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Für den Sonntag hatten wir eine Bikerunde mit Einkehr und Baden geplant. Wir radelten also nach einem gemütlichen Frühstück über die Mulzertanne und den üblichen Trail zum Blender, wo wir auf eine Gruppe E-Biker mit Vollausrüstung (Knieschoner, Ellbogenschoner, immerhin aber kein Integralhelm), die kurz vorm Gipfel übten, wie man Baumwurzeln meistert (Ähem. Echt?).

Wir machten Pause in der Sonne und radelten dann über Eschach und den netten Weg zum Weiher-Parkplatz zum Hohen Kapf, um da den wüsten Trail hinten runter zu fahren. Das ganz steile Stück schoben wir wie üblich runter und ich freute mich schon drauf, nun den Wald-Trail zu fahren, da war er dann plötzlich aus, der Wald. Statt eines schmalen Weges durch den Wald hat da es jetzt einen total umgepflügten Bagger-Weg und drum herum keine Bäume mehr. Alles war abgeholzt! So machte der obere Teil des Weges natürlich keinen Spaß mehr :-(

Der untere Teil war noch so schön wie eh und jeh und der Weg rüber zum Brotzeitstüble ist sowieso idyllisch. Aber um den Wald ist es echt schade.

Das Wetter hatte beständig zugezogen und es war arg düster geworden. Wir liessen uns aber nicht abschrecken und gönnten uns Kaffee und Kuchen. Dann aber war es so dunkel geworden, dass wir das Baden lieber bleiben ließen und heim sausten. Wir kamen mit den ersten Regentropfen vor der Garage an. Perfektes Timing!


Start bei schönem Wetter


Im Wald-Trail


Wie üblich ist der Blender dabei


Oberhalb vom Eschacher Weiher


Der Weg zum Hohen Kapf ...


Wo auf der Rückseite total Kahlschlag ist


Der untere Teil des Weges ist noch nett


Kurz vor daheim, das Gewitter steht schon in Lauerstellung

Von engel am 29.05.2018 18:10 • outdoormtb(0) Kommentare

Samstag, 12.05.2018: Nix Eisbaden

Montag, Mai 28, 2018

Das Wetter sollte schön werden und inzwischen hatte ja die Eissee-Badesaison begonnen. Wir planten also, einen im Sommer arg frequentierten See zu besuchen und hofften, da möge es noch Eis haben. Also der beste Allgäuer von Allen hoffte das, ich wollte ja eh nicht rein. Weil ich den Weg im Tal recht lang finde, packten wir die Räder ins Auto.

In der Früh vertrödelten wir erst mal haufenweise Zeit, weil das Wetter gar nicht so toll aussah, wie es sein sollte und fuhren dann doch los. Wir kamen gerade rechtzeitig in Sonthofen an, um zum Sportmarkt zu gehen, der allerlei interessante Angebote in der Zeitung inseriert hatte, und kauften dort ein wenig ein.

Danach - inzwischen war es schon ganz schön spät, aber immerhin endlich sonnig - parkten wir an der Brücke und radelten gemütlich bis zum E-Werk. Dort schlossen wir die Bikes mit 3 Schlössern an den Zaun und spazierten los. Der beste Allgäuer von Allen mit Fivefingers zum Füße-Trainieren.

Der Weg vom E-Werk bis zum Speichersee ist sehr steil und nicht wirklich schön, aber danach wird die Gegend total idyllisch. Kein Wunder, dass da immer viel los ist. Auch heute, wir sahen die ganze lange Querung aus dem Kessel heraus Leute laufen.

Mir hatte es beim Radeln einmal bös im Knie gezwickt, aber beim Laufen merkte ich zunächst nichts. Oberhalb der Querung schmerzte das Knie dann aber bei jedem Schritt. Ich bemühte mich ‘drum herum’ zu laufen, das klappte aber nur solala.

Vor dem Schneefeld zum Schrecksee machten wir eine kurze Pause, damit der beste Allgäuer von Allen die Bergstiefel anziehen konnte und gingen dann zum Schrecksee rüber. Uns war schon klar gewesen, dass es hier oben noch ordentlich Schnee haben würde, dass aber der ganze See noch eine geschlossene Schneedecke aufwies, erstaunte uns dann doch ziemlich.

Die Pläne des besten Allgäuers von Allen, im Schrecksee eiszubaden, waren damit zunichte. Plan B, nämlich den Kastenkopf zu besteigen, scheiterten am Kniweh. Das wäre vermutlich reichlich anstrengend geworden, denn vom See bis zum Joch lag eine geschlossene Schneedecke.

Wir suchten uns abseits der vielen Leute ein nettes Plätzchen im Windschatten und machten Pause. Abseits des Windes war es auch ohne Sonne (die war inzwischen hinter Wolken verschwunden) ganz angenehm.

Der Abstieg ging dann besser als ich befürchtet hatte, auch wenn das Knie das gar nicht gern mochte. Ich brauchte eine Pause und war unten dann sehr froh, dass da ein Fahrrad herum stand :-)


In der Sonne wird es schnell warm


Start mit Fivefingers auf schlechtem Weg ...


