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Wir frühstückten gemütlich zu dritt und machten uns dann auf den Weg nach Reichenbach. Wir waren nicht wirklich früh, aber auch nicht wirklich spät dran, deswegen waren wir etwas geschockt, dass zeitgleich mit uns um die 20 Leute vom Parkplatz aus starteten. Der schöne Weg durch den Tobel war deswegen ziemlich nervig, da der beste Allgäuer von Allen und der Michi sich vom Herdentrieb anstecken ließen und in der Menschentraube den Tobelweg hinauf eilten. Ich bin eh langsam und hetzen lasse ich mich schon gar nicht (am Ende vertappe ich mein Knie) dem Auflauf weglaufen ging also nicht.

Am oberen Ende des Tobel verlief sich die Menge glücklicherweise und wir konnten in relativer Ruhe zum Gaisalpsee aufsteigen. Natürlich hatte es Leute, aber der Betrieb war deutlich normaler als im Tobel! Michi und Ralle waren noch immer schneller als ich, aber das ist ja nichts Neues. Außerdem ist der ‘kleine’ Neffe inzwischen auch größer als ich und so als Zwerg unter Riesen (naja) darf man auch ein wenig hinterher hängen.

Am Gaisalpsee machten wir eine kleine Pause, dann ging es weiter bis zum ersten Gipfel. Der war natürlich voll, weil man ja auch von der anderen Seite aus hochlaufen kann. Wir suchten uns ein leicht abseits gelegenes Plätzchen und machten eine gemütliche ausgedehnte Gipfelpause.

Der Weiterweg entlang des Grats war bis zur Abzweigung zur Seealpe weiterhin voll, dann ließ der Betrieb ein wenig nach (allein waren wir natürlich trotzdem nicht). Zum nächsten Gipfel führt ein Mini-Klettersteig mit einem kurzen Stück Drahtseil und einer schmalen abdrängenden Leiter. Wir waren überzeugt, dass das Ding überhaupt kein Problem für den Michi sein würde und so war es auch.

Am Gipfel versorgten wir die Anwesenden, die anhand einer Karte versuchten, die Berge der Umgebung zu identifizieren mit passenden Informationen, was sehr erfreut aufgenommen wurde. Als wir dann weiter gingen, war das scheinbar das Signal, dass nun die Experten weitergehen und alle folgten uns ;-)

Der Michi meisterte auch den steilen gerölligen Abstieg (mit einem Verhauer und deswegen mit einem kleinen Stück freier Kletterei) problemlos und so waren wir bald auf dem Sattel mit dem Schneefeld das zum oberen Gaisalpsee hinab führt. Das sah wirklich gut aus, aber vorher stand noch der dritte Gipfel auf dem Plan.

Das ist nur noch ein grasiger Mugel, aber immerhin die höchste Erhebung in der Grat-Umrundung. Da gab es dann noch einen wohlverdienten Gipfel-Enzian, dann gingen wir zurück zum Sattel mit dem Schneefeld. Das sah einfach zuuu einladend aus.

Leider war der Schnee für ‘richtiges’ Abfahren auf den Schuhen zu weich, aber es ließ sich immerhin sehr bequem absteigen. Der Ralle versuchte das Abfahr-Problem mit Tüten über den Schuhen zu lösen und das ging sogar recht gut. Der Michi hüpfte einfach in großen Sprüngen das Schneefeld runter. Die Schuhe voller Schnee hatten wir am Ende alle ;-)

Der beste Allgäuer von Allen hatte ein Bad im Gaisalpsee geplant (Brrr!). Eigentlich ja im größeren unteren See, aber nun waren wir am oberen See, rundrum lag Schnee, der See selbst war noch zu 2/3 mit Schnee und Eis bedeckt und was liegt da dann näher als in eben diesem See baden gehen zu wollen (Brrrrrrrrrrrrrr!)? Eben!

Der Mann kramte also Handtuch und Badehose aus dem Rucksack und ging ins Wasser. Und das nicht mal wirklich kurz, sondern so um die 5 Minuten! Ich hatte das Baden in einem kalten Bergsee ja schon zuhause verweigert und auch der Michi hatte da nicht sehr überzeugt geschaut. Jetzt wollte er aber wenigstens mit den Füssen hinein. Und dann ging er einfach bis zum Hintern hinein (weil ungeplant, direkt mitsamt seinen Klamotten), quiekt ein wenig vor sich hin und tauchte dann mit Heldengebrüll bis zum Hals hinein. Und dann sauste er ganz schnell wieder raus :-)

Glücklicherweise fand sich dann noch eine trockene kurze Hose in meinem Rucksack, sonst hätten wir den Neffen wohl mit einer Blasenentzündung daheim abgeliefert. Nachdem alle wieder trocken waren (bis auf die Schuhe, die waren und blieben wegen dem Schnee alle nass), stiegen wir zum unteren See ab (der beste Allgäuer ging auch da nochmal schwimmen - ‘Badewanne’ stellte er fest). Danach stiegen wir bis zu den Alpen ab und kehrten in der Richteralpe auf Kaffee und Kuchen ein (leider nur solala).

