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Sonntag, 03.02.2019: Geburtstagstour

Dienstag, Februar 05, 2019

Als ich am Sonntag in der Früh aufstand, war noch nichts von dem angekündigten Schneechaos zu sehen. Da flogen ein paar einzelne Flöckchen durch die Gegend, sonst war nichts. Nicht mal der Weg vor dem Haus war weiß. Noch während ich Frühstück machte (Ja, auch am Geburtstag mache ich Frühstück. Ich bin in der Früh eh wach :-)), wurden es mehr Flöckchen und als ich den besten Allgäuer von Allen weckte, lag schon 1cm Schnee auf dem Weg. Ein sehr nasser Zentimeter, zugegeben.

Nach einem gemütlichen Frühstück musste dann sogar geräumt werden, bevor wir zur Geburtstagsskitour starteten. Ins wohlbewährten Gunzesrieder Tal, weil das Wetter ja alles andere als toll sein sollte. Den Unfall auf der B19 mit dem zugehörigen Stau konnten wir prima umfahren, weil der Stau gerade bis an die Ausfahrt Herzmanns reichte, wo wir direkt runter fuhren. Auf der Nebenstraße lag ordentlich Schnee.

Nach Gunzesried rauf war es wie erwartet glatt und an der Abzweigung ins Ostertal mussten wir erst mal jemanden abwarten, der da rückwärts wieder runter rollte, weil er nicht hoch gekommen war. Der Kangoo schaffte die Abzweigung problemlos :-)

Wir hatten eigentlich nur den Abstecher zum Rangiswanger vorgehabt, aber es sah so nett aus mit dem Neuschnee und es hatte ja nicht mal Sturm, also marschierten wir hinter zum Ochsenkopf. Es schneite beständig, mit leichtem Wind mal von hier, mal von da. Unten war der Schnee noch recht feucht, weiter oben wurde er kälter und trockener.

Meine Ski stollten ein wenig und beim zweiten Abklopfen schnitt ich mir mit der Skikante ein Stück Haut vom Daumen. Das fiel mir erst nicht gar nicht auf, aber nach ein paar Metern begann der Daumen zu bluten. Und zwar ordentlich! Blut im Schnee ist toll, da sehen selbst geringste Mengen so aus, als hätte man da eben ein Schwein geschlachtet ;-) Der Daumen wurde verpflastert.

Am Gipfel war dann doch Wind und es war ungemütlich, deswegen fuhren wir schnell wieder ab. Ganz oben war die Abfahrt nicht toll, weil es wenig Sicht und total verblasenen Schnee hatte. Aber dann!!! Lockerer knietiefer Pulverschnee, ein Traum! Die Westabfahrt im Waldeinschnitt war sogar oberschenkeltief und komplett unverspurt :-)

Auf dem Weg zum Rangiswanger machten wir Pause im Wald und kamen danach komplett allein (diesmal wirklich!) am Gipfel an. Erst als wir schon fertig zur Abfahrt waren, kamen erst ein Hund und dann ein Mann.

Natürlich war diese Abfahrt nicht unverspurt, aber es hatte nicht viele Spuren und vor allem das Mittelstück war ein Traum zu fahren. Der beste Allgäuer von Allen, vermutlich beschwingt vom zuvielen Rum im Pausentee (mein Fehler), wedelte so begeistert das Mittelstück runter, dass ich nicht folgen konnte. Ich brauchte erst mal eine Pause, bevor ich hinterher wedeln konnte! Es war super!

Ganz unten war die Auflage auf dem nassen Schnee vom Samstag ein wenig dünn, dann kam man immer wieder mal durch und ratschte durch den schweren Schnee in der Tiefe. Wir haben aber beide freundliche Ski, die da nicht beissen und so war auch der untere Teil gut zu fahren. Da war dann aber schon mehr Krafteinsatz nötig und der letzte Hang (und nur der, der Superschnee sonst überall war problemlos) stresste das Knie dann ziemlich.

