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Am Montag regnete es wie angekündigt in wechselnder Intensität den ganzen Tag über und noch dazu war es reichlich kühl. Wir belieben gemütlich daheim und machten Daheim-Dinge. Für Dienstag war das Wetter halbwegs mittelprächtig angekündigt und wir hatten fest vor, irgendwas zu machen, entschieden aber erst beim Frühstück, was das sein sollte. Am Ende beschlossen wir, den Hausberg zu besteigen.

Weil es recht feucht war, nahmen wir nicht den steilen Weg, sondern den normalen Wanderweg, bogen aber trotzdem zum Hörnle ab. Wir nahmen aber den Normalweg und nicht den Grat. Kurz vor dem Gipfel kamen wir an die ersten Schneeflecken und vom Hörnle-Gipfel sahen wir den hübsch eingeweißten Hauptgipfel mit dem Fernsehturm. Sah super aus und erklärte auch gut, warum es so kühl war ;-)

Wir gingen über den Grat zum Hauptgipfel und weiter zum Jägerdenkmal. Da bleiben wir aber nicht lang, denn es war trotz leichter Sonne ganz schön kühl da oben.

Der Abstieg war oben sehr schmierig, weiter unten aber glücklicherweise nicht so sehr, so dass wir am Ende doch mit beinahe sauberen Schuhen am Auto ankamen :-)


Fröstelnd am Hörnle


Schnee :-)


Im Schnee am Gipfel

Von engel am 15.10.2018 20:47 • outdoorberg

Sonntag, 30.09.2018: Nicht-Überschreitung

Freitag, Oktober 12, 2018

Ein schöner Tag, bevor dann erst mal Regen kommen sollte. Da muss doch was gehen, dachten wir und planten eine tolle Tour mit Wegsuche, für die laut Führer ‘Gespür für die richtige Linie’ nötig sein sollte, und Abstieg durch ein Geröllkar zum Abschluß. Man kann schon ahnen was kommen wird ;-)

Wir starteten relativ früh ins Kleine Walsertal und bogen im Bärgunttal bald nach links ab. Es ist ja schon spät im Jahr, deswegen stiegen wir lang im Schatten auf und kamen erst auf gut über der halben Höhe zum ersten Gipfel in die Sonne. Da machten wir erst mal Pause.

Der Weg da hinauf existiert zwar irgendwie, aber in der steilen Grasflanke verschwindet er immer wieder mal, so dass man zwischenzeitlich weglos in der steilen Grasflanke aufsteigen muss. Die grobe Richtung ist aber immer klar, deswegen kommt man zwar anstrengend aber problemlos hinauf.

Am grasigen Gipfel gab es nochmal eine kleine Pause, dann starteten wir über den Grat/Rücken zu unserem eigentlichen Ziel. Der Grat selbst ist meistens breit und gut zu gehen, aber der Abstieg auf der anderen Seite in die Scharte zwischen den beiden Gipfeln ist schon eingermaßen ‘interessant’, weil man da rechts und links sehr steil und weit runter schauen kann und in Gras und Schrofen kraxeln muss.

In der Scharte beginnt dann der eigentlich interessante Teil des Anstiegs. Erst geht es etwa 30 Meter eine glatte Wand mit einigen breiten Rissen hinauf (II-III), dann steigt man ein gutes Stück auf einem schmalen Pfad auf und darf dann wieder in wechselnden Schwierigkeiten Kraxeln (I-II), bis man um den Gipfelaufbau herum geht und ihn von hinten erklettert (II-III). Das ist sehr schön.

Bis dahin kannten wir den Route, nun sollte die vollständige Überschreitung dran kommen. Wir schauten uns den Grat mit den vielen Türmchen und die verwurschtelte Flanke mit den vielen Bändern und Rinnen daneben an und zweifelten ein wenig an der Sinnhaftigkeit der Überschreitung. Wir hatten nämlich nur Helme und kein Sicherungsmaterial dabei.

Was wir leider auch nicht dabei hatten, war die Routenbeschreibung und wir erinnerten uns sehr unterschiedlich an das, was da drin stehen sollte. Sollten wir denn nun hauptsächlich am Grat bleiben und nur gelegentlich ausweichen oder sollten wir den ganzen Weg durch die Flanke gehen? An ‘nicht zu tief’ erinnerten wir uns beide.

Wir hofften drauf, dass sich der Weg schon irgendwie ergeben würde und stiegen in die tiefe Scharte zum Nebengipfel ab. Unten musste man erst mal ausweichen, das war sonnenklar.

Aber schon nach 20-30 Metern auf dem ersten Band war gar nichts mehr klar. Wieder hoch zum Grat? Es hatte eine erkletterbare Rinne und ging auch gut weiter, bis wir vor einem Wändchen standen, das eher IV als leichter war. Weil man sich den Rückweg ja immer offen halten muss, stiegen wir da nicht hinauf und kletterten zum Band zurück. Das war nicht weit, aber schon recht verwirrend, weil alles so gleich aussah.

Wir gingen also auf dem Band weiter, querten eine Rinne und überlegten wieder: Rauf zum Grat? Weiter? Aber nicht zu weit runter! Was stand denn nun im Führer? Der Rückweg war noch einigermaßen klar und wir hatten mit den Rauf-Runter-Rüber-Was-jetzt?-Aktionen schon ganz schön viel Zeit verbraten, deswegen fiel mal wieder die Entscheidung: Abbruch und später nochmal wieder kommen. Mit Wegbeschreibung.

Wir kraxelten also zurück und wieder fast hinauf zum Gipfel und stiegen dann den Hochweg ab bis zur Scharte. Von da kann man direkt in der steilen Rinne absteigen, aber es ist arg mühsam. Im Bachbett liegt haufenweise Geröll, das so lose ist, das es beim Reintreten oft direkt abrutscht, das Gras und der Dreck nebendran halten auch nicht viel besser. Erst ganz unten kann man endlich auf große Felsen treten, die dann auch halten. Kurz drauf geht man nach rechts und ist bald auf dem Aufstiegsweg.

Für die Alpe unten waren wir dann leider schon zu spät dran. Nach der vielen Anstrengung hätten wir gern noch K&K gehabt und unseren Weg betrachtet. So fuhren wir halt direkt nach Hause.


Auf dem Weg zum weglosen Aufstieg


Weglos zum ersten Gipfel


Oben (diesmal ohne Schafe)


Übergang zum Ziel (der dunklere kleine Gipfel im Vordergrund)


Der Übergang zur Scharte


Einstieg


Über dem Einstieg zunächst Gehgelände ...


... dann Schrofen-Kraxelei ...


... und schließlich nochmal Kletterei


Der Anstieg zum Gipfel von ‘hinten’


Am Gipfel


Rückblick zur Überschreitung mit zerissenem Grat und verwirrender Flanke


Abstieg in die Scharte


Auf dem letzten Meter zur Scharte


Abstieg durch die Rinne


Rückblick

Von engel am 12.10.2018 20:25 • outdoorberg

Samstag, 29.09.2018: Spaziergang

Dienstag, Oktober 09, 2018

Das Wetter war in der Früh ganz und gar nicht so nett wie vorhergesagt, deswegen verbaselten wir den Absprung zu einer ‘richtigen’ Tour und gingen stattdessen später ein wenig spazieren. Auf einen Hügel natürlich.

