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Spazierengehen

Sonntag, Februar 25, 2018

Nochmal ein Erholungswochenende. Immerhin waren wir aber zwei Mal draußen, um die Sonne zu suchen. Geklappt hat das aber nur einmal.

Am Samstag fuhren wir Richtung Berge und gingen dann von Humbach aus auf unseren derzeitigen Lieblings-Spaziergang-Hügel. Es wurde oben nicht heller und die Sonne blieb eigensinnig über dem Hochnebel, obwohl die Wettervorhersage eigentlich was Anderes versprochen hatte. Zum Ausgleich sahen alle Büsche, Bäume, Felsen traumhauft aus, weil sich da seit Tagen der Hochnebel angelagert hatte. Es war reichlich kühl aber sehr schön.

Sonntag trafen wir die Sonne kaum dass wir aus dem Auto ausgestiegen waren, um auf den Fernsehturm-Hügel zu spazieren. Da war die sibirische Luft gerade am Anrücken und sie tat das mit ordentlich Schwung. Wo uns der Wind erwischte, war es echt sakrisch kalt, ich musste zwischendurch mein Gesicht mit den Händen schützen, weil ich das Gefühl hatte, dass ich gleich schwarze Flecken auf den Backen bekomme. Wo es windstill war, war es dafür so angenehm, dass wir uns schon wünschten, einen Liegestuhl mitgebracht zu haben.

Von engel am 25.02.2018 22:00 • outdoor

Abenteuertour

Sonntag, Februar 11, 2018

Der große Neffe fragte schon Mitte Dezember das erste Mal an, ob er mit uns eine Skitour machen dürfe. Ich hab mich sehr darüber gefreut (Hey, die nächste Generation hat Interesse an dem was wir toll finden!) und natürlich sofort gesagt, dass wir das selbstverständlich sehr gern machen werden.

Und dann spielten weder Wetter noch Schnee so richtig mit. Wenn es schönen Schnee hatte, war die Lawinenlage so, dass ich den jungen Mann nicht mitnehmen wollte, wenn die Lawinenlage passte, war der Schnee so übel, dass man einen armen Skitourenanfänger nicht drauf los lassen wollte, weil der sonst einen Schaden für’s Leben kriegt. Oder es passten halt andere Umstände nicht, weil bei uns irgendwas anstand.

Aber dieses Wochenende sah schon von Weitem passend aus: Das Wetter schien mitzuspielen, der Schnee war vermutlich akzeptabel und die Schwester-Family war eh im Allgäu. Ich fing also an, die Ausrüstungsbeschaffung zu planen und stieß gleich mal auf die ersten Schwierigkeiten: Skitourenstiefel in der benötigten Größe gibt es nicht auszuleihen - jedenfalls nicht da wo ich nachfragte. Und - zweites Problem - ausleihbare Tourenski haben inzwischen durch die Bank Pin-Bindungen und damit fällt die Möglichkeit, mit ‘normalen’ Skistiefeln zu gehen auch gleich flach :-(

Schließlich fand ich dann doch ein Paar Tourenski mit Rahmenbindung in XL. Ich reservierte es umgehend und wir hofften aufs Wochenende. Je näher das allerdings rückte, desto schlechter wurde die Wettervorhersage. Immerhin schien aber der Schnee zu halten, weil es endlich mal klt blieb. Der Neffe wollte auch nach dem Auflisten aller zu erwartenden Schwierigkeiten auf die Skitour gehen und so gingen wir.

Da ja noch dazu Faschingswochenende mit sehr viel zu erwartendem Stau war, starteten wir schon um 7 und weil schon um diese Zeit der Tunnel blockabgefertigt wurde, nahmen wir den Weg übers Oberjoch ins Lechtal. Staufrei und mit nur wenigen Verzögerungen kamen wir in Namlos an, wo es bedeckt war, leicht schneite und nur -6 Grad hatte. Für Namlos ist das regelrecht warm ;-)

Wir marschierten die Forststraße hinter und über die beeindruckend hoch zugeschneite Brücke links hoch. Den steilen Hang entlang liegen ja immer Lawinen, aber die Menge und das Ausmaß sind dieses Jahr schon sehr beeindruckend. Entsprechend schwierig war die Querung über die Unmengen hart gefrorener Lawinenbollen.

