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Sonntag, 28.05.2017: Kapf-Biken

Freitag, Juni 02, 2017

In der Früh mussten erst mal an beiden Bikes sämtliche Bremsbeläge getauscht werden. Die Beläge hatten schon nach der Abfahrt vom Solstein nicht gut ausgesehen und die freitägliche Bike&Hike-Tour hatte dann auch noch Tribut gefordert.

Danach radelten wir gemütlich (wegen fast unerträglich heiß) Richtung Eschacher Weiher, Badesachen und Kuchenhunger im Gepäck. Vor dem Brotzeitstüble nahmen wir dann aber doch noch den Umweg über den Hohen Kapf. Von dem unfahrbaren Steilstück abgesehen, schaffte ich es diesmal, den kompletten holprigen Waldweg mit den riesigen Absätzen ohne Absteigen durchzuradeln :-) Zum allerersten Mal!

Kaffee und Kuchen im Brotzeitstüble waren wieder prima und der Eschacher Weiher hatte eine sogar für mich erträgliche Temperatur :-)

 

Von engel am 02.06.2017 03:58 • outdoormtb

Bike&Hike-Start

Freitag, Mai 26, 2017

Eigentlich sollte die Bergsaison ja immer mit Bike&Hike anfangen. Da aber ja doch noch ziemlich viel Schnee liegt, war die Auswahl recht eingeschränkt, zumal an diesem Wochenende sicherlich sehr viel los sein würde. Die Wahl fiel auf das nette Bik&Hike Ziel mit den Ketten im Gipfelaufbau.

Seitdem ich mit dem Ghost so glücklich bin, muss das arme Rock Mountain ein gelangweiltes Garagen-Dasein fristen. Aber das Ghost ist so viel bequemer und fährt sich so viel leichter, dass ich mich auch bei den Bike&Hike Touren nicht dazu entschließen kann, das Rocky zu nehmen. Wir nahmen stattdessen zwei ordentliche Schlösser mit.

Als wir unten an der Bahn starteten, war es noch ziemlich kühl. Vor allem der Wind war frisch. Aber 700 Höhenmeter bergauf machen dann schon warm :-) In der Nordrinne unseres Ziels lag noch haufenweise Schnee (Plan: nächstes Jahr da unbedingt mal runter fahren), aber wir wollten ja südseitig aufsteigen.

Am Sattel parkten wir die Bikes und gingen zu Fuß weiter. Bis unter den Gipfel gab es kaum Schneeberührung, aber im steilen Hang unter dem Gipfel, der so ein kleines Bisserl sonnenabgewandt liegt, hatte es dann doch Schnee. Natürlich schaufelten wir uns da dann erst mal Schnee in die niedrigen Schuhe ...

Am Gipfel waren wir nur kurz allein, dann kamen schon die nächsten Nachgänger. Überhaupt war ungewöhnlich viel los an diesem sonst doch recht einsamen Gipfel.

Im Abstieg schaffte ich glatt 20 Meter Abfahren (mit nochmal Schnee in den Schuhen), der Rest musste dann ganz normal zu Fuß zurück gelegt werden. Die Abfahrt unterbrachen wir an der Edenalpe, wo es inzwischen wieder ganz ausgezeichneten Kuchen gibt :-)

Abends wurde der kleinste Neffe am Bahnhof abgeholt und wir läuteten die Grillsaison ein :-)


Hochradeln (vor der schneereichen Nordrinne)


Zu Fuß aufsteigen


Über den Ketten


Abfahrt

Von engel am 26.05.2017 19:59 • diaryoutdoorbergmtb

Brotzeitstüble

Donnerstag, Mai 25, 2017

Das lange Wochenende fing am Donnerstag noch recht trüb und kühl an. Ich warf 2 Ladungen Wäsche in die Maschine (nacheinander :-)), bereitete den Dachboden für Neffenbesuch vor und erledigte noch dringlichen Orgakram (Bremsbeläge für das Ghost-Bike bestellen, beispielsweise). Danach hätte ich problemlos den restlichen Nachmittag am Computer verdaddelt, aber es klarte langsam auf und der beste Allgäuer von Allen drängte raus.

