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Essen

Freitag, August 28, 2015

Dies Jahr ist kein gutes für Pilze. Das soll keine Beschwerde sein, lediglich eine Feststellung.

Nachdem es vorige Woche ja doch mal geregnet hatte, versuchten wir am Wochenende auf unserer üblichen Pilz-Berg-Runde für’s Abendessen zu sorgen. So richtig viel Hoffnung hatte ich nicht.

Unten gleich am Anfang stand ein bilderbuchmäßiger Parasol, unsere Hoffnungen kletterten spontan in die Höhe. Dann folgte eine arge Durststrecke, bis wir an einem Bach wenigstens noch ein paar Wieseltäublinge fanden. Damit war immerhin schon eine schmackhafte Pilzsosse zu irgendeinem Fleisch drin.

Den Rest der langen Tour fanden wir sporadisch Täublinge (Wiesel-, Speise-), 3 kleine Schusterpilze und noch einen Parasol. Den einen Satanspilz und die vielen Klebrigen Hörnlinge liessen wir stehen. Sonst gab es so ziemlich gar nichts, weder bekannt noch unbekannt.

Am Ende reichte uns die Ausbeute von 6 Stunden Tour (knapp 1000 Höhenmeter) dann doch für ein Essen. Es gab knapp 300 Gramm Pilze für jeden. Für ein Pilzgulasch mit Semmelknödel ist das genug (wobei es zwei statt Knödel auch getan hätten).

An der Chilifront tut sich langsam etwas. Der erste Jalapeno wurde rot. Wir teilten ihn zeremoniell und jeder verspeiste eine Hälfte. Ich fing an unteren Ende an und wollte gerade anmerken, dass die Jalapenos diesmal recht mild seien, als der Mann neben mir hustend und keuchend feststellte, dass die Jalapenos es dieses Jahr ja ganz schön in sich hätten. Er hatte am anderen Ende angefangen.
Ich sag mal so: die Kurve der Capsaicin-Verteilung von der Spitze zum Strunk der Jalapenos ist diesmal sehr steil ;-)

Von engel am 28.08.2015 05:34 • diary(0) Kommentare

Ja

Dienstag, August 25, 2015

Über Geograffitico von den Scienceblogs bin ich auf einen sehr sehr netten Test in der New York Times gestossen:

A Quick Puzzle to Test Your Problem Solving

Und ja, natürlich bin ich reingefallen. Und nochmal ja, darin erkenne ich mich sehr wieder.

Definitiv eine Sache, die man im Hinterkopf behalten sollte!

Von engel am 25.08.2015 10:39 • diary(0) Kommentare

Allgäu-Urlaub zum Zweiten

Donnerstag, August 13, 2015

Heiß war’s in unserer zweiten Urlaubswoche. Und auch schön und weitgehend trocken :-) Wie üblich in letzter Zeit lief nicht alles wie gewünscht, aber wir haben dennoch schöne und abwechslungsreiche Touren hingekriegt. Die Hitze hat mir auch diesmal etwas zugesetzt, aber mit Pause und Flüssigkeit war das schnell wieder vorbei.

Von engel am 13.08.2015 21:23 • diary(2) Kommentare

Umgedrehter Tag

Mittwoch, August 12, 2015

Wegen einer Websession mit USA ist heute ein ‘verdrehter Tag’. Vormittags Klettern in Thalkirchen, Nachmittags/Abends dann ein Seminar von der USA Ostküste. Es ist ein wenig seltsam, erst Mittags zu kommen und dann bis Nachts zu bleiben (wobei ich es genoß, aus der Hitze ins klimatisierte Büro zu kommen). Und es wird wohl auch das erste Mal sein, dass ich direkt nach der Arbeit ins Bett gehe ;-)

Was mir immer und immer wieder auffällt, wenn ich mit Amerikanern zu tun habe: die unendliche (aufgesetzte?) Freundlichkeit und die unglaubliche Neigung zu Übertreibungen. Ich käme mir verdammt blöd vor, einen durchschnittlichen Vortrag ständig als ‘awesome’ zu bezeichen und die Anzahl von ‘Thank you guys for <whatever>’ war nahezu unendlich.

