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Samstag, 26.08.2017: Schutthaufen

Mittwoch, August 30, 2017

Wir wollten nochmal eine lange Tour machen. Der beste Allgäuer von Allen schlug einen wenig begangen Schutthaufen vor, bei dem wir die Räder aber nicht benötigen würden. 1500 Höhenmeter und kein Bike für den Abstieg? Mir war nicht ganz wohl, aber die Abstiegs-Muskeln müssen ja trainiert werden. Außerdem ist da als Zuckerl ein wenig Kraxelei dabei :-)

Wir stellten den Kangoo auf dem letzten freien Platz des kleinen oberen Parkplatzes in Hinterhornbach ab und gingen los. Unten, wo der Wald noch sehr steil und von der relativ neuen Forststraße zerpflügt ist (Forststraße! Note to self: beim nächsten Mal bis zur 4. Wegquerung radeln!), war es nass und kühl und teilweise unglaublich matschig. Als der Wald sich lichtete und das Gelände sich ein wenig zurück legte, wurde es glücklichweise trocken.

Bis zum Kaufbeurer Haus waren ein paar wenige Leute mit uns unterwegs, als wir dort aber vom Weg auf die Trittspuren und ins lose Geröll zu unserem Schutthaufen wechselten, waren wir allein unterwegs. Der nahezu weglose Aufstieg über den frischen losen Schotter bis unter die Felsen war ordentlich anstrengend.

An den Felsen, wo der markierte Weg an einem weithin sichtbaren Marterl (Kreuz) beginnt, setzten wir die Helme auf. Der ganze Berg ist so mit Schutt bedeckt, dass es auch mit größter Aufmerksamkeit kaum möglich ist, keine Steine zu schmeißen. Die beiden Herren, die uns etwa in der Mitte der ersten Rinne im Abstieg entgegen kamen, waren ein gutes Beispiel. Von den sauste uns einmal fast eine kleine Mure entgegen.

Der Aufstieg durch die Felsen führt anfangs links einer markanten Rinne auf einem schuttigen Rücken geradeaus empor, quert die Rinne ganz oben und führt dann über ein Bändersystem fast wie in der Brenta im Zickzack zum Gipfel. Von einem Band zum nächsten muss man klettern, dazwischen kann man laufen. Der Weg ist immer sehr gut markiert (wichtig vor allem im Abstieg), aber man muss natürlich trotzdem aufmerksam die roten Punkte suchen. Kleinere Versteiger sind nicht weiter schlimm, weil der Berg im Bereich des Weges nirgends übermäßig schwierig ist, aber wenn man den Weg wirklich verliert, hat man in dem Verhau von Rinnen, Bändern und Wänden vermutlich ein echtes Problem. Die ganze Flanke ist oben sehr unübersichtlich.

Wir trafen im Aufstieg (abgesehen von den beiden Absteigern) nur auf 3 Schneehühner und wähnten uns komplett allein. Aber am Gipfel waren dann doch zwei Männer. Die beiden waren aber gerade am Gehen und so konnten wir uns dann doch in schöner Einsamkeit niederlassen und die Sonne genießen. Es war arg diesig, der Blick in die Umgebung war deswegen nicht so schön wie er sein könnte, aber immerhin sahen wir bis zur Bretterspitze und zum Hochvogel gegenüber ;-)

Nach einer langen und gemütlichen Pause stiegen wir wieder ab. Das war auch nicht schwieriger als aufsteigen, aber man muss noch mehr auf den Weg, also auf die Markierungen, schauen. Der Weg durch die Wand hat ja einiges an Gehgelände, aber wegen der Kletterstellen zwischendurch (immerhin bis II) war ich ohne Stöcke unterwegs und das tat dem Knie gerade im unteren Teil mit dem vielen Geröll auf den abfallenden Platten nicht gut. Am Einstiegs-Marterl war ich sehr froh, wieder ‘richtig’, mit den Stöcken, absteigen zu dürfen.

Wobei der Anfang des ‘richtigen’ Abstiegs, der durch das steile lose Geröll, das den Aufstieg so anstrengend gemacht hatte, gar nicht so toll war, wie ich mir vorgestellt hatte. Das Geröll war einfach zu inhomogen, um ‘schön’ abfahren zu können, also musste man genau aufpassen, wohin man trat und allerlei Umwege machen, um von unfahrbarem Schotter wieder in fahrbares Geröll zu kommen. Schnell ging es trotzdem.

