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Wochenendnachtrag

Dienstag, Januar 24, 2006

Nix Besonderes an diesem Wochenende. Das Wetter war nur halbwegs erträglich, wir haben die beiden Tage statt auf wilden Skitouren hauptsächlich daheim verbracht. Es gab Ärger, ein Familienfest und eine Rodelpartie.

Von engel am 24.01.2006 05:58 • outdoor

Skitour Karleskopf

Sonntag, Januar 15, 2006

Eigentlich hätten wir es uns denken können, aber ich war doch ein wenig erstaunt, als die Strasse von Stanzach nach Namlos (Lechtal) schneebedeckt und nur mit Split getreut war. Kein Salz, find ich gut!

An sich hatten wir erwartet, so früh und so weit hinten ganz allein zu sein, aber das täuschte, wir bekamen grad noch den letzten Parkplatz vor dem Gasthaus Namlos. Mit uns machten sich 2 kleine Gruppen und eine grosse Gruppe von wenigstens 12 Leuten abmarschbereit. Unten im Tal war es reichlich frisch, das Thermometer zeigte -16 Grad.

Von engel am 15.01.2006 05:00 • outdoor

White-Out

Montag, Januar 19, 2004

Oder wie nennt man das, wenn Himmel und Erde in weissem Weiss ineinander übergehen.

Der Wetterbericht für Sonntag war gar nicht so schlecht. Da wir es am Samstag nicht geschafft hatten einen Fuss vor die Tür zu setzen, war klar, dass wir am Sonntag raus mussten. Unbedingt.

Als wir an der Auenhütte im kleinen Walsertal losgingen, hingen die Wolken tief und die Welt sah aus wie ein Schwarz-Weiss-Film. Als hätte jemand die Farbe rausgedreht. Aber war nur mässig kalt und der Schnee versprach viel Vergnügen bei der Abfahrt.

Wir waren früh dran und als wir in Richtung Liechelscharte abbogen, war vor uns nur jungfräulicher Schnee. Keine Aufstiegspur, keine Abfahrtspuren, nur Schnee.

Wir waren bereits in den Wolken und konnten die Umgebung nur noch schemenhaft sehen, doch wir trafen den nächsten Wegpunkt, eine kleine Sennhütte, punktgenau. Inzwischen hatte es ausserdem zu schneien angefangen. Die Hütte war so zugeweht, dass von der Tür nur noch das obere Viertel zu sehen war.

Theoretisch wussten wir, in welche Richtung wir weitergehen mussten und so lange wir noch ein paar Schatten von der Umgebung sehen konnten, hatten wir auch das Gefühl, zu finden, wo wir hinwollten. Dann wurde der Nebel/die Wolken noch dichter und um uns herum war alles nur noch weiss. Wir gingen noch ein paar hundert Meter weiter, dann hatten wir total die Orientierung verloren und wussten einfach nicht mehr wohin.

Wir verkrochen uns für ein kurzes Päuschen mit Tee unter ein paar niedrige Bäume (um ein wenig aus dem Wind zu sein) und fuhren dann wieder ab. Exakt an der Aufstiegsspur entlang, um uns nicht zu verfahren. Es machte sogar da Spass, denn da lagen etwa 20cm lockerer Neuschnee auf einer härteren Schicht. Schwingen war traumhaft leicht.

So war der Ausflug deutlich kürzer als geplant. Interessant war es auf jeden Fall. Wenn man so wenig sieht, dann spielen die Sinne verrückt. Ich hatte zum Beispiel das Gefühl zu fliegen, als ich in diesem weissen Weiss (ziemlich langsam) abfuhr. Es war nichts zu hören, die Augen hatten nichts (kaum was, da war zumindest unsere Aufstiegspur), auf das sie fokussieren konnten und irgendwie fühlte man sich wie in dicke Watte gepackt.

