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Klettertag und Knieknacken

Mittwoch, September 19, 2018

Ich nahm das Auto, weil mir einerseits aktuell das Sitzfleisch vom Radeln etwas weh tut und weil das Wetter in Früh gar nicht gut aussah. Das änderte sich im Lauf des Tages aber.

Es knackt noch immer im linken Knie. Noch immer schmerzfrei, aber hochgradig irritierend.

Klettern lief gut, allerdings ist das rechte Knie noch immer etwas empfindlich von der Überanstrengung in den Bernern. Innenbelastung ist grad keine gute Idee, das machte die eine Route etwas schwierig. Egal, ich kam trotzdem hoch. Ganz prima fand ich, dass ich eine (für mich) echt komplizierte 6+ Route fast problemlos hinbekam. Der R. wies mich an der schwierigsten Stelle auf einen Tritt hin, den ich übersehen hatte und schon ging auch diese Stelle :-)

Beim nach-dem-Klettern-Ratsch hatte ich diesmal den ‘El CHorro’ Burger mit Jalapenos. Der war super!
Abends war ich ziemlich müde, deswegen ging ich früh schlafen.

Von engel am 19.09.2018 23:00 • diary(0) Kommentare

Book Club

Dienstag, September 18, 2018

Ich radelte so früh ins Büro, dass ich den ganzen Weg Licht vorn und hinten brauchte. Weia, das Jahr schreitet ganz schön voran!

Den Tag verbrachte ich mit parallelem Arbeiten am aktuellen Projekt und an Rückmeldungen der QA zum vorigen Projekt. Beide Projekte haben lange Test-Zeiten. In der Wartezeit des einen kann man dann am anderen arbeiten. Sehr effektiv ist das nicht, weil das ‘Umschalten’ jedes Mal Energie kostet und ganz sicherlich Gedankengänge auf der Strecke bleiben. Andererseits kann man ja auch nicht halbstundenweise vorm Bildschirm sitzen und auf Ergebnisse warten und gemacht werden muss beides. Naja.

Am späten Nachmittag sah ich dann Book Club. Hach, das ist ein netter Film mit großartigen Schauspielern. Die Kritiken dazu sind sehr gemischt, aber wenn man nichts anders will, als amüsant unterhalten zu werden und so ein bisserl Herz-Schmerz dazu haben will, dann ist der Film prima. Ich habe übrigens bis zum Ende Don Johnson nicht erkannt, ich wusste nur, dass ich den Mann kenne.

Abends weiter vergnügliches Aufarbeiten des Urlaubs, dann SAN-Telko.

Von engel am 18.09.2018 23:00 • diary(0) Kommentare

Sonntag, 09.09.2018: Eigertrail und Rotstock

Dienstag, September 18, 2018

Der Tag begann früh mit Frühstück um 6:00h. Die besten Eltern wollten direkt ins südfranzösische Feriendomizil losdüsen, Schwesterle und die Jungs wollten mit uns noch ein wenig wandern, bevor sie in die andere Richtung, nach Hause, fuhren. Und weil der Weg halt lang ist, wollten wir früh los.

Wir planten, mit dem dritten Zug um 8:17h zu fahren. Weil mir aber nicht klar war, wie kompliziert das Erwerben der Zugtickets werden würde, gingen wir recht früh runter. Das war dann gut, denn ich kaufte nicht nur die 6 Eigertail-Tickets (rauf bis Alpiglen, runter ab Eigergletscher), sondern gleich auch die beiden Tickets fürs Jungfraujoch für den nächsten Tag. Und weil ich mich nicht klar ausdrückte, bekam ich zunächst 6 Tickets fürs Jungfraujoch, von denen dann 4 wieder storniert werden mussten.

Das Ganze war auch so außerordentlich teuer. Aber mei, man ist ja nicht jeden Tag in Grindelwald ...

Als wir in Alpiglen ausstiegen, war es frisch und windig. Die Idee, einen Weg direkt unter der Eiger Nordwand früh am Morgen zu gehen, war vermutlich nicht die Allerbeste. Gegenüber am Männlichen und an der First war Sonne pur und da war es ganz bestimmt angenehm warm. Wir hatten tiefen Schatten und Wind und waren alle froh um halbwegs warme Klamotten.

