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Blutabnehmen zum Zweiten

Mittwoch, Februar 06, 2019

Beim zweiten Mal Blutabnehmen lief leider nicht alles so wunderbar wie beim ersten Mal, denn das Wartezimmer war voll. Darunter eine Mutter mit krankem Kind, die ganz eindeutig ebenfalls krank war und total erschöpft und kaputt im Stuhl hing. Das kleine Mädchen dagegen war total energiegeladen, spielte sehr aktiv mit Bauklötzen in der Spielecke und kam nur alle 5 Minuten auf Zuruf zum Naseputzen. Grosses Mitleid für die Mutter.

Als ich endlich dran war, ließ ich den anderen Arm anstechen, von der langjährigen Arzthelferin, bei der ich schon weiß, dass die das gut kann. Tat auch kein bisserl weh. Ausbluten tut der Stich natürlich trotzdem. Inzwischen hab ich schön gleichmäßig auf beiden Seiten einen kleinen blauen Fleck in der Ellenbogenbeuge ;-)

Danach Radeln durch kalten Nebel. München sieht toll aus, auch ohne Sonne und gerade im Englischen Garten. Alles ist weiss vom hingefrorenen Nebel. Es blieb den Tag über neblig, die Sonne kam nicht mal ansatzweise durch.

Das vorige neue Projekt wird anscheinend genutzt, denn auf GitHub gibt es Issues. Das ist einerseits sehr erfreulich, andererseits ist es sehr schwer, Fehler zu beheben, die man nicht reproduzieren kann. Mein QA-Mann und ich versuchten zusammen verschiedenste Szenarios, wie das beschriebene Issue wohl zustande kommen könnte, aber wir kriegen den Fehler nicht nachgestellt. Wir konnten nur nach mehr Information fragen.

Das ist im Prinzip dasselbe Vorgehen wie bei jedem Fehler, nur findet das jetzt alles öffentlich statt und das finde ich echt lästig. Nun denn, so ist Open Source und eigentlich ist das ja auch gut so. Keine Geheimnisse, alle wissen gleich viel ... jedenfalls dann, wenn sie es wissen wollen. Nur mir taugt das so ganz und gar nicht, weil ich lieber im Stillen rumwurschelte und rumdenke und erst wenn ich sicher bin, was das Problem ist, das veröffentliche. Meh.

Am Abend sah ich The Mule, den möglicherweise letzten Film von und mit Clint Eastwood. Erwartbare Story mit erwartbarem Helden und trotzdem nett. Bei den verschiedenen Kritiken zu dem Film (rassistisch, ignorant) muss ich weitgehend zustimmen, aber gefallen hat mir der Film trotzdem. Das ist ein so typischer Eastwood Film, dass man genau das bekommt, was man erwartet hat.

Von engel am 06.02.2019 23:00 • diary(0) Kommentare

Versemmelt

Dienstag, Februar 05, 2019

In der Früh ging ich nüchtern zum Hausarzt, weil ich ein neues Schilddrüsen-Rezept und die Blutwerte dafür brauchte. Das ging alles super. Ich kam an, es war kaum wer da und mir wurde direkt Blut abgenommen. Die neue Arzt-Helferin machte das echt prima, ein Minipieks und das Blut floß, ohne Wehtun. Und dann meinte sie: “Die Tablette haben Sie heute nicht genommen?” Ääääääh ...

Ich hab tatsächlich vergessen, dass man die Tablette vor den Blutwerten nicht nehmen soll. Meine Güte! Ich sag jetzt mal, ich hab den Kopf zu voll, irgendeine Entschuldigung brauche ich ja. Jedenfalls war das für die Katz und ich muss am Mittwoch nochmal hin.

Ich radelte mit beinahe Sonne durchs winterwunderbare München ins Büro. Und dazu muss ich jetzt ein wenig zurück schauen, am Montag habe ich das wegen dem anderen Zeug, das mich ganz schön beschäftigt, vergessen.

Der vergleichsweise viele Schnee in München (wobei 30 Zentimeter jetzt gar nicht so besonders viel erscheinen) hat für erstaunlich viele Einschränkungen und Behinderungen gesorgt. Das Problem dürfte sein, dass das recht nasser schwerer Schnee war und ist.