Ich verweigerte in letzter Zeit ja, mich mit Pilzen zu beschäftigen, aber der beste Allgäuer von Allen kann halt nicht raus aus seiner Haut und nahm Stoffbeutel und Messer mit. Prompt liefen wir einem hübschen kleinen Steinpilz über den Weg und diskutierten, in welcher Form wir den wohl dem Abendessen hinzufügen könnten.

Und dann kamen wir an Rotkappen vorbei. Die hat es in unseren üblichen Pilz-Gebieten nicht, die mussten wir natürlich mitnehmen, weil sie allerorts gelobt werden. Danach fanden wir nochmal einen schönen Steinpilz und so war der kleine Ausflug ganz schön ergiebig :-)

Es war eigentlich die ganze Zeit über neblig, frisch und windig, aber als wir grad oben am Grat waren, kam ein klitzekleines Bisserl die Sonne durch und wir konnten eine Viertelstunde Pause in einer Mulde in Beinahe-Sonne machen. Das war auch beinahe warm ;-)

Zum Abendessen gab es panierte Putenschnizel mit gerösteten Steinpilzstreifen, Kartoffeln und Bohnen. Das war echt prima :-)
Die Rotkappen wurden in der Tiefkühltruhe zwischengelagert.

Von engel am 09.10.2018 23:14 • outdoorsonst

SaSo: 15./16.09.2018: Urlaubsende

Samstag, September 29, 2018

Der Urlaubsende-Samstag war nötig zum Aufräumen, Wegräumen, Waschen, Einkaufen und generell, um die Arbeitswoche ab Montag vorzubereiten.

Am Sonntag schwangen wir uns nochmal aufs Radl, um die aller-mountainbikigste Runde zum Weiher und zum Brotzeitstüble zu fahren. Ich hatte schon im Vorfeld verweigert, mich in irgendeiner Form mit Pilzen beschäftigen zu wollen, aber der beste Allgäuer von Allen, im tiefsten Inneren seines Herzens ein überzeugter Jäger und Sammler wie auch die beste Mom, kam natürlich an den auch auf der Bikerunde vom Rad aus zu sehenden Steinpilzen nicht vorbei.

Wir genossen Kaffee und tollen Kuchen im frisch wieder-eröffneten Brotzeitstüble (die hatten grad 3 Wochen Ferien) hatten am Abend ein weiteres feines Steinpilzessen. Nach dem trockenen Sommer hatte ich mit einer solchen Pilzsaison wirklich nicht gerechnet.

Von engel am 29.09.2018 10:29 • outdoormtb

Freitag: 14.09.2018: Pilze!

Samstag, September 29, 2018

Nachdem die Family in Grindelwald so schöne Pilze gefunden hatte, dachten wir, dass das daheim ja auch möglich sein sollte. Wir starteten nach einem sehr gemütlichen Frühstück zu einem unserer eher entfernten Pilz-Spots ... und blieben an einer Vollsperrung wegen Viehscheid in Weißenbach in Oberstaufen hängen. Der Umweghätte über Weiler geführt, aber das ist so weit, darauf hatten wir echt keine Lust.

Wir drehen also um und auf dem Heimweg einfach mal rechts ab. Wo man hingeht, ist ja egal. Schon auf dem Weg vom Wanderparkplatz zum nächstbesten Hügel kam uns ein Herr mit zwei ordentlich ausgebeulten Stofftaschen entgegen. “Oh, da sind wir wohl zu spät dran?”, meinte ich. “Ich glaube nicht.”, kam zurück.

Und da hatte er Recht. Schon auf den ersten Metern am Hügel sprang mich ein Steinpilz an. Und dann ging es Schlag auf Schlag, Pilz auf Pilz, einer schöner als der andere. Anfangs nahmen wir auch noch Täublinge mit, aber als die schweren stabilen Pilze (Steinpilze, Schusterpilze) überhand nahmen, ließen wir die dann doch bald stehen, weil Täublinge so zerbrechlich sind.

Am Ende kamen wir mit 2 vollen Beuteln bester Pilze heim, für die ich locker 3 Stunden zum Putzen und Verarbeiten brauchte. Eine tolle Mahlzeit gab es schon am Abend, viele weitere tolle Mahlzeiten warten nun in der Tiefkühltruhe auf uns :-)


Symbolbild für all die wunderbaren Pilze, die wir gefunden haben :-)

Von engel am 29.09.2018 10:26 • outdoorberg

Mittwoch: 12.09.2018: Mönch

Donnerstag, September 27, 2018

Ich schlief wieder schlecht und erwachte beim Handy-Weckern um 5:30h verschleimt und mit Halsweh (und natürlich hatte ich wieder ordentlich geschnarcht). Erstaunt stellte ich fest, dass im Gegensatz zu gestern noch keiner wach war oder aufstehen wollte. Wir schlichen uns raus und gingen zum Frühstück runter.

Dort war alles dunkel und ein paar Leute warteten schon aufs Frühstück. Aber auch hinter den runtergelassenen Theken-Rollos war nichts zu hören. Ich lief im unteren Stockwerk herum, aber auch da war nichts und niemand zu finden. Der Frühstücksraum füllte sich mit unzufriedenen Bergsteigern. Wir hätten auch nicht ohne Frühstück gehen können, weil auch die Marschteeflaschen noch nicht da standen und ohne Getränke kann man wirklich nicht los.

Eine Gruppe junger Holländer durchsuchte die ganze Hütte und schaffte es schließlich, den Hüttenwirt zu wecken, der tatsächlich verschlafen hatte. Er kam runter, rumpelte eine gute Weile hinter den geschlossenen Theken-Rollos herum und machte schließlich und endlich auf. Da war es dann schon nach 6:00h.

Wir frühstückten relativ schnell und versuchten beide, mehr als nur ein Brot zu essen. Irgendwo muss die Energie für die Touren ja herkommen. Dann packten wir unser Zeug und starteten.

Zunächst ging es runter unter die Hütte zur Randkluft zum Ewigschneefäld. Der Absatz war fast noch höher geworden und ich hüpfte mutig drüber. Ging auch diesmal gut, der Schnee federte mein Hüpferle gut ab. Der beste Allgäuer von Allen stieg rückwärts ab, aber das traute ich mich mit meinen inzwischen erwiesen arg kurzen Frontzacken nicht.

Wir liefen ein Stück das Ewigschneefäld runter und bogen dann nach links Richtung Südliches Eigerjoch ab. Dazu geht erst noch ein Stück runter und dann einigermaßen steil hinauf auf das Gletscherplateau unter der Mönch Nordostwand. Wir stellten beim Aufsteigen fest, dass wir beide relativ schlapp waren. Da schlug wohl die mangelnde Akklimatisation und die anstrengende Tour auf die Jungfrau zu.

Wir querten das Gletscherplateau zum Südlichen Eigerjoch und schauten uns dann den Grat zum Eiger an. Lang ist der, und es geht ordentlich rauf und runter. Und wir waren echt spät dran (eh schon spätes Frühstück und dann noch das Verschlafen) und eigentlich schlapp. Wir entschlossen uns, den Eiger Eiger sein zu lassen und stattdessen auf den Mönch zu gehen. Immerhin hatten wir den Eigergrat jetzt schon mal aus der (relativen) Nähe gesehen. (Beeindruckend.)

Wir marschierten also zurück (der Aufschwung zum Gletscher-Plateau war schon ganz schön weich!) und waren nach knapp 2 Stunden zurück an der Randspalte des Mönchsjochs. Der Weg zum Einstieg zum Mönch ist von da nicht mehr weit.

