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Sonntag, 08.07.2018: Gratwandern

Dienstag, Juli 17, 2018

Für Sonntag sah die Vorhersage nicht schlecht aus und so starteten wir ins Parzinn. Obwohl wir nicht allzu spät dran waren, war in Boden schon so gut wie alles zugeparkt (da hat es ja eh nicht viel Platz). Wir haben da ja immer Räder dabei, weil ich den Rückweg von der Materialseilbahn so nervig finde, daher parkten wir an der Straße zum Hahntennjoch.

Auf dem Weg zur Materialseilbahn überholten wir eine große Gruppe Klettersteig-Aspiranten, danach sahen wir aber nicht mehr viele Leute. Wir parkten die Räder an der Materialseilbahn und stiegen zur Hanauer Hütte auf, wo ich bei 3 Damen Glück hatte und Tampons abstauben konnte. Manchmal hat man diese ‘immer-dabei’-Dinge dann halt doch nicht (mehr, weil aufgebraucht) dabei.

Wir gingen weiter Richtung Gufelscharte und bogen am unteren Parzinnsee zur Kogelseescharte ab. Der war natürlich - wie erwartet - schon komplett eisfrei. Das Wetter hätte eigentlich so langsam sonniger und wärmer werden sollen, machte aber wenig Anstalten, der Vorhersage zu folgen. Die Pause, halbwegs windgeschützt an einem großen Stein, war daher relativ kühl.

Auf dem Weiterweg zur Scharte kann man zum Oberen Parzinnsee abbiegen. Der hätte ja vielleicht eventuell noch etwas Eis haben können, daher bogen wir ab. Und tatsächlich, mit etwas gutem Willen konnte man den See tatsächlich noch als Eissee bezeichnen, denn am hinteren Ende mündeten noch 2 Schneefelder in den See.

Das Wetter war zwar nicht wirklich Eissee-bade-tauglich (nämlich bedeckt und windig), aber hey, ein neuer Eissee! Wir gingen als ans hintere Ende des Sees und der beste Allgäuer von Allen ging eine kurze Runde schwimmen. Unter erschwerten Umständen, denn der feine Schlamm, der von den Schneefelder in den See eingetragen worden war, war rutschig wie Seife.

Danach machten wir uns an den echt mühsamen Anstieg zur Kogelseescharte, wo ich einen neuen Weg gehen wollte. Die Beschreibung dazu war mager: ‘nach der Scharte kurz hinab und links zum Grat halten’. Dann sollten Markierungen kommen. Wir gingen nach der Scharte ein Stück den Weg zum Kogelsee hinab und querten dann über ein steiles Schneefeld zum Grat. Und ja, da waren dann Markierungen :-)

Die waren auch gut so, denn der Nordostgrat der Kogelseespitze, bzw. dessen Flanke, ist ziemlich unübersichtlich. Mit den Markierungen kommt man da aber ganz gut durch, allerdings ist der Aufstieg eine ziemliche bröselige und geröllige Angelegenheit. Dafür ist man allein und hat - selbst bei bedecktem Wetter - eine tolle Aussicht übers Lechtal und das Parzinn.

An der Kogelseespitze waren wir allein (bis nach einer halben Stunde ein Bergläufer auftauchte) :-)

Im Abstieg auf dem Normalweg hatten wir eigentlich drauf gehofft, die Parzinner Steinbockherde am Südost-Rücken anzutreffen, aber der war leider leer. Wir sahen die Herde dann - sehr zufällig, man glaubt gar nicht, wie Steinböcke mit dem Hintergrund verschmelzen - im Abstieg vom Gufeljoch oberhalb des Unteren Parzinnsees. Na also :-)

In der Hanauer Hütte hatten wir eigentlich einkehren wollen, aber da war eine lange Schlange vorm Tresen, darauf hatten wir dann doch keine Lust und stiegen lieber direkt ab.


