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La Palma - Teil IV

Mittwoch, Dezember 07, 2016

Samstag, 05.11.2016: Von La Zarza nach Don Pedro
Das Wetter sah schon wieder recht zweifelhaft aus, deswegen wollten wir wieder etwas eher an der Küste als im Inselinneren machen. Im Süden waren wir ja grad deswegen wandten wir uns nach Norden und fuhren den wirklich langen und außerordentlich kurvigen Weg bis nach La Zarza.
Von dort geht es durch einen wüsten Urwald-Barranco hinab nach Don Pedro. Wir starten bei Wolken (aber ohne Regen) in den Barranco. Der ist tief und dunkel und beeindruckend und hat mehrere kesselartige Einschnitte, durch die Weg sich sehr interessant durchschlängelt.
Als wir nach etwa einem Drittel des Abstiegs aus dem Barranco heraus traten, standen wir ganz unerwartet in schönster Sonne und es war angenehm warm. Nach einer Pause, in der wir unter anderem die langen Hosen gegen Kurze tauschten, stiegen wir über einen netten Weg, der immer wieder die Teerstraße kreuzte hinab nach Don Pedro. Wir hatten auf eine Bar gehofft, aber das Dorf bestand nur aus ein paar leeren Häusern.
Auch wenn wir gerade in schönster Sonne standen, draußen auf dem Meer war Unwetter. Wir hofften darauf, dass der Wind günstig zu stehen schien und dass das Wetter da draußen bleiben würde. Auf der Querung hinüber zur Aufstiegsroute wurde aber bald klar, dass diese Hoffnung vergeblich sein würde. Gerade als wir die Abzweigung zurück nach La Zarza erreichten, fing es an zu tröpfeln und der Wind frischte auf.
Wir bewaffneten uns mit Schirmen und waren froh, bald in den Lorbeer- und Heidewald zu kommen. Der Wind wurde nämlich ganz entschieden zu stark für Schirme. Der Wald hielt Wind und Regen erst mal weitgehend ab. Wie stark das Unwetter über uns tatsächlich war, wurde uns erst klar, als Sturzbäche aus schlammigem Wasser über den Weg hinab schossen. Zudem wurde es empfindlich kalt.
Wir rüsteten mit Regenkleidung auf, behielten die Schirme aber weiterhin. Überall, wo wir den Schutz des Waldes auch nur ansatzweise verließen, mussten wir die Schirme aber zusammenklappen.
Wo der Weg steiler und schmaler war, schoss uns das Wasser mit Karacho über die Schuhe, so dass ich mit meinen niedrigen Schuhen bald ziemlich nasse Füsse hatte. Später liess die Intensität des Regens etwas nach, aber nach den anderthalb Stunden Aufstieg im Unwetter waren wir gründlich durchnässt. So ein trockenes heizbares Auto bekommt da einen ganz neuen Stellenwert :-)
Für dem Rückweg nahmen wir die andere Richtung (was zu einer kompletten Iselnnorden-Umrundung führte), was aber auch nicht kürzer dauerte und genausoviele Kurven bedeutete. Wir fanden allerdings ein sehr nettes Restaurant, in dem wir eine Kleinigkeit essen und die inzwischen wieder zögerlich auftauchende Sonne geniessen konnten.


