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Sonntag, 11.06.2017: Schuhtest

Dienstag, Juni 13, 2017

Ich musste die dicksten all meiner Bergstiefel (La Sportiva Spantik, Expeditionsstiefel) mal wieder testen und dachte, der Sonntag sei ein guter Tag dafür. Der beste Allgäuer von Allen nahm aus ähnlichen Gründen seine Hochtourenstiefel.

Wir radelten an Hinterstein vorbei bis hinauf zur Käseralm. Die Radlerei mit den Spantiks war ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber von Start-Problemen im Steilen abgesehen (und hinauf zur Käseralm ist es teilweise abartig steil), ging es recht gut. Ich bekam halt recht warme Füße.

Im Ostrachtal sind inzwischen alle Kühe auf der Alm und die Straße wird teilweise regelrecht von Jungkühen belagert. Wenn so 10 Schumpen 4-Kuh-hoch auf der Straße auf einen zulaufen, dann ist das schon recht abenteuerlich. Ich beharrte aber auf meinem Wegerecht und das klappte auch. Die Herde teilte sich und ließ uns durch :-)

Nachdem wir an der Käseralm die Räder abgestellt, hatten stiefelten wir - im wahrsten Sinne des Wortes - hinauf zum Engeratgundsee. Es war heiß. So richtig heiß und schwül. Und dazu die klobigen Spantiks. Ich hatte echt schon bessere Ideen :/

Am See - der übrigens, man glaubt es kaum, noch zu 90% mit Eis bedeckt ist - kochten meine Füße und die Fersen brannten. Die harten Schäfte der Stiefel hatten sich auf dem felsigen Weg schmerzhaft in die Waden gebohrt und die Wadlhaut in den Stiefelschäften war rotgerieben. Aua.

Der beste Allgäuer von Allen hatte zwar auch heiße Füße, aber weichere Stiefelschäfte heißt auch weicheres Laufen und seine Füßen ging es ganz gut. Eisbaden war ja eh der Plan gewesen (also für ihn), deswegen gingen wir erst mal an den See runter. Diesmal musste man, um überhaupt ins Wasser zu gelangen, erst mal durch Schnee und Matscheis stiefeln. Eissee-Baden für Profis, sozusagen.

Der beste Allgäuer von Allen ging also ins Wasser und schwamm (!!!) um die 5 Meter, dann kam er wieder raus. Ich war unterdessen in mich gegangen und erklärte, dass auf den oder gar die Daumen zu gehen so keine gute Idee sei. Macht ja keinen Sinn, sich die Füße zu ruinieren.

Dafür ging ich testhalber durch den Schnee und Eismatsch bis zu den Knien ins Wasser. Ich verstehe nicht, wie der Mann das macht. Wenn das Wasser so kalt ist (Eiswasser, das sind 0 Grad!), dann tun mir die Füße weh. Nicht ein bisserl, sondern das sind richtige Schmerzen. Dabei kann ich gar nicht so recht beschreiben, was da so weh tut, es tut einfach weh. Vielleicht werden da die Nerven überreizt und sie protestieren einfach nur?

Wir verbrachten eine Weile am See in der Sonne. Ich versuchte 3 Mal ein Stück weiter ins Wasser zu kommen, aber musste immer aufgeben. Der beste Allgäuer von Allen lachte unterdessen und ging ein zweites Mal schwimmen. Noch länger, mindestens 10 Meter. Ich fürchte, ich muss wenigstens meine Füße erst mal noch eine Weile üben. Dass ich jemals in einem Eissee schwimme, ist aber sehr, sehr unwahrscheinlich ;-)

Dann stiegen wir zurück zu den Rädern ab. Dafür, dass die Spantiks so klobig sind, läuft man eigentlich recht gut damit. Uneigentlich ist ein heißer Sommertag aber sowas von falsch für die Stiefel und durch die Klobigkeit tun sie meinem Knie auf so unebenem Untergrund (viele Felsen, auf die man treten und balancieren muss) ziemlich schlecht. Ich war sehr froh, als wir endlich wieder bei den Rädern waren.

Im Giebelhaus gab es noch guten Kaffee und Kuchen, dann ging es zurück zum Auto.