Wir kamen deutlich höher raus als sonst üblich und folgten der Spur über einen neuen Weg durch Wald weiter das Tal hoch. Kurz bevor es links aus dem Bachbett raus über einen relativ freien Hang hoch geht, mussten wir nochmal einen sehr beeindruckenden Lawinenkegel queren. Dann waren die Schwierigkeiten geschafft.

Ingesamt hatte der Neffe sehr schnell gelernt, vernünftig mit den Tourenskiern zu laufen (und das obwohl er ja mit Pisten-Skischuhen unterwegs war) und hatte sich auch über die Lawinenkegel echt gut geschlagen. Jetzt kamen als nächste Schwierigkeit Spitzkehren dazu, die, das muss man zugeben, doch einige Übung erfordern. Und die Bedingungen waren nicht ideal, weil es einige recht harte und rutschige Stellen gab.

Er rutschte dann auch einmal aus und musste sich dann mit den blöden Tourenskiern rumschlagen, die sich gern sperrig allen Versuchen widersetzen, sie im Liegen unter Kontrolle zu bringen :-)

Es schneite die ganze Zeit leicht vor sich hin. Als wir noch im Tal waren, zeigte sich aber trotzdem die Sonne auf den Bergspitzen rundrum und wir schöpften Hoffnung auf eine tolle Abfahrt, denn oben war der Schnee tatsächlich nicht schlecht. Aber als wir uns dem Gipfelhang näherten, verzog sich die Sonne wieder hinter Wolken und die Sicht wurde schlecht. Das Licht war teilweise so diffus, dass man kaum die Spur erkennen konnte.

Und dann zogen Wolken rein und wir standen am Gipfel im Hochnebel mit Super-Aussicht auf die Wolken, in denen wir uns befanden. Immerhin war es nicht windig am Gipfel, aber auch die verlängerte Pause, die wir oben einlegten, brachte keine Sicht.

Die Abfahrt begann dann auch damit, dass wir bei quasi Null Sicht erst mal einen Weg über die enorme Wächte am Grat suchen mussten. Nachdem wir den gefunden hatten, hätten wir eigentlich einen recht schönen Hang mit recht schönem Schnee vor uns gehabt. Und er war auch mit so wenig Sicht ganz nett zu fahren, auch wenn es dem Neffen ein wenig schwer fiel, die Anordnung ‘Alle bleiben in Sichtweite voneinander!’ einzuhalten. Er wäre halt echt gern freeridermäßig da hinab gesaust, aber wir hielten alle paar Meter zum Sammeln, auch um nicht die richtige Richtung zu verlieren.

Immerhin lichtete sich im unteren Drittel des Gipfelhangs der Nebel, so dass wir wenigstens uns selber wieder sehen konnten. Das Licht blieb aber sehr diffus. Man konnte schwer erkennen, wo es rauf und wo es runter ging, was der Neffe dann auch feststellte, als er in der Rinne überm Treiensee in die gegenüberliegende Seite donnerte :-) Ich übrigens auch ;-)

Die restliche Abfahrt war dann sogar ganz nett. Zwar war es hart unten drunter, aber es fand sich doch fast überall noch ein klitzekleines bisserl Pulverschnee zum Abschwingen. Vor der ersten Lawine hatte der beste Allgäuer von Allen dann die prima Idee, doch über den Sommerweg abzufahren. Das war echt nett, so eine Art Skicross im Wald mit viel Quer-Rutschen (wobei die Herren da so schnell durch sausten, dass ich gar nicht so richtig hinterher kam) und das schlug den lästigen Weg über die Lawinenkegel natürlich um Welten.