Ausflüge bei schönem Wetter sind irgendwie - schöner halt. Aber sowas hat auch was. Den Hauch von Abenteuer oder so was in der Art ;-)

Von engel am 19.01.2004 05:40 • outdoor(0) Kommentare

Schöne Bilder

Montag, Dezember 29, 2003


... sind das ja nicht grad, aber weil ich grad Zeit habe, habe ich ein paar nicht ganz so schöne Bilder für euch. Das Wetter war nach den Feiertagen am Wochenende nicht mehr ganz so, wie man es für wirklich schöne Bilder brauchen würde ;-)

Die Weihnachtstage haben wir wie immer der Familie gewidmet, was viel Spass und Essen und wenig Bewegung bedeutete. Am Samstag packten wir dann unser Skitourenzeug zusammen (wofür wir fast eine Stunde brauchten, weil irgendwie die Hälfte davon nicht da war, wo es hätte sein sollen) und fuhren ins Gunzesrieder Tal. Wir wollten langsam anfangen und der Tag war ja schon ziemlich angebrochen.

Trotz des Skifahrens am Dienstag, wo wir uns eigentlich schon klar gemacht hatten, dass es viel zu wenig Schnee hat, hatten wir die Schneelage dennoch überschätzt. Unser eigentliches Ziel, der Tennenmooskopf, sah so aus, als sei der steile Nordhang nicht befahrbar. Wir beschlossen, auf's Blaicher Horn zu gehen. Da ist der Anstieg (und damit die Abfahrt) deutlich flacher und somit die Wahrscheinlichkeit für eine ordentliche Schneedecke grösser. Immerhin haben wir damit die längstmögliche Tour im Gunzesrieder Tal gemacht.

Beim Aufstieg war der Schnee noch locker und pulvrig, doch bei der Abfahrt hatten die Temperaturen gegen uns gearbeitet. Der Schnee hatte sich gesetzt, war schwer und feucht geworden und so war die Abfahrt bei weitem nicht so vergnüglich, wie wir gedacht hatten. Zudem waren die Ski nicht gewaxt (Schlamperei), so dass wir zwischendrin erst mal Wax auftragen mussten. Im einzigen Hang mit halbwegs brauchbarem Schnee blieben unsere Ski kleben ... naja, bei Skitouren zählt eh der Aufstieg ;-)

Am Sonntag war eigentlich Fön in den Alpen angekündigt, doch man sah nur Wolken. Wir wollten so weit wie möglich (der Wetterbericht sprach von orkanartigen Sturmböen im höheren Bergland) aufs Rubihorn gehen, die Minis mitnehmen und dann abfahren wo es eben ging.

Wir kamen bis zum See. Da wir die ersten waren, mussten wir (ähem, ja also der beste Allgäuer von allen vor allem) teilweise durch oberschenkeltiefen verblasenen und gepressten Schnee waten. Es war ziemlich anstrengend.

Am Gaisalpsee erwischten uns die ersten Böen mit tieffliegendem Schnee. Wir gruben uns erst mal ein Schneeloch (-Löchlein, allzuviel Schnee lag ja nicht) und machten Pause mit heissem Tee. wir waren völlig allein und es war richtig gemütlich :-)

Und wir wurden faul. Dass wir schon wieder die Schneelage überschätzt hatten, war uns bald klar geworden. Mit Abfahren würde nicht viel gehen, denn die vielen Latschen am Rubihorn schauten alle noch raus und oben war der ganze Schnee verblasen. Und ungemütlich würde es auch werden - alle paar Minuten blies eine Bö wilde Schneefahnen über den Hang. Och nö, das wollten wir nicht. Wir drehten um.

Immerhin konnten wir unten noch ein paar hundert Meter abfahren. Skifahren mit Bergstiefeln ist so eine Sache - man hat keinen Halt und dadurch sieht das Ganze ziemlich unbeholfen aus. Aber Spass macht es trotzdem :-)

Von engel am 29.12.2003 18:17 • outdoor(3) Kommentare

Wahrscheinlich

Dienstag, November 25, 2003

... hätten wir am Sonntag doch noch nicht auf einen Berg steigen sollen. Gestern hatte ich einen ziemlich rauen Hals, was dann nochmal zu einem Heimabend führte. Aber wie soll man bei Fön und Strahlewetter am Wochenende denn daheim bleiben?

Ganz schlimm war's dann doch nicht, denn heute ist das mit dem rauen Hals schon wieder ziemlich weg. Wir waren auch gaaanz langsam unterwegs, haben uns bei jedem Windstoss ordentlich eingewickelt (und haben deswegen ziemlich geschwitzt) und die Tour war auch nicht lang.

