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Litnisschrofen

Dienstag, Februar 02, 2016

Da wegen der Schneelage ja eh keine übergroßen Abfahrtsfreuden zu erwarten waren, entschieden wir uns, am Samstag zum Litnisschrofen zu gehen, der skitechnisch eher wenig zu bieten hat, dafür aber oben mit ein paar Felsen aufwartet, was ja auch nicht zu verachten ist.

Im Tannheimer Tal hatte es deutliche Minus-Temperaturen und alles war hart gefroren. Relativ unerwartet war der Parkplatz unten schon ziemlich voll und wir hatten das Pech mit einer großen Gruppe zusammen loszugehen. Um deren Gequassel zu entgehen starteten wir erst mal ziemlich schnell, um sie abzuhängen. Der Fahrweg von Haldensee war bis auf eine Stelle noch fast durchgehend zu begehen und die 3 Lawinen, die es da meistens drüber spült, lagen auch schon alle unten.

Am Abzweig zum Litnisschrofen Krinnenspitze wurde es einsamer und wir waren allein auf dem teils recht harten und eisigen Waldweg. Ich warf mich an einer steileren, glatten Stelle recht ungeschickt auf die Spur und verbog mir erst mal das Knie ganz ordentlich. Nachdem der Schmerz versurrt war, konnte ich aber doch ganz normal weiter gehen. Nach einer Pause am ersten Sonnenfleck trafen wir auf die Heerscharen von Krinnenspitzen-Tourern von Bahn, konnten aber die meisten an der Strindenscharte zurück lassen. Die Krinnenspitze ist oben übrigens komplett blank.

Auf der Sonnenseite entlang des Litnisschrofen war es sehr idyllisch (blauer Himmel, weißer Schnee, grüne Latschen, Hach!) und sehr warm. Wir verweigerten die Spur, die auf halber Höhe am steilen Grat querte und legten eine eigene Spur etwa entlang des Sommerwegs an. Wir stiegen soweit es ging mit Skiern die Rinne hinauf und kletterten die letzten Meter zu Fuß zum Gipfel, den wir ganz allein für uns hatten. Es war allerdings recht ungemütlich da oben, der Wind blies uns in Böen Schneestaub um die Nasen.

Zur Pause stiegen wir ab und setzten uns im Schutz der Latschen in die Sonne, wo es weitgehend windgeschützt einigermaßen gemütlich war. Bis zur Strindenscharte gibt es 2 nette Hänge und beide hatten immerhin passablen Schnee ;-) Danach bleibt eigentlich nur die eher lästige Abfahrt auf der rechten Seite des Baches entlang des Aufstiegs am Waldweg. Und so kam es, dass ich den klassischsten aller klassischen Fehler machte: ‘Hey, da links am Bach hat es Spuren. Lass uns mal denen folgen, die kennen bestimmt eine schönere Abfahrt.’
(Zu meiner Entschuldigung: Es gibt tatsächlich sowohl Aufstieg als auch Abfahrt links des Bachs, nur kennen wir die nicht.)

Anfangs schien das eine feine Idee. Der Schnee war zwar nicht aufgegangen, aber es hatte immerhin erst mal freie Hänge. Dann führten die Spuren in den Wald und ich nahm an, gleich würde es ‘ums Eck’ gehen und wir würden auf dem Aufstiegshang der anderen Seite landen. Stattdessen führten die Spuren in immer unwegsameres Gelände, bis wir schließlich nur noch an der steilen Bachseite quer rutschen konnten und einen Zufluss nach dem anderen queren mussten. Ja, irgendwie hätte man da vermutlich schon mit allerlei lustigen Hindernissen bis zur Brücke kommen können, aber als uns dann ein Skistock in den Bach abstürzte, beschlossen wir, das als Zeichen zu sehen und auf der anderen Seite zum bekannten Weg hinaufzukrabbeln.

Boah, was für eine Aktion! Anstrengend, gefährlich und durchweg bescheuert.
Ich würde ja gern sagen, das machen wir nie wieder, aber die Hoffnung auf neue möglicherweise schönere Abfahrten wird uns sicherlich auch zukünftig wieder ereilen und man muss ja auch zugeben: So haben wir auch schon Interessantes entdeckt. Aber auf jeden Fall: Da werden wir mit Sicherheit nicht mehr reinfahren.

Was hingegen interessant aussah und bei Gelegenheit mal genauer angeschaut werden muss: Die steile Rinne auf der rechten Seite des Gipfels aufsteigen und auf Nordseitenrinne abfahren.