Am Kaufbeurer Haus versorgten wir uns mit frischem Wasser aus dem Brunnen und machten nochmal eine kurze Pause, bevor wir den restlichen Abstieg in Angriff nahmen. Da kann man nicht viel zu sagen: Abstieg halt und am Ende taten mir sowohl das Knie als auch die Füße ordentlich weh. Den Kaffee und Kuchen im Gasthaus Adler hatten wir uns dann wirklich verdient :-)

Abgesehen davon, dass noch am selben Tag das Knie ordentlich schmerzte, schwoll es nicht besonders an und war am nächsten Tag eigentlich wieder einsatzbereit. Gute Nachrichten, soviel und so schwierigen Abstieg wird es im Urlaub nicht geben :-)

Sonntag hatten wir radeln gehen wollen, aber nachdem es in der Früh (und den Tag über zwischendurch immer wieder mal) regnete, landeten wir bei Haushalt und Vorbereitungen und es gab Pfannkuchen auf der Terrasse und eine riesige Chili-Ernte :-)


Start in Hinterhornbach


Vorm Kaufbeurer Haus, das Ziel ist direkt dahinter


Anstrengender Aufstieg im Geröll


Im Fels-Durcheinander


In einer der Kletterstellen (ja, dahinter geht es weit runter)


Kritischer Blick auf den Weiterweg ...


... die Schlüsselstelle, gut gezeichnet.


Schneehuhn


Am kleinen Gipfelkreuz


Auf Abwegen: Auch im Abstieg muss man genau hinschauen


Tiefblick aufs Kaufbeurer Haus und Hinterhornbach


Auf dem Fünften Bänkle vorm Hochvogel


Kurz vor dem wohlverdienten Kaffee und Kuchen :-)

Von engel am 30.08.2017 21:40 • outdoorberg

Sonntag, 20.08.2017: Von wegen Sonne!

Mittwoch, August 23, 2017

Nach dem gar nicht so sehr verregneten Samstag war den Sonntag eigentlich als weitgehend sonnig vorhergesagt. Als wir Richtung Berge fuhren, lagen die Hügel rechterhand des Illertals auch schon sehr schön in der Sonne, die Berge links steckten allerdings noch tief in Wolken. Wir wandten uns nach links, parkten vorm Retterschwanger Tal und luden die Räder aus.

Es war ganz schön frisch im Schatten im Tal bei leichtem Wind, aber es ging immerhin ziemlich gleich bergauf und da wurde es uns dann schnell warm. Der beste Allgäuer von Allen schlug gleich ein ungewohnt scharfes Tempo an, bei dem ich nicht lang mithalten konnte. Aber ich mühte mich trotzdem so schnell wie möglich zu sein ;-)

An der Abzweigung des neuen hässlichen Quad-Tracks (mit MTB-Fahrverbot, was mich echt ärgert), stellten wir die Räder ab und gingen zu Fuß weiter. Auch hier in ungewohntem Tempo, was aber ein paar nachfolgende Wanderer nicht abhielt, uns zu überholen. Wir waren scheinbar zum falschen Zeitpunkt losgelaufen, denn nachdem uns 5 Leute überholt hatten waren wir wieder allein unterwegs.

Am Gipfel der Rotspitze war es ziemlich frisch. Obwohl die Pause nur kurz war, froren wir beide danach und hatten kalte Finger. Ich zog die lange Hose und den langärmeligen Pulli an zum Weitergehen und war froh drum, denn Sonne war nicht in Sicht und auf dem Grat zur Heubatspitze wehte ein frischer Wind.

Wir gingen gleich weiter über die Hohen Gänge zum Breitenberg, immer noch am Grat natürlich und immer im Wind. Als wir gerade im steilen ausgesetzten Abschnitt vor der Leiter waren, fing es sogar an zu nieseln. Das hörte glücklicherweise bald wieder auf und kurz vorm Breitenberg kam sogar die Sonne raus.

Allerdings nur kurz. Und auch unsere Pause im netten Separee am Breitenberg wurde nur sehr kurz von der Sonne erwärmt. Immerhin war es da aber windgeschützt.

Im Abstieg schlugen wir uns kurz seitlich in den Wald, denn wir hatten im Aufstieg Pfifferlinge gesehen. Gleich am Anfang fanden wir etwas völlig Neues, einen Riesenbovist. Nachher kamen noch ein paar andere Pilze dazu, die die daheim vorhandenen schön ergänzten.

Zum Riesenbovist muss ich sagen: Lohnt sich in einem Mischpilzgulasch ganz und gar nicht. Nicht mal so sehr wegen des Geschmacks (unauffällig) sondern weil die Pilze so weich und schwammig werden. Anderswo werden die wie ein paniertes Schnitzel serviert, vielleicht sind sie dann besser. Wird vielleicht beim nächsten Fund getestet.


