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Eisig kalt

Montag, Januar 13, 2003

war es am Wochenende. Jeden Morgen zeigte das Thermometer -10 Grad in Kempten, als wir das Haus verliessen. Und in den tief eingeschnittenen Tälern rund um Oberstdorf war es noch um einiges kälter. Um diese Jahreszeit schafft es kein einziger Sonnenstrahl in einige der engen Täler.

Mit genügend Kleidung nach dem Zwiebelprinzip (viele dünne Schichten, statt weniger dicker Kleidung) lassen sich aber auch Temperaturen um -20 Grad prima aushalten :-)

Am Samstag hatten wir uns die Höferspitze vorgenommen. Ein schöner Berg mit einer langen wunderschönen Abfahrt auf der wir wundervollen Tiefschnee vermuteten. Es war kalt und zugig im Bärgunttal und wir betrachteten ein wenig besorgt die Schneefahnen auf den hohen Graten um uns herum. Auf halbem Weg rieten uns 3 völlig verfroren aussehende Skifahrer vom Weitergehen ab. Da oben sei es extrem kalt und ungemütlich und der Schnee sei entweder verblasen oder wirke furchtbar instabil.

Hmm. Wir wollten Spass, nicht Lawinen und Schneesturm. Wir folgten also dem Rat der 3 und kehrten um. Da aber ein halber Tag übrig war und eine halbe Skitour nicht wirklich zufriedenstellend ist, hängten wir noch eine zweite halbe Skitour an und fellten am Gamsfuss erneut auf.

Wir waren zwar zu spät dran, um oben in der Sonne Brotzeit zu machen, doch war der Aufstieg durch den Wald schön und sogar fast warm, weil da die Sonne rein schien. Brotzeit gab's dann erst am Rückweg auf einer Bank am Spazierweg von Baad. Ob's denn da hinten einen Lift hätte, fragten nicht wenige der Fussgänger angesichts der Skier neben uns. Dass man auch zu Fuss auf Berge laufen kann, fanden die meisten sehr erstaunlich und nicht wenige der älteren Herrschaften lobten uns ausdrücklich ;-)

Am Sonntag zog es uns auf die Güntlespitze. Für uns eine ganz neue Tour, aber im Führer wurde das als 'Modetour' bezeichnet. Zu Recht - mit uns stiegen ganze Heerschaaren Tourengeher auf den Berg. Trotzdem war es eine wunderschöne Tour und am Gipfel war es im Windschatten fast schon warm - zumindest dann, wenn man die Hände beim Tee trinken in den Handschuhen liess ;-)

Und die Abfahrt war oben ganz einfach traumhaft :-) Kaum zerfahrener knietiefer Pulverschnee auf Hängen mit perfekter Neigung (also relativ steil, nicht flach). Sogar der beste Allgäuer von allen hatte endlich mal richtig Spass an der Abfahrt - sonst freut ihn eher der Aufstieg, schliesslich kann er noch nicht soooo lang skifahren. Tiefschneefahren ist ziemlich anstrengend, ich habe heute ziemlich müde Beine. Ich bin heute früh sogar mit dem Aufzug in meine Wohnung im zweiten Stock gefahren ;-)

Alles in Allem: ein perfektes Wochenende :-)

Gute Nachricht am Rande :-))
Das Projekt Ski-Trainings-Zentrum der DSV am Grünten ist am Wochenende per Bürgerentscheid in Rettenberg gekippt worden. Super! Die wollten den halben Berg planieren und mit Flutlicht und riesigen Liftanlagen ausstatten. Nun kommt zwar keine Kohle nach Rettenberg, aber dafür bleibt die Natur erhalten. Lob, Lob, Lob für die Rettenberger!

Von engel am 13.01.2003 05:35 • outdoor(5) Kommentare

Berge

Montag, November 25, 2002

Hach, das ist Balsam für meine Seele. Da fordert doch tatsächlich jemand in den Kommentaren Berge! Geht runter wie Öl, das :-)

Aber logisch waren wir am Wochenende draussen! Auf 2 zwei kleinen Berglein. Die grösseren sind schon ziemlich voll Schnee. Für Skier reicht's noch nicht und ohne ist es zu anstrengend.

Für den Samstag - an dem im Allgäu wirklich super-schönes Strahle-Wetter war - hatten wir uns einen unserer liebsten Skitourenberge vorgenommen. Den Sonnenkopf. Liegt schön, man hat einen tollen Blick und er hat das schönste Gipfelkreuz im Allgäu. Ich gebe zu, ich war hinsichtlich des Schnees ein wenig zu optimistisch - ich hab einfach mehr davon erwartet. Deswegen hatte ich vorgeschlagen, die Minis mitzunehmen, um im oberen Bereich abfahren zu können.