Im Urwald-Barranco von La Zarza


Blick in einen der Kessel


Pause und Umziehen in der Sonne


Don Pedro


Beim Aufstieg fängt es zu regnen an


Vollverpackt im Unwetter

Sonntag, 06.11.2016: Pico Nambroque
Die Wettervorhersage war günstig gewesen und der erste Blick aus dem Fenster in der Früh zeigte einen wolkenfreien Sternenhimmel. Das waremn günstige Voraussetzungenfür eine der Highlight-Touren, nämlich die Vulkanroute.
Wir waren fast die ersten, die am Refugio del Pilar parkten, brauchten aber lang genug zum Losgehen, dass noch zwei weitere Autos mit Wanderern (Deutsche, es gibt kaum andere Wanderer) auftauchten. Die gingen aber geradeaus auf dem offiziellen ‘Ruta de los Volcanoes’ Weg weiter, als wir nach links zum Pico Birigoyo, dem ersten Vulkan, abbogen (der offizielle Weg lässt so gut wie alle Vulkangipfel aus). Ab da waren wir erst mal allein.
Vom Birigoyo aus konnten wir schon die dicke Wolkenrolle über die Cumbre schwappen sehen, aber um uns herum war noch schönstes Wetter. Wir spazierten in schönem Auf- und Ab über die nächsten Vulkane (Montana La Barquita, Montana Los Charcos) und machten am Charcos-Südgipfel eine kurze Pause. Die Wolken hatten sich seit dem Birigoyo immer weiter gehoben und nun sassen wir im Nebel. Sehr schade, aber immerhin war es trocken.
Von unserem Platz aus konnten wir gut die ‘Ruta de los Volcanoes’ sehen, die inzwischen gut besucht war. Wir gingen weiter und reihten uns in die Schlange ein (ganz so schlimm war es natürlich nicht, aber nachdem wir nun tagelang immer allein unterwegs gewesen waren, fühlte es sich ein bisserl so an).
Das tiefe schwarze ‘Loch’ Hoyo Negro war so beeindruckend wie vor 10 Jahren, aber wegen des Nebels war es kaum adäquat zu fotografieren. Wir versuchten es natürlich trotzdem. Nach dem Hoyo Negro ist es nicht mehr weit bis zum Abzweig zum Pico Nambroque. Dort liess der Betrieb deutlich nach und wir hatten sogar den Gipfel eine Weile für uns. Dann kam eine sehr quasselige Rentner-Truppe und wir flohen.
Zurück am Abzweig gingen wir noch ein Stück die Ruta weiter, bis wir an einem Aussichtspunkt den gigantishen Lavasee des San Juan und den Gipfel der Deseada sehen konnten. Dass das überhaupt möglich war, hatten wir einer kurzen Aufhellung zu verdanken, die uns sogar ein wenig Sonne schenkte, bevor wieder alles in Nebel versank.
Auf dem Rückweg bekamen wir sogar das Hoyo Negro nochmal richtig zu sehen. Die Freude daran wurde allerdings von der quasseligen Rentertruppe ein wenig getrübt, bei denen eine Frau ständig laut alles kommentierte und alle paar Minuten lautstark die himmlische Stille pries. (Ich muss zugeben, dass ich mich Nachhinein wenig wenig ärgere, das nicht ebenso laut kommentiert zu haben.) Wir gingen.
Auf dem Rückweg mit dem Auto direkt über die Cumbre statt durch den Tunnel gerieten wir in ein Unwetter, das uns zwang etwa 20km/h zu fahren, weil wir wegen Regen und Nebel kaum etwas sahen. Die Straße war aber eh so kurvig, dass wir auch mit Sicht kaum viel schneller hätten fahren können.