Wir kamen genau richtig mit den ersten Bahn-Seilschaften am Einstieg an. 2 Asiaten seilten sich gerade an, als eine 3er-Seilschaft (osteuropäischer Führer mit osteuropäischen Gästen) und eine 2er-Seilschaft (Schweizer Bergführer mit einer Kundin) von der Pistenraupenspur heran marschierten.

Während sich die 3 noch sortierten, stieg der Schweizer Bergführer schon mal ein. Also das sah nicht einfach aus. Die Kundin hatte Probleme und dufte sich am Seil hochziehen. Auch die 3 Osteuropäer und dann die beiden Asiaten taten sich schwer mit dem Einstieg. Der ist nämlich glatt und sehr griff- und trittarm. Nicht unerfreulich sind die nigelnagelneuen Bohrhaken, die in der Einstiegswand platziert sind.

Wir lösten die Gletscher-Seilschaft auf und stellten auf Kletter-Seilschaft um. Mutig erklärte ich, den Vorstieg zu machen. Immerhin gehe ich ja seit Jahren wöchentlich klettern, während der beste Allgäuer von Allen eher Joggen und Biken geht.

Tja. Der Einstieg ist wirklich glatt und griffarm. Unter dem Einstieg hat es eine Randspalte (die ist schmal, da kann man nicht komplett rein fallen) und dann kommt ein breiter Dreck-Eis-Haufen, auf dem viele Leute Platz haben. Man könnte also problemlos abspringen, wenn man rutscht, aber abspringen, das ist halt so eine Sache. Ich stieg ein, ging auf einer schmalen Leiste auf und ab, suchte Griffe und Tritte und traute den Stiefeln nicht. Dann kam ich wieder runter. Öööööh.

Der beste Allgäuer von Allen stieg ein, ging auf der Leiste hin und her, suchte Tritte und Griffe und traute seinen Stiefeln nicht. Dann stieg er halt hoch, nahm kurz ein Knie und war am Haken. Wer kann, der kann! (Im Nachstieg schaffte ich das Ganze übrigens.)

Nach der Einstiegsplatte kam eine Querung, eine kurze Rinne, nochmal eine Querung und dann ist man auf den Trittspuren im Geröll, die im Führer beschrieben sind. Ich behaupte jetzt mal, dass dieser Einstieg früher im Jahr und überhaupt frühers ganz einfach nicht aus dem Eis kam.

Danach ist der felsige Teil des Aufstiegs zum Mönch tatsächlich problemlos und im oberen Teil sogar geradezu vergnügliche Kraxelei ... also zumindest, wenn das Ganze nicht gar so anstrengend wäre. Gemessen daran, wie wir - insbesondere ich - auf diesem Aufstieg schnauften, war der Abbruch am viel schwierigeren Eiger-Grat eine gute Idee gewesen.

Etwa in der Mitte des Grates muss man kurz ins Eis, dann geht die Kletterei weiter. Ein weiteres kleineres Stück Eis kann man links umgehen. Oberhalb des ersten Eises machten die beiden Asiaten Pause. Später sah ich, dass sie wieder abstiegen. Wir kraxelten weiter bis zum Anfang des eisigen Gipfelgrates. Da war ein wenig Stau, weil 2 Seilschaften runter kamen und die beiden Bergführer hoch wollten.

Der gesamte Mönchgrat hat in unregelmäßigen Abständen Sicherungsstangen, die unten ordentlich in Fels verankert sind, da oben aber einfach nur im Eis stecken (jedenfalls sieht das so aus und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man da zum Fels runtergegraben hat). Es gibt da eine tief verankerte Stange, an der oben dran mit Bändern und Rasterbändern eine weitere Stange befestigt ist. Der Grat ist steil und ausgesetzt genug, dass diese Stangen kein Luxus sind.

Sowohl die absteigenden als auch die aufsteigenden Seilschaften nutzen die Stangen. Das dauerte natürlich etwas, bis die aneinander vorbei waren und wir seufzten schon ein wenig wegen der Wartezeit. Dann allerdings stellten wir fest, dass sich unser Seil im Rucksack des besten Allgäuers von Allen hoffnungslos verheddert hatte. Bis wir das auseinander sortiert hatten, hatte sich der Stau auch schon aufgelöst.

Der beste Allgäuer stieg vor, ich stieg nach. Wir stiegen zunächst auf den Frontzacken hinauf, weil das Brösel-Eis auf dem Grat schon relativ weich war und die Stufen der Vorgänger schon abgerutscht waren. Oben wird der Aufschwung flacher, da war wieder ‘normales Gehen’ möglich.

Dann standen wir auf dem Sattel vor dem Restgrat zum Mönchgipfel und sahen zu, wie der Schweizer Bergführer mit seiner Kundin zu uns zurück balancierten. Die Gratschneide zum Mönch-Gipfel war messerscharf und oben gerade mal 2 Füße breit. Als die beiden vorsichtig gingen, fiel auf der Südseite immer wieder ein wenig Schnee runter. Das war auch schon weich.

Wir stellten wieder von Kletterseilschaft auf Eis-Seilschaft mit kurzem Seil um und gingen dann zum Anfang des scharfen Grates. Dort beschlossen wir dann, dass uns der Grat angesichts der späten Stunde und der Wärme zu gefährlich war. Wenn einem da was unterm Steigeisen rausbricht, hat man verloren. Höhenmäßig hat man vor dem Grat den Mönch nahezu bestiegen, es fehlen noch etwa 200 Meter Querung. Also waren wir (beinahe) oben.

Wir stellten also wieder auf Kletterseilschaft um und stiegen gesichert an den Stangen zurück zum felsigen Grat. Wir waren die letzten am Berg.

Auf dem Weg nach unten erwischten wir unterhalb des unteren Eisfelds einen anderen Weg, als den, den wir aufgestiegen waren. Es hat ziemlich viele Trittspuren und unzählige Möglichkeiten dort. Trotzdem war es nicht schwer, bis zum Einstieg zu finden. Allerdings nahm mir das Knie auch diesen Abstieg ohne Unterstützung ziemlich übel. Im unteren Teil nahm ich dann Stöcke, obwohl man auch da andauernd kraxeln muss.

Für die Einstiegswand nahmen wir einen der schönen Haken, die man da freundlicherweise angebracht hatte und seilten über die glatte Stelle ab. Man muss es sich ja nicht schwerer machen als nötig.

Eigentlich war es angenehm warm, als wir unten vor dem Einstieg auf dem großen Haufen ankamen. Es saß da auch ein einzelner Mönchbesteiger (der war noch nach uns gekommen, hatte oben aber vor uns umgedreht) in der Sonne und genoß die Wärme. Gerade als wir unten angekommen waren und anfingen, unser Zeug zusammen packten, kam ein eisiger Wind in Sturmstärke auf, der eine große Staubwolke aufwirbelte. Ab da war dann richtig Wind, einfach so, aus dem Blauen. Zusammen mit dem einzelnen Bergsteiger wunderten wir uns.

Wir packten fröstelnd unser Zeug und gingen dann zurück zur Mönchsjochhütte. Wir hatten schon den ganzen Tag drüber diskutiert und als der doch eher kurze Abstieg vom Mönch dem Knie so arg zusetzte, war dann klar, dass wir absteigen würden. Auf der Hütte wurden dann dafür noch pro Person 5 Franken fällig (Echt? Die war nicht mal halb voll!).

