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Sommer-Tage

Donnerstag, April 16, 2015

Tag für Tag wird es schöner und wärmer - und bei aller Liebe zu Schnee und Skiern unter den Stiefeln - Hach :-)

Am Montag hatte ich die Temperaturen etwas unterschätzt und musste schon auf dem Weg ins Büro die Jacke in den Rucksack stopfen. Auf dem Heimweg ließ sich Schwitzen nicht vermeiden, denn ich war noch mit der Winterradelhose unterwegs. Es hatte ein laues Lüftchen und mit viel gutem Willen konnte man die ersten Blättchen und Blüten am Gesträuch allüberall erkennen.

Dienstag wären wir sogar beinahe draußen geklettert, wenn ich nicht die Expressen vergessen hätte. Aber immerhin: beinahe schon draußen geklettert!
Der restliche Tag zeichnete sich dafür dadurch aus, dass 90% der Autofahrer den Frühling nicht zu vertragen schienen. Da wurde bescheuert überholt, über rote Ampeln gebrettert (nix ‘dunkelgelb’), gehupt und gestaut.
Meinen Crosstrainer-“Lauf” vor dem Klettern musste ich wegen noch immer fürchterlichem Saisonanfang-Bergab-Muskelkater abkürzen. Wenn die Muskeln auch nach dem Warmwerden noch schmerzen, macht man besser was anderes ;-) Am nächsten Tag konnte ich immerhin schon beinahe nach dem Aufstehen (vom Sitzen) wieder gehen.

Am Mittwoch war ich schon in der Früh mit kurzen (naja, halblangen) Radlhosen unterwegs und erfreute mich an den inzwischen vollständig aufgegangenen Blüten der Forsythien und Zierkirschen in der Gärten. Büsche und Bäume werden inzwischen auch schon ganz deutlich grün.
Für den Nachmittag hatte ich mir eine schöne lange wunderbar warme Isar-Runde vor dem Kino aufs GPS geladen (eigentlich unnötig, weil Isar rauf und Isar runter bis zu den Museum Lichtspielen geht tatächlich auch ohne Navigation, aber das neue Navi muss noch bespielt und betestet werden) und belohnte mich danach für die derzeit etwas schwierigen Arbeitsbedingungen im Büro mit Kino. Ich sah Cake, einfach nur weil der genau zur rechten Zeit kam und mochte den Film, auch wenn ich mir die Protagonistin nach Beschreibung noch um einiges zickiger vorgestellt hatte. Eher so wie Nicholson in ‘About Schmidt’, aber so richtig zickige Ladies gehen vielleicht noch nicht im Kino.

Donnerstag fing wunderschön an, war dann aber doch eher bedeckt (wenn auch nach wie vor recht warm). Meine Pläne, mich am Feringasee in die Sonne zu legen, kippte ich wegen des Windes, der uns beim Gang zum Mittagessen ziemlich durchblies. Nach ordentlich Ärger im Büro (es gilt noch immer Fronten zu klären, ich arbeite derzeit ganz heftig an meinem Zicken-Status) nahm ich dann doch wieder Kino und ließ mich von einem 3D-Kinderfilm berieseln. Home ist wie zu erwarten gewesen war sehr nett und absolut entspannend :-)

Von engel am 16.04.2015 20:03 • diary(0) Kommentare

Ausfälle

Mittwoch, April 08, 2015

Zunächst ein kleiner Nachtrag zu gestern:

Am Nachmittag fiel das Netz im Büro aus. Das bedeutet für mich im Grunde, dass Arbeiten nicht mehr möglich ist. Für 99% der Dinge, die ich mache, brauche ich zumindest in funktionsfähiges Intranet (nach draußen ist meist nicht sehr wichtig). Ich hatte noch ein wenig Dokumentation ‘übrig’ und konnte so die Zeit ohne Netz vernünftig überbrücken. Da nicht absehbar war, wann das Netz zurück kommen würde (es war die Rede von einem Wasserschaden im Technik-Raum), nahm ich mir vor, im Fall des Falles direkt schon am Nachmittag ins Kino zu gehen statt wie ursprünglich geplant am Abend.