Was den Schuhtest angeht, bin ich nun sehr zwiegespalten. Einerseits haben meine Füße keine größeren Probleme mit den harten Spantiks (das war die Befürchtung, deswegen der Test) und der ganze Kram mit der Hitze und den Reibstellen deswegen ist im Zielgebiet ganz sicher kein Problem. Andererseits ist da die Sache mit dem Knie und wie das mit den klobigen Klump-Schuhen (der Ralle meint: Taucher-Bleischuhe, nur nicht so schwer) umgehen kann. Das ist ja mein größtes Problem, also sollte ich das am wenigsten stressen. Und soooooo kalt kann es ja wohl nicht werden. Auch wenn dann die Spantiks wahrscheinlich für immer und ewig ungenutzt im Keller stehen bleiben.


Kuh-Slalom


Vor der Schwarzenberghütte geht es nochmal steil bergauf


Frühsommer-Bergwiese


Spätwinter-Eissee


Eisseebaden für Profis


Die Amateure machen nur die Beine nass ;-)


Abstieg


Endlich Radeln!


Für neugierige dicke kleine Ponies hält man gern mal an :-)

Von engel am 13.06.2017 20:42 • outdoorbergmtb

Single-Trails

Samstag, Juni 10, 2017

Zum Eschacher Weiher kann man von aus aus auf vielerelei Wegen fahren. Einer davon reiht viele ‘echte’ Mountainbike-Passagen aneinander und macht ganz besonders viel Spaß.

Man kommt natürlich kaum voran und es ist teilweise ordentlich anstrengend aber dafür kommt man in den ‘Genuß’ von Wald und Wurzeln und Dreck und Steinen und Brennnesseln und Brombeeren und solcherlei Dingen zuhauf.

Als wir am Brotzeitstüble auf Kaffee und Kuchen einkehrten, hatten wir die Fähigkeiten der Räder gut getestet und waren sehr zufrieden. Nur Höhenmeter hatte es leider nicht viel mehr als auf dem ‘Normalweg’ gegeben ;-)

Dann Sonnenbaden, Schwimmen (der Mann), Heimradeln.

Von engel am 10.06.2017 22:00 • outdoormtb

Figln

Samstag, Juni 03, 2017

Seit Jahren beneide ich Leute, die mir am Berg mit Figl entgegen kommen. Und seit Jahren kann ich mich nicht dazu entschließen, welche zu kaufen, weil die Dinger nicht grad günstig sind und zudem eher primitiv aussehen (vor allem die zum Schnüren, die eigentlich die einzig sinnvollen sind). Letzte Woche hing ich schon wieder lang auf Figl-Seiten herum und beschloss dann, dass das jetzt mal ausprobiert werden muss.

Am Freitag kam dann ein langes Paket. Wir packten 2 Paar Figl aus und betrachteten sie mit gemischten Gefühlen. Endlich Figl! Aber ob die was taugen? Immerhin, es sind recht hübsche Figl, ein Paar weiß, ein Paar schwarz.

Schnee gibt es inzwischen nur noch recht weit oben in Figl-tauglichen Mengen. Nach einigem Überlegen nahmen wir uns den Hochvogel vor. Das Kar unter der Kreuzspitze müsste ja eigentlich noch Schnee haben ...

Wir starteten relativ früh mit den Bikes am E-Werk und radelten am Giebelhaus vorbei bis zum Abzweig zum Prinz-Luitpold-Haus. Es war erstaunlich wenig los, was vermutlich daran liegt, dass das PLH noch nicht offen ist. Nach dem Giebelhaus waren wir so gut wie allein unterwegs.

Der Weg zum PLH zieht sich deutlich länger als wir gedacht hatten (in meiner Erinnerung ist man da in NullKommaNix oben, das täuscht aber). Wie erhofft fanden sich oberhalb ausgedehnte Schneefelder. Zur Kreuzspitze waren bisher nur wenige Leute gegangen, so dass der beste Allgäuer von Allen spuren musste/durfte.

Anfangs dachte wir, das Schneefeld im Kar sei ideal, weil es nicht sehr steil sei. Je näher wir aber dem Klettersteiglein zur Kreuzspitze kamen, umso steiler wurde das Schneefeld und die Aussicht, da oben das Figln lernen zu müssen, wurde langsam ein wenig unheimlich ;-)

Das Schneefeld tat meinem Knie nicht gut. Dauernd musste man den linken Fuß verdrehen und höher setzen als den rechten. Mit der Zeit fing es im Knie zu stechen an. Wir ließen deswegen den Hochvogel sausen (nix übertreiben am Anfang) und erklärten die Kreuzspitze zum Ziel. Das Klettersteiglein da hinauf war nochmal nett, dann machten wir Pause mit Blick auf den Hochvogel, der auch Besuch hatte.