Tannheimertalblick


Aufstieg zum Gipfel


Oben :-)


Rückweg


Rutschspur am Bach


Abstieg zur Skistockrettung


Hinaufgekrabbel zur Abfahrt

Von engel am 02.02.2016 21:33 • outdoorski(2) Kommentare

Endlich Skitour :-)

Freitag, Januar 29, 2016

Letzten Sonntag hatten wir möglicherweise grad noch den letzten halbwegs schönen Schnee erwischt, bevor das große Tauen einsetzte (und das soll ja so schnell nicht wieder aufhören). Wie üblich nahmen wir erste den Weg durch den Bach und dann die Zwischenabfahrt zur Starzelalpe mit. Ersteres weil es so nett ist, Zweiteres weil uns beiden die Querung aus verschiedenen Gründen nicht so gut tut und wir dann doch lieber ein paar Höhenmeter mehr machen.

So waren wir zwar so gut wie immer allein unterwegs, wurden aber wegen des umständlicheren und längeren Aufstiegs dann doch von sehr vielen Leuten überholt, so dass nur noch wenig schöner Schnee für die Abfahrt übrig war. Der Schnee war aber eh ziemlich windbeeinflusst, es war also nix mit lockerem Runterschweben, insofern war es nicht weiter problematisch, den Krafteinsatz noch ein wenig zu erhöhen und die alten Spuren einfach zu durchpflügen ;-)

Auf dem Weg nach unten wurde der Schnee dann immer schwerer und nasser, was kein Wunder war, das Thermometer am Auto in Baad im Schatten zeigte 6 Grad.

Also: Tatsächlich eine Skitour im Winter 2015/2016. Im Aufstieg weitgehend einsam, in der Abfahrt OK. Yay!


Erst einsam spuren im Bach ...


... am Gipfel dann doch Betrieb

Von engel am 29.01.2016 18:35 • outdoorski(0) Kommentare

Dreifahnenkopf zum Zweiten

Samstag, Januar 23, 2016

Diesmal mit Ski :-)

Geplant war eigentlich die übliche Schlechtwetter-Lawinenlage-angepasste Runde Ochsenkopf-Rangiswanger. Als wir dann aber recht spät am Ostertalparkplatz grad noch so das Auto abstellen konnten und in einem Pulk von 30 Leuten oder so hätten loslaufen müssen, drehten wir einfach ab und stiefelten das Ostertal hinter. Dort war es wie vermutet sehr einsam und es hatte Unmengen Schnee. Zudem schneite es, mal mehr, mal weniger, aber durchgehend.

Auf dem Dreifahnenkopf war auch diesmal noch niemand gewesen, deswegen war da wieder Spuren angesagt. Auch diesmal fing wieder ich an. Der Schnee war stellenweise oberschenkeltief und wegen der schlechten Sicht war kaum zu erkennen, ob man grad gegen einen Hügel lief oder in einer Mulde versank.

Spuren mit Skiern ist zwar einfacher als mit Schneeschuhen, aber anstrengend ist es doch und man kommt nur langsam voran. Bald fror der beste Allgäuer hinter mir während ich nahezu schweißgebadet war. Wir tauschten. Wieder hatte ich grad mal 50 Meter geschafft, aber diesmal waren es wenigstens Höhenmeter ;-)

Skifahrerisch gab der tiefe Schnee dann doch mehr her als ich erwartet hatte. Im flacheren Gelände mussten wir natürlich der Spur nachfahren, aber wo es etwas steiler war, ließ es sich wunderbar schwingen. Vor allem weiter unten, wo der Schnee nicht ganz so bodenlos war :-)

Wir hätten allerdings besser mal vorher die Ski noch gewachst. Die sahen zwar im Keller noch ganz gut aus, aber rutschten auf der langen Straße aus dem Ostertal raus bedauerlich wenig. Nunja, war das halt auch noch sportlich ...


Auf dem Weg ins Ostertal


Spurarbeit (unten im Wald, wo noch vergleichsweise wenig Schnee lag)


Gipfel mit Aussicht


Abfahrtsfreuden

Von engel am 23.01.2016 00:44 • outdoorski(0) Kommentare

Nachtrag

Freitag, Januar 15, 2016

Ziemlich genau mit dem Jahreswechsel gab es den großen Wetterwechsel. Aus dem WinterHerbst der letzten Wochen wurde ... naja, WinterFrühwinter. Und wir waren noch 3 Mal draußen.

Freitag, 01.01.2016: Rangiswanger Horn

Wir läuteten das Bergjahr mit einer der Winter-Standardtouren ein. Allerdings zu Fuß statt jahreszeitangemessen mit Skiern. Unspektakulär aber nett und immerhin trocken.