Das Netz kam beizeiten zurück und Arbeiten war wieder möglich. Ich blieb also wie zunächst geplant bis Abends und radelte dann ins Kino. Dort allerdings sah es arg leer aus, keine Leute an der Kasse oder im Foyer. Tja: es war das falsche Kino, das in dem der Film am Nachmittag gekommen wäre. Und das Kino, zu dem ich eigentlich hätte radeln wollen war zu weit weg, um es zur richtigen Zeit noch dort hin zu schaffen.

Der nächste Film im ‘falschen’ Kino hätte mich zwar auch interessiert, aber auf den hätte ich noch anderthalb Stunden warten müssen. Dazu hatte ich keine Lust, also fiel Kino aus und ich radelte gemütlich durch den nahezu lauen sonnigen Abend nach Hause und kümmerte mich um meine kleine Wohnung, die das dringend nötig hatte. Irgendwie hatte ich mir den Abend anders vorgestellt, aber wer ans falsche Kino radelt, muss halt mit den Konsequenzen leben ;-)

Kino gab es dann heute: The Second Best Exotic Marigold Hotel
Wunderbares Gute-Laune-Kino, ganz und gar zauberhaft, bunt und schön und mitreissend. Vorhersehbar auch, aber das macht überhaupt nichts aus, wenn man eh nur gut unterhalten werden will.

Auf dem Heimweg waren dann ab dem Rosenheimer Platz alle Ampeln ausgefallen. Auch die am Mittleren Ring, was so mitten im Feierabendverkehr (naja, kurz danach eher) für zwei ordentliche Adrenalischübe sorgte. Uff!

Den ersten bekam ich, als ein netter Autofahrer auf einer doppelspurigen Straße (Bad Schachener Straße, Kreuzung Aschheimer Straße) auf der ersten Spur anhielt, um ein paar Fußgänger und mich queren zu lassen. Und - Wuuuusch! - raste auf der zweiten Spur ein zweites Auto am ersten Auto vorbei. Ich machte eine Vollbremsung (war eh nicht schnell) und schaffte es grad so, dass das Vorderrad nicht erwischt wurde. Das erste Auto wollte grad losfahren, als ich voll in die Eisen stieg und hätte deswegen beinahe mein Hinterrad erwischt. Ich hörte die Reifen quietschen. Das war echt knapp, vorn wie hinten.

Am zweiten (kleinen) Adrenalinschub war ich selbst schuld, weil ich ein abbiegendes Auto arg spät sah. Da war es aber weder besonders knapp, noch musste irgendwer eine Vollbremsung hinlegen.

Sonst schien ein ganzes Stück weit an der Bad Schachener Straße der Strom ausgefallen zu sein. Alles Mögliche war arg unbeleuchtet, aber es war ja auch noch nicht richtig dunkel.

Von engel am 08.04.2015 21:00 • diary(0) Kommentare

Wind

Dienstag, März 31, 2015

Der heutige Tag war, was das Radeln angeht, morgens einigermaßen anspruchsvoll. Münchens Häuser kanalisieren und (zum Teil) verstärken den Wind, so dass ich gelegentlich das Gefühl hatte, steil bergauf zu fahren.  Einmal (und wirklich nur einmal, Murphy läßt grüßen) kam der Wind von hinten, das war nett. Dabei war insgesamt schwer abzuschätzen, wann der Wind von wo kam, ich hatte teilweise das Gefühl, er drehe von Straße zu Straße.

Wind von der Seite schob mich immer wieder mal ein ganzes Stück nach rechts oder links. Ich achtete sehr darauf, nicht allzu nah am Bordstein zu radeln. Bei den Towers musste ich dann sogar absteigen und schieben, denn ich schaffte es nicht rechtzeitig weit genug runter zu schalten, so plötzlich erwischte mich der Wind von vorn.

