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Rundrum erfolgreich

Montag, Februar 10, 2003

war dieses Wochenende :-)

Am Freitag habe ich sofort neue Winterrreifen bekommen. Die allerletzten in dieser Grösse und sie wurden sofort montiert, ohne warten. Fahren sich prima auf der Autobahn, sind Klasse im Schnee, und ich frag mich, wieso ich so lange gewartet hab, bis ich die alten Schlappen weg geworfen habe. Achja, wahrscheinlich wegen der Kleinigkeit von 300 Euro ...

Am Freitag herrschte Lawinenwarnstufe 4 und es war weiterer Schneefall angesagt. Die Tour, die sich der Ralle ausgedacht hatte, trauten wir uns dann doch nicht zu und so sind wir nur kurz mal aufs Wertacher Hörnle spaziert. Da kann man so gut wie immer hoch, hiess es und ich denke, diese Aussage kann ich bestätigen. Ich seh nicht, wann und wie da was runter kommen sollte - was natürlich nicht heisst, dass da nichts passieren kann. Schnee kann tückisch sein.

Sonntag sollte es ja schön werden, auch wenn es in der Früh eher trüb aussah, als es so langsam hell wurde. Im Kleinwalsertal aber war der Himmel klar und strahlend blau. Hach!

Wir waren völlig allein auf 'unserem' Berg, dem Schusser. Von Anfang bis Ende war ausser uns kein Mensch auf diesem Berg unterwegs. Wir haben uns alles sehr gut angeschaut. Lawinenwarnstufe 3, günstigeste Hangausrichtung und kleine Gruppe. Bis auf die Hangneigung (steil) sprach alles für uns. Trotzdem gibt es ein leicht mulmiges Gefühl, wenn man ganz offensichtlich völlig allein unterwegs ist. Ich schickte erst mal eine SMS an meine Eltern, damit überhaupt jemand wusste, wo wir waren.

Wir diskutierten aus, wo wir wohl am günstigesten aufsteigen könnten und dann stapfte der Ralle los. Ich wartete und blieb dann immer so 50 bis 100 Meter hinter ihm. Spuren im knietiefen Tiefschnee ist eine Mordsarbeit. Nach dem ersten Drittel des Aufstiegs zeigt mein sonst unermüdlicher Allgäuer erste Ermüdungserscheinungen und wir kamen unendlich langsam voran. Etwa 20 Minuten lang spurte ich auch mal aber dann musste ich an einer nicht zu umgehenden Steilstelle aufgeben. Boah! Was war das anstrengend.

Wir schafften es bis zur Hütte auf etwa 2/3 Höhe zum Gipfel. In der Pause rutschten auf der Südseite links von uns ein paar oberflächliche Schneebretter ab. Es war 2 Uhr Nachmittags und in der Sonne total warm. Uns wurde unwohl und so drehten wir um. Natürlich spielte auch eine Rolle, dass noch 400 Meter Aufstieg in diesem nahezu grundlosen Schnee vor uns lagen und wir auch noch nicht sicher waren, wie gut das Abfahren gehen würde.

Völlig grundlose Sorge :-) Das Abfahren in lockerem oberschenkeltiefem Tiefschnee war wundervoll. Der Schnee war weich wie Watte und federte jeden Schwung perfekt ab. Klar, anstrengend war es trotzdem. Und natürlich liessen wir auch bei der Abfahrt Vorsicht walten.

Offensichtlich haben wir alles richtig gemacht. Keine Lawinen und wir kamen heil und glücklich wieder am Auto an. Was für eine wundervolle Skitour! Bei meinen Eltern meldeten wir uns dann gleich persönlich zurück und wurden mit Kaffee und Kuchen belohnt :-)

Von engel am 10.02.2003 06:34 • outdoor(2) Kommentare

Skiiii-foarn :-)

Montag, Februar 03, 2003

Der Skitag in Serfaus war super. Nicht nur, dass das Wetter dermassen Klasse war, dass es kaum zu fassen war, es war noch dazu überall so gut wie leer. Nirgendwo mussten wir länger als 2 Minuten (wenn überhaupt - so lange braucht man ja schon, um die Stockschlaufen über die Handschuhe zu fummeln) warten und die Pisten waren erfeulich leer.