Am Samstag war für Schwesterle der letzte Tag vor dem Rückflug nach USA und so haben wir uns alle noch mal getroffen. Dann ging die eine Schwester zum Bahnhof, die andere Schwester in die Stadt und meine Eltern versuchten das Chaos in der Wohnung zu beseitigen. Uns schickte man mit den Neffen zum Spielplatz.

Der kleine Bub ist noch einfach zu hüten. Der ist glücklich, wenn er einem ganz ernsthaft eine Geschichte erzählen kann während er immer wieder die Rutsche hochsteigt und runterrutscht.

Die Zwillinge dagegen treten im Doppelpack auf, so dass man grundsätzlich ein paar Arme zuwenig hat. Die klettern nämlich zur Zeit überall hoch, was auch nur annähernd wie ein Baum aussieht ;-) Finde ich Klasse, aber auch ein wenig anstrengend. Es kommt wahrscheinlich nicht gut, wenn man mit einem blutüberströmten Jungen vom Spielplatz (bzw. den Bäumen drum herum) zurück kommt. Aber die beiden sind ausnehmend geschickt, finde ich :-)

Von engel am 25.11.2003 06:07 • outdoor(1) Kommentare

Schneebilder

Dienstag, Oktober 14, 2003

... wurden gewünscht. Kein Problem :-)

Allgaeuer Alpen Panorama

Wie man sieht, war das Wetter am Sonntag in den Bergen fantastisch. Am besten gefiel mir der Zeitpunkt auf der Schnellstrasse kurz vor Sonthofen, wo sich der Nebel wie ein Vorhang vor uns teilte und urplötzlich das ganze Panorama der Allgäuer Berge vor uns in strahlender schönheit und von keinem Wölkchen getrübt ausbreitete.

Aufstieg zum BeslerWir waren nicht ganz sicher, wieviel Schnee es tatsächlich haben würde und sind deswegen 'nur' auf den Besler, einen kleinen aber sehr feinen Berg am Riedbergpass gegangen.

Das wunderschöne Panorama da oben hat man vor sich, wenn man auf dem Königsweg von der Nordseite auf die Südseite wechselt. Hach :-) Ab da hat man noch einen halbe Stunde bis zum Gipfel, die letzten Meter kann man, wenn man will, über einen netten kleinen Steig zurücklegen oder man kann auch aussen um den Gipfelaufbau herum gehen und den Besler von hinten besteigen. Wir gingen über den Steig, trotz des hart gefrorenen Schnees darin.

Oben am Gipfel sassen wir etwa 1 1/2 Stunden in der Sonne, guckten uns satt und genossen einfach nur, wie schön es bei uns ist. Wie gesagt, es ist ein kleiner Berg und da hat man dann viel Zeit, wenn man will.

Von engel am 14.10.2003 04:36 • outdoor(2) Kommentare

Die letzte Woche

Sonntag, September 28, 2003

Engel vor der FinailspitzeSpäter hätten wir uns nicht mehr mehr entschliessen dürfen, doch noch ein paar hohe Berge in Angriff zu nehmen. Ab heute haben die Ötztaler Hütten - zumindest die weit oben - geschlossen. So aber hatten wir ein paar der am häufigsten bestiegenen 3000er des Ötztals so gut wie allein für uns und in der Hütte war es angenehm leer :-)

Mittwoch: Aufstieg zur Martin-Busch-Hütte (2051m)

Eigentlich sah das Wetter in der Früh kein bisschen gut aus und auch der Anruf in der Hütte ergab nur ein lapidares 'Sie sagen, dass es gut werden soll.' Wir vertrauten dem Wetterbericht, packten unsere Siebensachen und fuhren gegen Mittag bei Nieselregen los. Martin-Busch-HütteZwischen Fernpass und Sölden regnete es nicht mehr, dafür fuhr eine nahezu endlose Traktor-Schlange vor uns her, die kaum zu überholen war. Erst im Venter Tal war wieder freie Fahrt - und Nieselregen.