Während wir Alten (*seufz*) nach der Bergtour gemütlich zum Essen gingen und uns dann auf dem Sofa erholten, ging der Neffe dann auch noch aufs Stadtfest und kam erst um 3 ins Bett. Uff!


Start im Tobel


Auf dem Weg zum unteren See


Oberhalb des unteren Sees dann schon Schnee


Erster Gipfel


Klettern vor Kulisse


Die Leiter


Abstiegsverhauer mit freiem Klettern


Am höchsten Punkt


Vergebliche Abfahrversuche


Fröhliches zu-Tal-Gehüpfe


Der Plastiktüten-Abfahrer


Eissee-Bader #1


Eissee-Bader #2


Abstieg

Von engel am 31.05.2017 20:35 • outdoorberg

Bike&Hike-Start

Freitag, Mai 26, 2017

Aus Gründen sollte die Bergsaison ja immer mit Bike&Hike anfangen. Da aber ja doch noch ziemlich viel Schnee liegt, war die Auswahl recht eingeschränkt, zumal an diesem Wochenende sicherlich sehr viel los sein würde. Die Wahl fiel auf das nette Bik&Hike Ziel mit den Ketten im Gipfelaufbau.

Seitdem ich mit dem Ghost so glücklich bin, muss das arme Rock Mountain ein gelangweiltes Garagen-Dasein fristen. Aber das Ghost ist so viel bequemer und fährt sich so viel leichter, dass ich mich auch bei den Bike&Hike Touren nicht dazu entschließen kann, das Rocky zu nehmen. Wir nahmen stattdessen zwei ordentliche Schlösser mit.

Als wir unten an der Bahn starteten, war es noch ziemlich kühl. Vor allem der Wind war frisch. Aber 700 Höhenmeter bergauf machen dann schon warm :-) In der Nordrinne unseres Ziels lag noch haufenweise Schnee (Plan: nächstes Jahr da unbedingt mal runter fahren), aber wir wollten ja südseitig aufsteigen.

Am Sattel parkten wir die Bikes und gingen zu Fuß weiter. Bis unter den Gipfel gab es kaum Schneeberührung, aber im steilen Hang unter dem Gipfel, der so ein kleines Bisserl sonnenabgewandt liegt, hatte es dann doch Schnee. Natürlich schaufelten wir uns da dann erst mal Schnee in die niedrigen Schuhe ...

Am Gipfel waren wir nur kurz allein, dann kamen schon die nächsten Nachgänger. Überhaupt war ungewöhnlich viel los an diesem sonst doch recht einsamen Gipfel.

Im Abstieg schaffte ich glatt 20 Meter Abfahren (mit nochmal Schnee in den Schuhen), der Rest musste dann ganz normal zu Fuß zurück gelegt werden. Die Abfahrt unterbrachen wir an der Edenalpe, wo es inzwischen wieder ganz ausgezeichneten Kuchen gibt :-)

Abends wurde der kleinste Neffe am Bahnhof abgeholt und wir läuteten die Grillsaison ein :-)


Hochradeln (vor der schneereichen Nordrinne)


Zu Fuß aufsteigen


Über den Ketten


Abfahrt

Von engel am 26.05.2017 21:59 • diaryoutdoorbergmtb

Brotzeitstüble

Donnerstag, Mai 25, 2017

Das lange Wochenende fing am Donnerstag noch recht trüb und kühl an. Ich warf 2 Ladungen Wäsche in die Maschine (nacheinander :-)), bereitete den Dachboden für Neffenbesuch vor und erledigte noch dringlichen Orgakram (Bremsbeläge für das Ghost-Bike bestellen, beispielsweise). Danach hätte ich problemlos den restlichen Nachmittag am Computer verdaddelt, aber es klarte langsam auf und der beste Allgäuer von Allen drängte raus.

So starteten wir um 3 Uhr noch zum Brotzeitstüble. Natürlich über den Waldtrail :-) An der alten Säge standen richtig alte Oldtimer, die herrlich nach alten Maschinen rochen. Ich fühlte mich umgehend an die Besuche im Deutschen Museum mit dem Opa erinnert, wo die Maschinen auch immer so rochen :-)

Im Brotzeitstüble gab es himmlische Mandeltorte mit Mandarinen. Soooo gut!


Wald-Trail


Buntspecht


Der große Oldtimer


der ‘kleine’ Oldtimer


Auf dem Rückweg wird es schon kühl

Von engel am 25.05.2017 22:00 • outdoormtb

Grosser Solstein

Sonntag, Mai 21, 2017

Weil Karsten Geburtstag hatte, begann der Tag mit einem Sektfrühstück. Nicht schlecht, aber ich hatte bis zum Gatterl lahme Beine ;-) Naja, könnte auch an den 1000 Bike-Höhenmetern vom Vortag gelegen haben.