Im Vergleich dazu muss es Amerikanern hier geradezu arktisch unterkühlt vorkommen, wo man Lob nur dann verteilt, wenn es auch verdient war. Und manchmal nicht mal dann (‘Nicht geschimpft ist Lob genug.’), das finde ich aber auch nicht richtig.

Was auch auffällt ist, dass die Jungs samt und sonders in der Lage sind, nicht-langweilige Vorträge über reichlich technische Themen zu halten und das ist tatsächlich ‘awesome’ :-)

Von engel am 12.08.2015 18:23 • diary(2) Kommentare

Weg

Donnerstag, Juli 30, 2015

Eben den Kollegen in die passive Phase seiner Altersteilzeit verabschiedet, der mir die letzten 10 Jahre entweder gegenüber oder im Rücken gesessen hat und mit dem ich immer gern zusammengearbeitet habe. Das ist schon ein wenig komisch, dass der jetzt wirklich und endgültig weg ist.

Heute vormittag sind wir noch (ich in Chef-Vertretung) durch die Formalitäten gegegangen, die für einen Austritt aus der Firma nötig sind, dann gab es noch Mittagessen und jetzt ist ... Schluß. Und mir gegenüber steht nur noch ein leerer Schreibtisch mit Monitor.

Von engel am 30.07.2015 15:13 • diary

Mini-Drama

Mittwoch, Juli 29, 2015

Derzeit laufen die Dinge bei mir nicht ganz so rund, wie ich mir das wünschen würde. Jüngstes Beispiel: Mein Clio ist kaputt.

Passend zur derzeitigen Unrundigkeit ist er nicht ganz praktisch in der Nähe einer Werkstatt oder überhaupt in der Nähe von irgendwas kaputt gegangen, sondern mitten im Wald auf dem gut versteckten Parkplatz zum Bad Heilbrunner Klettergarten.

Die Kurzfassung: Funktionierendes Auto abgestellt, klettern gegangen, als allerletzte den Klettergarten verlassen, Auto kaputt. Beim Starten der Zündung war das Auto tot. So tot, dass nicht mal mehr die Armaturenbeleuchtung ging. Nach einer Weile kam die wieder, aber Zündschlüssel-Drehen führte zu lustigen Lichterspielen und seltsamen Effekten wie Scheibenwischen kurz bevor alles wieder dunkel wurde.

Inzwischen weiß ich ja wieder, dass ich einen Autoschutzbrief habe, also habe ich den freundlichen ARCD angerufen (glücklicherweise war da Handy-Empfang :-)) und habe beschrieben, was dem Auto fehlt (Lässt sich nicht starten.) und wo wir sind (B472, Bad Heilbrunn, etwa 3 Kilometer nach der Ortsausfahrt Richtung Kochel, Feldweg und Parkplatz links).

Die Dame am Telefon wollte eine Adresse. Unbedingt. Mit Wegbeschreibungen, Straßenkilometer auf der B472 oder Ähnlichem ließ sie sich nicht abspeisen. Es musste eine Adresse sein. Die Kletterfreundin googelte auf ihrem Handy genaue Entfernungsangaben (450m hinter Unterpinzau (so ähnlich)), aber das reichte nicht. Die Dame wollte eine Adresse. Für einen Forstweg im Wald. Es kostete mich einige Selbstbeherrschung freundlich zu bleiben. Selber Google Maps aufrufen konnte sie übrigens nicht, da ist der Klettergarten nämlich drin.

Nach 20 Minuten (!) hin und her, erklärte sie sich dann doch bereit, eine Abschleppdienst zu beauftragen. Der rief an, liess sich den Weg beschreiben (siehe oben) und war nach 20 Minuten da. Yay!

