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Allgäu-Urlaub III - Teil 1: Regen und Nebel

Mittwoch, September 28, 2016

Dass wir gern daheim Urlaub machen, ist ja inzwischen sicherlich schon aufgefallen ;-) Diesmal überlegten wir aber ernsthaft, ob wir nicht vielleicht doch fliehen sollten, nachdem das Wetter von schönstem Spätsommerwetter exakt zum Urlaubsanfang auf gruseliges Herbstwetter umschlug. Aber es gab da einiges zu tun daheim und dann sollte es ja bald wieder besser werden ...

Die versprochene Wetter-Besserung ließ aber sehr auf sich warten, deswegen waren die Touren aus dem ersten Teil des Urlaubs echte KSU(Keine Sau Unterwegs)-Touren. Hatte auch was.

Samstag war also erst mal ein Werkel-Tag.

Sonntag, 18.09.2016: Die letzten Pilze
Sonntag war das Wetter kühl und recht feucht von oben. Wir hatten zwar nicht viel Hoffnung, aber es schien uns, dass wir für eine eventuelle letzte Pilzmahlzeit in diesem Jahr vielleicht noch dieses Wochenende eine Chance haben würden und dann nicht mehr. Also ging es zum ergiebigsten Berg zum Pilz-Steigen und wir brachten tatsächliche eine ganze Mahlzeit zusammen :-)
Die gab es zwar erst am Montag, weil uns am Sonntag die frisch aus Südfrankreich zurückgekehrten Eltern zum Pizza-Essen einluden, aber da schmeckten sie mit Semmelknödeln genauso großartig wie erwartet.

Montag nochmal Aufräumen und Werkeln.

Dienstag, 20.09.2016: Gaishorn
Anders als die Woche vorher angedeutet, wurde das Wetter nur sehr zögerlich besser. Immerhin, es sollte trocken bleiben. Wir verschoben ambitioniertere Pläne und nahmen bekannte Wege unter die Stiefel. Gute Idee, denn nach der Älpele-Alpe landeten wir im Hochnebel und sahen quasi nichts. Wir trafen ganz unten und am Gipfel kurz zwei Leute und waren sonst den ganzen Tag allein unterwegs :-)

Mittwoch, 21.09.2016: Gehrenspitze
Die Aussicht auf sich lüftenden Hochnebel war nach wie vor recht mager, also wuden die weglosen Pläne in unbekanntem Gelände ein weiteres Mal verschoben. Stattdessen ging es zur Gehrenspitze, an der wir schon lang nicht mehr waren. Auch diesmal landeten wir im Hochnebel und sahen im Wesentlichen Weiß. Immerhin war das Weiß aber schon heller und es gab zwischendrin sowas wie Nebel-Lücken. Und man kann klar festhalten: So ein bisserl Hochnebel macht Berge deutlich alpiner ;-)

Von engel am 28.09.2016 05:39 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Neffen-Klettersteig (03.09.2016)

Donnerstag, September 08, 2016

Weil man den verwöhnten Teenies von heute kaum etwas schenken kann, was die nicht schon haben oder wenn sie es nicht haben auch gar nicht wollen, verschenken wir meistens Zeit. Unsere.

Zu Weihnachten - ja, ist schon eine Weile her - gab es deswegen für die Neffen einen Klettersteig. Wir haben natürlich gefragt, ob sie das überhaupt wollen und es gab Zustimmung von allen dreien, wenn auch bei dem einen oder anderen eher zögerlich (‘Ich hab aber Höhenangst.’). Wir konnten sie aber alle überzeugen und suchten seit etwa Mai nach einem Wochenende für die Aktion.

Aber die Umstände wollten lang nicht passen. Erst lag ewig lang Schnee weiter oben, dann gab es ständig schlechtes Wetter oder Gewitter. Zwischendrin waren entweder die Neffen oder wir im Urlaub. Aber letztes Wochenende schien dann endlich alles richtig zusammen zu laufen: Alle da, Wetter OK, keine Gewitter.

Wir hatten im Vorfeld den Mindelheimer Klettersteig ausgesucht. Der ist nicht allzu schwer, ziemlich lang und liegt außerordentlich schön. Zudem hat er vorn und hinten eine Hütte zur ‘Entschärfung’. Wir wissen ja nicht so genau, was man den Neffen so zumuten kann.
Der Plan war, am Freitag oder Samstag zur Mindelheimer Hütte aufzusteigen und am nächsten Tag dann den Steig samt Abstieg zu machen.

Am Mittwoch versuchte ich Plätze auf einer der Hütten zu reservieren. Man lachte mich zwar nicht direkt aus, aber ich hatte das Gefühl, die waren kurz davor. Offensichtlich sind 2 Tage Vorlauf deutlich zu wenig. Ich sah mich weiter um und fand dann tatsächlich einen Steig, zu dem keine Bahn hoch geht, der nur moderat schwer ist, bei dem der Zustieg verträglich ist und der noch dazu in einer schönen Umgebung liegt: Den Wankspitze-Klettersteig. Bonus: den kannten wir auch noch nicht.

Schwesterle lieferte die jungen Männer am Freitag bei uns ab und wir begannen das Wochenende mit einem ordentlichen Grillfest. Die jungen Herren übernachteten im Dachboden (einer auf einer Luftmatratze, weil es da nur 2 Gästebetten hat) und ich warf alle am Samstag in der Früh um halb sechs aus dem Bett. Ein kurzes Frühstück und dann ging es über den Grenztunnel und den Fernpaß nach Arzkasten. Der Verkehr war noch sehr gemäßigt (deswegen ja das frühe Aufstehen).
Mein kleiner Clio ist übrigens auch für 5 Leute geeignet, der beste Allgäuer von Allen hatte da Bedenken. Man muss halt ein wenig zusammenrücken und das Gepäck vernünftig einschichten.