Wir stopften das Hüttenzeug in die Rucksäcke und marschierten zur Bahn zurück (mit eiskaltem Gegenwind). Wo wir dann schon mal da waren, sahen wir uns auch noch Teile der Jungfraujochtour an. Vor allem der Eispalast interessierte uns und das war dann auch noch ein echtes Erlebnis. Man hat da einen langen Rundgang in den Gletscher gehauen, den Boden glatt poliert, Haltestangen angebracht und das Ganze dann mit allerlei Eiskulpturen verziert. Am besten war ‘Top of Europe’, am lustigsten fand ich ‘Scrat’ :-)

Wir kamen gerade richtig zur vorletzten Bahn und bekamen sogar einen Sitzplatz (Was für ein Glück! Inzwischen schmerzte nicht nur das Knie, sondern auch die Füße.). Der Fahrkartenkontrolleur auf der Runterfahrt verteilte Lind-Schokokugeln, das war total überraschend und nett. Bei 190 Chf ist so eine Kugel pro Passagier sicherlich zu verschmerzen, aber eine nette Geste ist das trotzdem. Wir hatten seit dem Frühstück nichts gegessen und da war diese Kugel wirklich ausgezeichnet. Ich hatte aber trotzdem überhaupt keinen Hunger, was Bände dafür spricht, wie angestrengt ich war.

An der Kleinen Scheidegg mussten wir wieder umsteigen und etwas warten, bis das Bähnle losfuhr. Um Dreiviertel Sieben waren wir dann endlich zurück in Grindelwald. Wir beschlossen direkt zum Einkaufen (Bier und was zum Frühstück) und danach gleich zum Essen zu gehen. Einerseits weil es doch schon relativ spät war und außerdem wollte ich ‘den Berg’ nicht 2 Mal hochlaufen und vor allem an diesem Tag nicht mehr runterlaufen.

Wir gingen wieder zu dem großen Fastfood Restaurant und hatten dort beide eine große echt gute Pizza und Bier und Radler. Nebenbei amüsierten wir uns an der Bespaßung einer großen Gruppe Asiaten, die drinnen anscheinend Alphorn blasen durften. Es klang so, als sei es nicht einfach da Töne rauszukriegen. Dann schleppten wir uns ‘den Berg’ hinauf, mit viel Gepäck, vollem Bauch, Bier im Bauch und Bier in der Einkaufstasche.

Im Chalet räumten wir ein wenig aus, duschten ausgiebig und setzten uns dann mit dem mühsam hochgeschleppten Bier auf den Balkon und schauten uns die großartige Umgebung an. Der Eiger hatte sich inzwischen in Wolken gehüllt und von irgendwo hatte es Wetterleuchten. Das sah großartig aus und wir hatten das Gefühl, mit dem Abstieg genau das Richtige getan zu haben :-)

Allzu lang hielten wir es oben allerdings nicht aus, denn das Bier und die Müdigkeit schlugen zu. Trotzdem war es super, da nochmal hochzuschauen und die Umgebung zu bewundern.


Im ersten Licht steigen wir zum Mönchsjoch ab


Anstieg zum Gletscherplateau unter dem Mönch


Eiger mit sehr langem Grat


Spur übers Gletscherplateau unterm Mönch und Ewigschneefäld


Blick zurück aufs Mönchsjoch mit Hütte vom Mönch aus


Erfreuliche Kletterei ...


... am Mönch Südostgrat


Anstieg zum Gipfelaufbau


Der Grat zum Mönchsgipfel


Abseilen über die Einstiegswand


Die letzten Meter


Sphinxstollen


Gedenkplaketten für die Bergarbeiter, die beim Bau der Jungfraubahn gestorben sind


Im Eisstollen


Top of Europe


Scrat :-)


Eiger von Grindelwald aus


Ziemlich kaputt mit Einkaufstasche in Grindelwald

Von engel am 27.09.2018 21:48 • outdoorbergeis

Dienstag: 11.09.2018: Jungfrau

Sonntag, September 23, 2018

Ich schlief nicht gut, weil ich einen schrecklich trockenen Hals hatte und weil die Matratze auf den Holzbrettern so hart war, dass mir die Hüfte weh tat, wenn ich auf der Seite lag. Ich lag also dauernd auf dem Rücken ... und schnarchte fürchterlich, wie mir der beste Allgäuer von Allen in der Früh mitteilte. Tja, was soll man da machen? Ich hatte jedenfalls einen trockenen Hals, hustete dicken Schleim und hatte Halsweh.

Frühstück gab es erst ab 5:30h, was für Westalpentouren relativ spät ist. Wir hatten am Vorabend lang diskutiert und uns dann für die Jungfrau entschieden, obwohl das die längste Tour in der Gegend ist und wir noch überhaupt nicht akklimatisiert waren. Aber wir dachten, die würden wir hinkriegen, bei den anderen Möglichkeiten waren wir uns nicht so sicher.

Nach dem Frühstück (eine Schale Kaffee, ein Brot - es hätte allerdings auch mehr gegeben) waren wir wie üblich die letzten, die von der Hütte Richtung Jungfrau marschierten. Es war hell genug, dass wir keine Stirnlampe benötigten und wir konnten schon sehen, dass der Tag grandios werden würde. Kurz vor der Station Jungfraujoch verließen wir die Pistenraupenspur und stiegen zum tiefsten Punkt des Jungfraufirns hinab.

Zum felsigen Ausläufer des Rottalhorns führte eine deutliche Spur. Der Weg auf und durch die Felsen war anfangs auch recht deutlich. Erst den steilen Dreck-Eis-Kegel hinauf, dann durch Schutt und eine Rinne zum Regenmesser. Danach kam ein wenig Gehgelände und eine weitere Rinne (zu der steht im Westalpenbuch III, das ist also die schwerste Stelle). Und da wurde das Gelände dann unübersichtlich.

Wir brauchten eine Weile, um rauszufinden, wo der Weg weiter ging, denn vor uns hatten schon viele Leute gesucht und es gab Steigeisen-Kratzspuren und Fußspuren in alle Richtungen. Nachdem wir die Beschreibung nochmal gelesen hatten, nahmen wir den Weg nach links und lagen richtig :-)

Wir querten in gleichbleibender Höhe bis fast zum Gletscher und stiegen dort auf glattgeschliffenen Felsen bis auf den Rücken des Ausläufers auf. Es gab gelegentlich Steinmänner und wir schauten immer wieder zurück, um uns hoffentlich den Rückweg gut einzuprägen. Oben musste ich meine Füße verpflastern, weil die harten Stiefel links innen und rechts an der Ferse zu drücken anfingen. Es war eh Zeit für eine Pause und etwas zu trinken.

Der Weg über den Rücken bis zum Firn unter dem Rottalsattel hatte von unten eher kurz und fast schon bequem ausgesehen. Das täuscht. Der Rücken ist ziemlich steil und der Weg ist lang. Dass man das Ziel - den Sattel - immer vor Augen hat, hilft dabei natürlich überhaupt nicht. Immer wenn man hinschaut, ist man kein Stück näher gekommen, obwohl der Blick nach unten bestätigte, dass wir uns tatsächlich bewegten.

Ein Bergführer mit Gast hatte vor dem Rottalsattel umgedreht und kam uns entgegen. Ein anderer Bergführer mit Gast kam gerade den steilen Eisbruch vom Rottalsattel runter. Vor dem hatte ich mich bei der Planung der Tour etwas gefürchtet, weil der - abhängig davon, wo man über die Randkluft kommt - schon ordentlich steil sein kann und wir hatten nur Pickel dabei, keine Eisgeräte. Wir schauten den beiden interessiert zu.