Als wir losgelaufen waren, hörte zwar der Regen wieder auf, dafür aber gelangten wir in die tief hängenden Wolken, Sichtweite etwa 50m. Ob das wirklich eine gute Idee war, hierher zu kommen?

Die Martin-Busch-Hütte tauchte völlig unvermutet eine halbe Stunde früher als wir erwartet hatten vor uns auf. Wir sahen sie praktisch erst, als wir direkt davor standen. Ausser uns waren nur 5 andere Gäste oben.

Donnerstag: Similaun (3606m)

Um 6.00h klingelte der Wecker und der erste Blick aus dem Fenster zeigte funkelnde Sterne über den schwachen Konturen der Berge. Yeah! Wir beglückwünschten uns zu unserem Vertrauen zum Wetterbericht :-)

Frühstück gab es zwar später als erwartet (6:30h), aber wenn man so hoch oben anfängt, ist ein richtig früher Start nicht ganz so wichtig. Gegen 7:30h gingen wir los, über den Marzellkamm zum Similaun. Da wir am Vortag ja nichts von der Gegend gesehen hatten, liessen wir uns viel Zeit beim Aufstieg. Boah! Was für eine Umgebung!

Similaun vom Marzellkamm

Als wir den flachen Similaun-Ferner erreichten, der nahezu aper war (es lagen etwa 10cm Neuschnee auf dem blanken Eis), beschlossen wir, den Gletscher ohne all das Gerödel zu begehen, das eigentlich zu einer ordentlichen Eis-Tour gehört. Das war auch kein Problem. Die wenigen Spalten auf dem Marzellkamm und die Randspalte oben waren prima zu sehen und leicht zu überschreiten.

Aufstieg zum SimilaunEin letzter Firngat und dann waren wir oben, vor uns, hinter uns, rechts und links Berge über Berge und unter einem tiefblauen Himmel eine Fernsicht wie man sie sich nur wünschen kann. Hach!

Ausser uns waren nur 4 andere Leute auf dem Gipfel. Die allerdings redeten furchtbar viel. Naja, man kann nicht alles haben und ich bin sicher, dass an den sonstigen schönen Hochsommerwochenenden da oben Platzkarten verteilt werden müssten.

GletschergerödelWegen des eisigen Gipfelgrates nahmen wir zum Abstieg Steigeisen, die nachher zum Trocknen an meinen Rucksack gehängt wurden. Auf der Similaunhütte, wo es empfehlenswert guten Kuchen gibt, hatte ich damit beachtlichen Erfolg ;-) Und dann ging es auf den langen Marsch zurück zur Martin-Busch-Hütte, wo abends deutlich mehr Leute waren.

Ein junger Mann zeigte allzu deutlich, wie unerotisch Dummheit ist. Eigentlich nett anzusehen, wollte man (ich) ihn knebeln, sobald er den Mund aufmachte. Ralle drückte das so aus: 'Wenn Dummheit weh täte, würde der den ganzen Tag vor Schmerzen schreien.' Hätte nicht viel gefehlt und wir wären schon vor 22.00h ins Bett geflüchtet.

Freitag: Hintere Schwärze (3628m)

Volle AusrüstungEigentlich war die Finailspitze geplant, aber der lange Weg zur Similaunhütte schreckte uns ab und überhaupt - was ist so ein Felszacken gegen einen 'richtigen' Gletscherberg? Eigentlich war's mir nicht ganz wohl dabei, denn im Führer wird die Hintere Schwärze wegen der vielen Spalten als anspruchsvoll bezeichnet. Aber wir hatten den Gletscher ja schon vom Marzellkamm aus begutachtet und meinten es wagen zu können.

Im Vergleich zu der Beschreibung im Führer mussten wir erst mal gut 200 Höhenmeter extra zurücklegen, um auf einem Umweg (neuer Weg) auf den deutlich zurück gegangen Gletscher zu gelangen. Dort legten wir die volle Ausrüstung an und stapften los. Erst mal in der Mitte geradeaus nach oben. Im Steilstück vor den wirklich grossen Spalten wechselten wir nach links, querten 2 kleinere Spaltengebiete im Steileis über feste Eisbrücken und hatten den den schwierigen unteren Teil bald hinter uns.