Vom Gasthof Arzkasten geht es zunächst am Bach entlang bis zum Lehnberghaus und dann immer weiter am Bach entlang auf die Grünsteinscharte zu. Das Kar, in das man da hinein läuft, sieht großartig aus. Ganz links die Hölle, lauter Brösel und Schutt. Links der Scharte der Grünstein, rechts der Scharte der Westliche Grieskopf, beide zerrissen und überaus abweisend. Und ganz rechts das Stöttltörl und die Wankspitze. Auch geröllig und wüst, aber vergleichsweise freundlich ;-)

Die beiden großen Jungs sausten den Berg rauf, als hätten sie nie was anderes gemacht. Kein Wunder bei den langen Beinen, ich glaube die Jungs sind bald 30 Zentimeter größer als ich. Ich kam dafür grad so mit dem jüngsten Neffen mit, der aber auch schon größer ist als ich ;-) Puh!

Am Stöttltörl gab es eine kurze Pause und es wurde aufgerödelt: Gurt, Klettersteigset, Helm. Der beste Allgäuer von Allen hielt zusätzlich ein Seilstück und etwas Sicherungsmaterial ‘für alle Fälle’ bereit. Außerdem zogen wir alle etwas über, denn in der Scharte war es arg kühl weil der Wind mit Karacho durch die Scharte pfiff.

Am Einstieg gab es noch eine kurze Einweisung und dann ging es los. Vorneweg der beste Allgäuer von Allen, dann die Neffen in selbst ausgesuchter Reihenfolge, am Ende ich. Gleich die ersten Abschnitte des Steigs sind mit Kategorie C die schwersten. Alle kamen bravourös drüber und nahmen die folgende Klammerleiter problemlos. Wenn man Fels unter den Fingern hat, ist die Sache mit der Höhenangst gar nicht mehr so schlimm :-)

Der Steig ist insgesamt viel leichter als die Abschnitte am Anfang und führt über Rinnen und verschiedene Gratzacken bis zum Wankspitze-Gipfel. Das Gestein ist ziemlich bröselig und entsprechend wichtig ist der Helm. Aber alle waren vorsichtig und warfen nur gelegentlich mit kleinen Steinchen. Zwischendrin hat es auch ungesicherte Abschnitte, darunter auch eine steile bröselige Rinne, die man absteigend querend muss. Auch das war überhaupt kein Problem :-)

Am Ende kann man dann noch die ‘Kletterclub-Variante’ zum ‘Bankl zur Schönen Aussicht’ mitnehmen, Schwierigkeit C statt A, was wir natürlich taten.

Der Gipfel wartet mit schönem weichen Gras und einer idealen Mulde auf, in der wir ausgiebig Pause machten. Die Jungs vertilgten die letzten Müsliriegel und drängten bald zum Aufbruch, weil sie im Lehnberghaus etwas zu essen haben wollten.

Der Abstieg war dann - schwierig. Die weichen Trekkingschuhe der Neffen ließen sich kaum fest genug schnüren, um die Füße in den Schuhen zu fixieren um die Zehen zu schonen und der Jüngste war seinen Schuhen anscheinend grad so entwachsen, dass das erst beim Abstieg auffiel. Weil er (momentan) meine Schuhgröße hat und meine Zehen mehr aushalten, tauschten wir nach einer Weile die Schuhe. Ich stieg mit eingezogenen Zehen ab (keinerlei Nachwirkungen) und der jüngste Neffe war froh, dass die Blasen, die er inzwischen schon hatte, nicht mehr so weh taten. So kamen wir halbwegs Blessuren-frei hinunter.

Im Lehnberghaus gab es leider keinen Kaiserschmarrn, dafür aber mächtige Käsesahneschnitten, auf die wir uns alle stürzten. Der Kaffee war gut, hätte aber gerne größer sein dürfen :-)

Sogar der Rückweg über den Fernpaß lief einwandfrei. Der große Schwung Urlaubs-Heimkehrer war wohl schon durch.
Alles in allem: ein sehr schöner Tag!
Und so wie es klang, fanden die Neffen das auch :-)


Start in Arzkasten


Pause


Im Stöttltörl


Einstieg


Aufgereiht im Steig


Wolken vor der Griesspitze


Der Gipfel ist in Sicht


Gipfelpause


Hüttenpause

Von engel am 08.09.2016 06:04 • outdoorberg(4) Kommentare

Gemütlich Biken

Mittwoch, September 07, 2016

Ich bin mal wieder ein bisserl hinten dran. Es geht um das Wochenende vor dem letzten. Wir liessen alles sehr gemürlich angehen und radelten am Samstag zum Bildstöckl und am Sonntag zum Eschacher Weiher zum Baden.


Auf dem Weg zur Dreiangelhütte


Abstecher zum Blässleskopf


Ringelnatter auf der Straße (wurde nach dem Foto gerettet und zum nahen Bach verfrachtet)