Nachdem wir den Steig zurück bis an den Schnee abgestiegen waren, wurde es interessant. Allein schon die Figln im steilen Schrofengelände so anzulegen, dass man im Schnee zum Stehen kam, war eine Herausforderung. Als wir die gemeistert hatten, standen wir erst mal ziemlich ungelenk und unsicher auf den komischen kurzen Dingern und fragten uns, wie wir da jetzt eine Kurve hinkriegen sollten.

Immerhin das Gelände war gut gewählt - sollte einer ins Rutschen kommen, würde er einfach nur das Schneefeld runter rutschen ohne irgendwo aufzuschlagen. Der Schnee selbst war oben drauf relativ weich, drunter fest, aber vom Regen in unendlich viele Kuhlen gewaschen. Die ersten Kurven waren noch sehr sehr wackelig, dann gewöhnten wir uns an die Figl und kurvten vorsichtig das Schneefeld runter.

Das war ganz schön anstregend. Weil die Figl hinter den Schuhen abrupt aufhören und gern auch in die Regenkuhlen einstechen, muss man ständig voll angespannt auf den Skichen stehen. Im Flachen geradeaus fahren schüttelte uns komplett durch. Alles in Allem war das Figln recht lustig, aber ungemein anstrengend. Ich bin noch nicht sicher, ob so Figl jetzt echt was Tolles sind oder ob wir nur recht grausliche Bedingungen hatten.

Die unteren Schneefelder steigen wir dann zu Fuß ab. Das Wetter war inzwischen ziemlich zugezogen und die Sonne kam kaum noch durch, aber der beste Allgäuer von Allen hatte es sich in den Kopf gesetzt, nochmal Eissee-Baden zu gehen. Wir stiegen also zum See unterhalb des PLH ab und er ging kurz ins Wasser. Ich wagte mich immerhin bis zur Mitte der Wadln hinein ;-)

Das PLH hatte zwar offiziell noch geschlossen, aber der Wirt war schon da zum Aufräumen und wir nahmen sein Angebot, uns etwas zum Trinken zu verkaufen gerne an. So kamen wir unvermutet zu erfrischendem Weißbier :-)

Beim Weizen-Trinken hatte es noch so ausgesehen, als würden wir entweder schon beim Abstieg oder spätestens bei der Abfahrt nass werden. Rundrum waren dicke schwarze Wolken aufgezogen und es sah sehr nach Gewitter aus. Aber wir hatten Glück, es regnete weder im Abstieg noch bei der Fahrt zurück ans Auto. Richtung Sonthofen und Kempten hatte es aber zwischendurch mal geregnet, denn es hatte nasse Stellen auf der Straße. Uns erwischte das Gewitter erst, als wir um 9 beim Lieblings-Jugo beim Essen im Biergarten sassen und da war es ein Leichtes, einfach nach drinnen umzuziehen.

Das war ein schöner und einsamer langer Tag (11 Stunden, 1650 Höhenmeter, 39 Kilometer). Die Gegend ist Klasse, die Tour generell sehr schön, aber das Figl-Fazit ist momentan eher gemischt.


Radeln mit Figln


Aussicht zum Großen Wilden


Viiiel Wasser beim Start zum Prinz-Luitpold Haus


Aufstieg mit Wildem und Schneck


PLH vor der Fuchskarspitze


Die ersten Schneefelder


Rückblick mit Eissee


Am Anfang des großen Schneefelds im Kreuzspitzkar


Die letzten steilen Meter zum Klettersteiglein


Ausblick


Abstieg zum Figln


‘Elegante’ erste Figl-Kurven


Gleichgewichthalten im Steilen ist gar nicht einfach


Brrrrrrrrr!