... der noch dazu recht steil ist


Im Kessel unterm Schrecksee


Auf dem ersten Schneefeld mit Rückblick ins Ostrachtal


Der zugeschneite Schrecksee


Abstieg überm Ostrachtal


Abstieg mit Giebel, Schneck und großem Wilden


Rückfahrt

Von engel am 28.05.2018 18:39 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Ein Feiertag und was macht das Wetter nach einem ganzen Monat Super-Sommer? Nix G’scheits jedenfalls. Die Vorhersage versprach Regenschauer und vielleicht ein paar Sonnenstrahlen. Wir hofften auf letzteres, rechneten aber mit Ersterem und hatten uns deswegen eine kurze einfache Tour ausgesucht, die wir ein wenig zu erweitern hofften.

Nach dem schönen April waren wir trotz der Vorhersage doch zu sehr auf Sommer eingestellt und froren an der Sonnenklause erst mal. Wir zogen also doch mehr an, was dann umgehend dazu führte, dass uns in der feuchten Luft trotz der einstelligen Temperaturen bald zu warm wurde und wir die zusätzliche Kleidung halt wieder auszogen.

Überall zogen Wolken umher oder hingen zwischen und an den Bergspitzen fest. Das sah sehr imposant aus. Wir hatten aber zunächst Glück und erreichten den Sonnenkopf ohne Nebel und auch ohne Regen. Da das Wetter nicht wesentlich schlechter aussah als zu Beginn der Tour, beschlossen wir, die Runde über die restlichen Sonnenköpfe zu wagen.

Im Aufstieg zum Heidelbeerkopf hatte es ein klitzekleines Schneefeld, das aber nicht weiter hinderlich war. Noch blieben wir von Wolken verschont, dafür wurde es aber windiger und kühler. Nachdem wir einer Gruppe Wanderer, die wegen eines steilen Schneefelds am Schnippenkopf umgekehrt waren, deren geplanten Weiterweg (also wo die Abzweigung ist) erklärt hatten, kamen wir selbst an das Schneefeld.

Das lag wirklich sehr blöd an dem steilen Hang direkt unterm Gipfel und Abrutschen wäre ziemlich unangenehm gewesen. Die Herrschaften hatten schon Recht gehabt, lieber umzudrehen als einen Unfall zu riskieren. Wir stiegen weglos ein Stück auf und querten oberhalb des Schneefelds zum Weg zurück.

Dann standen wir auf dem Schnippenkopf, in eiskaltem Wind und Wolken, mit Null Sicht. Nunja. Wir gingen weiter, um aus dem Wind rauszukommen und querten nach einer kurzen Pause im Windschatten an der Falkenhütte zurück zur Entschenalpe. Da galt es nochmal ein paar Schneefelder zu queren, die waren aber nicht so steil. Zwischenzeitlich regnete es ein wenig und der Abstieg auf der Teerstraße war so eklig wie eh und je.

Die Tour war vielleicht nicht direkt schön aber immerhin ein klitzekleines bisserl abenteuerlich :-)
Und draußen sein ist eh immer prima.


Wolkenspiele überm Illertal


Am Sonnenkopf


Das erste Schneefeld


Einer der ersten Enziane


Soldanellenhaufen


Am Schnippenkopf


Abstieg über Lawinen


Weihnachten im Mai :-)

Von engel am 28.05.2018 18:38 • outdoorberg(0) Kommentare

Die Figln waren ja nun durchgefallen und wir hatten ja schon am Vortag festgestellt, dass gar nicht mehr so viel Schnee lag wie wir gedacht hatten, deswegen ließen wir auch den Gedanken an die Minis sausen (für die wir die harten Hochtourenstiefel gebraucht hätten) und gingen ganz normal und unbelastet zu Fuß los.

Auch am Sonntag sah das Wetter beim Frühstück eigentlich eher unerfreulich grau-in-grau aus. Wir ließen uns erst mal Zeit beim Frühstück und fuhren dann nach Reichenbach. Da spitzte die Sonne immerhin schon hin und wieder durch die Wolken. Wir stiegen durch den schattigen Tobel auf (dessen Wintersperre erstaunlicherweise schon aufgehoben ist)

Die Luft war sehr feucht, deswegen schwitzten wir, obwohl es eigentlich kühl war. Als wir aus dem Tobel raus und in die Sonne kamen, zogen wir uns erst mal um: lange Hosen weg, kurze Hosen an. Und Sonnencreme natürlich. Dann stiegen wir bis zum Unteren Gaisalpsee auf, wo wir eine Pause machten und den vielen Frösche im Wasser zusahen.

Ich hatte schon am Vortag Druck an der rechten Ferse gehabt (beim Nachsehen: nix) und in der Früh beim Losgehen gespürt. Auf den letzten Metern zum See war der Druck spürbarer geworden, aber ich fand, es fühlte sich nicht nach Blase an. Wir gingen nach einer Pause weiter und schon nach wenigen Metern war klar: Jetzt musste was passieren.

An der erstbesten Sitzgelegenheit betrachtete ich meine Ferse und - dumm gelaufen - da war schon eine Blase. Ich scheute mich zunächst, die Blase für das Compeed-Pflaster aufzuschneiden, musste das dann aber nach einer Viertelstunde doch machen. Compeed auf einer zuenen Blase hilft einfach nix. Danach tat die Ferse natürlich weiterhin weh, aber mit wohlüberlegtem Auftreten war es immerhin auszuhalten. Ich nahm Stöcke zur Unterstützung (bergauf laufe ich sonst meistens ohne).