Waldradeln


Heimradeln

Von engel am 07.09.2016 06:19 • outdoormtb(0) Kommentare

Zweiter Allgäu-Urlaub, Teil II

Sonntag, September 04, 2016

Dienstag, 16.08.2016: DremelKogelseespitze
Wo nun auch der Feiertag vorbei war, konnte es ja wieder weiter weg gehen. Wir planten die Dremelspitze mit der Option auf die Kogelseespitze, sollten sich wie ‘angedroht’ Gewitter aufbauen. Und weil ich zufällig drauf gestoßen war, planten wir auch gleich den Hanauer Klettersteig mit ein.
Mit einigermaßen schwerem Gepäck radelten wir bis zur Materialseilbahn der Hanauer Hütte. Von dort ist es nicht mehr weit zur kleinen Schlucht unterhalb der Hanauer Hütte durch die der Klettersteig verläuft. Am Einstieg rüsteten wir auf.
Der Steig verläuft auf einer schönen Route immer weit über dem Bach durch die Schlucht. Das Gestein ist allerdings einigermaßen bröselig.
Mir brach auch auf den ersten Metern gleich ein Griff aus, was mein Vertrauen in den Fels nicht direkt erhöhte (und dazu führte, dass ich zu viel am Seil ging; beim nächsten Mal wird das wieder besser). Dass der Helm kein Luxus war, merkte ich auch bald, denn bei den senkrechten Passagen fielen doch ein, zwei Steinchen unter den Stiefeln des besten Allgäuers von allen raus und mir auf den Helm.
Die Seilbrücke ist prima, die senkrechten Passagen sind ordentlich anstrengend und der Rest ist angenehm anregend zu klettern. Großer Spaß! :-)
Wenn man so viel fotografiert und filmt wie wir, braucht man allerdings länger als wir annahmen. Wir waren erst mittags am Ausstieg. Da hatte es bereits angefangen zuzuziehen, so dass wir Bedenken wegen der Dremelspitze hatten, denn da ist man ja doch ziemlich lang im Fels unterwegs. Auf dem GPS schien es eine Querverbindung aus dem Kessel unter der Dremel hinüber zum Gufelseejöchl zu geben, deswegen stiegen wir zunächst weiter Richtung Dremelspitze auf (was nach dem Klettersteig ganz unerwartet überproportional anstrengend war).
Aber das Wetter wurde nicht besser sondern der Himmel zog weiter zu. Wir orientierten uns deswegen um, mussten aber feststellen, dass es doch keinen Weg rüber zum Gufelseejöchl gibt. Das Gelände ist aber so, dass man problemlos auch weglos da rüber kommt, wenn es auch zeitraubend und anstrengend ist. Am Unteren Parzinnsee trafen wir auf den Weg zum Jöchl und stiegen hinauf.
Oben gab es eine kurze sonnige Phase, doch auf dem Anstieg zum Gipfel der Kogelseespitze fing es erst an zu regnen und dann sogar zu hageln.
Beides dauerte nicht sehr lang, aber wir waren genötigt, Regenklamotten überzuwerfen und fühlten uns hinsichtlich der Umplanung bestätigt :-)
Der Grat/Rücken zum Gipfel der Kogelseespitze zieht sich am Ende ganz schön hin, aber irgendwann kamen wir doch dort an. Wir waren etwa so hoch wie die Wolken um uns herum und alles sah sehr dramatisch aus. Einen weiteren Schauer hätten wir nicht ausgeschlossen, aber wir blieben im Abstieg trocken und konnten in der Nähe der Hanauer Hütte sogar noch Pause in der Sonne machen.


Auf dem Weg zur Dremelspitze (hinten Mitte links)


Zustieg zur Hanauer Hütte


Im Hanauer Klettersteig


Seilbrücke


Ausstieg Seilbrücke hoch überm Bach


Abbruch Dremelspitze, auf zur Kogelseespitze


Nach dem Gufelseejöchl


Kogelseespitze


Steinbock-Damengruppe mit Kindern


Steinbockkitze


Steinbock-Herrengruppe


Murmeltier

Mittwoch, 17.08.2016: Aufräumen, Einkaufen, Erholen
Das Wetter war dann zwar doch besser als vorhergesagt, aber Bike-Wartung, Vorräte auffüllen, Wäsche waschen und sowas muss man ja auch irgendwann machen. Und erholen zwischendurch ist eh kein Fehler.

Donnerstag, 18.08.2016: Bikerunde Gunzesried
Nachts hatte es geregnet und Vormittags wurde es nur zögerlich besser. Wir hatten aber eh nur auf Biken in der näheren Umgebung gesetzt und probierten ein paar neue Wege im Gunzesrieder Tals aus, die ich der OSM als ‘bike-geeignet’ entnommen hatte.
Gleich der erste neue Trail war ein Reinfall. Der schmale Weg am Bach fing nett an, wurde dann aber schnell unradelbar. Wir schoben und trugen die Räder und schimpften ein wenig auf Profiliersüchtige, die die OSM mit falschen Daten füttern (die Anpassung meinerseits steht aber noch aus, mein Login bei der OSM scheint verfallen zu sein oder ich hab es vergessen).
Der nächste Weg übers Wiesach war viel besser. Gut radelbar, schön leer und bot am Ende eine tolle Abfahrt zurück ins Tal.
Danach radelten wir über die (langweilige) Straße hinauf bis fast zur Höllritzer Alpe um über die Mitteralpe abzufahren. Bike-technisch war das ein halber Reinfall, weil an der Mitterbergalpe ein Schild steht, dass man über den (ganz bestimmt gut radelbaren) Weg direkt runter zur Säge nicht fahren soll. Immerhin, bis zur Mitterbergalpe war es nett zu fahren, danach nahmen wir halt die Teerstraße. Naja, wissen wir das jetzt auch.
Der Ausflug da hinauf war aber trotzdem prima, denn im Wald sprangen uns ein paar Steinpilze neben der Straße direkt an, so dass wir mit dem Abendessen im Rucksack die Teerstraße abfuhren. Wenn das mal keine Entschädigung ist :-)
Kurz vor der Säge gab es ausgezeichneten Kaffee und Kuchen, dann nahmen wir einen netten neuen Weg zurück nach Gunzesried und kamen mit den ersten Regentropfen eines wirklich ordentlichen Gewitters beim Auto an.
Alles richtig gemacht :-)