Am Abend war die Geburtstags-Abendessen-Einladung vom Schwiegervater mit Freundin, die wir wie fast schon traditionell beim Lieblings-Chinesen abhielten. Das Essen war wieder ausgezeichnet :-) Mein Glückskeks versprach am Ende: “You will be very lucky”. Ich freute mich sehr, Ermutigung kann ich grad gut brauchen.


Start am Parkplatz. Es ist Winter :-)


Im letzten Anstieg zum ersten Gipfel


Geburtstagsgipfel. So soll das sein :-)


Traumschnee :-)


Traumschnee :-)


Immer wieder toll: der Grat


Und noch ein Geburtstagsgipfel :-) Diesmal allein.

Von engel am 05.02.2019 22:09 • outdoorski(0) Kommentare

Sonntag, 27.01.2019: Schöner als erwartet

Donnerstag, Januar 31, 2019

Nachdem wir am Sonntag in der Früh ein wenig rumgehampelt waren, ob wir überhaupt raus wollten und ob das Wetter überhaupt was taugen würde (da war es noch dunkel und die Vorhersage war eher solala), kam draußen heller Himmel hinter dunklen Wolken hervor und wir wollten doch raus, weil erst eine Tour bei Sauwetter und dann keine bei OK-Wetter geht ja auch nicht.

Wir nahmen uns also die wetterbedingt ausgefallene Tour vom Samstag vor und fuhren ins Tannheimer Tal, wo sich diesmal auf dem vorderen Parkplatz sogar noch freie Plätze fanden. Da wo wir sonst links abbiegen, marschierten wir diesmal geradeaus. Am Ziel war Sonne, aber bis dahin war es noch weit und die Sonne - von der es viel mehr hatte als selbst die positivste Vorhersage versprochen hatte! - würde bis dahin bestimmt weg sein.

Wir liefen das lange Tal hinter und stiegen der Scharte entgegen. Wir waren relativ allein unterwegs, allerdings nur deswegen, weil sich die Skitourer in dem langen Tal und dem weitläufigen Gelände gut verteilten. Als wir an der Scharte in den Gipfelhang sehen konnten, war da ganz schön viel los.

Der Gipfelhang war wie erwartet halb abgeblasen und halb windgepresst. Es war gar nicht so schlecht, dass da schon einige hinauf gelaufen waren, so war die Spur schon gut ausgetreten und hielt ganz gut. Es war ziemlich windig und entsprechend kalt im Aufstieg.

Während wir hinauf gingen, fuhren fast alle anderen ab und wir trafen nur noch 3 Damen am Gipfel, die eben abfahren wollten. Und dann kam sogar die Sonne raus, so dass die Pause in Beinahe-Windschatten fast schon gemütlich ausfiel :-) Nach Stärkung mit Tee, Schoki und Gipfel-Blutwurz (toller Winterschnaps!) fuhren wir ab.

Der Gipfelhang war inzwischen total zerfahren. Ich fand das gut, denn mit sehr wechselndem Schnee habe ich ein paar Probleme und was zerfahren ist, wechselt nicht ;-) Danach suchten wir uns im weiten Skigelände noch unzerfahrene Stellen und schafften es sogar am steilen Bacheinschnitt vorbei (merken, bei weniger Schnee kommt man da nicht vorbei) ohne nochmal aufsteigen zu müssen.

Der restliche Rückweg besteht dann im Wesentlichen nur noch aus Geradeausfahren, wobei man kurz vor der üblichen Abzweigung ein wenig laufen muss. Wir waren schon lang nicht mehr da hinten (weil das so ein langer Hatsch ist), aber das war echt nett :-)


Traumpanorama am Haldensee


Der Weg zum (noch) sonnigen Ziel ist noch weit.


Rückblick


Beweisbild: wir sind ganz und gar nicht allein.


Oben ist die Sonne schon lang weg.


Abfahrt über die Gipfelhangpiste ...