Ralle vor einer Eisbrücke

Der obere Teil hatte ebenfalls Spalten zu Genüge, die waren aber zum Teil mit Neuschnee zugeweht. Ralle trat auch direkt in eine davon hinein. Sie war allerdings so schmal, dass nur sein Bein verschwand, so dass ich nicht probieren musste, ob ich allein einen Schweizer Flaschenzug hinkriegen würde. Im weiteren Verlauf passte er besser auf und fand jede Spalte mit dem Pickel.

Kurz vor dem Gipfel erwartete uns der steile Firngrat, bei dem der Führer empfahl, unter umständen auf den Westgrat (Fels) auszuweichen. Diese Option bot sich uns erst gar nicht, denn die Randspalte zum Westgrat war unüberwindlich breit. Noch dazu war der 'Firngrat' ein reiner Eisgrat mit schätzungsweise wenigstens 35% Steigung. Oooh, mir war's gar nicht wohl, vor allem weil dieser Grat direkt in die Nordwand überging, eine steile Eiswand mit locker 60-70% Steigung.

Hintere Schwärze

Fatalerweise löste sich dann auch noch mitten auf dem Grat mein linkes Steigeisen, so dass ich das erst wieder fest machen musste. Ich war heilfroh, als wir oben waren. Die letzten Meter Kletterei bis auf den Gipfel waren ein Klacks. Die Sicht war nicht ganz so Klasse wie am Donnerstag, aber trotzdem war das Panorama ein Genuss. Ich vermied tunlichst, an den Abstieg zu denken ;-)

RückblickIrgendwann war es dann aber so weit. Und siehe da, der Abstieg über den Grat war deutlich einfacher als der Aufstieg. Es war ganz leicht, jeden Schritt sauber aufzusetzen und einfach den Grat entlang nach unten zu laufen (selbstverständlich mit aller gebotenen Vorsicht, ein Stolpern hätte unweigerlich eine Rutschpartie über den Nordhang bedeutet). Erstaunlich.

Der Rückweg über Schnee und den aperen Gletscher war recht anstrengend, aber da wir unseren Spuren folgten, nicht allzu schwierig.

Dass das letzte Wochenende bevorstand, merkte man gleich an der Belegung der Hütte. In unser schönes kleines Zimmerle zogen zwei Italiener ein und in der Gaststube ging es relativ turbulent her, da offensichtlich eine Firma einen Betriebausflug hierher gemacht hatte.

Samstag: Saykogel (3355m)

Auf die Finailspitze hatten wir beide keine Lust gehabt (wegen des langen Zustiegs und weil wir ja wieder zurück nach Vent mussten), obwohl wir da an der Ötzi-Fundstelle vorbei gekommen wären und so hatten wir uns entschlossen, über den Saykogel und das Hochjoch-Hospitz zu gehen. Ein anderes Tal, neue Berge, neue Sicht und einen guten Blick auf die beiden Eisberge, die wir bestiegen hatten, dachten wir.

Hintere Schwärze und Similaun

AbstiegDa der Saykogel der offizielle Übergang von Martin-Busch-Hütte zum Hochjoch-Hospitz ist, hatten wir uns nicht viel vom Weg selber erwartet. Aber im Hochgebirge ist nicht nur alles höher und weiter - da sind auch die Normalwege anspruchsvoll. So war der Weg richtig nett zu gehen und wir hatten ordentlich Spass dabei.

Der Abstieg über die nahezu endlosen Schuttfelder des Saykogels war allerdings gegen Ende ziemlich anstrengend für die Knöchel und das karge Hochjochtal bot wenig für's Auge. Das allerdings wurde durch den hübschen Tirschenthaler Weg im Rofental aufgewogen.

Kurz vor Vent kamen wir an die Hängebrücke vor den Rofenhöfen. Die muss erst vor relativ kurzer Zeit erneuer worden sein. Schade, denn in den alten Büchern wird die Brücke höchst respektvoll beschrieben. Sie ist aber auch in ihrer neuen Form durchaus beeindruckend und schaukelt ganz wunderbar, wenn man es drauf anlegt ;-)

Sonntag: Ausruhen

Bilder gucken, Zeug verräumen, nicht bewegen. Irgendwie muss man sich ja auf den stressigen Arbeitsanfang vorbereiten ...