Am Pico Birigoyo, hinten die Caldera de Taburiente


Überschreitung der Montana La Barquita


Das Hoyo Negro


Gipfelspalt am Pico Nambroque


Der Lavasee vor der Deseada


Rückweg

Von engel am 07.12.2016 20:13 • diaryurlauboutdoorberg(0) Kommentare

La Palma - Teil III

Samstag, November 26, 2016

Donnerstag, 03.11.2016: Coladas de San Juan
Das ganze Vulkanzeugs auf den Kanaren ist eines der Dinge, die uns am meisten faszinieren. Natürlich stinkt der Teide, wenn man oben ist, aber auf La Palma ist der Vulkanismus viel offensichtlicher. Man kann an manchen Stellen quasi direkt das Erdinnere sehen. Deswegen war die Tour durch und über den Lavastrom des San Juan bei San Nicholas eine von denen, die wir unbedingt machen wollten. Außerdem ist sie kurz und das Wetter sah gar nicht erfreulich aus. Es war die letzten Tage über jeden Tag etwas schlechter geworden und heute hatte es in der Früh schon geregnet.
Vor dem Lavastrom wollten wir aber nochmal in das Lavaloch bei Todoque. Das hatte uns vor 10 Jahren schon fasziniert. Dieses Lavaloch, der Tubo, ist inzwischen aber zu einer groß angelegten Touri-Attraktion verkommen. Es hat überdimensioniert breit angelegte Wege über den Lavastrom, ein Besucherzentrum und vor allem: alles ist geschlossen und verboten :-( Natürlich hätten wir auch direkt über den Lavastrom zum Tubo laufen können, aber mit dem ganzen Bohei um das Loch verging uns die Lust. Und wer weiß, ob da nicht jemand über das Loch wachte ...
Wir parkten am Ortsrand von San Nicholas und stiegen die steile Straße durch den Ort hinauf, vorbei am kleinen Santuario, bis wir in die Weinfelder oberhalb des Ortes kamen. Da fiel uns schon auf, dass alles ziemlich verbrannt aussah. Und bei genauerer Betrachtung sahen auch die Kiefernwälder oberhalb des Ortes stellenweise seltsam braun aus. Uns fielen sofort die riesigen Waldbrände ein, die im Frühsommer gewütet hatten. Eigentlich hatten wir diese Flächen vermeiden wollen, die waren doch in/bei Fuencaliente gewesen? (Update: anscheinend nicht, hier ist ein Video dazu.)
Als wir oberhalb der Weinfelder den Camino entlang des Lavastroms nahmen, merkten wir, dass wir direkt mitten ins Zentrum oder zumindest direkt in einen der Hotspots hinein aufstiegen. Alles war schwarz: Erde, Felsen, Büsche, Bäume. Die Kiefern um uns herum waren teilweise so verbrannt, dass sie nicht mal mehr braune Nadeln hatten, sondern wirklich nur wie schwarze Baumskelette aussahen. Es war gespenstisch. Und es roch irritierend nach Grillkohle.
Der Aufstieg im losen Lavasand (Asche in zweierlei Hinsicht, vom Vulkan und vom Brand) war anstrengend und wegen der verbrannten Umgebung nicht wirklich schön, wenn auch bemerkenswert. Hochgradig erstaunlich und sehr erfreulich war, dass auch die verbranntesten Baumskelette nicht ganz tot waren und in dieser Umgebung fast neongrün leuchtende neue Triebe in die Welt hinaus schickten. Während des Aufstiegs fing es dann auch noch zu regnen an, was die ganze Umgebung noch ein wenig trister machte.
Als wir auf der Forststraße ankamen, von der die Querung der Lavastroms abzweigt, standen dort erstaunlicherweise vom Feuer nahezu unberührte Kiefern. Wir gingen kurz durch lichten grünen Kiefernwald (im Regen) und betraten dann den Lavastrom.
Der ist einfach großartig. In dem Tunnel/Spalt, in dem die Lava geflossen war, kann man auf Platten herumlaufen, die aussehen wie flüssiger Teig. An der Seite kann man sehen wie der zähe Teig langsam abgetropft und dabei erstarrt ist. Wir spazierten ein wenig im Lavastrom hinab, denn da sollte noch ein Tubo sein.
War auch. Nicht ganz so hoch und lang wie der von Todoque, aber doch bemerkenswert geräumig. Dort konnten wir ungestört (in aller Vorsicht, das vulkanische Gestein ist messerscharf) bis in die tiefste Tiefe des Tubo hineinkrabbeln und uns umschauen (mit der superhellen Stirnlampe, die wir extra für den Tubo mitgenommen hatten). Trocken war es auch da drin ;-)
Das änderte sich als wir wieder ins Freie traten. Kaum waren wir draußen, wurde aus dem konstanten leichten Regen von vorher ein veritabler Wolkenbruch. Außerdem hatten sich die Wolken gesenkt, so dass wir mitten im Nebel standen. Wir querten wie geplant den Lavastrom, verzichten dann aber wegen des Regens auf den weiteren Aufstieg zur Austrittstelle des Lavastroms. Man sah ja eh nichts und es wurde ganz entschieden kühl.
Im Abstieg hörte der Regen immer wieder kurz auf, aber so richtig besser wurde das Wetter nicht. Wir fuhren zurück nach Los Cancajos.