Es war zwar wirklich kalt (irgendwen hörte ich mittags herum sagen, es habe -18 Grad), aber was ein richtiger Skifahrer ist, der hat auch passende Kleidung. Bis auf ein paar ganz kurze Momente war es mir nie kalt. Fast jedenfalls - meine Füsse wurden den ganzen Vormittag nicht warm, aber wen stört das schon angesichts freier Hänge?

In der Früh lösten sich in den tieferen Lagen die letzten Wolkenreste auf und zerfielen in winzig kleine Schneeflöckchen. Die Sonne schien hinein und das sah geradezu überirdisch schön aus. Man konnte glatt das Skifahren darüber vergessen :-)

Alles in allem hatte es viel weniger Schnee, als wir gedacht hatten (vor allem weil es im Allgäu jetzt endlich richtig Schnee hat), doch es reichte dicke, um uns in ein paar kurzen Hängen viel Spass im Tiefschnee zu bereiten. Zugegeben, das war Spass mit leichtem Bauchgrimmen, aber wir haben 'unsere' Hänge wohl richtig eingeschätzt, denn sie hielten. Das einzige Schneebrett ging woanders ab.

Mittags wärmten wir uns in einer riesigen Skihütte auf, die inmitten eines völlig abgelegenen Bereichs des Skigebietes lag, den man nur mit Schleppliften erreichen konnte. Was diese Riesenhütte da hinten zu suchen hat, ist uns ein Rätsel. Die paar Liftchen aussen herum haben absolut nichts zu bieten. Trotzdem war die Hütte brechend voll, denn sie liegt super und hatte ausser Wärme auch einen recht gemütlichen Raum mit prima Aussicht zu bieten. In die Hütten-Deko vor dem Eingang habe ich mich gleich verliebt:

Da dies ein Skiausflug mit Ralles Badminton-Club war, war nach dem Skifahren noch ein wenig Apres-Ski angesagt. Das ist nun etwas, was wir normalerweise überhaupt nicht machen und ich war ein wenig gespannt.

Als wir mit unserem kleinen Grüppchen auf der Suche nach den restlichen Club-Mitgliedern durch die ersten paar Apres-Ski-Bars an der Piste zogen, wurde mir fast übel: dunkle rauchige Löcher, in denen in irrer Laustärke primitive Sauflieder gespielt wurden. Pfui Deibel! Ich hab aber nichts gesagt, denn ich war ja irgendwie nur 'Gast' bei diesem Ausflug. Nach dem zweiten Etablissement der Sorte meinte der Ralle leise zu mir: 'Ich glaub, ich werde alt!' und ich wusste ich war nicht allein :-)

Wir fanden die Gruppe dann in einer Schirmbar (Riesen-Schirm mit abnembaren Glaswänden). Die Musik war genauso übel wie in den anderen Bars, aber es hatte Licht und Luft und so wurde es dann doch noch ganz lustig, nachdem wir uns ein wenig Platz geschafft hatten. Ralle und ich einigten uns danach darauf, das als kuturelles Erlebnis zu werten. Wer sagt denn, dass einem jede Kultur zusagen muss?

Von engel am 03.02.2003 06:14 • outdoor(0) Kommentare

Gern doch :-)

Dienstag, Januar 21, 2003

Wenn mich jemand fragt, ob ich nicht noch ein schöne Tourenbildchen habe - 'rassig' sollte es sein - dann ist es mir eine Ehre, dem Wunsch nachzukommen (ist natürlich von letzten Wochenende - ich hab ja Sportverbot und war nur spazierengehen an diesem schönen WE) ...