An den Radlständen zwischen den beiden Türmen richtete der Wind trotz der schönen Edelstahlbogen, an die man die Räder ansperren kann, ein ordentliches Durcheinander an. So gut wie alle Räder wurden umgepustet. Aber dank des heftigen Gewitters am Nachmittag wurden die Räder auch hochdruckgewaschen ;-)
Unser Turm knarzte übrigens den ganzen Tag. Ich verstehe allerdings nicht so Recht, weshalb und wo, das ist doch ein Stahl- und Glasturm.

Auf dem Weg in die Innenstadt sah ich dann, dass wir da draußen recht gut weggekommen waren. Überall lagen große Teile der Bäume auf den Wegen und verschiedene Häuser wurden von Polizei und Feuerwehr abgesperrt, weil irgendwas weggeblasen war oder runterzufallen drohte. Und es gab Stau allüberall. Da ist man um ein Rad doch wirklich froh :-)

Auf dem Heimweg gab es dann beinahe Rückenwind. Beinahe. Immerhin.

Der Vollständigkeit halber noch ein paar Worte zur letzten Zeit und warum es trotz bester Vorsätze so still war.

Mir mangelt es unter der Woche ganz gravierend an Zeit. Das hat unter anderem mit internen Diskussionen bei der Arbeit zu tun, bei denen ich dann doch endlich alle diplomatischen Bemühungen über Bord geworfen habe. Was nicht geht, geht halt nicht. Seitdem bin ich fieberhaft dabei, vier Wochen diskussionsbedingten Stillstand eines Projektes aufzuarbeiten und nebenher kein anderes Projekt über Bord gehen zu lassen. Ich bin sehr froh, das mir eine einigermaßen lässige Grundeinstellung mitgegeben wurde, sonst hätte ich neben dem Stress vermutlich auch Schlafprobleme.

Zum Ausgleich gab es Kino galore und letzten Donnerstag das erste Mal Klettern seit langem. Dass die Kletterfreundin und ich das jetzt wieder regelmäßig tun können, ist Klasse. Das erste Mal waren wir nach 4 Routen platt, aber das ist OK. Immerhin waren das lauter 6er Routen und auch wenn Tölz dem Hörensagen nach eher leicht geschraubt ist, ist das doch nicht zu verachten :-)

Die beiden letzten Wochenenden krankten abwechselnd am Wetter oder an uns, wir konnten aber immerhin die Grillsaison schon mal gründlich einläuten und Sonne auf der Terrasse genießen. Man muss nehmen was man kriegt und wenn da keine Touren dabei sind, ist das halt so.

Von engel am 31.03.2015 21:12 • diary(0) Kommentare

Neuer Versuch

Dienstag, März 24, 2015

Diesmal rief ich aber vorher beim Theatiner Filmtheater an. Die Dame am Telefon versicherte glaubhaft, heute habe es Strom und somit fände auch die Vorstellung statt. So war es auch. Für einen Film um 16:15h war es erstaunlich voll.

Samba gefiel mir recht gut. Auch wenn das Thema nett und halbwegs freundlich umgesetzt wurde, bekommt man doch gelegentlich Bauchschmerzen, wenn man zusieht, wie Samba versucht, sein Leben zu organisieren. Natürlich ist es auch lustig und es hat laute nette Leute da, aber ... Naja, aber halt.

Was das Französisch-Verstehen angeht: Ähem. Vielleicht ist ein Film, wo andauernd seltsame Akzente vorkommen, doch nicht so geeignet. Ich werd weiter üben müssen ;-)

Beim Radeln sah es im Englischen Garten sehr schön frühlingshaft aus:

Von engel am 24.03.2015 20:52 • diary(0) Kommentare

Stromlos

Montag, März 23, 2015

Heute extra sehr früh von der Arbeit gegangen, um nochmal Französisch zu üben. Ich hab da so vage Pläne, bei denen es nicht schaden würde, doch wieder ein bisserl besser mit der Sprache zurecht zu kommen.