Sonntag, 03.01.2016: Einstein

So rechte Lust hatten wir nicht, aber es hatte geschneit und sollte halbwegs vernünftiges Wetter haben, also fuhren wir spät ins Tannheimer Tal, wo wir um halb 11 in Tannheim zum Einstein starteten. Zu Fuß natürlich. Unser Staunen darüber, dass wir am Start des Pfads zum Einstein, die allerersten Spuren in den Schnee traten, hätte größer nicht sein können.

Wir spurten von unten bis oben durch jungfräulichen Schnee, konnten in aller Ruhe eine Mama-Gämse mit halberwachsenen Kind betrachten und unzählige Winterwunderbilder machen, denn das Wetter wurde deutlich schöner, als die Wettervorhersage hätte vermuten lassen. Traumtour von Anfang bis Ende!

Mittwoch, 06.01.2016: Dreifahnenkopf

Es schneite und regnete abwechselnd, der Regen teils auch bis in größere Höhen. Nach den letzten beiden Touren waren wir sicher, das ski-mäßig noch gar nichts möglich war und der Anblick des Hangs zum Rangiswanger Horn im Ostertal bestätigte die Meinung deutlich. Trotzdem, es hatte Schnee und würde weiter oben mehr haben. Wir schnallten Elterns Schneeschuhe an die Rucksäcke und marschierten auf Schnee- und Eis-bedeckter Straße das Ostertal hinter. Es schneite leicht.

Je weiter hinter wir kamen, umso winterlicher wurde es und umso schöner wurde das Wetter. Anfangs jedenfalls, dann zog es wieder zu. Es wurde allerdings weiterhin winterlicher und als wir an der Gräfenhütte ankamen, war der Gedanke an eine Skitour plötzlich überhaupt nicht mehr abwegig. Naja, hinterher ist man immer schlauer ;-)

Wir schnallten die Schneeschuhe unter und stapften in immer tiefer werdenden Schnee zur Ebene mit dem Hüttchen hinauf. Wir folgten einer Schneeschuhspur auf dem Sommerweg, als wir dann aber von 3 Skitourern überholt wurde, wurde aus der Schneeschuhspur schnell eine Skispur. Und nach uns dann wieder eine Schneeschuhspur ...

Auf dem Dreifahnenkopf war noch niemand gewesen und so spurten wir (etwa 50 Meter - Weitenmeter, nicht Höhenmeter - ich, den Rest der beste Allgäuer von Allen) in gut knietiefem Pulverschnee zum Gipfel. Knapp 200 Höhenmeter, es war überaus anstrengend!

Oben gab es Tee (und Glühwein :-)) in leichtem Schneefall, dann stiegen wir wieder ab. Und wieder mal: Schneeschuhe, das ist einfach nix. Im Tiefschnee war der Abstieg ganz OK, aber je weniger tief der Schnee wurde, umso ungehaltener nahm das Knie den Abstieg, weil man mit den Dingern immer wieder den Oberschenkel über das Knie nach vorn schiebt. Aua. Von der Tatsache, dass man läuft statt zu fahren, ganz abgesehen ;-)

Trotzdem war es natürlich prima, weil Draußen im Schnee einfach nicht zu schlagen ist ;-)

Von engel am 15.01.2016 06:25 • outdoorberg(0) Kommentare

Jahresendtouren

Donnerstag, Dezember 31, 2015

‘Zwischen den Jahren’ war fantastisches Wetter, so dass wir jeden freien Tag unterwegs waren. Oben war es immer warm, unten und im Schatten durchwegs kalt und eisig. Nutzbaren Schnee hätte es nur in homöopathischen Dosen in ausgesuchten schattigen hochgelegenen Karen gegeben, deswegen waren wir immer zu Fuß unterwegs. Für Dezember waren die Touren recht ungewöhnlich, dafür aber durch die Bank sehr schön.

Breitenberg

Krinnenspitze

Thaneller

Steineberg

Säuling

Die besten Wünsche und rutscht gut rüber!

Von engel am 31.12.2015 18:28 • outdoorberg

Winterwochenende

Mittwoch, Dezember 16, 2015

Man kann es zwar kaum glauben, aber auch bei uns gibt es Winter. So ein klitzekleines Bisserl, ganz weit hinten oben im Eck.

Ich wollte da hinten im oberen Eck mal nachschauen, wie es denn wirklich aussieht, deswegen starteten wir am Samstag ins Kleine Walsertal, um die Ochsenhofer Köpfe zu überschreiten. Wenn die Bahn nicht läuft, ist es da immer nett und einsam. Vorsichthalber - wir hatten ja am Rangiswanger Horn ziemlich stapfen müssen - hatten wir die Schneeschuhe der besten Eltern im Gepäck. Ja, Schneeschuhe, auch wenn ich die Dinger schon mal in Grund und Boden verrissen habe.

