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4 Tage, 3 Touren

Donnerstag, März 19, 2015

Der heimatliche Kurzurlaub kann als großer Erfolg verbucht werden, auch wenn wir den Sonntag dann doch daheim verbrachten. Aber mei, so ‘richtige’ Erholung muss halt auch mal sein und ein Liegestuhl auf der Terrasse ist ja auch nicht zu verachten.

Das Wetter jedenfalls spielte mit und bescherte uns erst fast einen Sonnenbrand, inzwischen aber eine schöne Bräune. Sogar bei mir :-)

Wir fanden abwechselnd übel zusammengefrorene alte Spuren, schönen Firn, Windpressdeckel, Bruchharsch, feinsten Pulver, tiefen Sulz und alles zwischen Eis und Wasser in den Spuren. Während man mittelmäßig schlechte Bedingungen wegen des Drumherums einfach hinnimmt (nur richtig übles Zeug bleibt hängen), überstrahlt die Freude am schönen Schnee - Firn und Pulver - so dermaßen alles, dass ich das Gefühl habe, alle Touren waren auch in diese Hinsicht Klasse, obwohl wir objektiv nur ein paar gute Stellen fanden.

Am Allerpositivsten war, dass wir am Donnerstag und Freitag sogar auf den Allgäuer Standardtouren, wo es in den letzten Jahren unglaublich voll geworden ist, so gut wie allein unterwegs waren. So müssen Skitouren eigentlich.

Samstag suchten wir uns eine abgelegene Skitour im Lechtal aus. Da hinten ist alles sehr lang und weit und hoch und auch einigermaßen umständlich zu erreichen. Folglich war es dort recht leer, dafür erreichten wir aber auch unser Ziel nicht ;-)

Letzteres lag nicht direkt daran, dass wir es konditionell nicht mehr geschafft hätten (wir waren allerdings bedauerlich langsam), aber als wir um zwei feststellten, dass wir wohl noch anderthalb Stunden bis zum Gipfel brauchen würden, war uns eine schöne Abfahrt dann doch wichtiger als der Gipfel. Die Belohnung folgte unter dem Ski: prima Pulver in versteckten Rinnen (den hätte es später auch noch gehabt) und grad noch weicher Firn auf südseitigen Flanken. Der Firn fing schon an, wieder einzufrieren und wäre später sicherlich ziemlich grässlich zu fahren gewesen.

Zum Abschluss warf ich mich auf dem Ziehweg zurück nach Holzgau wegen einer Unachtsamkeit (Ski verkantet) dann noch mit Karacho in den steilen Wald neben dem Forstweg. Geschickterweise zwischen den Bäumen hindurch, aber für einen blauen Fleck und eine verbogene Schulter reichte es trotzdem.


Tour 1: Start am Bach


Tour 1: Der Gipfel ist in Sicht


Tour 1: Allein ganz oben


Tour 1: Gegenanstieg


Tour 2: So leer ist es im ersten Hochtal sonst nie :-)


Tour 2: Der Gipfelhang, mehr Schnee drauf als wir erwartet hatten


Tour 2: Schon wieder allein ganz oben und wunderbare Umgebung


Tour 2: Gegenanstieg, der Schnee da sah so schön aus


Tour 2: Und so war er auch :-)


Tour 3: Unten muss man erst mal mühsam durch den Tobel


Tour 3: Der beeindruckende Abschluß des Tobels


Tour 3: Dann geht es erst mal weit (und flach) hinter


Tour 3: Nach der Alpe macht das Tal einen Bogen und es geht weiter flach nach hinten


Tour 3: Noch weiter hinten kommt man sich langsam vor wie im Hochgebirge


Tour 3: Aber es ist immer noch ziemlich flach


Tour 3: Sieht aber Klasse aus


Tour 3: Wolken zogen auf und wehte ein eisiger Wind. Immerhin geht es hier hinten endlich hoch.


Tour 3: Abbruch, der Abfahrt wegen


Tour 3: Yeah!


Tour 3: Runtertasten durch den Tobel

Von engel am 19.03.2015 21:38 • outdoorski(4) Kommentare

Winterwochenende

Dienstag, März 10, 2015

Langsam nähern wir uns wieder dem Normalzustand. Für uns heißt das: Schnee, Sonne, Ski :-)
Allzu lange oder allzu anstrengende Touren machen wir aber noch nicht. Trotzdem, an jedem Tag eine Tour ist schon ein Fortschritt, auch wenn es noch die eine oder andeer Schwierigkeit zu überwinden galt.

Heute wegen Zeitmangel nur Bildchen.

Von engel am 10.03.2015 22:15 • outdoorski(4) Kommentare

Skitour, einsam :-)

Dienstag, Februar 10, 2015

Nachdem uns das Erlebnis mit den Riesengruppen in Baad so erschreckt und geärgert hatte, versuchen wir inzwischen wieder, abgelegenere Skitouren zu finden. Im Lechtal waren wir auch schon lang nicht mehr und irgendwann muss man ja auch mal nachschauen, wie die Lage dort so ist. Ich kann nun festhalten: Im vorderen Lechtal hat es noch deutlich weniger Schnee als im Allgäu, aber Skitouren ohne Bodenkontakt sind durchaus möglich. Möglich ist allerdings auch, dass man in/an Latschen hängen bleibt, die unvermutet aus dem Schnee springen (nicht die ganzen Latschen, aber einzelne Äste).