*räusper* Gut, dass mich der beste Allgäuer von allen schon im Vorfeld auf den Boden der Tatsachen zurückholte. 'So ein Schmarrn, der Schnee reicht doch höchstens ein paar Meter weit.', meinte er diplomatisch, 'Die Minis sind völliger Quatsch!' Ich wollte es zwar nicht glauben (schneekrank, remember?), aber er hatte recht. Die oberen 50m hätte man fahren können, dann nimmer.

Immerhin: es gab Schnee :-) Schönen weissen kalten Pulverschnee. Hach! *glücklichseufz*

Der für den Sonntag angekündigte Fön liess uns schmählich im Stich. Es regnete zwar nicht, aber die Sonne schien wirklich nur strichweise durch die Wolken. Unser Mini-Bergle bei Jungholz (Pfeifferberg) war trotzdem ganz nett. Es war mehr ein langer Spaziergang.

So richtig Klasse war dafür der Schnitzerweg in Jungholz. Der Weg am Bach entlang durch's Dorf war alle paar Meter mit geschnitzten Figuren verziert. WIr haben eine Extra-Runde durch's Dorf gedreht, um alles zu begucken. Sah echt super aus:

      

Von engel am 25.11.2002 09:44 • outdoor(6) Kommentare

Feiertag

Freitag, Oktober 04, 2002

Und wie anders sollte man einen Tag schon feiern, als mit einer Tour am letzten schönen Tag der Woche? Das mit den Tibet-Dias hatte dann doch nicht mehr geklappt. Der Stau auf dem Mittleren Ring und dass die A96 so voll war, haben mir da auch noch einen Strich durch gemacht. Um 20.00h war ich daheim und reichlich genervt. Ein Grund mehr, am Donnerstag rauszugehen.

Genau in der Mitte - die LachenspitzeDie Mama hatte vor kurzem die Lachenspitze (der Gipfel in der Mitte) recht gelobt und ich hatte auf der Karte einen Pfad entdeckt, mit der man die vielleicht überqueren könnte - ohne klettern zu müssen, soll das heissen. Und so machten wir uns in der Früh auf den Weg in Tannheimer Tal. Das Wetter sah gar nicht nett aus, obwohl es doch noch einen Tag lang schön sein sollte. Beim Aufstieg zur Landberger Hütte klarte es aber auf und die Welt sah sonnig und freundlich aus :-)

Bis zum Gipfel der Lachenspitze waren wir fast allein unterwegs. Es war wunderschön und es wurde angenehm warm. Trotz des Schnees, der natürlich überall noch reichlich vorhanden war.

'Meine' Abstiegsroute erwies sich als seeehr steil und mit den vielen Schneeresten auf dem Gras als ein wenig heikel. Der Adrenalinspiegel stieg vor allem bei der Querung der steilen Wiese ganz oben an ;-) Es ging aber alles gut.

Heut geht's mir wieder gut (soll heissen, ich hab den Ärger über all diese verpassten Gelegenheiten hinter mir) und ich kann mich gelassen auf eine weitere Woche Urlaub freuen. Ja, schon wieder eine :-) Leider die letzte für dieses Jahr ...

Geishorn und Rauhorn

Von engel am 04.10.2002 15:22 • outdoor(2) Kommentare

Schnee II

Montag, September 30, 2002

Ok, ich hab mich mit dem verfrühten Wintereinbruch angefreundet :-)

Der Grund? Naja, wir waren im Schnee und wie hätte ich bei dem Traumwetter diesem Traumelement widerstehen können? Zur Zeit schaut's bei uns so aus wie da oben.

Und ausserdem begegnete uns oben auf dem Hochschelpen dieser Kleine hier und spätestens dann war's um mich geschehen. Hach, Schnee!