Von engel am 28.09.2003 16:01 • outdoor(14) Kommentare

Gedacht

Dienstag, September 23, 2003


war das ja eigentlich so: Am Samstag eine Einsteigertour zum Vorbereiten, am Sonntag packen und ab ins Ötztal und dann ein paar Tage im Ötztal irgendwelche Eisberge besteigen. Bei schönstem Wetter natürlich.

In Praxis lief das natürlich anders: Die Einsteigertour suchte der Ralle aus und so legten wir am Samtag lockere 1500 Höhenmeter (*weia*) auf einem supersteilen Grasberg im Lechtal zurück. Am Sonntag versprach der Wetterbericht für Dienstag Regen und Gewitter in den Bergen und so gingen wir radeln und am Montag auf einen weiteren vom Ralle ausgesuchten Berg im Lechtal, entspannte 1900 Höhenmeter (*uff*). Heute regnet es, wie versprochen.

Samstag: Elmer Kreuzspitze

Elmer KreuzspitzeUm 8:00h liefen wir am Wasserfall in Elmen los. Und sofort ging es zur Sache: nix langsam anfangen oder gemächlich einlaufen. Dieser Berg ist steil und das von unten weg. Nur von ein paar Metern relativ flachen Anstiegs unterbrochen, stiegen wir 1500 Höhenmeter am Stück über extrem steile Matten nach oben. Die Wadeln zogen, die Oberschenkel stöhnten und man musste schnaufen wie ein kaputter Wasserkessel (puuuh - ssssch - puuuuh - ssssch).

Schon beim Aufstieg waren die Blicke ins Lechtal und rüber zum Allgäuer Hauptkamm überwältigend, als wir endlich über den Grat blicken konnten und schliesslich am Gipfel entfaltete sich vor uns ein gigantisches Panorama, von dem wir leider nur einen Teil der Berge identifizieren konnten. Immerhin fanden wir die Ötztaler Berge und hatten das Gefühl, sie winkten uns einladend zu.

Allgäuer Hauptkamm

Sonntag: Radeln

Was eigentlich nur ein pro-forma-Check des Wetterberichts sein sollte, warf unsere schönen Pläne über den Haufen: der Österrreicher und der Bayrische Wetterbericht behaupteten übereinstimmend, am Montag Nachmittag würde es schlecht und am Dienstag würde es überall regnen und gewittern. Pöh!

Na gut, unser Muskelkater von der 'leichten Tour' am Samstag erforderte sowieso eher gemässigte Bewegung. Wir gingen ein wenig Radeln und verschoben den Start ins Ötztal auf Mittwoch. Zumindest hoffen wir das. Ralle suchte die Tour für Montag aus. 'Nicht so viel.' bat ich. Und dann liess ich mich doch überreden: Holzgauer Wetterspitze, mindestens 1800 Höhenmeter und ein Talhatsch von wenigstens 8 Kilometern bis zum eigentlichen Anstieg (*schluck*).

Sonntag: Holzgauer Wetterspitze

Zumindest bei der Zeitplanung konnte ich meine Vorstellungen durchsetzen: 4:30h aufstehen, 5:30h losfahren, 7:00h losgehen. Wir stiegen durch den Sulzelbach Tobel auf, was zwar landschaftlich deutlich schöner als die Strasse war, aber dafür gleich zu Anfang die immer noch ziemlich geschädigten Muskeln ordenlich stresste. Kurz nachdem wir wieder auf die Strasse stiessen, öffnete sich nach einer Kehre vor uns das Sulzelbacher Tal in voller Pracht:

Sulzelbachtal

Die erste Station, die Frederic-Simms-Hütte war schon von weitem zu sehen, ganz weit hinten im Tal, auf einem kleinen Absatz stand ein weisses Häusel. Gar nicht so schlimm, dachte man, doch die Hütte kam nur langsam näher und wurde quälend langsam grösser. Ging wohl nicht nur uns so, bewies ein Schild an der letzten Kurve vor der Hütte:

Gott-sei-Dank-Kurve

An der Hütte gönnten wir uns ein Päuschen mit heissem Kaffee und Tee und gingen die zweite Hälfte der Tour an. Von hier ging es bergauf. Und zwar richtig. Es war zwar nicht so steil wie die Elmer Kreuzspitze, dafür aber geröllig und da der Weg in den Geröllfeldern meistens 'hing', war es ziemlich stressig für die Fussgelenke. Und wie gesagt: steil.