Nicht ganz so überlaufene Touren haben üblicherweise immer einen Haken. In unserem Fall war das der Zustieg entlang der steilen Grashänge an denen immer Lawinen abgehen (note to self: beim nächsten Mal die andere Bachseite für den Aufstieg nehmen) und der anfängliche Weg durch den Bach und über die Latschenhänge. Die Schneehöhe ließ da unten doch noch ziemlich zu wünschen übrig, so dass wir an manchen Stellen um Felsen und Latschen navigieren und mühsam über den noch offenen Bach steigen mussten.

Oben aber empfingen uns weite Hänge mit Pulverschnee. Oder vielmehr: weite Hänge und Pulverschnee im Kar, weiter oben sahen wir Schneefahnen und man sah dem Schnee unter dem Gipfel deutlich an, dass er vom Wind gezeichnet war. Der breite unstrukturierte Gipfelhang war uns etwas unheimlich. Wir waren ja auch allein unterwegs und es hatte nur 4 Spuren im Hang. LLB hin oder her (Stufe 2-3 mit günstiger Ausrichtung an diesem Hang), ein kleiner lokaler Test schadet bestimmt nicht (und ja, ein Schneeprofil sagt im Wesentlichen nur etwas über den Schnee im Profil aus). Wir gruben uns also ein Loch und begutachteten den Schnee denn wir vorfanden. Was wir vorfanden, schien uns beruhigend, daher setzen wir den Aufstieg zum Gipfel fort.

Ob war es im Wind ziemlich unangenehm, die Pause oben war daher nicht allzu lang. Die ersten Kurven im Gipfelhang waren nicht ganz locker, weil der Schnee oben einen leichten Windpressdeckel hatte. Dann kamen wir aber in den windgeschützten Bereich und konnten wunderbare Kurven in wunderbarem Pulver ziehen. Den restlichen Tee (und die Schokolade) gab es im Latschenbereich am letzten sonnigen Fleckchen.

Die Abfahrt durch die Latschen und die Bäume war dann teilweise etwas mühsam und man musste sehr auf Fallen (Baumstümpfe, Latschen, Felsen) unter dem Schnee aufpassen. Den Bach überquerten wir zu Fuß. Ganz unten waren dann noch die Lawinenstriche zu queren (hart zusammengefrorene Schneebrocken), bevor wir die letzten Kurven in den flachen unteren Hang ziehen konnten. So sollen Skitouren: tolle Gegend, schöner Schnee und einsam. Das eine oder andere Hindernis darf es ruhig auch haben ;-)


Start entlang der steilen Osthänge


Es schauen noch arg viele Latschen aus dem Schnee


Oben dann aber Schnee vom Feinsten


Auf den letzten Metern


Abfahrtsfreuden


Mehr Abfahrtsfreuden

Von engel am 10.02.2015 21:37 • outdoorski

Knie, blau

Mittwoch, Februar 04, 2015

Samstag in der Früh hatte es frischen Schnee und schönes Wetter war vorhergesagt. Baad schien uns in letzter Zeit allzu überlaufen, daher versuchten wir uns mal wieder im Tannheimer Tal. Auf der Krinnenspitze waren wir schon lang nicht mehr.

Wir kamen (mal wieder) zu spät los und landeten erst im Skifahrer-Stau dann hinter zwei Pflügen. Deswegen war wir erst um 9:30h am Haldensee. Und zogen dennoch die erste Spur in den frischen Schnee auf dem Forstweg ins Strindental. Wir waren überaus erstaunt.

Die (alte) Spur führte, anders als wir bisher gegangen waren, über die Edenalpe und den Sommerweg zum Rücken zur Krinnenspitze. Das ist im Winter mit all dem frischen Schnee geradezu kitschig schön und wir waren immer und immer wieder fasziniert, dass es unten im Kar und rüber zum Litnisschrofen keine einzige Spur hatte.

Der Rücken war unglaublich abgeblasen, aber es fand sich doch sowas wie Schnee zum Laufen in einer Mulde. Was gut war, denn wir waren angesichts des Neuschnees mit den neuen Skiern unterwegs. Auf der Querung zum Gipfel meinte ich zwei Mal ein Wumm-Geräusch zu vernehmen, aber unter den Skiern war eigentlich nicht genügend Schnee dafür.

Des Rätsels Lösung offenbarte sich als wir in die Nord (-West)-Seite der Krinnenspitze schauen konnten. Kurz vorher hatten Skitourer 2 Lawinen im nordseitigen Steilgelände beim Übergang von wenig zu viel Schnee (also genau da wo der LLB die größte Gefahr benannt hatte) ausgelöst. Beobachtungen der Leute am Gipfel zufolge per Fernauslösung, ohne direkte Beteiligung von Leuten.

Nach einer ausgiebigen und gemütlichen Pause in der Sonne machten wir uns an die Abfahrt. Wir fuhren nicht über den abgewehten Rücken ab, sondern hielten uns an den Rand der südwestseitigen Rinne, wo unterhalb der Latschen viel schöner Schnee zu liegen schien. Der war zwar durch die Sonneneinstrahlung schon ziemlich schwer geworden, aber er ließ sich noch immer recht gut fahren. Während ich mit meinen neuen Skiern schon ganz gut zurecht komme, kämpft der beste Allgäuer von Allen noch mit der Umstellung.