Anfang des unradelbaren Trails


Hinterm Wiesach


Fund am Wegesrand


Junger Kuckuck

Freitag, 19.08.2016: Holzgauer Wetterspitze
Die Wetterspitze ist ein (für mich) ambitioniertes Ziel mit über 1900 Höhenmetern, von denen man die ersten 600 geschickterweise mit dem Rad bis zur Materialseilbahn der Frederic-Simms-Hütte zurücklegt. Das Sulzltal ist lang.
Dafür wartet es unten mit den netten Tunnels auf, die immer wieder Spaß machen. Dass irgendwer tatsächlich bis zur Materialseilbahn radelt, halte ich für nahezu unmöglich, denn die Forststraße da rauf wird am Ende sehr ruppig und sehr steil. Wir radelten einfach soweit es ging und sperrten die Bikes dann an einen Baum.
Das Wetter hätte eigentlich im Verlauf des Vormittags langsam besser werden sollen. Stattdessen fing es an zu regnen, was uns erst mal zu einem unplanmäßigen Stopp in der Frederic-Simms-Hütte verhalf. Wie erhofft hörte der Regen bald wieder auf und wir gingen weiter, allerdings kamen wir nach gut 10 Minuten in den nächsten Schauer, und das obwohl der Himmel eigentlich immer heller wurde. Dieser Schauer erzeugte aber einen wunderschönen, zwischenzeitlich sogar beinahe doppelten, Regenbogen über dem Sulztal, so dass auch er sein Gutes hatte. Danach blieb es trocken und wurde teilweise sogar sonnig (wenn auch nicht warm).
Die Wetterspitze zieht sich dann ziemlich. Erst geht es steil über den laaangen unteren Geröllhang, dann quert und steigt man über den noch steileren oberen Geröllhang zum Gipfelaufbau rüber.
Der ist dafür wieder sehr erfreulich und bietet nette Kraxelei. Es war allerdings ziemlich kühl und windig da oben, so dass wir zur Pause an den Fuß des Gipfelsockels zurück kehrten.
Der Abstieg war dann nicht gut. Die lange steile Querung des oberen Geröllfelds setzte dem Knie recht zu und das hing mir dann den gesamten Abstieg lang nach. Dass ich zudem noch eine Druckstelle im linken Schuh bekam, war der Freude am Abstieg auch nicht recht zuträglich. Trotzdem war es schön, dass wir viele Edelweiß fanden und ein Murmel und zwei Steinböcke trafen.
Die Abfahrt mit dem Rad erfreute mich danach aber am allermeisten ;-)
Das zweite Urlaubs-Wochenende verbrachten wir mit Bildern, Filmen und Alltäglichem.


Start ins Sulzltal


Blick ins Lechtal, es scheint aufzureißen


Tunnelausfahrt (mit blauem LED-Strahler)


Die letzten radelbaren Meter unter der Simms-Hütte


Hüttenaufstieg im Regen


Doppelter Regenbogen


Im Schutthang unter dem Kälberlahnzugjoch


Aufstieg zum Fallenbacher Joch


Einstieg zur Gipfelkletterei


Am Gipfel


Abstieg zur Simms-Hütte


Abstieg zu den Rädern

Von engel am 04.09.2016 17:48 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Zweiter Allgäu-Urlaub, Teil I

Mittwoch, August 24, 2016

Im Vorfeld hatten wir kurz überlegt, vielleicht wegzufahren, aber erstens ist Mitte August die Ferien-Hochzeit und da ist es überall voll und zweitens wurde das Wetter bis mindestens Mittwoch als strahlend schön vorher gesagt. Deswegen gab es wieder mal Heim-Urlaub :-)

Das Wetter hielt sich zwar wieder nicht so Recht an die Vorhersage (man wundert sich kaum noch), aber wir haben trotzdem schöne Touren hinbekommen. Kratzer, blaue Flecken, Muskelkater und Knieschmerzen waren auch dabei, der Urlaub kann also als voller Erfolg gewertet werden ;-)

Samstag, 13.08.2016: Entschenkopf
Mitten in der Urlaubszeit geht man am Samstag besser in eher unbekannte abgelegene Gegenden, zu denen man nicht weit fahren muss. Wir starteten gemütlich von Bruck aus ins Retterschwanger Tal und radelten bis zur Hinteren Entschenalpe, wo die Forststraße aufhört.
Dort zogen wir die Schuhe aus und gingen durch weiche Wiesen und gelegentlich stupfelige Steine zum Gängele. Ich zog kurz vorm Anstieg zum Sattel die Schuhe wieder an, der beste Allgäuer von Allen ging barfuß bis zum Gipfel, was auf dem arg vollen Gratweg für einiges Staunen und Amüsement sorgte. Den Gipfel hatten wir für uns allein :-)
Auf den längeren Abstieg über den Jagdsteig verzichteten wir, um noch Zeit zu haben, den frisch operierten Schwager im Krankenhaus besuchen zu können.


Auf dem Weg ins Retterschwanger Tal, weit hinten der Entschenkopf


Barfuß-Aufstieg zum Gängele


Am Grat zum Entschenkopf (inzwischen wieder mit Schuhen)


Allein am Gipfel


Abstieg, hinten der Daumen


Abfahrt

Sonntag, 14.08.2016: Geiselstein
Dem besten Allgäuer war nach etwas Kletterigerem und so starteten wir von Buching ins Halblechtal zur Kenzenhütte. Wir bogen ins Lobental ab, um den vielen Wanderbussen auf der Teerstraße zu entgehen und radelten hinauf bis ins Wank und von dort so weit es ging bis unter den Geiselstein.
In vielen Kehren windet sich der schmale Pfad bis hinauf zum Geiselsteinsattel, wo der Normalweg zum Geiselstein abzweigt. Wir schnürten die Stiefel fester und kletterten zum Gipfel. Der Fels war im Schatten ein wenig schmierig, aber trotzdem gut kletterbar. Wir sahen und hörten zwar ein paar Kletterer, hatten den Gipfel aber ganz für uns allein - abgesehen von den vielen lästigen Flugameisen, die da oben wohl einfach dazu gehören (wir waren noch nie ohne da oben).
Für die Abfahrt wählten wir den langen Weg durch’s Hintere Lobental. Das ist zwar wirklich schön und wildromantisch, hat aber mehr Gegenanstiege als meinen Beinen lieb war ;-)
Dass man durch Füssen zurück muss und dass das wegen der Schlösser und der Ferien lästig werden könnte, hatten wir bei der Planung vergessen. Die halbe Stunde Rumstehen vor Füssen war so gesehen fast gnädig ...