Meines Knies wegen (vorsichtig gehen, nicht hetzen lassen) und weil wir eh einen komischen Rhythmus beim Laufen haben, gingen wir schon mal los, während sich die anderen noch sammelten. So waren wir quasi die Vorhut und der Ralle hatte das Vergnügen alles spuren zu dürfen. Das kommt aber erst noch.

Zunächst zeigte sich das Wetter freundlich. Es hingen noch viele Wolken rum, aber Sonne schaute schon immer wieder durch und wir erwarteten einen einigermaßen schönen Tag. Zunächst ging es wie am Vorabend zum Gatterl, wo wir dann auf den Höttinger Schützensteig abbogen. Das ist ein wirklich netter schmaler Steig, der durch Geröll, Latschen und Schrofen führt und gelegentlich ausgesetzt ist.

Im Steig war bald klar, dass wir unsere Hoffnung auf schönes Wetter in Nebel würden begraben können. Je höher wir kamen umso dichter wurden die Wolken. Von der Sonne sahen wir bald nichts mehr. Dafür sahen wir bald den ersten Schnee.

Nachdem wir die ersten beiden kleinen Schneefelder gequert hatten standen wir weiter oben im dichten Nebel vor einem recht großen, doch einigermaßen steilen Schneefeld das unten steiler wurde und in einem Abbruch endete. Die andere Seite des Schneefelds war kaum zu erkennen, aber das GPS meinte der Weg ginge da geradeaus drüber. Der beste Allgäuer von Allen spurte nach Gefühl und traf exakt auf die Steigspur auf der anderen Seite :-)

Auf einem Sattel machte der Nebel kurz auf und wir konnten einen Blick auf den Weiterweg erhaschen: Schneefelder. Und dann wurde es auch schon wieder duster. Der beste Allgäuer von Allen spurte auch die nächsten Schneefelder mit schlafwandlerischer Sicherheit und fand jeweils den Weg auf der anderen Seite wieder.

Nach dem letzten Schneefeld landeten wir auf einer Art steinigen Hochebene. Wir marschierten den vielen Steinmännern nach und kamen auf einem schneebedeckten Sattel an. Im Nebel. So ein GPS hat echt Vorteile :-)
Meinen inneren Kompass verdrehte es mir aber trotzdem und wären nicht die anderen mit dem Geltendorfer Führer hinter uns aufgetaucht, wären wir wohl erst mal Richtung Kleiner Solstein weiter gelaufen (ich bin aber fest überzeugt, dass wir das dann doch noch gemerkt hätten ;-)).

Mit Hilfe von Beda fanden wir also den Solsteinsattel und von dort über den schneebedeckten verwächteten Grat schließlich auch zum Großen Solstein. Die Sicht war großartig: weißer Schnee, weißer Nebel, ein schemenhaftes
Gipfelkreuz ;-)

Aber egal. Wir waren oben, dem Knie ging es gut und es war ein neuer Berg. Die Nachfolger-Truppe traf auch bald ein. Die teilten sich dann in Solsteinhaus-Absteiger und Wörgltal-Absteiger auf. Die Solsteinhaus-Gruppe ging bald. Wir auch, es war ganz schön frisch da oben!

Der Abstieg durchs Wörgltal ging erstaunlich gut. Das Schneefeld dort war zwar ziemlich steil, aber der Schnee war genau richtig, um mit festen Schritten sanft absteigen zu können. Unten wurde das Schneefeld steiler und lief in eine relativ enge Rinne hinein. Das war mir etwas unheimlich, also orientierten wir uns Richtung ‘richtiger’ Weg, aber das war keine besonders gute Idee. Das ganze Wörgltal besteht aus Geröll auf abfallenden Platten und ist bescheuert zu gehen. Da wären wir mal besser wie die anderen die steile Rinne im Schnee abgestiegen.

Nachdem wir aus dem Kar raus waren, wurde es unvermutet Sommer. Wir hatten Schnee und Wolken hinter uns gelassen und merkten nun, dass außerhalb der Gipfelregion sogar die Sonne schien! Die Sonne verließ uns allerdings mehr oder weniger, als wir uns an der Hütte an einen freien Tisch setzten um einen Kaiserschmarrn zu essen. Der hatte dann ein Ausmaß, dass die Portion locker auch für 4 Leute gereicht hätte. Aber er war gut. Nicht zu süß, nicht zu fett und gut gebraten.

Am Ende durften wir dann die 1000 Höhenmeter, die wir uns am Vortag hinauf gequält hatten, wieder abfahren. Wunderbar! (auch wenn mir am Ende die Hände vom Bremsen weh taten ;-))


Start mit Sonne an der Neuen Magdeburger Hütte


Im Höttinger Schützensteig


Schneefeldquerung


Irgendwo oben, wo es flach ist.