Der Weg führte deutlich rechts der steilsten Stelle über ein kurzes sehr steiles Stück direkt über der Randkluft und dann fast moderat steil hinauf zum Sattel. Das sah machbar aus, auch wenn der Bergführer jammerte, er hätte die falschen Steigeisen mit den kurzen Zacken dabei. Also so kurz sahen die nicht aus. Meine sind viel kürzer, da schauen vielleicht 2cm der Frontzacken unter dem Schuh raus.

Wir machten nochmal Pause und stiegen dann ein. Der beste Allgäuer von Allen ging vorne weg und stetzte an der unangenehmsten Stelle, da wo man an einem abdrängenden senkrechten Eiswall vorbei musste, eine Eischraube. So konnten wir schon mal nicht gemeinsam in die Randkluft fallen, das war nett. Dann stiegen wir problemlos zum Rottalsattel auf. Es hatte sehr hohe Stufen und eine Spalte in der Mitte.

Vom Sattel zur Jungfrau muss man ein Stück im Firn zum Felsgrat queren und kann dann ein ganzes Stück des Aufstiegs auf schönem festen Fels zurück legen. Wir legten die Steigeisen dafür nicht ab, ich steckte mir aber den Pickel hinter den Rucksack, um die Hände frei zu haben. Der beste Allgäuer von Allen verwendete den Pickel dry-tooling-mäßig zum Klettern. Beides funktionierte gut.

Nach dem Felsgrat kam wieder Firn und Eis über den Jungfraurücken hinauf. Das war zwar ordentlich steil, aber es hatte eine gute Spur. Dieses letzte Stück war dann sehr anstrengend. Nachdem wir dann über die Gipfelfelsen gegangen waren, waren wir tatsächlich oben. Ohne vernünftige Akklimatisation, trotz Wegsuche und obwohl ich mich vor dem Rottalsattel echt gegrault hatte. Ta-Daaa!

Wir waren natürlich nicht allein. Nach uns waren noch 3 2er-Gruppen gekommen, von denen uns 2 im letzten Steilstück überholt hatten. Wir liessen uns Zeit da oben und schauten uns gründlich um und genossen die Aussicht.

Im Abstieg waren wir die letzten, was mir ganz Recht war, denn ich mag mich sowo nicht hetzen lassen (und Schnellere hinter einem hetzen immer, egal was sie sagen und wie geduldig sie sind). Der Abstieg über den steiler werdenden Firn- und Eisrücken war etwas gruselig (erst Eis, dann 3 Felsen, dann Nichts), aber es hatte gute Stufen.

Abklettern mit den Steigeisen war dann echt lästig und wir wechselten im unteren Teil in den Schnee. Diese Idee war allerdings nur so mittelgut. Das war tatsächlich vor allem Schnee und er war weich und trug nicht gut und unten war natürlich wieder ein Abbruch. Wir kamen aber ohne Zwischenfälle runter und standen bald im Rottalsattel.

Die hohen Stufen konnte ich freundlicherweise mit dem guten Knie oben absteigen, dafür war aber das Loch an der Spalte größer geworden und ich musste einen unangenehmen Schritt mit dem kaputten Knie hinlegen. Ging aber.

Ich war vorn und setzte über der Randkluft 2 Eisschrauben. Die Steilstelle war inzwischen ziemlich unangenehm, weil das Bröseleis auf der Oberfläche nicht mehr gut hielt (ich jammerte innerlich auch über die kurzen Zacken).

Der beste Allgäuer von Allen sammelte die Eischrauben ein und benötigte die Zweite dann auch, denn er rutschte im Bröseleis aus und hing dann an der Schraube knapp über der Randkluft. Über der Schneebrücke zwar, aber die Schraube da war schon gut. Sein Pickel rutschte dabei in die Spalte und blieb im oberen Teil liegen. Er musste also auch noch ein Stück in die Spalte absteigen, um den Pickel zu bergen. Das war aber kein Problem, er war ja an der Schraube gesichert und weit war es auch nicht. Schlecht wäre gewesen, wenn der Pickel verschwunden wäre.

Wir machten nochmal kurz Pause, um etwas zu trinken (inzwischen hatten wir schrecklichen Durst, aber wir hatten nur einen Liter Marschtee dabei, das reicht nicht sehr weit), dann stiegen wir ab. Es hatte eine sehr steile Spur den Gletscherbruch hinab und wir hatten uns diese Spur schon die ganze Zeit angesehen und diskutiert. Da ginge der Abstieg sehr schnell und wir würden uns ein paar Höhenmeter sparen, wenn wir dann durch die Station gehen würden. Aber es war halt steil und irgendwo runter gehen, wo man nicht raufgegegangen ist, kann auch Überraschungen bedeuten.

Wir nahmen den Abstieg, er sah einfach zu verlockend aus. Im Endeffekt war der Gletscherbruch weniger steil als der steilste Teil zur Jungfrau hoch und er hatte viel bessere Tritte. Genau genommen war das festgetretener Pulverschnee, was man gut merkte, wenn man mal daneben trat. Dann sackte man ganz schön durch. Und der Pickel war auch nicht anwendbar, der versank meistens einfach.

In der Mitte war eine beeindruckende Spalte zu queren und weiter unten war es zwei Mal total glatt. da mussten wir rückwärts abklettern und dass meine Steigeisen so kurze Zacken haben, machte sich da unangenehm bemerkbar. Das war aber alles problemlos zu meistern, nur mein Knie meldete sich auf halbem Weg und beschwerte sich bitterlich über die fehlende Unterstützung durch Pickel oder Stöcke.

Als wir aus dem Gletscherbruch raus waren und wieder auf dem ganz normalen Jungfraufirn standen, wechselten wir auf Stöcke. Mein Knie freute sich wirklich sehr.

Kurz nach dem Losgehen bekamen wir dann einen Mordsschreck, denn aus der Wand von der Jungfrau zum Jungfraujoch brach ein riesiges Stück vom Hängegletscher ab und donnerte mit Getöse nach unten. Es gab eine riesige Staubwolke und wir waren uns ganz und gar nicht sicher, ob wir jetzt in eine Staublawine geraten würden, dabei standen wir mindestens 200 Meter vom letzten Eisbrocken weg auf dem wirklich flachen Firn. Wegrennen kann man da ja auch nicht wirklich, also standen wir nur staunend da und sahen zu. Die Staubwolke legte sich schnell und kein Bröckchen Eis fiel weiter als die alten Brocken, das war schön. Wir waren allerdings anfangs so überwältigt, dass wir das Fotografieren vergaßen.

Der Weg zurück war dann eine Tortur. Einerseits, weil wir fürchterlich Durst aber nichts mehr zu trinken hatten und andererseits, weil das halt ein elendslanger Hatsch ist. Erst mal mussten wir zurück zur Station Jungfraujoch. Da ging es in relativ weichem Schnee rauf und runter und am Ende nochmal steil hoch zur Aussichtsplattform, wo natürlich haufenweise Leute rumstanden und zusahen, wie wir erst da hinauf keuchten und uns dann vom Seil und Gletscherzeug befreiten. Und dann schauten sie uns zu, wie wir mit den dicken Rucksäcken durch die Station liefen.

Wir gingen als erstes ins Restaurant, kauften was zu trinken und setzten uns. Boah! Was für eine Wohltat!