Auf dem Weg ins Parzinn


Kurz vor der Hütte


Oberhalb vom Unteren Parzinnsee


Parzinnseeschwimmen


Aufstieg zur Kogelseescharte


Schneefeldstapfen


Im Gratgewirr


Wegsuche


Grat zur Kogelseespitze


Abstieg über den Normalweg


Suchbild


Junger Steinbock


Murmel


Rückblick


Abfahrt

Von engel am 17.07.2018 05:33 • outdoorbergmtb(0) Kommentare

Holpriger Beginn

Montag, Juli 16, 2018

Trotz des ruhigen Wochenende (ausnahmsweise keine Touren) war die Fahrt nach München ungewöhnlich anstrengend. Aus irgendeinem Grund scheine ich nach einem total anstrengenden Wochenende am Montag wacher zu sein, als nach einem gemächlichen Wochenende. Rest-Adrenalin oder sowas?

Auf der Fahrt ins Büro war ich zwar auf Regen vorbereitet, aber die Bike-Gamaschen habe ich noch immer nicht wieder gefunden. Es regnete ein wenig beim Losfahren, schüttete wie aus Kübeln fast die ganze Fahrt über und nieselte dann nur noch ganz leicht, als ich am Büro ankam. Ich war dicht eingepackt und deswegen rundrum nur ein wenig schwitzfeucht, aber meine Schuhe waren bis zur Oberkante vollgelaufen. Gore-Tex hilft halt auch nix, wenn das Wasser an den Knöcheln reinkommt :-(

Nun gut, sind die nigelnagelneuen Terrex jetzt halt auch eingeradelt ;-)
Hell und Straßendreck und Isarsand vertragen sich allerdings nur mäßig gut.

Den halben Vormittag verbrachte ich damit, die aufgelaufenen Urlaubsmails zu bearbeiten, den restlichen Vormittag dann damit, die Arbeits-Umgebung für eine Telko mit Demo am frühen Nachmittag vorzubereiten. Das ging grandios daneben, denn meine vor dem Urlaub noch perfekt funktionierende Umgebung verweigerte die Arbeit. Das war echt doof, aber die Telko war dann auch ohne Demo ein Erfolg, weil die Partner sich gut genug auskannten, um anhand der theoretischen Demo (“würde das jetzt klappen, würden wir hier xyz sehen”) Feedback geben und Vorschläge machen zu können. Glück gehabt!

Am Abend sah ich Adrift. Ich bin - wie immer eigentlich bei diesen Survival-Stories, die auf wahren Begebenheiten beruhen - total beeindruckt und recherchiere der eigentlichen Story hinterher. Ich muss dazu das Buch lesen.

Gelesen:
Leben und sterben lassen. Uber Doppelmoral und Wegschauen..
Eher geschaut denn gelesen: Luca Locatelli Captures Italy’s Luminous Marble Quarries. Tolle Bilder von Marmorsteinbrüchen. Via Frau Kaltmamsell.

Von engel am 16.07.2018 21:57 • diary(0) Kommentare

Samstag, 07.07.2018: Schon wieder nix

Sonntag, Juli 15, 2018

Nach dem regnerischen Freitag wollten wir den Juli-Urlaub eher gemächlich mit einer Radl-Runde beginnen. Ich habe ja schon seit ein paar Jahren eine Runde im Kopf, die wir bisher noch nie hinbekommen haben.

Wir schon vor Kurzem fuhren wir also am Samstag an den Ostertalparkplatz. Diesmal luden wir die Räder allerdings aus, denn es war zwar bedeckt aber trocken. Von oben zumindest, der Gegend sah man den Regen vom Vortag noch gut an.

Wir radelten gemütlich zur Gräfenhütte hinter. Ab da wird es dann selbst unter den besten Umständen ziemlich anstrengend, weil der Weg zur Höllritzer Alpe hinauf steil und ruppig ist. Der noch ziemlich feuchte Untergrund war aber von besten Umständen weit entfernt und das Radeln wurde noch anstrengender als sowieso schon. Uff!

Wir schafften die Herausforderung aber ziemlich gut (ich allerdings mit dem Puls meistens am Anschlag), bis wir auf die Querung zur Alpe kamen. Dort wurde der Weg zur Schlammschlacht. Einereits, weil er halt lehmig ist und nass war und andererseits, weil das Vieh eben erst auf die Alp gekommen war und alles zertreten und mit nassen Fladen versehen hatte.