So richtig gut (leicht, locker, fluffig) wurde der Schnee unten im Kar, wo die Sonne noch nicht so richtig hinein gekommen war. Da war es eine Freude zu fahren :-)

Wenn man den Kargrund erst mal erreicht hat, sind die Abfahrtsfreuden eigentlich vorbei. Erst muss man noch ein Stück fast waagerecht durchs Kar, dann im Wald auf dem Sommerweg rumrutschen und schließlich auf dem Forstweg ins Tal abfahren. Das Zuckerl an der Krinnenspitze ist eher, dass man so schön allein unterwegs ist :-)

Kurz bevor man auf den Sommerweg kommt, hat es eine Steilstufe. Bisher konnte man die einfach mit zwei Schwüngen abfahren, aber da es letzten Samstag (noch?) recht wenig Schnee hatte, sahen wir das erste Mal, was sich unter der Steilstufe verbirgt: ein Felsabsatz. Oha!

Mit etwas Schwung (und Mut und Können) hätte man die kleine Wand wohl einfach mit einem beherzten Sprung überwinden können. Wir standen aber nun schon direkt auf dem Absatz mit dem Felsen und Schwung war nicht. Mut auch nicht bei mir, selbst wenn das Können eventuell ausreicht hätte. Schlimmer war aber, dass am potentiellen Landeplatz auch Felsen aus dem steilen Schnee zu schauen schienen, was den neuen Skiern dann eher nicht gut getan hätte.

Wir nahmen daher den vernünftigen (und vermutlich feigen) Ausweg und beschlossen abzuklettern. Der beste Allgäuer von Allen stieg als erster ab und nahm die Ski entgegen. Dann war ich dran. Ähem.

Inzwischen war noch mehr Schnee abgerutscht, so dass noch mehr Felsen zu sehen waren. Ich stieg vorsichtig so weit wie möglich runter und ließ mich dann den letzten Meter abrutschen. Ganz kurz schien ich am eigentlichen ‘Landeplatz’ stehen zu bleiben, dann rutschte ich noch ein Stück weiter ab und plötzlich war da nichts mehr unter meinen Stiefeln und ich stand 2 Meter weiter unten im bauchtiefen Schnee. Offensichtlich hatte es da noch mehr Felsabsätze und ich war grad über den Nächsten gesaust. Dabei - siehe Überschrift - hatte ich mir dann wohl auch das Knie angehauen, allerdings merkte ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Ich kabbelte mühsam über die Felsen hinauf zu meinen Skiern und schnallte mir die wieder unter. So mit Latten unter den Füßen ist man im tiefen Schnee doch besser aufgehoben ;-)

Im Wald auf dem Sommerweg legten wir uns dann beide dank unter dem Schnee versteckter Hindernisse noch arg ungeschickt in den Schnee, so dass wir nur mit Abschnallen und Zurückklettern wieder auf den Sommerweg kamen, um weiter abfahren zu können. Weder den Skiern noch uns war etwas passiert (außer Schnee allüberall), so war das nicht weiter tragisch. Alles in Allem: Abenteuer-Skitour!


Die Tannheimer


Die schönste Seite des Winters


Der abgeblasene Rücken


Am Krinnenspitzengipfel


Abfahrt


Schöne einsame Spuren :-)


Zweifel vorm Abstieg

Von engel am 04.02.2015 21:42 • outdoorski

Ausgefülltes Wochenende

Mittwoch, Januar 21, 2015

Schon länger (genau genommen seit Jahren) spielte der beste Allgäuer von Allen mit dem Gedanken, sich neue Ski zuzulegen. Ich eigentlich nicht, aber nachdem er so lang drüber nachdachte und ich das Konzept ‘Rocker’ so interessant fand und immer wieder Tests und Ähnliches las und er sich einfach zu nichts entschließen konnte, konnte ich irgendwann nicht mehr anders und recherchierte selber. Und wie das so ist, wenn man mal anfängt, steht das Ergebnis dann schon fest (nicht direkt, welcher aber dass Ski).

Und deswegen verbrachten wir einen vergnüglichen (und teuren) Samstag Vormittag beim Outdoor-Dealer des Vertrauens und haben jetzt jeder ein Paar neue Tourenski (und ein bisserl anderes Zeug auch). Ski mit Rockern von und hinten. Und breit. Und Adhäsionsfellen. Und überhaupt :-)

Es passte daher ganz wunderbar, dass es den ganzen Samstag über schneite und Sonntag schön werden sollte. Angesichts der Schneelage schien uns die Höferspitze der einzig sinnvolle Skiberg zu sein und das dachten nicht nur wir. Wir kamen zu spät los und wurden erst mit Stau ab Sonthofen und später - noch viel schlimmer - mit ungelogen 5 großen geführten Gruppen von Skitourern bestraft.

Die ersten drei Gruppen hängten wir noch in Baad ab, die bekamen erst noch Einweisungen. Durch die nächste Gruppe, locker 15 Leute, schlängelten wir uns gleich am Anfang des Winterwegs zur Bärguntalpe durch. Die letzte Gruppe machte an der Alpe kurz Pause und so konnten wir die glücklicherweise auch noch überholen. Ufff!

Bis dahin waren wir in wirklich ungewohnten Tempo unterwegs und mein Allgäuer wurde auch erst mal nicht merklich langsamer. Aber rennend schaffe ich keine ganze Skitour, irgendwann pendelten wir uns doch annähernd bei unserem gewohnten Tempo, das eher gemütlich ist, ein. Es war kalt, der Schnee war locker und Klasse und es waren wirklich nur wenige Leute vor uns unterwegs. Alles war gut!