Nun waren wir zwar etwas langsamer unterwegs, kamen aber problemlos weiter. Im Joch oben lag natürlich noch Schnee. Der Trampelpfad zum Umgehen des Schnees war vor allem nasse Erde und wir scheuten uns, die Stiefel so dreckig zu machen. Als Alternative bot sich ein kleiner Trampelpfad nach links zur Umgehung. Der erwies dann aber als nicht so richtig toll (erst steiles kleinkalibriges Geröll, dann leichte Kletterei in brüchigem Fels), deswegen drehten wir um und nahmen doch den Dreckweg.

Der Gipfel war gar nicht so voll, wie wir erwartet hatten, wir wichen aber zur Pause trotzdem in die Mulde unter dem Gipfel aus. Als Weiterweg hatten wir die Runde übers Gaisalphorn und den oberen Gaisalpsee angedacht, aber wegen der Blase beschlossen wir, direkt wieder abzusteigen.

Auf halbem Weg zum Unteren Gaisalpsee ist links ein schönes Schneefeld. Ich war ganz sicher, dass wir da schon mal bis zum Gaisalpsee runter gekommen waren und schlug vor das als Abkürzung zu nehmen. Der beste Allgäuer von Allen meinte auch, dass wir da schon mal runter gekommen seien und so bogen wir ab, um den Abstieg bequem über Schneerinnen abzukürzen.

Das klappte erst mal auch ganz prima, aber auf halbem Weg ging der Schnee aus und es wurde unvermutet sehr steil. Zunächst konnten wir im steilen Gras zwischen den Latschen weiter absteigen, dann wurden die Latschen so dicht, dass wir nur noch in einen steilen Bachlauf ausweichen konnten. Da lag dann loses Geröll auf glatt poliertem Fels im Wasser und nebendran hatte es lose Steine in Steilgras.

Wir stiegen noch etwa 50 Meter im steilen Bachlauf ab, dann kam eine 3-Meter Stufe und auch danach ging es steil und stufig weiter. Der beste Allgäuer von Allen meinte, dass man die Stufe rechts umgehen könne, aber er hörte dann doch auf meine eindringlichen Bitten, doch lieber wieder aufzusteigen. Das waren dann knapp 300 Höhenmeter extra (weitgehend im Schnee, was gut für die Blase war), aber ich war da echt froh drum.

Endlich am Unteren Gaisalpsee angekommen, gingen wir ins hinterste Eck, ganz nah am Gaishorn-Fuß, wo es noch Schnee und Eis hatte. Ich setzte mich in die Sonne und der beste Allgäuer von Allen ging schwimmen.

Dann stiegen wir zur Gaisalpe ab und genossen ausgezeichneten Rhabarberkuchen, Kaffee und Weizen (doch, das passt prima zusammen). Mir taten da schon die Füße weh, als wir nach dem Tobel endlich beim Auto ankamen, war es noch schlimmer. Aber das war ein wunderbarer Tag, trotz Blase, Füße-Weh und Abenteuer-Abstieg und Gegenanstieg.


Im Tobel


Schusternägel mit Blütenstaub


Das Ziel im Blick


Frosch (?) kurz vorm Gaisalpsee


Krokusse vorm Gaisalphorn


Im Aufstieg


Klettern in Bröselzeug


Am Gipfel


Da geht es doch bestimmt zum See ...


... sieht gut aus, man sieht den See schon ...


... steiler Abstieg, der Schnee ist inzwischen aus ...


... weiter geht’s im Bach ...


... und dann doch nicht. Auf dem Rückweg.


Belohnung: Schwimmen


Rückblick

Von engel am 18.05.2018 11:45 • outdoorberg

Samstag, 05.05.2018: Figl-Fiasko

Mittwoch, Mai 09, 2018

Ich hatte ja jahrelang über Figln nachgedacht und irgendwann trotz des absurden Preises welche gekauft. Und dann war der erste Einsatz ja nicht wirklich vergnüglich gewesen. Wir waren da eigentlich schon der Ansicht gewesen, dass diese Figln Kunden-Nepp vom Feinsten seitens Kohla sind, denn die können eigentlich gar nicht wirklich funktionieren. Wir wollten den Teilen aber doch noch mal eine Chance geben und fuhren ans Oberjoch, um auf dem Runterweg den Schnee und die Restpiste nutzen zu können.

Beim Frühstück sah das Wetter entgegen der vollmundigen Ankündigungen nicht gut aus. Es war grau und trüb und es hatte ziemlich Wind. Wir fuhren trotzdem los und sahen am Oberjoch dann tatsächlich Sonne durch die Wolkenfetzen schimmern. Im Aufstieg quer über alle Pisten wurde die Sonne mehr und wir hatten großartige An- und Ausblicke zwischen Nebel, Wolken, Sonne und schöner Landschaft.

Wir waren ein wenig erstaunt, dass es inzwischen schon wieder so wenig Schnee hat (trotz des Tauern-Ausfluges, der das ja schon deutlich gezeigt hatte). Der Weg über den Grat war somit viel weniger aufwändig und anstrengend, als wir angenommen hatten.

Wir waren den ganzen Tag komplett allein gewesen, deswegen war die Truppe Bikesteiger, die sich am Iseler angeregt unterhielten, ziemlich lästig. Wir flohen Richtung Oberdorfer Kreuz und machten dort Pause. Dann kam die Abfahrt.