So starteten wir um 3 Uhr noch zum Brotzeitstüble. Natürlich über den Waldtrail :-) An der alten Säge standen richtig alte Oldtimer, die herrlich nach alten Maschinen rochen. Ich fühlte mich umgehend an die Besuche im Deutschen Museum mit dem Opa erinnert, wo die Maschinen auch immer so rochen :-)

Im Brotzeitstüble gab es himmlische Mandeltorte mit Mandarinen. Soooo gut!


Wald-Trail


Buntspecht


Der große Oldtimer


der ‘kleine’ Oldtimer


Auf dem Rückweg wird es schon kühl

Von engel am 25.05.2017 20:00 • outdoormtb

Hütte

Samstag, Mai 20, 2017

Wir hatten bei der letzten Mitgliederversammlung der SAN beschlossen, uns mal nach der speziellen Unterstützung einer Hütte umzusehen und der rührige Vorstand hatte sich dann auch sehr schnell eine Hütte einer naheliegenden Sektion ausgeguckt, Treffen und Hüttenbegutachtung organisiert und dann die Unterstützung genau dieser Sektion und Hütte ausgemacht. Es lag nahe, die nächste Mitgliederversammlung dann auch dort abzuhalten, damit auch wir anderen mal einen Eindruck bekommen konnten.

So kam es, dass der beste Allgäuer und ich am Samstagvormittag in Zirl parkten und mit fettem Rucksack (in dem sich neben Hüttenzeug vor allem Regenzeug befand) gut 1000 Höhenmeter mit den Mountainbikes in Angriff nahmen. Von Zirl aus geht es erst mal sehr nett in langen Kehren an einer Steilwand entlang und führt dann in den Wald hinein. Und da bleibt man dann und sieht - Wald. Gelegentlich rattert unten ein Zug durch den Tunnel, das führt zu Rätselraten, bis man durch die Bäume einen kurzen Blick auf die Lok erhaschen kann. Erst geht es lang und steil geradeaus, dann nicht ganz so steil über 6 lange Kehren und dann wieder steil weiter geradeaus, und wenn man dann wirklich die Nase voll hat, kommt endlich die Neue Magdeburger Hütte. Zwischendurch regnete es mal mehr, mal weniger und es war abwechselnd kalt, weil Wind oder schwül, weil eben kein Wind aber Niesel. Ganz ehrlich: wir sind schon schönere Routen geradelt.
(Note to self: Der Weg von Hochzirl aus ist 300 Höhenmeter kürzer, nächstes Mal vielleicht ein wenig länger nach MTB-Routen suchen!)

Oben kamen wir etwa 5 Minuten zu spät zur Mitgliederversammlung. 3 Stunden waren halt doch etwas knapp kalkuliert. Die MV selbst war teils langweilig (Zahlen, *gähn*, aber naja, muss halt), teils schön (Bildchen der Touren des letzten Jahres), teils interessant (Ausblick auf exotische Ziele) und teils lustig (die Skitourenberichte). Ich kam natürlich auch dran (Maschinenraum) und das war vermutlich auch eher langweilig. Aber insgesamt: Das Positive überwog ganz deutlich und es war doch erstaunlich kurzweilig :-)

Danach wurden uns die Hütte und die im Wesentlichen verantwortlichen Leute (Hüttenwirt, Sektions-Menschen) vorgestellt und das war ein ausgesprochen kurzweiliger und sehr engagierter Vortrag. Man bekam mal so richtig mit, was es heißt, als Sektion eine Hütte zu haben und ich bin sehr froh, dass wir vor allem beschlossen haben, mit Geld auszuhelfen. Danach dann Zusammensitzen, Essen, ein Spaziergang und Bett.

Von engel am 20.05.2017 20:00 • outdoormtb

Radeln und Packen

Sonntag, März 26, 2017

Für Samstag war eigentlich eine Frühlingsradeltour geplant, aber die fiel aus. Nicht die Radtour an sich, aber das mit dem Frühling. Obwohl wir erst Mittags im Tannheimer Tal starteten, war es kalt. Durchs Tal zogen immer wieder Wolkenfetzen und es hing Dunst in der Luft, der die Sonne nicht richtig durch liess. Dazu blies ein eisiger Wind.

Zwar waren wir in der Auffahrt stellenweise windgeschützt und es war nett und warm und T-Shirt-geeignet, aber oben und im Tal unten wehte immer dieser eisige Wind. Schnee hatte es stellenweise natürlich auch, Südseite hin oder her ;-)

Aber es war schön, wenn auch arg wenig frühlingshaft.

