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Am Dienstag war wie angekündigt den ganzen Tag über schlechtes Wetter (mehr oder weniger, mal Regen mal nicht, eher kühl) und wir nutzten den Tag zum Erholen (nach dem beschleunigten Abstieg am Montag durchaus nötig) und für den Kram, den man daheim halt auch im Urlaub so machen muss.

Am Mittwoch (Feiertag in Bayern) wurde das Wetter dann doch nicht so schnell so schön, wie wir uns das gewünscht hätten, deswegen verschoben wir die geplante lange Tour auf den nächsten Tag. Für das Ausweichziel parkten wir an der Bärenfalle bei Musau und luden dort die Räder aus, um zur Musauer Alm zu radeln.

Es war mehr los als, als wir selbst mit Feiertag vermutet hatten. Wo sich der ‘Fußweg’ (auch eine Forststraße) von der Mountainbike-Strecke trennt, war dann weniger los. Wir waren die absolute Ausnahme mit unseren ‘echten’ Bikes, sonst waren fast nur E-Bikes unterwegs und ich sah, wie ein paar Leute ganz erstaunt den fehlenden Akku registrierten.

An der Musauer Alm stellten wir die Räder ab und gingen zu Fuß weiter. Der Weg führt über ein nettes schmales Steiglein in das Hochtal unter der Schneid und verschwindet da dann. Das Hochtal ist ziemlich sumpfig (auch jetzt) und man muss es erst mal irgendwie queren und findet dann früher oder später auf der anderen Seite ein noch schmaleres Steiglein, mit dem man in Gehrenjoch aufsteigt. Das ist eine schlammige und matschige Angelegenheit, wo man gelegentlich so vorsichtig wie auf Eis gehen muss ;-) Auch bei der aktuellen Trockenheit!

Es war auch weiterhin feucht und erdig auf der Querung rüber zur Gehrenspitze (was natürlich ganz prima ist, wenn man danach klettern will), aber das ist inzwischen nichts Neues mehr. Das ist da scheints immer so.

Wir waren natürlich nicht allein unterwegs, mit uns waren 5 Leute auf dem Weg zur Scharte, von denen 2 nach ‘richtigen’ Kletterern aussahen. In der Rinne kamen uns 2 Leute entgegen und am Gipfel saßen 4 Jungs (um die 20, schätzungsweise, und dem Geplapper nach ein wenig aufgeregt) und noch 2 Leute. So war der Aufstieg problemlos und es fand sich auch noch ein Gipfel-Plätzchen. Sonne schien auch grad, deswegen blieben wir eine Weile.

Der Abstieg war dann ein wenig langwierig, weil die 4 Jungs, trotz eines gehörigen Zeit-Vorsprungs, eine Weile brauchten. Auch sonst war der Abstieg ereignisreich, denn die halb-und-halb Ziegen, die im Aufstieg weit links oben auf einem grasigen Gratstück gewesen waren, hatten die Seite gewechselt und waren nun auf der anderen Seite. 2 Ziegen hatten aber wohl den allgemeinen Aufbruch verpasst und liefen mit uns den Weg runter, immer knapp über uns in reichlich steilem Gelände. Die sind schon sehr geländegängig, die Ziegen!

Am Gehrenjoch standen uns zunächst Kühe im Weg, die den Zaun-Durchschlupf blockierten. Der beste Allgäuer schritt entschlossen auf die Kühe zu und schob sie weg. Ich sauste dann schnell hinterher, bevor sie die Lücke wieder schlossen :-)

Wir stiegen über den rutschigen Dreckweg zurück ab ins Hochtal (ich musste zwischendrin meine Stiefel von einem dicken Dreck-Gras-Bollen befreiden, wegen dem ich gar nicht mehr richtig laufen konnte, was für eine Sauerei!) und machten unten eine kleine Pause, als gerade mal Sonne war. Das dauerte allerdings nicht lang.

Wir stiegen weiter ab zur Musauer Alm und kehrten auf Kaffee und Kuchen ein. Weder Kaffee noch Kuchen waren schlecht (eigentlich sogar gut), aber die Alm ist schon arg auf Massenbetrieb ausgelegt, das gefiel mir nur solala. Die Abfahrt zum Auto ging dann schnell.