... und weiter unten durch unverspurten Schnee :-)

Von engel am 31.01.2019 22:19 • outdoorski(0) Kommentare

Samstag, 26.01.2019: Sturmtour, anders rum

Mittwoch, Januar 30, 2019

Ich hab ja immer viel Hoffnung und deswegen plane ich gern mit dem Positivsten, was die Wetterseiten am Vorabend so hergeben. Manchmal rückt die Realität die Planung dann aber doch zurecht ;-)

So kam es, dass wir in Schneefall und Sturm mal wieder im Ostertal landeten. Recht früh, weil die Planung ja Größeren vorgesehen hatte. Diesmal gingen wir geradeaus hinauf, um den vielbestiegenen Gipfel mal anders herum zu begehen (und ja, auch weil da die Option von Verlängerung, mehrfach vielleicht sogar, im Raum stand).

Der Aufstieg ist unten noch halbwegs geschützt, dann ist man aber dem Sturm voll ausgesetzt. Das bedeutet, dass man Handschuhe braucht, alle Löcher zumachen muss und sich gegen den Sturm stemmen muss. Es war relativ warm, deswegen waren wir bald innen verschwitzt und außen eingeeist. Es gibt angenehmere Kombinationen.

Am Gipfelkreuz schlugen wir nur kurz an und gingen gleich weiter über den Grat, der mal wieder total beeindruckende Wechten hat. Das war super, allerdings auch ganz schön kühl, weil wir uns da ja nicht mehr anstregengen mussten.

Am Ende des Grats fellten wir ab und fuhren bis zum Beginn der Forststraße ab, wo wir wie erhofft ein paar freie unverspurte Hänge fanden. Der Schnee war allerdings nicht so toll wie er aussah, mit teilweise sehr dünner Auflage oder gepresst oder über unsichtbaren Buckeln. Dass die Sicht eher suboptimal war, half natürlich auch nicht.

An dem Punkt angekommen, wo wir die Entscheidung zwischen ‘nochmal aufsteigen’ und ‘weiter abfahren’ hatten, fuhren wir weiter ab. Wegen kühl und stürmisch und keine rechte Lust mehr. Auf der Abfahrt passierten wir erstaunlich viele und große Gruppen im Aufstieg.

Wir kamen frierend und fröstelnd daheim an, wo wir bei Glühwein und den letzten Lebkuchen Skifahren anschauten. Voll weihnachtlich ;-)


Es schneit.


Und es stürmt (da komme ich kaum voran).


Äh. Da war eine echt glatte Stelle und ... Plopp!


Wechten am Grat


Abfahrt

Von engel am 30.01.2019 21:00 • outdoorski(2) Kommentare

Der Plan war eigentlich gewesen, ins Lechtal zu fahren, aber in der Früh waren wir beide etwas zerschlagen (ich hatte Halsweh) und die Aussichten versprachen leichten Schneefall ab Mittag. Wir planten kurzerhand um und suchten uns ein leichteres, kürzeres und näheres Ziel.

Wir waren früh dran (der Plan war ja ein Größerer gewesen), aber es hatte natürlich schon eine ganze Menge Autos am Ostertalparkplatz. So wie es aussah, gehörten die aber fast alle zu einer sehr großen Skitourergruppe sie sich am Parkplatz gerade sammelten und nach Können aufteilten. Wir beeilten uns mit Umziehen und Aufrüsten und konnten unbehelligt den bekannten, total zerfahrenen unteren Hang aufsteigen und uns dann nach rechts wenden.

Wir marschierten ziemlich schnell zu unserem Ziel. Der Plan B war eigentlich gewesen, da ein paar Mal den buschigen Nordhang abzufahren, für den es endlich genug Schnee haben müsste (hat es, hab ich geguckt), aber die Sonne beleuchtete sehr hübsch den hinteren Teil des Tals und da kamen wir beide unabhängig voneinander auf die Idee, ganz einfach hinten runter abzufahren und noch weiter hinten wieder aufzusteigen. Und so machten wir das :-)

Die Abfahrt hinten runter ist nicht sehr lang, aber weil da nicht viele fahren, konnten wir durch fast unverspurten Schnee durch den Wald sausen. Auf der weiten ‘Hochebene’ (Anführungszeichen, weil das zwar eine relativ weite Ebene ist, aber halt nicht wirklich hoch ... immerhin aber deutlich über dem Talgrund ;-)) fellten wir wieder auf und marschierten unserem Ziel zu. Es hatte unerwarteterweise immer wieder Sonnenflecken und alles sah einfach nur wunderschön aus.