Radeln ist deswegen gelegentlich etwas anspruchsvoll. Einerseits natürlich, weil es immer wieder musige Stellen hat, wo man fast stecken bleibt und die Stollenspikes gefühlt eher hinderlich sind als helfen (sonst sind sie natürlich super, denn glatt und Eis hat es zuhauf). Und andererseits, weil es momentan sehr viel Schneebruch hat.

Auf dem Weg vom Zweitdoc ins Büro sauste ich am Montag wie üblich vom Mittleren Ring in den Englischen Garten. Da geht es leicht bergab und ums Eck und es war ganz prima geräumt. Und dann fuhr ich auf dem Brückle nach der Kurve beinahe in einen umgefallenen Baum, der quer über die Brücke lag. Zugegeben, ich war da mit den Gedanken ein bisserl woanders (Zweitdoc und Diagnose). Danach sah ich genauer hin und es liegt im Moment schon sehr viel Geäst rum, das meistens nur notdürftig von den Wegen geräumt wurde.

Am Nachmittag holte ich einen Satz Skitourenführer bei der Alpenvereinsbibliothek ab. Momentan habe ich 3 potentielle Ziele für eine Skitourenwoche im Auge. Die Zeit bis zur OP will genutzt werden!

Danach sah ich The Favourite, auf den ich mich schon lang gefreut hatte. Ich muss allerdings zugeben, der ist so dicht und voll und verstrickt, dass er mich fast überwältigte. Ich bin nicht sicher, ob ich immer und überall wirklich folgen konnte. Ich bin aber begeistert über all die Power-Frauen (Queen Anne eingeschlossen), den abstrusen Hof und das Drumherum und die verwickelten Intrigen.

Beim Heimradeln war es ganz schön kalt. Ich überholte einen E-Biker, der (wie ich auch) so seine Probleme mit dem Schnee hatte. Das ist gut für mein Ego, weil ich E-Biker eigentlich nicht mag (saure Trauben vielleicht), auch wenn mir die in der Stadt ziemlich egal sind ;-)

Von engel am 05.02.2019 23:00 • diary(0) Kommentare

Sonntag, 03.02.2019: Geburtstagstour

Dienstag, Februar 05, 2019

Als ich am Sonntag in der Früh aufstand, war noch nichts von dem angekündigten Schneechaos zu sehen. Da flogen ein paar einzelne Flöckchen durch die Gegend, sonst war nichts. Nicht mal der Weg vor dem Haus war weiß. Noch während ich Frühstück machte (Ja, auch am Geburtstag mache ich Frühstück. Ich bin in der Früh eh wach :-)), wurden es mehr Flöckchen und als ich den besten Allgäuer von Allen weckte, lag schon 1cm Schnee auf dem Weg. Ein sehr nasser Zentimeter, zugegeben.

Nach einem gemütlichen Frühstück musste dann sogar geräumt werden, bevor wir zur Geburtstagsskitour starteten. Ins wohlbewährten Gunzesrieder Tal, weil das Wetter ja alles andere als toll sein sollte. Den Unfall auf der B19 mit dem zugehörigen Stau konnten wir prima umfahren, weil der Stau gerade bis an die Ausfahrt Herzmanns reichte, wo wir direkt runter fuhren. Auf der Nebenstraße lag ordentlich Schnee.

Nach Gunzesried rauf war es wie erwartet glatt und an der Abzweigung ins Ostertal mussten wir erst mal jemanden abwarten, der da rückwärts wieder runter rollte, weil er nicht hoch gekommen war. Der Kangoo schaffte die Abzweigung problemlos :-)

Wir hatten eigentlich nur den Abstecher zum Rangiswanger vorgehabt, aber es sah so nett aus mit dem Neuschnee und es hatte ja nicht mal Sturm, also marschierten wir hinter zum Ochsenkopf. Es schneite beständig, mit leichtem Wind mal von hier, mal von da. Unten war der Schnee noch recht feucht, weiter oben wurde er kälter und trockener.

Meine Ski stollten ein wenig und beim zweiten Abklopfen schnitt ich mir mit der Skikante ein Stück Haut vom Daumen. Das fiel mir erst nicht gar nicht auf, aber nach ein paar Metern begann der Daumen zu bluten. Und zwar ordentlich! Blut im Schnee ist toll, da sehen selbst geringste Mengen so aus, als hätte man da eben ein Schwein geschlachtet ;-) Der Daumen wurde verpflastert.