Aber wir hatten halt auch die Eigerwand und betrachteten sie immer wieder. Wir enteckten den ‘Pilz’, diverse Fenster in der Wand (eines davon musste das ‘Stollenloch’ sein, durch das man Toni Kurz nicht hatte retten können) und keine Bergsteiger. Alpingeschichte in greifbarer Nähe sozusagen.

Wir gingen alle zusammen bis unter den Rotstock und schickten dort Schwesterle mit Hund weiter zur Station Eigergletscher. Mit den Jungs stiegen wir zum Einsteig des Klettersteigs auf und rüsteten dort auf. Helme, Gurte, Sets ... inzwischen haben wir einen ganz schönen Fundus an Zeug.

Der Rotstock-Klettersteig ist ziemlich leicht. Unten hat es erst mal einen Satz Leitern (B), dann geht es gemütlich über diverse Absätze, mal gesichert (A), mal ungesichert (I+) durch die weite Schlucht zwischen Eigerwand und Rotstock auf den Sattel dazwischen.

Während wir noch im Aufstieg durch die Schlucht waren, hatte es ein lautes Geräusch, fast wie ein Flugzeug, das wir nicht so recht zuordnen konnten. Kurz drauf kam das wieder und der beste Allgäuer rief ‘Wingsuits!’ Ich sah nur weit unten einen Gleitschirmflieger über der Kleinen Scheidegg. Die nächsten Wingsuits sah dann aber auch ich. Da sprangen tatsächlich ein paar Leute (5 oder 6 insgesamt) von der Seite der Eigernordwand in Wingsuits runter (eben gelernt: das sind dann BASE-Jumper, keine Wingsuit-Flieger). Die Dinger machen einen Höllenlärm (klar, das Material der Suits flattert ja wie blöd) und die meisten Springer brüllten sich zusätzlich die Lunge aus dem Leib. Ich bin nicht sicher, ob vor Angst oder Begeisterung ;-)

Vom Sattel muss man nur mehr wenige Meter hinauf zum breiten Rotstock-Gipfel mit dem Kreuz. Auf dem Weg dorthin kann man einen Spalt mit einem großen Schritt (für Leute mit langen Beinen, wie beispielsweise der große Neffe) oder einem kleinen Sprung (für die anderen) überwinden. Oder man springt nicht und steigt einen halben Meter ab und dann wieder auf (die Chicken-Variante für Leute wie mich) :-)

Wir blieben eine Weile in der Sonne sitzen, schauten die großartige Umgebung an und die Jungs vertilgten die berühmten Grindelwalder Gletscher-Bananen. Dann stiegen wir ab.

Der Abstieg ist fast schwieriger als der Klettersteig. Man geht abfallende, vom Gletscher glatt geschliffene und geröllbedeckte Platten hinab (I+). An den steileren Stellen hat es Seile und die sind zwischenzeitlich echt willkommen. Ich bin im Abstieg ja immer sehr langsam. Die Jungs sausten vorn weg (vor allem der zweite Zwilling) und weil sie alle problemlos unten ankamen, war es wohl nicht zu schwierig.

Im Restaurant an der Station trafen wir wieder auf Schwesterle, die inzwischen schon etwas unruhig geworden war, weil meine Schätzung (2 - 2 1/2 Stunden) zu knapp gewesen war. Aber nun waren wir da, alles war gut und der Hund freute sich auch, dass seine Herde wieder komplett war.

Wir fuhren direkt ab nach Grindelwald. Dort gab es in einer Snack-Bar mit echt gutem Kaffee noch etwas zu essen für die Heimreisenden, dann stapften wir den steilen Berg zum Chalet hinauf. Schwesterle und die Jungs packten den Rest ihrer Habseligkeiten, wir sammelten unser Zeug zusammen und dann fuhren sie alle heim. Es war etwa halb 4, damit sollten sie passend zur schon vorbestellten Pizza daheim ankommen.

Der beste Allgäuer und ich packten noch ein wenig rum und gingen dann in den oberen Stock, um erst mal Kaffee und Cola zu trinken. Auf dem Balkon, auf dem Bänkle auf der Südwestseite, voll in der Sonne (es war regelrecht heiss) und - Tadaaa! - unter der Eiger Nordwand. Das Gucki kam natürlich auch zum Einsatz, aber so richtig was erkennen - Route, Stollenloch, was auch immer - konnten wir dann doch nicht.