An unserem Ziel hatte es schon ein paar Spuren, aber auch noch genügend unverspurten Schnee für uns :-) Wir marschierten erst mal zum Gipfel und machten da gemütlich Pause. Allein und mit ein bisserl Sonne dazu.

Bei der Abfahrt durfte ich als erste in den total unverspurten Gipfelhang reinfahren. Oben auf dem Schnee war eine Schicht aus Eiskristallen, die regelrecht klingelten, als ich durch fuhr. Hach!

Zu unserem Erstaunen fand sich auch im langen Hang unter dem Hüttle noch nahezu unverspurter Pulverschnee. Wir kamen beide ein wenig atemlos und total begeistert unten an. Danach muss man die lange, lange Straße zurück fahren, auf der sich glücklicherweise noch eine dünne Schnee- und Eisschicht befand. Ohne die hätte man rechts oder links auf die meterhohe Schneewand klettern müssen (und zwischendrin ein paar Mal wieder runter und zurück hinauf) und da wären wir ganz sicher nicht fast ohne Schieben zurück zum Auto gekommen.


Auf dem üblichen Weg ...


... durch den üblichen verschneiten Wald :-)


Ganz kurz Sonne vor dem ersten Gipfel


Abfahrt ‘hinten’ runter


Auf der Ebene, das nächste Ziel im Blick


Kurz vorm zweiten Gipfel ... mit Sonne :-)


Auf in den unverspurten Traumschnee :-)


Die zweite Spur im selben Traumschnee :-)

Von engel am 22.01.2019 21:18 • outdoorski

Samstag, 19.01.2019: Kühle Tour

Montag, Januar 21, 2019

Es sollte kalt werden und nach der vergangenen Woche mit der extremen Lawinenlage waren wir noch ein wenig vorsichtig, auch wenn sich inzwischen alles erstaunlich schnell gesetzt haben sollte. Wir fuhren also ‘nur’ ins Tannheimer Tal und parkten am Haldensee (der vordere Parkplatz war schon voll, auf dem hinteren war noch gut Platz), wo wir bei -13 Grad los gingen.

Ich zog direkt die warme Shorts drüber, aber beim Losgehen fror ich trotzdem. Man steht vor einer Tour ja immer erst ein wenig rum, bevor man sich endlich bewegen kann. Sobald wir unterwegs waren, gab sich das mit dem Frieren schnell. Die Spur war gut ausgetreten, aber wir waren erst mal allein.

Auf dem Forstweg waren die üblichen Lawinenstriche zu queren, die aber nicht wesentlich (wenn überhaupt) ausgefallen waren als sonst. Es hatte wirklich viel Schnee, deswegen waren die üblichen Bacheinschnitte ungewöhlich einfach zu gehen und das kleine Brückle war bis übers Geländer hoch voll Schnee.

So früh im Jahr kommt man erst in die Sonne, wenn man den Pass zur Ödenalpe überschreitet. Da wurde es fast schlagartig relativ warm und wir nutzten das nächste windstille Plätzchen, um kurz Pause zu machen. Danach folgten wir weiter der Spur, die erst durch die Latschen und dann über einen windverpressten Rücken zum Gipfelaufbau hinauf führte. Wie meistens war hier wenig los, 5 Leute außer uns.

Die Rinne zum Grat war natürlich auch voller Schnee, deswegen gingen einige bis oben hinauf mit den Skiern. Darauf hatte ich keine Lust, weil man zur Abfahrt entweder seitlich abrutschen oder ums Eck springen hätte müssen und das mochte ich dem Knie nicht antun. Wir stellten die Ski also unter dem Felsen ab, wo wir sie immer abstellen und stiegen zu Fuß hinauf. Der Schnee war einigermaßen trittfest, das ging ganz gut.