Anfahrt


Anstieg


Im Kar


Auf dem Weg zum Gipfel


In der Rinne


Kurz vorm Gipfel


Gipfel


Geländegängige Ziegen


Gruppenbild mit Ziege


Kuhblockade


Abfahrt

Von engel am 01.09.2018 15:17 • outdoorbergmtb

Technik-Probleme, beinahe

Mittwoch, August 29, 2018

Wegen diverser Termine quer über München (Doc, Auto, Klettern), die ohne Fahrrad schwer zu koordieren wären (also schon machbar, aber halt zeitaufwändig), wollte ich daheim arbeiten. Als ich mich in der Früh aber von der VM auf meinem Notebook am Büro-Notebook anmelden wollte, sah ich schwarz. Und nur schwarz. Es blitzte ganz kurz der Anmelde-Bildschirm auf und dann ... nix.

Ich nehme an, das hat irgendwie mit dem kombinierten USB-Anschluß zu tun, über den jetzt alles angeschossen wird und damit, dass mein ‘Haupt-Bildschirm’ jetzt einer der neuen, schönen, großen Monitore ist und ich die Bildschirme falsch konfiguriert habe. Nämlich so, dass der Notebook-Bildschirm - und das ist der, den ich sehen würde, wenn ich mich anmelde - erst mal gar nicht mehr angesprochen wird.

Ich brauchte eine Weile, um auf diesen Gedanken zu kommen und bat dann einen Kollegen, das Notebook bitte aufzuklappen (um die Verwendung des Notebook-Bildschirms zu forcieren). Danach konnte ich arbeiten und mein komplizierter Plan B - mit dem Rad zum Doc, ins Büro und zum Renault, dann das Auto umräumen und das Rad reinstopfen und zum Klettern fahren - musste nicht umgesetzt werden. Ich werde wohl die nächsten Tage und Abende damit zubringen, verschiedene Konfigurationen zu testen, damit das Anmelden zuverlässig funktioniert (auch bei zugeklapptem Büro-Notebook).

Damit jedenfalls lief der Tag wie geplant. Ich arbeitete zuhause, radelte zum Doc, und nahm dann den MVV um mein Auto abzuholen. Ich fahre ja nicht oft mit dem MVV, deswegen war ich erstaunt, schon wieder in eine Kontrolle zu geraten. In letzter Zeit läuft das auf Kontrolle bei jeder vierten Fahrt raus. Ist aber wurscht, ich stemple ja immer brav ab :-)

Den Clio bekam ich frisch repariert und sogar gewaschen zurück. Letzteres machen die vermutlich, um den Schock der Reparatur-Preise ein wenig abzumildern ;-) Dafür bremst der Clio jetzt wieder völlig rapperfrei und ganz ehrlich - das ist auch die exorbitante Summe wert, die ich bezahlt habe (da war allerdings mehr dabei als nur Scheiben und Beläge rundrum).

Klettern war temperaturmäßig fast schon angenehm und wir wagten uns am Ende sogar in die Sonne. Ich finde ich war ganz gut und die eine 6+/7- vom Stuart im Nachstieg zu gehen war ein sehr gute Idee, ich fiel oben im Übergang im Ausstieg aus dem Übergang zwei mal rein, bevor ich es schaffte und im Vorstieg wäre ich da einfach nicht weiter gestiegen. Also lief gut und erfreulich :-)

Danach gönnte ich mir einen Burger, weil mein Mittagessen doch eher spärlich gewesen war. Die Burger sind echt super, ich muss da jetzt mal den Halloumi-Burger probieren!

Von engel am 29.08.2018 23:00 • diary

BlacKkKlansman

Dienstag, August 28, 2018

Ich fuhr sehr früh mit dem Auto ins Büro, weil der Clio rappernde Bremsen hat und das repariert werden sollte. Ich arbeitete eine gute Stunde und fuhr dann zum Renault, um das Auto abzugeben. Man bekommt da ja immer MVV-Karten, aber ich verpasste den einen Bus um eine Minute und der nächste wäre erst in 10 Minuten gekommen. Sooo weit ist es ja nicht bis zu den Towers (bloß nicht allzu nett zum Laufen), also ging ich halt wieder zu Fuß.

Als die Werkstatt mit dem Ergebnis der Voruntersuchung anrief, war ich schon drauf vorbereitet, dass das teuer werden würde, aber es wurde noch teurer. Der Mechaniker fragte vorsichtshalber ‘Sitzen Sie?’ ;-)

Jedenfalls: Bremsscheiben und Beläge rundrum, eine Motorhalterung und der der Drahtkäfig, in dem der Kühler sitzt. Autofahren ist Luxux, das ist ja nichts Neues. Immerhin, meinte er am Ende tröstend, damit sollte der TÜV im Februar kein Problem sein.