Die Querung rüber zum Quad-Track schien uns unter diesen Umständen nicht ratsam, denn die ist auch wenn es weniger nass ist reichlich schlammig. Wir planten also (mal wieder) um und radelten übers Birkach zur Säge runter, wo wir zur Belohnung für die anstrengende Auffahrt in der Alpe Gerstenbrändle einkehrten :-)

Dort wurde das Wetter dann so langsam schön, aber wir hatten nach dem ausgezeichneten Kaffee und Kuchen keine rechte Lust mehr, wieder das Ostertal hinter zu radeln, um die Runde am Ende des Quad-Tracks fortzusetzen und beschlossen, den Urlaub gemütlich zu beginnen und auf der Terrasse daheim nochmal Kaffee zu trinken.


Kleiner Eisvogel


Im Ostertal


Steiler Hochweg


Gemütliche Abfahrt ...


... über schöne Wiesen


K&K an der Alpe Gerstenbrändle

Von engel am 15.07.2018 12:01 • outdoormtb

Meh

Donnerstag, Juli 05, 2018

Der zweite Physio-Termin. Der Therapeut ist noch immer sehr sehr gesprächig und ich habe das Gefühl, das ist nicht irgendwelcher Nervosität geschuldet, sondern hat was mit seiner Persönlichkeit zu tun.

An diesem Tag hatte er es schwer mit mir. Das Knie war ... unwohl. Nicht direkt weh, keine wirklichen Probleme beim Beugen oder Strecken, aber die ersten Schritte waren immer doof, ich merkte die Innenseite und ... ach überhaupt. Mit so unspezifischem Unwohl hat es auch ein Therapeut schwer, aber ich fand, er schlug sich dennoch ganz gut. Das Ziel war, den Kniebeuger zu lockern, um dadurch mehr Streckung hinzukriegen und ich bekam dazu auch Übungen (wobei ich glaube, den meisten Leuten hätte man die aber besser erklären müssen). Danach massierte er den Kniebeuger am Ansatz in meiner Kniekehle rum und das war teilweise sehr unangenehm. Hinterher aber - glaube ich - fühlte sich das Knie besser an. Nicht viel, aber es war ja eh blöd drauf an dem Tag. Es ist schwierig.

Ich fand keinen Film zu passender Zeit, der mich interessiert hätte und auf Schwimmen hatte ich auch keine Lust (wobei dunkler Himmel, Niesel und mögliche Gewitter sicherlich für schön leere Becken gesorgt hätten). Also radelte ich eine mittellange Runde heim, zum Aufräumen vor dem Urlaub nächste Woche und um Zeug zu erledigen, das ich schon eine Weile vor mir her schiebe. Muss auch mal sein.

Gelesen:

  • Über einen Link anderswo fand ich zum ‘Outside’ Online Magazin und bin fasziniert. Einer der ersten Artikel, die ich las war der über die Verletzungen bei Profisportlern: ‘19 Lessons I Learned from Extreme Sports Pros’. Uiuiui!
  • Und ein wunderbarer E-Bike-Rant: E-Bikes: Dorkmobiles or Saviors of the Universe?. Jawoll! (Natürlich ist das bei uns ein wenig anders als in Boulder, Colorado, aber die grundsätzlichen Probleme sind dieselben. Außerdem ist ‘Dorkmobil’ ein tolles Wort :-))
Von engel am 05.07.2018 21:25 • diary

Sonntag, 01.07.2018: Badetag

Donnerstag, Juli 05, 2018

Am Samstag war Schwesterles Vorab-Geburtstagsfeier im Hinterland zwischen Augsburg und Donauwörth. Da zeitgleich der AFD-Parteitag in Augsburg stattfand, fuhren wir über die A7 und die A8 einen großen Bogen um Augsburg. Das klappte stautechnisch sehr gut, aber das ist schon ein elendslanger Schlauch!
Die Party war sehr nett und es gab riesige Haufen Grillfleisch und gutes Essen :-)

Am Sonntag hatten wir eigentlich eine lange Tour im Lechtal geplant gehabt, aber in der Früh waren wir beide müde und kaputt und beschlossen stattdessen zum Baden zu radeln. Erholung ist ja auch wichtig!