Auf dem Weg ins Lobental


Aufstieg zum Geiselstein


Vorm Geiselstein Gipfelaufbau


Im Normalweg zum Geiselstein-Gipfel


Ammergauer-Alpen-Panorama


Abklettern


Abfahren

Montag, 15.08.2016: Bikerunde Blender
Vormittags wollte das Wetter doch erst mal nicht so Recht (Regen), deswegen brachen wir erst Mittags auf und fuhren gar nicht erst irgendwo hin. Ich hatte eine möglichst ‘mountainbikige’ Route zum Brotzeitstüble ausgesucht, die uns viele Trails und Höhenmeter bescherte. Wir hatten viel, viel Spaß :-)
Im Brotzeitstüble gab es feinen Kuchen und auf dem Heimweg gab es Abendessen am Mariaberg.


Steile (auch wenn es nicht so aussieht) Waldabfahrt am Mariaberg


Radeln über Wiggensbach


Auf dem Weg zum Blender


Abendlicher Rückweg übern Mariaberg

Von engel am 24.08.2016 05:26 • outdoorbergmtb

Pilze und Radeln

Donnerstag, August 11, 2016

Da wir schon die Woche vorher im Vorbeiradeln den einen oder anderen Pilz gesehen hatten, war klar, dass wir den eher nicht so schönen Samstag zum Pilzsteigen verwenden würden.
Man merkt durchaus, dass es für ‘unsere’ Pilze noch etwas früh ist, aber das feuchte Wetter und die herbstlichen Temperaturen haben inzwischen den einen oder anderen Steinpilz aus dem Boden gelockt :-) Zudem gab es Täublinge, Schusterpilze und Perlpilze.
Und für uns ganz ungewohnt: ziemlich viele Pfifferlinge. Normalerweise sind wir für die zu spät dran.
Alles in allem knapp 800 Gramm geputzte Mischpilze, von denen es am Samstag Abend den größten Teil als Pilzgulasch zu Semmelknödeln gab. Yummie!
Die Pfifferlinge warten im Gefrierschrank auf die nächste Gelegenheit zu einem Pilz-Omelett genossen zu werden :-)


Kleiner Steinpilz


Kleiner Schusterpilz


Kleine Marone


Pfifferlinge

Für Sonntag hatte ich eine Mountainbike-Runde ausgesucht, wobei ich versucht hatte, ein paar neue Trial-Strecken zu finden, die mich aber möglichst nicht überfordern sollten. Ich bin da ja eher etwas vorsichtig ;-)
Wir radelten vom Alpsee über Immenstadt so weit zum Stuiben hinauf, wie uns das möglich war. Kurz vorm Sattel zwischen Stuiben und Sederer Stuiben wird die teils ruppige Piste zu einem mittelsteilen Bergweg mit Knüppel-Stufen. Das ist dann für uns weitgehend Schiebestrecke und darauf hatten wir wenig Lust.
Wir ließen also den Gipfel aus und fuhren zurück zur Mittelbergalpe. Dort bogen wir auf einen Weg ab, den ich in der Karte für einen schmalen Forstweg gehalten hatte. Das stimmt auch, aber der Weg führt erst mal über eine Viehweide und war da von den Kühen zu über-Knöchel-tiefem Matsch zertrampelt worden. Die Bikes wühlten sich da zwar durch sahen aber danach furchtbar aus. Naja, egal, es sind Mountainbikes, da müssen sie mit sowas rechnen ;-)
Der weitere Weg war sehr schön und angenehm zu radeln. Wir landeten auf der anderen Seite des Prodelkamms auf der Straße zum Skizirkus Alpsee (der jetzt sicherlich anders heißt, denn die Lifte scheinen abgebaut worden zu sein). Als wir den Trubel hinter uns gelassen hatten, lag vor uns die lange schöne Querung auf halber Höhe des Prodelkamms, die ich schon ein paar Mal betrachtet hatte. Da ist es weitgehend gut zu radeln und hinten vorm Hündle hat es eine Alp auf der es fantastischen Käse gibt. Neuentdeckung für uns, da waren wir sicherlich nicht zum letzten Mal :-)
Meine Interpretation der Karte für die Abfahrt war dann ein wenig daneben, denn wir landeten auf zugewucherten abenteuerlichen schmalen Steigen, die nur teilweise radelbar waren ;-)
Irgendwann fanden wir dann doch auf die Straße nach Thalkirchdorf und fuhren über den Radweg zurück zum Auto.


Raufradeln durchs Steigbachtal


Kaisermantel auf Distel


Im Seifenmoos


Steile Auffahrt zum Stuiben (hinten die Alpe Gund)


Gemütlich gehts nach der Kuhmatschwiese weiter


Admiral auf Distel


Versuch, das Fahrrad zu waschen


Zugewachsener schmaler Pfad


Alpseeidylle

Von engel am 11.08.2016 20:16 • outdoorbergmtb

2 Mal Daumen

Donnerstag, August 04, 2016

Nachdem uns der Freitag Abend wohlgesonnen gewesen war und wir es doch noch geschafft hatten, mit den besten Eltern bei uns zu grillen, bevor die mal wieder ins südfranzösische Feriendomizil verschwanden, nahmen wir uns was ‘Ordentliches’ für den schön vorhergesagten Samstag vor: die beiden Daumen.

Wir radelten gemütlich an der Ostrach entlang bis nach Hinterstein und dann weiter zum Giebelhaus. Da wurde es dann anstrengend, denn zur Schwarzenberghütte und zur Käseralpe geht es sehr steil hinauf. An der Käseralpe zogen wir uns um und die Schuhe aus.

Aus irgendeinem Grund war in meinem Kopf der Weg zum Engeratsgundsee ausgesprochen barfuss-geeignet, also ein erdiger Wiesenweg mit runden Steinen zwischendrin. Dem ist definitiv nicht so, deswegen dauerte es auch nur etwa 500 Meter Wegstecke, bis ich die Schuhe wieder anzog ;-)
Der beste Allgäuer von Allen, geübter Barfußgeher, ließ sich von den spitzen Steinen und scharfen Kanten aber nicht beeindrucken und stieg mit nackten Füssen bis zum Engeratsgundsee auf.

