über die steilen Schneefelder war ziemlich anstrengend, aber da man dort schön waagerecht treten konnte, tat das meinen Fersen sehr gut. Der weniger anstrengende Weg über dem Wasserfall, wo kein Schnee lag, war dann schon wieder arg schmerzhaft.

Bevor wir in das lange Schneefeld zur Kreuzspitze einstiegen, zogen wir lange Hosen und Pullis an. Der lange Anstieg war dann - obwohl inzwischen wieder die Sonne rausgekommen war - nicht ganz so anstrengend und heiß wie befürchtet, denn der Schnee war gut zu gehen und hielt auch gut und es hatte zwischendurch ein kühlendes Lüftchen. Ich fand den Anstieg allerdings auch deswegen anstrengend, weil der beste Allgäuer von Allen mit dem rechten Bein immer die höheren Stufen trat und bei mir das rechte Bein das schwächere ist. Tja. Selber treten wäre aber natürlich noch anstrengender gewesen.

Die Fersen nahmen das Schneefeld nur halb übel, aber das änderte sich schlagartig, als wir in dem kleinen Klettersteig zur Kreuzspitze ankamen und beim Klettern wieder ordentlich Druck drauf kam. Ich schlug deswegen vor, an der Kreuzspitze zu warten, damit der Allgäuer auch noch den Hochvogel besteigen konnte. Darauf wollte der sich aber absolut nicht einlassen und so ging ich weiter.

Hinab in den kalten Winkel ging schnell, drüben rauf war dann eine Tortur. Das sind geneigte Platten, die man mehr oder weniger geradeaus hinauf laufen muss. Da ist der Druck auf die Fersen maximal. Der Allgäuer sah ein, dass das so keinen Sinn machte und ließ sich doch auf das Projekt ‘Hochvogel allein’ ein. Er ließ die Ski bei mir und ging los.

Ich suchte mir ein bequemes (was auf Steinen und Geröll relativ ist) Plätzchen, zog die Schuhe aus (Wohltat!) und schlief erst mal eine halbe Stunde. Das Wetter war nett und schickte erst mal ein wenig Sonne. Irgendwann hörte ich einen leisen Jodler und dachte, das müsse der Gipfel-Triumphschrei sein (war er, ‘unglaublich laut’, bei mir unten kam aber nur wenig an).

Ich rechnete aus, wann der Gipfelstürmer wieder da sein würde und lag nur knapp daneben. 5 Minuten, nachdem ich mich in Position gestellt hatte, tauchte der beste Allgäuer von Allen auf und war kurz darauf bei mir. Inzwischen hatte es angefangen zu tröpfeln und es grummelte irgendwo. Wir packten schnell zusammen und stiegen in aller Eile über die Kreuzspitze zurück ins Kar. In den 20 Minuten, die das dauerte, hatte es Regen, Sonne, Hagel und wieder Regen und es grummelte ständig irgendwo.

Wir kramten das Regenzeug raus und stiegen in die Ski. Das Kar ist oben echt steil und der beste Allgäuer von Allen hatte Probleme mit seinen doch etwas breiteren Schuhen, die sich in den Schnee gruben. Ich rutsche eine Spur ins flachere Gelände in der Mitte des Kars und dann konnten wir abfahren. So richtig fahren! Wenn auch, zugegeben, nicht übermäßig elegant ;-)

Wir kamen bis kurz vor den Wasserfall, schnallten dort kurz für die Querung ab und konnten dann noch bis zum See abfahren. Perfekt :-)

Im Abstieg spielte das Wetter noch ein bisserl mit uns, leichter Regen, Sonne, mehr Regen, Sonne und schließlich tatsächlich wieder schönes Wetter. So soll das sein!

Die Abfahrt bis zum Auto ging gewohnt fix, man muss da ja kaum noch treten. Wir waren so spät dran, dass wir direkt noch in Sonthofen zum Essen gingen. Dann heim, duschen, Bett.