Kühler Start mit den Zielen im Hintergrund


Der Aufstieg wird oben recht steil


Kühle Gipfelrast


Abstieg zum Klettersteigle


In den Hohen Gängen


In der Leiter


Weiterweg


Ganz kurz Sonne


Das niedliches Kuhfräulein aus dem Häbelesgund


Abfahrt

Von engel am 23.08.2017 21:38 • outdoorbergmtb

Samstag, 19.08.2017: Fette Beute

Mittwoch, August 23, 2017

Wochenende. Und Regen und Gewitter angesagt. Öfter mal was Neues :/
Wobei - so heftige Gewitter wie am Freitag gibt es dann doch nicht sehr oft. Wir kamen gut weg - 3 Chilis wurden umgeblasen und ein paar kleine Früchtchen fielen ab.

Mit der vagen Hoffnung (es war ja feucht - leider aber auch kühl), vielleicht nochmal eine Pilzmahlzeit abstauben zu können, machten wir uns auf den Weg zum Pilze sammeln.

Die Ausbeute war gut, allerdings nicht außerordentlich so. Wir fanden 2 knappe Abendessen (je etwa 400 Gramm), aber nicht genug, um mit der Produktion getrockneter Pilze anfangen zu können. Immerhin war die im Süden weilende Verwandtschaft gebührend neidisch ob des Beutefotos ;-)

Von engel am 23.08.2017 05:32 • outdoorberg

Dienstag, 15.08.2017: Flugameisengipfel

Montag, August 21, 2017

Oder auch: Der Gipfel mit Bänkle
Die Ameisen sind allerdings auffallender ;-)

Wir hätten eigentlich gern mal wieder Pilze gegessen, aber wir waren nicht sicher, ob es dafür die letzte Woche nicht eventuell zu kalt gewesen war. Seit Sonntag war es aber warm und deswegen könnte ja vielleicht eventuell mit ein wenig Glück was gehen ...

Wegen Superwetter und weil wir ja an jedem freien Tag rausgehen sollten, lag es nahe, einen Berg mit Pilzen zu verbinden. Wir parkten am Renksteg und radelten das Trettachtal hinter. Am Tobel-Abzweig stellen wir die Räder ab und gingen zu Fuß weiter.

Beim Radeln war es noch recht kühl gewesen, im schattigen Tobel war es angenehm und als wir dann auf dem Weg zur Traufbergalpe in die Sonne kamen, wurde es warm. Und als es dann den eher unschönen steilen zertrampelten Viehweg zur Krauteralpe hinauf ging, wurde es sogar heiß. Aber alles war ziemlich aushaltbar.

Nach der Alpe fingen wir dann an, rechts und links vom Weg abzuweichen und im steilen Bergwald hin und her zu steigen. Der beste Allgäuer von Allen hielt auch bald den ersten ‘richtigen’ Fund in der Hand, bei mir dauert es deutlich länger. Ich fing erst mal an, kleine frische Täublinge einzusacken.

Das Laufen war nicht einfach. Der Berg war arg vom Vieh zertreten und überall wo es nass war (fast überall) standen riesige Schlammlachen, um die man irgendwie herum kommen musste. Ich war sehr damit beschäftigt, nicht irgendwo dämlich abzurutschen oder umzuknicken oder ähnlich Blödsinniges zu veranstalten. Das soll jetzt als Entschuldigung dafür herhalten, dass meine Tüte am Ende maximal ein Drittel (wenn überhaupt) vom Inhalt der Tüte des besten Allgäuers aufwies. Noch dazu war bei mir viel ‘Füllkram’ drin. Vielleicht bin auch einfach blinder ;-) Aber egal, das Gesamt-Ergebnis zählt :-)

Die letzten Meter zum Gipfel sind dann Allgäu pur: sehr, sehr steiles Gras. Oben verließen gerade 4 Leute die Bank und wir kamen kurz vor 2 anderen Leuten hoch, die allesamt von der andern Seite kamen oder gingen. Wir hätten also das Bänkle so richtig genießen können, wenn da nicht die Flugameisen gewesen wären. Wie bisher jedes Mal sausten sie um uns herum, setzten sich über drauf und rein (auch in die Nüsse-Box) und waren überhaupt überaus lästig. Wir verkürzten die Gipfelpause und suchten uns im Abstieg eine bequeme Wiese ohne fliegendes Getier, um die Pause dort fortzusetzen.