Die neuen Ski - sowohl seine als auch meine - schlugen sich beim Aufstieg gut. Die Bedingungen waren natürlich nicht schwierig, daher lässt sich noch nicht sagen, ob mein Freetourer tatsächlich schwerer zu laufen ist als mein normaler Tourenski. Die Felle sind auch noch nicht weiter aufgefallen, weder positiv noch negativ, aber auch da kann man sich erst nach mehreren Touren ein Urteil bilden.

Nach einem guten Drittel im Hang zum Skigipfel hätte ich eigentlich anhalten und meinen rechten Fuß verpflastern sollen, der bei den ersten Touren immer eine Druckstelle bekommt. Aber erst war da keine Sonne und dann ... naja, hatte ich keine Lust. So kam ich humpelnd am Skigipfel an und verpflasterte mich erst da für die Abfahrt.

Fast alle Aufsteiger gingen weiter zum Gipfel, so dass es dort bald ziemlich voll war. Wir hatten die Rampe vom Skigipfel fast unverspurt für uns allein :-) Die ersten Meter waren etwas ungewohnt, zudem zeigte sich, dass unsere Annahme, die neuen Ski seien gewaxt gewesen, falsch gewesen war - die Ski rutschten ein wenig unwillig. Und eine einzige Tour ist natürlich eh nicht aussagekräftig.

Trotzdem, ein kleines Fazit meiner neuen Freetourer kann ich schon mal wagen: Wie erhofft schwimmen die Ski in tiefem Schnee deutlich besser auf. Das ist vermutlich dem Frontrocker und der Breite zuzurechnen. Der Tailrocker ist noch gewöhnungsbedürftig, denn die Ski bieten bei Rücklage deutlich weniger Halt. Andererseits braucht man auch weniger Rücklage, weil die Spitzen einfacher rauskommen - das ist Gewöhnungssache. In zerfahrenem Schnee machen sich der Frontrocker oder die Breite sehr positiv bemerkbar: der Ski pflügt viel einfacher durch alte Spuren als der Mountain Wave.

Auf flachen Pisten (Forstweg) habe ich momentan das Gefühl, der Ski sei langsamer. Lag aber vielleicht auch daran, dass er nicht richtig gewaxt war. Ob so ein breiter Ski bei schwierigen Verhältnissen, also steil, hart, Eis, problematischer ist, muss sich noch zeigen (ich vermute bald, es schneit ja nicht). Für weite schnelle Schwünge müsste er eigentlich ganz gut geeignet sein, aber da bin ich eher weniger geeignet, weil ich da schnell Angst ums Knie bekomme. Aber schaumermal, vielleicht probiere ich das ja auch noch.

Die Tour an sich war genial. Endlich Schnee! Endlich Sonne! Endlich draußen! Endlich - ach, überhaupt alles!
Und der Ski? Mir hat er Spaß gemacht. Ob man so viel Geld ausgeben muss, nur um mal was Neues zu testen? Vermutlich nicht ;-)
Ich denke, der Wake Up und der Talkback ergänzen sich ganz gut. Bald werde ich mir vor jeder Tour überlegen, welchen Ski ich nehme. Anfangs erst mal die Neuen, ehklar :-)


Sieht anders aus, aber: Spurt im Pulk zur Bärguntalpe


Inzwischen schön allein in der Querung


Sonne und Schnee :-)


Kurz vorm Skigipfel


Abfahrt, Yay!

Von engel am 21.01.2015 21:57 • outdoorski

Regen, nass und Wind, was sonst?

Mittwoch, Januar 14, 2015

Das Wetter hat wieder zum Normalzustand zurück gefunden: beim Büro-Radeln regnete es. Zudem hatte es unangenehmen Wind.

Gegen Feierabend nahm ich an, die Chancen halbwegs trocken nach Hause zu kommen stünden nicht schlecht. Es war bis etwa 10 Minuten bevor ich losradelte, trocken. Sobald ich das Büro-Gebäude verlassen hatte, musste ich mich gegen den Wind stemmen. Der Regen war noch verträglich, es nieselte leicht. Allerdings nicht lang, dann schüttete es. Ich zog die Regenklamotten an.

Bis kurz vor daheim war ich dann der Meinung, so schlimm sei es dann ja doch nicht (vom Wind abgesehen). Dann aber ging der Regen in einen Schneesturm über, der mich innerhalb von 10 Minuten rundrum mit einer dicken Nassschneeschicht eindeckte, zu deren Entfernung ich vor dem Betreten des Hauses ganze 5 Minuten brauchte. Danke, Wetter!

Die Situation im Büro hat sich ebenfalls wieder normalisiert. Nach 3 Tagen angenehmen Arbeitens nach dem Drei-König-Tag prasseln nun wieder Kunden- und Projekt-Probleme auf mich ein, dass ich kaum mehr dazu komme, Kaffee zu holen. Die Dreiviertelstunde Heimradeln mit Story im Ohr ist entspannend wie selten. Da stört Nässe von oben (oder von überall) trotz allem kaum. Zumal es daheim ja eine nette warme Dusche hat ...

Abends dann das lang vorbeitete Update der SAN Site. Obwohl ich das dann schon einige Male an 2 Test-Installationen geübt hatte, war mir ziemlich unwohl. Richtig geklappt hatte es nämlich bislang noch nie. Und wie befürchtet: Die Sonderzeichen sind alle kaputt gegangen. Immerhin funktioniert der Rest und das auch mit der aktuellen PHP-Version.
Insofern: Erst mal Erleichterung. Und im Hintergrund leises Weinen. Bleibt wohl nix, als da Hand anzulegen, anders krieg ich das nicht gebacken. Meh!