Der große Solstein. Aussicht und so :-)


Tiefblick das Wörgltal runter


Steile Schneestapferei


Und wieder: Sonne an der Neuen Magdeburger Hütte


Am Ende der langen Abfahrt

Von engel am 21.05.2017 22:00 • outdoorberg

Hütte

Samstag, Mai 20, 2017

Wir hatten bei der letzten Mitgliederversammlung der SAN beschlossen, uns mal nach der speziellen Unterstützung einer Hütte umzusehen und der rührige Vorstand hatte sich dann auch sehr schnell eine Hütte einer naheliegenden Sektion ausgeguckt, Treffen und Hüttenbegutachtung organisiert und dann die Unterstützung genau dieser Sektion und Hütte ausgemacht. Es lag nahe, die nächste Mitgliederversammlung dann auch dort abzuhalten, damit auch wir anderen mal einen Eindruck bekommen konnten.

So kam es, dass der beste Allgäuer und ich am Samstagvormittag in Zirl parkten und mit fettem Rucksack (in dem sich neben Hüttenzeug vor allem Regenzeug befand) gut 1000 Höhenmeter mit den Mountainbikes in Angriff nahmen. Von Zirl aus geht es erst mal sehr nett in langen Kehren an einer Steilwand entlang und führt dann in den Wald hinein. Und da bleibt man dann und sieht - Wald. Gelegentlich rattert unten ein Zug durch den Tunnel, das führt zu Rätselraten, bis man durch die Bäume einen kurzen Blick auf die Lok erhaschen kann. Erst geht es lang und steil geradeaus, dann nicht ganz so steil über 6 lange Kehren und dann wieder steil weiter geradeaus, und wenn man dann wirklich die Nase voll hat, kommt endlich die Neue Magdeburger Hütte. Zwischendurch regnete es mal mehr, mal weniger und es war abwechselnd kalt, weil Wind oder schwül, weil eben kein Wind aber Niesel. Ganz ehrlich: wir sind schon schönere Routen geradelt.
(Note to self: Der Weg von Hochzirl aus ist 300 Höhenmeter kürzer, nächstes Mal vielleicht ein wenig länger nach MTB-Routen suchen!)

Oben kamen wir etwa 5 Minuten zu spät zur Mitgliederversammlung. 3 Stunden waren halt doch etwas knapp kalkuliert. Die MV selbst war teils langweilig (Zahlen, *gähn*, aber naja, muss halt), teils schön (Bildchen der Touren des letzten Jahres), teils interessant (Ausblick auf exotische Ziele) und teils lustig (die Skitourenberichte). Ich kam natürlich auch dran (Maschinenraum) und das war vermutlich auch eher langweilig. Aber insgesamt: Das Positive überwog ganz deutlich und es war doch erstaunlich kurzweilig :-)

Danach wurden uns die Hütte und die im Wesentlichen verantwortlichen Leute (Hüttenwirt, Sektions-Menschen) vorgestellt und das war ein ausgesprochen kurzweiliger und sehr engagierter Vortrag. Man bekam mal so richtig mit, was es heißt, als Sektion eine Hütte zu haben und ich bin sehr froh, dass wir vor allem beschlossen haben, mit Geld auszuhelfen. Danach dann Zusammensitzen, Essen, ein Spaziergang und Bett.

Von engel am 20.05.2017 22:00 • outdoormtb

Chili-Auszug

Sonntag, Mai 14, 2017

Schnelle und deutliche Verbesserung im tiefen Südwesten, was alle sehr erleichterte.

Freitag ließ ich mir neue Schuheinlagen anpassen. Dazu wurde auch ein Fuß-Scan durchgeführt, der genauso unschön aussah wie meine nassen Fußabdrücke (ich habe Spreizfüße ). Ich diskutierte ein Weile mit der Einlagen-Spezialistin, um die besten Variante für die harten Bergstiefel, in denen meine Füße eh arg wenig Platz haben, herauszufinden. Bei den Einlagen, die ich habe, schlafen mir in den Stiefeln meistens die Füße ein. Schaumermal, ob die neuen Einlagen besser werden.
Diese Einlagen dauern übrigens nur eine Woche :-)

Samstag druckste das Wetter eine ganze Weile unentschlossen umher und klarte dann doch so halbwegs auf. Rausgehen ist wichtig, deswegen sausten wir nach Burgberg, um aufs Burgberger Hörnle zu gehen. Es war sehr feucht, deswegen stiegen wir auf dem Normalweg hoch. Andere ließen sich von der Feuchtigkeit nicht beeindrucken und gingen trotzdem den Aurikelgrat.

An sich hatten wir vorgehabt, bis auf den Grünten zu gehen, aber weil mir nach dem Aufstieg der Fuß so arg weh tat, stiegen wir nach dem Hörnle ab. Damit hatten wir genügend Zeit, um noch einkaufen zu gehen, auf der Terrasse in der Sonne zu liegen und der Beste Allgäuer von Allen mähte dann sogar noch den Rasen. Barfuß. Seitdem hat er grüne Fußsohlen, die nur langsam wieder Normalfarbe annehmen :-)

Sonntag war es so weit: Auszug der Chilis!
Nachdem die Wettervorhersage inzwischen keinen Frost mehr prophezeit und weil wir im Wohnzimmer kaum mehr aus dem Fenster schauen konnten, wurde es wirklich Zeit, die Chilis umzuziehen. Wir bauten unser Chilihaus auf (wohl das letzte Mal, daran geht so gut wie alles kaputt ) und setzten die Chilis in große Töpfe und raus auf die Terrasse.