Was für eine Frage! Natürlich haben wir das Kerlchen gebaut ;-) Er war knapp 20 cm hoch und steht hoffentlich noch immer da oben rum. Allerdings nicht mehr lang, denke ich ;-)

Es war wunderbar einsam auf diesem kleinen Gipfel (bei Balderschwang, Florian) und wenn man davon absieht, dass wir die Bauarbeiten für die Erweiterung des Balderschwanger Skigebietes sehen mussten (sowas tut weh) war es auch richtig nett da. Die Kombination von Schnee mit herbstlichen Bäumen und Sonne sieht einfach genial gut aus :-)

Trotzdem habe ich nichts dagegen, wenn das weisse Zeug demnächst erst mal wieder verschwindet und noch ein bisserl goldenem Herbst Platz macht. Laut Wetterbericht scheint das so zu sein, ich hoffe mal, das stimmt :-)

Von engel am 30.09.2002 04:37 • outdoor(0) Kommentare

Ja, genau ... Urlaub :-)

Sonntag, September 22, 2002

Und wie immer bin ich so offline, dass ich es kaum schaffe, mal nach den Mails zu schauen. Stört mich aber gar nicht ;-)

Dabei ist es gar nicht mal so, dass wir nur noch 'Outdoor' rumhingen und kaum daheim wären. Wir haben unsere Zeit schön halbe-halbe aufgeteilt: An den scheusslichen Tagen waren wir daheim, an den schönen draussen.

Nunja, nicht ganz. Der letzte Samstag - richtig, der mit der im vorigen Eintrag erwähnten Schlammschlacht - war nicht schön, aber wir waren trotzdem draussen. Weil der beste Allgäuer von allen die Radltour schon ausgemacht hatte, sind wir dann auch Radeln gegangen. Bis auf den einen furchtbaren Schauer war es richtig nett - und sowas wie die Schlammschlacht gehört wohl einfach zum Bergradeln dazu ;-)

Dienstag machten wir einen recht kurzen, dafür aber umso netteren Ausflug ins Tannheimer Tal. Die Rhonenspitze lockte. Wir waren noch nie da oben, weil wir die Tour immer so kurz fanden. Da wir am Mittwoch aber was Langes machen wollten, schien sie uns genau richtig für einen halben Tag :-) Es war nett, meistens einsam, wunderschön und am Nachmittag lagen wir auf der Terrasse in der Sonne. :-))

Am Mittwoch löste ich mein Versprechen ein und fragte den Florian, ob er mit uns in die Berge wolle. Wohin dürfe er aussuchen, meinte ich. Ich hatte schon erwartet, dass er den Imster Klettersteig vorschlagen würde und bereitete uns schon mal darauf vor. Leider fand ich die Beschreibung des Klettersteiges nicht mehr, aber ich hatte KS3 im Kopf. 'Mässig schwierig' heisst das.

Logisch wollte der Florian genau diesen Klettersteig gehen, schliesslich hatten wir uns darüber schon ein paar mal unterhalten. Prima! Um 8.00h trafen wir uns am Hahntennjoch und stiegen zum Scharnitzsattel auf. Der Blick von da oben auf Ötztal und Pitztal war atemberaubend!

Die Herren bestanden darauf, die Querung vom Sattel zum Klettersteig-Einstieg weglos über Geröllfelder zu machen. Ich zog es meinem Knie zuliebe vor, ganz normal auf dem Weg abzusteigen und dann erst einer Trittspur zu folgen. Es dauerte nicht lang, dann waren wir am Einstieg.

Es war seltsam, überall um uns herum war es leer (wie im Lechtal üblich :-)) - nur der Klettersteig war voll. Warum merkten wir schnell, nachdem wir die ersten Meter geklettert waren: da war eine Imster Jugendgruppe unterwegs. Die zu überholen, bzw an ihnen vorbei zu klettern, war nicht einfach und kostete zumindest mich viel Kraft. Trotzdem bewunderte ich sowohl die Kids als auch die Betreuer, denn der Steig war nicht einfach und zumindest ein Mädchen jammerte schon ziemlich weit unten, wie schrecklich es sei.

Nach dem Zwischenausstieg fiel mir fast der Kinnladen runter: Vor uns erhob sich eine glatte Wand, die nur durch das Drahtseil und ein paar Klammern entschärft wurde. Mir war der Steig schon unten schwerer als 'mässig schwierig' vorgekommen. Hier war es dann klar: Das war mindestens KS5, also 'sehr schwierig'. Und ich war wegen dem Umklettern der Kids da unten schon ziemlich kaputt!

Aber um diese Wand führte wohl nichts drum herum. Der Florian war schon eingestiegen und wenn ich ehrlich bin - einfach aufgeben hätte mich dann doch zu sehr gewurmt. Ich stieg also mit einem unguten Gefühl als letzte in die Wand ein. Der erste Abschnitt führte an einem Riss entlang und war noch ganz gut zu gehen, aber der zweite Abschnitt - der mit den Klammern - der liess mich erst mal anhalten.