Der Sonntag war ausgefüllt mit Packen und Spaltenbergungs-Theorie für eine Zweier-Seilschaft. Wir inzenierten eine Steigeisen-Rettung mit Flaschenzug und ohne Flaschenzug und sind uns sicher, dass man zu zweit eigentlich nur auf Hilfe hoffen oder die Rettung rufen kann, wenn tatsächlich einer in eine Spalte fällt. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird das nicht passieren, aber es kann ja nicht schaden, alles nochmal trocken geübt zu haben.

Von engel am 26.03.2017 15:51 • outdoormtb

Nochmal Ostertal

Mittwoch, Oktober 26, 2016

Diesmal als ‘echte’ Mountainbiketour, also mit dem neuen Bike.

Sonntag, 16.10.2016
Nachdem wir den Samstag über den Garten weitgehend wintertauglich aufgeräumt hatten, starteten wir sehr geruhsam in den Sonntag und schlugen deswegen erst kurz vor Mittag im Ostertal auf. Das hatte den Vorteil dass es schon schön warm war, als wir das Ostertal hinter zur Gräfenhütte radelten.

Von dort ging es wie beim letzten Mal hinauf zur Höllritzer Alpe und wie ich vermutet hatte - das ging mit dem neuen Bike einfacher. Anstrengend war es natürlich trotzdem, wie andere Biker bewiesen, die fast den ganzen Weg hinauf schoben (immerhin: keine E-Bikes :-)).
Und weil es so schön war legten wir uns auch eine Weile auf trockenem Gras in die Sonne. Schöne Herbsttage müssen unbedingt genossen werden, so lange es noch welche hat.

Oben an der Höllritzer Alpe gab es nur noch Getränke, deswegen fuhren wir übers Birkach zur Gunzesrieder Säge runter. Der beste Allgäuer von Allen fand dabei den alleridealsten MTB-Weg, den man sich nur vorstellen kann - problemloses Fahren, weich, in angenehmen Wellen über Gras hinab :-)

An der Sennalpe Gerstenbrändle (die sich durch exzellenten Kaffee und Kuchen auszeichnet) gab es leider keinen Platz mehr, aber in der nahegelegenen Kaminstube war ein wunderbarer sonniger windgeschützter Platz auf der Terrasse frei.

Zu mehr reichte es an diesem Tag nicht, aber für einen perfekten halben Herbsttag war das genau richtig :-)

Von engel am 26.10.2016 20:11 • outdoormtb

Grauenstein

Donnerstag, Oktober 20, 2016

Nachtrag. Ist schon ein Weilchen her ...

Samstag, 01.10.2016
Auf der Suche nach einer gemütlichen ‘ein-letztes-Mal-barfuß’-Tour waren wir auf den Grauenstein gekommen, den wir uns winters wie sommers schon ein paar Mal angeschaut hatten, aber bislang nicht besucht hatten.

Der Plan war, zur Gräfenhütte zu radeln und von der wie üblich über den Quadtrack zur Printschenhütte aufzusteigen. An der Gräfenhütte fragten wir uns, warum wir eigentlich noch nie von da bis zur Höllritze Alpe hinaufgeradelt waren, wo da doch ein Forstweg hochgeht, und taten genau das. Die Forststraße ist ein wenig ruppig und gelegentlich ordentlich steil, meist aber recht gut radelbar und macht Spaß, weil es doch immer wieder Stücke zur Erholung gibt.

Wir radelten an der Höllritzer Alpe vorbei bis zum Abzweig des Fußwegs zum Höllritzer Eck und parkten die Räder. Dort gingen wir geradeaus weiter Richtung Printschenhütte. Sobald der Forstweg zu Ende war, legte der beste Allgäuer von Allen die Schuhe ab und ging barfuß weiter. Deswegen waren wir ja da ;-)

Bis zur Printschenhütte ist der Weg oft nass und matschig (was wir ja beim Biken auch schon festgestellt hatten) und war entsprechend kühl. Danach wird es trockener und wärmer (abgesehen einem kurzen Abschnitt vorm Grat) und ab dem Grat zum Grauenstein dann richtig angenehm.