Als ich das Rad vor dem Theatiner Filmtheater abstellte, kam mir irgendwas ein wenig seltsam vor, aber ich bin meistens nicht sehr aufmerksam, deswegen spazierte ich trotzdem in die Passage rein und stand verwundert vor der geschlossenen Tür des Filmtheaters. Zu? Komisch.

“Wir haben keinen Strom.”, informierte kurz drauf ein leicht gestresst wirkender junger Mann mich und 4 andere Leute. “Der Film fällt aus.”

Ähem. Ja, rundrum war alles unbeleuchtet, das Cafe und das Geschäft gegenüber waren zu und überhaupt wirkte die ganze Passage unbelebt. Das fiel mir wirklich erst auf, als mich beim Rausgehen aus der Passage umsah. Ich überlege noch, was das über mich aussagt.

Französisch-Üben fiel also aus. Und es war auch arg früh für Filme, grad mal 4 Uhr, aber wo ich nun schon mal in Sachen Kino unterwegs war, wollte ich auch irgendwas anschauen. Das Handy spuckte ‘Cinderella’ in den Museum Lichtspielen aus. Prinzessin statt Afrikaner in Paris, das ist doch mal ein Gegensatz!

Cinderella war übrigens wirklich nett. Nicht ganz so quietschsüß wie man vermuten würde, dafür aber mit einer sehr schön(en) bösen Stiefmutter und einem schön intriganten Großherzog. Und mit der besten Guten Fee, die man sich vorstellen kann, denn welche Gute Fee kann schon besser sein als eine, die von Helena Bonham Carter gespielt wird :-)

In der Münchner Wohnung wurde der Futon, auf dem ich schlafe und der inzwischen doch schon ziemlich hart und knubbelig geworden ist, mit einer ‘Wolke’ aufgewertet. Damit meine ich eine Auflage aus Schaumstoff und diesem sich anschmiegenden Material, das angeblich auch auf der ISS verwendet wird. Für eine neue Matratze bräuchte ich auch ein neues Bett, denn mein Bett ist eigentlich ein Futon-Klappsofa und würde jede Matratze in Nullkommanix ruinieren.
Jetzt also mit Auflage. Ich werde garantiert wie auf Wolken schlafen.

Von engel am 23.03.2015 21:35 • diary(0) Kommentare

Hoch hinaus

Donnerstag, März 19, 2015

Durch die beiden (verteilten) Schulungstage in dieser letzten Woche, habe ich jetzt mal ganz neue Sphären im Tower kennen gelernt.

‘Sphäre’ ist gar keine so schlechte Beschreibung für den 20. Stock, in dem der zweite Teil der Schulung stattfand (der erste Teil war im 14. Stock, das ist auch schon deutlich höher als mein ‘heimatlicher’ dritter Stock). Da oben ist die Aussicht über München echt nicht schlecht, selbst wenn die Alpen wegen diesig heute bestenfalls zu erahnen waren.

Kino-mäßig habe ich einen Teil meiner Wunschliste ‘abgearbeitet’ und weil ich ja gern Filme, deren Sprache ich auch nur rudimentär verstehe, gern im Original anschaue, gab es La famille Bélier auf Französisch. Mit Untertiteln allerdings :-)

Ich bin a weng rostig geworden, muss ich zugeben. Anfangs verstand ich genau gar nichts und wäre ohne die Untertitel einfach nur verloren gewesen. Aber so ab der Mitte des Films kam das (grobe!) Verständnis so langsam wieder. Wahrscheinlich hätte ich auch am Ende des Films ohne Untertitel nicht viel verstanden, aber irgendwie kam mit dem Mitlesen auch das Verstehen wieder. Ich sollte wieder mehr französische Filme gucken, sonst geht mir die Sprache demnächst verloren (Hörbücher sind keine Alternative, ohne visuelle Unterstützung geht nur Englisch).