In Baad war es eisig kalt. Man hätte damit rechnen können, hatten wir aber nur so halb, deswegen bibberten wir uns Richtung Walmendinger Horn in die Sonne hoch. Ab da war es angenehm. Anfangs war alles schneefrei, dann stapften wir über ein paar Schneeflecken, und gelangten schließlich an der Stütz-Alpe auf die Piste (also die Forststraße), ein weißer Streifen in braun-grüner Landschaft. Die Piste war gewalzt. Wo der Fußweg abzweigte, bei ca. 15cm Bruchharsch, legten wir die Schneedinger an und ja, mit denen lief es sehr angenehm.

Auf dem Fußweg galt es noch ein paar freie Stellen im Wald zu queren, aber eigentlich liefen wir ab da im Schnee und hatten das Gefühl, die Schneeschuhe seien sinnvoll und dienlich. Wir liefen auf dem Fußweg und dann auf der gewalzten Piste bis zur Muttelkopf-Gipfelstation und schauten uns dann um. Wir waren absolut und komplett allein. Keiner da, niemand! Einzelne Spuren führten über die Ochsenhofer Köpfe und das wäre sicherlich gegangen, aber uns lachte das Walmendinger Horn an. Wann kann man da schon mal allein hinauf?

Also ging es die Piste wieder runter in den Sattel und weiter zum Walmendinger Horn. Mit Gipfelkreuz und Aussicht und ganz und gar allein :-) Allerdings auch mit Wind. Zur Pause stiegen wir zur Gipfelstation der Bahn runter und hatten die volle Luxuspause, windgeschützt, mit Sitzgelegenheit, Tischchen und Aussicht :-)

Der Abstieg war dann ... nicht so toll. Wahrscheinlich muss man auch mit Schneeschuhen erst mal laufen lernen. Ich kann das nicht und hatte doch ein paar Problemchen damit, auf hartem Untergrund (Piste einerseits, gefrorener Deckel mit Pulver obendrauf andererseits) so abzusteigen dass das Knie nicht protestierte. Nunja.


Stütz-Alpe


Am Walmendinger Horn

Wo das mit dem ‘zuenen’ Skigebiet am Walmendinger Horn so nett gewesen war, fuhren wir am Sonntag zur Auenhütte, um dem ‘zuenen’ Skigebiet am Ifen einen Besuch abzustatten. Wieder mit Schneeschuhen, aber weil uns der Abstieg so gar nicht getaugt hatte, steckten wir die Minis an den Rucksack, die kann man auch mit festen Bergstiefeln fahren. Wir rechneten damit, dass auch am Ifen die Pisten schon präpariert waren.

Zu unserem Erstaunen war unten an der Liftstation ordentlich was los. Lauter Skitourengeher und zwar nicht nur ‘Locals’ sondern auch welche aus STA, M, RO, N, S, HDH und ähnliches. 200 km und mehr und um die Piste zum Ifen raufzusteigen? Präparierte Pisten waren übrigens Fehlanzeige, mir schwante Übles.

Wir stapften anfangs direkt unter der Bahn zur Mittelstation. Meist lag Schnee, auf auf dem exponierten Rücken war er allerdings schon ziemlich lückenhaft. Weiter oben war die Schneedecke geschlossen und der Schnee wurde tiefer. Zwar hatte er meistens einen auch mit Schneeschuhen tragenden Deckel, aber wir brachen gelegentlich doch durch. Vor allem über den Latschen und Felsen, was ziemlich doof sein kann.

Der ursprüngliche Plan war gewesen, über den Sommerweg zum Ifen selbst aufzusteigen. Als wir aber versuchten, mit den Schnee-Dingern querend den steilen Hang zum Gipfelaufbau aufzusteigen, 5 Zentimeter Pulver auf hartem Deckel, gaben wir nach der Hälfte auf. Schneeschuhe sind einfach nicht wirklich bergtauglich. Zu solchen Gelegenheiten verbiegt man sich Knöchel und Knie und Rücken und hat trotzdem kaum Halt.

Abgesehen davon scheint der Winteraufstieg auf den Ifen durch die obere steile Rinne zu gehen, nicht über den Sommerweg. Zumindest sahen wir 3 Leute da hinauf kraxeln und das sah doch einigermaßen anspruchsvoll aus. Da hätte ich mich erst mal ziemlich gegruselt, auch wenn von denen keiner Probleme zu haben schien.

Wir gingen stattdessen aufs Hahnenköpfle, den kleinen Hubbel hinter der Gipfelstation, wo wir grad noch in der Sonne Pause machen konnten, bevor der Ifen-Schatten den Gipfel erreichte.