Pünktlich zu unserem Aufbruch kamen Wolken und wir standen unvermutet im Nebel. Wir mussten nur wenige Meter den Normalweg vom Iseler runtergehen, dann kam schon Schnee. Wir legten die Figln an und stellten uns an den Rand des Schneefelds. Der beste Allgäuer von Allen eierte (anders kann man das nicht beschreiben) gleich mal zu den Latschen rüber und wartete auf mich.

Ich stand mit den Figln am oberen Rand des echt steilen Schneefelds und hatte Angst. Der Schnee war oberflächlich relativ weich (und uneben) und drunter fest. Ich rutschte ein paar Meter und hatte Null Kontrolle, weil man mit den Figl einfach nicht rutschen kann. Ich sah mich stürzen oder wahlweise mit Karacho das Schneefeld runter rutschen und in die Latschen sausen oder das Knie verbiegen. Nein.

Ich zog die Figln wieder aus und stieg zu Fuß ab. Allerdings nicht auf dem Weg, sondern über das Schneefeld, denn ich meinte, wir sollten uns nicht trennen. Zu Fuß hatte ich zwar mehr Kontrolle, aber der steile Abstieg war dann trotzdem nicht lustig, weil der weiche Oberflächenschnee gern mal weg rutschte und ich immer Sorge hatte irgendwo durchzutreten und das Knie zu verbiegen. Zwei Mal stieg ich sogar rückwärts ab, weil es da besonders steil war.

Der beste Allgäuer von Allen hatte seine ganz eigenen Probleme. Die Figln haben kaum Seitenhalt und man kann deswegen nicht quer rutschen und der unebene Schnee erforderte höchste Konzentration, um nicht das Gleichgewicht nach vorn oder hinten zu verlieren. Er fuhr immer erst mal quer und schaffte in den flacheren (Haha!) Stücken sogar ein paar Kurven, in den steilen Stücken stieg er um. Es sah sehr anstrengend aus.

Er war natürlich schneller als ich und musste deswegen ständig im kalten Wind, der natürlich zum Nebel hinzugekommen war, auf mich warten. Als es dann endgültig etwas flacher zu werden schien, zog ich die Figln wieder an, und eierte mit ihm den Hang runter. Allzu lang ging das allerdings nicht, denn der Schnee ging aus.

Wir gingen ein Stück nach rechts und fanden dort - nun wieder mit Sicht, weil wir unter den Wolken angekommen waren - eine Lawinenrinne, die fast bis zur Piste führte. Ich betrachtete den unebenen Schnee und stieg weiter zu Fuß ab. Der beste Allgäuer von Allen stieg trotzig in die Figln (‘Ich schlepp das doch nicht den ganzen Tag mit mir rum und nehme das Zeug dann nicht!’) und fuhr ab. Teilweise sah das sogar nach Fahren aus - kleine Kurven, nette Spur - aber so ganz viel Spaß machte es trotzdem nicht.

An der oberen Station der Sesselbahn musste er nochmal aus den Figln steigen, dann kamen wir an die Restpiste. Die sah nun deutlich glatter aus und ich beschloss das mit den Figln nochmal zu probieren. Tja. Ja, die Piste war tatsächlich glatt. Sie war aber auch - Kunstschnee und von der Pistenraupe gepresst - hart und eisig und oben steil. Die Figln waren auch hier quasi unfahrbar ... keine Kanten, kein Druck drauf und nun konnte man nicht mal im weichen Schnee anhalten und wurde zudem ordentlich durchgeschüttelt.

Ein Stück weiter unten wurde es zwar flacher, aber nicht weicher. Diesmal war es uns beiden zu viel und wir gingen zu Fuß weiter. Mit den Stiefeln konnte man auf der Piste super laufen, teilweise sogar auf den Schuhen abfahren und hatte immer die volle Kontrolle. Im Vergleich zu den Figln war das echt eine Wohltat.

Unten ging natürlich der Schnee aus und wir liefen auf der erst braunen dann grünen Piste zurück zum Auto. Vom Figln abgesehen war das eine wunderbare einsame und schöne Runde. Und für die Figln war das möglicherweise der Todesstoß ...


Der erste (Kunst-) Schnee


Noch ist Nebel


Am Grat kommen wir in die Sonne


Der Schnee ist noch hart und die Wolken hängen auf der Nordseite


Am ersten Gipfel


Gipfelbesucher


Auf dem Weg zum zweiten Gipfel


Rückblick zum ersten Gipfel


Am zweiten Gipfel


Vorbereitung zur Abfahrt


Die Feigling geht zu Fuß ...


... und eiert später hilflos auf den Figln rum


Rasante Kurven in der Lawinenrinne


Rückblick


Unten ist Frühling

Von engel am 09.05.2018 19:58 • outdoorbergski

Sonntag, 29.04.2018: Abbruch

Donnerstag, Mai 03, 2018

Am Vorabend hatten wir das Ziel für den heutigen Tag diskutiert und ich hatte die Östliche Simonyspitze vorgeschlagen, weil die von der Hütte aus schön einsehbar schien und der zu erkennende Anstieg gut aussah. Yak hatte kurz mit dem Großen Geiger gegengehalten, aber am Ende einigten wir uns auf meinen Vorschlag. Auch die Frühstückszeit (6:30) war mein Vorschlag.

Und ich muss zugeben, beides war nicht sehr schlau.
Note to self: nächstes Mal besser recherchieren und vor allem vorher nachdenken!