Am Gipfel war dann doch Wind und es war ungemütlich, deswegen fuhren wir schnell wieder ab. Ganz oben war die Abfahrt nicht toll, weil es wenig Sicht und total verblasenen Schnee hatte. Aber dann!!! Lockerer knietiefer Pulverschnee, ein Traum! Die Westabfahrt im Waldeinschnitt war sogar oberschenkeltief und komplett unverspurt :-)

Auf dem Weg zum Rangiswanger machten wir Pause im Wald und kamen danach komplett allein (diesmal wirklich!) am Gipfel an. Erst als wir schon fertig zur Abfahrt waren, kamen erst ein Hund und dann ein Mann.

Natürlich war diese Abfahrt nicht unverspurt, aber es hatte nicht viele Spuren und vor allem das Mittelstück war ein Traum zu fahren. Der beste Allgäuer von Allen, vermutlich beschwingt vom zuvielen Rum im Pausentee (mein Fehler), wedelte so begeistert das Mittelstück runter, dass ich nicht folgen konnte. Ich brauchte erst mal eine Pause, bevor ich hinterher wedeln konnte! Es war super!

Ganz unten war die Auflage auf dem nassen Schnee vom Samstag ein wenig dünn, dann kam man immer wieder mal durch und ratschte durch den schweren Schnee in der Tiefe. Wir haben aber beide freundliche Ski, die da nicht beissen und so war auch der untere Teil gut zu fahren. Da war dann aber schon mehr Krafteinsatz nötig und der letzte Hang (und nur der, der Superschnee sonst überall war problemlos) stresste das Knie dann ziemlich.

Am Abend war die Geburtstags-Abendessen-Einladung vom Schwiegervater mit Freundin, die wir wie fast schon traditionell beim Lieblings-Chinesen abhielten. Das Essen war wieder ausgezeichnet :-) Mein Glückskeks versprach am Ende: “You will be very lucky”. Ich freute mich sehr, Ermutigung kann ich grad gut brauchen.


Start am Parkplatz. Es ist Winter :-)


Im letzten Anstieg zum ersten Gipfel


Geburtstagsgipfel. So soll das sein :-)


Traumschnee :-)


Traumschnee :-)


Immer wieder toll: der Grat


Und noch ein Geburtstagsgipfel :-) Diesmal allein.

Von engel am 05.02.2019 22:09 • outdoorski(0) Kommentare

Unterschrieben

Montag, Februar 04, 2019

Der beste Allgäuer von Allen hatte der Lüftung vom Clio am Samstag den entscheidenen Klaps verpasst und nun sieht es so aus als liefe sie wieder :-) Ich nahm also trotz Plan B (Kangoo, wenn die Clio-Lüftung ausfallen sollte) mein eigenes Auto und fuhr nach München. Es hatte etwas Schnee auf der Fahrbahn, deswegen dauerte die Fahrt etwas länger als sonst.

Noch beim Frühstück loggte ich mich auf dem Büro-Notebook ein, um schon mal mit Arbeiten anzufangen, denn der Tag war voll mit Nicht-Arbeit-Zeug. Dann radelte ich zum potentiellen Knie-Operateur. In München liegt mehr Schnee als in Kempten, deswegen war es gut, dass ich mir dazu - eigentlich eher, weil ich eine eventuelle Zielsuche abpuffern wollte - viel Zeit genommen hatte, es war nämlich teilweise, da da wo nur unzureichend geräumt war, echt schwer zu radeln. Ich kam reichlich erhitzt nur ganz knapp rechtzeitig in der Praxis an.

Der Orthopäde, der mein Knie wegen diverser Zweitmeinungen auch schon eine Weile kennt, sah sich meine MRT-Bilder an und betrachtete das nicht-streckbare Bein eingehend. “Das sieht sehr, sehr schlecht aus.” Er zeigt mir nochmal auf den MRT- und auch auf den Röntgenbildern, wo es überall ‘Balkone’ und ‘Anbauten’ hat und wo überall nichts mehr ist, wo was sein sollte und meinte dann: “Das müssen wir machen.”

Ja, deswegen war ich ja da. Allerdings - wie sollte es anders sein, wenn man sich dann endlich mal durchgerungen hat - fühle ich mich grad ziemlich gut, weil Skitouren sind halt super für ein nicht streckbares Bein (weil man es quasi nie strecken muss). Ich muss mir momentan die Monate vor Weihnachten vor Augen halten, um zu wissen, warum ich den Termin-Marathon durchziehe. Naja, ehrlich gesagt muss ich auch bloß an 2 Stunden Stehen in der Kletterhalle denken, das ist ja auch kein Zuckerschlecken. Alles, weil das Bein halt nicht zu strecken ist, und wenn doch, dann weh. Der Doc sagte dazu sinngemäß: das Bein bereite sich auf eine Versteifung vor. Öha.