Santuario de Fatima


Aufstieg durch verbrannten Wald


Frische Triebe


Im Lavastrom mit den teigigen Platten


Auf dem Weg in den Tubo


Abstieg

Freitag, 04.11.2016: Teneguia / Tazacorte
Auch der Freitag begrüßte uns mit Regenschauern. Weil das auf den anderen Kanaren-Inseln immer so schön geklappt hatte, beschlossen wir, uns nach Süden zu wenden. Vielleicht war es da ja trocken. Auf zum Teneguia, wir waren eh in Vulkan-Stimmung.
Auf dem Weg nach Fuencaliente kamen uns ja schon Zweifel, denn wir fuhren durch einen Schauer nach dem anderen. Aber in Los Canarios war es tatsächlich trocken und Richtung Leuchturm schien sogar die Sonne.
Wir parkten an der Straße zum San Antonio Besucherzentrum (der Parkplatz dort war noch geschlossen) und stiegen zum Teneguia ab. Für den San Antonio muss man Eintritt bezahlen und der ist bei weitem nicht so interessant wie der Teneguia. Dafür muss man zum Teneguia laufen und deswegen ist es da viel weniger voll. Wir waren aber eh so früh dran, dass außer uns noch niemand unterwegs war.
Wir spazierten gemütlich zum Vulkan runter und und ließen uns viel Zeit dabei. Als wir beim Teneguia ankamen, sahen wir die ersten anderen Touristen zum Vulkan absteigen und mussten uns ein wenig beeilen, um tatsächlich die ersten am Gipfel zu sein. Vom Teneguia hat man einen schönen Blick hinab aus Meer und zurück zum San Antonio, der von da unten sehr schwarz und gewaltig aussieht. Über dem Meer sah man wunderschöne Regenbogen.
Leider ist es so, dass wo Bogen, da auch Regen und der erwischte uns beim Rückweg zum San Antonio. Glücklicherweise war das aber nur ein kurzer Schauer, so dass wir den anstrengenden Aufstieg im lockeren schwarzen Vulkansand ohne Regenschirm zurücklegen konnten.
In Los Canarios kehrten wir auf ein Boccadillo und einen Café con Leche in einer Bar ein und fuhren dann nach Puerto de la Tazacorte zum zweiten Kurzausflug des Tages. Da war diese Steilwand mit dem schönen Camino, die wir mal gehen wollten. Auf der Fahrt regnete es zwischendurch ganz ordentlich, aber als wir uns Tazacorte näherten, wurde es trocken und sonnig. In Puerto der Tazacorte war es richtiggehend heiß, so dass wir erst mal auf kurze Hosen umstellten.
Puerto der Tazacorte ist richtig nett und hat vor allem einen schönen riesigen Strand, den wir im Aufstieg durch die Steilwand in der vollen Sonne sehnsüchtig betrachteten. An Badezeug hatten wir überhaupt nicht gedacht!
Wir hatten aber beide dieselbe Idee: Am Aussichtspunkt abbrechen und Baden gehen. Da unten gab es ganz sicher auch Badetücher käuflich zu erwerben :-)
So war es auch. Der beste Allgäuer von Allen kaufte sogar eine Badehose. Bikinis gab es aber keine, deswegen ging ich mit Tanktop und Unterhose ins Wasser. War beides dunkel, also nicht durchsichtig.
Leider hatte sich die Sonne inzwischen hinter eine dünne Wolkenschicht zurückgezogen, so dass es nicht ganz so warm war, wie wir gern gehabt hätten. Aber hey! Im Meer gebadet!


Abstieg zum Teneguia


Auf dem Weg zum Teneguia, hinten der San Antonio


Über Vulkanasche zurück zum San Antonio


Puerto de Tazacorte vor der Steilwand


Kurz vor dem Mirador


Tiefblick auf den Strand

Von engel am 26.11.2016 10:26 • diaryurlaub(1) Kommentare

La Palma - Teil II

Mittwoch, November 23, 2016

Dienstag, 01.11.2016: Poris de Candelaria (Piratenbucht)
Am dritten Tag ging es etwas weiter weg. Genau genommen ziemlich weit weg, weil auf La Palma die Entfernungen zwar nirgendwohin sehr weit sind, die Zeit diese Entfernungen zurückzulegen, aber immmer ungewohnt lang dauert. Wir fuhren nach Tijarafe, um zur Poris de Candelaria hinabzuwandern. Im Gepäck Badesachen, um hoffentlich an der Playa del Jurado das erste Mal ins Meer zu gehen.
Wir gingen auch diese Tour entgegen der im Führer beschriebenen Richtung. Von Tijarafe steigt man erst mäßig steil durch die letzten Dorfausläufer und Felder auf Straßen und Betonwegen ab und kommt dann auf den schönen alten Weg zur Bucht hinab. Das Gelände wird immer steiler, so dass man ständig das Gefühl hat, kurz vorm Abgrund über dem Meer zu stehen. Es sind aber gut 600 Höhenmeter bis ganz unten, das Gefühl hält eine Weile an ;-)
Die letzten 200 Meter Steilwand zum Meer hinab überwindet man über einen wunderschön angelegten Camino. Nachdem man die häßliche Betonpiste passiert hat, geht es noch kurz ums Eck und dann steht man direkt vor der beeindruckenden ‘Piratenbucht’ mit den vielen kleinen weißen Häuschen, die sich unter den gewaltigen Felsüberhang ducken. Das Meer war viel wilder als wir von oben angenommen hatten und brandete wüst gegen die Felsen. Die ganze Bucht war gefüllt mit brandendem, brausendem, türkisfarbenem Wasser (Ähem. Baden? Nein!).
Nach gebührender Zeit (und unendlich vielen Bildern) und weil so langsam immer mehr Touristen kamen, verließen wir die Bucht und stiegen über ein Stück der Betonpiste hinauf zum Mirador und auf einem gut angelegten Pfad auf der anderen Seite hinab zur Playa del Jurado. Dort war das Meer genauso wild wie in der Poris der Candelaria, so dass wir die Badepläne, die drüben schon einen ordentlichen Dämpfer bekommen hatten, beiseite legten. Aber wenigstens die Füße mussten ins Meer!
Ich zog also die Schuhe aus und wagte mich vorsichtig an den Rand der Felsen, bis dahin, wo die Wellen gerade noch so hinkamen. Die ersten paar Wellen leckten auch ganz nett an meinen Füßen, aber dann kam eine Monsterwelle und überspülte meine Beine bis zu den Oberschenkeln und spritzte mich auch sonst fast überall nass. Na also, doch im Meer gebadet!
Für den Aufstieg zurück nach Tijarafe durch die Bananenfelder und die Ortsausläufer auf heißen Beton und Teerpisten gab sich die Sonne endlich die Ehre (nachdem sie sich die ganze Zeit hinter dünnen Wolken versteckt hatte) und brannte uns hilfreich auf den Buckel. Wir schwitzten schneller als wir mit Getränken nachfüllen konnten. Boah, was war das anstrengend!
Kurz vor Tijarafe quert man nochmal durch den Barranco del Jurado, wo es dann ein wenig Schatten hat. Nach dem Aufstieg eine echte Wohltat.