Der Grat zum Grauenstein ist erstaunlich. Auf der Ostertalseite ist man weitgehend allein unterwegs, auf der anderen Seite wimmelt es geradezu von Leuten. Was kein Wunder ist, da dort die Hörnerbahn von Ofterschwang und die Wannenkopfbahn von Grasgehren für einfachsten Zustieg sorgen. Hätte man sich denken können, hatten wir aber nicht und waren entsprechend erst mal erschlagen. Aber fast alle Menschen laufen auf der Fahrstraße unten herum, der Weg am Grat zum Grauenstein ist doch eher leer :-)

Am Grauenstein stellten wir dann fest, dass der Gipfel, von dem wir dachten, dass es der Grauenstein ist, gar nicht der Grauenstein ist. Da steht zwar ein Funkmast oder eine Wetterstation oder sowas und der Gipfel ist sehr prominent aus dem Ostertal heraus, aber er ist nur eine Erhebung im Grat zum Riedberger Horn. Der eigentliche Grauenstein ist allerdings auch nur eine winzige Graterhebung und liegt noch dazu ein ganzes Stück tiefer. Sehr seltsam.

Wo wir schon da waren gingen wir auch noch aufs Riedberger Horn, wo es zuging wie am Stachus. Wir machten nur kurz ein Foto und gingen dann wieder. Im Abstieg machten wir uns dann noch ein wenig über einen E-Biker lustig, der sein schweres Gerät den Grat Richtung Ostertal hinabwuchtete. Das ist bestimmt arrogant, aber E-Biker kann ich nicht so recht ernst nehmen. Als Zustiegshilfe auf Forststraßen find ich E-Bikes schon OK, aber so richtig im Gelände? Wer den Hochweg im Gelände nicht selber hinkriegt, hat da m.E. nichts verloren. Wenn nämlich all die Luschis mit Hilfsmotor da oben rumradeln, wird es bald für alle verboten werden und dann haben auch die, die das echt und ehrlich mit eigener Kraft hinkriegen, verloren. Und das wäre schon sehr ärgerlich.

Am Dreifahnenkopf machten wir noch gemütlich Pause in der Sonne und steigen dann zu den Rädern ab, um zur Höllritzer Alpe zu fahren. Deren Kuchen ist immer ein bisserl zwiespältig weil ungewöhnlich. Ich finde ihn meisten OK, der beste Allgäuer von Allen meistens nicht. Beim Kaffee hatten wir diesmal Glück, der war frisch. Aber sie liegt halt gut die Alpe.

Die Abfahrt zeigte dann, dass die Forststraße doch ganz schön steil ist. Erstaunlich, dass es doch ganz gut zu hinaufzuradeln ging. Ich muss da auch noch mal mit dem ‘guten’ Bike hoch, mit dem ist alles noch einfacher :-)


Auf dem Weg zur Höllritzer Alpe


Fast oben


Barfuß durch den Herbst


Rückblick zur Printschenhütte


Vom ‘Nicht-Grauenstein’ zum Riedberger Horn


Am ‘richtigen’ Grauenstein


Abfahrt

Von engel am 20.10.2016 19:32 • outdoorbergmtb

Den Freitag über wurde das Bein schon langsam besser und gegen Abend konnte ich immerhin schon schmerzfrei geradeaus laufen. Treppe runter war noch nicht so toll. Am Abend schnipselte ich dann auch die alte Haut von der offenen Stelle an Hand, weil die da einfach nicht mehr halten wollte. Erst mal blieb das offen.
Ich war ziemlich sicher, dass ich am Samstag wieder weitgehend OK sein würde, aber drauf verlassen wollte ich mich doch nicht, deswegen planten wir nur eine kleine Tour mit viel Bike-Anteil. Daheim bleiben war bei dem angesagten Wetter einfach keine Option und eigentlich ging es mir ja nicht schlecht :-)

Samstag, 22.09.2016: Rohnenspitze
Dass in Zöblen an genau diesem Samstag Viehscheid sein sollte, hatten wir grad noch mitbekommen, aber eine vernünftige (also schöne und interessante) Alternative fiel uns nicht ein. Also setzten wir einfach darauf, dass das schon nicht so schlimm werden würde. In der Früh kamen wir auch problemlos bis zum Parkplatz an der Rohnenspitzebahn und luden die Räder aus.

Ich hatte meine Hand verpflastert und einen Radhandschuh zum Schutz drüber gezogen. Bergauf radeln ging so schon mal recht gut (dem Bein ging es auch einigermaßen gut). Wir waren komplett allein unterwegs als wir auf der Forststraße zur Gipfelstation fuhren. Es war kühl aber schön mit strahlend blauem Himmel und bester Sicht. Wunderbar!