Die Abfahrt war - gemischt. Wir hatten ja mit präparierter Piste (und weniger Schnee) gerechnet und waren nur deswegen mit den Minis unterwegs. Wie nicht anders zu erwarteten, waren die kleinen Ski der Tour nur bedingt gewachsen. Im etwas tieferen Schnee neigen sie dazu abzusacken (Ich warf mich auch direkt unter dem Gipfel genau deswegen in den Tiefschnee und schaufelte mir dabei einen Haufen Schnee in den Nacken. Brrr!) und in Bruchharsch oder Ähnlichem hat man mit Bergstiefeln ziemliche Probleme mit Kurven.

Dass die Tour auf den Ifen so stark frequentiert war, kam uns deswegen sehr entgegen. Die Aufstiegsspur war teilweise schon fast pistenartig ausgetreten. Wir versuchten so weit wie möglich auf dieser ‘Piste’ zu bleiben. Direkt unter der Gipfelstation erwischten wir aber die falsche Spur und gerieten in felsiges Karstgelände, in dem der Schnee die Löcher nur unzulänglich bedeckte. Unsere kurzen Ski trugen uns natürlich viel weniger als die langen breiten Latten der anderen und so brachen wir da gelegentlich ein. Dass wir da ohne gröbere Probleme durch kamen, war schlicht und einfach Glück.

Danach war die ‘Piste’ bis auf wenige Stellen sehr ‘pistig’ und wir hatten sogar Spass. Nach der Mittelstation nahmen wir die Straße (ist zwar langweilig, dafür bricht man nicht ein) und mussten nur 2 Mal abschnallen.

Die Sinnhaftigkeit der Tourgerätewahl (mit Skiern hätten wir uns deutlich leichter getan, rauf wie runter) kann man sicherlich anzweifeln, aber mir hat die Tour trotzdem gefallen :-)


Abbruch unterm Ifen-Aufbau


Abfahrt

Was Schneeschuhe betrifft: OK, es gibt Gelegenheiten, zu denen man die brauchen kann. Viele sind das aber nicht und in den Bergen befinden sich diese Gelegenheiten auch eher nicht.

Weil es aber ja kaum Schnee hat und zudem kein Schnee zu erwarten ist, hoffe ich, dass wir die Teile über den Jahreswechsel behalten können. Ich hab so meine Zweifel, ob man viel mit Skiern machen können wird. Und ohne Ski wird es halt schnell beschwerlich, wenn dann doch irgendwann Schnee kommt ...

Von engel am 16.12.2015 23:04 • outdoorbergski

Auf der Suche

Montag, Dezember 07, 2015

... nach Schnee.

Auf der Heimfahrt am Freitag sahen die Berge aus der Ferne (also von der B12 aus) erfreulich weiß aus, aber dass es sich da um bedeutungslose magere oberflächliche Reste handeln musste war mir eigentlich klar. Trotzdem, so ein klitzekleines bisserl Hoffnung kam auf. Nein, natürlich nicht Ski, aber die A…-Rodel vielleicht?

Der beste Allgäuer von Allen prustete bei meinem verhaltenen Vorschlag in seinen Kaffee und murmelte was von hoffnungslosem Optimismus. Ich war dennoch geneigt, die Dinger heimlich einzustecken, aber weil da zur Benutzung ja noch ein bisserl was dran hängt (wasserdichte Hosen, Handschuhe, usw., man wälzt sich ja quasi im Schnee damit), ließ ich die Dinger am Samstag dann doch daheim.

Ich wollte Sonne und südseitig und hatte daher den uns bislang unbekannten Aufstieg von Sigiswang auf Rangiswanger Horn ausgesucht. Dass das bis fast ganz hinauf eine Teerstraße ist, hatte ich in der Karte leider übersehen. Als sich daher nach etwa der Hälfte des Aufstiegs eine Gelegenheit bot, nach rechts zum Ofterschwanger Horn abzubiegen, nahmen wir die und ab da war der Tag gerettet. Netter Weg, nette Gegend, Sonne und wir fast ganz allein mittendrin :-)

Kurz vorm Ofterschwanger Horn dann im Schatten die erste Schneeberührung. Er trug nicht und unten drin war es sehr nass ;-) Das Horn selbst war frei, die schattige Querung zum Rangiswanger dann wieder nicht, es hatte knapp 10 cm und Eis. Vorm Rangiswanger Horn kamen wir dann in den zusammengeblasenen Schnee der letzten stürmischen Tage. Der war knietief, teilweise mit Deckel und trug auch nicht. Das Knie nahm das arg krumm, deswegen hatte ich auch eigentlich keine Lust auch noch auf dieses Horn zu steigen. Aber nunja, wir waren ja nun schon mal da und überhaupt.