Die Wand war so glatt, dass einem nichts anderes übrig blieb, als mit Gewalt am Drahtseil hoch zu steigen. Vor der letzten Klammer ging mir die Kraft aus. Mit zitternden Armen schaffte ich es grad noch auf die Klammer drauf. Und jetzt? Runter ging auf keinen Fall, aber würde ich den letzten Kraftakt noch hinkriegen?

Nene, so geht das nicht, Mädel, schimpfte ich mich innerlich. Wer da einsteigt, sollte wissen, worauf sie sich einlässt! Luft holen und lossteigen! Und das tat ich dann. Im Nachhinein bin ich erstaunt, wieviel Kraftreserven man doch hat, auch wenn man denkt, man sei am Ende ;-)

Der Rest war wieder nett zu klettern, auch wenn ich inzwischen ziemlich langsam war ;-) Alles in allem war das ein wunderschöner Tag. Erstaunlicherweise hatte ich am nächsten Tag nirgendwo übermässig Muskelkater. Nur haufenweise blaue Flecken ;-)
(Ich bekomme so leicht blaue Flecken, dass meine Beine schon in Gefahr sind, wenn nur eine Fliege auf meinem Oberschenkel landet.)

Der Rest vom Urlaub war vor allem gemütlich :-) So gemütlich, dass wir sogar die Zirkus-Freikarte verfallen liessen, weil wir uns einfach nicht aufraffen konnten, abends da hin zu gehen ;-)

Und jetzt wird es gleich wieder gemütlich :-) Ich rieche Cappucchino von unten ...

Von engel am 22.09.2002 16:23 • outdoor(5) Kommentare

Ich versprach

Dienstag, September 10, 2002

(oder drohte), etwas zum letzten Wochenende zu schreiben.

Der Samstag ist nicht weiter erwähnenswert. Haushalt, Einkaufen und Motorrad-Verkauf organisieren. Ich hatte ja schon erwähnt, dass jemand zum Gucken und Fahren da war und dass ein Däne mehr Fotos haben wollte. War eh Zeit, dass die Teile mal wieder geputzt wurden. Sie stehen seit einem knappen Jahr nur herum und da werden sie sogar in der Garage dreckig.

Am Sonntag aber wollten wir wieder mal raus. 'Raus' ist wie nicht anders zu erwarten mit 'in die Berge' gleichzusetzen ;-)

'Nicht sowas Grosses.', bat der beste Allgäuer von allen völlig ungewohnt. Er wollte nicht so früh aufstehen :-) Das Aussuchen der Berge und der Touren ist von jeher meine Sache und so durchforstete ich die Karte nach einer relativ kurzen Tour, die wir dieses Jahr noch nicht gegangen waren und die interessant sein sollte. Ich landete beim Besler. Rechts vom Riedbergpass und ich erinnerte mich an diese zackigen Felsformationen ganz oben. Das würde schön werden, hoffte ich.

Es war schön. Wunderschön sogar. Dass der Weg Königsweg heisst, hat durchaus seine Berechtigung. Unten wars feucht und wildromatisch mit alten, moosigen Bäumen und Steinen, oben lieblich mit Almwiesen und Wald. Und als Schmankerl gab es unerwartet einen Mini-Klettersteig obendrauf. Alles in allem ein Volltreffer (auch wenn es sehrvoll dort oben war, weil der Besler vom Riedbergpass aus in einer Stunde oder so zu erreichen ist).

Nur eines war die Bergtour nicht: kurz. Ich hab mich mächtig verschätzt, als ich Obermaiselstein als Startpunkt wählte. Wir waren mit Pausen etwa 8 Stunden unterwegs und ich hab mir doch glatt einen Muskelkater geholt.

Und am Ende schenkte uns der Besler ganz unten eine Steinpilzfamilie (6 Pilze, insgesamt ein Kilo) :-) Alles in allem ein voller Erfolg :-)))

Und das hier ist wirklich nur für mich interessant ;-) Dieser Berg war der Start meiner Bergsteiger-Karriere. Mit 5 oder 6 Jahren hat mich mein Daddy da hoch geschleppt. Mann, war das toll und war ich stolz :-)

Von engel am 10.09.2002 17:45 • outdoor(7) Kommentare

Allgäu-Rundfahrt

Montag, August 26, 2002

Gesponsort von Ralles Firma (Wacker Ceramics, soll hier gerne mal erwähnt werden, schliesslich haben die unsere Startgebühr bezahlt und uns ein Radl-Trikot geschenkt) haben wir am Sonntag zusammen mit ein paar seiner Kollegen die Allgäu-Rundfahrt mitgemacht.