Seine Diagnose: Batterie leer. Und so ganz verkehrt war das nicht, mit einer Hilfsbatterie liess sich der Clio auch problemlos starten. Aber wegen der lustigen Lichterspiele hatte ich ein paar Bedenken (nicht dass ich irgendwas von Autos verstünde) und machte den Wagen bis vor der Haustür in München nicht mehr aus. Ein erneuter Startversuch vor dem Haus: Nix ging. Nix!

Heute morgen dann nochmal ARCD. Der Anruf war diesmal nur kurz, denn das Haus, in dem ich wohne hat auch eine Adresse ;-)

Der neue Helfer maß auch die Batteriespannung (12,4V; wenig aber noch nicht ganz im Keller) und bestätigte, dass die Lichtmaschine lädt. Damit waren dann die einfachen Diagnosen eigentlich schon durch, dachte ich.

Die Werkstatt tauschte dann doch nur die Batterie aus und alles war gut. Scheinbar ist die Elektronik selbst in so einem 0815-Auto wie einem Clio so empfindlich, dass zu wenig Batterie-Spannung alles durcheinander bringt.

Mit der schnellen und ungeplanten Reparatur meines Wagens hat mich die Werkstatt aber abgezockt, glaube ich. Einmal Batterie tauschen: 228 Euro. Das ist kurz vor Schnappatmung. Meine Begeisterung für Renault München ist deutlich abgekühlt.
Aber: Ich hab wieder ein Auto :-)

Das Klettern vorher war übrigens prima :-)
Wir haben erst die Ameisenkante, dann die Kleine und die Kleinste Plattenverschneidung genossen. Im Nachhinein - das hätte ich leicht auch vorsteigen können. Beim nächsten Mal vielleicht ...


Mit Signalweste für den Abschleppdienst

Von engel am 29.07.2015 20:15 • diary

Konsultation

Mittwoch, Juli 29, 2015

Letzte Woche mal wieder ein Besuch beim Orthopäden um Voltaren-Nachschub zu besorgen. Ich bin zwar insgesamt nicht unzufrieden mit meinem Knie, aber es hat doch immer wieder so Schübe, wo es einfach nur weh tut, auch wenn es keinen offensichtlichen Grund gibt. Und jedes Mal wird die Streckung ein klitzkleines Stückchen schlechter. So langsam fällt auch Leuten auf, die mich nicht so gut kennen, dass ich gelegentlich ein wenig humpelig unterwegs bin.

Eigentlich gehe ich ja gern zu meinem Doc, weil der ein netter Mensch ist und so schön frei raus alles sagt, was ihm in den Sinn kommt. Beschönigen tut er nichts. Ob das nur bei mir so ist oder ob er alle Leute so erfrischend offen behandelt, würde mich ja schon mal interessieren.

Aber egal, bei mir nimmt er kein Blatt vor den Mund :-)
Das das Knie kaputt ist, daran besteht ja seit langem kein Zweifel. Mich beschäftigt im Wesentlichen, wie lange ich so mit dem kaputten Knie ‘rumlaufen’ kann und ab wann Handungsbedarf (aka OP) besteht.
Zusammenfassend: so lang wie möglich und erst wenn ich es nicht mehr aushalte. Weil: ‘Sie sind zu jung!’

Was das bedeutet hat er auch schön plastisch beschrieben. Je weniger ich in die Streckung komme, umso schmerzhafter wird irgendwann später die Therapie, weil sich Sehnen und Muskeln verkürzen. ‘Da müssen Sie dann durch.’ Nett auch: ‘Sie müssen sich halt darüber klar sein, dass Sie wohl nie mehr schmerzfrei sein werden.’ Naja, das ist jetzt auch nichts womit ich nicht gerechnet hätte. Aufhören ist keine wirkliche Option und macht die DInge insgesamt auch nicht besser. Wenn man mal mit dem Aufhören anfängt, hört das nicht mehr auf.