Dann mussten wir noch durch den Bach (die schmale Fussgängerbrücke schien uns zu gefährlich) und über die Forststraße zurück zum Auto. Alles in allem war das eine richtig ‘echte’ Skitour, mit Hindernissen, wenig Sicht, teils schlechtem Schnee und Problemen und Schwierigkeiten und der große Neffe meinte trotzdem am Ende, dass es ihm richtig gut gefallan hätte :-)

Also ich würde sagen, das hat geklappt ;-)


Auf dem Forstweg (Zwerg und Riese)


Die zugeschneite Brücke


Lawinenkegelquerung


Lawinenkegelquerung


Die letzte Lawine


Der Neffe sortiert sich und die Ski


Wir hoffen auf Sonne


Diffuses Licht im Gipfelhang


Gipfel mit Aussicht


Abfahrt


Abfahrt


Abfahrt


Pause in der Abfahrt


Bachquerung


Rückweg

Von engel am 11.02.2018 17:21 • outdoorski

Geburtstagskitour

Donnerstag, Februar 08, 2018

Dieser Winter erfreut zwar mit viel Schnee in den Bergen, die Qualität lässt aber - zumindest in den einfach erreichbaren Regionen - zu wünschen übrig. Aber—- es hatte geschneit, sogar runter bis in die tieferen Lagen (0,5 cm im Garten) und es war relativ kühl. Also kam was kommen musste - am Samstag eine Geburtstagsskitour, Wetter wurscht.

Wir fuhren früh los ins Lechtal und kamen staufrei durch den Tunnel und bis nach Häselgehr, wo wir staunend den Schaden betrachteten, den die letzten Stürme angerichtet hatten. Oberhalb von Häselgehr ist praktisch der gesamte Wald umgekickt wie Steichhölzer.

Vor Gramais stellten wir fest, dass man scheinbar nicht mehr bis zum Bach runter fahren kann. Wir begannen die Tour also oben an der Straße (ist weniger weit bis runter als ich dachte). Nach der Fortstraße stellten wir erfreut fest, dass die Schneedecke unter dem wenigen Neuschnee (10 Zentimeter etwa) trug. Ich hatte echt Sorge gehabt, ob wir einbrechen würden, das hätte das Knie ordentlich gestresst.

Der Geröllhang aus dem Bach raus war unten hart und rutschig, ließ sich dann aber weiter oben gut gehen. Im oberen Drittel des Hanges wurden wir von 4 schnellen Männern überholt, die alle irgendwo ‘Bergrettung Tirol’ auf dem Rucksack oder der Kleidung hatten. Die Spurer vor uns waren Richtung Schafkarsee weiter aufgestiegen und ich hatte uns uns schon zum Sattele spuren sehen, aber die Bergwacht-Männer übernahmen das dann. Auch gut :-)

Das Wetter war anfangs bedeckt gewesen und es hatte zwischenzeitlich sogar ganz kurz den Anschein gehabt, als würde es heller, aber im oberen Teil des Anstiegs sahen wir vom Allgäu her Wolken und Schneefall anrücken und der erreichte uns auf den letzten Metern.

Diesmal gab es ein Skidepot und die letzten Meter zum Gipfel mussten zu Fuß zurück gelegt werden. Der Grat zum Sattele ist ganz schön ausgesetzt, so direkt war mir das bisher gar nicht aufgefallen. Wir standen allein im Schneefall (immerhin kein Sturm) am Gipfel und hatten kaum Sicht. Ich fand es prima ;-)

Wir rüsteten ohne Pause zur Abfahrt da der Schneefall immer stärker und die Sicht immer schlechter wurde. Die ersten Meter unter dem Sattel war der Untergrund eisig, dann wurde er griffiger. Die 10-20 Zentimeter Neuschnee obendrauf waren nett zu fahren, deckten aber nicht immer die Unebenheiten des Untergrunds ab, so dass man ständig auf der Hut sein musste. Es war trotzdem ganz nett zu fahren.

In der Mitte der Abfahrt löste der beste Allgäuer von Allen ein kleines Schneebrett aus, das unter ihm in Zeitlupe ein paar Meter abrutschte und dann in Brocken liegen blieb. Zugegeben, das war in einer steilen Rinne, naja Mulde (Klassiker, ehklar), aber das erstaunte uns doch ein wenig, war doch nur LLB2. Wir waren bisher relativ allein unterwegs gewesen, in der Abfahrt kamen uns jetzt doch ein paar Leute entgegen, zusammengenommen sicherlich über 20. Ich freute mich sehr, dass wir so früh dran gewesen waren :-)

Auf der Rückfahrt wollten wir dem zu erwartenden Stau am Oberjoch wegen des Telemark-Weltcups entgehen und kamen direkt in den Stau der Blockabfertigung am Tunnel. Boah, war das nervig!!!!!!