Fotograf war - wie nicht anders zu erwarten - der beste Allgäuer von allen. Mit seinem DigiDings :-) So langsam färbt meine Vorliebe für Tech-Kram ab ;-)))

*taucht.wieder.ab*

Von engel am 21.01.2003 10:02 • outdoor(7) Kommentare

Eisig kalt

Montag, Januar 13, 2003

war es am Wochenende. Jeden Morgen zeigte das Thermometer -10 Grad in Kempten, als wir das Haus verliessen. Und in den tief eingeschnittenen Tälern rund um Oberstdorf war es noch um einiges kälter. Um diese Jahreszeit schafft es kein einziger Sonnenstrahl in einige der engen Täler.

Mit genügend Kleidung nach dem Zwiebelprinzip (viele dünne Schichten, statt weniger dicker Kleidung) lassen sich aber auch Temperaturen um -20 Grad prima aushalten :-)

Am Samstag hatten wir uns die Höferspitze vorgenommen. Ein schöner Berg mit einer langen wunderschönen Abfahrt auf der wir wundervollen Tiefschnee vermuteten. Es war kalt und zugig im Bärgunttal und wir betrachteten ein wenig besorgt die Schneefahnen auf den hohen Graten um uns herum. Auf halbem Weg rieten uns 3 völlig verfroren aussehende Skifahrer vom Weitergehen ab. Da oben sei es extrem kalt und ungemütlich und der Schnee sei entweder verblasen oder wirke furchtbar instabil.

Hmm. Wir wollten Spass, nicht Lawinen und Schneesturm. Wir folgten also dem Rat der 3 und kehrten um. Da aber ein halber Tag übrig war und eine halbe Skitour nicht wirklich zufriedenstellend ist, hängten wir noch eine zweite halbe Skitour an und fellten am Gamsfuss erneut auf.

Wir waren zwar zu spät dran, um oben in der Sonne Brotzeit zu machen, doch war der Aufstieg durch den Wald schön und sogar fast warm, weil da die Sonne rein schien. Brotzeit gab's dann erst am Rückweg auf einer Bank am Spazierweg von Baad. Ob's denn da hinten einen Lift hätte, fragten nicht wenige der Fussgänger angesichts der Skier neben uns. Dass man auch zu Fuss auf Berge laufen kann, fanden die meisten sehr erstaunlich und nicht wenige der älteren Herrschaften lobten uns ausdrücklich ;-)

Am Sonntag zog es uns auf die Güntlespitze. Für uns eine ganz neue Tour, aber im Führer wurde das als 'Modetour' bezeichnet. Zu Recht - mit uns stiegen ganze Heerschaaren Tourengeher auf den Berg. Trotzdem war es eine wunderschöne Tour und am Gipfel war es im Windschatten fast schon warm - zumindest dann, wenn man die Hände beim Tee trinken in den Handschuhen liess ;-)

Und die Abfahrt war oben ganz einfach traumhaft :-) Kaum zerfahrener knietiefer Pulverschnee auf Hängen mit perfekter Neigung (also relativ steil, nicht flach). Sogar der beste Allgäuer von allen hatte endlich mal richtig Spass an der Abfahrt - sonst freut ihn eher der Aufstieg, schliesslich kann er noch nicht soooo lang skifahren. Tiefschneefahren ist ziemlich anstrengend, ich habe heute ziemlich müde Beine. Ich bin heute früh sogar mit dem Aufzug in meine Wohnung im zweiten Stock gefahren ;-)

Alles in Allem: ein perfektes Wochenende :-)

Gute Nachricht am Rande :-))
Das Projekt Ski-Trainings-Zentrum der DSV am Grünten ist am Wochenende per Bürgerentscheid in Rettenberg gekippt worden. Super! Die wollten den halben Berg planieren und mit Flutlicht und riesigen Liftanlagen ausstatten. Nun kommt zwar keine Kohle nach Rettenberg, aber dafür bleibt die Natur erhalten. Lob, Lob, Lob für die Rettenberger!

Von engel am 13.01.2003 06:35 • outdoor(5) Kommentare

Berge

Montag, November 25, 2002

Hach, das ist Balsam für meine Seele. Da fordert doch tatsächlich jemand in den Kommentaren Berge! Geht runter wie Öl, das :-)

Aber logisch waren wir am Wochenende draussen! Auf 2 zwei kleinen Berglein. Die grösseren sind schon ziemlich voll Schnee. Für Skier reicht's noch nicht und ohne ist es zu anstrengend.