Der Event wurde vom Radsportclub Kempten veranstaltet und es ging (glaube ich) darum, dass die teilnehmenden Teams (meistens Firmen) soviele Kilometer wie möglich zurücklegen sollten, um dann nachher auf dem Siegertreppchen zu stehen. Ob da noch was dran gekoppelt war, weiss ich nicht. 'Wir' haben gewonnen - was sicherlich vor allem daran lag, dass über 200 Leute für Wacker geradelt sind.

Es war ein Event so richtig für alle. Die Radler konnten aus 5 verschiedenen Strecken wählen, die (nach unserer Tour zu schliessen) alle vorbildlich ausgeschildert waren und über nette kleine Strassen quer durchs Unterallgäu (wo's nicht gar so steil bergauf-bergab geht) führten. Zur Auswahl standen 50, 72, 130, 150 und 200 Kilemeter. Wir sind die 72 Kilometer geradelt - mit dem MTB bequem und stressfrei zu bewältigen.

Radl-Foto

Unterm bergauf-Radeln geschossen: 'Unser' Team.
Klaus, Guido, Ralle, Sabine, Sabine ... und dahinter ich ;-)
Alle in den gesponsorten Wacker-Trikots.

In netter Gesellschaft hat der Ausflug wirklich Spass gemacht und hat fast nur Highlights geboten: die gute Beschilderung, die vorbildliche Versorgung an den Checkpoints, die schöne Routenwahl - und es war sogar meistens angenehmes Wetter. Einziges Lowlight: ein paar von einem Waldfest übrigbegliebene Volldeppen, die es lustig fanden, uns aus dem Auto raus mit irgendeinem klebrigen Getränk zu beschütten. Guido und ich bekamen die volle Ladung über den Rücken :-(

Ich denke, da könnten wir nächstes Jahr wieder mitfahren ... dann vielleicht auch ein bisserl weiter.

Und diese kleine Beobachtung am Rande möchte ich euch nicht vorenthalten: die etwas ungewöhnliche Verwendung des 'Click'-Systems ;-))

'Click'-Pedale

Von engel am 26.08.2002 08:19 • outdoor(2) Kommentare

Urlaub

Montag, August 19, 2002

Wie hätte es anders sein können? Der Urlaub war auch ohne Super-Wetter schön :-) Immerhin liess das Wetter ja ab Mitte der Woche wenig zu wünschen übrig - nur der Anfang war reichlich feucht ;-)

Freitag und Samstag:
Der Urlaub fängt ja gut an! Ralles Sunny muss repariert werden (Lichtmaschine tot) und der erste grössere Regen lässt unsere Dachrinne überlaufen. Ein See vor der Haustür ist nicht wirklich toll, also muss am Samstag erst mal der Kanaldienst anrücken. Natürlich stellt sich das Ganze als komplizierter heraus als angenommen und es schaut erst mal trotz modernster Ausrüstung des Kanaldienstes (Kamera und verschiedene Fräsen und so) ziemlich übel aus. Plötzlich aber geht der Pfropfen im Kanal doch auf und das Wasser fliesst wieder ab - nicht ohne einen Haufen übelriechendes Blätter-Zeug aus dem Kanal vor unserer Haustür zurück zu lassen. Bäh!

Sonntag:
Der Regen ist erst mal nicht unwillkommen. Schliesslich wäscht er die letzten Reste des übelriechenden Kanaldrecks restlos weg. Nachmittags packen wir uns wasserdicht ein und gehen ein wenig an der Iller radeln. Wir haben trotz des arbeitsreichen Urlaubsanfangs schon total den Bezug zur Realität verloren (keine Nachrichten) und radeln plötzlich in der Iller. Es fängt so harmlos an, dass wir uns nichts dabei denken und durch die paar Zentimeter Wasser einfach durchradeln. Unversehens stecken wir aber bis zum Lenker im dreckigen schnellen Illerwasser. Pfui Teufel! Den Rückweg nehmen wir über die Strasse, denn das Wasser steigt erstaunlich schnell.

Montag:
Wenn wir schon nicht wegfahren, denken wir, können wir unser Geld ja daheim unter die Leute bringen ... Ich rüste mein Radl auf: 'Click-Pedale' und Schuhe dazu, einen neuen Vorbau, eine Lenker-Erhöhung und eine gefederte Sattelstütze. Irre, was das für einen Unterschied macht! Plötzlich ist mein unbequemes Supersportbike fast schon bequem und an Geländegängigkeit hat es so gut wie gar nicht verloren, was wir am Nachmittag mit einer kleinen Tour auf den Buchenberg feststellen. Natürlich regnet es da, aber das hält uns nicht ab, einen steilen Trialweg hochzuradeln. Wobei der Weg fast schon ein Bach ist.