Ich persönlich bin dabei dem Irrglauben aufgesessen, dass die Blockabfertigung nur für die Staurichtung gilt, aber so wie es aussieht, wird der Tunnel dann beidseitig blockabgefertigt. Da es vorher schon in Reutte gehörig staute, weil die Stau-Umfahrer da durch müssen, um doch wieder auf die B179 zu kommen, waren wir am Ende eines sehr schönen Tages dann erst mal sehr genervt. Dann durften wir aber feststellen, dass die noch immer umbauenden Nachbarn (seit fast einem halben Jahr!) an diesem Samstag ausnahmsweise nicht da waren, um Krach zu machen und dann war die Welt doch wieder in Ordnung :-)

Am Sonntag überlegten wir kurz beim Frühstück, ob wir nochmal eine Skitour machen sollten, ließen den Gedanken aber bald fallen. Das Wetter würde nur marginal besser und der Schnee dafür schlechter (weil zerfahren) sein. Wir wollten den Tag lieber gemütlich verbringen.

Weil ein bisserl Bewegung aber doch sein muss, gingen wir eine Runde auf dem nahegelegenen Fernsehturmhügel spazieren. Hoch, drüber, drumrum, nochmal hoch, zurück. Da ist man dann auch knapp 2 Stunden unterwegs.

Von engel am 08.02.2018 06:25 • outdoorski

Reinfall

Mittwoch, Januar 24, 2018

Samstag abend hatte es erst geschneit, in der Nacht dann aber geregnet. Wir überlegten ob und wenn ja wohin wir gehen sollten und entschlossen uns dann ins Kleine Walsertal zu fahren. Wir waren nicht früh dran, aber der Verkehr war sehr gemäßigt. das lag vermutlich am Wetter und vielleicht auch an der Skiflug-WM, die potentielle Skifahrer abschreckte.

In Baad waren wir das erste und einzige Auto, das dort parkte. Nanu?
Kurz drauf stiegen 2 kleine geführte Gruppen aus dem Skibus, aber der Parkplatz blieb leer.

Es schneite dicke feuchte Flocken und meine Lust auf Skitour sank noch ein Stück, als wir die ersten Schitte auf der Loipe machten: Nasser schwerer Schnee :-(

An der Brücke ins Bärgunttal hing das Schild, dass wir letztes Jahr schon mal ignoriert hatten: “Gesperrt wegen Lawinengefahr, Zuwiderhandlung kostet 2.000€”. Zudem war die Brücke mit einer Kette abgesperrt. Wir waren höchst irritiert. Üblicherweise werden Wanderwege und Pisten und Ähnliches mit der ‘Lawinenhand’ gesperrt, nicht mit sowas. Na, da wollten wir eh ja eh nicht hin.

Wir wollten zum Grünhorn. Der beste Allgäuer von Allen meinte, dass oben am Starzelhaus sicherlich auch so ein Schild hinge, also starteten wir über die Loipe an deren Ende tatsächlich nur die übliche ‘Lawinenhand’ stand. Danach allerdings fanden wir nicht über den Bach, denn der übliche Weg geht erst an Stück an der linken Steilseite des Bachbetts entlang und da lagen schon Lawinen drin und mit dem nassen Schnee waren weitere Lawinen nicht auszuschließen (und man kann da nicht mal richtig hochschauen). Weiter vorn kamen wir aber nicht über den Bach, denn entweder war das Bachbett zu steil oder der Bach zu tief.

Wir hatschten die Loipe wieder zurück nach Baad. Meine Lust war da gerade auf Null gesunken, der beste Allgäuer wollte aber wenigstens noch zum Starzelhaus rauf, um nach dem Schild zu schauen. Auf dem Weg da hinauf stollten die Felle wie blöd (erst nasse Loipe, dann oben feuchter unten kalter Schnee - Traumkombination). Natürlich stand am Starzelhaus auch so ein Schild, immerhin ohne Kette. Mindestens eine der beiden Gruppen war aber dran vorbei gelaufen.