Für den Samstag - an dem im Allgäu wirklich super-schönes Strahle-Wetter war - hatten wir uns einen unserer liebsten Skitourenberge vorgenommen. Den Sonnenkopf. Liegt schön, man hat einen tollen Blick und er hat das schönste Gipfelkreuz im Allgäu. Ich gebe zu, ich war hinsichtlich des Schnees ein wenig zu optimistisch - ich hab einfach mehr davon erwartet. Deswegen hatte ich vorgeschlagen, die Minis mitzunehmen, um im oberen Bereich abfahren zu können.

*räusper* Gut, dass mich der beste Allgäuer von allen schon im Vorfeld auf den Boden der Tatsachen zurückholte. 'So ein Schmarrn, der Schnee reicht doch höchstens ein paar Meter weit.', meinte er diplomatisch, 'Die Minis sind völliger Quatsch!' Ich wollte es zwar nicht glauben (schneekrank, remember?), aber er hatte recht. Die oberen 50m hätte man fahren können, dann nimmer.

Immerhin: es gab Schnee :-) Schönen weissen kalten Pulverschnee. Hach! *glücklichseufz*

Der für den Sonntag angekündigte Fön liess uns schmählich im Stich. Es regnete zwar nicht, aber die Sonne schien wirklich nur strichweise durch die Wolken. Unser Mini-Bergle bei Jungholz (Pfeifferberg) war trotzdem ganz nett. Es war mehr ein langer Spaziergang.

So richtig Klasse war dafür der Schnitzerweg in Jungholz. Der Weg am Bach entlang durch's Dorf war alle paar Meter mit geschnitzten Figuren verziert. WIr haben eine Extra-Runde durch's Dorf gedreht, um alles zu begucken. Sah echt super aus:

      

Von engel am 25.11.2002 10:44 • outdoor(6) Kommentare

Feiertag

Freitag, Oktober 04, 2002

Und wie anders sollte man einen Tag schon feiern, als mit einer Tour am letzten schönen Tag der Woche? Das mit den Tibet-Dias hatte dann doch nicht mehr geklappt. Der Stau auf dem Mittleren Ring und dass die A96 so voll war, haben mir da auch noch einen Strich durch gemacht. Um 20.00h war ich daheim und reichlich genervt. Ein Grund mehr, am Donnerstag rauszugehen.

Genau in der Mitte - die LachenspitzeDie Mama hatte vor kurzem die Lachenspitze (der Gipfel in der Mitte) recht gelobt und ich hatte auf der Karte einen Pfad entdeckt, mit der man die vielleicht überqueren könnte - ohne klettern zu müssen, soll das heissen. Und so machten wir uns in der Früh auf den Weg in Tannheimer Tal. Das Wetter sah gar nicht nett aus, obwohl es doch noch einen Tag lang schön sein sollte. Beim Aufstieg zur Landberger Hütte klarte es aber auf und die Welt sah sonnig und freundlich aus :-)

Bis zum Gipfel der Lachenspitze waren wir fast allein unterwegs. Es war wunderschön und es wurde angenehm warm. Trotz des Schnees, der natürlich überall noch reichlich vorhanden war.

'Meine' Abstiegsroute erwies sich als seeehr steil und mit den vielen Schneeresten auf dem Gras als ein wenig heikel. Der Adrenalinspiegel stieg vor allem bei der Querung der steilen Wiese ganz oben an ;-) Es ging aber alles gut.

Heut geht's mir wieder gut (soll heissen, ich hab den Ärger über all diese verpassten Gelegenheiten hinter mir) und ich kann mich gelassen auf eine weitere Woche Urlaub freuen. Ja, schon wieder eine :-) Leider die letzte für dieses Jahr ...

Geishorn und Rauhorn

Von engel am 04.10.2002 17:22 • outdoor(2) Kommentare

Schnee II

Montag, September 30, 2002

Ok, ich hab mich mit dem verfrühten Wintereinbruch angefreundet :-)

Der Grund? Naja, wir waren im Schnee und wie hätte ich bei dem Traumwetter diesem Traumelement widerstehen können? Zur Zeit schaut's bei uns so aus wie da oben.