Wir nahmen alle Bike-Trails mit, die man mit wenigen Umwegen zum Eschacher Weiher finden kann und kehrten auf Eiskaffee und Kuchen im Brotzeitstüble ein. Der Weiher ist inzwischen auch für mich total angenehm temperiert :-)

Auf dem Heimweg gab es dann Abendessen in der alten Säge in Ermengerst. Mein Schnitzel mit Pommes war riesig und ich hatte die besten (selbstgeschnitzten?) Pommes seit langem. Der beste Allgäuer von Allem war mit seinem Schweinebraten auch zufrieden. Doch, kann man machen. Und gern auch wiederholen.


Die steile Straße hinter Wiggensbach (auch wenn es flach aussieht)


Rückblick auf Wiggensback


Momentan blüht überall der Rote Fingerhut


Kahlschlagbiken


Moorseeschwimmen


Heimweg

Von engel am 05.07.2018 20:25 • outdoormtb

Handyfund

Mittwoch, Juli 04, 2018

Ich radelte bei bestem Wetter ins Büro. Obwohl Klettertag war und obwohl (mal wieder) für Nachmittag und Abends Schauer und Gewitter angesagt waren. Ich hoffte darauf, wenigstens trocken in Freimann anzukommen. Sollte es danach regnen, hätte ich mich nach Lust und Laune entscheiden können, nass zu werden oder mich und das Rocky in die Ubahn zu verfrachten.

Nach dem Mittagessen verdunkelte sich der Himmel, an den Fenstern tauchten einzelne Regentropfen auf und die Vorhersage machte auch keinen Mut. Tja, vielleicht würde ich nass klettern müssen?

Aber ich hatte Glück. Zwar war der Himmel auch dann dunkel, als ich nach Freimann radelte, mich trafen vereinzelte Tröpfchen und es grummelte sogar in der Ferne leise vor sich hin. Aber es blieb trocken und wurde später sogar noch sonnig. Beim Heimweg hatte ich wieder schönen blauen Himmel.

Klettern lief recht gut, finde ich, allerdings habe ich ganz schön kämpfen müssen, um zwei Mal einigermaßen schwere Routen mit ordentlichem Überhang und einer doofen Kante hinzukriegen. Ging aber, da war ich wirklich stolz drauf. Ungewöhnlich war, dass das Knie eigentlich echt gut war, aber bei hohen Schritten plötzlich zwickte. ???

Auf dem Heimweg fand ich vor der Haustür ein Handy. Liegen lassen kann man sowas ja nicht, weil wenn das jemand nicht so Nettes findet wie ich, dann hat wer anderer ein Problem. Ich hob es also auf, fragte vorm Haus, ob das jemandem gehörte (Nein.), schrieb Zettel, wo jemand, der ein Handy verloren hatte, es bekommen könnte und hängte die unten an die Tür.

Hätte ich mir sparen können. Es dauerte nicht lang und das gefundene Handy klingelte. Es folgte ein kurzes “Hallo?” - “Hallo?” Spielchen, dann konnten wir etablieren, dass der Handy-Verlierer im 5. Stock wohnte. Wir trafen uns am Aufzug und der junge Mann war sehr erleichtert. Ja, wäre ich auch :-)

Gelesen:
Das “Gesetz der zunehmenden Penetranz der negativen Reste”. Das ist eine echt tolle Beschreibung dafür, dass Menschen umso lauter jammern, je besser es ihnen geht.
Was wäre wenn ... alle Grenzen offen wären?

Von engel am 04.07.2018 23:00 • diary

Montag, 25.06.2018: Fehlstart

Mittwoch, Juli 04, 2018

Nach dem netten Samstag wurde das Wetter am Sonntag merklich schlechter. Es war wolkig, aber (zumindest in Kempten) trocken. Ich brauchte nochmal einen Tag für Orga-Dinge und wir nahmen den Sonntag dafür. Zum Ausgleich für die viele Arbeit gab es am Nachmittag Pfannkuchen auf der Terrasse :-)

Am Montag regnete es in der Früh, aber der Wetterbericht war ganz sicher gewesen, dass das Wetter im Lauf des Tages besser werden würde. Allerdings war die Besserung inzwischen vom Vormittag auf den Nachmittag gerutscht.