Der Weg zurück zur Mönchsjochhütte über die völlig aufgeweichte Pistenraupenspur war dann noch schlimmer. Da ging es nur bergauf und es ist noch dazu echt langweilig. Selbst der beste Allgäuer von Allen, meinte, dass wir jetzt dann aber endlich mal da sein könnten. Und irgendwann war es dann so weit: wir waren da! Nach 11:25h! (Im Westalpenbuch stehen 8 1/2 Stunden vom Jungfraujoch aus, so gesehen waren wir gar nicht sooooo langsam.) Uff!

Wir wuschen uns wieder mit den Tüchern und dann war es auch schon Zeit für’s Abendessen. Diesmal war die Hütte deutlich weniger voll. Wir saßen mit 2 Schweizern an einem Tisch, aber abgesehen von den üblichen Dingen beim Essen, unterhielten die sich und wir uns. Wir versuchten wieder, so viel wie möglich zu trinken, aber das ging natürlich nur bedingt.

Wir überlegten, wo wir am nächsten Tag hingehen wollten. Zur Auswahl standen Großes Fiescherhorn und Eiger. Nachdem das Ewigschneefäld so ewig ist und sich die Jungs gestern positiv über den Eiger Südgrat geäußert hatten, fiel die Wahl auf den Eiger, auch wenn da im Westalpenbuch steht, dass der Grat echt lang ist und wegen der vielen Auf- und Abschwünge viel Zeit braucht.


Im ersten Licht vor der Hütte


Jungfrau und Rottalhorn im Morgenlicht


Rückblick auf die Station und den Mönch


Vor dem Einstieg zum Felsgrat


In der Schlüsselstelle der Kletterei


Auf dem Weg über die glatt geschliffenen Felsen


Auf dem Rücken zum Rottalsattel


Vor dem Rottalsattel


Im Rottalsattel vor dem Rottalhorn


Drytooling im Jungfraugrat


Tiefblick (der Pickel hinterm Rucksack muss justiert werden)


Die letzten Meter vor dem Gipfelaufbau


Auf dem Weg zum Gipfel


Oben!


Ausruhen und genießen :-)


Tiefblick auf den Aletschgletscher


Im Abstieg


Vor dem Abstieg durch den Gletscherbruch


Querung der großen Spalte in der Mitte


Rückblick den Gletscherbruch hinauf


Abklettern durch eine der glatten Passagen


Nochmal abklettern


Rückblick auf den Abstieg


Auf dem Weg zur Station


Der lange Weg zur Mönchsjochhütte


Die letzten Meter .... sooo anstrengend!

Von engel am 23.09.2018 09:56 • outdoorbergeis

Montag, 10.09.2018: Walcherhorn

Donnerstag, September 20, 2018

Wir standen wie am Vortag um 6:00h auf und frühstückten gemütlich. Dann stiegen wir zum Bahnhof ab und kamen genau richtig, um den ersten Zug um 7:17h zu erwischen. Der war schon recht voll, im Wesentlichen mit Bauarbeitern und Bahnmitarbeitern.

An der Kleinen Scheidegg muss man umsteigen, dann fährt der Zug mitten rein in die Nordwand. Das ist natürlich eigentlich langweilig, denn ein Tunnel sieht halt aus wie ein Tunnel, egal wo er sich befindet, aber - Hey! Nordwandtunnel! An der Station Eismeer (quasi auf der anderen Seite der Nordwand), hält der Zug 10 Minuten und man kann aus den großen Panorama-Fenstern auf den wild zerrissenen Gletscher rausschauen. Ich vermute, der Gletscher war mal viel weiter oben vor den Fenstern, jetzt schaut man weit runter, aber das ist trotzdem beeindruckend.

Wir hatten uns schon beim Frühstück und auf der Fahrt gedacht, dass das Wetter wohl nicht so toll sei. Hier kam die Ernüchterung: alles voll dickem fetten Nebel! Tja, da hatte der Wetterbericht dann wohl stark übertrieben mit dem besten aller tollen Wetter bis mindestens Mittwoch :-(

Die Trauer ums Wetter war aber glücklicherweise verfrüht, denn als wir oben am Jungfraujoch an die Panorama-Fenster traten, strahlte der Jungfraufirn in blendendem Weiß unter stahlblauem Himmel mit vereinzelten Schäfchenwolken. Yay!

Wir suchten uns den Weg zum Sphinxtunnel (man muss durch das 360-Grad-Panorama durch und an der Abzweigung zum Gletschertunnel mit einer überdimensionalen Schweiz-Schneekugel vorbei) und traten hinaus auf den Gletscher. Da hat man einen großartigen Blick den Jungfraufirn runter bis zum Aletschgletscher und das Rhonetal. Links ist der Mönch und der Trugberg, rechts das Joch und die Jungfrau. Hach!

Zur Mönchsjochhütte gingen wir betont langsam, in der Hoffnung, mit Nicht-Anstrengung die Akklimatisation zu befördern. Der Weg war trotzdem anstrengend, was vermutlich vor allem daran liegt, dass man da sehr langweilig auf einer Pistenraupenspur läuft. Der Vorteil ist, dass man sich nicht mit Seil und sowas rumschlagen muss.

An der Hütte angekommen, wollten wir direkt einchecken, aber so früh machen die das nicht. Wir sollten erst mal unsere Tour machen und dann wieder kommen. Pfff! Ich hatte gehofft, so früh gute Betten zu bekommen. Wir gönnten uns einen Obstkuchen und Kaffee und räumten dann das Hüttenzeug aus den Rucksäcken, um mit der Akklimatisationstour zu beginnen.

Der Weg zum Walcherhorn begann direkt an der Hütte mit einem guten Meter Eiswall vor einer Spalte, über die man runter und rüber musste. Am einfachsten war es natürlich, einfach zu springen, aber mit Springen tu ich mich ja schwer. Half aber nix und weil danach direkt fast frischer Pulverschnee kam, war das dann doch nicht schlimm.

Dann standen wir auf dem endlosen Ewigschneefäld. Links ging es rauf zu den Eigerjöchern, rechts war der Trugberg (an dem wir vorher zwei Leute echt übel steil hatten Eis und Fels klettern sehen) und vor uns ein riesiges, breites Schneefeld. Ewig halt :-) Vorn war das Walcherhorn, danach kamen die Aufschwünge zu den Fiescherhörnern.

Wir marschierten erst mal ein gutes Stück das Ewigschneefäld runter, bis wir meinten, einen guten Aufstieg zum Walchergrat gefunden zu haben. Da stapften wir dann rauf. Auf dem Grat sahen wir das erste Mal den Eiger quasi von hinten. Ganz schön massig und der Südgrat sah arg lang aus. Unten war der Challifirn (über dem die Station Eismeer liegt) und ich meinte auch, den Weg von da zur Mittelleggihütte erkennen zu können.

An sich hatten wir von da aus über den Grat zum Walcherhorn gehen wollen, aber der Grat sah sehr lang aus und es war nicht mehr ganz früh. Wir beschlossen, doch wieder abzusteigen und über den Gletscher aufzusteigen. Wir gingen also das Schneefeld wieder runter und zurück auf Ewigschneefäld.

Als nächstes galt es einen Felsriegel mit einem Eiswall von vielleicht 30 Metern Höhe zu überwinden. Nach einem Fehlstart, weil man bei sowas dann doch lieber einen Pickel nimmt (bisher waren wir mit Stöcken unterwegs), weil sich drunter natürlich eine große Spalte befand. Gerade als wir wieder losgehen wollten, kam 3 Leute vorsichtig runter. Die einzigen 3 Leute, die uns den ganzen Tag über begegneten.