Kühe schauen uns verwundert an


Der letzte Anstieg


Passend gekleidet zum Skifahren geht es los


Anstieg zum Prinz-Luitpold-Haus


Schwimmen zwischen Eisplatten


Schneefeldstapfen


Auf dem Weg zur Kreuzspitze


Im Klettersteiglein


Im kalten Winkel


Hochvogelgipfelkreuz


Der Gipfelstürmer kommt zurück


Abstieg zum Skifahren


Kritischer Blick das Schneefeld runter


Spurrutschen


Abfahrt


Abfahrt


Das Wetter wird besser


Manche Stellen sind etwas schwierig


Abschnallen vorm Wasserfall


Abfahrt zum See


Im Abstieg wird das Wetter langsam wieder schön


Wieder unten

Von engel am 21.06.2018 05:22 • outdoorbergskimtb

Am ersten Urlaubstag (jaja, Feiertag) wollte ich die Daumentour wiederholen und diesmal Minis mitnehmen, um die mal richtig mit den Figln vergleichen zu können. Die Bedingungen würden nach so kurzer Zeit ja wohl noch vergleichbar sein. Der beste Allgäuer von Allen war einverstanden.

Allerdings braucht man für die Minis harte Schuhe und deswegen waren wir mit den Hochtourenstiefeln unterwegs. Beim Radeln bis zum Käser-Alpe war das natürlich kein Problem. Der beste Allgäuer von Allen ging dann erst mal wie vor ein paar Tagen barfuß weiter. Ich soll aber immer und überall Einlagen tragen und stapfte mit den harten Stiefeln los.

Die sind eigentlich recht bequem diese Stiefel und ich kann mich eigentlich nicht dran erinnern, damit jemals größere Probleme gehabt zu haben. Nicht mal bei dem endlosen Abstieg vom Ortler. Aber ich merkte meine Fersen, besonders die Rechte, schon beim halben Aufstieg zum Engeratsgundsee. Und das obwohl gerade die rechte Ferse wegen der lästigen Blase gut verpflastert war. Beim Nachschauen: Nix. Also war’s nur Druck. Ich nahm Stöcke zur Entlastung und versuchte den Druck zu ignorieren.

Der Engeratsgundsee war fast genauso eisbedeckt wie vor ein paar Tagen, aber die Schwimm-Öffnung war kleiner geworden, weil Eis hinein getrieben war. Dafür hatte es jetzt eine Art Kanal, in den der beste Allgäuer von Allen auch hinein schwamm. Da war es aber wohl noch viel kälter und er kam sehr prustend und pustend wieder aus dem Wasser. Immerhin hatte es Sonne zum Aufwärmen :-)

Wir stiegen zum Kleinen Daumen auf, machten eine kurze Pause um das Wetter zu betrachten (es waren heftige Gewitter vorhergesagt) und gingen dann zum Großen Daumen weiter. Dort gab es eine kurze Pause, in der der Himmel sich merklich verdunkelte und dann ging es los: Minis fahren!

Der Schnee war in den paar Tagen merklich weniger geworden, deswegen konnten wir die bequemen Sitzplätze zum Anschnallen nicht mehr nutzen. In die Minis kann man aber eh viel besser einsteigen, deswegen war das egal.

Und schon auf den ersten Metern merkten wir: Ja, so geht fahren! Die Minis sind halt Ski, die haben Kanten, halten die Spur und lassen sich quer rutschen. Sie sind allerdings auch verdammt kurz und das Gleichgewicht halten ist nicht immer einfach.

Ich merkte das auch gleich und legte mich bei der erste Kurve erst mal in den Schnee. Kurz drauf nochmal, da war aber eine Eisplatte dran schuld, auf die ich dann auch mit ordentlich Schwung mit dem linken Oberschenkel drauf knallte. Das tat wirklich und echt brutal weh!

Auch der beste Allgäuer von Allen freute sich daran, wie toll die Minis fahren können, bis er sich dann im steileren Gelände vor der Wechte ebenfalls hinlegte. Die Minis sind halt auch sehr, sehr schmal und da bremsen dann schon mal die Schuhe im Schnee, das ist ziemlich unangenehm.

Natürlich hatten auch die Minis mit dem buckligen Sommerschnee Probleme, aber wir kamen recht schnell und deutlich unverkrampfter unten am See an als mit den Figln. Wir marschierten auch mit den Minis übers Gras, mussten weiter unten aber einmal abschnallen, weil eine Schnee-Verbindung schon weg war. Dafür fuhren wir ein Stück weiter ab, weil das Fahren nicht so stressig war.