Jetzt wäre es freundlich vom Wetter wenn es warm bliebe!

Von engel am 14.05.2017 22:00 • outdoorberg

Mai-Wochenende

Montag, Mai 01, 2017

Freitag war noch kaum zu glauben, dass das Wochenende schön werden sollte, aber tatsächlich - am Samstag in der Früh schien die Sonne zum Fenster hinein. Und auf den Schnee im Garten.

Noch immer aus Gründen konnten Touren weder lang noch anstrengend sein, deswegen war es schwierig zu entscheiden, was wir mit dem schönen Wetter anfangen sollten. Dass wir raus wollten, war immerhin klar. Am Ende entschieden wir uns dafür, zu Fuß den Aggenstein zu versuchen. Bis zur Hütte sollte es lawinentechisch kein Problem sein, danach müsste man halt mal gucken.

Im Tannheimer Tal lag nicht besonders viel Schnee (was den Besten Allgäuer von Allen erstaunte), aber auf dem Weg zur Hütte - glücklicherweise gespurt - versanken wir habe teilweise bis zum Oberschenkel (was wiederrum mich erstaunte). Wir gingen lediglich bis zur Hütte, weil uns die steile Querung und dann der steile Aufstieg zum Gipfel zu gefährlich schienen.

Am Sonntag wollten wir weniger Schnee und trotzdem einen Berg und gingen deswegen aufs Bärenköpfle. Es war erstaunlich wenig los und der Schnee hielt sich bis auf wenige Meter in Grenzen.

Beide Touren zusammen sorgten bei mir für einen fürchterlichen Muskelkater im linken Bein (und für moderate Schmerzen im rechten Knie). Das passiert jedes Mal wieder, wenn wir nach einer Pause wieder zu Fuß in die Berge gehen. Meh :-(

Montag war ein ‘Arbeitstag’ ;-)
Wir beschäftigten uns mit Bildern und Ebooks und ich pflegte meinen Muskelkater mit lautem Gejammer bei jedem Aufstehen ;-)

Der kleine Schock vom Wochenende: Ueli Steck ist tödlich verunglückt.
Natürlich kenne ich den Mann nicht wirklich, aber er kam in allen Interviews immer so sympathisch rüber (und man denkt ja, man kennt die Leute, wenn man was über sie gelesen und/oder Interviews mit ihnen gehört hat), dass ich beim Hören der Nachrichten doch ziemlich erschrocken bin.

Von engel am 01.05.2017 22:00 • outdoorberg

Freitag, 31.03.2017: Piz Mon Skidepot

Mittwoch, April 12, 2017

In der Nacht wachte ich davon auf, dass es im Zimmer brummelte. Ich brauchte eine Weile, bis ich raus hatte, dass der Wind durchs Fenster und durch die Tür pfiff und dabei dieses brummelnde Geräusch machte. Das waren keine guten Nachrichten für den nächsten Tag.

Beim Frühstück sahen wir dann auch, dass sich die Leute vor dem Fenster deutlich mehr vermummten als die letzten Tage. Den einen Hüttenwirt überhörten wir am Telefon: ‘... viel mehr Wind als erwartet.’ Wir räumten das Zimmer auf und vermummten uns ebenfalls sturmfest. Dann verstauten wir das Hüttenzeug unten in einem der Fächer und stellten uns den Elementen.

Rein optisch sah der Tag so wunderbar aus wie die letzten: Stahlblauer Himmel und die Sonne schien ungehindert auf Gletscher und Berge. Aber es hatte Wind. Ganz ordentlich Wind, wie wir feststellten, als wir uns aus dem Schutz der Hütte begaben und Richtung Vermutpass marschierten.

Wir liefen genau gegen den Wind. Unter den Skiern und den Stöcken lösten sich bei jedem Schritt kleine Eisplättchen (die vom Firnspiegel, ganz dünnes glattes Eis über dem gefrorenen Schnee), und sausten klingelnd hinter uns davon. Der Wind war kühl und vor allem ordentlich stark und kühlte uns deswegen ziemlich aus. Ich hatte bald die Kapuze auf (was ich nur selten mache), der beste Allgäuer von Allen stellte von Sonnenbrille auf Skibrille um, weil seine Augen so tränten.

Der Weg zum Piz Mon sieht von der Hütte so kurz und bequem aus, aber es zieht sich schon etwas und wird am Ende auch recht steil, bis man endlich das Skidepot erreicht. Von da heißt es im Führer lapidar ‘entlang des Grates zum Gipfel’. Wir betrachteten den Zustieg und den blockigen Grat und ließen uns vom Wind durchblasen. Aber starker Wind und Grat ist etwas, da fühle ich mich gar nicht wohl und deswegen liessen wir die letzten 100 Meter einfach aus und fuhren vom Skidepot zurück zur Hütte.