Die nächste schlechte Nachricht war, dass er natürlich Teile bestellen müsse und deswegen könne ich das Auto erst am nächsten Tag abholen - zumindest wenn die Teile alle direkt kämen. Kurz drauf meldete er sich nochmal: Ja, alle Teile würden am nächsten Vormittag kommen und damit könne ich das Auto nächsten Tag am Nachmittag abholen.

Ich hatte den Tag ein wenig anders geplant - vor allem mal wieder im Studio laufen, wo es doch endlich wieder kühler ist - aber das ganze Sportzeug war im Auto und erst mal mit dem MVV heim und dann noch irgendwo hin, das dauert ja alles ewig. Ich disponierte um und plante - Überraschung! - Kino stattdessen. Den Weg ins Monopol legte ich mit SBahn und Bus zurück. Ganz was Neues, ich kam mir vor wie im Urlaub ;-) Sonst fahre ich ja immer Ubahn oder habe nicht viel Zeit rumzuschauen, weil ich ja auf Leute, Hunde und Verkehr achten muss, aber jetzt so aus dem Bus: München ist echt nett :-)

Ich sah BlacKkKlansman. Der Film ist großartig, lustig, spannend, unterhaltsam und bedrückend. Das sind ja (zumindest im Grunde) wahre Begebenheiten und wenn man das Selbstverständnis der Leute und die Ausuferungen der Extremisten da anschaut - Wow! Das ist so verachtend, so überheblich, so ... ich weiß gar nicht, da wird einem ganz anders. Vor allem angesichts der realen Bilder von Charlottesville 2017 im Abspann, wo ein Rechtsextremer ein Auto mit quasi Vollgas in eine Demo gesteuert hat und da reihenweise Menschen ummäht. Erst vorwärts, dann rückwärts. Danach dann noch die Pressekonferenz mit Trump, der das alles so kalt relativiert: ‘böse Menschen hier und da’. Echt, da hat’s mich geschüttelt.

Aber nochmal zum Film, der ja auf wahren Begebenheiten beruht, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass sich das alles wirklich derart haarsträubend zugetragen haben kann. Aber vielleicht ja doch, wer weiß. Jedenfalls infiltriert ein schwarzer Polizist den Ku-Klux-Klan und heuert einen Kollegen an, der ihn bei allen realen Treffen vertritt. Das ist so absurd, man kann es kaum glauben. Und natürlich ergeben sich aus dieser Konstellation allerlei unterhaltsame Situationen.

Toller Film, unbedingt sehenswert :-)

Nachtrag:
BlacKkKlansman spielt ja in den 60er oder 70ern und da waren Afros grad in. Ganz sicher auch, weil man einen Afro mit nicht-krausem Haar einfach nicht hinkriegt. Passend dazu lief mir von verschiedenen Seiten ein Twitter-Thread in den Reader, der krauses Haar sehr schön erklärt: Black Hair for Non-Black Artists: a Cheat Sheet Thread.
Sehr interessant.

Von engel am 28.08.2018 23:00 • diary

Montag, 13.08.2018: Punktlandung

Dienstag, August 28, 2018

Das Wetter für Montag war signifikant schlechter geworden und wir diskutierten lang, ob wir es wagen sollten, ausgerechnet ins Parzinn zu fahren, wo es erfahrungsgemäß immer als erstes regnet. Aber die Gewitter waren erst für den Nachmittag angesagt und bis dahin würden wir ja schon wieder im Abstieg sein. Dachten wir jedenfalls.

Also fuhren wir bei schönstem blauen Himmel nach Boden und radelten zur Materialseilbahn. Es war kühl und reichlich feucht, so dass wir schwitzten (eher: kondensierten), obwohl uns bestenfalls mäßig warm war. Als wir in die Sonne kamen, änderte sich das. Da schwitzten wir und es war uns warm ;-)

Von der Hütte aus sieht man das nächste Zwischenziel, die Scharte, und das sieht echt nicht weit aus. Das ist aber eine optische Täuschung, denn erst läuft man eine Weile durch ein idyllisches Gras-Latschen-Findling-Feld, wo es dauernd hoch und runter geht und dann muss man im Geröll in die Scharte hinauf und das ziiiieht sich endlos. Und ist anstrengend.

In der Scharte machten wir kurz Pause und betrachteten das Wetter. Wir rechneten mit etwa 2 1/2 Stunden Kraxeln zum Gipfel und wieder zurück. Der Himmel war in alle Richtungen schön blau mit Schäfchenwolken, die Gewitter schienen noch nicht im Anmarsch zu sein. Wir stiegen also ein.