Es war nicht wirklich heiß, aber so schwül, dass im unteren Bereich kaum Luft an die Haut kam. Das stresst mich immer mehr, habe ich das Gefühl. Der Aufstieg unten im Kessel fiel mir entsprechend schwer.

Am See machten wir Pause. Ab hier war ständig kühler Wind (der an den exponierten Stellen sogar fast kalt war), was mir sehr zugute kam. Wir stiegen übers Türle Richtung Großer Daumen auf und bogen am oberen kleinen See zum Kleinen Daumen ab. Dort suchten wir uns ein nettes windgeschütztes Plätzchen etwas abseits des Gipfels für die Pause.

Der Übergang vom Kleinen Daumen zur Daumenscharte ist ein wenig ausgesetzt und ein wenig klettrig und ist deswegen erfreulich kurzweilig. Danach geht es einen kleinen Schotterhang hinauf und den langen Grat zum Großen Daumen hinüber, an dem uns ein einzelner Gams (weil er allein war, nehme ich an, es war ein Herr) mit ausgesprochener Unscheuheit erfreute.
Er ließ uns bis auf etwa 15 Meter herankommen, bevor er aus dem Weg schlenderte. Dass sich außer uns keiner mehr am Gipfel befand (die Begeher des Hinderlanger Klettersteigs waren alle schon lang auf dem Rückweg zur Nebelhornbahn), war da sicherlich hilfreich.

Am Abstieg trafen wir dann noch eine große Murmeltierfamilie am oberen kleinen See, die uns entweder nicht wahrgenommen hatte oder der wir einfach egal waren. Jedenfalls hoppelten und kugelten um die 10 größere und kleinere Murmeltiere in der Abendsonne umher und ließen sich von unserem ‘Anschleichen’ nicht stören :-)

Am Engeratsgundsee sah das Wetter noch halbwegs gut aus, im Abstieg zur Käseralpe zog aber in rasender Geschwindigkeit ein Gewitter über dem Hochvogel auf und verdunkelte den Himmel. Wir schnappten uns eilends die Räder und starteten mit den ersten Regentropfen zur Abfahrt. Als der Regen stärker und der Himmel noch dunkler wurde, vermummten wir uns vorsichthalber in die Regencapes und flatterten damit hinab zum Giebelhaus.

Ganz kurz wurde der Regen stärker, dann ließ er nach und vom Schochen her wurde es wieder heller. Wir legten die Capes wieder ab und sausten trocken hinab zum Auto :-)

Sonntag war durchwachsen. Wir erledigten einiges Liegengebliebenes und daddelten mit Diesem und Jenem rum. Sehr erholsam.


Auf dem Weg zum Giebel


Weiterradeln zur Käseralpe


Barfuß-Aufstieg


Engeratsgundsee


Auf dem Weg vom Kleinen zum Großen Daumen


Der furchtlose Gams


Am großen Daumen


Furchtloses (oder ahnungsloses) Murmel


Wolkenspiele im Abstieg


Abfahrt mit Regencape, Gewitterregen überm Hochvogel

Von engel am 04.08.2016 22:03 • outdoorbergmtb

Bike-Wochenende

Dienstag, Juli 26, 2016

So, endlich!
Des besten Allgäuers von Allen Mountainbike war am Freitag endlich fertig und kam rundrum generalüberholt wieder bei uns an. Natürlich mussten noch ein paar Kleinigkeiten nachgebessert und neu eingestellt werden, aber das war eine Sache von wenigen Minuten. Danach waren wir bike-bereit :-)

Das Wochenendwetter spielte immerhin halbwegs mit und so gab es zwei schöne Touren, auf der wir beide Räder gründlich testen konnten. Nass wurden wir allerdings an beiden Tagen.

Samstag, 23.07.2016: Schwarzer Grat
Über die Wald-Trails am Mariaberg zum Eschacher Weiher und weiter zum Schwarzen Grat. Nach dem Abstecher zum Raggenhorn fing es an zu tröpfeln, aber das richtige Gewitter erwischte uns erst als wir mit halsbrecherischer (für meine Verhältnisse, heißt das :-)) Geschwindigkeit bis zum Wartehäusel an der Bahnstecke gekommen waren.
Dort konnten wir uns gemütlich die Regencapes anziehen und dann weniger schnell nach Hause radeln. Die Capes waren eine Fehleinschätzung. Man schwitzt bergauf zwar weniger, dafür werden aber die Beine nass und bei den eigentlich kühlen Temperaturen ist es schnell arg kalt darunter. Außerdem läuft bei genügend starkem Regen (vorhanden) das Wasser an den Beinen runter direkt in die Schuhe. Die konnten wir daheim auskippen. Das heiße Bad danach war dringend nötig.