Später duschten wir ausgiebig (unten) und packten den Hochtourenrucksack fertig. Bevor wir runter ins Dorf marschierten, musste noch der Kangoo umgeparkt werden (zum Chalet gehört genau ein Parkplatz, die anderen beiden waren nur für das Wochenende ausgeliehen), dann gingen wir Abendessen. Wie nicht anders zu erwarten ist Grindelwald ganz schön teuer (Fischstäbchen mit Remoulade und Reis 18.90 Chf, Schnitzel mit Pommes und Salat 24.50 Chf, kann man derzeit fast 1:1 umrechnen).

Wir fanden eine Art Fastfood-Restaurant, wo wir eine echt gute Pizza für 20 Chf und gute Rösti mit Wurst und Spiegelei für knapp 20 Chf und Bier und Radler dazu bekamen. Besser als selber kochen ;-) In dem Restaurant wurde auch eine große Gruppe Asiaten bespaßt. Das war aber drin und störte draußen kaum.

Dann kam natürlich wieder ‘der Berg’ zum Chalet hoch (Boah, mit vollem Magen und Radler in den Beinen!). Vorm Schlafen gab es noch ein gemütliches Bier auf dem Balkon, mit Blick - wer hätte es gedacht? - auf die Nordwand :-)


Start in Grindelwald


In Alpiglen geht es richtig los


Auf dem Eigertrail unter der Nordwand


Der beste Allgäuer steigt immer vor


Dann folgen der große Neffe ...


... und der zweite Zwilling


Der jüngste Neffe ...


... und ich machen den Abschluß


In der weiten Schlucht unter dem Sattel, der Gipfel ist schon zu sehen


Wingsuit-Flieger


Miteinander am Rotstock


Blick die Eiger Westflanke hinauf


Abstieg über Gletscherschliff


Kleine Scheidegg mit Eiger

Von engel am 18.09.2018 20:57 • outdoorberg(4) Kommentare

Ich fuhr schon am Donnerstag Mittag heim (wegen Stauvermeidung) und arbeitete den Rest des Tages und am Freitag daheim. Zweck der Übung war, am Donnerstag Abend packen zu können, denn wir brauchten echt eine Menge: Zeug für Grindelwald und das Familienfest, Zeug für den Ausflug mit Schwesterle und den Jungs und natürlich das ganze Hochtourenzeug.

Ich nahm einfach für jeden Anlaß eigenes Zeug mit, der Ralle setzte auf zwischendurch Umpacken, um nicht so viel mitnehmen zu müssen. Seine Methode stellte sich als die Umständlichere raus, ich vergaß dafür einen Teil des Jungs-Ausflug-Geraffels und musste deswegen auch ein wenig umpacken. Naja, beim nächsten Multi-Ausflug wird das besser ;-)

Freitag musste der beste Allgäuer von Allen länger als geplant arbeiten und kam erst um 14:00h nach Hause. Wir schafften es trotzdem, wie geplant um 16:00h loszufahren.

Die Fahrt verlief anfangs problemlos, dann hatte das Navi angeblich plötzlich irgendwo Stau auf der Strecke und leitete uns selbstständig um. Ohne Karte und nur einer vagen Vorstellung, wo in etwa die Route durch die Schweiz verlief, blieb uns nicht viel übrig als dem Navi zu vertrauen. Wir fuhren aber so lang Richtung Gotthard (und damit Richtung Italien), dass ich dann doch nochmal nachsah, ob wir das richtige Ziel eingegeben hatte. Wir hatten, und wurden tatsächlich nach Grindelwald geleitet :-)
Trotzdem: beim nächsten Mal auch die Karte einstecken und vorher besser gucken, wo der beste Weg ist!

Wir kamen im Dunklen (bei Neumond noch dazu) in Grindelwald an. Ohne das Navi hätten wir nie und nimmer zum Chalet gefunden, glaube ich. Das Navi leitete uns in der Ortsmitte auf einem schmales Sträßchen um ein Hotel herum (wir dachten, wir landen im Hinterhof) und dann auf dieser immer noch echt schmalen Straße immer steiler geradeaus den Berg hinauf. Oben schnaufte der Kangoo ganz ordentlich und dann ging es nach links und da stand dann tatsächlich ein bekanntes weisses Auto :-)

Dafür hatte es kein Licht, deswegen standen wir erst mal im Stockfinsteren, als wir das Auto (erst mal provisorisch, in Grundelwald kann man nicht einfach so mal parken) abgestellt hatten. Glücklicherweise ging dann aber Licht in einem Haus vor uns an und die beste Mama zeigte uns, wo wir parken (abenteuerlich) und wohnen durften. Die Verwandten hatten es tatsächlich geschafft, für alle 3 deutschen Autos Parkplätze zu organisieren!