Und ausserdem begegnete uns oben auf dem Hochschelpen dieser Kleine hier und spätestens dann war's um mich geschehen. Hach, Schnee!

Was für eine Frage! Natürlich haben wir das Kerlchen gebaut ;-) Er war knapp 20 cm hoch und steht hoffentlich noch immer da oben rum. Allerdings nicht mehr lang, denke ich ;-)

Es war wunderbar einsam auf diesem kleinen Gipfel (bei Balderschwang, Florian) und wenn man davon absieht, dass wir die Bauarbeiten für die Erweiterung des Balderschwanger Skigebietes sehen mussten (sowas tut weh) war es auch richtig nett da. Die Kombination von Schnee mit herbstlichen Bäumen und Sonne sieht einfach genial gut aus :-)

Trotzdem habe ich nichts dagegen, wenn das weisse Zeug demnächst erst mal wieder verschwindet und noch ein bisserl goldenem Herbst Platz macht. Laut Wetterbericht scheint das so zu sein, ich hoffe mal, das stimmt :-)

Von engel am 30.09.2002 06:37 • outdoor(0) Kommentare

Ja, genau ... Urlaub :-)

Sonntag, September 22, 2002

Und wie immer bin ich so offline, dass ich es kaum schaffe, mal nach den Mails zu schauen. Stört mich aber gar nicht ;-)

Dabei ist es gar nicht mal so, dass wir nur noch 'Outdoor' rumhingen und kaum daheim wären. Wir haben unsere Zeit schön halbe-halbe aufgeteilt: An den scheusslichen Tagen waren wir daheim, an den schönen draussen.

Nunja, nicht ganz. Der letzte Samstag - richtig, der mit der im vorigen Eintrag erwähnten Schlammschlacht - war nicht schön, aber wir waren trotzdem draussen. Weil der beste Allgäuer von allen die Radltour schon ausgemacht hatte, sind wir dann auch Radeln gegangen. Bis auf den einen furchtbaren Schauer war es richtig nett - und sowas wie die Schlammschlacht gehört wohl einfach zum Bergradeln dazu ;-)

Dienstag machten wir einen recht kurzen, dafür aber umso netteren Ausflug ins Tannheimer Tal. Die Rhonenspitze lockte. Wir waren noch nie da oben, weil wir die Tour immer so kurz fanden. Da wir am Mittwoch aber was Langes machen wollten, schien sie uns genau richtig für einen halben Tag :-) Es war nett, meistens einsam, wunderschön und am Nachmittag lagen wir auf der Terrasse in der Sonne. :-))

Am Mittwoch löste ich mein Versprechen ein und fragte den Florian, ob er mit uns in die Berge wolle. Wohin dürfe er aussuchen, meinte ich. Ich hatte schon erwartet, dass er den Imster Klettersteig vorschlagen würde und bereitete uns schon mal darauf vor. Leider fand ich die Beschreibung des Klettersteiges nicht mehr, aber ich hatte KS3 im Kopf. 'Mässig schwierig' heisst das.

Logisch wollte der Florian genau diesen Klettersteig gehen, schliesslich hatten wir uns darüber schon ein paar mal unterhalten. Prima! Um 8.00h trafen wir uns am Hahntennjoch und stiegen zum Scharnitzsattel auf. Der Blick von da oben auf Ötztal und Pitztal war atemberaubend!

Die Herren bestanden darauf, die Querung vom Sattel zum Klettersteig-Einstieg weglos über Geröllfelder zu machen. Ich zog es meinem Knie zuliebe vor, ganz normal auf dem Weg abzusteigen und dann erst einer Trittspur zu folgen. Es dauerte nicht lang, dann waren wir am Einstieg.