Der Abstieg ist inzwischen oben teilweise frei geschnitten. Sehr gut, so musste ich die kleine Astschere, die ich extra mitgenommen hatte, gar nicht erst auspacken ;-) Sonst schlängelt sich das kleine Weglein in vielen, vielen Kehren und selten sehr steil (im krassen Gegensatz zur anderen Seite) nach unten und man hat das Gefühl, dem Tal kaum näher zu kommen.

Die letzten Meter waren dann ziemlich erdig und schmierig und ich schaffte es, mir eine ganze Ladung nasser schwarzer Erde in den rechten Stiefel zu kippen (eine Mordssauerei, seitdem überlege ich, ob man Bergstiefel in die Waschmaschine stecken sollte). Der Rückweg nach Spielmannsau ist dann eigentlich ganz nett, uneigentlich aber recht lang und ich finde ihn nervig.

Im Gasthaus in Spielmannsau gab es noch Kaffee und Mohnstrudel. Der Kaffee war gut, der Mohnstrudel eigentlich auch, er war aber recht schwer und süß und lag uns lange quer im Bauch. Der Tag war lang gewesen und zum Pilze Essen war es zu spät, als wir heim kamen. Wir putzten die Beute und froren 2 Portionen ein und gingen dann zum Lieblings-Jugo.


Kühle Anfahrt in der Früh, hinten das Ziel


Aufstieg über den zertrampelten Viehweg


Weiter oben wird es schöner - sowohl Weg als auch Aussicht


Es bleibt aber steil und anstrengend.


Ganz oben wird es dann richtig steil ...


... fast senkrecht - gefühlt zumindest ;-)


Tifeblick


Noch habe ich gut lachen, denn die vielen Flugameisen ...


... sind noch drüben beim Fotografen vor der Höfats. Beim Rückweg zum Bänkle brachte er alle 3000 mit.


Netter Abstieg ...


... der hier leider noch nicht zu Ende ist, denn die Räder stehen ja in Spielmannsau.

Von engel am 21.08.2017 21:33 • outdoorbergmtb

Sonntag, 13.08.2017: Kurze Runde

Donnerstag, August 17, 2017

Das geplante Essen mit Schwiegervater und Freundin hatte auf Sonntag verschoben werden müssen, daher musste die Sonntagsbergtour gekürzt werden. Wir hatten erst eine Bike&Hike Runde überlegt, entschlossen uns dann aber doch, lieber zu Fuß zu gehen.

Wie oft bei wenig Zeit und zweifelhaftem Wetter (in der Früh sah es eher nach Regen als nach Aufreißen aus), zog es uns zum Hausberg. Da bekommt man 1000 Höhenmeter mit interessantem Aufstieg und es ist nicht weit zu fahren.

Wir stapften den steilen zugewachsenen Zustieg hinauf (an diesem Tag sahen wir nur einen einzigen Bergsalamander) und bogen dann zum Hörnle ab. Kurz vor dem Gipfel kam einer frei über den Südwestgrat hinauf und stieg sehr gekonnt die letzten Meter zum Gipfel über die glatte Südwand. Ich bin noch immer beeindruckt.

Nach einer kurzen Pause am Gipfel gingen wir weiter. Das Wetter besann sich gerade auf die Vorhersage und die Sonne kam raus :-) Als wir auf den Weg zum Jägerdenkmal einscherten, trafen wir zwei junge Menschen, die ein wenig verwirrt zu sein schienen, dass wir da grad quer einstiegen.

Das Mädel fragte:
“Geht es da zur Spitze?”
“Zu welcher Spitze?”
“Na, zum Gipfel halt?”
“Zu welchem Gipfel?”
Sie fragte beim Begleiter nach.
“Zum Grünten?”
Ich wies nach vorn.
“Da entlang geht es zum Grünten.”

Diesmal marschierten wir bis fast ans Jägerdenkmal durch, aber es war grad Mittag und es war wirklich arg voll. So suchten wir uns seitlich ein Plätzchen in den Felsen, um etwas zu trinken und stiegen dann zum Grüntenhaus ab.

Diesmal hatten wir weniger Glück mit Kaffee und Kuchen, denn der Apfelkuchen war leider nicht aufgegangen. Der beste Allgäuer von Allen fand auch den Kaffee grässlich, aber da ist meine Toleranzschwelle höher: wirklich schlimm fand ich ihn nicht. ‘Gut’ war er allerdings auch mit gutem Willen nicht.

Da oben ist noch immer Kulturbergsommer oder sowas und diesmal war eine Bayrische Band oben. Lauter schmucke junge Männer mit Mordsbärten (Ist das nicht schrecklich heiß im Sommer?) und schicken kurzen Hirschlederhosen. Als wir gingen, machten sie sich gerade zum Spielen bereit.