Der Mann im Eis


Fast zurück an den Rädern


Rasante Abfahrt

Von engel am 03.06.2017 22:00 • outdoorbergskimtb

Sonntag, 28.05.2017: Kapf-Biken

Freitag, Juni 02, 2017

In der Früh mussten erst mal an beiden Bikes sämtliche Bremsbeläge getauscht werden. Die Beläge hatten schon nach der Abfahrt vom Solstein nicht gut ausgesehen und die freitägliche Bike&Hike-Tour hatte dann auch noch Tribut gefordert.

Danach radelten wir gemütlich (wegen fast unerträglich heiß) Richtung Eschacher Weiher, Badesachen und Kuchenhunger im Gepäck. Vor dem Brotzeitstüble nahmen wir dann aber doch noch den Umweg über den Hohen Kapf. Von dem unfahrbaren Steilstück abgesehen, schaffte ich es diesmal, den kompletten holprigen Waldweg mit den riesigen Absätzen ohne Absteigen durchzuradeln :-) Zum allerersten Mal!

Kaffee und Kuchen im Brotzeitstüble waren wieder prima und der Eschacher Weiher hatte eine sogar für mich erträgliche Temperatur :-)

 

Von engel am 02.06.2017 05:58 • outdoormtb

Wir frühstückten gemütlich zu dritt und machten uns dann auf den Weg nach Reichenbach. Wir waren nicht wirklich früh, aber auch nicht wirklich spät dran, deswegen waren wir etwas geschockt, dass zeitgleich mit uns um die 20 Leute vom Parkplatz aus starteten. Der schöne Weg durch den Tobel war deswegen ziemlich nervig, da der beste Allgäuer von Allen und der Michi sich vom Herdentrieb anstecken ließen und in der Menschentraube den Tobelweg hinauf eilten. Ich bin eh langsam und hetzen lasse ich mich schon gar nicht (am Ende vertappe ich mein Knie) dem Auflauf weglaufen ging also nicht.

Am oberen Ende des Tobel verlief sich die Menge glücklicherweise und wir konnten in relativer Ruhe zum Gaisalpsee aufsteigen. Natürlich hatte es Leute, aber der Betrieb war deutlich normaler als im Tobel! Michi und Ralle waren noch immer schneller als ich, aber das ist ja nichts Neues. Außerdem ist der ‘kleine’ Neffe inzwischen auch größer als ich und so als Zwerg unter Riesen (naja) darf man auch ein wenig hinterher hängen.

Am Gaisalpsee machten wir eine kleine Pause, dann ging es weiter bis zum ersten Gipfel. Der war natürlich voll, weil man ja auch von der anderen Seite aus hochlaufen kann. Wir suchten uns ein leicht abseits gelegenes Plätzchen und machten eine gemütliche ausgedehnte Gipfelpause.

Der Weiterweg entlang des Grats war bis zur Abzweigung zur Seealpe weiterhin voll, dann ließ der Betrieb ein wenig nach (allein waren wir natürlich trotzdem nicht). Zum nächsten Gipfel führt ein Mini-Klettersteig mit einem kurzen Stück Drahtseil und einer schmalen abdrängenden Leiter. Wir waren überzeugt, dass das Ding überhaupt kein Problem für den Michi sein würde und so war es auch.

Am Gipfel versorgten wir die Anwesenden, die anhand einer Karte versuchten, die Berge der Umgebung zu identifizieren mit passenden Informationen, was sehr erfreut aufgenommen wurde. Als wir dann weiter gingen, war das scheinbar das Signal, dass nun die Experten weitergehen und alle folgten uns ;-)

Der Michi meisterte auch den steilen gerölligen Abstieg (mit einem Verhauer und deswegen mit einem kleinen Stück freier Kletterei) problemlos und so waren wir bald auf dem Sattel mit dem Schneefeld das zum oberen Gaisalpsee hinab führt. Das sah wirklich gut aus, aber vorher stand noch der dritte Gipfel auf dem Plan.

Das ist nur noch ein grasiger Mugel, aber immerhin die höchste Erhebung in der Grat-Umrundung. Da gab es dann noch einen wohlverdienten Gipfel-Enzian, dann gingen wir zurück zum Sattel mit dem Schneefeld. Das sah einfach zuuu einladend aus.