Als wir am See ankamen, grummelte es irgendwo hinter den beiden Daumen und der Himmel war schwarz. Wir packten schnell zusammen und stiegen schnell ab. Auf dem Weg zu den Rädern regnete es immer wieder mal leicht und einmal gab es sogar kurz Hagel, aber so richtig kam uns das Gewitter nicht hinterher.

Auf der Abfahrt war es trocken, aber je näher wir dem Auto kamen, umso nasser wurde die Umgebung. Da war wohl das Gewitter gewesen, als wir noch unterwegs waren. So soll das sein :-)

Mein linker Oberschenkel tat dabei die ganze Zeit weh und mir war schon klar, dass ich da einen blauen Fleck bekommen würde. Am nächsten Morgen war der Oberschenkel von der Hüfte bis fast zum Knie schwarzblau! Da hatte ich mir wohl eine größere Ader verletzt. Erst da fiel mir dann wieder ein, dass wir im Erste-Hilfe-Kurs gelernt hatten, dass man bis zu 4 Liter Blut im Oberschenkel verlieren kann (OK, da ging es um Brüche). Da hatte ich wohl doch ziemlich Glück!


Morgens dampfen die Wiesen


Ein Gast auf der Straße, den wir schnell ins Gras retteten


Aufstieg


Vorm Engeratsgundsee


Im Engeratsgundsee


Schneefeldquerung


Murmel betrachten uns misstrauisch


Am Daumengrat


Am Großen Daumen


Erst mal gepflegt in den Schnee werfen ...


Minis fahren ist echt Action


Gemsen betrachten verwundert, was die Zweibeiner da anstellen


Wegen Gras muss man nicht unbedingt abschnallen


Abfahrt zum See


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 14.06.2018 19:02 • outdoorbergskimtb

Sonntag, 27.05.2018: Minimal-Runde

Mittwoch, Juni 13, 2018

Nach der langen Sonntagstour waren wir beide ein wenig angeschlagen und lustlos. Dass das Wetter vorm Fenster beim Frühstück nur solala war, verstärkte die Lust auf Bewegung auch nicht deutlich. Meine dezenten Hinweise, dass man nun wirklich nicht jeden Tag was tun müsse, wurden ignoriert und so machten wir uns am späten Vormittag mit den Bikes auf den Weg zum Eschacher Weiher, um dort hoffentlich etwas Sonne abgreifen zu können.

Der Weg zum Mariaberg war dann reichlich anstrengend, denn uns beiden schmerzten die Oberschenkel. Auf dem Bänkle mit Blick nach Oberstdorf und den Allgäuer Hauptkamm warf ich nochmal ‘Pfannkuchen auf der Terrasse’ in die Waagschale und wurde belohnt: nach einer absoluten Minimal-Runde über den Herrenwieser Weiher und Elmatried sei das OK.

Nach dem Waldtrail und dem steilen Weg nach dem Weiher zurück auf den Mariaberg erlebten wir ein ganz tolles Schauspiel, als um die 20 Raubvögel - viele Rote Milane und ein paar Bussarde - über der frisch gemähten Wiese kreisten. Wir legten uns auf den Rücken neben die Wiese und versuchten, die Vögel zu fotografieren. Ich bin bei sowas ja völlig talentlos, der beste Allgäuer von Allen schoß aber ein paar echt gute Bilder :-)

So kamen wir also nach kurzer Zeit und nur 400 Höhenmetern wieder daheim an und es gab Pfannkuchen auf der Terrasse. Den Sonnenschirm brauchten wir auch, es tröpfelte nämlich hin und wieder ein wenig.

Die Pfannkuchen waren ausgesprochen wohlschmeckend (Grand Marnier! Bailey’s! Amaretto!) und der restliche Tag war sehr gemütlich :-)

Von engel am 13.06.2018 18:26 • outdoormtb

Samstag, 26.05.2018: Jetzt aber: Figln!

Dienstag, Juni 12, 2018

Den Feiertags-Donnerstag wollten wir dazu nutzen, doch nochmal die Figln zu testen. Wenn man das Zeug halt schon hat ...