Ich hörte es bereits um 4:30 über uns rumpeln, aber danach kehrte wieder Ruhe ein bis gegen 6:00 der allgemeine Rush auf das Frühstücksbuffet begann. Ralle und ich waren um etwa 6:20 die letzten an unserem Tisch und hatten kaum Zeit Marschtee zu bunkern und etwas zu essen, dann stürmten schon alle raus.

Das Wetter sah super aus und es war ... warm. Wir marschierten zunächst zur Ebene hinter Hütte runter und orientierten uns dann zum Simonykees. Der Schnee war selbst im Schatten nicht wirklich gefroren und wurde schnell weich, als wir in die Sonne kamen.

Im Steilstück des Gletschers fand sich bald Sulz mit einer rutschigen Seifenschicht oben drauf, auf der man andauernd ausrutschte. Und es war warm. Also eigentlich war es heiß! Der beste Allgäuer von Allen musste bald seine Blase neu verpflastern, weil selbst das gute Compeed bei der feuchten Hitze im Stiefel nicht hielt.

Während wir noch im Steilstück aufstiegen, verschwanden die beiden Simonyspitzen vor uns in Wolken und von Nordwesten rückten weitere Wolken an. Wir hatten schon ein Weilchen über die Sinnhaftigkeit unseres Tuns sinniert und als der Sulz immer noch tiefer und der Anstieg immer noch heißer wurden und die Aussicht auf den Gipfel weiter schwand (Nebel auf einem unbekannten Gletscher mit großen Spalten?), sank auch die Lust am Skihochtourengehen. Und die Aussichten auf die nächsten Tage war ja auch bestenfalls so mittel.

Nach dem Steilaufschwung war es dann so weit und wir erklärten, dass wir umdrehen und heimfahren würden. Mit etwas schlechtem Gewissen, zugegeben, aber lustlos auf einer Hütte Rumhängen, wenn man lieber im Grünen wäre, bringt ja auch nix. (Hätten wir allerdings geahnt, dass der Rest der Truppe dann auch aufgeben würde - weiter oben war noch tieferer Sulz, noch mehr Spalten - wären wir die 200 Höhenmeter natürlich auch noch mitgegangen.)

Die Abfahrt zur Hütte war ... sehr eigen. Der Schnee war schon so nass, dass die Ski sich quasi festsaugten und wir langsam wie in Molasse nach unten rutschten. Man musste in voller Anspannung auf den Skiern stehen, um nicht bei einer besonders nassen Stelle nach vorn über den Ski katapultiert zu werden. Für die Oberschenkel war das brutal und wir mussten öfter anhalten, um auszuruhen.

An der Hütte klärten wir die Seilbahn-Modalitäten (20€ für eine Fahrt) und ließen uns dann einen festen Müllsack geben, in den wir alles stopften, das auch nur annähernd schwer war. Dann gab es noch was zu essen und zu trinken und wir fuhren ab. Über viele der grasigen Stellen fuhren oder liefen wir einfach drüber, wo es Steine hatte, wurde abgeschnallt. Das war ein wenig lästig, aber wir kamen doch ganz gut voran.

Kurz nach dem Anfang des Lärchenwaldes war dann Schluss mit Abfahren. Der restliche Abstieg bis zur Materialseilbahn ging trotz der Ski am Rucksack (der trotzdem nicht sehr schwer war) ganz gut. Ich hatte ernsthaft Angst vor dem Abstieg mit den Skistiefeln gehabt, aber die Stiefel sind tatsächlich so beweglich, dass das Knie nicht übermäßig gestresst wurde. Die fehlende Dämpfung machte sich am Ende vor allem an den Füßen bemerkbar. Wir waren wegen mir natürlich arg langsam.

An der Materialseilbahn stopften wir wild durcheinander alles in den Rucksack, was im Müllsack gewesen war (da zeigte sich, dass vernünftig Packen schon was hat, das Zeug ging schwerer rein als vorher) und stiegen den restlichen Weg zum Parkplatz ab. Da jammerten das Knie und die Füße am Ende dann aber schon :-(

Für die Heimfahrt nahmen wir den Gerlos Pass, bei dem Google vorher gemeint hatte, der Weg sei genauso weit wie über Kitzbühel. Meine Idee, Motorradfahrer-Nostalgie ;-) Das war auch eine bescheuerte Idee, denn der kostet inzwischen knapp 10 Euro Maut (vor 20 Jahren war das nicht so). Unser Navi wollte uns dann unbedingt über Garmisch schicken, was wir aber standhaft verweigerten und so tatsächlich schon um 19:00 daheim waren.

Zusammenfassend: Interessanter Ausflug ;-)
Bisserl viel fahren für ein bisserl wenig Tour, aber bei den richtigen Bedingung wäre das sicherlich ein schönes Tourengebiet.


Start in der Senke vor der Hütte


Auf dem Weg zum Simonykees


Aufstieg ...


... zwischendurch ziemlich steil


Unser Gipfel verschwindet in Wolken


Abfahrt im Schatten


Der Schnee ist so schwer, dass Umsteigen angebracht ist.


Mit leichtem Rucksack ist gut lachen :-)


Ski in Gras und Blümchen


Drecklawinenquerung


Nach der Materialseilbahn ist der Rucksack wieder schwer

Von engel am 03.05.2018 16:32 • outdoorski

Zum Megaschnee-MayDay starteten wir sehr früh. Aufstehen um 5:00, Abfahrt um 5:30, Kaffee in Thermoskanne und nach dem Tunnel wollten wir ein Pickerl und Frühstück besorgen. Das alles, um jeden potentiellen Stau zu vermeiden: Fernpass, rund um Innsbruck vielleicht, bei Kitzbühel vielleicht.