10 Jahre sollte ich noch durchhalten. Ich hoffe, bis dahin hat es dann jemand geschafft, Knorpelgewebe nachwachsen zu lassen. Das wäre bestimmt besser, als alles rausreißen und irgendwas Künstliches einzubauen.

Von engel am 29.07.2015 20:09 • diary

Status

Mittwoch, Juli 22, 2015

Der Arm ist inzwischen ordentlich verschorft und heilt gut ab. Keinerei Anzeichen einer Entzündung, was ich sehr erleichternd finde :-)
Es war ja doch reichlich Dreck drin. Ob es an irgendeiner Stelle ein ‘Dreck-Tattoo’ geben wird, wird sich zeigen, wenn der Schorf ab ist. Ich glaube aber, da wird nichts zurückbleiben.

Klettern diese Woche fiel auf Dienstag und da das übliche Programm durchziehen zu wollen - vorher Crosstrainerlaufen und ein bisserl Muskeltraining im Fitnesscenter - war meine bislang bescheuertste Idee dieses Sommers. Nach 15 Minuten auf dem Crossdingens gab ich schweißgetränkt auf und liess die Muskeltrainiererei dann auch bleiben, weil ich ständig an den Geräten kleben blieb.

Nachdem ich Kletterfreundin aufgesammelt hatte, schauten wir dann erst mal fassunglos die Halle in Tölz an: Geschlossen!
Ich war schon drauf und dran den Tag als Totalverlust abzuschreiben, da kam die Freundin auf die Idee, wir könnten doch mal beim nahegelegenen Klettergarten vorbei schauen. Echter Fels! Was für eine seltsame Idee ;-)

In dem Klettergarten hat es hauptsächlich Plattenkletterei und da muss man sich erst mal dran gewöhnen. Alles Füße und absolut nix für die Hände, das ist anfangs schon ziemlich gruselig ;-) Aber die mutige Kletterfreundin (die ja eh viel besser ist als ich) stieg alles vor, deswegen konnte ich mich da schön langsam dran gewöhnen. Und eigentlich - so schlimm sind Platten gar nicht :-)

Von engel am 22.07.2015 21:10 • diary

Abgestiegen

Mittwoch, Juli 15, 2015

In unregelmäßigen Abständen muss man für’s Radeln halt ein Blutopfer bringen, meinte der Kollege am Montag sinngemäß als er mit einem blutenden Knie im Büro auftauchte. Hmmmmm. Ja, Scheint so.

Mein Opfer war dann gestern Abend, als ich versuchte mit dem Bike einen Salto zu machen. Misslang gründlich ;-)

Englischer Garten, links des Maximilianueums. Ich fahre Richtung Volksbad, bin geistig schon beim Einkaufen und lasse es mehr oder weniger rollen. Von rechts, zunächst verdeckt von Büschen, kommt eine Dame angeradelt, bergauf, also langsamer. Wir sehen uns im letzten Moment, bremsen beide. Sie bleibt gleich stehen, bei mir rutscht das Vorderrad weg und ich überschlage mich mitsamt dem Rad.

‘Das sah sehr spektakulär aus!’, meinte die Dame. ‘Ist etwas passiert?’
Nachdem ich mich aufgerappelt, ein wenig sortiert und mein kopfüberstehendes Rad von der Dame geklaubt hatte, an der es lehnte, konnte ich erst mal verneinen. Der Dame war auch nichts passiert, wir radelten also wieder unserer Wege.

Also sie radelte, ich klopfte mich erst mal gründlich ab (Kies und Dreck und Staub allüberall). Meine Handflächen taten etwas weh und am Oberschenkel, wo ich auf den Schlüsselbund in der Hosentasche gefallen war, würde ich wohl einen großen blauen Fleck bekommen.