Im Lauf des Vormittags hörte der Regen auf und es wurde heller. Wir hatten uns eine schöne Bike-Runde im Gunzesrieder Tal ausgesucht und die Räder schon am Vortag ins Auto geladen. Nun hofften wir einfach das Beste und fuhren los. Hoffnung und so ;-)

Am Parkplatz im Ostrachtaltal saßen wir dann im Kangoo und schauten auf den strömenden Regen und die tiefschwarzen Wolken vor den Fenstern. Es hatte 10 Grad. Nee, echt nicht!

Wir fuhren zurück nach Hause (da war es wenigstens trocken), luden die Räder aus und starteten nach einem kleinen Mittagessen zu einer kleinen Blenderrunde. Es blieb trocken und am Ende kam sogar die Sonne raus. Immerhin :-)


Auf dem Mariaberg. In den Bergen ist noch schlechtes Wetter


Unterm Blender wohnt ein ‘Bäschtlar’ mit lauter mehr oder weniger witzigen Zeug vorm Haus.
Der kleine Dicke da steht da schon seit einer Weile. Ich mag ihn sehr :-)


Ein Großer Schillerfalter, total furchtlos.
Wir nehmen an, der war frisch geschlüpft und musste noch fertig trocknen.


Auf dem Rückweg

Von engel am 04.07.2018 21:56 • outdoormtb

Physio

Dienstag, Juli 03, 2018

Beim Doc-Besuch vor 2 Wochen meinte der Orthopäde ja, ob ich es mal wieder mit Physio probieren wolle. Vielleicht könnte ein guter Therapeut ja an der Kniestreckung was rausholen und sonst solle ich mir vor allem ordentliche Übungen zeigen lassen. Ich nahm das Angebot an.
Ich nahm wieder das Physio-Studio, das so praktisch nah bei der Arbeit ist. Da ist das mit den Terminen relativ unkompliziert.

Ich bekam einen Therapeuten, der da wohl erst am Montag angefangen hat. Das könnte eine Erklärung dafür sein, dass er mir ein bisserl überdreht und gesprächig vorkam. Ob und wie gut er ist, lässt sich nach einem Besuch natürlich noch nicht sagen, aber er stellte viele Fragen, hörte tatsächlich auch meine Antworten und zeigte mir schon mal eine Übung, die ich schon wieder vergessen hatte, die aber eigentlich immer gut tat, vor allem wenn das Knie rumzickte: Auf was Hohes setzen, Oberschenkel komplett entspannen, Unterschenkel ganz leicht baumeln lassen, total entspannt. Das öffnet den Gelenkspalt oder wie auch immer das richtig heisst und tut gut, selbst wenn grad (wie aktuell :-)) nichts weh tut.

Nach der Anamnese prüfte er noch, wie weit ich das Knie strecken und beugen kann (Spoiler: nicht mehr allzu weit) und versuchte mich dabei dazu zu bringen, die Muskeln zu entspannen. Ich gab mir echt Mühe, aber 30 Jahre oder so immer ein wenig Angst ums Knie sind echt schwer zu überwinden. Ich schaffte es nicht, völlig loszulassen. Danach strich er noch auf und an meinem Knie herum und versuchte es sanft zu strecken. Das war ganz nett und angenehm und das Knie fühlt sich noch immer irgendwie entspannt an, ob da jetzt aber mehr Streckung drin ist, kann ich gar nicht sagen. Na, schaumermal, da kommen ja noch 5 Termine.

Danach gab es noch Wärme aufs Knie, was der Therapeut seltsam fand und was auch ich schon beim Verschreiben seltsam gefunden hatte, aber das fühlte sich erstaunlicherweise ganz nett an.

Zurück im Büro war ich so mit der Lösung eines komischen Problems beschäftigt, dass ich meinen Absprung verpasste und deswegen Schwimmen flach fiel. Ich baute also Gleitzeit auf und ging ohne Schwimmen ins Kino. Ich sah The Rider, eine Halb-Doku über einen Rodeo-Reiter (der sich selbst spielt), der nach einem Unfall nicht mehr reiten darf und nun irgendwie damit klar kommen muss. Sehr einfühlsam und sehr beeindruckend.