Dienstag:
Wenn's regnet, hat es auch Pilze, denken wir uns und gehen in den Wald. Richtig, da hat es Pilze :-) Viele und feste Pilze und zwei Steinpilze sind auch darunter. Diesmal gibt es das Pilzgulasch wieder mit Semmelknödeln. Yummie! Nur so schmeckt es richtig gut!

Mittwoch:
'Können wir nicht mal wieder was Richtiges machen?' fragt der Ralle, als ich beim Frühstück eine MTB-Tour aus dem Moser Bike Guide raussuche. 'Was ist denn was Richtiges?' frage ich besorgt - immerhin kenne ich den Mann schon eine Weile. Als er es erklärt, bin ich erst mal strikt dagegen - ich hab doch Urlaub und bin nicht im Arbeitslager! Und dann lasse ich mich doch überreden. Kempten - Grüntenhütte - Königsträssle - Kempten. 1700 Höhenmeter und 92 Kilometer. *ächz*

Donnerstag:
Soooo schönes Wetter! Wir wollen in die Berge. Auf den Entschenkopf mit der Option mit dem Gaisalphorn und dem Rubihorn eine schöne grosse Runde zu laufen. Da haben wir wohl den gestrigen Tag ein wenig unterschätzt! Ohne Muskelkater zu haben, haben wir beide so schlappe Beine, dass der Anstieg auf unseren Berg furchtbar stressig ist. Ich weigere mich die Runde zu erweitern und der Ralle protestiert kein Stückchen :-)

Freitag:
Muskelkater! Ich komme kaum vom ersten Stock ins Erdgeschoss. Hätte nicht vel gefehlt und ich wäre die Treppe rückwärts runter gegangen! Aber dieser Tag ist kein Tag zum Schlappmachen. Es ist Weiber-Tag - die drei Engel wollen ohne Männer, ohne Eltern und ohne Kinder einen ganzen Tag zum Quasseln haben (das soll heissen, meine Schwestern und ich wollen allein sein) :-) Und meinereine hat schon vorab einen Berg ausgesucht. Ohweh! Und mit dem Rad muss ich auch fahren, denn mein Audi muss zum Kundendienst. Der Tag ist wunderbar :-) Wir besteigen (unter viel Gejammer meinerseits und viel Gespött Bine-seits) den Zinken und haben einen wunderschönen Tag zu dritt. ZUm Essen Abends darf auch der Ralle mitgehen :-)

Samstag:
Familientag :-) Erst schleppen Ralle und ich die Schwestern und die Kinder zum Wildfräuleinstein, dann gibt es am Abend Riesen-Essen bei der besten Mama von allen :-)) Der Ausflug zum Wildfräuleinstein ist für die beiden tapferen dreijährigen Bergsteiger ein unvergessliches Erlebnis, denn die wilden Fräulein (Sagengestalten, sowas wie freundliche Hexen) sind so angetan von den beiden kleinen Bergsteigern, dass sie ihnen in ihrer Wohnstätte (ein grosser Felsen mit flachen Höhlen) Süssigkeiten hinterlassen ;-) Ooooh, ist das toll. Die Jungs können gar nicht mehr aufhören, davon zu erzählen, dabei sind sie zuerst so respektvoll, dass sie sich nur flüsternd dem Wildfräuleinstein nähern.

Sonntag:
Faultag :-) Wir radeln zum See und legen uns in die Sonne. Dass wir dabei noch mal die Eltern, Schwester und Schwager und die drei Kinder treffen, ist reiner Zufall. Nett ist es trotzdem.

Alles in allem war der Urlaub richtig gelungen und wir mussten nicht mal aus Verzweiflung über das Wetter irgendwelche Zimmer streichen ;-) Das ist prima, aber auch schlecht, denn so steht das noch immer auf der ToDo-Liste ...

Fotos hab ich auch. Die muss ich aber erst mal runterladen und begucken. Wenn es viele schöne Bilder sind, gibt's noch ein Bilder-Special. Jetzt muss ich erst mal Mails holen und dann ins Büro ...