Leider war der Schnee für ‘richtiges’ Abfahren auf den Schuhen zu weich, aber es ließ sich immerhin sehr bequem absteigen. Der Ralle versuchte das Abfahr-Problem mit Tüten über den Schuhen zu lösen und das ging sogar recht gut. Der Michi hüpfte einfach in großen Sprüngen das Schneefeld runter. Die Schuhe voller Schnee hatten wir am Ende alle ;-)

Der beste Allgäuer von Allen hatte ein Bad im Gaisalpsee geplant (Brrr!). Eigentlich ja im größeren unteren See, aber nun waren wir am oberen See, rundrum lag Schnee, der See selbst war noch zu 2/3 mit Schnee und Eis bedeckt und was liegt da dann näher als in eben diesem See baden gehen zu wollen (Brrrrrrrrrrrrrr!)? Eben!

Der Mann kramte also Handtuch und Badehose aus dem Rucksack und ging ins Wasser. Und das nicht mal wirklich kurz, sondern so um die 5 Minuten! Ich hatte das Baden in einem kalten Bergsee ja schon zuhause verweigert und auch der Michi hatte da nicht sehr überzeugt geschaut. Jetzt wollte er aber wenigstens mit den Füssen hinein. Und dann ging er einfach bis zum Hintern hinein (weil ungeplant, direkt mitsamt seinen Klamotten), quiekt ein wenig vor sich hin und tauchte dann mit Heldengebrüll bis zum Hals hinein. Und dann sauste er ganz schnell wieder raus :-)

Glücklicherweise fand sich dann noch eine trockene kurze Hose in meinem Rucksack, sonst hätten wir den Neffen wohl mit einer Blasenentzündung daheim abgeliefert. Nachdem alle wieder trocken waren (bis auf die Schuhe, die waren und blieben wegen dem Schnee alle nass), stiegen wir zum unteren See ab (der beste Allgäuer ging auch da nochmal schwimmen - ‘Badewanne’ stellte er fest). Danach stiegen wir bis zu den Alpen ab und kehrten in der Richteralpe auf Kaffee und Kuchen ein (leider nur solala).

Während wir Alten (*seufz*) nach der Bergtour gemütlich zum Essen gingen und uns dann auf dem Sofa erholten, ging der Neffe dann auch noch aufs Stadtfest und kam erst um 3 ins Bett. Uff!


Start im Tobel


Auf dem Weg zum unteren See


Oberhalb des unteren Sees dann schon Schnee


Erster Gipfel


Klettern vor Kulisse


Die Leiter


Abstiegsverhauer mit freiem Klettern


Am höchsten Punkt


Vergebliche Abfahrversuche


Fröhliches zu-Tal-Gehüpfe


Der Plastiktüten-Abfahrer


Eissee-Bader #1


Eissee-Bader #2


Abstieg

Von engel am 31.05.2017 20:35 • outdoorberg

Bike&Hike-Start

Freitag, Mai 26, 2017

Aus Gründen sollte die Bergsaison ja immer mit Bike&Hike anfangen. Da aber ja doch noch ziemlich viel Schnee liegt, war die Auswahl recht eingeschränkt, zumal an diesem Wochenende sicherlich sehr viel los sein würde. Die Wahl fiel auf das nette Bik&Hike Ziel mit den Ketten im Gipfelaufbau.

Seitdem ich mit dem Ghost so glücklich bin, muss das arme Rock Mountain ein gelangweiltes Garagen-Dasein fristen. Aber das Ghost ist so viel bequemer und fährt sich so viel leichter, dass ich mich auch bei den Bike&Hike Touren nicht dazu entschließen kann, das Rocky zu nehmen. Wir nahmen stattdessen zwei ordentliche Schlösser mit.

Als wir unten an der Bahn starteten, war es noch ziemlich kühl. Vor allem der Wind war frisch. Aber 700 Höhenmeter bergauf machen dann schon warm :-) In der Nordrinne unseres Ziels lag noch haufenweise Schnee (Plan: nächstes Jahr da unbedingt mal runter fahren), aber wir wollten ja südseitig aufsteigen.

Am Sattel parkten wir die Bikes und gingen zu Fuß weiter. Bis unter den Gipfel gab es kaum Schneeberührung, aber im steilen Hang unter dem Gipfel, der so ein kleines Bisserl sonnenabgewandt liegt, hatte es dann doch Schnee. Natürlich schaufelten wir uns da dann erst mal Schnee in die niedrigen Schuhe ...