Tiefblick aus dem 20. Stock


Blick über München

Von engel am 19.03.2015 22:01 • diary

Frühlingsradeln

Dienstag, März 17, 2015

Oder zumindest etwas, was da ganz nah dran ist :-) Die Zeichen mehren sich:

  • Die ersten Bärlauchspitzchen in den geschützten Bereichen des Englischen Gartens entdeckt.
  • Weder morgens noch abends eine Lampe gebraucht, obwohl ich den fast langen Weg nach Hause geradelt bin. Ohne Handschuhe.
  • Seit 2 Tagen kann ich im T-Shirt heimradeln. Also, unter der (dünnen) Jacke. Der Pulli drunter ist schon zu warm.
  • Am Eisbach hat es Surfer. Naja, zugegeben, die hat es schon lang und eigentlich auch schon im Winter, aber es werden wieder mehr.

Zur Feier des Frühlings habe ich heute gleich mal mein Radl wieder gewaschen. Also waschen lassen natürlich, in so einer Auto-Waschbox. Jetzt sieht es wieder hübsch aus.

Sehr gefreut hat mich der Kommentar des Organisators der abteilungsübergreifenden Schulung heute: Du bist die Radlerin, stimmts?
Hmm, ja, stimmt. Ich bin natürlich nicht die einzige Radlerin der Firma, aber vielleicht die Auffälligste mit dem hübschen Stormtrooper-Schmetterlings-Helm :-)

Großes Missverständnis bei der Hotel-Abendbeschäftigung des aus PB angereisten (jungen) Kollegen: ‘Nein, ich habe keine Zeit, mir München anzuschauen. Ich muss an meiner Verteidigung arbeiten.’
Der Kollege muss nächste Woche noch eine Präsentation zu seiner Doktorarbeit halten und sich einem ‘Kreuzverhör’ stellen. Wieder was gelernt.

 

Von engel am 17.03.2015 21:10 • diary

Kurzurlaub

Donnerstag, März 12, 2015

Inzwischen haben wir so halbwegs das Gefühl, dass es wieder bergauf geht, nachdem es uns ja doch einigermaßen abrupt zerbröselt hatte. Am Dienstag kurzentschlossen zwei Tage Mini-Urlaub beantragt und bekommen. Donnerstag und Freitag haben wir frei :-) Yay!

So ganz verständlich ist mir die Park-Situation an den Towers ja nicht. An manchen Tagen finden sich auch um 7:30h noch freie Plätze, manchmal hat man schon um 7:00h Probleme. Am Mittwoch kam ich um 7:05 und konnte meinen kleinen Clio grad noch sehr kreativ an ein freies Eckchen quetschen. Immerhin: auch die Kollegen, die öfter mit dem dem Auto kommen, haben noch keine Regel gefunden, nach der man die Parksituation abschätzen kann. Ich werde zukünftig wohl noch etwas früher kommen müssen.

Auch am Mittwoch das dritte Interview mit einem potentiellen Entwickler im NDC. Auch dieser ein Kandidat, den ich mir sehr gut in meinem Team vorstellen kann, wenn er zusagt. Die Kollegen da drüben sortieren sehr schön vor :-) Der junge Mann hat große Erfahrung im Embedded Bereich, da ist es fast schade, dass sich die Kollegen aus dem Embedded Bereich hier sich nicht zum Interview bequemt haben. Aber egal, das ist jetzt gut für meine Projekte.

Am Dienstag im Kino ‘Still Alice’ gesehen und sehr beeindruckt gewesen. Ganz klare Anschau-Empfehlung meinerseits. Ich werde wohl auch noch das Buch dazu lesen ...