Wir querten den Wall und stiegen drüben den dort zunächst aperen Gletscher hoch (Südwestseite). Bald lag Schnee auf dem Gletscher und schon kamen Spalten. Die erste war noch gut erkennbar und wir konnten sie mit einem großen Schritt queren. Weiter oben wurde das Ganze schnell sehr unübersichtlich. Es war kaum mehr zu erkennen, wo noch Eis war oder wo wir bereits auf einer Spalte mit Schneebrücke standen. Mal traf der Pickel hartes Eis, mal sauste er fast widerstandslos nach unten. Und es war Nachmittag, der Schnee war schon sehr weich.

Wir verzichteten auf den Gipfel (es hätten noch etwa 50 Höhenmeter gefehlt) und verzogen uns wieder nach unten.

Der Abstieg über den Eiswall war inzwischen auch weicher geworden. Das Eis an sich war hart wie eh und je, aber die bröselige Eiskristallschicht auf dem blauen Gletschereis gab unangenehm nach. Wir setzten zwei Eisschrauben und fühlten uns gleich viel besser beim Abstieg. Man sah auch ganz toll in die Randkluft hinein. Bodenlos, da hätten wir echt nicht landen mögen.

Der Rückweg übers Ewigschneefäld war dann ... ewig. Als wir endlich an der Hütten-Randkluft ankamen, waren wir echt froh :-)

Das Einchecken in der Hütte brauchte dann 3 Anläufe, denn es hat da Regeln (allerdings stehen die nirgends) :/ Weil ich ja gute Betten wollte (dafür waren wir aber eigentlich schon recht spät dran), sauste ich mit Stiefeln und Klettergurt direkt hoch, während der Ralle das Seil auflöste (und entwirrte). Aber: ohne Hüttenschuhe und abgelegtem Gletscherzeug kein Bett.

Ich ging also wieder runter, wir legten alles ab und kamen mit Hüttenschuhen und vollen Rucksäcken wieder hoch. Aber: mit dicken Rucksäcken in der Gaststube kein Bett. Die Rucksäcke müssen draußen bleiben.

Dann schließlich bekamen wir Betten. Allerdings nicht am Fenster, wie ich gern gehabt hätte. In einem 10er-Zimmer, aber kleine Zimmer haben die eh nicht. Und selbstverständlich gab es kaum mehr Platz für unsere Rucksäcke und auch kaum mehr freie Haken. Dafür, dass wir wirklich früh auf der Hütte gewesen waren und noch dazu sogar vorab reserviert hatten, war das ein bisserl enttäuschend.

Die Mönchsjochhütte ist überhaupt etwas enttäuschend. Nicht wegen der Lage, die ist natürlich 1A, sondern wegen des Drumherums (das aber, muss man auch anerkennen, sicherlich zumindest teilweise seinen Grund in der riesigen Menge Leute hat, die täglich als Tagesgäste vom Jungfraujoch kommen).

Mit dem wenigen Platz kann man sich schon abfinden, aber dass es keine Waschräume hat, das ist schon sehr schwach. Es hat einen einzigen ‘Waschraum’ mit 2 Hähnen, der aber erst nach dem Abendessen geöffnet wird. Sonst gibt es an der Außentoilette noch ein einziges Minibecken mit Wasserhahn. Nach der Tour waschen ist so schlicht und ergreifend nicht möglich (vor aller Augen halb nackt im Abendwind auf 3600m waschen?). Und ganz ehrlich - das mit dem Waschen, das mache ich schon gern. Es muss nicht exzessiv sein, aber sich halt so ein bisserl vom Schweiß des Tages befreien, das wär schon was.

Ich hatte glücklicherweise, weil der Weg vom Jungfraujoch halt nicht sehr weit ist, ein Päckchen Baby-Reinigungstücher dabei. Unsere Zimmer-Mitbewohner mussten dann halt da durch, dass wir uns auszogen und damit abrieben. Umweltfreundlich ist das mit den Tüchern nicht, aber immerhin fühlten wir uns danach wohler.

Sonst sind die Hüttenmädels sehr nett und freundlich (der Hüttenwirt selbst ist ein Grantler), das Essen ist OK und reichlich und die Preise sind für die Schweiz im Allgemeinen und Grindelwald im Besonderen wirklich gut.

Weil wir den ganzen Tag sehr wenig getrunken hatten und man für die Akklimatisation ja eigentlich viel trinken soll, versuchten wir abends jeder 1 1/2 Liter zu trinken (kein Alkohol). Zusammen mit dem Abendessen und in der Kürze der Zeit war das aber nicht ganz möglich. Immerhin gaben wir aber unser Bestes.

Sonst war der Abend ganz nett, denn wir saßen an einem Tisch mit lauter Kleingruppen (ein sehr mitteilungsbedürftiger Schweizer, 2 Deutsche, die den Mittelleggigrat komplett gemacht hatten und Vater und Sohn, die eben erst angekommen waren) und es ergaben sich über den Abend interessante Gespräche.


Berge im ersten Licht (vlnr: Finsteraarhorn, Agassizhorn, Kleines Fiescherhorn)


Ausblick aus der Station Eismeer


Ausgang Sphinxstollen


Blick über den Jungfraufirn zum Konkordiaplatz und Aletschgletscher


Mönch


Rückblick zur Station, dahinter die Jungfrau und das Rottalhorn (noch dahinter keine Ahnung)


Mönchsjochhütte


Wir laufen das Ewigschneefäld runter


Vom Walchergrat: Mönch und der lange Grat zum Eiger mit dem langen Mittelleggigrat


Aufstieg über den Eiswall


Die erste Spalte, über die wir noch drüber stiegen


Ewig langer Rückweg übers Ewigschneefäld


Fast zurück an der Hütte!


Die Hütte!


Großes Fiescherhorn im Abendlicht

Von engel am 20.09.2018 22:18 • outdoorbergeis

Sonntag, 09.09.2018: Eigertrail und Rotstock

Dienstag, September 18, 2018

Der Tag begann früh mit Frühstück um 6:00h. Die besten Eltern wollten direkt ins südfranzösische Feriendomizil losdüsen, Schwesterle und die Jungs wollten mit uns noch ein wenig wandern, bevor sie in die andere Richtung, nach Hause, fuhren. Und weil der Weg halt lang ist, wollten wir früh los.

Wir planten, mit dem dritten Zug um 8:17h zu fahren. Weil mir aber nicht klar war, wie kompliziert das Erwerben der Zugtickets werden würde, gingen wir recht früh runter. Das war dann gut, denn ich kaufte nicht nur die 6 Eigertail-Tickets (rauf bis Alpiglen, runter ab Eigergletscher), sondern gleich auch die beiden Tickets fürs Jungfraujoch für den nächsten Tag. Und weil ich mich nicht klar ausdrückte, bekam ich zunächst 6 Tickets fürs Jungfraujoch, von denen dann 4 wieder storniert werden mussten.

Das Ganze war auch so außerordentlich teuer. Aber mei, man ist ja nicht jeden Tag in Grindelwald ...

Als wir in Alpiglen ausstiegen, war es frisch und windig. Die Idee, einen Weg direkt unter der Eiger Nordwand früh am Morgen zu gehen, war vermutlich nicht die Allerbeste. Gegenüber am Männlichen und an der First war Sonne pur und da war es ganz bestimmt angenehm warm. Wir hatten tiefen Schatten und Wind und waren alle froh um halbwegs warme Klamotten.