Alles klappte super. Kein Stau weit und breit und so waren wir nach knapp 4 1/2 Stunden in Ströden am hintersten Ende des idyllischen Virgentals. Schon auf dem Weg hatten wir den noch vorhandenen Schnee misstrauisch beguckt und uns gefragt, wie weit wir die Ski wohl würden tragen müssen. Ziemlich weit, vermuteten wir schließlich, denn der Zustieg zur Essener und Rostocker Hütte führt durch ein südseitiges enges Tal (sehr Lawinen-gefährdet). Wir hofften auf 200 Höhenmeter.

In Ströden, 2 1/2 Häuser oder so, hat es einen riesigen Parkplatz, wo sich gerade 6 Leute zum Aufstieg bereit machten: kurze Hosen, T-Shirts, Skistiefel und Ski am Rucksack. Sonst hatte es grüne Wiesen und Blümchen allüberall. Vielleicht waren 200 Höhenmeter ja etwas optimistisch? Noch sahen wir nichts vom Zustieg, vor uns war Wald.

Wir zogen uns um, packten die Ski an die eh schon vollen (und schweren!) Rucksäcke und stiefelten los. Nach einer Viertelstunde kamen wir aus dem Wald und sahen vor uns ein langes Tal, rechts und links mit immensen Grund-Lawinen bestrichen, kein Schnee weit und breit und gaaanz weit hinten leuchteten weiße Berge. Im Talschluß sah man Lärchenwälder. Wir hofften, der Schnee möge danach beginnen, das waren aber sicherlich 4 Kilometer Weg und 500 Höhenmeter!

Kurz nach der Talstation der Materialseilbahn kamen wir an die erste Lawine. Idyllische Krokusse blühten zwischen Schneeresten, Dreck und haufenweise zerspanten Bäumen. Wir kletterten vorsichtig über den Verhau und gingen auf dem Wanderweg weiter. Nach ein paar Bäumen kam die nächste Lawine. Man sah kaum den Schnee unter dem Dreck und Gras und den Holzspänen.

Und so ging es weiter, Lawine folgte auf Lawine, eine dreckiger als die nächste. Irgendwo in der Mitte roch es sehr streng und wir sahen eine ziemlich zermurgelte Gams knapp unterhalb des Weges. An einem lawinen-freien Strich schon relativ weit im Tal hinten, machten wir eine Pause und überlegten ernsthaft, ob wir umdrehen sollten. Aber nun waren wir schon fast am Schnee angekommen (zumindest hofften wir das) und oben warteten ja die Freunde. Also weiter.

Nach einem letzten großen Lawinenkegel erreichten wir einen Lärchenwald und da hatte es tatsächlich mal Schnee. Der Weg verschwand direkt darunter und wir stapften steil im Schnee nach oben. Ski anschnallen lohnte da noch nicht, es gab noch zu viel schnee-freien Wald. Immerhin wurde der Schnee aber mehr und der nächste Lawinenkegel war sauberer. Hier brauchten wir eine Pause, um Ralles Fuß zu verpflastern. Heiße feuchte Füße und Skistiefel vertragen sich nicht sehr gut :/

Kurz danach erreichten wir tatsächlich endlich den Schnee! Nach einer kurzen Querung im Lärchenwald öffnete sich das Tal weiter und vor uns war Schnee - unterbrochen von vielen freien Grasrücken, aber genug, um endlich die Ski anzuschnallen. Die Ski vom Rucksack zu haben, war schon mal eine große Erleichterung. Endlich mit den Stiefeln ‘vernünftig’ laufen zu können auch.

An den ersten freien Stellen schnallten wir die Ski noch brav ab, später waren wir das ziemlich leid und marschierten mit den Skiern an den Füßen über die grasigen freien Stellen. Die Hütte tauchte erst ganz am Ende des Tals auf, links oben oberhalb eines letzten steilen Anstiegs. Darunter war ein Hüttchen am Bach, daneben ein breiter Stein in der Sonne.

Da das Ende des Aufstiegs nun endlich absehbar war, machten wir es uns eine Weile auf dem Stein bequem, tranken die restlichen Getränke leer und genossen die Sonne. Danach dauerte es nur noch eine Viertelstunde bis wir auf der Hütte ankamen. Ein Teil der Freunde war schon da und alle waren ebenso begeistert vom Aufstieg wie wir ;-)

Der Nachmittag/Abend war lang und nett. Später kamen noch zwei Freunde und die Runde war komplett. Die Essener und Rostocker Hütte ist (finde ich) recht groß, aber so verwinkelt, dass erst mal gar nicht so sehr auffällt, wie viele Leute da rein passen. Wir waren in einem großzügigen Lager im Keller untergebracht, wo es angenehm viel Platz hatte.

Das Personal ist außergewöhnlich nett und versuchte, alle Sonderwünsche zu erfüllen (und an unserem Tisch gab es komplizierte Esser - mit bescheidenen Wünschen allerdings). Der einzige Dunkelpunkt an der Hütte ist leider das Essen, das war nur mittelmäßig bis schlecht. Echt schade.