Von engel am 03.07.2018 21:51 • diary

Samstag, 23:06.2018: Fast weglos

Dienstag, Juli 03, 2018

Als am Mittwoch für das Wochenende und den Montag perfektes (wenn auch kühles) Wetter angesagt wurde, nahmen wir kurzentschlossen den Montag frei. In der Folge verschlechterte sich das Wetter aber zusehends, je näher das Wochenende kam. Für Samstag wurde aber immerhin noch akzeptables Wetter vorhergesagt.

Wir stellten den Kangoo an den Brückenparkplatz bei Bad Oberdorf und radelten ins Retterschwanger Tal. Diesmal ganz hinter, bis ins allerletzte Eck, zur Hinteren Entschenalpe. Bis auf wenige Stellen kann man die Strecke einigermaßen bequem radeln und es war auch nicht viel los.

In der Mitte überholten uns zwei E-Biker, als wir an der Alpe ankamen, kam kurz drauf nochmal ein E-Biker und wollte ‘A weng gruaba.’. Man fragt sich ja schon ein wenig: Wovon? Außerdem waren da auch noch zwei echte Biker, die aber abfuhren, als wir noch die Räder abstellten und uns umzogen.

Der beste Allgäuer von Allen ging natürlich barfuß weiter und weil ich irgendwie im Kopf hatte, der Weg ins Sattele sei weitgehend grasig und weil das am Galtjoch so nett gewesen war, fing ich auch so an. Gaaanz schlechte Idee. Es hat da genau 200 Meter Gras und dann besteht der Weg aus scharfen spitzen Steinen und führt allenaselang durch Latschen, so dass man nicht mal seitlich ausweichen kann. OK, OK, dann halt nicht. Ich zog meine Schuhe wieder an.

Kurz vorm Gängele zog auch der beste Allgäuer von Allen wieder Schuhe an, weil der Boden so kalt war, dass er eisige Füße hatte. Nach dem Gängele wurde es ziemlich frisch, weil uns der kalte Wind nun voll erwischte. Es gab anfangs einige Leute im Abstieg, aber im Großen und Ganzen war auf dem langen Grat zum Entschenkopf nicht viel los. Am Gipfel war es allerdings ziemlich voll.

Weil es da so windig war, gingen wir ein paar Meter weiter und suchten uns ein windgeschütztes Plätzchen neben dem Grat. Zusätzlich sonnig wäre noch nett gewesen, aber die Sonne ließ sich nur sehr sporadisch blicken. Die Pause fiel daher nicht allzu üppig aus und wir gingen weiter.

Der Abstieg zur Scharte zum Schnippenkopf ist brösliger und steiler als ich in Erinnerung hatte, aber dafür ist man recht schnell unten. In der Scharte hat es zwar noch ein Schild für einen markierten Weg ins Retterschwanger Tal, aber der Weg ist so selten begangen, dass er kaum mehr als solcher zu erkennen ist. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn das Gelände ist übersichtlich.

Auf halber Strecke ins Tal runter soll (laut unserer alten Karte und meiner OSM) ein markierter (aber nicht beschilderter) Weg zurück zur Hinteren Entschenalpe abzweigen. Der war schon vor Jahren total zugewachsen und wir hatten Sorge, ob wir da überhaupt noch durchkommen würden. Immerhin konnten wir aber den Anfang des Weges noch sehen.

Wir querten ein wenig ungeschickt rüber zum Anfang des Weges und fanden dort auch 2 oder 3 Markierungen. Danach waren die Markierungen und die wenigen Trittspuren von der Vegetation überwuchert, aber wir wussten, wo der Weg weitergehen würde und querten im steilen Gras dorthin.

Nach einem kurzen erkennbaren Pfadstück mussten wir den weiteren Weg durch Büsche, Gras und Latschen erraten. Das war nie schwer, aber so ganz ohne Weg halt doch ein wenig anspruchsvoll, vor allem weil wir beide nur leichte Schuhe anhatten. Wir kamen problemlos bis zum kleinen Jagdhaus, wo der Weg deutlicher wird.

Während der Querung hatte es Sonne gehabt, als wir nach dem Jagdhaus Pause machten, war es leider wieder wolkig, windig und kühl.

Der Rückweg zur Hinteren Entschenalpe war problemlos, auch wenn man den Weg da immer wieder verliert. Den Weg wird es wohl nicht mehr lang geben. Dass er nicht (mehr?) begangen wird, sieht man auch daran, dass die Stacheldrahtzäune für’s Vieh keinen Wanderer-Durchlass haben.