Von engel am 19.08.2002 04:33 • outdoor(4) Kommentare

Schwammerl

Montag, August 05, 2002

Wer die EngelChronik schon länger mitliest, weiss: dieser Engel steht auf Schwammerl. Ich liebe Pilze. Ja, auch Champignons und andere Zuchtpilze, aber so richtig Klasse sind frische selbst gesammelte Pilze aus dem Wald. Erzählt mir nix von Cäsium-Belastung. Ich bin nicht schwanger und die paar mal im Jahr muss mein Körper das aushalten ...

Als wir am Samstag beim Bergradeln waren, bin zumindest ich ein paar mal wegen dumm-in-der-Gegend-rumgucken fast vom Bike gefallen, weil der Wald dermassen voller Pilze war, dass wir schon vom Wegrand aus ganze Körbe hätten füllen können.

Es war übrigens mal wieder eine schöne, wenn auch schrecklich anstrengende Tour :-) Dass sie so stressig war führe ich zum Teil darauf zurück, dass es mir in der Früh schlecht war und dass ich nichts gegessen hatte. Wie soll der körpereigene Motor funktionieren, wenn er keinen Sprit hat? Kann ja nicht funktionieren.

Der Vollständigkeit halber (und weil ich meine Einträge tatsächlich hin und wieder nachlese): Wir sind von Fischen über Schöllang auf den Stürzel, rüber zu Gaisalpe und auf dem Wallraffweg nach Oberstdorf geradelt, haben einen kleinen Abstecher ins Oytal gemacht (wo ich vor der Steigung zum Stuibenfall aufgegeben habe :-() und sind an der Trettach und der Iller zurück nach Fischen geradelt. Knapp 40km, gut 800 Höhenmeter.

Weil es am Sonntag regnen sollte (was es aber gar nicht tat), beschlossen wir, in die Pilze zu gehen. Damit es nicht langweilig würde, gingen wir diesmal in einen anderen Wald. Und hatten Erfolg :-)

Nicht nur, dass wir genügend Pilze fangen, um am Abend ein leckeres Essen zu haben, wir fanden auch völlig neue Pilze, die wir bis dahin noch nie gesehen hatten:

Stinkmorchel mit Hexenei   Weisser Knollenblätterpilz
Stinkmorchel mit Hexenei (ziemlich stinkig)   Weisser Knollenblätterpilz (ziemlich giftig)

Besonders der Knollenblätterpilz freut mich. Man sollte doch seinem gefährlichsten Gegner zumindest einmal unter den Hut geschaut haben, oder? Ich hatte schon ernsthafte Zweifel, ob es überhaupt so giftige Pilze gäbe ... Nein, nicht wirklich. Jetzt möchte ich nur noch mal einen Grünen Knollenblätterpilz finden. Der ist so richtig schön fies giftig. Wenn man davon krank wird, ist es eigentlich schon zu spät und der Tod nach 3-4 Tagen ist unvermeidlich. So steht es zumindest im Pilzbuch.

Damit ihr aber nicht glaubt, wir hätten nur Unverwertbares gefunden, zeige ich euch auch noch unsere Ausbeute :-) Das war vor dem Nachidentifizieren (wir sind vorsichtig) Die hellbraunen Pilze zwischen den Täublingen und den Bovisten (3. von rechts) sind dann noch rausgeflogen. Ich war mir sicher, der Ralle nicht. In dem Fall fallen Pilze eben durchs Raster ...

Die Ausbeute

Und das ganz links, das sind flockenstielige Hexenröhrlinge :-) Klingt grausig, gell? Die sehen auch grausig aus, dunkle Kappe, gelb-roter Stiel, dunkelrote Röhren und wenn man ihn anschneidet, wird er sofort blau und dann fast schwarz. Aber er schmeckt vorzüglich :-) Ich gebe zu, wir haben die Pilze erst nach 3-maligem Vergewissern verwendet ...

Von engel am 05.08.2002 07:09 • outdoor(9) Kommentare

Das Wochenende ...