Von engel am 12.03.2015 19:41 • diary

Es geht voran

Montag, März 09, 2015

Nachdem ich mich im Büro eine gute Woche damit herum geschlagen hatte, irgendwie endlich die 64-bit Büro-Rechner-Installation ans Laufen zu bekommen, klappte es am Freitag endlich. Am Ende lag es daran, dass ich im Antrag die falsche Seriennummer meines Notebooks angegeben hatte (ich hatte versehentlich die des Vorgängers ins Formular kopiert). Trotz diverser Anrufe und Emails an den Service bedurfte es am Ende eines Kollegen, der da nochmal hinschaute und meinte, ich soll die Seriennummer nochmal überprüfen. Und siehe da, schon klappte alles.

Ich muss mich natürlich an die eigene Nase fassen, denn die Seriennummer habe ganz eindeutig ich versemmelt. Aber dass keiner bei den Services auf die Idee kommt, mich die Basis-Daten nochmal abzufragen ist schon auch arg schwach. Egal, das System humpelt jetzt mit den ganzen 4GB umher, die drin stecken und harrt der demnächst zu bestellenden Speicheraufrüstung :-)

Die Sache mit Kino ist inzwischen so, dass ich, weil ich noch öfters in Kino gegangen bin als sonst, nun noch mehr Filme sehen will, als ich vorher eh schon sehen wollte. Heute Afrika 3D. Das holte den Afrika-Urlaub (seit einer Weile sind da übrigens auch die letzten Bilder eingepflegt, für den Fall, dass das noch irgendwen interessiert) wieder sehr deutlich zurück ins Gedächtnis.

Der Film hat, wie zu erwarten gewesen war, grandiose Aufnahmen (mit einer ganz deutlichen Präferenz für Tierbeine). Was mich aber nahezu den ganzen Film über gestört hat, war der Sprecher, bzw. das was er gesprochen hat. Da waren so viele gewollte Überleitungen drin, dass ich ihm zwischendurch am liebsten den Mund verboten hätte. Beim ‘Dach Afrikas’ hätte ich ganz bestimmt nicht den Mount Kenia erwartet. Andererseits ist das der viel fotogenere Berg und dass die ganzen Zeitraffer-Aufnahmen in der Nähe der McKinder Hut gemacht wurden, war ein kleines Bonbon für mich :-)

Anderswo beschäftigt sich Frau Kaltmamsell (eher als Randbemerkung) mit den Nebeneffekten von Diäten und stellt fest, dass ihr dies wohl eine außerordentliche Hunger-Toleranz beschert hat. Nach dieser Theorie dürfte ich eine eher vernachlässigbare Hunger-Toleranz haben, denn meine Versuche an Diäten sind alle derart schnell gescheitert, dass ich eigentlich kaum davon schreiben dürfte, je eine versucht zu haben. Ich nehme an, die Sache mit dem Dünnsein war mir nie wichtig genug um wirklich durchzuhalten.

Meine Theorie dazu ist ja eher, dass die Hunger-Toleranz mit Training, ganz speziell mit Ausdauertraining zu hat. Je ausdauertrainierter mensch ist, desto größer ist die Hunger-Toleranz. Die Randbedingungen dafür sind allerdings, dass die aktuellen körperlichen Anforderungen ein bestimmtes Level nicht überschreiten dürfen und dass mensch einen gewissen körpereigenen Kalorienspeicher mitbringen muss. Dann schafft es der Körper, den Energiebedarf aus sich selbst heraus zu erzeugen.

Mein überzeugendstes Beispiel dafür ist die Kilimandscharo-Besteigung (passend zum Film heute), wo wir 1200 Höhenmeter Aufstieg und 2500 Höhenmeter Abstieg in 13 Stunden auf Basis von ein paar Keksen zum Frühstück und 2 Müsliriegeln nach 10 Stunden (unterstützt von viel zu wenig gezuckertem Tee und Saft) hingelegt haben.

Wir waren natürlich wegen unseres nicht-akklimatisiertem Führer und der Höhe extrem langsam unterwegs, aber das unterstreicht die Theorie eigentlich eher. Wären wir schneller gewesen, hätten wir vielleicht irgendwann Essen reinzwingen müssen (das ist da oben ja gar nicht so einfach).