Wir waren rechtzeitig daheim, um vorm Aufräumen und Kochen noch gemütlich auf der Terrasse Kaffee trinken zu können.


Aufstieg


Kurz vorm Hörnle


Fernsehtum und schönes Wetter


Abstieg

Von engel am 17.08.2017 20:26 • outdoorberg

Samstag, 05.08.2017: Nebelgipfel

Donnerstag, August 10, 2017

Wieder mal später als geplant stellten wir das Auto in Oberstdorf an der Nebelhornbahn ab und radelten das Oytal hinter. ‘Draußen’, also daheim in Kempten, war der Himmel blau und wolkenlos gewesen, hier ‘drin’ in den Bergen hingen viele Wolken um die Gipfel herum und die Sonne kam nur gelegentlich durch.

Uns war das nicht unrecht, denn es war wie überhaupt andauernd diesen Sommer, ziemlich schwül und der Schweiß (oder die kondensierte Feuchtigkeit) lief in Strömen, dabei war es nicht mal besonders warm. Der Anstieg zur Käsersalpe ist ziemlich steil und da kam die Sonne dann langsam raus und heizte nochmal extra ein.

Natürlich waren wir nicht allein unterwegs. Wir wurden von 3 eifrigen Pedelec-Fahrern und 2 fitten jungen Männern überholt. Aber Pedelec-Fahrer sind ja keine richtigen Radler :-)

An der Käsersalpe stellten wir die Räder ab und gingen Richtung Älpelesattel. Bei der ersten sich bietenden Gelegenheit zog der beste Allgäuer von Allen die Radelhose aus und eine bequeme kurze Hose an. Meine. Die ich ganz selbstlos abgetreten hatte, weil der Mann meinte, mit einer Radelhose könne er keine Bergtour machen. Ich schon :-)

Der Aufstieg zum Älpelesattel ist sehr krautig und führt stellenweise durch eine Art Buschwald. Die Sonne war da und es war feucht und warm und wie schon mal an dieser Stelle stresste mich das ungemein. An der Pause am Älpelesattel hatte ich dann schon mehr als die Hälfte meiner 2 Liter Saftschorle getrunken und war trotzdem noch durstig. Keine guten Voraussetzungen für den weiteren Weg :-(

Nach dem Sattel geht es erst mal recht steil weiter durch Kraut und Büsche (Heiß! Schwül!), danach landet man auf einem relativ ebenen Sattel, wo wir nochmal Pause machten. Der beste Allgäuer von Allen trat mir ein wenig von seinem Getränk ab :-) Dann legten wir uns in die Sonne - eigentlich nur ganz kurz - und dösten eine halbe Stunde.

Danach hatten sich die Wolken bis fast zu uns hinab gesenkt und es dauerte nicht lang, bis wir auf dem Weiterweg auf dem Grat im Nebel verschwanden. Die Sicht reduzierte sich auf 20 Meter nach vorn und nach hinten (zur Seite auch, aber weil der Grat auf beiden Seiten steil abfällt, war da quasi Null Sicht). Dank Wind war es angenehm kühl aber noch immer schwül.

Nach mehr Grataufschwüngen als ich beim Blick auf den Grat von unten vermutet hätte, kamen wir an den Gipfel. Überall Nebel, alles weiß: Naja, dann halt Gipfelpause ohne Sicht. Aber der Himmel meinte es gut mit uns, es dauert nur ein paar Minuten, bis die Wolken immer wieder aufrissen und uns abwechselnd großartige Blicke auf die umgebenden Berge oder ins Tal gönnten. Nur blauer Himmel ist eh langweilig ;-)

Mit der Sonne wurde es sogar angenehm warm am Gipfel. Und bequem und einsam war es auch, vielleicht war das der Grund, warum wir alle beide nochmal einschliefen (zu wenig Schlaf die Woche über?). Es war total angenehm.

Im Abstieg kamen wir erst mal wieder in den Nebel und sahen erst kurz vor dem Älpelesattel wieder was. Da war dann auch die Sonne wieder da und es wurde wieder warm und schwül. An der Käseralpe gab es ein höchst willkommenes Weizen (Durst!) und ausgezeichneten Kaffee und Kuchen.

Rundherum zog es eilends zu und die Wolken senkten sich. Mit den ersten winzigen Tröpfchen fuhren wir los und dem Wetter davon. Kurz vor dem Oytalhaus kamen wir sogar in die Sonne, während es hinter uns immer noch dunkler wurde. Wir kamen aber trocken zum Auto und nach Hause. Die Gewitter erreichten uns erst, als wir abends beim Essen im Biergarten sassen. Da konnten wir glücklicherweise schnell unter einen Schirm umziehen.