Nun denn. Wir sprachen darüber, was gemacht werden würde, wie das gemacht werden würde, was erhalten bliebe, was ich erwarten könne und all das. Und ich trug meinen Wunsch-Termin vor, der so weit in der Zukunft liegt, dass ich ihn problemlos bekam. Und dann unterschrieb ich.

Natürlich kann ich das in letzter Minute noch immer absagen (mit irgendwelchen Konsequenzen, vermutlich), aber das macht einfach keinen Sinn, denn besser wird es nicht werden, das Knie, und wenn ich es irgendwann mal wieder strecken können will, muss da was passieren, sonst atrophiert da noch viel mehr am Bandapparat und den Muskeln und was weiß ich wo sonst noch. Die Voraussetzungen seien nicht mehr optimal, meinte der Doc. Tja, zu lang gewartet? Weiß keiner, weil warten war ja das Ziel seit knapp 10 Jahren und zu früh ist es eigentlich immer noch.

Auf dem Weiterweg ins Büro schien die Sonne und alles sah winterwundermäßig aus. Das Knie zeigte gleich auch, dass der Zeitpunkt nicht ganz verkehrt ist, indem es anfangs ordentlich zwickte. Das wurde mit dem Radeln wieder besser. Dank sei dem Fahrrad-Erfinder, denn ich bin fest überzeugt, dass, wenn ich kein Bike hätte, ich das Ganze schon lang hinter mir hätte und vermutlich - weil Zeit ist Puffer für die Nach-OP - nicht zu meinem Vorteil.

In der Arbeit war ich den restlichen Tag nicht richtig bei der Sache. Ich ertappte mich allenaselang, dass mein Kopf abgeschweift war. Da der Tag aber eh derart durch Meetings, Mails und die nächste Physio-Session zerschnitten war, dass ich kaum zu was Produktivem kam, war das am Ende dann auch schon egal. Bei der Physio tut der Arm inzwischen nicht mehr ganz so weh. Die Schmerzen vom Wochenende sind fast weg, ich habe jetzt wieder mit den Übungen und mit Dehnung angefangen.

Am Abend sah ich Belleville Cop. Ich wollte einfach nur was Unterhaltsames ohne Nachdenken und Omar Sy finde ich eh cool. Der Film war in Englisch/Französisch/Spanisch, wobei alles außer Englisch Untertitel (in Englisch) hatte. Das war einigermaßen fordernd, was ganz gut war, denn der Film ist nicht so lustig wie ich erwartet hatte und halt doch ein bisserl arg flach. Alles in Allem habe ich mich aber doch ganz gut amüsiert.

Der Heimweg war (wie die Radlerei den ganzen Tag über) wegen des Schnees anstrengend.

Von engel am 04.02.2019 23:00 • diary(0) Kommentare

Anderswo

Donnerstag, Januar 31, 2019

Ich hatte mir am Vorabend noch überlegt, dass Winter ohne Lüftung kalt und blöd ist (weil ohne Wärme die Scheiben ja auch nicht frei werden). Ich hatte deswegen beschlossen, mit dem Auto zur Werkstatt zu fahren, wenn der Ventilator in der Früh nicht anlaufen würde (womit ich rechnete) und wieder rein zu gehen und mit dem Rad zu fahren, wenn er doch anlaufen würde - weil dann sollte sich das mein Leib-Mechaniker mal anschauen. Werkstatt geht dann ja immer noch.

Wunder über Wunder. Ich schaltete die Zündung ein, gab dem Armaturenbrett einen Klaps ... und der Ventilator lief an. Ich ging also wieder rein, zog mich um und radelte ins Büro. Hoffentlich geht das am Freitag auch so!

Die Physio-Session am Nachmittag war deutlich unangenehmer als am Montag und am Ende schmerzte der Arm ordentlich. Dass ich leichten Muskelkater vom Klettern hatte, half natürlich auch nicht wirklich. Ich gehe davon aus, dass sich nur ändern kann, was wirklich gestört wird, also ist das ein guter Zeichen. Schaumermal wie sich der Arm nach dem Wochenende anfühlt. Die Übungen sind im Moment jedenfalls nicht gut.