Beim Rad hatte es den GPS-Halter zerlegt und die Lenkerhörnchen verstellt. Dem Helm war nichts passiert. Verstellte Hörnchen sind doof, also kramte ich erst mal mein Radwerkzeug raus und stellte die wieder richtig ein. Da war Blut am (weissen, deswegen fiel das so auf) Sattel. Nanu?

So stellte ich dann fest, dass doch etwas passiert war: eine lange und inzwischen ordentlich blutende Schürfwunde am linken Unterarm. Voller Dreck und Staub und Steine. Yay!

Als ich das genauer betrachtete, bot mir eine sehr erschrockene Dame Taschentücher zum Abtupfen an, was ich sehr gern annahm. So richtig weh tat mir aber nur der Oberschenkel, ich sah deswegen keinen Anlass, meine Pläne - ‘Loin des Hommes’ im Theatiner gucken - zu ändern. Auf der Toilette im Kino wusch ich die Wunde noch gründlich mit Wasser aus. Eine weitere erschrockene Dame bot mir ein fingernagelgroßes Pflaster an. Das hätte ich nicht mal hinkleben können, ohne dass es direkt wieder von Blut und Gewebswasser weggespült worden wäre. Aber nett war es, wie überhaupt alle möglichen Leute, die die Wunde sahen. Es hat wirklich viele nette Menschen in München, möchte ich feststellen!

Abends daheim fand ich die Schürfwunde bei genauerer Betrachtung dann doch etwas übler als gedacht. Es steckte zwar kein Kies drin, aber alle Ränder waren schwarz von reingeklebtem Staub und der ließ sich auch nicht rauswaschen. Eigentlich kam ich mir ein bisserl blöd vor, wegen sowas ins Krankenhaus zu fahren, aber dass die Wunde sich nicht richtig säubern liess, war mir dann doch unheimlich.

Also Notaufnahme und nach kurzer Wartezeit und einer ziemlich unangenehmen Desinfektions- und Säuberungsaktion mit einer Art Schwamm mit einer rauen und einer weichen Seite, ziert meinen Arm nun ein riesiges Pflaster. Ist besser so.

Von engel am 15.07.2015 06:20 • diary

Heißer Urlaub

Dienstag, Juli 07, 2015

Mit der ersten Urlaubswoche des Jahres haben wir diesmal den Jackpot erwischt :-) Sonne, Sonne, Sonne, Sonne! Und Hitze und Gewitter natürlich, aber das kann bei so viel Feuchtigkeit ja nicht ausbleiben. Ich hatte ja in letzter Zeit öfter mal Probleme, wenn es zu heiß wurde, aber obwohl die Wetterfrösche unablässig von Hitzerekorden und ähnlichem gesprochen haben, habe ich die plötzliche Erwärmung ganz gut überstanden.

Von Anfang an war der Plan, das Allgäu und die angrenzenden Gebiete unsicher zu machen, wenn das Wetter mitspielen würde und so haben wir nicht mal ansatzweise in Erwägung gezogen irgendwo hin zu fahren. Trotz diverser technischer Probleme haben wir ein paar schöne und abwechslungsreiche Touren hinbekommen :-)

Samstag, 27.06.2015: MTB Kürnacher Wälder
Es waren ab Nachmittag Gewitter vorhergesagt, daher suchten wir uns eine interessante Runde rund um Daheim, um jederzeit abbrechen zu können. Es war extrem schwül und damit war der neuentdeckte Trail hinter Wiggensbach eine arg schweißtreibende Angelegenheit. Wir kamen direkt mit dem Gewitter am Eschacher Weiher an, deswegen fielen die Pläne, dort Schwimmen zu gehen ins Wasser. Der Heimweg war ausgesprochen nass.