Es war seltsam, überall um uns herum war es leer (wie im Lechtal üblich :-)) - nur der Klettersteig war voll. Warum merkten wir schnell, nachdem wir die ersten Meter geklettert waren: da war eine Imster Jugendgruppe unterwegs. Die zu überholen, bzw an ihnen vorbei zu klettern, war nicht einfach und kostete zumindest mich viel Kraft. Trotzdem bewunderte ich sowohl die Kids als auch die Betreuer, denn der Steig war nicht einfach und zumindest ein Mädchen jammerte schon ziemlich weit unten, wie schrecklich es sei.

Nach dem Zwischenausstieg fiel mir fast der Kinnladen runter: Vor uns erhob sich eine glatte Wand, die nur durch das Drahtseil und ein paar Klammern entschärft wurde. Mir war der Steig schon unten schwerer als 'mässig schwierig' vorgekommen. Hier war es dann klar: Das war mindestens KS5, also 'sehr schwierig'. Und ich war wegen dem Umklettern der Kids da unten schon ziemlich kaputt!

Aber um diese Wand führte wohl nichts drum herum. Der Florian war schon eingestiegen und wenn ich ehrlich bin - einfach aufgeben hätte mich dann doch zu sehr gewurmt. Ich stieg also mit einem unguten Gefühl als letzte in die Wand ein. Der erste Abschnitt führte an einem Riss entlang und war noch ganz gut zu gehen, aber der zweite Abschnitt - der mit den Klammern - der liess mich erst mal anhalten.

Die Wand war so glatt, dass einem nichts anderes übrig blieb, als mit Gewalt am Drahtseil hoch zu steigen. Vor der letzten Klammer ging mir die Kraft aus. Mit zitternden Armen schaffte ich es grad noch auf die Klammer drauf. Und jetzt? Runter ging auf keinen Fall, aber würde ich den letzten Kraftakt noch hinkriegen?

Nene, so geht das nicht, Mädel, schimpfte ich mich innerlich. Wer da einsteigt, sollte wissen, worauf sie sich einlässt! Luft holen und lossteigen! Und das tat ich dann. Im Nachhinein bin ich erstaunt, wieviel Kraftreserven man doch hat, auch wenn man denkt, man sei am Ende ;-)

Der Rest war wieder nett zu klettern, auch wenn ich inzwischen ziemlich langsam war ;-) Alles in allem war das ein wunderschöner Tag. Erstaunlicherweise hatte ich am nächsten Tag nirgendwo übermässig Muskelkater. Nur haufenweise blaue Flecken ;-)
(Ich bekomme so leicht blaue Flecken, dass meine Beine schon in Gefahr sind, wenn nur eine Fliege auf meinem Oberschenkel landet.)

Der Rest vom Urlaub war vor allem gemütlich :-) So gemütlich, dass wir sogar die Zirkus-Freikarte verfallen liessen, weil wir uns einfach nicht aufraffen konnten, abends da hin zu gehen ;-)

Und jetzt wird es gleich wieder gemütlich :-) Ich rieche Cappucchino von unten ...

Von engel am 22.09.2002 18:23 • outdoor(5) Kommentare

Ich versprach

Dienstag, September 10, 2002

(oder drohte), etwas zum letzten Wochenende zu schreiben.

Der Samstag ist nicht weiter erwähnenswert. Haushalt, Einkaufen und Motorrad-Verkauf organisieren. Ich hatte ja schon erwähnt, dass jemand zum Gucken und Fahren da war und dass ein Däne mehr Fotos haben wollte. War eh Zeit, dass die Teile mal wieder geputzt wurden. Sie stehen seit einem knappen Jahr nur herum und da werden sie sogar in der Garage dreckig.

Am Sonntag aber wollten wir wieder mal raus. 'Raus' ist wie nicht anders zu erwarten mit 'in die Berge' gleichzusetzen ;-)

'Nicht sowas Grosses.', bat der beste Allgäuer von allen völlig ungewohnt. Er wollte nicht so früh aufstehen :-) Das Aussuchen der Berge und der Touren ist von jeher meine Sache und so durchforstete ich die Karte nach einer relativ kurzen Tour, die wir dieses Jahr noch nicht gegangen waren und die interessant sein sollte. Ich landete beim Besler. Rechts vom Riedbergpass und ich erinnerte mich an diese zackigen Felsformationen ganz oben. Das würde schön werden, hoffte ich.