Auf dem Weg ins Oytal


Fast am ersten Zwischenziel: Käsersalpe


Krautiger Aufstieg überm Älpelesattel, hinten die Höfats


Steiles Gras mit Schneck und Rädlergrat im Hintergrund


Knapp über den Eisseen dann Nebel


Gipfel mit (etwas) Sicht und Sonne


Wolkenspiele


Kurzer Tiefblick durch ein Nebelloch auf die Käsersalpe


Abstieg zum Älpelesattel


An der Käsersalpe


Abfahrt am Stuibenfall vorbei

Von engel am 10.08.2017 07:21 • outdoorbergmtb

Sonntag, 30.07.2017: Skitour im Sommer

Donnerstag, August 03, 2017

Schon am Samstag war uns eingefallen, wo wir vermutlich allein unterwegs sein würden, aber da war es zu spät um noch den Tunnel am Ende der A7 zu riskieren. Sonntag starteten wir also recht früh, kamen problemlos durch den Tunnel und bogen ins Lechtal ab.

In Namlos, wo wir normalerweise mit Skiern starten, gingen wir diesmal zu Fuß los. Zunächst ein paar hundert Meter am Bach entlang (es war wunderbar kühl), dann nicht über die Viehbrücke sondern am Wasserfall vorbei und dann rechts über die (erstaunlich aufwändige) Fußgängerbrücke. Der Karleskopf stand da sogar angeschrieben. Der beste Allgäuer von Allen nahm deswegen an, dass es einen Pfad bis zum Gipfel geben müsse, ich war da nicht so sicher, denn die OSM hat nur einen eingezeichneten Weg bis zum See.

Das Weglein führt anfangs schmal aber deutlich und gelegentlich steil an der linken Bachseite ins Tal hinter. Die Skitour führt über die Weiden auf der rechten Seite und wir konnten die steilen Grashänge ‘bewundern’ über die immer die Lawinen rutschen. Später kommen Sommerweg und Skitour zusammen.

Kurz vor der Steilstufe neben dem Wasserfall biegt der Sommerweg von der Skitour ab und ein schmaler, steiler (und wegen der Feuchtigkeit recht rutschiger) Steig schlängelt sich neben dem Wasserfall durch die Büsche ins untere Kar hinauf. Der Steig verliert sich danach fast im Gras und wird erst vor der nächsten Steilstufe - wieder feucht und rutschig - wieder deutlicher.

Nach der zweiten Steilstufe vereinigt sich der Sommerweg wieder mit der Skitour und führt zum wunderschönen blaugrünen Treiensee im oberen Kar hinauf. Da ist dann Schluss mit Weg. Anfangs finden sich noch ein paar Steigspuren, aber die verlaufen sich bald im Gras und man muss den restlichen Aufstieg über die steilen Wiesen zum Grat hinauf weglos zurücklegen. Das ist nicht schwierig, aber anstrengend.

Zum kleinen Gipfelkreuz sind es dann nur noch ein paar Meter. Wir legten uns ins Gras und genossen die Umgebung und die wohlverdiente Pause.

Der Abstieg zum See war erstaunlich steil (mit den Skiern ist das ein toller Hang, da fällt gar nicht auf, wie steil er wirklich ist), kein Wunder, dass der Aufstieg anstrengend gewesen war. Der Abstieg war heiß und schwül, sich unten mit dem kalten Bachwasser zu waschen war sehr angenehm.

Kaffee und Kuchen gab es auf dem Rückweg im Jamdo in Stanzach.


Bachquerung


Waldweg


Alpgelände nach der ersten Steilstufe


Kurz vorm Treiensee


Steiler Anstieg


Am Grat


Das Gipfelchen


Abstieg mit See


Rückweg durch Alpgelände


Die letzten Meter

Von engel am 03.08.2017 06:03 • outdoorberg

Samstag, 29.07.2017: Auf (kleinen) Abwegen

Mittwoch, August 02, 2017

Auch wenn es mir nach der Mini-OP ganz erstaunlich gut ging, gab es doch ein paar Nachwirkungen: Blut und Tampon-Verbot. Damit fiel lang bergauf Radeln aus und wir suchten Zu-Fuß-Touren. Das Problem an denen ist, dass entweder die Zu- und Abstiege elendslang sind (deswegen ja meist die Kombi-Touren) oder eben viel los ist. Superlange Wege wollte ich aber auch nicht (wegen Knie und eben doch wegen Bauch).