Aufstieg

Am Gipfel erwartete uns nicht nur ein atemberaubender Ausblick in alle Richtungen sondern kurz vorher auch noch ein kleines Stück luftige leichte Kletterei. Und dann waren wir oben. Ganz allein, die einzigen Menschen weit und breit. Das angesagte schlechte Wetter schickte schon mal Wolken und es war diesig, aber es war trotzem absolut grossartig da oben. Nur vor dem Abstieg graute mir.

AbstiegNicht vor kleinen Kletterei, sondern vor den 1800 Höhenmetern, die der Rest des Muskelkaters von der Elmer Kreuzspitze bestimmt nicht mögen würde. Glücklicherweise war es viel weniger schlimm, als ich befürchtet hatte. Am Ende taten uns zwar die Füsse und die Oberschenkel ordentlich weh, aber immerhin konnten wir noch laufen ;-)

Um 18:30h waren wir wieder beim Auto. Wegen akuten Hungers und weil es beim letzten Mal da so gut war, kehrten wir Forchach im Gasthof Sonne ein. Und wie erwartet war das Essen Spitze und so viel, dass weder Ralle noch ich unsere Portion aufessen konnten - obwohl wir beide richtig Hunger hatten.

Dienstag: Regen

Bilder gucken, Kaffee trinken, faul sein, Pläne schmieden ...

Von engel am 23.09.2003 11:42 • outdoor(4) Kommentare

Beinahe ...

Montag, September 15, 2003


... waren wir am Sonntag auf einem Berg.

Wir hatten uns den Kleinen Widderstein ausgesucht, einen Berg, den man nur weglos ersteigen kann und wo man oben etwas klettern muss (II).

Schon als wir uns den Bergen näherten waren wir erstaunt, wie weit es runter geschneit hatte. Und vor allem, dass es liegen geblieben war. Der Anstieg zu unserem 'Kleinen' ging weglos über steile Grashänge, später durch ein Geröllfeld und dann in einem steilen ausgewaschenen Bachbett bis zum Einstieg in einer schattigen Scharte.

Kurz vor der Scharte wurde das Bachbett sehr steil, sehr feucht, erdig und bröckelig (wie das leider im Allgäu häufig vorkommt). Die letzten Meter mussten wir klettern. Ralle brach ein Stein unter dem Schuh weg und der rasselte nur wenige Zentimeter neben meinem Fuss vorbei nach unten. Wir waren beide heilfroh, in der schattigen schneebedeckten Scharte zu stehen.

Der weitere Anstieg zum Kleinen Widderstein führte auf der Nordseite über geneigte Platten den Grat entlang zum Gipfel. Nicht weit, etwa 200 Höhenmeter. Wir besahen uns den Schnee auf den Platten und entschlossen uns, auf den weiteren Aufstieg zu verzichten. Zu gefährlich, meinten wir beide.

Auf keinen Fall wollten wir aber durch das steile feuchte bröckelige Bachbett absteigen. Einmal ausgerutscht und ... Stattdessen entschlossen wir uns, auf der anderen Seite der Scharte abzusteigen. Da war der Schnee noch gefroren und direkt an der Felswand schien es sogar so etwas wie Steigspuren zu geben.

Auch hier landeten wir in einem steilen Bachbett, doch es war weit weniger erdig und rutschig. Aber bei Kaffee und Apfelstrudel in Baad waren wir uns einig: Das müssen wir bei geeigneteren Bedingung noch mal versuchen.

Von engel am 15.09.2003 06:17 • outdoor(3) Kommentare

... aber hier geht es wieder weiter :-)

Kreta 2003

                                                                                                                                                                                                                                                         

Von engel am 11.09.2003 07:39 • outdoor(4) Kommentare
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