Am Gipfel waren wir nur kurz allein, dann kamen schon die nächsten Nachgänger. Überhaupt war ungewöhnlich viel los an diesem sonst doch recht einsamen Gipfel.

Im Abstieg schaffte ich glatt 20 Meter Abfahren (mit nochmal Schnee in den Schuhen), der Rest musste dann ganz normal zu Fuß zurück gelegt werden. Die Abfahrt unterbrachen wir an der Edenalpe, wo es inzwischen wieder ganz ausgezeichneten Kuchen gibt :-)

Abends wurde der kleinste Neffe am Bahnhof abgeholt und wir läuteten die Grillsaison ein :-)


Hochradeln (vor der schneereichen Nordrinne)


Zu Fuß aufsteigen


Über den Ketten


Abfahrt

Von engel am 26.05.2017 21:59 • diaryoutdoorbergmtb

Brotzeitstüble

Donnerstag, Mai 25, 2017

Das lange Wochenende fing am Donnerstag noch recht trüb und kühl an. Ich warf 2 Ladungen Wäsche in die Maschine (nacheinander :-)), bereitete den Dachboden für Neffenbesuch vor und erledigte noch dringlichen Orgakram (Bremsbeläge für das Ghost-Bike bestellen, beispielsweise). Danach hätte ich problemlos den restlichen Nachmittag am Computer verdaddelt, aber es klarte langsam auf und der beste Allgäuer von Allen drängte raus.

So starteten wir um 3 Uhr noch zum Brotzeitstüble. Natürlich über den Waldtrail :-) An der alten Säge standen richtig alte Oldtimer, die herrlich nach alten Maschinen rochen. Ich fühlte mich umgehend an die Besuche im Deutschen Museum mit dem Opa erinnert, wo die Maschinen auch immer so rochen :-)

Im Brotzeitstüble gab es himmlische Mandeltorte mit Mandarinen. Soooo gut!


Wald-Trail


Buntspecht


Der große Oldtimer


der ‘kleine’ Oldtimer


Auf dem Rückweg wird es schon kühl

Von engel am 25.05.2017 22:00 • outdoormtb

Grosser Solstein

Sonntag, Mai 21, 2017

Weil Karsten Geburtstag hatte, begann der Tag mit einem Sektfrühstück. Nicht schlecht, aber ich hatte bis zum Gatterl lahme Beine ;-) Naja, könnte auch an den 1000 Bike-Höhenmetern vom Vortag gelegen haben.

Meines Knies wegen (vorsichtig gehen, nicht hetzen lassen) und weil wir eh einen komischen Rhythmus beim Laufen haben, gingen wir schon mal los, während sich die anderen noch sammelten. So waren wir quasi die Vorhut und der Ralle hatte das Vergnügen alles spuren zu dürfen. Das kommt aber erst noch.

Zunächst zeigte sich das Wetter freundlich. Es hingen noch viele Wolken rum, aber Sonne schaute schon immer wieder durch und wir erwarteten einen einigermaßen schönen Tag. Zunächst ging es wie am Vorabend zum Gatterl, wo wir dann auf den Höttinger Schützensteig abbogen. Das ist ein wirklich netter schmaler Steig, der durch Geröll, Latschen und Schrofen führt und gelegentlich ausgesetzt ist.

Im Steig war bald klar, dass wir unsere Hoffnung auf schönes Wetter in Nebel würden begraben können. Je höher wir kamen umso dichter wurden die Wolken. Von der Sonne sahen wir bald nichts mehr. Dafür sahen wir bald den ersten Schnee.

Nachdem wir die ersten beiden kleinen Schneefelder gequert hatten standen wir weiter oben im dichten Nebel vor einem recht großen, doch einigermaßen steilen Schneefeld das unten steiler wurde und in einem Abbruch endete. Die andere Seite des Schneefelds war kaum zu erkennen, aber das GPS meinte der Weg ginge da geradeaus drüber. Der beste Allgäuer von Allen spurte nach Gefühl und traf exakt auf die Steigspur auf der anderen Seite :-)

Auf einem Sattel machte der Nebel kurz auf und wir konnten einen Blick auf den Weiterweg erhaschen: Schneefelder. Und dann wurde es auch schon wieder duster. Der beste Allgäuer von Allen spurte auch die nächsten Schneefelder mit schlafwandlerischer Sicherheit und fand jeweils den Weg auf der anderen Seite wieder.