Nach allerlei Hin- und Her-Überlegungen fuhren also ins Tannheimer Tal und parkten am Wannenjoch-Parkplatz. Wir waren nicht früh dran und es hatte schon ordentlich Trubel. Der löste sich aber schnell auf, als die Menschen entweder der Bahn zustrebten oder auf einen anderen Weg abbogen. Nach 10 Minuten waren wir (völlig unerwartet) allein unterwegs.

Es war kühl aber trotzdem feucht, so dass wir eher von der Kondensation nass wurden, als vom Schwitzen. Unser Weglein traf auf halber Höhe den Zustieg von Schattwald und ab da trafen wir gelegentlich Menschen. Wir hatten die ‘großen’ Kameras dabei und ließen uns viel Zeit mit Fotos und Falter-Jagd.

Ab dem Zirleseck war natürlich einiges los, aber auch da hielt sich der Betrieb doch sehr in Grenzen. Den Gipfel hatten wir kurzzeitig sogar für uns allein, aber das kann an so einem schönen Tag natürlich nicht lang anhalten. Dafür bekamen wir Besuch von einem Schwalbenschwanz.

Der Abstieg war so schweißtreibend wie erwartet, stresste das Knie aber nicht ganz so wie befürchtet. Das kleine Kneippbecken am Parkplatz kam uns am Ende sehr recht und kühlte die heißen Füße wenigstens kurzzeitig.


Start, hinten das Ziel


Zitronenfalter


Perlmutterfalter


Kleiner Fuchs


Admiral


Am Gipfel


Schwalbenschwanz, leicht zerrupft


Tagpfauenauge

Von engel am 02.08.2017 21:04 • outdoorberg

Samstag, 22.07.2017: Schuhtest

Dienstag, August 01, 2017

Der Test der neuen Expeditionsstiefel des besten Allgäuer von Allen stand seit ein paar Wochen noch aus. Als das Wetter in der Früh so ganz und gar nicht so tun wollte wie die Vorhersage angekündigt hatte und es im Gegenteil so aussah, als würde es bald regnen, nahmen wir das als Zeichen, dass der Test nun endlich durchgeführt werden sollte.

Wir starteten oberhalb von Burgberg und bogen gleich auf den kleinen Weg ab, der unser liebster Zustieg ist. Da gehen nicht viele Leute, was man an der überbordenden Vegetation gut sehen konnte. Beim Durchschlängeln strichen wir oben das Wasser von den hohen Pflanzen und wurden nass, unten trafen wir allenaselang Brennnesseln, was die nackten Waden erfreute :/

Zum Ausgleich sahen wir viele, viele, viele Bergsalamander, von denen einige entweder kämpften oder versuchten, neue Salamander zu machen, das war nicht gut zu erkennen. Beide Aktivitäten fanden aber natürlich wie in Zeitlupe statt und die Tierchen waren so beschäftigt, dass wir (jaja, Paparazzi) mit den Kameras ganz nah hin konnten (die Bilder wurden trotzdem nichts, aber das liegt wohl daran, dass die Salamander so schwarz und konturlos sind).

Als wir den Normalweg erreichten, hörten immerhin die Brennnesseln auf :-)

Wir gingen übers Hörnle und weiter über den Grat zum Fernsehturm. Die Sonne kam raus und das Wetter wurde doch der Vorhersage ähnlicher, als wir gedacht hätten, aber es war bei Weitem nicht so heiß wie bei meinem Schuhtest. Der beste Allgäuer von Allen war sehr zufrieden, auch wenn er natürlich inzwischen sehr heiße Füße hatte.

Auf dem Abstieg kehrten wir noch in der Grüntenhütte ein, wo es guten Kaffee und Kuchen und Vorbereitung zu einem interkulturellen Musik-Event gab. Eine spanische Band baute auf und es kamen viele Leute an. Wir stiegen ab und nutzten den unerwartet schönen Abend, zum Grillen :-)


Zugewachsener Zustieg


Bergsalamander


Kämpfende (?) Bergsalamander


Abstieg vom ersten Gipfel


Kaisermantel


Widderchen


Ziel

Von engel am 01.08.2017 21:54 • outdoorberg

Zugspitzarena

Mittwoch, Juli 19, 2017

In der Früh sah das Wetter ganz und gar nicht so aus wie angekündigt und es war sakrisch kalt für Mitte Juli (9 Grad draußen). Außerdem war es ziemlich windig. Wir vertrauten darauf, dass es schöner werden würde.

Beim Start an der Abzweigung der Fernpassstraße nach Biberwier hatte es auch 9 Grad und wir froren im kalten Wind. Glücklicherweise kamen wir umgehend aus dem Wind raus, sobald wir den Parkplatz hinter uns gelassen hatten. Ausserdem geht es direkt nach dem Gatter bergauf. Uns wurde bald warm.