Wir waren schon sehnlichst erwartet worden, man hatte dann aber doch ohne uns mit dem Abendessen begonnen. Die Familie hatte auf der Freitags-Wanderung Pilze gefunden und so gab es ein tolles Abendessen: Steinpilze und Bandnudeln :-)
Schwesterles Brut waren gerade noch so ein paar Nudeln und Pilze entrissen worden, so dass wir auch noch etwas zu essen bekamen. Viel war es nicht, dafür war es ausgezeichnet.

Am nächsten Morgen sahen wir dann wo wir waren: nämlich direkt gegenüber der Grindelwalder Gletscherschlucht, links das Wetterhorn, rechts der Eiger mit der Nordwand in voller Pracht. Obendrauf lag frischer Schnee und es war einfach nur Wow!

Der beste Allgäuer und ich wurden noch zum Einkaufen geschickt (und bekamen damit den ersten Vorgeschmack auf ‘den Berg’ zum Haus hinauf) während Schwesterle den Hund (Nymphadora Tonks, kurz Tonks) in Obhut gab, dann fuhren wir in 2 Autos nach Interlaken zum Familienfest. Auch da kann man natürlich nicht einfach so parken, aber auch hier waren für uns Parkplätze organisiert worden - man musste allerdings bei unserer Ankunft erst mal absperrende Pflanzen wegräumen.

Das Haus meines Onkels und meiner Tante in Interlaken ist ein sehr altes Holzhaus mitten im Ort direkt an der Aare. Ich war schon jahrzehntelang nicht mehr dort, habe aber dunkle Erinnerungen an viele Zimmer, viel Holz und Schnitzereien, verwinkelte Gänge und einen verwirrenden vollgestopften Dachboden mit haufenweise Zeug drin, in dem wir Kinder übernachten durften. Und an ein Silvester, wo mein Onkel Raclette von einem halben Laib Käse, der vor dem offenen Kamin lag, mit einem riesigen Messer auf unsere Teller abstrich :-)

Das Haus wurde 1842 von Felix Mendelssohn-Bartholdy (ja, der Komponist) gezeichnet. Ich habe lang danach gesucht und habe die Zeichnung schließlich im Digital-Katalog der Staatsbiliothek Berlin gefunden (Mitte hinten rechts) :-) Yay!

Im Garten war ein großes Zelt aufgebaut und als wir kamen, sammelten sich so langsam die Gäste. Tante und Onkel kenne ich natürlich, aber meine 4 Cousinen und Cousins erkannte ich kaum mehr. Glücklicherweise erkannten die mich, auch wenn das ja schon ein bisserl peinlich ist ;-)

Im Laufe des Fests gab es großartige Musik von einem befreundeten Streich-Quartett, haufenweise tolles Essen von einem Caterer und mindestens genauso tolle Desserts verschiedener Gäste (wo mir dann einfiel, dass ich die geplanten Brownies vergessen hatte, aber naja, es reichte auch so für alle), viele Gespräche mit bekannten (eher wenige) und nicht bekannten (eher viele) Leuten (von denen die meisten aber doch irgendwie um Ecken verwandt waren, wir stellten uns immer vor und listeten die Beziehung zum Fest-Paar auf, also etwa ‘Tochter vom Bruder der Ehrendame und Ehemann’) und es war zugleich prima und anstrengend (wie üblich, wenn ich auf viele Leute treffe). Am Nachmittag hatten wir dann vom hintersten Garteneck einen Super-Blick auf die Jungfrau.

Wir (also MuP, Schwester-Familie und wir beide) waren unter den letzten, die gingen. Es war schon erstaunlich spät, als wir wieder im Chalet in Grindelwald aufschlugen.