Die Abfahrt war wie die ganzen letzten Tage unberechenbar, aber wir fanden wie immer wenigstens ein paar Stellen, wo es sich schön fahren liess. Der Rest, naja fahrbar halt ;-)

In der Hütte (tatsächlich drin, draußen war es mit dem Wind einfach zu kühl) gab es Weizen und Kaspressknödelsuppe und dann machten wir uns auf den langen Rückweg.

Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass wir schon in der Abfahrt zum See ein paar Mal ein wenig aufsteigen und dass wir den gesamten See zu Fuß zurück laufen würden müssen. Aber - große Überraschung - man kann bis zum See mit nur einmal minimal Aufsteigen abfahren und den See bis fast ganz vorn mit (zugegeben mit der Zeit recht mühsamen) Schlittschuhschritten hinter sich bringen. So ist man viel schneller an der Biehler Höhe als wir gedacht hatten.

Dann Tunnelbus, Bahn, Auto (Stau bei Dornbirn, meh) und heim. Toller Skitourenurlaub!


Auf dem Weg zum Vermuntpass


Vermummt auf dem Weg zum Piz Mon


Die letzten Meter zum Skidepot


Abbruch am Skidepot


Ein letztes Hüttenbild


Abfahrt zum See


Die letzten Meter zur Biehler Höhe

Von engel am 12.04.2017 20:04 • outdoorski

Am letzten vollen Tag unseres Silvretta-Urlaubs stand natürlich der Große Piz Buin auf dem Plan. Sommers waren wir da ja schon mal, winters aber noch nicht. Im Führer wurde der Rinne und dem Kamin einiges an Text gewidmet, einschließlich dem Tipp, dort zu sichern und abzuseilen. Wir hatten beide keine besondere Erinnerung an beide Stellen, waren aber gespannt.

Wir standen wie immer um halb sieben auf und frühstückten gemütlich. Zu unserem Erstaunen war diesmal wirklich viel los und die Leute wuselten alle erst wild durcheinander und eilten dann zur Tür hinaus als gälte es ein Rennen zu gewinnen. Als wir draußen starteten, waren wir fast die letzten, obwohl wir nicht später dran waren als die letzten Tage. Auch wenn es ein wenig seltsam war, so hinter allen anderen loszugehen, waren wir sicher, dass das richtig war. Die Touren in der Silvretta sind einfach nicht lang und hier oben herrschten ja noch keine Frühjahrsbedingungen. Abgesehen davon taugte es uns sehr, in aller Gemütlichkeit so gut wie allein unterwegs zu sein.

Zum Piz Buin muss man erst mal zum Ochsengletscher, also wieder die laaange Querung entlang des Hangs zur Grünen Kuppe nehmen, wo man ständig die Kanten hart ins Eis pressen muss. Unangenehm fürs Knie. Nach der Kuppe muss man ein Stück bergab eiern (auf Fellen abwechselnd in hartem Firn oder auf harten Presspulverplatten abfahren) und kommt dann auf den Ochsentaler Gletscher. Diesmal verzichten wir aufs Anseilen.

Nachdem wir den Aufstieg entlang des Gletscherbruchs hinter uns gebracht hatten, begann der lange Marsch zur Buinlücke. Wahrscheinlich ist der gar nicht so sehr lang, aber es kommt einem so vor, weil man viel Strecke mit wenig Höhenmetern hinter sich bringen muss und das Ziel ständig sehen kann. Was wir auch sehen konnten, waren diverse größere Gruppen, die zum Buin-Grat aufstiegen. Sehr gut, die würden dann bestimmt schon wieder unten sein, wenn wir dann kamen.

So war es auch. Als wir in der Buinlücke ankamen und uns mit Gurten, Gerödel, Steigeisen und Seil aufrüsteten, kamen viele Leute gerade wieder runter. Die Lücke wurde voll, der Berg wurde leer (mehr oder weniger, ein paar Leute waren schon noch da) :-) Meine Steigeisen zurrten wir dermaßen fest, dass ich den Stiefel nach hinten ganz einfach nicht bewegen konnte. Bisserl unbequem aber besser als die Eisen verlieren.

Wir stiegen auf dem gut ausgetretenen Pfad im Schnee dem Grat entgegen. Nach ein paar ersten Felsen kam die Rinne. Felsen, 4 Meter Höhe vielleicht. Wir schauten den drei Jungs vor uns zu und betrachteten die Rinne. Sah eigentlich sehr machbar aus, also kein Seil. Und so war es auch. Dasselbe galt auch für den folgenden Kamin auf der Schattenseite. Da hatte es sehr schöne fest ausgetretene Stufen im Schnee. War auch ganz einfach. Danach galt es nur noch den restlichen Gipfelaufbau zu bewältigen und wir waren oben.