Der beste Allgäuer von Allen war sehr glücklich mit seinem frisch reparierten Rad (das in letzter Zeit einige Probleme gemacht hatte) und dem ‘tubeless’ Vorderrad. Ich genoss wie immer, wie leicht das Ghost im Vergleich zum alten Rocky zu fahren ist :-)

Die Forststraße hinauf zum Marienbergjoch ist bis zur Sunnalm recht bequem zu radeln. Bis auf wenige Stellen muss man nicht mal unbedingt in den ersten Gang schalten (der, um den Satz richtig einzuordnen, mit dem neuen Bike um einiges untersetzter ist als mit dem alten Rad). Danach geht es allerdings ordentlich zu Sache! Nicht umsonst steht an der Sunnalm: ‘Mountainbikeschiebestrecke’!

Bis zum Ende der Sesselbahn kann man noch gut radeln, dann ist für mich Schluss. Die Forststraße wird ungemein steil und besteht nur noch aus losem Schotter. Ich komme da etwa noch 5 Meter weiter, dann dreht entweder das Hinterrad durch, ich fahre gegen irgendwas oder meine Beine können einfach nicht mehr. Dann schiebe ich. Das geht bis kurz hinter die Kapelle so. An den etwas flacheren Stellen kann ich erneut anfahren und komme wieder ein paar Meter hoch, bis mich die nächste Kleinigkeit vom Rad wirft.

Der beste Allgäuer von Allen kann das deutlich besser, aber der hat ja auch mehr Kraft. Er musste im extrem Steilen einmal absteigen und radelte dann den Rest bis zur Kapelle (mit Maximalpuls, sagte er). Meinereine schob Dreiviertel der Strecke von der Sunnalm zur Kapelle. Der Rest war dann wieder radelbar.

Wir stellten die Räder am Strommast ab und gingen zur Handschuhspitze. Zwischen den Latschen war es ziemlich warm und schwül, da wo uns der Wind erwischte, ziemlich kalt. Nach dem Aufstieg durch die Schuttrinne kamen wir in den vollen ‘Genuss’ des Windes und froren beinahe. Am Gipfel suchten wir uns eine sonnige halbwegs geschützte Mulde und genossen die großartige Aussicht. Mieminger und Wetterstein auf der einen Seite, Ötztal und Kühtai auf der anderen und hinten Teile des Lechtals. Hach!

Das gesamte steile Karstgebiet zwischen Handschuhspitze und Wannig wird von Schafen bewohnt und ein paar davon grasten knapp unterhalb des Gipfels. Wir schienen von Interesse, denn ein Schaf schaute uns immer wieder an und kam dann ein paar Schrittchen auf uns zu, guckte wieder und kam wieder ein Stück. Aber so um die 5 Meter vor uns verließ es dann doch der Mut und es drehte ab.

Im Abstieg gab es dann nochmal eine windgeschützte sonnige Pause, dann radelten wir zur Sunnalm ab. Das ist leider die einzige Möglichkeit zur Einkehr und die ist schon sehr sehr touristisch. Eigentlich ist das eine Skigebiet-Alm und das merkt man auch deutlich: Es ist teuer und es gibt ‘Touri-Alm-Musi’. Wir teilten uns einen Kaiserschmarrn (recht gut und nicht allzu groß) und tranken einen Kaffee (stark und gut). Dann fuhren wir zum Auto ab.

Auf dem Heimweg gab es den üblichen vor-dem-Tunnel-Stau, den ich so unerklärlich finde. Vor Heiterwang fahren noch alle in normalem Tempo. Ab Reutte staut es sich dann bis zur Anschluss-Stelle Pflach und kurz danach fahren alle normal weiter. Weder bei Reutte noch bei Pflach fahren viele Fahrzeuge auf die B179 drauf und trotzdem: Stau.

Naja, da muss man durch. Für Kochen mit den neuen Chilis (Jamaican Hot Yellow) wurde es ein wenig zu spät, deswegen kam alles in die Tiefkühltruhe und wir gingen zum Essen. Feiner Tag :-)


Einigermaßen gemütlich geht es hinauf zum Marienbergjoch


Das Almgelände ist von Kühen bevölkert :-)


Die Unfitten müssen oberhalb der Sunnalm schieben ;-)


Der Anstieg zur Handschuhspitze ist steil und geröllig.


Auf der Suche nach dem Eintrag vom letzten Jahr :-) (gefunden)


Die Gipfel-Schafe


Das Steilstück abfahren geht viel einfach als rauf radeln :-)

Von engel am 19.07.2017 21:33 • outdoorbergmtb
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