Am Abend sah ich Anderswo. Allein in Afrika. Das ist ein selbst gefilmter und selbst produzierter Film über die Radreise eines Typen quer durch Afrika, von ganz unten bis ganz oben (mit einigen Schlenkern), der erst mit 2 Freunden unterwegs war und den Rest dann komplett allein absolviert hat. Total super!

Ich bewundere sowas ja ungemein. Nicht mal so sehr wegen der Anstrengung und Leistung an sich (wobei die natürlich großartig ist!) sondern, weil sich Leute, die sowas machen, komplett und total aufs Ungewisse und Ungeplante einlassen. Das stimmt auch heute noch, auch wenn man heute vergleichsweise einfach an Informationen über alles kommt. Dazu braucht es so viel Mut und Vertrauen, da bleibt mir die Luft weg.

Und alles geht gut! Vermutlich gibt es auch Menschen, die sowas gemacht haben und da ging es nicht gut, davon hört man dann halt nur kurz in einer Nachricht und bekommt nicht 90 Minuten Film oder ein dickes Buch drüber, aber im Großen und Ganzen bestätigen solche Reisen und Berichte meinen Glauben an Menschen und mein Vertrauen in die Welt immer wieder :-)

Von engel am 31.01.2019 23:00 • diary(0) Kommentare

Sonntag, 27.01.2019: Schöner als erwartet

Donnerstag, Januar 31, 2019

Nachdem wir am Sonntag in der Früh ein wenig rumgehampelt waren, ob wir überhaupt raus wollten und ob das Wetter überhaupt was taugen würde (da war es noch dunkel und die Vorhersage war eher solala), kam draußen heller Himmel hinter dunklen Wolken hervor und wir wollten doch raus, weil erst eine Tour bei Sauwetter und dann keine bei OK-Wetter geht ja auch nicht.

Wir nahmen uns also die wetterbedingt ausgefallene Tour vom Samstag vor und fuhren ins Tannheimer Tal, wo sich diesmal auf dem vorderen Parkplatz sogar noch freie Plätze fanden. Da wo wir sonst links abbiegen, marschierten wir diesmal geradeaus. Am Ziel war Sonne, aber bis dahin war es noch weit und die Sonne - von der es viel mehr hatte als selbst die positivste Vorhersage versprochen hatte! - würde bis dahin bestimmt weg sein.

Wir liefen das lange Tal hinter und stiegen der Scharte entgegen. Wir waren relativ allein unterwegs, allerdings nur deswegen, weil sich die Skitourer in dem langen Tal und dem weitläufigen Gelände gut verteilten. Als wir an der Scharte in den Gipfelhang sehen konnten, war da ganz schön viel los.

Der Gipfelhang war wie erwartet halb abgeblasen und halb windgepresst. Es war gar nicht so schlecht, dass da schon einige hinauf gelaufen waren, so war die Spur schon gut ausgetreten und hielt ganz gut. Es war ziemlich windig und entsprechend kalt im Aufstieg.

Während wir hinauf gingen, fuhren fast alle anderen ab und wir trafen nur noch 3 Damen am Gipfel, die eben abfahren wollten. Und dann kam sogar die Sonne raus, so dass die Pause in Beinahe-Windschatten fast schon gemütlich ausfiel :-) Nach Stärkung mit Tee, Schoki und Gipfel-Blutwurz (toller Winterschnaps!) fuhren wir ab.

Der Gipfelhang war inzwischen total zerfahren. Ich fand das gut, denn mit sehr wechselndem Schnee habe ich ein paar Probleme und was zerfahren ist, wechselt nicht ;-) Danach suchten wir uns im weiten Skigelände noch unzerfahrene Stellen und schafften es sogar am steilen Bacheinschnitt vorbei (merken, bei weniger Schnee kommt man da nicht vorbei) ohne nochmal aufsteigen zu müssen.

Der restliche Rückweg besteht dann im Wesentlichen nur noch aus Geradeausfahren, wobei man kurz vor der üblichen Abzweigung ein wenig laufen muss. Wir waren schon lang nicht mehr da hinten (weil das so ein langer Hatsch ist), aber das war echt nett :-)


Traumpanorama am Haldensee


Der Weg zum (noch) sonnigen Ziel ist noch weit.


Rückblick


Beweisbild: wir sind ganz und gar nicht allein.


Oben ist die Sonne schon lang weg.


Abfahrt über die Gipfelhangpiste ...