Piz Buin! Mit großartigem Ausblick in die Schweiz und nach Italien. Wir freuten uns vor allem über den Anblick von Ortler und Bernina (weil, wenn man mal oben war, dann ‘gehört’ einem der Berg ja irgendwie). Nach ausgiebigem Rundrum-Schauen und vielen Bildern suchten wir uns ein halbwegs windgeschütztes Plätzchen und machten gemütlich Pause.

Als uns kühl wurde, stiegen wir ab. Die Rinne sah von oben schon ziemlich steil aus und brach unten ins Bodenlose ab. Da der Aufstieg so problemlos gewesen war, war anzunehmen, dass der Abstieg ebenfalls problemlos laufen würde. Wo wir aber ja schon ein Seil dabei hatten und weil man ja alles hin und wieder üben muss, beschlossen wir, an dem praktischen Bohrhaken oben abzuseilen.Das begann damit, dass sich das Seil erst mal endlos verwurschtelte. Wir brauchten eine Weile, das wieder zu entwirren, danach seilten wir nacheinander ab. Wir seilten danach auch die kurze Rinne ab, und da war das schon sehr angenehm :-)

In der Buin-Lücke machten wir noch kurz Pause (so lang, bis uns der Schatten des Kleinen Piz Buin erreichte), dann fuhren wir ab. Ganz oben, direkt hinter der Lücke fanden wir dann unerwartet noch richtigen Pulverschnee :-) Der Rest war wie am Dienstag: ein unberechenbarer Mix aus Platten, Pulver, Windgangeln und vereistem Pressschnee, aber alles irgendwie fahrbar, wenn auch nicht immer elegant ;-)

Nachdem wir den Gletscherbruch über die Piste abgefahren waren, beschlossen wir, diesmal über die Grüne Kuppe und nicht über den Winterweg im Tal zur Hütte zurückzukehren. Auch da muss man einen Gegenanstieg bewältigen, der ist aber kürzer und - viel wichtiger - nicht so unerträglich heiß. Das war eine gute Idee und bescherte uns sogar noch ein paar nette Schwünge in schönem Firn.

Auf der Sonnen-Terrasse gönnten wir uns Bier und einen Topfenstrudel und einen Germknödel (jeweils einer, nicht beide beides) und gingen duschen (bevor die vielen anderen auch duschen wollten)). Danach setzten wir uns nochmal in die Sonne und tranken Kaffee. Zum Abendessen gab es Kartoffelsuppe, Zigeunergulasch mit Nudeln und Gemüse und zum Nachtisch Schokocreme.


Auf dem Weg zum Piz Buin


Der Ochsentaler Gletscher


Aufstieg neben dem Gletscherbruch


Der Gletscherbruch


Die Buin-Lücke ist voraus


Aufstieg


Klettern in der Rinne


Am Gipfel


Abseilen


Abstieg


Abfahren


Rückblick

Von engel am 10.04.2017 20:53 • outdoorski

Mittwoch, 29.03.2017: Dreiländerspitze

Sonntag, April 09, 2017

Am Vorabend waren Wolken aufgezogen und wir hatten schon Sorge gehabt, ob das mit dem Wetter so perfekt wie bisher weiter gehen würde. Aber ja, es ging. Als wir uns nach dem Frühstück für die Tour aufrödelten, lösten sich die Wolken gerade auf :-)

Der Weg zur Dreiländerspitze ist viel bequemer als der zum Ochsenkopf, weil man nicht so endlos queren muss. Stattdessen kann man ganz gemütlich sanft ansteigend hinter der Hütte über weite Hänge losgehen. Das Knie mochte das sehr, nicht immer so hart seitlich in den Berg drücken zu müssen.

Anfangs waren wir fast allein in dieser Richtung unterwegs, aber bald sammelte sich hinter uns eine Riesengruppe. Wir hatten schon Sorge, dass es am Grat vielleicht eng werden würde und zu Staus kommen könnte. Aber das war die Riesengruppe Franzosen, die schon gestern alle Scharten abgeklappert hatten ohne auf einen Gipfel zu steigen. Eine Dame erzählte uns, dass sie alle auf dem Weg zur Jamtal Hütte seien. Wir fanden das prima :-)

Vor dem Steilhang zum Grat machten wir Pause und legten dann die Gurte an und das Seil bereit. Der Anstieg und die Querung sahen schwierig aus, waren dann aber beim Näherkommen doch nicht ganz so steil und hart, wie sie ausgesehen hatten. Wir kamen ohne Probleme in der Scharte im Grat an und stellten die Ski in den sehr schön bereits flach getrampelten Stufen ab und legten die Steigeisen an.

Die paar Leute, die bereits am Grat unterwegs waren, waren alle ohne Rucksack unterwegs. Klar, damit ist Klettern etwas leichter, aber ein leerer Rucksack wiegt nicht viel und wo soll man denn all die wichtigen Dinge wie GPS und Kamera (und vielleicht auch Geld und Handy und Erste-Hilfe Packl oder sowas) unterbringen, wenn man nichts dabei hat? Wir nahmen die Rucksäcke mit.