An der Abzweigung des Fußwegs stellten wir die Räder ab und marschierten durchs Tal zwischen Ponten und Rohnenspitze zum Zirleseck. Da waren wir noch relativ allein, aber da oben war natürlich viel los. Bevor wir zum Gipfel kamen, suchten wir uns auf dem Grat noch ein sonniges windgeschütztes Plätzchen und ließen uns eine Weile die Sonne auf den Bauch scheinen. Hach!

Dann ging es weiter zum Gipfel, den wir sogar eine Weile für uns allein hatten. Da war es früher Nachmittag und die meisten der Rohnenspitze-Besteiger waren wohl schon durch. Unten sahen wir den Viehscheid in Zöblen und dass die Straße immer wieder gesperrt wurde.
Aber das würde ja wohl, bis wir da unten waren, erledigt sein. Hofften wir.

Dann kam der Abstieg. Doch, ging ganz gut. Ich musste nur darauf achten, keine größeren Stufen mit rechts zu nehmen. Auch die Hand und der Stock kamen einigermaßen miteinander klar.
Der Abstieg über den Rücken der Rohnenspitze ist alles andere als schön, aber man kommt da immerhin recht schnell wieder runter :-)

Als wir die Bikes erreichten, war ich recht froh, aber das bin ich sonst ja auch immer ;-) Die Abfahrt war weitgehend problemlos, wenn ich ordentlich aufs Bremsen achtete. Unten schauten wir eine Weile einem Bauern zu der drei Galloway-Kälber zum Rest seiner Galloways treiben wollten, aber die waren etwas unwillig :-) Klappte dann aber doch.
Wie erhofft war der Viehscheid weitgehend durch. Wir hatten keine Probleme auf dem Heimweg.


Start in Zöblen


Radeln überm Tannheimer Tal


Start zu Fuß


Zirleseck


Auf dem Weg zur Rohnenspitze


Am Gipfel


Abfahrt

Sonntag 23.09.2016: Gartnerwand - Grubigstein
Der zweite Teil der Gartnerwand fehlte uns noch und wo die Rohnenspitze schon so gut geklappt hatte, dann konnten wir uns ja auch etwas Ambitionierteres für den letzten Urlaubstag vornehmen :-)

Wir parkten in Obergarten und radelten den Forstweg zur Gartner Alm hinauf. Ich hatte meine Hand wie bewährt verpflastert und einen Radhandschuh drüber gezogen. Anfangs war es sehr kühl, aber sobald wir in die Sonne kamen (was erfreulich bald war), war es angenehm. Von dieser Seite des Ehrwalder Tals hat man einen großartigen Blick auf den Wetterstein und die Mieminger. Das allein rechtfertigt schon da hinauf zu radeln :-)

Wenn wir länger radeln, tun wir das meist mit Radhosen und nehmen andere Hosen zum Laufen mit. Auf etwa halbem Weg fiel dem besten Allgäuer von Allen, dass er in der Früh etwas auf dem Bett hatte liegen lassen - die kurze Hose und die Unterhose. Ohje.

Bis zur Gartner Alm ist die Forststraße gut und moderat steil. Danach wird sie steiler und ruppig, man kann aber nochmal gut 500 Meter weiter fahren, bis die Straße zuende ist. Wir parkten die Räder und poolten dann unsere Klamotten so, dass jeder ohne Radhose und ohne Gefahr sich aufzulaufen bequem gehen konnte :-)

Der Zustieg ins Sommerbergjoch ist lang und ereignislos, fast schon langweilig, aber wenn man dann mal da ist, wird es interessant und großartig. Der Nordgrat zur Gartnerwand ist gelegentlich kraxelig, selten ausgesetzt und mit einigem Gehgelände dazwischen. Alles in Allem macht er viel Spaß, auch wenn es stellenweise recht geröllig ist.

Man kommt an einem kleinen schiefen Kreuz raus und kann sich entscheiden, ob man nach rechts zum Ostgipfel (kein Kreuz) oder nach links zum Westgipfel mit Kreuz geht. Wir nahmen diesmal den Westgipfel, wo die Pause allerdings wegen des eisigen Windes eher kurz ausfiel, zumal die Sonne immer wieder von Wolken verdeckt wurde. Wir holten die Pause in einer sonnigen Mulde auf dem langen Weg zum Grubigstein nach.