Geradeaus direkt hochkrabbeln hoch war anstrengend und störte das Knie überhaupt nicht :-)
Oben genossen wir fast einsam (2 Leute am Gipfel außer uns) Tee und Aussicht und machten uns erst nach einer langen Pause an den Abstieg. Der ging gut, so lange wir im Schnee abstiegen, was nicht lang war. Danach folgte kurz Forstweg und dann die Teerstraße. Nicht gut.

Von der abgesehen, war das aber eine sehr erstaunliche einsame und nette Runde. Und immerhin waren wir jetzt auch mal zu Fuß auf dem Ofterschwanger Horn. Bisher waren wir nur mit dem Bike oben.


Schneelage im Illertal


Oben sieht es dann doch annähernd winterlich aus

Für Sonntag suchten wir eine sonnige Südseite und verlegten uns auf den Aggenstein. Einsam ist da natürlich nichts, dafür ist der Berg aber sehr schön. Statt am windigen Gipfel machten wir lang in einer sonnigen Mulde Pause, legen uns ins warme trockene Gras (Mitte Dezember auf etwa 1800m Höhe!) und ließen und von den frechen menschen-gewöhnten Dohlen belästigen, die Nüsse zu mögen scheinen. Auch direkt aus der Hand und auch wenn man richtig gut festhält.


Aggenstein :-)


Gams beim Sonnen

Auf der Samstagrunde hatte ich wohl das gute Bein deutlich mehr als sonst belastet, das erfreute mich mit schon am Sonntag einem wundervollen Muskelkater, der am Montag noch viel wundervoller war. Ich tappte in der Früh erst mal rückwärts ins Erdgeschoß. München-Radeln half ein wenig, im Büro rumsitzen eher nicht so, wie jedes Mal Aufstehen bewies.

Von engel am 07.12.2015 21:47 • outdoorberg

Gran Canaria Bilder Teil 3

Samstag, November 21, 2015

Neben den Tourbildchen der beiden letzten Teile des Gran Canaria-Berichts habe ich noch ein paar Bildchen, die ich gern zeigen möchte. Einerseits Bilder von Tieren, die uns (eigentlich: dem besten Allgäuer von Allen) gelungen sind und zur besseren Illustration der Qualität des Green Ocean Hotels auch noch lustige Boiler-Bilder ;-)

Extra: Tiere
Interessant ist, dass es auf Gran Canaria Fischadler geben soll (laut Schild am Start des Weges nach Güi Güi). Wir sind ziemlich sicher, am letzten Tag einen fliegen gesehen zu haben, aber der Versuch, den hoch über uns fliegenden Vogel mit der Kamera einzufangen, gelang eher schlecht als recht. Das Bild habe ich mangels erkennbaren Inhalts weg gelassen. Sonst fliegen viele Bussarde und Falken herum, lassen sich ebenso schlecht fotografieren und sorgen dafür, dass die Eidechsen alle sehr sehr scheu sind.


Schafe auf dem Weg zum Roque Nublo


Ein Kanarischer Admiral (Vanessa vulcania) bei El Juncal


Das Maultier (?) mit der hübschen Stimme bei El Juncal


Deutlich kleiner aber nicht weniger laut: der Esel von El Juncal


Falke auf einer Agave im Barranco Guayadeque


Eine Kanareneidechse (ein Weibchen) im Barranco Guayadeque


Kanarischer Buntspecht (Dendrocopus major canariensis), ‘Picapino’ im Barranco Guayadeque


Laut jammerndes Ziegenkind in Tasartico (Start nach Güi Güi)


Ziegen im Agaete-Tal


Löffler im Bach vor dem Hotel

Extra: Wohnung
Allzu oft passiert sowas wahrscheinlich nicht, deswegen möchte ich schon mal festhalten, wie das ist, wenn im Hotel der Boiler von der Wand kracht.


Wasser spitzt aus der Wand


Ordentlich aufgewischt (nasse Handtücher im Eck)


Hier ist der Boiler rausgefallen

Die anderen Teile:

Von engel am 21.11.2015 15:28 • diaryurlauboutdoorberg

Gran Canaria Bilder Teil 2

Donnerstag, November 19, 2015

Sonntag, 01.11.2015: Runde um San Bartolome
Noch eine der Auswahltouren aus dem Rotherführer. Und wieder Naja. Anfangs ein beeindruckender alter Weg entlang einer Felswand zur Degollada Manzanilla mit wunderschönen gemauerten Kurven, dann endlose Forststraßen-Hatscherei zum Cruz Grande und auf einem schönen Camino Real zurück nach San Bartolome. Insgesamt nett, aber elendsviel Hatscherei, gar nicht gut für’s Knie.


Auf dem Weg zur Degollada Manzanilla. In der Mitte der Mond.