Dort empfing uns Tonks mit überschwänglicher Freude und kriegte sich kaum mehr ein. Schwesterle war höchst erstaunt, denn eigentlich hatte sie den Hund eben erst abholen wollen. Auf Nachfrage stellte sich heraus, dass die Tonks beim Pilzesuchen am Männlichen (weit, weit weg auf der gegenüber liegenden Talseite, rechts der Kleinen Scheidegg) den Hütern ausgebüxt war und irgendwie tatsächlich zurück zum Chalet gefunden hatte. Wie sie das geschafft hatte, verstand auch nach längerer Diskussion keiner. Die Hundehüterin war grenzenlos erleichtert, wir alle natürlich auch.

Abendessen brauchte nach dem Tag Völlerei keiner mehr, aber wir genossen den Blick mit dem ‘Gucki’ (neues Lieblingswort für Fernglas, dem Onkel-Wortschatz entnommen) auf die beinahe besonnte Eiger-Nordwand, die Mittelleggihütte, das Wetterhorn und überhaupt die ganze Umgebung vom Balkon aus. Das Chalet hat schon eine ganz einzigartige Lage. Später gab es noch ein Feierabend-Bier, dann beschlossen wir den Tag.


Der Kangoo parkt vor der Eiger Nordwand


Blick auf die Jungfrau vom Festgarten aus


Blick über Grindelwald


Nordwand im Abendlicht

Von engel am 17.09.2018 21:02 • diary(2) Kommentare

Knieknacken

Montag, September 17, 2018

Trotz des gefühlt endlos langen Urlaubs war es kein Problem um 4 Uhr aufzustehen und nach München zu fahren. Das aktuelle Hörbuch (Tom Hillenbrand: Hologrammatica) half dabei sicherlich. Das hat abgefahrene Ideen und ist total spannend.

Im Büro erwarteten mich viele Mails zu Legal-Themen. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis da alles (mehrfach) durchgekaut ist. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich mich da nicht so richtig drum gekümmert hatte und dass mir nicht aufgefallen war, dass Lizenz und Lizenz-Text gar nicht zusammen passen. Der QA auch nicht, aber wir kümmern uns ja eigentlich auch um die Funktion. Na, gut dass da noch andere Leute drauf schauen. Da das im Moment unser allererstes OSS-Projekt ist, ist es kein Wunder, dass das alles etwas holprig anfängt ...

Mein Knie hat die Hochtouren inzwischen wieder weggesteckt und ist so gut (bzw. schlecht) wie eh und je. Nun knackt aber das andere Knie beim Laufen. Das ist (momentan?) komplett schmerzfrei aber ziemlich laut. Was soll das? Ich will das nicht!

Abgesehen davon sind die letzten Nachwirkungen der Berner Alpen nur noch, dass sich meine Näse schorfig schält. Die Unterseite und die Nasenflügel vor allem. Trotz 50+ Sonnencreme und obwohl ich die ganze Zeit mehr oder weniger komplett eingepackt war. Aber ich hatte mit Erkältungssymptomen zu kämpfen und das passt dann halt nicht gut mit der heftigen Abstrahlung da oben zusammen. Und Sonne vertrage ich eh nur so mittelgut ... helle Haare, helle Haut, usw.

Am späten Nachmittag sah ich Mile 22, den ich eigentlich nur wegen Mark Wahlberg sehen wollte, dessen Filme ich meistens mag. Dieser Film war aber irgendwie ein Reinfall, weil er zu verwickelt daher kam und mir die Figur des James Silva überhaupt nicht taugte. Meh.

Danach noch einkaufen und den Rest des Abends gemütliche Urlaubs-Nachbereitung.

Von engel am 17.09.2018 19:57 • diary(0) Kommentare

Daheim

Samstag, September 15, 2018

Der Hochtourenurlaub war am Ende ein bisserl kürzer, als wir gedacht hatten, aber er war - wie sollte es anders sein - super. Am Ende sind wir vor allem wegen Knie kaputt und überhaupt kaputt etwas früher abgestiegen und haben im Nachhinein festgestellt, dass das so schlecht nicht war, denn das Wetter schlug um.