Wir drehten um und verbrachten den Tag daheim mit TV-Sport. Hat auch was.

Von engel am 24.01.2018 22:20 • outdoorski

Bekannte Runde

Mittwoch, Januar 24, 2018

Für Samstag war (mal wieder) schlechtes Wetter mit ordentlich Wind und ungute Lawinenlage vorhergesagt. Aber immerhin gab es neuen Schnee, nach dem Dreckschnee der letzten Wochenenden immerhin wenigstens eine gute Nachricht.

Wir ließen es gemütlich angehen und fuhren ins Ostertal, wo zwar der Parkplatz voll, aber der Forstweg nach hinten recht leer war. Es hatte eine Spur, allerdings verlief die sich zwischendurch, so dass wir doch gelegentlich spuren mussten. Es schneite den Aufstieg über mal mehr mal weniger, der Wind hielt sich aber zurück.

Fast den gesamten Weg hängte sich ein einzelner Tourengeher an unsere Fersen. Er lief auf dem Forstweg auf uns auf und blieb dann beharrlich hinten, was ich ein wenig lästig fand. Vielleicht wollte er nicht allein unterwegs sein, wir waren lange weit und breit die einzigen Skitourengeher.

Als wir den Gipfel des Großen Ochsenkopf erreichten, kam von der anderen Seite eine große geführte Truppe an, so dass wir umgehend zur Abfahrt rüsteten. Das Wetter spielte mit und ließ mit der Ankunft am Gipfel ein wenig Sonne durch. Man sah wieder Konturen :-)

Wir gönnten uns die schöne ostseitige Abfahrt, die wir uns bei den letzten Schlechtwetter-Touren wegen zu viel Schnee und zu wenig Sicht versagt hatten. Die Abfahrt war super :-) Auch wenn wir unten dann mangels Spuren im flachen Gelände bis zur Alpe laufen mussten, weil es so viel Schnee hatte. Aber wir wollte ja eh nochmal aufsteigen.

An der Alpe gab es eine kurze Pause (mit minimal Sonne sogar :-)), dann spurteten wir vor der großen Gruppe zum Rangiswanger Horn. Die Grat-Querung war noch beeindruckender geworden, weil die Wechten seit dem letzten Mal nochmal gewachsen waren. Ich würde echt gern sehen wie die superfette Wechte im Frühjahr abbricht, das muss gewaltig sein.

Die Abfahrt zum Auto war dann nochmal richtig gut, was für mich völlig unerwartet war, schließlich waren da schon Unmengen Menschen abgefahren. Alle auf denselben paar Metern offensichtlich, denn rechts und links fand sich noch richtig guter Schnee. Nur ganz unten war der Schnee dann nass und schwer.


Anstieg zum ersten Gipfel im Schneesturm


Am ersten Gipfel


Abfahrtsfreuden


Mehr Abfahrtsfreuden


Riesenwechten am Übergang


Die Riesenwechte von der anderen Seite


Fast am zweiten Gipfel

Von engel am 24.01.2018 21:49 • outdoorski

Neffengipfel

Mittwoch, Januar 17, 2018

Immer noch gab es im Allgäu keinen vernünftigen Schnee, deswegen traf uns die Anfrage des größten Neffen, ob er vielleicht eventuell am Samstag mit uns auf einen Berg gehen könnte, nicht hart. Wir wären vermutlich eh zu Fuß gegangen.

Wir parkten in Burgberg auf dem unteren Parkplatz und gingen dann unseren üblichen steilen Weg hinauf. Die Stürme der letzten Zeit hatten auch da ihre Spuren hinterlassen, aber umgefallene Bäume überklettern trägt ja nur zur Abenteurlichkeit so einer Wanderung bei. Dem Neffen gefiel’s ;-)

Es hatte so wenig Schnee, dass wir kurz sogar den Weg übers Hörnle in Betracht zogen. Die Mengen und vor allem der Zustand des Schnees auf dem normalen Weg (Eis) brachten uns von dieser Idee aber schnell wieder ab. Stattdessen stellen wir auf Grödel um, was das Gehen deutlich erleichterte.