Die letzten Ausläufer von Tijarafe


Abstieg zum Meer


Die Poris de Candelaria von ‘ganz hinten’


Der Mann und das wilde Meer


Im Barranco del Jurado

Mittwoch, 02.11.2016: Bejenado
Kontrastprogramm zum Meerabstieg: Ein ‘echter’ Berg.
Weil inzwischen die Sache mit der Parkerei an der Cumbrecita so umständlich ist (man braucht eine - kostenlose - Genehmigung für die *genaue* Parkzeit, die man entweder direkt bei der Parkverwaltung oder sich online holen kann), starteten wir vom Parkplatz an der Forststraße.
Die Piste dorthin wird im Führer als ‘rau’ bezeichnet. Kann man so sagen ;-) Aber der Miet-Berlingo meisterte das problemlos.
Der Aufstieg zum Bejenado geht anfangs über eine Forststraße durch lichten Kiefernwald. Was ich als hochgradig irritierend empfand, war der Waldbrand-Gefahr-Indikator am Besucherzentrum und die Erklärung am Parkplatz, dass man nicht bei ‘Calima’, dem heissen Wüstenwind, zum Bejenado gehen soll, weil man von Waldbrand überrascht und eingeschlossen werden könnte. Wie gruselig! Es hatten auch alle Kiefern schwarze Stämme, obwohl alle haufenweise der schöne puscheligen langen Nadeln hatten. Der Indikator stand auf Grün.
Wir besuchten wieder die Petroglyphen und waren wieder enttäuscht. Man sieht die Dinger eh schon kaum und mit den harten Schatten des fetten Zauns drumherum ist die Erkennung noch schwieriger.
Dann spazierten wir gemütlich hinauf zum Caldera-Rand und bewunderten den Krater und die steilen Wände. Bis zum Bejenado-Gipfel ist es von dort nicht mehr weit. Natürlich ist man auf einem Gipfel wie dem Bejenado mit der großartigen Aussicht auf die Caldera de Taburiente nicht allein, aber wir stiegen vom Gipfel über einen kleinen Felsriegel zur Vermessungsstange ab und hatten die fast ganz für uns :-)
An der Cumbre waren die Wolken schon wieder über den Rücken gerollt und auch in der Caldera bildeten sich schon fleißig Wolken. Wir hatten noch eine Weile lang Sicht und Sonne, aber irgendwann hüllte uns doch der Nebel ein und wir machten uns an den Abstieg. Wir nahmen den längeren Weg über den Roque de los Cuervos, wo man weitere tolle Blicke in die Caldera und in das Tal zur Cumbrecita hätte, wenn man denn was gesehen hätte. Naja, so ein Nebelabstieg durch Kiefernwald hat auch was :-)


Aufstieg durch den lichten Kiefernwald


Der Nebel rollt über die Cumbre


Die Caldera der Taburiente


Nochmal Sonne geniessen im Windschatten neben der Vermessungstange


Abstieg im Nebel

Von engel am 23.11.2016 20:37 • diaryurlauboutdoorberg(0) Kommentare

La Palma - Teil I

Montag, November 21, 2016

Sonntag, 30.10.2016: Barranco de Madera
Die erste Tour der Urlaubs hatte ich schon von Daheim aus geplant. Zum Eingewöhnen sollte es nicht allzu weit weg gehen und die Tour sollte nicht allzu lang sein. Eigentlich deswegen, um Zeit für Einkaufserkundungen und Ähnliches zu haben, aber das passte auch als Erkältungstour.
Eher versehentlich starteten wir die Tour anders herum als im Führer beschrieben. Im Nachhinein war das ein Glücksfall, denn die Tour ist so herum unseres Erachtens schöner. Zudem mussten wir so herum nur ein einziges kleines Gesperrt-Schild missachten und nicht über 3 Zäune und Absperrungen klettern und unzählige Schilder ignorieren, denn die Tour war wegen Bauarbeiten eigentlich gesperrt. Wie gut, dass wir zufällig am Sonntag da waren :-)
Der Aufstieg zur Madera-Wasserleitung über den Rücken mit dem lichten sonnigen Kiefernwald war traumhaft, die Wasserleitung mit den Tunneln so nett und ausgesetzt wie erwartet und der Barranco ganz unerwartet beeindruckend im Talschluß. Da fiel der Abstieg durch die häßlichen Baustellen im unteren Teil des Barranco gar nicht mehr ins Gewicht.