Wir radelten gemütlich das Ostrachtal hinter und dann - nicht mehr so gemütlich - hinauf zur Schwarzenberghütte und Käser-Alpe, wo wir die Räder parkten. Der beste Allgäuer von Allen überlegte kurz und ging dann barfuß weiter. Bis kurz vorm Engeratsgundsee war auch alles trocken, dann kam ein kleines Schneefeld, dass er problemlos queren konnte.

Wir hatten schon überlegt, wie weit der See wohl schon eisfrei sei, und ob baden dort die Bezeichnung ‘eisbaden’ überhaupt verdienen würde. Als wir über den kleinen Rücken traten, staunten wir daher nicht schlecht: der Engeratsgundsee war fast noch vollständig zugefroren. Nur hinten an dem kleinen Hügelchen könnte man eventuell reingehen.

Es waren wieder Gewitter angesagt und der Himmel war inzwischen gut über die Hälfte bewölkt. Der beste Allgäuer von Allen beschloss daher, direkt eisbaden zu gehen, so lange es noch war und sonnig war, und wir gingen zum Hügelchen rüber.

Der Weg in das kleine offene Löchlein im See war nicht ganz einfach, denn da musste man erst ein wenig Eis queren und dann davon in den See steigen. Das Wasser danach war etwa oberschenkeltief, aussteigen müsste also möglich sein. Und für den Fall das das nicht klappte, gab es links noch eine schmale Rinne, wo das Wasser noch flacher wurde. Wieder rauskommen war also gesichert.

Der beste Allgäuer von Allen zog die Badehose an und ging vorsichtig übers Eis zum offenen Wasser. Ohne einzubrechen konnte er am Ende des Eises ins Wasser steigen. Dann schwamm er kurz, wobei das Wasser wirklich sehr kalt sein musste, denn er pustete wie eine Dampflok: ‘Puuuh! Puuuh! Puuuh!’

Das Austeigen aus dem See klappte wie erwartet gut und er kam glücklich zum Hügelchen zurück, wo ich die Sonne genoss. Nach kurzem Aufwärmen konnte es weiter gehen. Wir stiegen zunächst zum Kleinen Daumen hoch, weil der direkte Anstieg zum Großen Daumen nicht begehbar aussah.

Da wir ja nicht wussten, ob man vom Großen Daumen direkt abfahren können würde, schaute ich mir schon mal an, wo und wie man auf dieser Seite mit den Figln fahren könnte. Da bot sich eigentlich nur die Direkt-Abfahrt vom kleinen Daumen mit mehrfachem Abschnallen an, alles andere war zu steil und man kam auch nicht gut (oder überhaupt) an den Schnee. Und abfahren wollte ich, das Knie zickte ein wenig rum.

Am Kleinen Daumen brachte ich also vorsichtig den Vorschlag vor, den Großen Daumen auszulassen, aber das kam nicht gut an. Wir gingen also auch noch zum Großen Daumen rüber, wobei der Weg über den Grat ja echt nett ist, der restliche Anstieg dann eher nicht so.

Schon auf der langen Querung zum Gipfel war dann klar: das war eine Super-Idee, denn wir würden direkt vom Gipfel abfahren können :-)

Nach der Gipfelpause stiegen wir also ein paar Meter zum Schneefeld ab und schnallten die Figln an. Das Schneefeld ist freundlich und fängt moderat steil an. Man steht also nicht unvermutet in nahezu senkrechtem Gelände, sondern kann sich erst mal ein wenig eingewöhnen. Das war auch nötig, denn der grob-buckelige Sommerschnee war mit den breiten kanten-losen Figln echt schwer zu fahren.

Das Schneefeld wird dann kurz sehr steil und man muss direkt neben ein beeindruckenden Wechte runter. Wir querten zittrig bis drunter und kurvten dann auf das danach wieder moderat steile Schneefeld. Danach wird es wieder steiler. Am schwierigsten war, mit den kurzen breiten Figln die vielen Buckel und Löcher des Sommerschnees zu bewältigen. Immerhin war der aber so weich, dass man meistens tatsächlich annähernd ‘fahren’ konnte.