Der Weg vom Westgipfel der Gartnerwand zum Grubigstein ist außerordentlich schön. Man läuft ständig mit Blick auf Wetterstein und Mieminger und hat rechts neben sich Mondsee und Fernsteinsee, die türkisblau leuchten. Der Weg selbst ist wegen der Gesteinsschichtung der Gartnerwand manchmal ein wenig ausgesetzt, aber nirgends wirklich schwierig. Er ist aber definitiv nicht Bahn-Touri-geeignet, deswegen ist man den ganzen Weg ziemlich allein.

Am Grubigstein war natürlich einiges los. Wir stiegen zur Bahn ab, aber im Restaurant sah es so ungemütlich aus (typisches Skigebiet-Restaurant), dass wir gleich weiter zur Wolfratshausener Hütte abstiegen, auch wenn wir befürchteten, dass es da vielleicht keinen Kuchen mehr gäbe.

Das war eine Super-Entscheidung! Nicht nur war die Hütte offen und nur moderat voll, es gab auch fantastischen Kaffee und Kuchen, den besten seit Langem. Für den besten Allgäuer von Allen gab es eine saftige Sacherschnitte, ich bekam einen Apfel-Himbeerstrudel. Yummie!

Zur Gartneralm war es danach nicht mehr weit und wir konnten gemütlich nach Obergarten rollen und nochmal Wetterstein und Mieminger bewundern. Was wir auch sehen konnten war leider, dass die B179 Stau hatte. Wie nervig! Wir stauten erst mit, bogen dann aber über Berwang und Namlos und den Gaichtpass ab, was eigentlich ein ziemlicher Umweg ist, uns aber in verträglicher und staufrei Zeit nach Hause brachte :-)


Start in Obergarten


Auf dem Weg zum Sommerbergjoch vor der laaangen Gartnerwand


Sommerbergjöchl-Wegweiser


Im Gartnerwand-Nordgrat


Im Gartnerwand-Nordgrat


Am schiefen Kreuz des Nordgrats


Westgipfelkreuz


Sonnenpause


Fast schon am Grubigstein


Sacherschnitte


Apfel-Himbeer-Strudel


Zugspitze

Von engel am 15.10.2016 08:03 • outdoorbergmtb

Donnerstag, 22.09.2016
Endlich meldete die Wettervorhersage, worauf wir gewartet hatten: Sonne! Wir nahmen uns also das inzwischen schon mehrfach verschobene weglose unbekannte Ziel vor, mit dem wir eigentlich seit Jahren schon liebäugeln: den Kratzer. Mit den Bikes zur Wegabkürzung, ehklar.

Wir starteten gegen halb 9 in Holzgau. Langsam aus dem Hochnebel in die Sonne auftauchen klappte leider nicht, dafür waren wir zu spät dran. Holzgau lag schon voll in der Sonne. Am Wasserfall vor dem Cafe Uta stellten wir mit Interesse fest, dass es da jetzt einen Erlebnis-Klettersteig um, über und rund um den Wasserfall hat.

Das Stück am Wasserfall ist unradelbar, sonst ist der Weg bis zur Unteren Roßgumpenalpe problemlos machbar. Danach geht die Straße noch 6 Kehren Richtung Kemptner Hütte hinauf. Das war uns neu (nicht dass die Straße neu wäre, wir kannten sie einfach noch nicht) und wir nahmen die steilen Kehren gern noch mit. Alles was man nachher nicht absteigen muss, ist gut :-)

Der Weg hinauf ins Mädelejoch führt zunächst relativ flach durch Latschen (wo sich Wärme staute) und dann etwas steiler ins Joch (wo ein reichlich kühler Wind wehte). Danach trifft man auf den Heilbronner Weg und folgt dem ein gutes Stück um den Kratzer herum, bis man am westlicheren Ende der Südseite am Fuss einer grasigen Rinne/Flanke steht.

Wir machten erst mal Pause und sahen einer einzelnen Bergsteigerin zu, wie sie sich langsam die linke geröllige Rinne hinabtastete und dann zügig übers Gras abstieg. Das geröllige Zeug oben sah steil und unangenehm aus.