Sonniger Aufstieg durch Kiefernwald.


Wasserleitungswandern. Links geht es steil hoch, rechts steil runter ....


.... und zwischendrin hat es immer wieder Tunnel :-)


Ein Afrikanischer Monarch gab sich fotografierwillig.

Montag, 31.10.2016: Roque Nimbroque
Von Gran Canaria im letzten Jahr verwöhnt, hatten wir übersehen, dass La Palma bei weitem nicht so touristisch ist. Am Sonntag sind die Geschäfte dort tatsächlich geschlossen. So wurde es nochmal eine Tour in der näheren Umgebung, um abends noch Zeit zum Einkaufen zu haben.
Der Roque Niquiomo ist ein kleiner Felsknubbel, den man schon von Weitem von unten sehen kann. Weil unser Frühstück so mager gewesen war (Kaffee, Snickers und Bounty, weil wir kein Brot hatten), gönnten wir uns am Start in Mazo erst mal einen ausgezeichneten und frisch zubereiteten Hamburger in einer winzigen Bar. Dann waren wir gestärkt für den ausnehmend schönen sonnigen und doch ziemlich langen Aufstieg zum Niquiomo. Vor dem Gipfel landet man dann im Nebel-Lorbeer-Wald und es wird ganz erstaunlich dunkel und steil und glatt.
Der Nebel gab sich auch die Ehre und wir hatten Glück, dass wir am Gipfel doch noch einen kurzen Moment erwischten, in dem man noch etwas sah, bevor wir dicht in Watteweiß eingehüllt wurden. Die Nebelquerung über die Hochebene war dann eine nahezu außerweltliche Erfahrung. Erst der Abstieg zurück nach Mazo brachte uns wieder aus dem Nebel heraus. Kurz vor dem Ort kamen wir an einer Kastanie vorbei, die verschwenderisch haufenweise Maroni abgeworfen hatte. Wir nahmen eine gute Portion mit :-)


Eine Westkanareneidechse schaut vorsichtig aus einer Mauer raus.


Auf dem Weg zum Niquiomo.


Im Nebel-Lorbeerwald wird es düster.


Abstieg nach Mazo mit Gomera und El Hierro am Horizont.

Von engel am 21.11.2016 22:15 • diaryurlauboutdoorberg(5) Kommentare

Unrund

Mittwoch, November 16, 2016

Irgendwie laufen die Dinge im Moment ein wenig unrund. Einerseits natürlich der Urlaub, der nicht ganz so die Highlights hatte, die wir uns so gewünscht hatten, und jetzt macht mein München-Fahrrad Ärger.

Heute morgen konnte ich unvermutet vorn nicht mehr aufs große Ritzel schalten. Da war es natürlich noch dunkel, deswegen sah ich nicht gleich was los war und versuchte noch oben an der Schaltung rumzustellen. Das brachte aber nichts. Nach einer genaueren Untersuchung stellte sich dann raus, dass der vordere Schaltzug dreiviertels gerissen war. So radelte ich also langsam - weil ja die wirklich großen Gänge nicht mehr rein gingen - ins Büro.

Vormittags spazierte ich dann in den freundlichen Trek-Store hier ums Eck und bat um Analyse und einen Termin. Die Analyse war wie erwartet: Schaltzug am Ende und die Kassette und Kette arg angegriffen. Die Kettenblätter vorn sind scheints noch OK.
Leider klappte das mit dem Termin nicht wie erhofft. Am selben Tag ging nichts, aber immerhin am nächsten Tag. Buhuhu! Kein Fahrrad!

Fairerweise - für das Rad - muss ich zugeben, dass mir schon klar war, dass es unbedingt einen Kundendienst brauchte, weil die Schaltung hinten eben auch nicht mehr so gut ging. Ich hatte dem besten Allgäuer von Allen auch schon angedroht, dass ich das Rad demnächst ins Auto laden und heim bringen würde. Hab ich wohl zu lang gewartet.

Und wirklich wundern muss man sich auch nicht. Da München-Rad hat nun gut über 10.000 Kilometer und 3 Winter gesehen. Da kann schon mal der eine oder andere Zug rosten. Und dass dann die Kassette so langsam Abnutzungserscheinungen zeigt, ist auch nicht besonders überraschend.