Sonntag, 28.06.2015: Bike&Hike Hohe Gänge
Allzu viel Bike gibt es bei der schönen Runde um den Häbelesgund nicht, aber meinereiners Knie ist um jeden Abstiegsmeter froh, der nicht gelaufen werden muss. Leider ist der kleine Weg in den Häbelesgund inzwischen gruselig ausgebaut worden, so wie es aussieht für das Quad des Jägers, dem das Hüttchen da oben gehört. Wenn man die üble Wunde im Berg erst mal hinter sich hat, ist es da oben nett und schön wie immer. Wir nahmen den gesamten Grat um den Kessel mit, Rotspitze, Gamsbollenkopf, Hohe Gänge, Breitenberg. Kaffee und Kuchen im Cafe Horn (mäßig empfehlenswert) wurde leider mit einem Platten im Hinterreifen (sonst wärs ja einfach) vom Bike des besten Allgäuers von Allen ‘belohnt’.

Montag, 29.06.2015: Bike&Hike Galtjoch über Alpe Raaz
War ja klar, dass die Hohen Gänge nach der langen Pause bei mir erst mal Muskelkater produzieren. Wir planten von vornherein viel Bike und wenig Berg, da ist die nette Raaz-Alpe von Rinnen aus und dann auf Galtjoch und Abendspitze genau das Richtige: 950 Höhenmeter radeln, 350 Höhenmeter laufen. Der Kuchen auf der Raaz-Alpe war absolut ausgezeichnet, der allein lohnt schon, da rauf zu radeln.

Dienstag, 30.06.2015: Bike&Hike Klettersteig Tajakopf
Wo wir dann schon mal beim Biken und Radeln waren und noch dazu Urlaub hatten: den Tajakopf-Klettersteig kann man am Wochenende nicht machen, da haben wir schon Leute in endloser Schlange am Grat stehen sehen. Jetzt wo ich den Steig gemacht habe: Verständlich, da hat es durchaus anspruchsvolle Stellen drin, die auch ordentlich Kraft brauchen. Mindestens drei Mal bleibt einem kaum etwas anderes übrig, als sich am Seil hochzuhangeln (womit dann bewiesen wäre: die neuen Klettersteighandschuhe taugen). Sonst kann man die meiste Zeit im Fels gehen und die Landschaft ist da oben ja eh großartig.
Einer, der mit uns einstieg und schon bei den beiden unteren Aufschwüngen ernsthafte Probleme hatte, blieb irgendwann zurück. Der einzige Nachsteiger, den wir im Abstieg noch trafen, meinte, der hätte seitwärts raus wollen. Das wäre arg dumm, ich hoffe, er ist am Seil umgekehrt.
Wir waren den ganzen Steig über und am Gipfel allein :-)

Mittwoch, 01.07.2015: Bike-Reparatur und MTB Eschacher Weiher
Auf der Abfahrt vom Seebensee fing mein Bike an verstärkt seltsame Geräusche zu machen. Mein Radl-Fachmann stellte fest, dass der Freilauf defekt war. Er tauschte ihn aus (glücklicherweise hatte Willi Koller einen vorrätig) und wir radelten zur Erholung an den Eschacher Weiher zum Baden (sind auch immerhin >500 Höhenmeter).