Dann stiegen wir dort hinauf, wo die Dame herab gekommen war. Das Gras unten war gut gestuft, weiter oben gab es dann sogar sowas wie Trittspuren. Im Geröll der Rinne war davon nur noch wenig zu sehen, aber es war dann doch nicht ganz so steil, wie es von unten ausgesehen hatte. Es fanden sich doch immer Tritte, die hielten und so standen wir dann bald am Grat. Von dort war der Weg zum Gipfel ziemlich klar: immer den Grat lang, möglichst direkt auf der Schneide in leichter Kletterei. In der Flanke rechts des Grats sah man Trittspuren, aber ich habe lieber festen Fels unter den Stiefeln als steiles Geröll.

Und dann waren wir oben, am Kratzer. Den ich jedes Frühjahr beobachte, wann die ‘Rippen’ rauskommen und der wirklich schon lang ein Ziel gewesen war. Alles in Allem doch recht unspektakulär ;-)

Der Abstieg war dann auch weniger gräßlich als ich befürchtet hatte. Irgendwie hielt das Geröllzeugs unter den Stiefeln trotz der Steilheit halbwegs gut. Im Abstieg im Gras landeten wir dann fast mitten drin in einer Herde Steinbockdamen mit Kitzen. Die Tiere ließen sich von uns kaum stören, gefühlt kamen wir bis auf 10 Meter ran, bevor sie sich gemächlich aus dem Weg bewegten. Von den Wanderern auf dem Heilbronner Weg bemerkte nahezu keiner die Herde (wobei ich sie wohl auch nicht bemerkt hätte, ich muss ja immer gucken, womit ich mein Knie als nächstes belaste).

Der Abstieg zurück zu den Rädern zog sich. Umso schöner war es, als wir die Bikes dann endlich vor uns hatten :-)
Hach, Abfahrt!

Die steilen Kurven über der Rußgumpenalpe legten wir problemlos zurück, aber auf dem steinigen Weg zurück nach Holzgau stellte ich mich einmal ziemlich dämlich an. Einmal blöd sein reicht im Allgemeinen und so war es auch hier. Ich stieg mit eingermaßen Tempo über den Lenker ab, vermutlich kopfüber, landete hart mit dem rechten Oberschenkel auf einem Stein, schrammte mit der linken Hand über irgendwas Scharfes, schlug das linke Knie und den rechten Ellenbogen irgendwo hin und nahm mit dem Kopf auch noch einen Stein mit. Kein Helm.

Ich blieb erst mal benommen und mit Schnappatmung liegen und brauchte ein paar Minuten um mich wieder zu orientieren. Wie zum Teufel war das denn zugegangen? Der beste Allgäuer von Allen war vorn gewesen und hatte nichts mitbekommen, der war weg.

Ich rappelte mich langsam hoch und sammelte erst mal mein Zeug zusammen: Sonnenbrille und Foto lagen in der Gegend rum. Dann das Fahrrad. Das schien OK, allerdings war das rechte Lenkerhörnchen abgerissen. Mir tat anfangs nichts weh, aber so langsam merkte ich das rechte Bein. Als ich vorsichtig wieder aufs Bike stieg, merkte ich auch gleich die linke Hand. Die blutete ein wenig. Radeln und Bremsen ging aber, also rollte ich langsam den Weg nach unten, bis ich auf den besten Allgäuer von Allen traf, der auf mich wartete und schon besorgt aussah.

Wir machten gemeinsam Bestandsaufnahme. Am Kopf, der inzwischen auch weh tat, war nichts zu sehen. Die Hand hatte ein Loch in der Handfläche, aus dem wir erst mal den Dreck raussammelten und es dann mit Desinfektionssalbe zuschmierten und verbanden. Das Bein schmerzte höllisch, aber da nichts blutete, war das wohl nicht so schlimm. Mehr merkte ich zu dem Zeitpunkt nicht, aber das reichte eigentlich ja auch.

Radeln ging so halbwegs, so lange ich das Bein nicht belasten musste (es ging ja fast nur noch bergab), aber Bremsen war ein wenig schwierig. Da fand ich dann aber doch eine Handstellung mit der auch das funktionierte. Nunja, so war ich zwar ziemlich verbeult, aber wir kamen ohne weitere Zwischenfälle zum Auto.