Nunja.
Meine Lola steht jetzt also im Trek-Store und bekommt morgen einen Kundendienst. Ich bin dafür mit dem übervollen MVV nach Hause gefahren (was ich als unglaublich nervig empfinde, ich radel lieber durch Sauwetter) und werde morgen mit dem MVV zurück ins Büro fahren (*seufz*).
Aber dann sollte sie wieder einwandfrei laufen, die Lola :-)

Von engel am 16.11.2016 20:57 • diary(0) Kommentare

Inselurlaub

Dienstag, November 15, 2016

Diesmal war’s La Palma. Die Insel ist nach Teneriffa sicherlich die Interessanteste der Kanaren-Inseln. Aber der Urlaub stand unter keinem guten Stern.

Vor dem Abflug deckten wir uns am Flughafen erst mal mit haufenweise Erkältungs-Medizin und Taschentüchern ein, denn pünktlich zum Urlaub brach beim besten Allgäuer von Allen eine ordentliche Erkältung aus aus. Die erste Woche, in der das Wetter noch einigermaßen gut war, nahmen wir uns deswegen nur kleinere Touren vor. So krank, dass er im Bett bleiben musste, war er dann glücklicherweise doch nicht.

Als die Erkältung dann abklang, wurde das Wetter schlecht, so dass die tollen Touren, Taburiente-Wand und Übernachten an der Playa de Taburiente vor allem, leider ausfallen mussten. Die Tour zu den Marcos y Cordero Quellen schafften wir an einem halbwegs guten Tag, aber da fielen 3 Mal irgendwo im Barranco Felsen und Steine aus der Barranco-Wand uns polterten zu Tal. Wo genau, war natürlich schwer abzuschätzen, aber das dritte Mal war grad mal 50 Meter vor uns. Dass das Wetter an dem Tag weitgehend hielt, war wirklich Glück.

Der Rückflug wurde dann durch ein Gewitter um einen Tag verlängert, weil unser Flugzeug deswegen erst mal nach Teneriffa umgeleitet wurde, so dass wir in Madrid den Anschluß-Flug nach München verpassten. Iberia spendierte uns zwar ein schönes Hotel, aber der Weiterflug war erst am Nachmittag des nächsten Tages. So kamen wir erst am Sonntag mitten in der Nacht nach Hause.

Da erwarteten uns dann ganze 9 Grad im Haus, denn wir hatten die Heizung abgeschaltet, was im Nachhinein vielleicht nicht die beste Idee gewesen war ;-)

Montag arbeitete ich von Daheim aus, weil mir nach der langen Reise nur 5 Stunden Schlaf (vorm nach-München-Fahren muss ich um 4 Uhr aufstehen) einfach zu wenig war. Das war dann anfangs entschieden fröstelig, wurde im Lauf des Tages dann aber besser.

Am Dienstag in der Früh versagte leider der Wecker, so dass ich erst gegen 5 wach wurde. Um die Zeit kommt man dann in München schon in den Morgen-Stau auf dem Mittleren Ring :-(

Trotzdem war es natürlich schön auf La Palma und es wird in den nächsten Wochen auch noch Bildchen und ein wenig Text dazu geben. Aber erst mal müssen Bilder und Touren von den Kameras und den Garmins geladen werden. So weit bin ich noch nicht.

Von engel am 15.11.2016 21:24 • diary(2) Kommentare

11 Fragen

Freitag, Juli 22, 2016

Frau Kaltmamsell hat ein Stöckchen zum Mitnehmen liegen lassen. Die erste Frage ist, die mich seit zwei Tagen umtreibt. Nicht so sehr meine Antwort, als die Tatsache, dass sich da jemand diese Frage ernsthaft stellt und dass andere da tatsächlich ‘Nein.’ antworten oder unentschieden sind.
Na, und wo ich dann schon dabei war, hab ich die meisten anderen auch beantwortet.

Von engel am 22.07.2016 19:43 • diary

Ghost SL AMR X7 All-Mountain-Bike

Donnerstag, Juli 21, 2016

So jetzt aber:
Die ‘Das nigel-nagel-neue Mountainbike fällt auseinander’ Story :-)

Von engel am 21.07.2016 05:41 • diary

Sommerwochenende, kühl

Mittwoch, Juli 20, 2016

Jetzt aber das letzte Wochenende. Ich hole auf :-)