Beim Losgehen waren wir unter den Wolken gewesen, auf dem halben Aufstieg kamen wir hinein und das tat der Umgebung sehr gut. Alles war wunderbar winterlich überfrostet und sah wunderschön aus. Zu unserer Freude begeisterte das auch den Neffen, der allenaselang Fotos machte.

Was ich trotz entsprechender Vorhersagen gar nicht zu hoffen gewagt hatte (der Nebel war so dick gewesen), traf ein: Kurz vor der Grüntenhütte kamen wir in die Sonne. Hach!

Wir stapften geradeaus zum Fernsehturm und gingen dann - nach sorgsamer Abwägung und eindringlichen Ermahnungen an den Neffen - zum Jägerdenkmal rüber. Das war nicht ohne und so ganz wohl war es mir da nicht, aber der junge Mann war die ganze Zeit sicher gegangen und ein Berg ohne Gipfel ist halt auch nix Rechtes. Zur Belohnung hatten wir das Jägerdenkmal eine halbe Stunde für uns allein :-)

Im Abstieg kehrten wir noch auf der Grüntenhütte ein, wo es zwar keinen Kuchen, aber Kaffee und eine wunderbar warme Terrasse in der Sonne hatte. Es hatte T-Shirt-Temperaturen :-)

Im restlichen Abstieg - der weitgehend im Wald liegt - waren die Grödel nochmal sehr nützlich.

Von engel am 17.01.2018 21:10 • outdoorberg

Nachtrag 07.01.2018: Humbach-Hügel

Dienstag, Januar 16, 2018

Nachdem ich eine Nacht über die Skiwanderung geschlafen hatte, ging es dem Knie wieder besser, aber nochmal eine Skitour bei diesen Bedingungen wollte ich nicht machen. Zumal der Sonntag ja eh nicht besonders sonnig werden sollte.

Wir entschieden uns wieder für den netten Hügel über Humbach und marschierten diesmal sogar in leicht forciertem Tempo hinauf. Mit Stöcken zur Unterstützung.

Auch hier hatte der Sturm ordentlich gewütet und wir mussten veschiedene Hindernisse übersteigen. Kurz bevor man den Grat erreicht, muss man auch unter einem umgestürzten Baum durch, der sehr fragil an nur einem Ast an einem anderen Baum klemmt. Das war ein wenig unheimlich und wir witschen einzeln und sehr schnell drunter durch.

Wir nahmen wieder den Umweg über den anderen Grat für den Abstieg. Der schöne Blick übers Illertal zeigte, dass es nirgendwo im Allgäu Sonne gab, wenn es auch hinten über dem Hauptkamm heller war. Der Schnee wäre bestimmt wieder schecklich gewesen.

Von engel am 16.01.2018 22:05 • outdoorberg

Nachtrag 06.01.2018: Skiwanderung

Dienstag, Januar 16, 2018

Den verfügbaren Informationen war zu entnehmen, dass es am Samstag schönes Wetter aber Dreckschnee im Allgäu geben sollte. Möglicherweise hätte es weiter weg in der Höhe eventuell irgendwo schönen Schnee gegeben, aber das war uns zu vage. Wir beschlossen,ganz einfach eine Skiwanderung zu unternehmen.

Der Parkplatz im Ostertal war komplett vereist und wies damit schon auf die Bedingen allüberall hin. Wir wandten uns in die entgegengesetzte Richtung wie sonst und marschierten auf hart gefrorenem Schnee hinauf zur Alpe Birkach. Im Wald waren die Folgen der Stürme der letzten Zeit zu sehen, es lagen nicht wenige umgefallene oder abgerissene Bäume umher.

Wir kamen bald in die Sonne und machten erst mal Pause. War ja eine Wanderung ;-)
Der Weiterweg war ziemlich flach (aka ‘hatschig’) und führte an der Alpe Birkach vorbei auf den Forstweg zur Höllritzer Alpe. Erst dort ging es wieder nennenswert bergauf.

Der Schnee war sehr hart aber einigermaßen griffig (was angesichts der Berichte anderswo schon erwähnenswert ist). Im allerletzten Steilstück unter dem Grat war es mir dann aber doch ganz schön unwohl bei den Spitzkehren.