Es war sehr anstrengend, wir kamen aber immerhin recht schnell bis zum See runter (was auch gut war, denn inzwischen hatten sich haufenweise dunkle Wolken aufgebaut) und mussten nicht mal abschnallen. Allerdings liefen wir mit den Figln an den Füßen ein kurzes Stück über Gras, was in etwa so gut geht, wie mit Flossen rumlaufen.

Die letzten Meter Schnee schenkten wir uns (woran man sehen kann, wie stressig das Figln ist ;-)) und liefen zu Fuß zurück zum See. Danach kam noch der Abstieg zu den Rädern (bei dem das Knie wieder ein wenig rumzickte) und die lange gemütliche Abfahrt bis zum Auto, wo man oben viel bremsen und dann vielleicht noch 3 Mal treten muss :-)


Radeln im Ostrachtal


Auf dem Weg zum Engeratsgundsee


Der Engeratsgundsee


Eisbaden


Schneefeldquerung auf dem Weg zum Kleinen Daumen


Am Kleinen Daumen


Am Grat zum Großen Daumen


Der lange Weg zum Großen Daumen


Anschnallen der Figln


Figln


Figln vorm Engeratgundsee


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 12.06.2018 17:13 • outdoorbergmtb

Montag, 21.05.2018: Völkerwanderung

Dienstag, Juni 12, 2018

An diesem Tag war das Wetter in der Früh tatsächlich so schön wie der Wetterbericht versprochen hatte. Wir stellten den Kangoo in Tannheim ab und radelten zum Vilsalpsee hinter. Unten im Dorf kamen uns ein paar Leute entgegen, die 5 frisch geschorene Alpakas dabei hatten. Alle Alpakas hatten die totale Punk-Frisur, das sah super aus :-)

Wir radelten bis zum Wasserwerkhäuschen unterm Traualpsee und stellten dort die Räder ab. Uns war schon klar gewesen, dass es rund um den Vilsalpsee doch einige Leute haben würde, aber die Schlange zum Traualpsee hinauf war nahezu eine Völkerwanderung. Ein Wunder ist das nicht, die Gegend ist echt traumhaft schön. Der beste Allgäuer von Allen hatt zwar Fivefingers dabei, beschloss dann aber, barfuß zu gehen.

Wir reihten uns ein und stiegen mit den vielen Leuten zum See hinauf. Wider Erwarten war das gar nicht so lästig wie befürchtet. Als wir die Räder abstellten, war wohl gerade eine Busladung vorbei gelaufen, inzwischen verteilten sich die Leute aber gut auf dem Weg.

Am Traualpsee machten wir eine kurze Pause, damit der beste Allgäuer von Allen seine Stiefel anlegen konnte. Ab hier würde es Schneefelder geben, das war schon abzusehen. Am Traualpsee selbst war kaum noch Schnee, deswegen waren wir nicht sicher, ob es oben an der Lache noch Schnee und Eis haben würde.

Als wir nach dem Felsriegel den ersten Blick auf die Lache warfen, staunten wir nicht schlecht: Der See war noch zu 99% zu, nur ganz vorn am Auslauf war ein kleines Stück freies Wasser. Praktischerweise direkt neben einem trockenen Hügel. Nach einem Blick auf den Himmel - die Wolken mehrten sich - ging der beste Allgäuer von Allen eisbaden, begleitet von vielen staunenden und bewunderten Ausrufen der Wanderer, die vorbei kamen. Aber es wagte sich sonst keiner rein :-)

Wir gingen weiter und bogen bald zur Lachenspitze ab, weil wir dachten, die Überschreitung müsse eigentlich möglich sein (es gab auch Leute im Klettersteig). Der Aufstieg ist steil und bröselig und ist auch im Sommer anspruchsvoll, um diese Jahreszeit kam glatt sowas wie Nordwandfeeling auf, so steil war das Schneefeld, über das wir aufstiegen. Ich war durchaus froh, da nicht wieder runter zu müssen.

Der Gipfel war proppenvoll. Laute Klettersteigbezwinger, die entweder froh drüber waren, den Klettersteig hinter sich zu haben oder sich vor dem Abstieg graulten. Wir gingen ein paar Meter weiter und machten auf einem Absatz unterhalb des Gipfels Pause.