Die schönen Bikes


Abfahrt am Mariaberg


Am Schwarzen Grat


Neuer Berg: Raggenhorn


Kurz vorm Regen

Samstag, 24.07.2016: Rangiswanger Alpe
Jetzt aber: Bergradeln in den Bergen.
Wetters wegen eher weniger als mehr Berg, weil weiter drin in den Bergen das Wetter erfahrungsgemäß viel schneller schlecht wird und es sah eh schon nicht gut aus als wir losfuhren.
Vom Ostertal aus radelten wir an die Säge und dann die Teerstraße hinauf zur Mittelbergalpe. Der beste Allgäuer von Allen hatte schon begonnen zu quengeln, wann wir denn endlich mountainbiken würden (auf einer Teerstraße den Berg hinauf radeln ist ja eher langweilig), da war es so weit: Über den Rücken von der Mittelbergalpe zur Alpe Birkach. Erst Fahrspuren, dann Kuhwiese. Nass. Sehr nass. Und matschig und natürlich voller frischer Fladen.
Es war anstrengend und interessant und hinterher sahen die Räder ganz und gar nicht mehr neu und strahlend aus ;-) Der erste Nachteil der Reifen (Schwalbe Nobby Nic) meines neuen Ghost: sie nehmen gern Dreck auf und lassen ihn nur ungern wieder los. Nach der kurzen Abfahrt Richtung Höllritzer Alpe sah ich etwas gesprenkelt aus, trotz der Steckschutzbleche (die natürlich aus Plastik sind, aber da gibt es wohl keine aktuelle Bezeichnung dafür).
Nach ausgezeichnetem Kaffee und Kuchen ging es auf dem Wanderweg weiter zur Printschenalpe, was jedoch eine arge Rutschpartie war. Der Weg verläuft zwar weitgehend quer, aber Matsch und Steine sind eine schwierige Kombination wenn es auf einer Seite runter geht. Alles in allem kommt man aber relativ gut dahin, wo ich hin wollte: zum Quad-Track der Printschenalpe.
An dem steht oben ‘Für Mountainbikes nicht geeignet’ (was echt toll ist: ein Hinweis und kein Verbot :-)) und wir bezweifeln das, seitdem wir das Schild zum ersten Mal gesehen haben. Zu Recht, denn der Track ist zwar wirklich steil und ruppig, man kann ihn aber einwandfrei fahren :-) Runter zumindest, rauf muss man wahrscheinlich fast alles schieben.
Wir sausten ein Stück das Ostertal runter und bogen dann rechts auf den Fahrweg zur Rangiswanger Alpe. Lang sah uns das Wetter einigermaßen wohlwollend zu, aber kurz vor der Alpe braute sich hinter uns ein Gewitter zusammen und es begann umgehend stark zu regnen. Wir drehten also um fuhren die ganze lange Straße wieder zurück ins Ostertal. Diesmal gut verpackt in ‘richtige’ Regenkleidung, deswegen wurden wir weder sehr nass noch lief uns viel Wasser in die Schuhe. Im Ostertal selbst war es übrigens trocken.
Weiteres Bike-Fazit: Doch, kann einiges (mehr als das alte Rocky Mountain) und macht Spaß. Auf Ghost bin aber trotzdem nicht gut zu sprechen.


Zur Alpe Birkach


Gut dass das Bike recht leicht ist


Nach der Höllritzer Alpe


Auf dem Weg zur Printschenalpe


Durch Gebüsch und Gestrüpp


‘Für Mountainbikes nicht geeignet’ ;-)


Steiler als es aussieht


Am Ende dann Regen

Von engel am 26.07.2016 21:40 • outdoormtb

Sommerwochenende, kühl

Mittwoch, Juli 20, 2016

Jetzt aber das letzte Wochenende. Ich hole auf :-)

Samstag, 16.07.2016: Aggenstein
Ich hatte mir vom kränkelnden Kollegen gegenüber irgendwas eingefangen und hatte einen dicken Hals. Soll heißen es fühlte sich hinten im Hals alles etwas geschwollen an, meine Nase lief und ich musste gelegentlich nießen und husten. Aber ich muss schon tatsächlich im Bett liegen, um mich von sowas beeinflussen zu lassen.
Da aber zudem das Wetter auch blöd tat (nicht grad Regen, aber viele Wolken, wenig Sonne und kalter Wind) und in den höheren Bergen ordentlich Neuschnee wegen des Kälte-Einbruchs in der Woche vorher lag, wollten wir nicht weit weg oder weit rauf.
Wir fuhren am schon ziemlich vollen Parkplatz der Bad Kissinger Hütte vorbei und parkten, wo der Forstweg zum Breitenberg anfängt. Wir hatten eigentlich nicht mit viel Betrieb gerechnet, aber dieser Forstweg hat sich wohl zu einer Mode-Bike-Tour gemausert (vielleicht weil er Teil des Pfronten-Bike-Marathons ist). Als wir ankamen, stand jedenfalls eine Gruppe von etwa 15 Bikern am Forstweg und ließ sich erklären wie man bergauf fährt. Oder zumindest sah es so aus. Jedenfalls waren das geführte Biker.
Nunja, bis wir ausgeladen hatten und startbereit waren, waren die alle weg.
Wir radelten bis hinauf zum Breitenberg, wo der letzte Sessellift ankommt, ignorierten das Radelverbotschild und fuhren so weit es ging weiter Richtung Aggenstein. Dort beäugten uns viele Kühe interessiert und wir parkten die Räder vorsichtshalber auf der anderen Seite des Zauns, damit sie nicht von neugierigen Kuhnasen und -Zungen untersucht oder angeknabbert werden konnten.
Wir gingen hinauf zum Sattel vorm Aggensteingipfel und betrachteten etwas erstaunt die lange Schlange Menschen, die von der Bad Kissinger Hütte zum Gipfel strebten und in zwei Reihen (eine rauf, eine runter) im Gipfelaufbau standen. Da war doch mehr los, als wir angenommen hatten. Weil Schlangestehen am Gipfel nicht so unser Ding ist und wir da ja schon oft oben waren, machten wir nur eine kurze Pause am Nebengipfelchen und stiegen dann wieder ab.
Die Abfahrt war sehr erfrischend. Handschuhe wären gar nicht besonders verkehrt gewesen, dabei sind wir doch eher gemäßigte Abfahrer und fahren gar nicht sooo schnell. Das Wetter gönnte uns aber 10 Minuten Sonnenschein auf einer Wiese und da wurden die Finger dann wieder warm :-)


Raufradeln (Disteln passend zum Hut :-))


Aufstieg


Gipfelaufbau


Gut eingepackte Abfahrt

Sonntag, 17.07.2016: Sulzspitze
Immer noch mittelprächtiges Wetter, deswegen nochmal ein kleiner Berg.
Wir radelten vom Haldensee zur Strindenscharte. Die Stecke wird auch von vielen Bikern geradelt, aber es sind doch weniger als drüben am Breitenberg.
Kurz vor der Strindenscharte mündet der Weg von der Neunerköpflebahn ein und es wurde ordentlich voll auf dem Weg zur Grappenfeldscharte. Trotzdem gingen vergleichsweise wenige Leute auf die Sulzspitze.
Wir stellten die Räder an der Abzweigung ab und gingen den kurzen Weg zum Gipfel der Sulzspitze. Oben hatten wir eine nette lange Pause an einer windgeschützten (schafbollenfreien) Stelle und stiegen dann wieder ab zu den Rädern.
An der Grappenfeldalm kehrten wir noch kurz ein, dann sausten wir zurück und hinunter zum Haldensee. Diesmal war die Abfahrt nicht direkt kalt, aber unten lockte der See dann doch nicht zum Bad.