Montag, Juli 22, 2002

... stand ganz im Zeichen des Fahrradfahrens :-)

Nein, nicht wegen der Tour de France (obwohl wir da am Sonntag auch ein wenig zugeguckt haben - ich denke allerdings beim Mont Ventoux immer daran, dass mein Dad da alle paar Jahre mal hochradelt, so zum Beispiel dieses Frühjahr, und dann irgendwie stolz wie Oskar ist), sondern weil wir ganz im Bergradl-Fieber sind. Die Runde um die Breitachklamm am Samstag vor 3 Wochen war einfach zu schön :-))

Aber schön der Reihe nach: Am Samstag hatte ich uns für den Nachmittag eine Tour rausgesucht, die anspruchsvoll aussah, ohne übermässig stressig zu sein. 36km, um die 1000 Höhenmeter, geschätzte Fahrzeit: 3 1/2 Stunden. Eine nette Runde, die aber unter keinem guten Stern stand. Es fing schon damit an, dass wir uns an der ersten Kreuzung verhauten. Also ich hatte mich verhauen - ich suche die Routen aus, der Ralle hat das Gepäck. Faire Arbeitsteilung, finde ich.

die TannheimerBerge

Wir hatten es ein bisserl spät gemerkt, aber was sind schon 6 Kilometer und 200 Höhenmeter? Als wir wieder auf der richtigen Route waren, wurde das mit diesem genialen Blick da oben belohnt. Wir waren hin und weg und machten uns nach einer gebührenden Pause auf den Weiterweg. Es ging bergab. Steil bergab. So steil, dass wir zutiefst bedauerten, den Helm daheim gelassen zu haben (schön blöd!). An einer besonders steilen Stelle schob ich ... der Ralle fluchte. Nanu? Er hatte einen Platten!

PanneNatürlich hatten wir Flickzeug dabei. Trotzdem traf es sich gut, dass wir grad vorher durch Lehm gefahren waren (man beachte den 'Belag' auf dem Reifen). Es traf sich auch gut, dass der Schlauch deswegen undicht geworden war, weil sich irgendwie der Mantel gegen den Schlauch verschoben hatte und dass deswegen das Loch direkt vor dem Ventil war - ganz toll zum flicken, sowas ;-)

Wir bekamen das Loch schliesslich dicht und machten uns erst mal auf zur nächsten Tankstelle - vernünftig Luft reinfüllen, denn mit der 'Notpumpe', die bei unserem Flickzeug dabei ist, sind nicht mehr 1,5 bar möglich. Als wir bei der Tankstelle in Oberjoch ankamen, gingen die Schwierigkeiten weiter. Auf der einen Seite von dem Luftbefüller war keine Dichtung drin und als wir die andere Seite verwendeten, machte es leise 'pffff' und dann wurde der Reifen langsam platt.

Noch eine PanneWir machten Pause in einem Gasthof und ich bereitete mich geistig darauf vor, zum Auto zurück zu fahren und den Ralle dann abzuholen. Er kam auf die Idee, die Bedienung zu fragen, ob es hier vielleicht ein Radl-Geschäft hätte. "Nein.", war die Antwort, "Aber der Ungerer, des isch so a Bäschtlar, der könnt ebbas haben." Und sie schickte ihn 2 Häuser weiter.

Er kam mit einem Schlauch und einer altertümlichen Pumpe zurück. Der Mann hatte seinen ganzen Keller durchwühlt und tatsächlich einen Schlauch gefunden. Trotzdem war es nicht einfach. Der Schlauch hatte ein Loch (obwohl er noch original verpackt war) und als wir das geflickt hatte, noch eines. Wir improvisierten einen Flicken aus dem alten Schlauch und endlich war das Ding dicht!

Den Rest der Tour lief dann alles glatt - wenn man davon absieht, dass ich mich noch mal verfranste und dass wir deswegen einen ziemlich steilen Trial-Pfad entdeckten, der nett (wenn auch anstrengend) zu fahren war. Und es war einfach wunderschön :-)

Am Sonntag sollte es spätestens Mittags regnen, sagte der Wetterbericht. Wir fingen bei schönstem Wetter an, Ralles Bike 'richtig' zu reparirieren und als wir fertig waren, war der Himmel schon zugezogen. Da wir nun schon das Rad geflickt hatten, wollten wir auch radeln und fuhren nach Steibis (bei Oberstaufen) um auf den Hochhäderich zu radeln. Ohne Kamera, denn es tröpfelte schon beim losfahren bedenklich.

Es war eine nette kleine Runde, die eigentlich länger sein sollte, doch wir landeten auf einem Almweg, der für 'Maunten-Biker' verboten war. Es war ein breiter Fahrweg, der ganz offensichtlich des öfteren von Autos benutzt wurde. Es gab keinen Grund, Radler auszusperren. Blöder Senn! Wir wollten uns nicht mit irgendwem anlegen oder gar einen Hund auf uns gehetzt bekommen (alles schon passiert) und verkürzten die Runde. War grad recht, denn als wir am Auto ankamen, fing es grade richtig an zu regnen ...

Von engel am 22.07.2002 10:42 • outdoor(0) Kommentare
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