Die Spur war breit ausgetreten und hatte in den steileren Passagen schöne gut zu gehende Stufen. Was von der Ferne abenteuerlich steil und ausgesetzt ausgesehen hatte, war von der Nähe nur halb so schlimm. Der Schnee hielt bombenfest und der blockige Grat war gut zu gehen. Allerdings ist der Grat tatsächlich sehr ausgesetzt, so dass wir an der steilsten Stelle das Seil auspackten und sicherten.

Auch den Übergang von der letzten Erhebung zum eigentlichen Gipfelaufbau, wo man kurz in eine Scharte absteigen und dann im Schnee recht steil ab und wieder aufsteigen muss, sicherten wir vorsichtshalber. Wir legten dazu das Seil kurz direkt in die Öse des Borhakens (weil es so schön bequem auch für den zweiten Sicherung von oben bedeutete), aber das war nicht so gut, denn das gab ein Kuddelmuddel mit einer 6er-Gruppe, die gerade vom Gipfel direkt über den Grat abkletterte. Der Bergführer guckte uns schon zu Recht ein wenig genervt an. Seine Gruppe musste deswegen ein paar Minuten warten.

Am Gipfel waren wir kurz allein (Yay!), was auch gut so war, denn der Gipfel ist gerade mal handtuchgroß. Es passt das Gipfelkreuz drauf, die 3-Länder-Plakette und etwa anderthalb Leute. Das Gipfelkreuz ist nicht sehr groß, aber man kann trotzdem nicht weit genug weg davon, um es ganz auf ein Foto zu bekommen ;-)

Unsere Nachfolger waren schon auf dem Weg und so machten wir uns dran, wie die 6er-Gruppe über den Grat zu klettern. Das ist ein IIer-Blockgrat und er ist natürlich ausgesetzt. Was mit Bergstiefeln und Gummisohlen vermutlich gar nicht allzu schwierig gewesen wäre, wird mit Steigeisen an Skistiefeln durchaus zu einer Aufgabe. Ohne Seil hätte ich das nicht gemacht, aber dazu hatten wir das ja dabei.

Mit Steigeisen auf Felsen rumschrammen ist bestimmt nur Übungssache und man bekommt mit der Zeit sicherlich raus, was da alles so hält. Wir haben aber keine Übung und so war der Anfang des Grates, wo man gerade so nicht sehen kann, wohin man die Füße setzen kann, eine rechte Zitterpartie. Aber es ging alles gut und wir kamen problemlos über die Scharte zurück zum Vorgipfel. Der Abstieg zu den Skiern war dann relativ einfach, auch wenn wir unten in der Steilstelle nochmal das Seil rausholten.

Im unteren Teil des Abstiegs zu den Skiern fiel mir dann im Schnee ein Steigeisen von den Stiefeln, was mich sehr erstaunte, denn erstens hatte ich sie wirkllich fest angezogen und zudem war ich ja kurz vorher noch mit genau diesen Eisen im Fels rumgeklettert. Bei genauerer Betrachtung sah es dann so aus, als seien die neuen Skistiefel nicht für Kipphebel-Steigeisen geeignet. Im Abstieg, wo sich der Schaft sehr weit nach hinten runter bewegen kann, drückt der Schaft den Kipphebel auf.
Nachträgliche Recherche: Ja, die Scarpa F1 TR sind nicht für Kipphebel Steigeisen geeignet. Meh!

Wir fuhren in die Ochsenscharte ab und machten dort Pause in der Sonne. Lang und gemütlich und warm.

Eigentlich wollten wir ja nicht so besonders früh zurück zur Hütte, aber wenn man die Dreiländerspitze macht (was keine allzu lange Tour ist, auch nicht, wenn man sich wirklich viel Zeit lässt), sind schöne Zusatzziele für Skitourer rar. Wir machten also noch ein wenig Pause, bis wir fast in der Sonne eingeschlafen waren und fuhren dann zurück zur Hütte.

Dort gönnten wir uns Kaspressknödelsuppe (sehr fein) und Weißbier und noch mehr Sonne. Danach gingen wir duschen, was ein Luxus! Zum Abendessen gab es Knoblauchcremesuppe, Kassler mit Sauerkraut und Kartoffelbrei und Panna Cotta. das Sauerkraut kam bei den anderen HP-Gästen nicht besonders gut an (wir vermuten, das ist was sehr Germanisches, also nur für Deutsche, Österreicher, Schweizer und das mag sonst keiner), wir fanden das Essen aber sehr gut. Danach galt es nur noch auszuhalten, bis Bett-Zeit war.


Die Wolken lösen sich auf


Auf dem Weg in die Sonne ...


... und zur Dreiländerspitze


Die letzten Meter zum Skidepot


Aufstieg über den Grat


In der Steilstelle wird gesichert


Am Gipfel, hinten der Piz Buin


Die Dreiländer-Plakette


Abklettern über den Grat


Abfahrt zur Ochsenscharte


Die letzten Meter zur Hütte

Von engel am 09.04.2017 05:47 • outdoorski
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