Schwer bepackt geht es los.


Der Blick ins Tal hinter. Wo zum Teufel ist der Schnee?!?


Der erste Lawinenkegel. Noch recht harmlos.


Drecklawine. Die weiße Skihose war eine prima Wahl :/


Rückblick. Lawinenkegel rechts und links zuhauf.


Lawinen unterscheiden nicht zwischen Skitourern und Gämsen (roch schon etwas streng).


Endlich Schnee :-)


Anfangs muss man noch alle naselang abschnallen.


Die Hütte! (schwer zu erkennen: genau in der Mitte über dem Dach des Hüttchens)


Die letzten Meter :-)

Von engel am 02.05.2018 20:00 • outdoorski

Schneestapfen

Mittwoch, April 25, 2018

Am Samstag war Nachmittags und Abends eine große Familienfeier angesetzt. Wir wollten vormittags noch ein wenig Bewegung haben und weil der beste Allgäuer von Allen nicht in Hallenbädern schwimmen mag und ich nicht joggen mag (und kann), teilten wir uns am Vormittag auf, damit der eine an der Iller laufen und die andere im Cambomare schwimmen gehen konnte.

Das Schwimmen war total super. Ich hatte eine ganze abgesperrte Bahn für mich und konnte völlig ungestört, ohne ständig auf irgendwen achten zu müssen, 2000 Meter runterspulen (Kraul). Meine Schultern gewöhnen sich langsam wieder an die Bewegung, das ist angenehm. Außerdem war ich etwas schneller als sonst, aber das führe ich hauptsächlich auf die freie Bahn ohne Behinderungen zurück :-)

Am Nachmittag radelten wir zur Familienfeier (51 Leute!) und hatten einen sehr netten Nachmittag und Abend mit ausgezeichnetem Essen.

Am Sonntag gingen wir zu Fuß auf den Tannheimer am Eck mit der tollen Aussicht ins Lechtal. Schon auf dem Weg durchs Tannheimer Tal konnten wir feststellen, dass der Schnee sich bemerkenswert weit zurück gezogen hatte und wir überlegten, ob es in der südseitigen Gipfelmulde überhaupt noch Schnee haben würde. Wir hatten eh die Arschrodel vergessen (und an die Figln gar nicht erst gedacht), so dass wir das Zeug nun nicht umsonst hochtragen mussten.

Unten war es warm und sehr trocken (das Winter-Stopp-Schild der Jäger steht allerdings noch) und der beste Allgäuer von Allen ging zufrieden mit Fivefingers los. Es blieb auch weiterhin trocken und es war selbst auf den sonst matschigen Querungen nicht übermäßig nass. Wir hatten schon tolle Vorstellungen von der warmen trockenen Wiese unterhalb der Gipfelmulde.

Man soll sich aber ja bekanntlich nicht zu früh freuen ;-) Nach der Querung der Steilrinne lag auf dem Weg im Wald unvermutet ein halber Schnee, in den der beste Allgäuer von Allen gleich mal bis zum Oberschenkel einbrach. Da hatte er noch die Fivefingers an.

Auf der nächsten freien Wiese zog er Bergstiefel an und wir rüsteten uns beide vorsichtshalber mit Gamaschen zu den kurzen Hosen aus (optisch ist das echt ein Bringer :-)). Die lange Querung zum Gipfelhang war schneebedeckt, der Gipfelhang selbst leuchtete uns blendend weiß an, als wir aus dem Wald traten. Die Vorfreude auf die trockene Wiese war ein klein wenig verfrüht gewesen ;-) Immerhin fanden wir doch ein trockenes und warmes Plätzchen für eine Pause.

Dafür trug der Schnee erstaunlich gut, zumindest da, wo er noch richtig hoch war. Wo die Schneeauflage dünner war, brach man dann schon mal bis zum Po ein, aber das merkte man natürlich erst, wenn man eingebrochen und auf der Grasnarbe angekommen war. Oder auf einem Felsen, die ganz schön hart sind, wie ich mit dem kaputten Knie ganz unten schon mal testete (da ist jetzt eine Schramme, eine Beule und ein blauer Fleck auf der Kniescheibe).

Wir blieben nicht sehr lang am Gipfel. Der Schnee war eh schon weich und wurde natürlich immer weicher. Wir bedauerten sehr, keine Figln dabei zu haben, aber der Abstieg ging auch so ganz gut. Wir brachen gelegentlich ein, aber das war bis auf das eine Mal, wo ich mit dem linken Bein bis zum Po versackte und deswegen das kaputte Knie arg biegen musste (Aua.), nicht schlimm. Den restlichen Abstieg über war ich noch vorsichtiger (und langsamer) als sonst.

Im letzten Drittel des Abstiegs machten wir nochmal Pause. In der Sonne, auf trockener Wiese, ohne Wind. Es war regelrecht heiß :-)

Das war eine sehr schöne Frühlingstour, allerdings wären Minis oder Figln echt nicht verkehrt gewesen. Nächstes Mal :-)

Von engel am 25.04.2018 05:32 • outdoorberg

Kontrastprogramm

Dienstag, April 10, 2018

Zwar kann man noch überall Skitouren machen, wir zogen aber doch Wärme und Frühling vor und waren 2 Tage Radeln. Weil es halt doch noch überall Schnee hat (oder haben kann, so genau weiß man das vorher ja nicht immer), wenn man ein bisserl höher hinaus kommt, blieben wir daheim und beradelten die Umgebung. Mit dem Blender haben wir ja einen Berg direkt vor der Haustür.