Rückblick 29.12.2014
Nach einem Tag Heimarbeit (lästiges Aufräumen und sowas), an dem es durchgehend schneite (der beste Allgäuer von allen musste 3 Mal raus zum Schneeräumen), war uns wieder nach Schnee unter den Füßen. Diesmal aber mit Ski!
Zudem war es niederschlagsfrei, fast schön sogar! Wir fuhren wieder ins Gunzesrieder Tal, dass es da Schnee hatte, hatten wir ja schon feststellen dürfen. Es war eisig kalt (-16 Grad beim Loslaufen) und der Schnee war beim Stocktest wunderbar locker.
Wir spazierten Richtung Ochsenkopf und ließen uns vom eisigen Wind durchblasen. Gemütlich ist anders.
An der Ochsenalpe machten wir kurz Teepause und es fing prompt zu schneien an. Erst leicht, während des weiteren Aufstiegs zum Ochsenkopf dann immer mehr. Oben erwischte uns dann auch der Wind mit voller Wucht. Wir machten gar nicht erst Pause sondern fuhren direkt wieder ab.
Das Abfahren war ‘lustig’. Es hatte derart lockeren und derart tiefen Schnee, dass wir kaum zum Fahren kamen und in den flacheren Stücken gar stecken zu bleiben drohten (und der Ochsenkopf ist insgesamt eher flach, was ja auch der Grund dafür war, dass wir dort waren). Lockeres Schwingen war kaum möglich. Gelegentlich half es in vorhandene Skispuren zu fahren, um wieder etwas Schwung zu holen. Wenn man dann wieder in den unverspurten Schnee einfuhr, schob man eine dicke Schneewelle vor den Oberschenkeln her und konnte fast nur geradeaus fahren. Aber auch sowas macht mal Spaß ;-)
Meine tollen Gecko Felle haben inzwischen ja einen neuen Adhäsionsbelag bekommen, weil der Alte sich auflöste. ‘Toll’ sind die Felle jetzt nicht mehr, muss ich leider sagen, aber zu Gecko schreibe noch einen eigenen Verriss. Jedenfalls ging das erneute Auffellen vor der Ochsenalpe richtig in die Hose und ich kämpfte mich einem unbefellten Ski bis zur Alpe. Dort gab es nochmal Tee und eiskalte Felle an meinem Bauch, um die anhaftenden Schneekristalle zum Schmelzen zu bringen. Gna.
Wir hätten auch von der Alpe direkt abfahren können, aber weil das langweilig ist, gingen wir noch zum Rangiswanger Horn rüber. Es war eiskalt, es stürmte, es schneite, der Schnee kam quer und vereiste Wangen und Nasenspitze aufs Allerfeinste. Die Finger froren langsam ein, obwohl wir uns im Aufstieg befanden. Sag nochmal einer, im Gunzesrieder Tal gäbe es nur Voralpenmugel. Wenn die wollen, diese Mugel, dann können die ganz schön Berg!
Die Querung zum Rangiswanger Horn war dann glücklicherweise viel angenehmer als befürchtet, der Wald am Grat brach den Wind. Am Gipfel war es natürlich ungemütlich. Wir fellten so schnell wie möglich ab und fuhren in den waldigen Nordhang ein. Wie erwartet war alles zerfahren, aber das hatte den Vorteil, dass man da tatsächlich fahren konnte, weil man nicht im Schnee stecken blieb ;-)
Skifahrtechnisch gehört diese Tour sicherlich nicht zu den Herausragendsten, aber es war insgesamt prima. Wir hatten uns teilweise gefühlt wie am Castor im Wallis, wo es ja auch so viel Wind gehabt hatte. Die Mitstreiter werden wissen, was ich meine :-)


Start bei schönstem Wetter (;-)) und bestem Schnee


Es ist richtig Winter


Und wird immer mehr Winter


Am Ochsenkopf ist es arg ungemütlich


Der Übergang zum Rangiswanger Horn dagegen ist ganz OK

Von engel am 14.01.2015 22:42 • diaryoutdoorski

Wochenanfang

Montag, Januar 12, 2015

Der Sturm vom Wochenende hat sich zwar ein wenig gelegt, Radeln war in der Früh aber noch immer anstrengend. Der Wind kam entweder von vorn (wie sollte es anders sein?) oder von der Seite, was auch nicht viel besser ist.

Ein paar Wochen vor Weihnachten hatte ich den Tacho meines München-Bikes verschmissen. Ich hatte laut und anhaltend gejammert, wie schlimm es sei, nicht zu wissen, wie spät und (noch wichtiger) wie kalt es ist und dass ein Radl ohne Tacho ja überhaupt nicht tragbar sei und das hatte gefruchtet. Zu Weihnachten lag ein nigelnagelneuer weißer (!!!) Tacho unterm Baum, der neben dem Themometer sogar einen Höhenmesser aufweist.
Ich bin nicht sicher wozu man in München einen Höhenmesser braucht (die Stadt ist ja bretteben), freue mich jetzt aber trotzdem daran zu wissen, dass ich von Neuperlach bis zur Isar ganze 37 Höhenmter runter fahre und bis zu den Towers ganze 8 Höhenmeter wieder hinauf fahre :-)
Ganz und gar super ist, dass der neue Tacho in die Halterung des Alten passt und dass die Anschlüsse identisch sind. Ich musste nicht mal irgendwas umbauen! Nur den Radumfang muss ich noch nachmessen. So schnell bin ich dann doch nicht ;-)