Abstieg auf dem Camino Real nach San Bartolome

Montag, 02.11.2015: Güi Güi
Die allereinzigste wirkliche Strandtour. Ein echtes Schmankerl mit toller Anfahrt (Kurven!), nettem Aufstieg, einem wirklich großartigen Weg durch eine Felswand und einem fast einsamen schönen Strand. Da muss man dann Baden gehen, ehklar, Salz auf der Haut (juckt) hin oder her.


Nach dem Sattel darf man wunderschön durch die Felswand laufen.


Die Playa von Güi Güi

Dienstag, 03.11.2015: Maspalomas
Einmal mussten es dann auch die Dünen sein. Wir starteten direkt vom Hotel, was die Tour zunächst verlängerte, kürzten dafür dann aber quer über die Dünen ab, weil auf dem eigentlichen Weg so viel los war. In der Dünen war es interessant und sogar fast einsam. Sonst - eher nicht so.
Strandwandern scheint die offizielle Freizeitbeschäftigung für Badeurlauber in Playa del Ingles zu sein, alles was laufen konnte war unterwegs. Richtung Playa del Ingles sah es fast so aus, als müssten wir uns vor den großen Hotels dann mit Gewalt durch die Menschenmassen drängen, beim Näherkommen war dann doch Platz zum Laufen. Der Betrieb war ernsthaft beeindruckend, kein Wunder dass der Rest der Insel so gut wie leer ist.
Wir badeten am Nachmittag völlig ungestört an unserem kleinen Strand.


Dünen, fast einsam.


Strand neben den Dünen, eher nicht so einsam.

Mittwoch, 04.11.2015: Agaete-Tal - Tamadaba
Die Runde ist lang und anstrengend, ist aber zu Recht eine der Auswahltouren. Anfangs läuft man über schöne Camino Reales von San Pedro bei Agaete aus dem Agaete-Tal heraus (ständig mit großartiger Aussicht) bis man zu zwei Stauseen kommt. Dann geht es durch lichten Kiefernwald zum Tamadaba hoch und man steigt über einen weiteren tollen Königsweg in Kurven durch eine Steilwand zurück nach San Pedro. Da hatten wir dann wieder Wolken, aber immerhin keinen Nebel.


Rückblick aufs Agaete-Tal


Abstieg

Donnerstag, 05.11.2015: Tauro
Das Knie hatte mir die lange Agaete-Runde leider übel genommen. Wir planten also nur eine kleine Tour. Ganz erstaunlicherweise ging es dem Knie an diesem Tag dann besser denn je.
Der Tauro ist ein schöner Aussichtsberg mit einer sehr abenteurlichen Zufahrt, weil die Straße so klein und eng ist. Wir waren relativ früh da und hatten den Berg ganz für uns allein. Später wurde es dann aber richtig voll: erst kamen zwei Leute, dann eine Familie mit 4 Leuten.


Blick ins Inselinnere mit Ruque Nublo in der Mitte


Abstieg

Freitag, 06.11.2015: Pico de las Nieves
Zum Abschluß dann der höchste Berg der Insel, auch wenn man da mit dem Auto hochfahren kann. Wir nahmen den langen Weg vom Cruz Grande aus. Das ist der, der auf einem großartigen gemauerten Königsweg mitten durch die Felswand führt. Danach machten wir einen Abstecher zu einem großen Felsbogen mit toller Aussicht und nahmen noch den Campanario mit, den man tatsächlich beklettern darf. Der Weg ist lang und wunderschön, der Gipfel dagegen ist ein echtes Lowlight. Ein fetter Parkplatz und es ist voll mit blöden Touris, die durch die Bilder stiefeln, aber man muss da natürlich einmal hoch. Wir gingen schnell wieder und genossen den einsamen Rückweg. Alles in allem eine sehr schöne Abschlußtour.
Abends beim Duschen fiel dann der Boiler von der Wand.


Meinereine über dem schönen Camino Real, der durch die Felswand gezimmert wurde.


Der Pico mit der Militärkugel. Wo der weiße Fleck rechts drunter ist, ist der Parkplatz.

Freitag, 07.11.2015: Abreise
Der Flug ging erst am Nachmittag. Wir verbrachten den Vormittag am Strand und konnten danach sogar in unserem eigenen Apartment duschen. Der Boiler hing wieder an der Wand, allerdings kam da jetzt nur mehr mäßig warmes Wasser raus. Das spielte dann aber auch schon keine Rolle mehr.
Wir aßen noch einen der guten Burger in der Strandbar und machten uns dann auf die Heimweg-Etappen. Flughafen, Auto abgeben, Einchecken, Kaffee trinken, Heimfliegen, Bus nehmen, Autofahren. Sonntag früh um eins fielen wir ins eigene Bett.


