Nachdem nun von verschiedener Seite nachgefragt wurde: Ja, es gibt natürlich auch vom diesjährigen Urlaub einen Reisebericht.
Ich habe diesmal ein bisserl länger gebraucht, weil ich die vielen, vielen Kilometer, die wir gefahren sind, unbedingt rekonstruieren wollte. Knapp 4600 Kilometer, ein Grossteil davon auf nicht allzu tollen Pisten, die auf keiner Karte zu finden sind, sind nicht wenig, auch dann nicht, wenn man 4 Wochen lang Zeit hat. Ich habe die ersten 4 Wochen nach dem Urlaub damit verbracht, alle Strecken gründlich auf GoogleEarth und bei den GPSies zu studieren und nachzumalen und als GPS Track abzuspeichern. Kann man bescheuert finden, mir hat es Spass gemacht :-)

Ich bin immer noch ein wenig zwiegespalten wegen des Urlaubs. Einerseits: Boah, war das interessant und cool und aufregend! Andererseits: Herrje, soviel Zeit, so wenige Berge. Toll war es auf jeden Fall. Hier geht es los. Bisher sind Tage 1-6 online.
Seit gestern Abend sind wir wieder da. Mit im Gepäck sind über 4000 Bilder und Video-Schnipsel (knapp 50 GB!) und haufenweise Sand. Und ein (einziger) 6000er, den Guallatiri. Nordgipfel, weil die Spalte unter dem Hauptgipfel gar so viel giftigen Schwefeldampf spuckte. Mein erster 6000er :-)
So, wir sind dann jetzt mal weg :-) Urlaub! Vom morgen bis übermorgen in 4 Wochen, ein ganzer Monat!
Am letzten Tag frühstückten wir lang und ausgiebig und hatten nochmal ein nettes und interessantes Gespräch mit der Vorarlbergerin, die in 5 Tagen nach Nepal und in einem halben Jahr nach Ecuador starten wollte. Klar, dass wir die letzten Tage viel zu erzählen gehabt hatten :-)
Und dann wandten wir uns in die komplett andere Richtung und spazierten von den Bergen weg Richtung Stausee und Passstrasse. Nicht auf dem ‘normalen’ Weg natürlich, erst mal ging es steil bergauf und dann gemütlich in leichtem Auf und Richtung Radsattel. Das Wetter tat das was Wetter an einem Abschiedstag eigentlich tun sollte. Es waberte so ein wenig rum und konnte sich nicht recht entschliessen.

Rückblick
Diesmal ging es wieder Richtung Ochsentaler Gletscher, das von der Hütte so verlockende Silvrettahorn sollte es werden. Und wenn Lust und Zeit und Möglichkeiten/Fähigkeiten es zuliessen, vielleicht noch ein Abstecher über den langen Grat über den Knoten zur Schneeglocke. Im Pläne-Schmieden bin ich gross ;-)
Obwohl wir am Montag kurz mal mit dem Gedanken gespielt hatten, vielleicht doch noch übers Wiesbadner Grätle zu steigen, liessen wir das nach den Kommentaren des Wirts und ein paar junger Kerle, die den Zustieg allein schon als ‘sehr knackig’ bezeichneten, dann doch bleiben und stiegen wieder über die Grüne Kuppe auf.

Im Blick die Ziele:
In letzter Zeit ist fast zuviel los, um sich in Ruhe dem letzten Rest des Ecuadorberichts widmen zu können. Da hat Schwesterlein im fernen Südfrankreich schon Recht, wenn sie sich beschwert ;-)
Nachdem wir dieses Wochenende aus Gründen einerseits nicht (weit) weg konnten und andererseits leider beide grad einen rauhen Hals und sowas Lästiges haben, war mal wieder Zeit sich um liegen gebliebenes kümmern zu können.Somit ist jetzt Tag 14 von Ecuador fertig. 2 Tage noch, dann ist der Urlaub rum, sozusagen.

Für den nächsten Tag wandten wir uns bei allerbestem Wetter in die andere Richtung und stiegen zum Vermuntferner und zur Ochsenscharte auf, um zur Dreiländerspitze zu gelangen. Der Gletscher ist flach und war komplett aper, so dass wir gemütlich seilfrei zur Ochsenscharte aufsteigen konnten.

Blick hinab ins Ochsental zur Wiebadner Hütte
Wir waren zwar die ersten beim Frühstück, aber weil wir uns da gern Zeit lassen, liefen wir erst eine halbe Stunde nach den Ersten, einer Wiener 3er-Gruppe, los. Ausser uns waren das die Einzigen, die sich auf den Weg zum Piz Buin machten, schön leer also :-) Allzu erfreulich sah das Wetter nicht grad aus beim Loslaufen, aber wir hofften auf den Wetterbericht, der Besserung versprochen hatte.

Morgenpanorama von den Buinen über das Silvrettahorn zur Schneeglocke
Start des Silvretta-Berichts. Zum Anfang mal was ganz Neues: Start einer Bergwoche (naja, beinahe), mit einer Bootsfahrt und das auf über 2000m :-) Ungewöhnlich und praktisch, spart man sich doch eine knappe Stunde Gehatsche auf dem Seerundweg ;-)

Böötle-Fahren auf 2000 Meter