Nach dem letzten Schneefeld landeten wir auf einer Art steinigen Hochebene. Wir marschierten den vielen Steinmännern nach und kamen auf einem schneebedeckten Sattel an. Im Nebel. So ein GPS hat echt Vorteile :-)
Meinen inneren Kompass verdrehte es mir aber trotzdem und wären nicht die anderen mit dem Geltendorfer Führer hinter uns aufgetaucht, wären wir wohl erst mal Richtung Kleiner Solstein weiter gelaufen (ich bin aber fest überzeugt, dass wir das dann doch noch gemerkt hätten ;-)).

Mit Hilfe von Beda fanden wir also den Solsteinsattel und von dort über den schneebedeckten verwächteten Grat schließlich auch zum Großen Solstein. Die Sicht war großartig: weißer Schnee, weißer Nebel, ein schemenhaftes
Gipfelkreuz ;-)

Aber egal. Wir waren oben, dem Knie ging es gut und es war ein neuer Berg. Die Nachfolger-Truppe traf auch bald ein. Die teilten sich dann in Solsteinhaus-Absteiger und Wörgltal-Absteiger auf. Die Solsteinhaus-Gruppe ging bald. Wir auch, es war ganz schön frisch da oben!

Der Abstieg durchs Wörgltal ging erstaunlich gut. Das Schneefeld dort war zwar ziemlich steil, aber der Schnee war genau richtig, um mit festen Schritten sanft absteigen zu können. Unten wurde das Schneefeld steiler und lief in eine relativ enge Rinne hinein. Das war mir etwas unheimlich, also orientierten wir uns Richtung ‘richtiger’ Weg, aber das war keine besonders gute Idee. Das ganze Wörgltal besteht aus Geröll auf abfallenden Platten und ist bescheuert zu gehen. Da wären wir mal besser wie die anderen die steile Rinne im Schnee abgestiegen.

Nachdem wir aus dem Kar raus waren, wurde es unvermutet Sommer. Wir hatten Schnee und Wolken hinter uns gelassen und merkten nun, dass außerhalb der Gipfelregion sogar die Sonne schien! Die Sonne verließ uns allerdings mehr oder weniger, als wir uns an der Hütte an einen freien Tisch setzten um einen Kaiserschmarrn zu essen. Der hatte dann ein Ausmaß, dass die Portion locker auch für 4 Leute gereicht hätte. Aber er war gut. Nicht zu süß, nicht zu fett und gut gebraten.

Am Ende durften wir dann die 1000 Höhenmeter, die wir uns am Vortag hinauf gequält hatten, wieder abfahren. Wunderbar! (auch wenn mir am Ende die Hände vom Bremsen weh taten ;-))


Start mit Sonne an der Neuen Magdeburger Hütte


Im Höttinger Schützensteig


Schneefeldquerung


Irgendwo oben, wo es flach ist.


Der große Solstein. Aussicht und so :-)


Tiefblick das Wörgltal runter


Steile Schneestapferei


Und wieder: Sonne an der Neuen Magdeburger Hütte


Am Ende der langen Abfahrt

Von engel am 21.05.2017 22:00 • outdoorberg

Hütte

Samstag, Mai 20, 2017

Wir hatten bei der letzten Mitgliederversammlung der SAN beschlossen, uns mal nach der speziellen Unterstützung einer Hütte umzusehen und der rührige Vorstand hatte sich dann auch sehr schnell eine Hütte einer naheliegenden Sektion ausgeguckt, Treffen und Hüttenbegutachtung organisiert und dann die Unterstützung genau dieser Sektion und Hütte ausgemacht. Es lag nahe, die nächste Mitgliederversammlung dann auch dort abzuhalten, damit auch wir anderen mal einen Eindruck bekommen konnten.