Auf der Abfahrt kehrten wir noch im Mitterhaus ein.


Vorbei an der Rotspitze ins Retterschwanger Tal


Ziemlich weit hinten vor dem Hindelanger Klettersteig


Mäßig gute Idee: barfuß gehen


Vorm Gängele


Über dem Oberen Gaisalpsee


Gipfel


Abstieg


Die Nordseite ist ein ganz schöner Schutthaufen


Kleines Stück Weg im weglosen Anstieg ...


... sonst sah das meist eher so aus


Kurz vor den Rädern


Abfahrt :-)

Von engel am 03.07.2018 21:30 • outdoorbergmtb

Seit der Gaishorn-Skitour ist der große Neffe vom Rauhhorn fasziniert. Er hat ein fiktives Snowboard mit Rauhhorn-Design verziert und schon 2 Versuche gestartet, da hinauf zu kommen. Gescheitert ist er am Wetter (Gewitter) und an seinen Kumpels, die die lange Tour nicht geschafft haben. Wir suchten deswegen als Neffen-Tour das Rauhhorn aus. Er war sehr erfreut :-)

Am Sonntag sammelten wir also in der Früh den großen Neffen am Bahnhof ein und fuhren nach Hinterstein. Um 8 kann man da tatsächlich noch parken. Das Wetter war gemischt bewölkt und die Vorhersage war eigentlich gar nicht so schlecht. Mit Gewittern und Schauern musste man Nachmittags natürlich trotzdem rechnen.

Wir stiegen über die Willersalpe zum Gaishorn Nordwest-Grat/Rücken auf. Nach den Knieproblemen vom Vortag, hatte ich mir ausgeklügelte Pläne (A bis mindestens M) zurecht gelegt, wann und wo ich gegebenenfalls abbrechen würde und wie wir den Abbruch und die Abholung dann gestalten könnten. Erfreulicherweise war überhaupt nichts davon nötig, denn dem Knie ging es wunderbarerweise gut :-)

Die Herren mit den langen Beinen und der guten Kondition sausten natürlich immer vorne weg, ich schnaufte hinterher. Am Gratrücken schauten wir in das Älpele-Alpe Kar und zeigten den Weg der Skitour. Der große Neffe war gebührend beeindruckt. Ich bin das übrigens auch immer wieder, wenn ich sehe, was für Gelände man als Skitour ziemlich problemlos machen kann.

Das Wetter spielte nicht so Recht mit. Es hatte viele Wolken, die arg tief hingen und die Sonne ließ sich nur selten sehen. Für das Ambiente war das natürlich toll, denn so sah das Gaishorn echt hochalpin aus, aber ich hätte mir doch ein wenig mehr Sonne und vor allem Wärme gewünscht.

Die kleinen Klettereien am Gaishorn-Grat meisterte der Neffe problemlos und er schaffte es auch, nicht ganz so hektisch zu sein und etwas überlegter zu klettern. Das wird :-)

Die Pause am Gipfel war einigermaßen kühl. Das Rauhhorn drüben war immer wieder im Nebel, aber insgesamt sah das Wetter nicht so aus, als würde in der nächsten Stunde ein Gewitter loslegen. Wir gingen also zum Gaiseck runter und starteten den Aufstieg zum Rauhhorn.

Der ist dann doch klettriger als ich in Erinnerung hatte, aber das ist ja was Gutes :-) Bis auf den kleinen Überhang unterm Gipfel ist da auch nichts versichert, das ist also schon eine anspruchsvolle Tour. Wir kamen aber ohne Probleme zum Gipfel.

Ich hatte eigentlich schon vorher gesagt, dass ich angesichts der Länge der Tour ohne Bike keine Überschreitung machen wolle (war ja nicht klar, was das Knie dazu sagen würde), aber nachdem die Herren ständig laut drüber nachdachten, wie toll die Überschreitung den Tag abrunden würde, ließ ich mich dann doch breit schlagen. Noch ging es dem Knie ja gut.