Die wunderbare Sarah Burrini hat einen gamz tollen Comic zum Wochenende gezeichnet. Auf den will ich unbedingt noch hinweisen: Teufel

Rückblick 27.12.2014
Nun schneite es zwar und das sogar ordentlich, aber wir hatten arge Bedenken bezüglich der Unterlage. Steinski hin oder her, mit Gewalt muss man ja auch die nicht kaputt machen. In Vorbereitung auf das Zwillings-Neffen-Geburtstagsgeschenk hatten wir uns von den besten Eltern deren Schneeschuhe ausgeliehen und hielten den Tag für ausnehmend geeignet für einen Test der Dinger.
Wir fuhren bei auf schneebedeckten Straßen ins Ostertal und merkten spätestens im Gunzesrieder Tal, dass wir uns bezüglich der vorhandenen Schneemengen ordentlich verschätzt hatten. Eine richtige Unterlage hatte es natürlich nicht, aber doch so viel Schnee, dass man auch durchaus mit Tourenskiern hätte kommen können. Das hatten auch andere gedacht und wir kamen uns ein wenig blöd vor, nun neben den vielen Tourengehern die Schneeschuhe auszupacken um aufs Rangiswanger Horn zu steigen.
Da wir uns als Skitourengeher öfters mal über Schneeschuh-zertrampelte Skispuren ärgern (bei Löchern in der Skispur halten die Felle nicht), versuchten wir wo möglich eigene Spuren zu legen. Der Schnee war reichlich tief und nahezu grundlos, das war wirklich anstrengend, selbst wenn man Skifahrer-Abfahrtsspuren zur Hilfe nahm. Besser war es weiter oben, wo eine geführte Gruppe Schneeschuhgeher schon eine Spur getreten hatten. Die machten aber in der langen Querung zum Steilhang Pause, so dass wir wieder spuren mussten (‘durften’, meint der beste Allgäuer von Allen).
Der Steilhang war schon recht zerfahren, daher versuchten wir einen Weg durch das Durcheinander der alten umgestürzten Bäume am Rand des Steilhangs zu finden. Das war erst nett (keine Spuren), dann leider unmöglich, so dass wir doch wieder in den Skihang mussten. Die Gruppe war vor uns, aber ein paar der Leute hatten völlig ungeeignete Billig-Schneeschuhe an den Füßen und rutschen ständig ab und aus, so dass wir die Gruppe bald wieder hinter uns hatten. Der Steilhang war reichlich anstrengend, danach wurde es wieder leichter.
Wir suchten uns immer etwas abseits der eigentlichen Skitour neure Wege durch den Wald und das war wirklich nett. Keine Leute weit und breit und in dichtem Schneefall in unverspurtem Wald rumzustapfen, das hat schon was.
Als wir knapp unter dem Gipfelkreuz unter den letzten Bäumen durchschlüpften, wurde es sehr ungemütlich. Der Sturm am Gipfel blies uns Schneekristalle ins Gesicht. Wir kämpften uns um Gipfelkreuz, schlugen dort an und drehten umgehend um. Der einzige wirkliche Vorteil von Schneeschuhen, der mir bislang aufgefallen ist: Man muss nicht abfellen und mit eisigen Fingern mit den Fellen rumfummeln, sondern kann bei solch ungemütlichen Bedingungen direkt wieder gehen ;-)
Der Abstieg war dann weniger schlimm als befürchtet. Natürlich muss man gehen statt zu fahren, aber bei so lockerem Schnee kann man mit Riesenschritten abwärts schlittern, das geht ganz gut. Sogar im Steilhang, auch wenn ich da etwas langsamer war und darauf achtete, mir das Knie nicht nochmal zu verbiegen (wobei sich das trotz der beiden ‘Unfälle’ ganz prima hielt!).
Am Ende war das ein ganz netter Ausflug, allerdings waren wir uns einig: ‘Was G’scheits ist das Schneeschuhgehen nicht!


Komische Dinger an meinen Füßen


Tiefschneespuren


Arg ungemütlich am Gipfel


Abstieg

Von engel am 12.01.2015 23:13 • diaryoutdoorberg

Sowas wie ein Neustart

Mittwoch, Januar 07, 2015

Ich finde nicht, dass ich wirklich mit dem Bloggen aufgehört habe, aber die Einträge sind in letzter Zeit doch arg wenig geworden. Und ich stelle fest, die (gelegentliche) Reflexion über das was so los ist rund um mich herum, fehlt mir. Am meisten rückblickend, weil ich so langsam nicht mehr in meiner eigenen Chronik nachschlagen kann ;-)

Mein erster (und bislang einziger) Vorsatz für 2015 ist daher, die Frequenz der Einträge wieder zu erhöhen. Mal schaun was dabei heraus kommt.

Der Alltag am meinem ersten Arbeitstag in 2015 holte mich direkt nach dem Losradeln in München ein: Dunkel, kühl und ... Regen. Ganz wie vor den Feiertagen, fast hätte man meinen können, das Zwischenspiel mit dem vielen Schnee hätte gar nicht stattgefunden. Die Eisplatten auf den Fußwegen und die Schneeresthaufen zwischen den Radwegen und der Straße bewiesen dann aber doch, dass sich da was getan hatte. Das Bike rutschte mir einmal kurz weg (kein Sturz), der Rest des Arbeitswegs ging gut.