Auf dem Heimweg überlegten wir, ob ich ins Krankenhaus müsse. Aber der Kopf war OK, wenn ich ihn nicht schüttelte, die Hand hatten wir ja schon verbunden und mit dem geprellten Bein hätten die im Krankenhaus ja auch nicht viel machen können. Ausserdem bekam ich Hunger, was wir als gutes Zeichen werteten. Daheim gingen wir deswegen zum Essen statt ins Krankenhaus.
Da ging es mir dann schon viiiel besser, so lange ich mich nicht bewegen musste. Alles andere würde dann ja eh erst am nächsten Tag auftauchen.


Schieben im Steilstück am Wasserfall


Zu Fuß geht es weiter


Tief- und Rückblick auf Holzgau


Auf der anderen Talseite: Muttlerkopf, Öfnerspitze, Krottenkopf, Rammstallspitze


Unterm Kratzer. Da links soll es hochgehen.


In der gerölligen Rinne


Kratzer-Westgipfel :-)


Abstieg


Steinbockkind


Rückweg


Zurückradeln

Freitag schliefen wir erst mal aus und ließen den Tag generell gemütlich angehen. Mein Bein tat morgens bei jedem Schritt ordentlich weh und es hatte sich ein wahrhaft beeindruckender blauer Fleck mit einer dicken Beule in der Mitte gebildet. Im Lauf des Tages wurde das Laufen aber besser. Die offene Hand war lästig aber nicht weiter schlimm.

Von engel am 05.10.2016 19:06 • outdoorbergmtb

Allgäu-Urlaub III - Teil 1: Regen und Nebel

Mittwoch, September 28, 2016

Dass wir gern daheim Urlaub machen, ist ja inzwischen sicherlich schon aufgefallen ;-) Diesmal überlegten wir aber ernsthaft, ob wir nicht vielleicht doch fliehen sollten, nachdem das Wetter von schönstem Spätsommerwetter exakt zum Urlaubsanfang auf gruseliges Herbstwetter umschlug. Aber es gab da einiges zu tun daheim und dann sollte es ja bald wieder besser werden ...

Die versprochene Wetter-Besserung ließ aber sehr auf sich warten, deswegen waren die Touren aus dem ersten Teil des Urlaubs echte KSU(Keine Sau Unterwegs)-Touren. Hatte auch was.

Samstag war also erst mal ein Werkel-Tag.

Sonntag, 18.09.2016: Die letzten Pilze
Sonntag war das Wetter kühl und recht feucht von oben. Wir hatten zwar nicht viel Hoffnung, aber es schien uns, dass wir für eine eventuelle letzte Pilzmahlzeit in diesem Jahr vielleicht noch dieses Wochenende eine Chance haben würden und dann nicht mehr. Also ging es zum ergiebigsten Berg zum Pilz-Steigen und wir brachten tatsächliche eine ganze Mahlzeit zusammen :-)
Die gab es zwar erst am Montag, weil uns am Sonntag die frisch aus Südfrankreich zurückgekehrten Eltern zum Pizza-Essen einluden, aber da schmeckten sie mit Semmelknödeln genauso großartig wie erwartet.

Montag nochmal Aufräumen und Werkeln.

Dienstag, 20.09.2016: Gaishorn
Anders als die Woche vorher angedeutet, wurde das Wetter nur sehr zögerlich besser. Immerhin, es sollte trocken bleiben. Wir verschoben ambitioniertere Pläne und nahmen bekannte Wege unter die Stiefel. Gute Idee, denn nach der Älpele-Alpe landeten wir im Hochnebel und sahen quasi nichts. Wir trafen ganz unten und am Gipfel kurz zwei Leute und waren sonst den ganzen Tag allein unterwegs :-)

Mittwoch, 21.09.2016: Gehrenspitze
Die Aussicht auf sich lüftenden Hochnebel war nach wie vor recht mager, also wuden die weglosen Pläne in unbekanntem Gelände ein weiteres Mal verschoben. Stattdessen ging es zur Gehrenspitze, an der wir schon lang nicht mehr waren. Auch diesmal landeten wir im Hochnebel und sahen im Wesentlichen Weiß. Immerhin war das Weiß aber schon heller und es gab zwischendrin sowas wie Nebel-Lücken. Und man kann klar festhalten: So ein bisserl Hochnebel macht Berge deutlich alpiner ;-)

Von engel am 28.09.2016 03:39 • outdoorbergmtb
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