Auf dem Grat und am Gipfel war es windig und kühl. Wir blieben nur kurz für ein paar Fotos und stiegen dann wieder zu den Skiern ab, um zur Abfahrt zu rüsten. Nach einem kurzen Abstecher querten wir unter dem Gipfelaufbau nach links bis hinter die erste flache Rippe und fanden dort, was ich gesucht hatte: unverspurten Pulverschnee (ja, Triebschnee), in dem wir wunderbar ins Kar abschwingen konnten. Windgeschützt in der Sonne unter einem Baum machten wir nochmal Pause.

Wir querten das Kar, fanden nochmal ein paar Meter Pulverschnee hinter dem Latschenfeld und querten rüber zum Abfahrtshang. Da muss man weit queren und nochmal ein wneig aufsteigen. Grad so viel, dass sich anfellen nicht lohnt, aber rauf- und rübertreppeln ist auch doof. Tja.

Ganz oben war der Schnee windverpresst mit Decke und ich fürchtete schon, der Aufstieg wäre umsonst gewesen, aber schon 10 Meter im Hang drin fand sich super Pulverschnee und wir konnten wunderbar Slalom um die Bäume und weiter unten über die freien Hänge fahren, bis wir am Brückle ankamen. Der Rest war - wie immer - ein bisserl Skicross durch den Wald und dann Forstwegabschwingen (ooooh, müde Oberschenkel!). Wir kamen bei -9 Grad am Auto an, fast schon warm ;-)


Es hat viel Schnee :-)


Das Geländer vom Brückle ist weg


Aufstieg zu Fuß in der Gipfelrinne


Gipfelbild


Am Grat hat es Eis unterm Schnee


Abfahrtsfreuden :-)


Kurven bis es staubt :-)


Rückweg auf dem ‘Skicross’

Von engel am 21.01.2019 19:22 • outdoorski

Das Wetter sollte am Samstag solala mit Sturm und gelegentlich Schnee werden und die Lawinenlage war haarig. Wir setzten wie viele andere auch auf Sicherheit und fuhren nach Hinang. Wegen Kurztour und nicht weit weg waren wir spät dran, deswegen war an der Straße schon alles zugeparkt (allzu viele Parkplätze hat es da ja eh nicht).

Während wir noch versuchten, den Kangoo verkehrs-verträglich am Ende der Schlange halb im Schnee zu parken, kam jemand runter und bedeutete uns, dass er wegfahren würde. Wir nahmen das gern an. Beim Losgehen kam schon das nächste Auto und parkte auf unserem Halb-Parkplatz, den der Fahrer kurzerhand zu einem ganzen Parkplatz ausschaufelte.

Wir querten die Straße und folgten gleich hinter der Brücke der Spur, die rechts der Straße über den Hang Richtung Sonnenklause führte. Ich hatte zu den orthopädischen Einlagsohlen (in den ‘alten’, also eher etwas ausgelatschten Stiefeln) diesmal etwas dickere Socken an und bekam bald schmerzende Füsse. Ich lockerte die Stiefel, aber auch das half nichts. Nach dem ersten Hang musste ich die Einlagsohlen rausnehmen. Danach war alles wieder OK.

Beim ersten Blick auf den eigentlichen Skitourenhang war klar: heute würden wir nicht allein sein. Wir sahen mindestens 20-30 Leute und es hatte sicherlich davor und danach auch noch welche. War aber egal, deswegen waren wir ja da. Als wir den ersten Parkplatz erreichten, startete da gerade ein junger Mann, der einen mittelgroßen schwarz-weissen Hund dabei hatte. Der Hund sprang gleich begeistert in den Schnee neben der Spur. Da schauten dann nur noch Schnauze und Ohren raus und er hatte zu kämpfen, wieder auf die Spur zu kommen :-)

Im Aufstieg schneite es gelegentlich ein wenig, aber die Sicht war ganz gut. Lediglich der Gipfel war in Wolken und da blies es dann auch ordentlich, wie wir feststellten, als wir uns näherten. Im oberen Teil der großen Hangs rannte uns der schwarze-weisse Hund fast über den Haufen, weil er in vollem Tempo die Skispur runter sauste, während sein Herrchen loxcker-flockig im Tiefschnee runter schwang. Am Gipfel fand sich ein Plätzchen für uns, wo wir Pause machten und zur Abfahrt rüsteten. Diesmal legte auch ich die Tiefschneebänder an.