Den Vormittag im Büro verbrachte ich damit, das was ich am letzten halben Arbeitstag getan hatte, wieder rückgängig zu machen: Alle wegen der Betriebsschließung runtergefahren Server mussten wieder hochgefahren werden. Wie erwartet ging nicht alles so glatt, wie es hätte gehen sollen und die Kollegen vor Ort mussten Hilfestellung im Rechenzentrum leisten, aber gegen Mittag waren dann alle Server (und Daten) wieder da.

Nachmittags spielte ich mit meinem Chef das lustige Glaskugelspiel. Wir mussten uns die Planung fürs nächste Geschäftsjahr (ab März) aus den Fingern saugen. Für Aufgaben, die im Wesentlichen aus ‘tbd’ bestehen, stellen sich beim Beplanen gewisse Schwierigkeiten, die wir aber mit gekonntem schrägen Blick über den Daumen elegant umschifften. Naja, irgendein Budget wird da schon rauskommen und die Arbeit ist uns bislang noch nie ausgegangen.

Der Arbeitsanfang in München musste natürlich mit Kino gekrönt werden. Alles was mich wirklich interessiert hatte, hatte ich noch vor den Feiertagen angeschaut. Aber lustige Unterhaltung geht immer: Night at the Museum 3 Hat Spaß gemacht :-)

Rückblick 25.12.2014
Kein Schnee weit und breit seit Langem, und zudem regnete es nach den schönen Tagen vor Weihnachten bei ekligen Temperaturen knapp über Null. Aber uns war dringend nach ‘Raus!’, daher nahmen wir regendichte Klamotten und Schirme und stiegen gen Gaisalpsee. Der erhoffte Schnee fing nicht schon an der Gaisalpe an wie erwartet, sondern erst auf halbem Weg zum See.
Dann war endlich Winter. Mit allem, was so dazu gehört: Schnee von oben und mit ordentlich Wind auch von der Seite, Eis (teils heimtückisch unter einer dünnen Schicht Schnee verborgen) auf den Wegen und an den Bächen, fast schon sowas wie ein Eisfall am Rubihorn. Hach! Ja, und kalte Finger und Füße. Und bei mir auch ein arg kalter Hintern. Egal. Schnee!
Ich rutschte am See mit dem rechten Bein auf Eis aus und verbog mir das kaputte rechte Knie so böse, dass ich im ersten Moment nicht glaubte, noch absteigen zu können. Nach einer Pause und ein paar vorsichtigen Bewegungen ging es dann aber doch. Vorsichtig und bedächtig. Das Ding hält leider nicht mehr allzuviel aus.
Für den Abstieg nahmen wir den steilen und schmalen Abstieg der Eiskletterer zum Fuß der Eisfälle. Der wird wohl eine gelegentliche Alternative bei Sauwetter und Matsch werden.


Unten Regen


Oben endlich Schnee!


Und ein anderer Abstieg

Von engel am 07.01.2015 22:25 • diaryoutdoorberg

Zusammenfassung

Montag, November 10, 2014

Mit Allerlei Diesem und Jenem bin ich seit dem Urlaub nicht mal mehr dazu gekommen, das eine oder andere Wort über die letzten beiden Wochenenden zu verlieren. Schnell mal nachholen:

  • Unsere Chilifarm ist inzwischen abgebaut. Wir haben vor und nach dem Urlaub nochmal ordentlich geerntet und nach einer Woche nochmal. Unsere Chilis sind unterdurchschnittlich groß und vermutlich auch nicht so scharf wie sie sein könnten, aber für den Sommer und die sonst auch problematischen Randbedingungen (vor allem wenig Sonne) sind wir sehr zufrieden. Wir überlegen schon, was wir nächstes Jahr anbauen :-)
    Lustige Dinge haben wir mit Chilis inzwischen auch schon angestellt, das muss ich aber demnächst mal gesondert aufbereiten :-)
  • Über den Urlaub haben wir die Chilifarm ins Wohnzimmer verlagert und mit einem geschickten automatischen Bewässerungssystem am Leben gehalten (unser Garten- und Haus-Betreuer hat nicht mehr so viel Zeit wie früher). Da wir vorab zu wenig Zeit zum Testen hatten, haben wir den Chili-Pflanzen ein wenig zu viel Wasser zugeführt, was einigen nicht gut bekommen ist. Das größte Problem war aber, dass sich im Wohnzimmer in unserer Abwesenheit die Läuse an den Chili-Pflanzen explosionsartig vermehrt hatten. Das erforderte nach dem Urlaub und dann nochmal nach dem Abbau der Chilifarm größere Reinigungs-Arbeiten.
  • Der Plan, die Autos mit Winterrädern zu bestücken, ging leider nur halb auf. Mein Auto hat inzwischen Winterreifen drauf, die Räder des Kangoo müssen aber erst mal mit StVO-konformen neuen Winterreifen versehen werden (nachgemessen: 1 mm Profiltiefe *hust*), bevor wir die Räder montieren können. Da müssen wir nächstes Wochenende nochmal ran. Vermutlich schneit es dann schon.
  • Das diesjährige Neffen-Geburtstags-Geschenk scheint gut angekommen zu sein. Wir werden also demnächst - ich scheue mich fast, es niederzuschreiben, SAN-ler weglesen, bitte - tatsächlich mal mit Schneeschuhen im weißen Traum herum stapfen. Und nein, das ist nicht so schlimm wie es klingt und vielleicht haben Schneeschuhe ja auch was für sich, das wir bislang noch nicht kannten ;-)
    Üblicherweise ist der Event-Gutschein online hinter einem Rätsel versteckt. Beschwerde gestern: ‘Das war zu leicht!’ Hmmm.
  • Und zum Schluß: aufm Berg waren wir auch einmal. Sonntag vor einer Woche auf der Gaichtspitze. Nett wie immer und deutlich mehr Schnee als erwartet. Dafür haben wir einen unserer Nepal-Mitreisenden dort getroffen. Ehrlicherweise muss ich wohl eher sagen: er hat uns getroffen, wir hätten ihn nämlich eigentlich gar nicht erkannt, wenn er nicht strahlend auf uns zugestapft gekommen wäre. So war das richtig nett :-)