Der Abstieg zum Sattel zum Kugelhorn ist leichter als der Aufstieg und länger als ich in Erinnerung hatte und natürlich hat es bis zum Schrecksee noch allerlei bergauf-Passagen (die Herren war sich einig, dass da nur noch geradeaus ginge), aber das ist wirklich nicht mehr allzu viel. Dafür war das Wetter signifikant schlechter geworden und wir konnten sehen, dass vom Daumen her Regen kommen würde. Wir gingen also so schnell wie möglich weiter, was aber mit mir als Bremsklotz gar nicht so furchtbar schnell ist.

Die Herren hatten ursprünglich beide Eisbaden in Erwägung gezogen (wobei ich ja nicht sicher bin, ob der Neffe das auch durchgezogen hätte), aber da der Schrecksee in zwischen kein Eis mehr hatte und das Wetter immer schlechter wurde, ließen sie den Gedanken fallen und wir stiegen sobald es ging, weglos zu Schrecksee-Abstieg ab. Vorher hatte uns der Neffe noch gezeigt, wo er bei seinem ersten Besteigungsversuch im Schneefeld ausgerutscht war. Hui!

Der weglose Abstieg war ein wenig doof, weil die Wiese üble tiefe Kuhtritte hatte, die man wegen des hohen Bewuchses nicht sehen konnte. Ich war froh, dass ich das Knie nur einmal durchtrat, das war schon schlimm genug. Der Abstieg über den breiten Weg in den Kessel unterm Schrecksee war dann nervig, ging aber schnell.

Inzwischen war das Wetter doch nicht so schlecht geworden, wie es zunächst den Anschein gehabt hatte und wir konnten da unten ein nettes Päuschen einlegen, wo wir alle die Schuhe auszogen, um den geschundenen Füßen ein wenig Erholung zu geben. Die Herren schliefen beide umgehend ein, ich whatsappte ein wenig mit der besten Mama, die von fürchterlichem Gewitter und Regen in Kempten schrieb. Wir hatten aber sogar etwas Sonne!

Als das bisserl Sonne verschwand, gingen wir weiter, um zum E-Werk abzusteigen. Inzwischen lief nicht nur ich unrund, auch der Neffe schien Füße-Weh zu haben. Er stellte aber befriedigt fest, dass das seine bislang längste Tour sei. Nur der beste Allgäuer von Allen ließ sich nichts anmerken, meinte aber dann auch, er sei froh, wenn wir endlich unten wären.

Ich hatte mir am Gipfel ausbedungen, dass wenn am E-Werk in absehbarer Zeit ein Bus käme, wir den nehmen würden. Leider schien da aber kein Busfahrplan zu hängen und ich hatte in dem engen Tal kein Netz, um online danach suchen zu können. Wir saßen also etwas bedröppelt auf der Bank und bereiteten uns geistig darauf vor, nun noch eine Dreiviertelstunde nach Hinterstein hatschen zu müssen. Und genau da kam der Bus ums Eck.

Ich sauste hin, um ihn anzuhalten, das war aber gar nicht nötig. Der Fahrer meinte, das sei eine Haltestelle, er hätte uns schon nicht sitzen lassen. Und natürlich habe es da einen Fahrplan ... Stimmt, nur so weit weg von der Bank hatten wir gar nicht geschaut. Wir waren alle froh, sehr gemütlich zum Auto zurück kutschiert zu werden :-)

Auf dem Heimweg fing es erst an zu regnen und dann zu schütten, was das Zeug hielt. Wären wir in so einen Guss gekommen, wäre das gar nicht lustig gewesen. So aber: was für ein Glück!


Auf dem Weg zur Willersalpe


Viele Wolken, wenig Sonne


Vorm Gaishorn mit Skitour im Blick (rechts rauf, links Mitte runter)


Der Gaishorngrat ist auch nett


Am Gaishorngipfel ist es frisch


Abstieg zum Rauhhorn


Am Rauhhorngrat; das Wetter läßt zu wünschen übrig


Klettern am Rauhhorngrat


Der kleine Überhang unterm Gipfel


Am Rauhhorn


Nebliger Abstieg ...


... am Ende sieht man dann auch wieder was


Edelweiß :-)


Vorm Schrecksee; es nieselt


Abstiegs-Abkürzer


Zurück auf dem offiziellen Abstieg

Von engel am 02.07.2018 20:40 • outdoorberg
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