Donnerstag, 02.07.2015: Bike&Hike Ramstallspitze über Bernhardseck
Wo mein Rad nun wieder OK war, dachten wir, dass wir es ja mal richtig fordern könnten. Zum Beispiel mit der Auffahrt zum Bernhardseck, die uns noch in unguter Erinnerung war. Damals hatten wir aber noch viel schlechtere Räder. Nunja, man kann da auch mit richtig guten Rädern nicht hochradeln. Und wenn so frisch aufgekiest ist, wie zur Zeit, kann man auch nicht runterradeln. Wir schoben also das letzte Stück hoch und nach der Bergtour wieder runter. Uff!
Die Landschaft da oben aber, die Aussicht, die Flora, das alles ist Klasse, deswegen lohnt es sich auch, da rauf und nachher wieder runter zu schieben. Inzwischen war aber die Saharaluft angekommen und es war nahezu unerträglich heiß. Auf dem Grasrücken zur Mutte war ich knapp davor, mich hinzusetzen und aufzugeben, mir war schon halb schlecht vor Hitze. Nach dem Abzweig ins Gumpental kam aber endlich ein leichter Wind an uns hin, und alles war wieder gut. Der Weg zur Ramstallspitze ist lang und schmal und einsam und teilweise schwer zu finden. Ab dem Karjoch ist der Zustieg weglos über mit arg losem Geröll bedeckte Schrofen und eigentlich nicht sehr schön. Dafür steht man hinterher halt ganz allein auf der Ramstallspitze :-)
Der Rückweg zog sich dann sehr hin und stresste mein armes Knie, das den Abstieg über die widerlichen Schrofen nicht gut wegsteckt hatte, so sehr, dass nach langer Zeit mal wieder das ‘Gummiknie’ fällig war. Die letzten 800 Höhenmeter dann ein Fahrrad zu haben, war schon prima :-) Irgendwo in der Mitte der Abfahrt, ging dann das Tretlager an meinem Fahrrad fest. Einfach so.

Freitag, 03.07.2015: Bike-Reparatur, Gewitter und Chilihaus-Pimpen
Nachdem der beste Allgäuer von Allen verifiziert hatte, dass es wirklich das Tretlager war, brachte ich das Bike zur Reparatur. Zum Tretlager einpressen braucht man Werkzeug das wir nicht haben. Kurz drauf kamen völlig überraschend schwere Gewitter, so dass wir gar nicht erst auf die Idee kamen, irgendwas machen zu wollen. Als es wieder schön wurde, zogen wir unter unser ‘Chilihaus’ eine regenfeste Folie, so dass die armen Pflanzen nun ein wenig besser vor dem Allgäuer Wetter geschützt sind. Momentan schlagen sie sich wacker. Das schöne Wetter über die Woche tat sichtlich gut.
Abends holten wir den kleinsten Neffen am Bahnhof ab und ließen uns im Birkenmoos die allerletzten Spareribs servieren.

Samstag, 04.07.2015: Neffen-Event Salewa-Klettersteig und Schwestergeburtstagsgrillen
Weil Hitze und viel Betrieb zu erwarten waren (und weil wir natürlich *nicht* mit der Bahn fahren wollten), hieß es für den Neffen früh aufstehen. Der nahm das aber locker, genauso wie den erstaunlichen netten verstecken Aufstieg zur Iselerbahn, wo wir uns in die Reihe der Klettersteig-Aspiranten einreihten. Es sah nicht so aus, als sei außer uns noch jemand zu Fuß zum Klettersteig aufgestiegen.
Entgegen aller Befürchtungen war es von der ersten Wartezeit abgesehen, nicht allzu nervig den Salewa-Steig zu begehen. Natürlich steigt man da in einer Kette von Menschen hinauf, wenn man sich aber an das Tempo hält (und weil es der allererste Klettersteig des Neffen war und weil da tatsächlich auch schwere Stellen drin sind und weil der Neffe ganz vorbildlich im Fels ging, waren wir nicht schnell) ist man zwar nicht allein unterwegs, muss aber auch nicht mehr wirklich warten. Der Neffe hatte nicht mal an der Bergführerplatte, die leicht überhängt, ein Problem und schien wirklich Spaß zu haben. So soll das!
Abends sausten wir zum Schwestergeburtstagsgrillen Richtung Donauwörth und ließen uns mit Unmengen gutem Essen abfüllen. Heimfahren war danach ernsthaft anstrengend.

Sonntag, 05.07.2015: MTB Eschacher Weiher
Zum Abschluss, wegen der Hitze und weil wir doch eher spät aufstanden, gab es dann nochmal einen Bade-Radeltag am Eschacher Weiher. Es gibt Schlimmeres :-)

Von engel am 07.07.2015 21:51 • diary
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