Der Abstieg von der Lachenspitze ist auch recht steil (allerdings nicht so sehr wie die Nordseite) und auch eine sehr bröselige Abgelegenheit. Das war aber ganz gut zu gehen, wie auch die beiden Schneefelder da drin. Ich war trotzdem sehr langsam, denn meine Sorge ist ja immer, irgendwo durchzubrechen und mir dabei das Knie zu verbiegen. Es ging aber alles gut.

Aus der Joch zwischen Lachen- und Steinkarspitze stiegen wir direkt über den Schnee ab. Der war leider ein bisserl sehr weich, um auf Schuhen abzufahren. Das klappte nur sehr mäßig. Wir wurden trotzdem belohnt, denn auf einem grasigen Hügel im Kar tollten einige Murmel umher, die noch nicht ganz wach schienen, denn es gab keinen Wächter und wir wurden kaum beachtet :-)

Es grummelte die ganze Zeit leise um uns herum, aber in der Nähe befand sich kein Gewitter. Der Himmel wurde allerdings immer dunkler. Als wir im Abstieg gerade am Traualpsee waren, gab es unvermutet einen einzelnen Donnerschlag, der derart laut war, dass wir beide zusammen zuckten und einen kleinen Sprung hinlegten. Puh, sowas treibt das Adrenalin ganz schön in die Höhe!

Kurz drauf fing es an zu tröpfeln. Wir machten uns regenbereit (Rucksack einpacken, Regenzeug greifbar packen) und der beste Allgäuer von Allen legte sogar die Regenjacke an, aber außer den paar Tropfen am Traualpsee passiert nichts.

Am Vilsalpsee schien die Sonne, aber das Auto und der Parkplatz bei Tannheim waren nass. Da hatten wir ganz schön Glück gehabt, mit dem Wetter :-)


Auf dem Weg um Tannheim herum


Am Vilsalpsee


am Traualpsee auf dem Weg zur Landsberger Hütte


Direkt vor der Eisbadestelle


Eisbaden


Auf dem Weg zur Lachenspitze


Die Schneefelder sind schon ordentlich steil!


3-Seenblick: Lache - Traualpsee - Vilsalpsee


Abstieg von der Lachenspitze


Murmel


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 12.06.2018 16:29 • outdoorbergmtb

Für den Sonntag hatten wir eine Bikerunde mit Einkehr und Baden geplant. Wir radelten also nach einem gemütlichen Frühstück über die Mulzertanne und den üblichen Trail zum Blender, wo wir auf eine Gruppe E-Biker mit Vollausrüstung (Knieschoner, Ellbogenschoner, immerhin aber kein Integralhelm), die kurz vorm Gipfel übten, wie man Baumwurzeln meistert (Ähem. Echt?).

Wir machten Pause in der Sonne und radelten dann über Eschach und den netten Weg zum Weiher-Parkplatz zum Hohen Kapf, um da den wüsten Trail hinten runter zu fahren. Das ganz steile Stück schoben wir wie üblich runter und ich freute mich schon drauf, nun den Wald-Trail zu fahren, da war er dann plötzlich aus, der Wald. Statt eines schmalen Weges durch den Wald hat da es jetzt einen total umgepflügten Bagger-Weg und drum herum keine Bäume mehr. Alles war abgeholzt! So machte der obere Teil des Weges natürlich keinen Spaß mehr :-(

Der untere Teil war noch so schön wie eh und jeh und der Weg rüber zum Brotzeitstüble ist sowieso idyllisch. Aber um den Wald ist es echt schade.

Das Wetter hatte beständig zugezogen und es war arg düster geworden. Wir liessen uns aber nicht abschrecken und gönnten uns Kaffee und Kuchen. Dann aber war es so dunkel geworden, dass wir das Baden lieber bleiben ließen und heim sausten. Wir kamen mit den ersten Regentropfen vor der Garage an. Perfektes Timing!


Start bei schönem Wetter


Im Wald-Trail


Wie üblich ist der Blender dabei


Oberhalb vom Eschacher Weiher


Der Weg zum Hohen Kapf ...


Wo auf der Rückseite total Kahlschlag ist


Der untere Teil des Weges ist noch nett


Kurz vor daheim, das Gewitter steht schon in Lauerstellung

Von engel am 29.05.2018 18:10 • outdoormtb
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