Bei der Gipfelrast sahen wir einem Abfahrer zu, der wie ich eigentlich auch vorgehabt hatte, die schmale steile Sonnenseite des Gipfelaufbaus abfuhr. Aber für Firn war es schon zu spät, das war schon tiefer Sulz. Wir nahmen deswegen doch lieber die hart gefrorene Schattenseite, in der es glücklicherweise keine Skispuren hatte. So schrappten wir nur über Regenrinnen, nicht aber über alte Spuren. Anstrengend und stressig für das Knie war es trotzdem.

Für den Hatsch bis zur Alpe Birkach mit dem kleinen Gegenanstieg legten wir nochmal Felle an. Von der Alpe bis zur Einfahrt in den Wald, war es nochmal flach und einfach zu fahren, dann begann der schlimmste Teil der Abfahrt.

Oben durch die umgestürzten Bäume war der Schnee weich und wir kamen erstaunlich gut durch, danach gab es alle Sorten Bruchharsch, die man absolut nicht haben will. Manchmal konnte man die Ski noch in eine Kurve zwingen, manchmal nicht. Wo Platz war, konnten wir die Ski immerhin auslaufen lassen, aber Platz war eher selten, weil es Bäche und Bäume zu umfahren galt.

Wir kamen irgendwie - fluchend, schimpfend, verzweifelnd - runter, aber Spaß war keiner mehr dabei. Das Knie nahm mir diesen Teil der Abfahrt dann auch ernsthaft übel. Aua.

Von engel am 16.01.2018 22:02 • outdoorski

Nachtrag 01.01.2018: Neujahrspaziergang

Freitag, Januar 05, 2018

Am Montag sollte das Wetter mau, der Schnee mies, und die Bedingungen fragwürdig sein. Wir wollten von vornherein nur einen Spaziergang machen und fuhren dazu nach Humbach, um mal wieder woanders als am Funkturmhügel rumzulaufen. Auf dem Weg dorthin wurde das Wetter merklich schlechter und wir stellten uns schon mal auf Regen ein.

So schlimm kam es dann aber nicht. Schon im Aufstieg wurde es heller und der eine oder andere Sonennstrahl verirrte sich zu uns. Als wir den langen Weg über den Rücken nahmen, kam die Sonne sogar richtig raus und bescherte uns tolle Blicke übers Illertal. Gut dass da auf halbem Weg ein Bänkle steht :-)

In der Ferne konnten wir immense Schneefahnen über den Allgäuer Hauptkamm fegen sehen. Kein gutes Zeichen :-(

Von engel am 05.01.2018 18:08 • outdoor

Dass wir am Sonntag keine Skitour machen würden, war lang schon klar, aber wenigstens ein bisserl bewegen wollten wir uns. Wir spazierten wieder auf, um und über den nahegelegenen Funkturmhügel.

Das war ganz nett, wenn auch nicht ganz einfach. Zwar war stellenweise der Schnee schon komplett weg-geweht, -geregnet und -geschmolzen, an anderen Stellen hatte es aber auch noch dicke Schneewehen, der Oberfläche nicht zuverlässig trug.

Als ich bei der Hügel-Umrundung bis zum Oberschenkel einbrach und nach dem nächststehenden Zaunpfahl griff, fasste ich direkt in einen Holzsplitter :/ Aber das lief glimpflich ab, er durch bohrte nur die oberste Hautschicht und blieb dann stecken.

Abends gab es Raclette bei den Besten Eltern mitsamt der Neffen-Familie. Kurz vor Mitternacht spazierten wir ans Jägerdenkmal und schauten dem Feuerwerk zu. Das hatten wir (Ralle und ich) schon lang nicht mehr und es war sehr schön anzuschauen. Wenn allerdings so viele Leute so viel Zeug durcheinander schießen, dann kann doch einiges schief gehen. Ich fürchte mich da wirklich ein wenig. So gesehen macht es dann auch Sinn, dass ich als Einzige zwei Mal von irgendwelchem herabfallenden Zeug getroffen wurde. Glücklicherweise glimmte da nichts mehr :-)


Am Funkturm. Mit Kreuz und Wind.


Gipfelrast


Weitblick

Von engel am 05.01.2018 17:57 • outdoor
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