Radeln zur Strindenscharte


Kurvenradeln (fast oben)


Sulzspitze


Abstieg mit Schafen


Runterradeln

Von engel am 20.07.2016 07:12 • diaryoutdoorbergmtb

Sommerwochenende, heiß

Dienstag, Juli 19, 2016

Ich bin mal wieder ein bisserl langsam. Es geht nicht um das letzte Wochenende (wo es ja eher kühl war), sondern um das davor :-)

Samstag, 09.07.2016: Eschacher Weiher
Nachdem ich am Freitag das frisch reparierte Mountainbike vom Händler hatte abholen dürfen, musste es natürlich eine Bike-Runde sein. Das Wetter wollte nicht so wie die Vorhersage angekündigt hatte und es regnete Vormittags so ein bisserl vor sich hin. Wir nutzten die Zeit zum Holzverräumen und für Radl-Vorbereitungen.
Ich lud mir die Manuale für Federgabel und Dämpfer des neuen Bikes runter und stellte erst mal den Luftdruck und die Zugstufen korrekt ein (kompliziert, kompliziert). Beide waren für mich viel, viel, viel zu weich eingestellt. In die Gabel kommen 10 Bar und der Dämpfer bekommt sogar fette 15 Bar! Da ist man mit der kleinen Gabelpumpe ganz schön beschäftigt.
Der beste Allgäuer von Allen - derzeit ja ohne ‘richtiges’ Mountainbike - wartete eines der alten Räder, um damit fahren zu können.
Gegen Mittag waren wir dann so weit und das Wetter wurde auch besser. Wir fuhren eine ähnliche Runde wie am Samstag vor zwei Wochen und jetzt ist das neue Bike eine echte Freude :-)
Den Hohen Kapf ließen wir aus, gingen aber dafür im Weiher baden/schwimmen. Hach, Sommerfeeling!
Auf dem Heimweg gab es dann ein ausgezeichnetes Knoblauchschnitzel für jeden am Mariaberg.


Nach dem Baden am Eschacher Weiher


Auf dem Weg zum Blender


Blender mit Bikes

Sonntag, 10.07.2016: Schneck
Es sollte ein Super-Sommer-Tag werden. Schön, heiß, trocken.
Wir radelten von Hinterstein zum Giebelhaus und weiter zur Pointhütte und das Ende der Straße. Es war heiß und schwül, der Schweiß fand kaum schnell genug den Weg aus den Poren.
Der erste Teil des Aufstiegs nach dem Bach am Ende der Straße geht durch haufenweise Kraut und Büsche. Nicht das leiseste Lüftchen erreicht die verschwitzte Haut und ich war ziemlich bald kurz davor zu kollabieren. Heiß kann ich einfach nicht. Nach einer ordentlichen Pause mit viel zu trinken, ging es wieder, aber ich hatte danach kaum noch Flüssigkeit im Rucksack. Ich füllte deswegen meine Flaschen am Bach auf und hoffte einfach drauf, dass das so weit oben kein Fehler sein würde (alles gut).
Nachdem wir dann oberhalb des Wasserfalls auch ein wenig Wind abbekamen, fühlte ich mich wieder besser und der Schneck sah nicht mehr ganz so weit weg aus. Wir gingen trotzdem betont langsam weiter, man muss ja nichts herausfordern. Am Himmeleck wehte dann endlich ein wirklich erfrischendes Lüftchen :-)
Den ganzen Weg hinauf vom Himmeleck sahen wir 3 Leute am Hauptgipfel, die sich da häuslich engerichtet hatten. Vor uns waren auch zwei Leute unterwegs, die direkt vom Vorgipfel zum Hauptgipfel starteten. Wir ließen uns Zeit und machten am Vorgipfel erst mal Pause um den Betrieb am Hauptgipfel auszusitzen.
Die Strategie ging auf :-) Die Drei kamen zurück, die Zwei trauten sich dann doch nicht über den schmalen Grat und der eine Nachfolger kletterte zwar auch zum Gipfel rüber, machte aber nur kurz Pause. Am Ende hatten wir den Schneck ganz für uns allein :-)
Die Querung über den ausgesetzen kleinen Grat ist nach wie vor sehr abenteuerlich und wenn man drüben ist, ist es großartig :-)
Im Abstieg gab es dann sogar noch ein Schneefeld zum Abfahren auf den Schuhen. Abgesehen davon, dass es mit jedem Meter nach unten heißer wurde, war der Abstieg problemlos. Die Abfahrt war temperaturtechnisch die reinste Wohltat. Am Giebelhaus kamen wir an, als grad der letzte Bus abfuhr, so dass wir unseren Kuchen ganz allein genissen konnten.
Toller Berg, toller Tag!


Im Ostrachtal vorm Giebel


Die letzten Meter bis zum Bach


Aufstieg durch Kraut, hinten der Schneck


Aufstieg zum Schneck mit Enzian und Hochvogel


Schneckgrat Hinweg


Schneckgrat Rückweg


Schneefeldabfahren


Abstieg

Von engel am 19.07.2016 06:05 • outdoorbergmtb
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