Am Samstag waren wir noch ein wenig vorsichtig und vermieden weitgehend Wald-Trails (von dem am Mariaberg abgesehen) und blieben in der Sonne. Erst stellten wir beim Radeln über den Blender erstaunt fest, dass der Schnee tatsächlich inzwischen überall weg ist, dann stellten wir ebenso erstaunt am Eschacher Weiher fest, dass es teilweise noch richtig ordentlich viel Schnee hat: der Weiher ist noch fast vollständig zugefroren. Es hat lediglich auf der Seite mit der Liegewiese ein paar Meter freies Wasser.

Und der Spazierweg zum Brotzeitstüble ist auch noch schneebedeckt. Weicher Schnee ist unradelbar, also schoben wir die paar Meter. Es lohnte sich, der Kuchen im Brotzeitstüble war ausgezeichnet :-)

Danach radelten wir den üblichen Weg vom Weiher nach Hause, Waldabkürzer und Mini-Trails eingeschlossen und läuteten am frühen Abend die Grillsaison ein. Es war prima, aber es wird natürlich ziemlich schnell kühl, sobald die Sonne weg ist.

Am Sonntag waren wir besser vorbereitet. Wir fuhren ein paar Trails mehr (wozu haben wir Mountainbikes?) und hatten vor allem Badesachen für den Weiher dabei. Ich sonnenbadete, der beste Allgäuer von allen eisbadete. Von den anderen Sonnenbadern (die meisten waren unvorbereitet gekommen und lagen einfach so im trockenen Gras) kam Bewunderung, nachmachen wollte das aber keiner. Vorher waren 2 Jungs mit lauten Gebrüll ins Wasser gegangen, aber so richtig geblieben war keiner.

Ich ließ mich auch von intensivsten Bemühungen nicht dazu überreden, auch eiszubaden. So kaltes Wasser tut richtig weh und darauf hatten ich keine Lust. Bisher habe ich es noch nie ganz rein geschafft, weil mir vorher gefühlt schon immer die Füße abfallen.

Auf dem Rückweg nahmen wir nochmal den Blender mit und radelten dann den Mariabergtrail hinauf. Also der ist doch steiler, als ich dachte ;-) Vielleicht schaffe ihn mal besser, wenn ich und mein Knie besser drauf sind. Ich schob alle steilen Stellen. Macht aber nichts, das war trotzdem interessant.

Von engel am 10.04.2018 05:47 • outdoormtb

Montag, 02.04.2018: Mal wieder Lechtal

Sonntag, April 08, 2018

Wir standen früh auf und waren früh unterwegs in Lechtal. Angesichts des Wetters und der Lawinenlage waren wir uns nicht einig, ob das gewählte Ziel ein gutes war (Ich: vertretbar, Allgäuer: brandgefährlich), aber da uns keine bessere Alternative eingefallen war, fuhren wir hin.

Am kleinen Parkplatz standen schon ein paar Autos, was der besten Allgäuer von Allen nicht gut fand: “Boah! ist ja schon alles total voll hier!” Aber das Kar ist weit und die knapp 20 Leute verteilten sich gut.

Der steilste Teil des Anstiegs geht aus dem Bachbett raus über einen Geröllhang hinauf. Der Hang lag noch voll im Schatten und würde bis zum frühen Nachmittag keine Sonne sehen. Danach ist das Gelände weit und stufig. Inzwischen hatte es 20 Zentimeter pulvrigen Neuschnee, das versprach eine tolle Abfahrt :-)

Der letzte Teil zur Scharte und dem kleinen Gipfelchen dahinter war dann schon recht warm und der Schnee weichte auf. Wir blieben nicht lang oben (da ist eh kaum Platz), sondern fuhren nach dem Abfellen gleich ab.

Wie erwartet war der Schnee ganz oben schon recht schwer, aber die restliche Abfahrt war prima. Sogar der steile Hang ins Bachbett war ganz OK, obwohl da ein bisserl wenig Neuschnee auf den alten Spuren lag.

Wir machten an einem windstillen sonnigen Plätzchen im Bachbett Pause und schauten den wenigen anderen Abfahrern zu, die teils mit Stemmbogen und teils mit bewunderswert lässigen Kurven runter kamen. Das war sehr nett.

Nicht so nett war die Idee, im Bachbett weiter abzufahren, anstatt wie üblich links raus zu fahren. Das Bachbett wurd bald eng und steil und man hätte zwar irgendwie rechts abrutschen können, aber das sah nicht toll aus. Wir krabbelten deswegen zu Fuß nach links aus dem Bachbett raus zum Fortsweg hinauf. Das waren nur 20 Meter, aber ordentlich anstrengend!

Der letzte Teil des Forstwegs zum Parkplatz war dann von einem Bagger oder Trekker umgepflügt und frei geräumt. Man kam zwar noch gerade so am Rand mit den Skiern runter, aber hier ist wohl demnächst erst mal Laufen angesagt.


Auf dem Weg ins Kar


Das weite Kar, links der steile Geröllhang


Traum-Anstieg


Ausblick


Unser Gipfelchen


Am Gipfelchen


Abfahrtsfreuden I


Abfahrtsfreuden II


Rückblick

Von engel am 08.04.2018 09:55 • outdoorski
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