Von engel am 10.11.2014 20:19 • outdoorberg

Zurück von der Insel

Dienstag, Oktober 28, 2014

Geplant hatten wir ja eigentlich 2 Wochen Sonne, aber dem Trend dieses Sommers folgend hat es auch auf Teneriffa geregnet, als wir dort waren. Zudem gab es das schlimmste Unwetter seit 40 Jahren, wenn ich die Nachrichten richtig interpretiere.

Wir haben das Unwetter natürlich mitbekommen, dass es aber gar so schlimm war und dass es Erdrutsche und Ähnliches gab, ist nahezu an uns vorbei gegangen, obwohl wir auf der (vergeblichen) Suche nach einem halbwegs trockenen Fleckchen eine komplette Inselrundfahrt gemacht haben. Ich schiebe das jetzt mal auf das Glück der Ahnungslosen.

Den einen Regentag haben wir mit einer gemütlichen Wanderung mit leider Null Aussicht weil Nebel verbracht, den anderen im Loro Parque, wo wir Papageien aus nächster Nähe sahen (nicht im Käfig sondern in einer Voliere) und neben vielen anderen Tieren auch die Orca- und die Delfin-Show anschauten. Der Tag war mindestens so anstrengend wie eine der Touren!

Zum Baden im Meer sind wir nicht allzu oft oder intensiv gekommen. Einerseits waren wir oft im Landesinneren unterwegs und andererseits war das Meer schon vor dem Unwetter recht aufgewühlt und da haben wir uns an den einsamen Stränden nicht ins Wasser getraut. Wellen und Strömungen sind unheimlich.

Unsere Touren waren bis auf die Letzte (Masca-Schlucht, da werden ganze Busladungen von sehr geschwätzigen Wanderleitern hinab gescheucht) so einsam, dass wir nicht selten den ganzen Tag über keinen einzigen Menschen gesehen haben. So lobe ich mir Wandern!

Bei der Auswahl der Touren aus dem Rother-Führer (wie immer äußerst empfehlenswert!) haben wir uns immer die Touren ausgesucht, die irgendwelche ‘Schmankerl’ boten: Wasserleitungen, Tunnels, eine Steilwand, den einsamsten und schönsten Strand der Insel, ein abenteuerlicher Zustieg und Ähnliches. Oder wir wollten dorthin, wo wir bei unserem ersten Insel-Urlaub schon mal waren (deswegen die Masca-Schlucht, die sonst wegen ‘stark frequentiert’ aus der engeren Wahl gefallen wäre).

Für den Teide wollten wir ganz brav eine Besteigungsgenehmigung beantragen, aber das geht nicht für Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. So haben wir abends eben gewartet, bis alle Angestellten weg waren und sind dann auf den Gipfel gestiegen, um die Sonne hinter Gomera im Dunst versinken zu sehen. Auch ohne die Übernachtung auf der Hütte. Es war großartig! Leider gab es den so beeindruckenden Teide-Schatten am Himmel wegen des Dunstes nicht.

Unser Auto war ein Polo, den wir anfangs erst mal ordentlich quälen mussten, bis er vernünftig lief. Danach waren wir aber ganz zufrieden mit dem Autole. Der lustigste Moment mit dem Wagen war beim Abgeben, als uns die Vermieterdame den Kofferraum mit dem VW-Zeichen an der Heckklappe öffnete. Wir hatten immer die Fernbedienung am Schlüssel benutzt und die Klappe am Scheibenwischer hochgezogen und uns gewundert, warum es da keinen vernünftigen Griff hat.

Alles in Allem ein super Abschluss für dieses Jahr, in dem wir ja nicht grad viel Glück mit dem Wetter oder mit den Touren oder mit den Umständen hatten. Lustig war, am Sonntag schon von den ersten Skitouren im Allgäu zu lesen und neben dem Auf- und Verräumen gleich mal Skirennen im Fernsehen zu gucken. Direkt aus dem Sommer in den Winter sozusagen.

Unsere Chilifarm hat unsere Abwesenheit Dank eines geschickten Bewässerungssystems übrigens prima überstanden. Sowohl vor dem Urlaub als auch nach dem Urlaub haben wir einen wunderbaren Haufen reifer bunter Chilis ernten können. Unsere Früchte sind zwar im Allgemeinen viel zu klein, aber scharf und schmackhaft sind sie trotzdem :-)

Von engel am 28.10.2014 07:28 • diaryurlauboutdoorberg
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