Autofahren in der Schweiz ist echt anstrengend, weil man ständig wie ein Luchs auf die Geschwindigkeit aufpassen muss. Auf dem Rückweg noch mehr als auf dem Hinweg, denn auf dem Familienfest hatten wir uns mit ein paar Leuten unterhalten, die uns nochmal erzählten, wie teuer das Übertreten der Geschwindigkeit tatsächlich ist. Andererseits ist der Weg bis nach Grindelwald und zurück halt schon lang und da mag man dann wenigstens so schnell wie möglich fahren. Die Schweizer sind ein Volk von Bahnfahrern (was an sich super ist, denn alles ist darauf ausgelegt), als nicht-Schweizer ohne Ermäßigungs-Ticket ist das aber eine echt teure Angelegenheit.

Berichte gibt’s wie immer nach und nach :-) Vorher hab ich aber noch schnell den (eigentlich letzte Woche schon fertigen) Rest des letzten Urlaubs hier abgelegt :-)

Von engel am 15.09.2018 10:54 • diary

Den restlichen Urlaub verbrachten wir erholsam.

Freitag radelten wir über den netten Steilweg am Blender und den Hohen Kapf erst zum Brotzeitstüble, dann zum Baden. Auf dem Weg labten wir uns an den Brombeeren die es derzeit überall hat. Ich mag ja Himbeeren lieber, aber der beste Allgäuer von Allen ist ein großer Brombeer-Fan.

Am Samstag radelte er dann auch zum Brombeeren-Sammeln, während ich einkaufen ging, Wäschen wusch und ähnliches. Am Nachmittag gab es dann Brombeerkuchen, der sehr gut schmeckte, aber optisch eher ein Unfall war. Quark allein reicht wohl nicht, man muss auch Gelatine verwenden.

Sonntag suchten wir und die maximal mountainbikigeste Route über Blender und Kapf, um erst zum Kuchen essen (Brotzeitstüble) und dann zum Baden zu radeln. Da haben wir inzwischen eine wirklich schöne Runde gefunden, die fast nirgends langweilig ist :-)

Mir fehlt lediglich für das Stück zwischen Wegscheidel und Eschach noch was, aber den einzigen möglichen mountainbikigen Umweg müssen wir mal von oben her ausprobieren, sonst schieben wir womöglich eine halbe Stunde lang die Räder. Das ist ja auch nix.

Von engel am 15.09.2018 10:54 • outdoormtb

Klettertag

Mittwoch, September 05, 2018

Ich hatte schon am Vorabend überlegt und kämpfte auch in der Früh mit mir: Klettertag, Radeln oder nicht Radeln.
Am Ende siegte die Bequemlichkeit und ich nahm das Auto.

Klettern war super. Einerseits wegen der wunderbar angenehmen Temperaturen (wir kletterten sogar eine Route an der Sonnenwand :-)) und andererseits, weil ich mich echt gut fand ;-) Am Anfang zumindest. In der Sonnenwand kapierte ich die Route überhaupts ganz und gar nicht und hatte auch mit der leichteren Variante (‘alles treten’) Probleme. ‘Sehr technisch’ nannte der R. die Route.

Danach gingen wir rein und ich kletterte eine nigelnagelneu geschraubte Route an der Südwand innen noch ohne Namen. Die war kraftig und wirklich schön, aber ich glaube, die 6/6+, die dran stand, stimmte nicht, die war leichter. Die letzte Route kapierte ich auch nicht richtig. Da taten mir aber schon die Hände weh und die Kraft war aus und ich wechselte dann einfach in die leichtere Route.

Von engel am 05.09.2018 23:00 • diary

Regen galore

Dienstag, September 04, 2018

Der Weg ins Büro war nass. Sehr nass. Es regnete so stark, dass das Wasser teilweise zentimeterhoch in den Unebenheiten des Asphalts stand. Für den Weg über die Isar-Brücke am Mittleren Ring war das natürlich ideal: jeder LKW sandte eine fette Dusche über Rad- und Fußweg. Und da fahren viele LKW und natürlich alle auf der rechten Spur.

Im Rest von Bayern war es trocken, der Regen fand nur in München statt, wie der Kollege sehr genervt feststellte, als er mit zu den Oberschenkeln nasser Hose ankam. Meine Regenklamotten sind noch weitgehend dicht. An der Jacke kommt es an der Brust und an den Schultern ein wenig durch, hinten findet immer etwas Wasser vom Rucksack den Weg zwischen Regenhose und Regenjacke und an den Waden ist wohl keine Regenhose dicht. Diesmal hatte ich auch die Booties an, deswegen hatte ich sogar trockene Füße.