... und weiter unten durch unverspurten Schnee :-)

Von engel am 31.01.2019 22:19 • outdoorski(0) Kommentare

Lüftungsprobleme

Mittwoch, Januar 30, 2019

-9 Grad in der Früh und der Nebel war zu einer dicken Schicht auf dem Clio gefroren. Ich brauchte gut 10 Minuten, um die wichtigen Scheiben frei zu kriegen. Dass die Lüftung spinnt, war dabei nicht hilfreich :/ Immerhin kann man den Ventilator (noch?) mit einem ordentlichen Klaps aufs Armaturenbrett starten. Zum Ausgleich geriet ich in den Stau an der Autobahneinfahrt.

Klettern war sehr prima und ich finde auch sehr erfolgreich, obwohl ich natürlich mal wieder an Routen gescheitert bin ;-) Die letzte Route musste ich auslassen, weil das Knie nach zwei Schnacklern in der vorletzten Route weh tat. Ich wollte es dann nicht weiter stressen.

Auf dem Heimweg verließ mich der Ventilator komplett. Er startete nicht und liess sich auch durch wiederholtes Prügeln des Armaturenbretts nicht zum Anlaufen bringen. In Folge war es die Fahrt über richtig kalt im Auto, was abends, nach Anstrengung und fast vollständig runter gefahrenem Kreislauf natürlich super ist.

An der Tanke kurz vor daheim ging ich noch das Auto nachfüllen und stand frierend neben dem Clio. Der Fahrer des Lieferwagens nebendran war total mitleidig. Ich kam komplett durchfroren daheim an und musste erst mal heisse Suppe essen.

Von engel am 30.01.2019 23:00 • diary(0) Kommentare

Samstag, 26.01.2019: Sturmtour, anders rum

Mittwoch, Januar 30, 2019

Ich hab ja immer viel Hoffnung und deswegen plane ich gern mit dem Positivsten, was die Wetterseiten am Vorabend so hergeben. Manchmal rückt die Realität die Planung dann aber doch zurecht ;-)

So kam es, dass wir in Schneefall und Sturm mal wieder im Ostertal landeten. Recht früh, weil die Planung ja Größeren vorgesehen hatte. Diesmal gingen wir geradeaus hinauf, um den vielbestiegenen Gipfel mal anders herum zu begehen (und ja, auch weil da die Option von Verlängerung, mehrfach vielleicht sogar, im Raum stand).

Der Aufstieg ist unten noch halbwegs geschützt, dann ist man aber dem Sturm voll ausgesetzt. Das bedeutet, dass man Handschuhe braucht, alle Löcher zumachen muss und sich gegen den Sturm stemmen muss. Es war relativ warm, deswegen waren wir bald innen verschwitzt und außen eingeeist. Es gibt angenehmere Kombinationen.

Am Gipfelkreuz schlugen wir nur kurz an und gingen gleich weiter über den Grat, der mal wieder total beeindruckende Wechten hat. Das war super, allerdings auch ganz schön kühl, weil wir uns da ja nicht mehr anstregengen mussten.

Am Ende des Grats fellten wir ab und fuhren bis zum Beginn der Forststraße ab, wo wir wie erhofft ein paar freie unverspurte Hänge fanden. Der Schnee war allerdings nicht so toll wie er aussah, mit teilweise sehr dünner Auflage oder gepresst oder über unsichtbaren Buckeln. Dass die Sicht eher suboptimal war, half natürlich auch nicht.

An dem Punkt angekommen, wo wir die Entscheidung zwischen ‘nochmal aufsteigen’ und ‘weiter abfahren’ hatten, fuhren wir weiter ab. Wegen kühl und stürmisch und keine rechte Lust mehr. Auf der Abfahrt passierten wir erstaunlich viele und große Gruppen im Aufstieg.

Wir kamen frierend und fröstelnd daheim an, wo wir bei Glühwein und den letzten Lebkuchen Skifahren anschauten. Voll weihnachtlich ;-)


Es schneit.


Und es stürmt (da komme ich kaum voran).


Äh. Da war eine echt glatte Stelle und ... Plopp!


Wechten am Grat


Abfahrt

Von engel am 30.01.2019 21:00 • outdoorski(2) Kommentare

Mary

Dienstag, Januar 29, 2019

Noch immer war kalter Wind, aber immerhin war er weniger stark. Man ist ja schon mit kleinen Dingen zufrieden.