Aber wir hatten halt auch die Eigerwand und betrachteten sie immer wieder. Wir enteckten den ‘Pilz’, diverse Fenster in der Wand (eines davon musste das ‘Stollenloch’ sein, durch das man Toni Kurz nicht hatte retten können) und keine Bergsteiger. Alpingeschichte in greifbarer Nähe sozusagen.

Wir gingen alle zusammen bis unter den Rotstock und schickten dort Schwesterle mit Hund weiter zur Station Eigergletscher. Mit den Jungs stiegen wir zum Einsteig des Klettersteigs auf und rüsteten dort auf. Helme, Gurte, Sets ... inzwischen haben wir einen ganz schönen Fundus an Zeug.

Der Rotstock-Klettersteig ist ziemlich leicht. Unten hat es erst mal einen Satz Leitern (B), dann geht es gemütlich über diverse Absätze, mal gesichert (A), mal ungesichert (I+) durch die weite Schlucht zwischen Eigerwand und Rotstock auf den Sattel dazwischen.

Während wir noch im Aufstieg durch die Schlucht waren, hatte es ein lautes Geräusch, fast wie ein Flugzeug, das wir nicht so recht zuordnen konnten. Kurz drauf kam das wieder und der beste Allgäuer rief ‘Wingsuits!’ Ich sah nur weit unten einen Gleitschirmflieger über der Kleinen Scheidegg. Die nächsten Wingsuits sah dann aber auch ich. Da sprangen tatsächlich ein paar Leute (5 oder 6 insgesamt) von der Seite der Eigernordwand in Wingsuits runter (eben gelernt: das sind dann BASE-Jumper, keine Wingsuit-Flieger). Die Dinger machen einen Höllenlärm (klar, das Material der Suits flattert ja wie blöd) und die meisten Springer brüllten sich zusätzlich die Lunge aus dem Leib. Ich bin nicht sicher, ob vor Angst oder Begeisterung ;-)

Vom Sattel muss man nur mehr wenige Meter hinauf zum breiten Rotstock-Gipfel mit dem Kreuz. Auf dem Weg dorthin kann man einen Spalt mit einem großen Schritt (für Leute mit langen Beinen, wie beispielsweise der große Neffe) oder einem kleinen Sprung (für die anderen) überwinden. Oder man springt nicht und steigt einen halben Meter ab und dann wieder auf (die Chicken-Variante für Leute wie mich) :-)

Wir blieben eine Weile in der Sonne sitzen, schauten die großartige Umgebung an und die Jungs vertilgten die berühmten Grindelwalder Gletscher-Bananen. Dann stiegen wir ab.

Der Abstieg ist fast schwieriger als der Klettersteig. Man geht abfallende, vom Gletscher glatt geschliffene und geröllbedeckte Platten hinab (I+). An den steileren Stellen hat es Seile und die sind zwischenzeitlich echt willkommen. Ich bin im Abstieg ja immer sehr langsam. Die Jungs sausten vorn weg (vor allem der zweite Zwilling) und weil sie alle problemlos unten ankamen, war es wohl nicht zu schwierig.

Im Restaurant an der Station trafen wir wieder auf Schwesterle, die inzwischen schon etwas unruhig geworden war, weil meine Schätzung (2 - 2 1/2 Stunden) zu knapp gewesen war. Aber nun waren wir da, alles war gut und der Hund freute sich auch, dass seine Herde wieder komplett war.

Wir fuhren direkt ab nach Grindelwald. Dort gab es in einer Snack-Bar mit echt gutem Kaffee noch etwas zu essen für die Heimreisenden, dann stapften wir den steilen Berg zum Chalet hinauf. Schwesterle und die Jungs packten den Rest ihrer Habseligkeiten, wir sammelten unser Zeug zusammen und dann fuhren sie alle heim. Es war etwa halb 4, damit sollten sie passend zur schon vorbestellten Pizza daheim ankommen.

Der beste Allgäuer und ich packten noch ein wenig rum und gingen dann in den oberen Stock, um erst mal Kaffee und Cola zu trinken. Auf dem Balkon, auf dem Bänkle auf der Südwestseite, voll in der Sonne (es war regelrecht heiss) und - Tadaaa! - unter der Eiger Nordwand. Das Gucki kam natürlich auch zum Einsatz, aber so richtig was erkennen - Route, Stollenloch, was auch immer - konnten wir dann doch nicht.

Später duschten wir ausgiebig (unten) und packten den Hochtourenrucksack fertig. Bevor wir runter ins Dorf marschierten, musste noch der Kangoo umgeparkt werden (zum Chalet gehört genau ein Parkplatz, die anderen beiden waren nur für das Wochenende ausgeliehen), dann gingen wir Abendessen. Wie nicht anders zu erwarten ist Grindelwald ganz schön teuer (Fischstäbchen mit Remoulade und Reis 18.90 Chf, Schnitzel mit Pommes und Salat 24.50 Chf, kann man derzeit fast 1:1 umrechnen).

Wir fanden eine Art Fastfood-Restaurant, wo wir eine echt gute Pizza für 20 Chf und gute Rösti mit Wurst und Spiegelei für knapp 20 Chf und Bier und Radler dazu bekamen. Besser als selber kochen ;-) In dem Restaurant wurde auch eine große Gruppe Asiaten bespaßt. Das war aber drin und störte draußen kaum.

Dann kam natürlich wieder ‘der Berg’ zum Chalet hoch (Boah, mit vollem Magen und Radler in den Beinen!). Vorm Schlafen gab es noch ein gemütliches Bier auf dem Balkon, mit Blick - wer hätte es gedacht? - auf die Nordwand :-)


Start in Grindelwald


In Alpiglen geht es richtig los


Auf dem Eigertrail unter der Nordwand


Der beste Allgäuer steigt immer vor


Dann folgen der große Neffe ...


... und der zweite Zwilling


Der jüngste Neffe ...


... und ich machen den Abschluß


In der weiten Schlucht unter dem Sattel, der Gipfel ist schon zu sehen


Wingsuit-Flieger


Miteinander am Rotstock


Blick die Eiger Westflanke hinauf


Abstieg über Gletscherschliff


Kleine Scheidegg mit Eiger

Von engel am 18.09.2018 22:57 • outdoorberg

Den restlichen Urlaub verbrachten wir erholsam.

Freitag radelten wir über den netten Steilweg am Blender und den Hohen Kapf erst zum Brotzeitstüble, dann zum Baden. Auf dem Weg labten wir uns an den Brombeeren die es derzeit überall hat. Ich mag ja Himbeeren lieber, aber der beste Allgäuer von Allen ist ein großer Brombeer-Fan.

Am Samstag radelte er dann auch zum Brombeeren-Sammeln, während ich einkaufen ging, Wäschen wusch und ähnliches. Am Nachmittag gab es dann Brombeerkuchen, der sehr gut schmeckte, aber optisch eher ein Unfall war. Quark allein reicht wohl nicht, man muss auch Gelatine verwenden.

Sonntag suchten wir und die maximal mountainbikigeste Route über Blender und Kapf, um erst zum Kuchen essen (Brotzeitstüble) und dann zum Baden zu radeln. Da haben wir inzwischen eine wirklich schöne Runde gefunden, die fast nirgends langweilig ist :-)

Mir fehlt lediglich für das Stück zwischen Wegscheidel und Eschach noch was, aber den einzigen möglichen mountainbikigen Umweg müssen wir mal von oben her ausprobieren, sonst schieben wir womöglich eine halbe Stunde lang die Räder. Das ist ja auch nix.

Von engel am 15.09.2018 12:54 • outdoormtb
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