Am späten Nachmittag sah ich The Children Act.Der Film ist großartig! Das wirklich schwere Thema und wie es die Richterin berührt ist toll umgesetzt, kein Wunder dass sie im Privatleben Schwierigkiten mit Gefühlen hat, wenn sie die im Berufleben andauernd und immer unterdrücken muss. Ich war und bin beeindruckt.

Abends arbeitete ich ein paar Punkte meiner ToDo-Liste ab und ging dann früh schlafen. Scheinbar habe ich verfrühte Herbstmüdigkeit.

Von engel am 04.09.2018 23:00 • diary

Donnerstag, 16.08.2018: Irrweg und Pech

Dienstag, September 04, 2018

Für die lange Tour am Donnerstag standen wir früh auf und fuhren nach Holzgau ins Lechtal. Als wir da - in der Sonne - die Räder ausluden, war es noch ordentlich frisch. Wir zogen vor dem Losradeln noch was an und das war auch gut so, denn in der schmalen Höhenbachklamm war es echt kalt.

Natürlich konnten wir den steilen Weg am Wasserfall hinauf nicht radeln und schoben. Danach geht das Radeln aber wieder gut und ich freute mich schon auf die Abfahrt. Bis zur Alpe ist es echt weit!

Es kamen uns unendlich viele Leute im Abstieg, zum Teil in richtig großen Gruppen von etwa 20 Leuten, entgegen. Das Höhenbachtal ist ja Teil des E5 und deswegen ist da auch unter der Woche ordentlich was los. Auch hier wurde allseits registriert, dass wir mit echten Rädern unterwegs waren und das gab teilweise ganz schön anerkennende Blicke - dabei wird es erst nach der Alpe wieder richtig steil.

Nach der Alpe hatte ich eigentlich Ruhe erwartet, aber der größte Teil der E5-Wanderer nahm lieber die Forststraße als den Wanderweg. Das finde ich erstaunlich, wo Forstweg-Hatschen doch so unerfreulich ist. Als wir die Räder am Ende der Forststraße abstellten, waren die meisten Wanderer dann durch. Es wurde deutlich ruhiger.

Wir folgten dem breiten Wanderweg bis zur Abzweigung zum unteren Mädelejoch und gingen dann auf dem schmalen Pfad weiter. Die Radlerei hatte uns beide ganz schön geschlaucht (es war inzwischen heiß und schwül, wie immer) und als wir dann endlich wirklich allein waren und sich ein nettes Fleckchen anbot, machten wir erst mal Pause. Danach wieder losgehen erforderte einige Anstrengung!

Um ins obere Mädelejoch zu kommen, muss man eigentlich einen riesigen Bogen Richtung Krottenkopf laufen, aber die OSM hat an der ersten passenden Stelle eine Abkürzung und wir nahmen die. Es waren bestenfalls Trittspuren, aber man spart da mindestens eine halbe Stunde Weg :-)

Danach gingen wir Richtung Muttler bis zu der Kehre, die am weitesten ins Öfnerkar hinein reicht (passende Beschreibung, aber mit durchaus einigem Interpretationsspielraum!) und verließen den Wanderweg. 2 Kehren unterhalb waren Trittspuren, aber die gingen uns ja nichts an. Direkt über uns bot sich eine wunderbare Rampe zur Querung auf den Rücken an und es sah auch so aus als könne links davon diese Scharte mit dem Wandl sein, die und das man unbedingt vermeiden sollte.

Wir stiegen also hoch und freuten uns ungemein an der schönen Rampe, die den Felsabsatz einigermaßen bequem überwand. Der Blick zum Muttler oben am Grat verriet nicht direkt deutlich, wo das Wandl sein könnte, aber doch, da in der kleinen Scharte könnte es vielleicht sein ...

Wir spazierten auf dem breiten Rücken Richtung in die entgegen gesetzte Richtung. Nach dem ersten Aufschwung passierten wir eine wunderbare Wiese, bei der mir gleich ‘Märchenwiese’ einfiel, obwohl es die natürlich schon sehr oft gibt. Wir stiegen den nächsten Grat-Aufschwung hinauf und blieben dann stehen. Ähem!