Früher, also viel früher, wäre das einfach nicht möglich gewesen. Da kam ich nach wenigen Stunden in ein regelrechtes Hungerloch und musste etwas essen. Bei ungeübten Bergsteigern (und gewissen Teenis aus der näheren Umgebung :-)) beobachte ich das auch. Deswegen: Nein, ich glaube nicht, dass das ein Seiteneffekt von zu vielen Diäten ist.

Von engel am 09.03.2015 22:30 • diary

Rekonvaleszenztour

Donnerstag, März 05, 2015

Ein wenig verwegen kamen wir uns ja nach den letzten beiden Wochen schon vor, als wir ins Kleine Walsertal starteten, um eine Skitour zu versuchen. Denn so richtig fit fühlten wir uns beide nicht. Aber es hatte geschneit und die Wettervorhersage hatte für Samstag schönes Wetter versprochen, da kann man doch nicht vorsichtshalber daheim bleiben :-)

Als wir in den Talschluß hinter tappten, hielt sich das Wetter noch ganz und gar nicht an die Vorhersage. Über uns hingen dicke Wolken und es war trüb und neblig. Ganz erstaunlicherweise war es derart windstill, dass uns die -5 Grad richtig warm vorkamen. Normalerweise zieht es da unten recht heftig und dann fühlen sich -5 Grad eher an wie -15.

Wir waren recht langsam unterwegs. Die ersten Nachgeher überholten uns schon im Aufstieg neben dem Wasserfall, kurz drauf dann nochmal welche, dann war es wieder ruhig.

Man konnte zwar sehen, dass es über dem Nebel schon heller wurde, aber die erste Sonne - schräg rechts oben über dem Nebel - bekamen wir erst zu Gesicht, als wir schon am oberen Hüttchen vorbei waren und gen Talschluß des Hochtals gingen. Da waren wir aber noch tief im Schatten.

Erst als wir uns in der Gipfelmulde befanden, gab es endlich richtig Sonne. Wir nutzten das zu einer kleinen Teepause, aber neben der Sonne hatte es auch einen eisigen Wind, deswegen fiel das Päuschen recht kurz aus. Bis dahin hatte ich schon ganz schön kämpfen müssen, die letzten 200 Meter den steilen Hang zum Skigipfel hinauf schaffte ich nur im Schneckentempo. Aber lieber langsam als gar nicht, ich kam bis hinauf :-)

Wir entschlossen uns zur Überschreitung, um den weniger zerfahrenen Hang auf der anderen Seite zur Abfahrt zu nutzen. Das war dann noch ein wenig abenteuerlich, denn der Skigipfel ist felsig und ordentlich steil. Aber so eine kleine Klettereinlage mit Skiern in der Hand wertet eine Skitour sofort auf :-)

Oben war der Schnee durch die Sonne schon recht schwer, weiter unten war er aber noch locker und fluffig und es gab auch für uns noch unverspurte Fleckchen. Ich fand die Abfahrt nicht so anstrengend wie den letzten Teil des Aufstiegs, der beste Allgäuer von Allen musste aber arg schnaufen. Den kleinen Gegenanstieg schafften wir dann beide grad noch so mit dem letzten Quentchen Energie ;-)

Am Auto waren wir beide komplett kaputt und glücklich. Super Tour, super Wetter und wider alle Umstände waren wir draußen gewesen :-)


Anfangs ist es noch recht trüb


Erst weit oben im Hochtal sehen wir das erste Mal Sonne


Der anstrengende Gipfelhang (deutlich steiler als es aussieht)


Oben!


Der Weg zum Kreuz ist allerdings etwas mühsam


... und um die Gipfel jagen ... Nebelschwaden


Abfahrtsfreuden


Traumschnee

Von engel am 05.03.2015 21:28 • diary
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