Oben war erst mal Piste. Im ersten kleinen Hang (wo sich die Spuren etwas verteilten) merkten wir schon deutlich die Eislamelle, die wir schon im Aufstieg festgestellt hatten. Im Hang unter der Engstelle, wo sich tatsächlich noch einiger fast unzerfahrener Schnee fand, klingelte diese Lamelle lustig beim Durchfahren. Man musste aber schon einigermaßen Energie aufbringen, um das Ding durchpflügen zu können. Es traf sich gut, dass an diesem Tag das Knie total zufrieden war und ich frei fahren konnte :-)

Unten war der Schnee schon warm und schwer geworden, aber da kann man eh nicht mehr wirklich fahren und rutscht halt der Straße entgegen. Das war angesichts des Wetter und der Lage eine sehr gelungene Tour.


Der Weg ist noch weit ...


... und wir sind nicht allein :-)


Oben sieht es sehr winterlich aus.


Die letzten Meter.


Gut einpackt für die Abfahrt.


Fast unten.

Von engel am 18.01.2019 17:51 • outdoorski

Samstag, 05.01.2018: Sturmtour

Donnerstag, Januar 10, 2019

Nach der vielen Nicht-Bewegung der ersten halben Arbeitswoche, mussten wir raus. Und es hatte ja auch geschneit, das mussten wir uns anschauen ;-) Allerdings waren weder Wettervorhersage noch Lawinenlagebericht und Aussichten allzu berauschend, deswegen planten wir die Standard-Tour bei schlechten Bedingungen.

Auf der Fahrt waren wir sehr enttäuscht angesichts der 2 Zentimeter Schnee auf den Wiesen neben der Schnellstraße. Ich überlegte schon Plan B und Plan C, sollte der Schnee nicht ausreichen. Im Gunzesrieder Tal sah es dann aber doch einigermaßen OK aus. Wir sind da auf jeden Fall schon bei weniger Schnee losgelaufen.

Das Wetter war ausgespochen ungemütlich. Es war nicht allzu kalt, hatte aber ordentlich Wind, den es uns auf dem langen Weg ins Tal hinter mit Karacho ins Gesicht blies. Wir waren ziemlich allein unterwegs und hatten nur drei Nachgeher, die waren allerdings exakt genauso schnell wie wir und blieben deswegen immer in der Nähe.

Wir verloren sie erst, als wir Richtung Ochsenkopf abbogen und die drei geradeaus weiter zum Weiherkopf (?) gingen. Ab da waren wir allein. Der beste Allgäuer von Allen übernahm die Spurarbeit, als wir die Forststraße verließen. Ich war froh drum, denn dem Knie ging es nur solala und mein Fuß schmerzte in den neuen Skistiefeln, in die die Einlagen noch nicht reinpassen. Das Spuren war aber verträglich, es hatte noch nicht allzu viel neuen Schnee.

Wir kamen gut und völlig allein bis zum Ochsenkopf, wo wir total erstaunt eine große Gruppe Schneeschuhgeher am Gipfel vorfanden. Die waren aus der anderen Richtung aufgestiegen, denn auf unserer Seite hatte es keinerlei Spuren gehabt. Es hatte Schneesturm da oben, deswegen ließen wir die Pause ausfallen und fuhren direkt ab.

Der beste Allgäuer von Allen legte seine neuen find—-me! Tiefschneebänder an, die einerseits helfen sollen, die Ski wieder zu finden und im Fall des Falles eventuell auch in einer Lawine zur Ortung dienen können. Ich habe auch welche, aber es war so stürmisch, ich wollte den Rucksack nicht nochmal runter nehmen und überhaupt, es hatte ja eh nicht viel Schnee ...