Vor uns tat sich eine tiiiiefe Scharte auf, die auf unserer Seite nach einem Absatz gefühlt 30 Meter senkrecht abfiel. Das war dann wohl das Wandl, das man vermeiden und keinesfalls abklettern sollte. Und die gefühlten 30 Meter waren wohl eher reale 10 Meter. In jedem Fall sah das nicht ratsam aus und wir kehrten erst mal um und machten auf der ‘Märchenwiese’ Pause.

Uns war schon klar, wo wir den Fehler gemacht hatten (die Trittspuren 2 Kehren weiter unten), allerdings hatten wir beide aus Beschreibung und Karte unabhängig voneinander die falsche Kehre rausgelesen und den Rest dann wohl auch missverstanden. Allerdings hatten wir den Text der Beschreibung nicht dabei (im Nachhinein: der zweite Fehler war, direkt aufzusteigen).

Der beste Allgäuer von Allen wollte runter und rüber und die Tour fertig gehen. Mir tat der Fuß weh (was Neues, damit mir nicht langweilig wird: Hallux) und mir graute eh schon vor dem langen Abstieg und so ließen wir es bei dem Fehlversuch und wollten später stattdessen halt auf den Muttler gehen. Erst mal aber gab es an diesem wunderschöne Plätzchen mit der genialen Aussicht eine ausgedehnte Pause.

Danach gingen wir über den Grat zum Muttler (völlig problemlos, die mögliche tiefe Scharte gab es nicht ;-)), genossen da nochmal die großartige Aussicht und stiegen dann ab. Nach den ersten 5 Kehren - wir waren noch nicht mal bis zu unserem Abzweig gekommen - fühlte sich plötzlich mein linker Schuh komisch an.

Ich besah mir den Stiefel und fluchte: die Sohle hatte sich von hinten bis zur Mitte des Schuhs gelöst und flappte nun blöd rum. Und das an meinen neuen (naja fast, so 8-10 Jahre sind sie schon alt) ‘Kletterstiefeln’ (so bezeichnet, weil sie eine halbe Nummer zu klein sind und ich super drin stehe - dafür bekomme ich manchmal blaue Zehen)! Damit habe ich jetzt offiziell das erste Paar Stiefel, wo sich wegen Selten-Nutzung die Dämpfungssohle aufgelöst hat (ich hab Meindl, nicht Hanwag, aber das ist dasselbe Problem)!

Na prima! Ich war echt froh, dass wir die geplante Tour nicht gemacht hatten (ganz tolle Vorstellung: ohne Sohle im Klettergelände zu stehen) und auch der beste Allgäuer von Allen schaute nicht mehr gar so traurig die beiden verpassten Gipfel an. Ich ‘verpflasterte’ die Sohle, dann stiegen wir weiter ab, wobei ich versuchte, den linken Stiefel zu schonen, aber der war halt an dem Bein mit dem ‘guten’ Knie und musste deswegen schon aus Prinzip mehr aushalten.

Der Abstieg ging dann trotz des verpflasterten Stiefels recht gut. An der Pause nach dem Steilstück bemerkte ich, dass das Tape am Rand halb durchgelaufen schien und pappte einfach nochmal eine Ladung Tape drauf. Das hielt dann bis unten.

Der Hatsch zu den Rädern war - wie immer in der Gegend - am Ende fürchterlich lang. Wenn man dann aufs Rad steigt, weiß man ganz genau, warum man sich die steile Straße hinauf gequält hat :-) Das spart locker 5 Kilometer Hatscherei (und gut 400 Höhenmeter)!

Wir werden trotz der langen Rumhatscherei aber demnächst wieder kommen. Da warten noch 2 Gipfel und eine (andere!) Scharte auf uns.


Wo man nicht mehr radeln kann, muss man schieben


Auf dem Weg zur Alpe


Das Ziel (Mitte hinten) im Blick


Steiler Anstieg ...


... auf wunderbar bequemer Rampe


Da! Das erste Ziel (hinten)!


Ähem! (die Scharte ist echt tief und steil, auch wenn das auf dem Bild nicht zu erkennen ist)


Tja. Dann halt eine wunderbare lange Pause.


Ersatzgipfel ...


... mit Blick auf die beiden eignetlichen Ziele.


Abgelöste Sohle :-(((((


Murmelkinder (die wussten dass da was war, guckten aber in die falsche Richtung)


Abfahrt duch neugierige Jungkühe


Abfahrt

Von engel am 04.09.2018 20:18 • outdoorbergmtb
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