Samstag, 16.07.2016: Aggenstein
Ich hatte mir vom kränkelnden Kollegen gegenüber irgendwas eingefangen und hatte einen dicken Hals. Soll heißen es fühlte sich hinten im Hals alles etwas geschwollen an, meine Nase lief und ich musste gelegentlich nießen und husten. Aber ich muss schon tatsächlich im Bett liegen, um mich von sowas beeinflussen zu lassen.
Da aber zudem das Wetter auch blöd tat (nicht grad Regen, aber viele Wolken, wenig Sonne und kalter Wind) und in den höheren Bergen ordentlich Neuschnee wegen des Kälte-Einbruchs in der Woche vorher lag, wollten wir nicht weit weg oder weit rauf.
Wir fuhren am schon ziemlich vollen Parkplatz der Bad Kissinger Hütte vorbei und parkten, wo der Forstweg zum Breitenberg anfängt. Wir hatten eigentlich nicht mit viel Betrieb gerechnet, aber dieser Forstweg hat sich wohl zu einer Mode-Bike-Tour gemausert (vielleicht weil er Teil des Pfronten-Bike-Marathons ist). Als wir ankamen, stand jedenfalls eine Gruppe von etwa 15 Bikern am Forstweg und ließ sich erklären wie man bergauf fährt. Oder zumindest sah es so aus. Jedenfalls waren das geführte Biker.
Nunja, bis wir ausgeladen hatten und startbereit waren, waren die alle weg.
Wir radelten bis hinauf zum Breitenberg, wo der letzte Sessellift ankommt, ignorierten das Radelverbotschild und fuhren so weit es ging weiter Richtung Aggenstein. Dort beäugten uns viele Kühe interessiert und wir parkten die Räder vorsichtshalber auf der anderen Seite des Zauns, damit sie nicht von neugierigen Kuhnasen und -Zungen untersucht oder angeknabbert werden konnten.
Wir gingen hinauf zum Sattel vorm Aggensteingipfel und betrachteten etwas erstaunt die lange Schlange Menschen, die von der Bad Kissinger Hütte zum Gipfel strebten und in zwei Reihen (eine rauf, eine runter) im Gipfelaufbau standen. Da war doch mehr los, als wir angenommen hatten. Weil Schlangestehen am Gipfel nicht so unser Ding ist und wir da ja schon oft oben waren, machten wir nur eine kurze Pause am Nebengipfelchen und stiegen dann wieder ab.
Die Abfahrt war sehr erfrischend. Handschuhe wären gar nicht besonders verkehrt gewesen, dabei sind wir doch eher gemäßigte Abfahrer und fahren gar nicht sooo schnell. Das Wetter gönnte uns aber 10 Minuten Sonnenschein auf einer Wiese und da wurden die Finger dann wieder warm :-)


Raufradeln (Disteln passend zum Hut :-))


Aufstieg


Gipfelaufbau


Gut eingepackte Abfahrt

Sonntag, 17.07.2016: Sulzspitze
Immer noch mittelprächtiges Wetter, deswegen nochmal ein kleiner Berg.
Wir radelten vom Haldensee zur Strindenscharte. Die Stecke wird auch von vielen Bikern geradelt, aber es sind doch weniger als drüben am Breitenberg.
Kurz vor der Strindenscharte mündet der Weg von der Neunerköpflebahn ein und es wurde ordentlich voll auf dem Weg zur Grappenfeldscharte. Trotzdem gingen vergleichsweise wenige Leute auf die Sulzspitze.
Wir stellten die Räder an der Abzweigung ab und gingen den kurzen Weg zum Gipfel der Sulzspitze. Oben hatten wir eine nette lange Pause an einer windgeschützten (schafbollenfreien) Stelle und stiegen dann wieder ab zu den Rädern.
An der Grappenfeldalm kehrten wir noch kurz ein, dann sausten wir zurück und hinunter zum Haldensee. Diesmal war die Abfahrt nicht direkt kalt, aber unten lockte der See dann doch nicht zum Bad.


Radeln zur Strindenscharte


Kurvenradeln (fast oben)


Sulzspitze


Abstieg mit Schafen


Runterradeln

Von engel am 20.07.2016 07:12 • diaryoutdoorbergmtb

Urlaub

Montag, Juni 27, 2016

Eine Woche.
So wie es aussieht, könnten wir mit dem Wetter so halbwegs Glück haben :-)

Der erste Urlaubstag zeichnete sich dadurch aus, dass mir mein nigelnagelneues, am Donnerstag gekauftes, lang recherchiertes und mächtig befreutes Mountainbike am Brotzeitstüble in den Händen auseinander gefallen ist. Und zwar nicht im übertragenen Sinn sondern wirklich und tatsächlich.

Die Details dazu gibt es, wenn ich das mit dem Händler und möglicherweise auch mit dem Hersteller geklärt habe. Frühestens in der Woche nach dem Urlaub.

Bis dahin:
Wohl der, die ein zweites Mountainbike hat.

Von engel am 27.06.2016 05:37 • diary
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