Die Bänder wurden dann auch direkt einem Funktionstest unterzogen, denn vor dem kleinen ersten Steilhang fuhr der beste Allgäuer von Allen gegen einen Schneebuckel (die Sicht war zeimlich übel) und fiel direkt wieder aus dem Ski. Man hätte den Ski diesmal zwar leicht finden können, weil das Ende noch rausschaute, aber er hing jetzt ganz prima an dem Band am Bein und wäre daran leicht zu finden gewesen. Danach muss man nur noch das Band zurück ins Täschchen stopfen und fertig.

Wir fuhren zur Alpe ab. Das war nur ein mittelschönes Vergnügen, denn es lag nicht sehr viel Schnee auf einer buckeligen Unterlage und es war echt schwer zu erkennen, wo ein Loch oder ein Hügel war. Mit einigermaßen Vorsicht kam ich ohne größere Knie-Belastung runter.

An der Alm fellten wir auf und gingen noch rüber zum Rangiswanger Horn. Schön war es ja nicht, im Schneesturm nochmal aufzusteigen, aber den Forstweg runter schieben ist auch nicht schön und so kamen wenigstens noch ein paar Höhenmter dazu ;-) Auch da war es natürlich ungemütlich, so dass wir nicht länger oben blieben als nötig.

Die Abfahrt ging ganz gut, weil sich oben schon fast sowas wie eine Piste gebildet hatte. Weiter unten fand sich zwischendurch sogar sowas wie netter Schnee, bevor wir in den letzten beiden Hängen wieder um die Grasbuckel herum fahren mussten. Alles in Allem war es stürmisch und kühl aber echt OK. Der Heimweg war dann anspruchsvoll, weil es inzwischen fett schneite und der Winterdienst einfach nicht nachkam. Nicht mal auf der Schnellstraße.


Der übliche Start


Es ist ziemlich ungemütlich


Der Schneefall wird dichter


Erste Abfahrt mit wenig Sicht


Abgeblasener Aufstieg zum Grat


Schnell abfellen

Von engel am 10.01.2019 06:31 • outdoorski

Samstag, 29.12.2018: Schneekraxeln

Freitag, Januar 04, 2019

Am Freitag zog eine leichte Wolkenschicht durch, aber wir hatten eh allerlei Organisatorisches zu erledigen. Nachmittags wurde es dann richtig schön und wir hofften, dass der Wetterbericht stimmte.

Der Samstag fing wie versprochen kühl und schön an :-)
Wir parkten in Grän, sahen den beiden, die sich gerade für eine Skitour rüsteten, ein wenig amüsiert zu und starteten zu Fuß.

Wir kamen bald in die Sonne und auch wenn der Aufstieg recht bewaldet ist, wurde es doch angenehm warm. Kurz bevor es oben windig wurde, machten wir eine gemütliche Pause. Da liefen dann pötzlich erstaunlich viele Leute an uns vorbei, vorher waren wir allein unterwegs gewesen.

Auf dem Weiterweg wurde es immer windiger und wir legten nach und nach weitere Schichten Kleidung an. Am Gipfel konnten wir ein paar Leute sehen, die sich sehr schwer zu tun schienen, die steile Rinne runter zu kommen. Vielleicht war der Schnee nicht gut?

Die Leute waren auch dann noch im Abstieg, als wir (und die beiden Gruppen, 3 und 2, hinter uns) zum Gipfelaufbau kamen. Die Gruppe bestand aus 2 Männern und 4 Jugendlichen, die sich an einem Seil die Rinne runter mühten. Die Jugendlichen hatten teilweise nur Joggingschuhe an! Das ist dann auch mit einem Seil reichlich fragwürdig.

Als die Gruppe unten war, packten wir unsere netten ‘Lucky’ Eisbeilchen aus und stiegen zum Gipfel hinauf. Die Stufen waren recht hoch und das gefiel dem Knie überhaupt nicht. Oben war es sehr windig, deswegen blieben wir nicht lang oben. Die Luckys waren auch im Abstieg sehr hilfreich.