Der letzte Blick auf Gran Canaria vorn und Teneriffa mit dem Teide hinten

Die anderen Teile:

Von engel am 19.11.2015 19:05 • diaryurlauboutdoorberg

Gran Canaria Bilder Teil 1

Dienstag, November 17, 2015

Sonntag, 25.10.2015: Anreise
Eigentlich wollten wir ja den längstmöglichen Zeitraum, also von Samstag bis Samstag unterwegs sein. Aber ich hab etwas spät gebucht und da hätte es dann nur einen Flug mit Zwischenlandung in Rom und 5 Stunden Aufenthalt dort gegeben. Nee, echt nicht.
So war das der entspannteste Urlaubsbeginn ever: Samstag ausschlafen und gemütlichst packen. Sonntag ohne Stau nach München tuckern und aufm reservierten Parkplatz parken (der Bus zum Terminal kaum auch genau passend), ohne Wartezeit am Schalter (Online-Check-In rules!) nur das Gepäck abgeben und dann gemütlich am Flughafen das zweite Frühstück einnehmen.
In Gran Canaria lief auch alles problemlos, trotz Old-Style-Karten-Navigation :-)


Abheben in München


Landen in Gran Canaria (man beachte hinten den Tropi Frutti Flieger :-))

Montag, 26.20.2015: Roque Nublo
Eine der Paradetouren der Insel. Natürlich will da jeder mal hin und auf dem kurzen Zustieg ist immer viel los. Wenn man den langen Zustieg durch ein wunderschönes Seitental aus dem Süden wählt, ist man lang allein und trifft nur am Nublo selbst auf Leute.


Stiller Zustieg zum Roque Nublo


Muss natürlich sein: Der Roque Nublo

Dienstag, 27.10.2015
Noch eine der Empfehlungstouren aus dem Rotherführer. Von Santa Lucia zur Fortalezza und entlang des Sorrueda Stausees zurück. Naja. Die Fortalezza (ein riesiger Felsklotz mit Loch, wichtig für die Altkanarier) ist ganz nett, aber man läuft oft und lang auf oder knapp neben Straßen. In Santa Lucia schenkte uns ein netter Herr, der sich als Paco vorstellte, 3 Mandarinen frisch vom Baum. Die absolut Allerbesten die ich je gegessen habe!


Im ‘Loch’ der Fortalezza


Rückweg nach Santa Lucia

Mittwoch, 28.10.2015: Palmitos
Eine der wenigen schwarzen Touren aus dem Führer. Kurz und nicht weit zu fahren (grad mal 10 Kilometer von Maspalomas entfernt), wir hofften auf länger Baden gehen am Nachmittag (klappte). Schwer war die kleine Runde nicht, aber nett und ausgesprochen einsam.


Auf dem Weg zu unserem unbenannten Gipfelchen (irgendwo hinter der linken Erhebung)


Nettes Weglein durch nette Landschaft

Donnerstag, 29.10.2015: Runde um El Juncal
Donnerstag ist Jagdtag auf Gran Canaria, fiel uns ein, als wir vom Asserador auf dem Wanderweg nach El Juncal abstiegen. Überall standen Trucks mit Hundeanhängern herum und es streiften Hunde durchs Gestrüpp und Menschen riefen sich Zeug zu. Schüsse hörten wir selten. Trotzdem waren wir froh, recht farbenfroh unterwegs zu sein.
In El Juncal gab es ein sehr gespächiges Maultier und einen ebenso gesprächigen Esel, an denen wir vorbei gingen. Schöne Stimmen sind anders, aber laut waren sie ;-)


Auf dem Bergrücken zurück zum Asserador


Hinter uns ziehen die üblichen Nachmittagswolken auf

Freitag, 30.10.2015: Barranco Guayadeque
Neue Gegend: ein tiefer Barranco und ein Krater mit Rückweg durch die Barranco-Wand. Da waren dann aber leider wieder Wolken aufgezogen und wir liefen ohne Aussicht durch die Wand. Schade!


Die Wände des Barranco Guayadeque


Kurz bevor wir auf dem Rückweg im Nebel eintauchen

Samstag, 31.10.2015: Soria
Der einzige Regentag. Aber wenigstens eine kleine Tour wollten wir machen. Die Staumauer vom Soria-Stausee erinnerte mich ganz stark an den Hoover Dam. Es hatte viele Wolken und am Ende gab es dann auch den ‘versprochenen’ Regen.


Ganz kurz kam sogar Sonne raus: Der Stausee und Soria


Und dann: Regen.

Die anderen Teile:

Von engel am 17.11.2015 22:02 • diaryurlauboutdoorberg
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