Es war schön. Wunderschön sogar. Dass der Weg Königsweg heisst, hat durchaus seine Berechtigung. Unten wars feucht und wildromatisch mit alten, moosigen Bäumen und Steinen, oben lieblich mit Almwiesen und Wald. Und als Schmankerl gab es unerwartet einen Mini-Klettersteig obendrauf. Alles in allem ein Volltreffer (auch wenn es sehrvoll dort oben war, weil der Besler vom Riedbergpass aus in einer Stunde oder so zu erreichen ist).

Nur eines war die Bergtour nicht: kurz. Ich hab mich mächtig verschätzt, als ich Obermaiselstein als Startpunkt wählte. Wir waren mit Pausen etwa 8 Stunden unterwegs und ich hab mir doch glatt einen Muskelkater geholt.

Und am Ende schenkte uns der Besler ganz unten eine Steinpilzfamilie (6 Pilze, insgesamt ein Kilo) :-) Alles in allem ein voller Erfolg :-)))

Und das hier ist wirklich nur für mich interessant ;-) Dieser Berg war der Start meiner Bergsteiger-Karriere. Mit 5 oder 6 Jahren hat mich mein Daddy da hoch geschleppt. Mann, war das toll und war ich stolz :-)

Von engel am 10.09.2002 19:45 • outdoor(7) Kommentare

Allgäu-Rundfahrt

Montag, August 26, 2002

Gesponsort von Ralles Firma (Wacker Ceramics, soll hier gerne mal erwähnt werden, schliesslich haben die unsere Startgebühr bezahlt und uns ein Radl-Trikot geschenkt) haben wir am Sonntag zusammen mit ein paar seiner Kollegen die Allgäu-Rundfahrt mitgemacht.

Der Event wurde vom Radsportclub Kempten veranstaltet und es ging (glaube ich) darum, dass die teilnehmenden Teams (meistens Firmen) soviele Kilometer wie möglich zurücklegen sollten, um dann nachher auf dem Siegertreppchen zu stehen. Ob da noch was dran gekoppelt war, weiss ich nicht. 'Wir' haben gewonnen - was sicherlich vor allem daran lag, dass über 200 Leute für Wacker geradelt sind.

Es war ein Event so richtig für alle. Die Radler konnten aus 5 verschiedenen Strecken wählen, die (nach unserer Tour zu schliessen) alle vorbildlich ausgeschildert waren und über nette kleine Strassen quer durchs Unterallgäu (wo's nicht gar so steil bergauf-bergab geht) führten. Zur Auswahl standen 50, 72, 130, 150 und 200 Kilemeter. Wir sind die 72 Kilometer geradelt - mit dem MTB bequem und stressfrei zu bewältigen.

Radl-Foto

Unterm bergauf-Radeln geschossen: 'Unser' Team.
Klaus, Guido, Ralle, Sabine, Sabine ... und dahinter ich ;-)
Alle in den gesponsorten Wacker-Trikots.

In netter Gesellschaft hat der Ausflug wirklich Spass gemacht und hat fast nur Highlights geboten: die gute Beschilderung, die vorbildliche Versorgung an den Checkpoints, die schöne Routenwahl - und es war sogar meistens angenehmes Wetter. Einziges Lowlight: ein paar von einem Waldfest übrigbegliebene Volldeppen, die es lustig fanden, uns aus dem Auto raus mit irgendeinem klebrigen Getränk zu beschütten. Guido und ich bekamen die volle Ladung über den Rücken :-(

Ich denke, da könnten wir nächstes Jahr wieder mitfahren ... dann vielleicht auch ein bisserl weiter.

Und diese kleine Beobachtung am Rande möchte ich euch nicht vorenthalten: die etwas ungewöhnliche Verwendung des 'Click'-Systems ;-))

'Click'-Pedale

Von engel am 26.08.2002 10:19 • outdoor(2) Kommentare
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