Wir stiegen so weit ab, bis der Wind eingermaßen nachgelassen hatte und machten im Gras unter einem Baum Pause. Da war es fast warm und fast gemütlich (ein bisserl steil halt). Dann stiegen wir mit einer letzten Pause auf dem Bänkle am Strommast zum Auto ab.


Start in Grän


Der Gipfel in Sicht


Aufstieg durch die Rinne


Am Gipfel mit Nebel überm Unterland


Abstieg


Die letzten Meter


Nebel zieht ins Tannheimer Tal


Kurz vorm Auto

Von engel am 04.01.2019 15:47 • outdoorberg

Donnerstag, 27.12.2018: Nix Skitour

Freitag, Januar 04, 2019

Wir waren nicht wirklich überzeugt, aber auf den Webcams hatte das Tannheimer Tal recht weiss ausgesehen und da hinten am Haldensee, das ist ja eh so ein kaltes Loch. Also packten wir Skitouren-Zeug ins Auto und fuhren los.
(Ja, im Kleinen Walsertal wären die Chancen größer gewesen, aber Weihnachtsferien, schönes Wetter und generell wneig Schnee, da kann man sich ja vorstellen, wie voll es da ist. Und wir waren da ja eben erst.)

Ab Oberjoch sah es stellenweise fast OK aus (dass der Grenzwieslift nicht lief, war aber kein gutes Zeichen), im Tannheimer Tal war der Schnee dann aber echt mager. 10 Zentimeter, da wo er zusammen geblasen worden war. Wir fuhren hinter an den Haldensee, besahen uns den traurig mageren Schnee und drehten um. Da waren uns auch die Steinski zu schade.

Wir parkten in Berg und stiegen halt stattdessen auf den sonnigen Berg vor Tannheim. Mit einfachen Winterstiefeln (Ralle) und leichten niedrigen Trekkingschuhen (ich). Nunja.

Aber es hatte eine Spur, vor allem unten wirklich wenig Schnee (und oben auch nicht allzu viel) und viel Sonne. Das war eine sehr schöne Alternative, auch wenn gerade der Abstieg mit den nicht ganz Berg- und Winter-tauglichen Schuhen doch etwas anspruchsvoll war. Wir rutschten ziemlich rum und hatten wenig Halt.


Start im Schatten


Aufstieg in der Sonne, es war echt warm!


Bergbewohner am Wegesrand


Fast oben mit toller Aussicht


Sonnengipfel :-)


Im Abstieg ziehen am Ende Wolken rein.

Von engel am 04.01.2019 14:46 • outdoorberg

Für den Mittwoch war bestes Wetter angesagt, aber es gab mal wieder einen Erkältungsrückschlag. Wir wollten aber doch raus und beschlossen, wenigstens einen Spaziergang zu machen. Da, wo wir sonst immer zum Baden radeln.

Das war dann unerwartet anstrengend (ich fürchte, ‘gerade’ laufen sind wir nicht gewöhnt), auch weil der Rundweg viel länger war, als wir gedacht hatten. Der Verhauer am Hohen Kapf, wo es den Weg, den ich aus der OSM auf dem Navi rausgesucht hatte, irgendwie nicht gab (irgendwie auch schon, aber wir hätten durch verschneite Brombeeren stapfen müssen), trug natürlich auch dazu bei, den Spaziergang zu verlängern.

Wir waren erstaunlich oft allein unterwegs, auch wenn es an den zu erwartenden Stellen (Weg zum Brotzeitstüble, Parkplatz am Eschacher Weiher) ziemlich voll war. Alles in allem ein echt netter Spaziergang und Schnee hatte es oben auch. Ein bisserl wenigstens :-)


Wandern auf Bike-Wegen


Der Eschacher Weiher ist zugefroren


Am Hohen Kapf (Gipfel-Mobilfunkmast statt Gipfelkreuz)


Rückweg mit schöner Aussicht

Von engel am 31.12.2018 10:52 • outdoorberg
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