Den Tag verbrachte ich mit Zeugs hier und Zeugs da und ein bisserl Fehlersuche anderswo. Ich war andauernd beschäftigt, hatte aber am Ende das Gefühl, genau gar nichts gemacht zu haben. Naja, kommt auch vor.

Ich war früh da und konnte mit voller Stundenzahl früh gehen, um Mary, Queen of Scots anzuschauen. Der ist schon gut, aber ich bin trotzdem irgendwie unzufrieden. Schöne Kleider und Frisuren, schöne Landschaft, tolle Königinnen (alle beide) und trotzdem: das war sowohl zu wenig als auch zu durcheinander. Sowohl Saoirse Ronan als auch Margot Robbie sind aber grossartig.

Ar****kalter Wind auf dem Heimweg. Nicht mehr viel, aber Brrrrrrr!. Daheim heisser Tee und noch ein bisserl Arbeit und Lesen, dann war der Tag auch schon rum.

Von engel am 29.01.2019 23:00 • diary(0) Kommentare

Wind!

Montag, Januar 28, 2019

Es lagen 2cm Schnee auf der Straße, als ich morgens rauskam, was mich etwas überraschte, weil es am Sonntag Abend ja relativ warm gewesen war und geregnet hatte. Der Winterdienst hatte damit wohl auch nicht wirklich gerechnet, denn es war nicht geräumt (naja, wenig geräumt) und der Schnee bildete neben der ausgefahrenen Spur Haufen. Schnellfahren war nicht sehr ratsam und Überholen war nur gelegentlich möglich. Ich brauchte eine knappe halbe Stunde länger als sonst.

Nach einem gemütlichen Frühstück radelte ich ins Büro und bekam auch gleich ordentlich von dem ab, was mich den ganzen Tag beschäftigen würde: Wind. Er war eiskalt und blies mir meist entgegen (was sonst?) und Radeln war ordentlich anstrengend. Zwischen den beiden Türmen war der Wind Nachmittags so stark, dass ich bei einer Bö glatt zur Seite geweht wurde.

An diesem Nachmittag hatte ich die zweite Physio-Session wegen Ellenbogen. Die erste hatte übers Wochenende total reingehauen. Ich hatte kaum was heben können und die Muskeln oben und unten des Unterarms schmerzten, wenn ich auch nur leicht hin kam. An die Übungen war gar nicht zu denken.

Am Montag war das aber deutlich besser geworden und ich hatte sogar das Gefühl, es sei besser als vor der Massage-Session. Was die Therapeutin in dieser Session anstellte, war auch schmerzhaft, aber bei weitem nicht so sehr wie bei der ersten Session und es stellte sich sogar schon sowas wie Erleichterung ein. Prima, das könnte echt was werden.

Nach der Physio ging ich gar nicht erst zurück ins Büro sondern radelte direkt ins Cinema. Ich brauchte gefühlte Ewigkeiten, weil der Wind noch stärker war als in der Früh und mir wirklich andauernd entgegen blies. Lange Straßen, wo die Luft kanalisiert wird, sind halt super :/

Auch prima war, dass auf dem Weg ins Kino (und nur da, weder vorher noch nachher) irgendwas im Knie zwickte, so dass ich nicht mal richtig treten konnte. Irgendwann war ich dann aber doch am Kino - ohne das Zeitpolster, mit dem ich gerechnet hatte (nicht dass das eine Rolle spielen würde, wenn man zu früh da ist, muss man halt noch rumstehen).

Ich sah Creed II, den neuesten Ableger der Rocky Balboa Filme. Da muss man sich natürlich keine Gedanken drüber machen, was in dem Film passieren wird. Das Drehbuch ist schon klar, bevor man den Titel auch nur halb gelesen hat ;-) Das ist aber völlig egal, denn Rocky-Filme und Rocky-Ableger schaut man wegen dem Boxen an. Ich finde sogar, dieser Film hat fast schon Tiefgang (jaja, schon gut), weil auch der ‘böse’ Boxer menschlich ist und man gezeigt bekommt, wie er konditioniert wird. Wie auch immer, ich bekam, was ich erwartet hatte und wurde großartig unterhalten :-)

Auf dem Heimweg lag Schnee (Hach :-)) und der $§#&!-Wind blies mir voll entgegen. Ich las ein wenig, arbeitete ein wenig und ging früh ins Bett.

Von engel am 28.01.2019 23:00 • diary(0) Kommentare
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