So kam es, dass der beste Allgäuer und ich am Samstagvormittag in Zirl parkten und mit fettem Rucksack (in dem sich neben Hüttenzeug vor allem Regenzeug befand) gut 1000 Höhenmeter mit den Mountainbikes in Angriff nahmen. Von Zirl aus geht es erst mal sehr nett in langen Kehren an einer Steilwand entlang und führt dann in den Wald hinein. Und da bleibt man dann und sieht - Wald. Gelegentlich rattert unten ein Zug durch den Tunnel, das führt zu Rätselraten, bis man durch die Bäume einen kurzen Blick auf die Lok erhaschen kann. Erst geht es lang und steil geradeaus, dann nicht ganz so steil über 6 lange Kehren und dann wieder steil weiter geradeaus, und wenn man dann wirklich die Nase voll hat, kommt endlich die Neue Magdeburger Hütte. Zwischendurch regnete es mal mehr, mal weniger und es war abwechselnd kalt, weil Wind oder schwül, weil eben kein Wind aber Niesel. Ganz ehrlich: wir sind schon schönere Routen geradelt.
(Note to self: Der Weg von Hochzirl aus ist 300 Höhenmeter kürzer, nächstes Mal vielleicht ein wenig länger nach MTB-Routen suchen!)

Oben kamen wir etwa 5 Minuten zu spät zur Mitgliederversammlung. 3 Stunden waren halt doch etwas knapp kalkuliert. Die MV selbst war teils langweilig (Zahlen, *gähn*, aber naja, muss halt), teils schön (Bildchen der Touren des letzten Jahres), teils interessant (Ausblick auf exotische Ziele) und teils lustig (die Skitourenberichte). Ich kam natürlich auch dran (Maschinenraum) und das war vermutlich auch eher langweilig. Aber insgesamt: Das Positive überwog ganz deutlich und es war doch erstaunlich kurzweilig :-)

Danach wurden uns die Hütte und die im Wesentlichen verantwortlichen Leute (Hüttenwirt, Sektions-Menschen) vorgestellt und das war ein ausgesprochen kurzweiliger und sehr engagierter Vortrag. Man bekam mal so richtig mit, was es heißt, als Sektion eine Hütte zu haben und ich bin sehr froh, dass wir vor allem beschlossen haben, mit Geld auszuhelfen. Danach dann Zusammensitzen, Essen, ein Spaziergang und Bett.

Von engel am 20.05.2017 22:00 • outdoormtb

Chili-Auszug

Sonntag, Mai 14, 2017

Schnelle und deutliche Verbesserung im tiefen Südwesten, was alle sehr erleichterte.

Freitag ließ ich mir neue Schuheinlagen anpassen. Dazu wurde auch ein Fuß-Scan durchgeführt, der genauso unschön aussah wie meine nassen Fußabdrücke (ich habe Spreizfüße ). Ich diskutierte ein Weile mit der Einlagen-Spezialistin, um die besten Variante für die harten Bergstiefel, in denen meine Füße eh arg wenig Platz haben, herauszufinden. Bei den Einlagen, die ich habe, schlafen mir in den Stiefeln meistens die Füße ein. Schaumermal, ob die neuen Einlagen besser werden.
Diese Einlagen dauern übrigens nur eine Woche :-)

Samstag druckste das Wetter eine ganze Weile unentschlossen umher und klarte dann doch so halbwegs auf. Rausgehen ist wichtig, deswegen sausten wir nach Burgberg, um aufs Burgberger Hörnle zu gehen. Es war sehr feucht, deswegen stiegen wir auf dem Normalweg hoch. Andere ließen sich von der Feuchtigkeit nicht beeindrucken und gingen trotzdem den Aurikelgrat.

An sich hatten wir vorgehabt, bis auf den Grünten zu gehen, aber weil mir nach dem Aufstieg der Fuß so arg weh tat, stiegen wir nach dem Hörnle ab. Damit hatten wir genügend Zeit, um noch einkaufen zu gehen, auf der Terrasse in der Sonne zu liegen und der Beste Allgäuer von Allen mähte dann sogar noch den Rasen. Barfuß. Seitdem hat er grüne Fußsohlen, die nur langsam wieder Normalfarbe annehmen :-)

Sonntag war es so weit: Auszug der Chilis!
Nachdem die Wettervorhersage inzwischen keinen Frost mehr prophezeit und weil wir im Wohnzimmer kaum mehr aus dem Fenster schauen konnten, wurde es wirklich Zeit, die Chilis umzuziehen. Wir bauten unser Chilihaus auf (wohl das letzte Mal, daran geht so gut wie alles kaputt ) und setzten die Chilis in große Töpfe und raus auf die Terrasse.

Jetzt wäre es freundlich vom Wetter wenn es warm bliebe!

Von engel am 14.05.2017 22:00 • outdoorberg
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