Erst mal muss man einen schuttigen bröseligen Hang hinaufsteigen. Die Rinne danach ist schon ordentlich glatt von den vielen Begehungen. Die restliche Kletterei ist selten schwierig oder ausgesetzt und nirgends so abgelutscht wie in der Anfangsrinne. Zwischen den Kletter-Partien sind auch einige Geh-Passagen. Die schwierigste Stelle ist etwa in der Mitte, wo man mit relativ wenigen Griffen auf einem schmalen Absatz erst hoch und dann an einem abdrängend Bauch vorbei muss und im Fall des Falles recht weit in eine steile Rinne fallen würde. Natürlich trafen wir genau da auf Absteiger ;-)

Direkt nach der Schüsselstelle sahen wir das erste Mal seit einer Weile nach Westen und stellen einigermaßen erschrocken fest, dass da nun ganz ordentlich schlechtes Wetter aufzog. Um uns herum war aber noch alles eitel Sonnenschein. Wir kraxelten weiter und kamen nach schließlich zum Gipfel. Wir hatten knapp anderhalb Stunden gebraucht und die Sonne war eben verschwunden. Im Westen waren die Wolken noch dunkler geworden. Wir machten ein paar Fotos und stiegen ohne Pause ab.

Ich bin ja rauf schon nicht schnell, runter in solchem Gelände bin ich aber echt langsam. Kein Wunder, Absteigen ohne Stöcke und immer drauf achten, dass das Knie nicht mehr abkriegt als nötig abkriegt (keine verwundenen Schritte, immer mit dem richtigen Bein die hohen Schritte machen, usw.), das dauert halt etwas. Der Abstieg ging sonst gut und wir waren nach einer knappen Stunde zurück in der Scharte.

Dort war es ziemlich windig und wir verzogen uns hinter den großen Stein in der Mitte der Scharte, um eine kurze Pause zu machen und etwas anzuziehen. Als wir nach 10 Minuten aufbrechen wollten, fielen erste einzelne Tropfen. Wir kramten die Regenjacken raus, zogen sie an und standen auf, um abzusteigen. Und da sahen wir die Gewitterfront vielleicht noch 500 Meter von der Scharte entfernt auf uns zu rauschen.

Wir zogen eilends auch noch Regenhosen an und verpackten alles dicht und dann standen wir mitten drin, im Sturm mit Regenfluten und sogar Hagel. Wir sausten so schnell wie möglich nach unten, wobei ‘schnell’ bei mir ja immer sehr relativ ist. Es regnete wie aus Eimern und der Wind blies uns den Regen direkt entgegen. Es wurde umgehend recht kalt, ohne die Regenklamotten hätten wir ernsthaft gefroren. Zwei Mal war irgendwo ein Blitz und kurz drauf donnerte es, aber wir waren inzwischen mitten in den Wolken und sahen kaum was. Immerhin war etwas Zeit zwischen Blitz und Donner, aber man fühlt sich da doch ziemlich unwohl. Eine geeignete Stelle zum Unterstellen gab es nicht, also war Absteigen die beste Lösung. Weiter unten ist besser als weiter oben.

Nach einer Viertelstunde oder so ließ der Wind und der Regen etwas nach, da waren wir fast schon am unteren Ende des Geröllfelds. Auf dem Weg zur Hanauer Hütte ließ der Regen weiter nach und kurz davor hörte er auf.

Wir hatten eine kurze Diskussion, ob wir in der Hütte Pause machen sollten (ich: ja, bitte!, er: nein, zu voll!) und setzten uns dann in die nasse Wiese vor dem Marterl. Mein Knie brauchte nach dem langen und echt stressigen Abstieg wirklich eine Pause.

Wir blieben nicht lang und stiegen weiter zu den Rädern ab. Kurz vorher fing es wieder an zu nieseln. Wir zogen nur die Regenjacken an, aber das Nieseln war eine fiese Finte des Wetters, denn aus dem Nieseln wurde bald schon wieder richtig starker Regen. Als wir am Auto ankamen, waren wir patschnass und mega-dreckig von dem feinen Sand des Forstweges.

Auf dem Heimweg stellten wir die Heizung an und daheim gab es ein heißes Bad. Mitten im Hochsommer :-)


Idyllischer Start :-)


Das Bild, das in der Gegend immer sein muss. Hinten linkslich das Ziel.


Auf dem Weg zur Scharte.


Es geht los. Erst mal die Schuttrinne.


Dann viel und schönes Kraxeln, untebrochen von Gehpassagen.


In der Schlüsselstelle.


Das schlechte Wetter rückt an.


Oben!


Abstieg.


Und dann: Gewitter!


Eiliger Abstieg im Gewitterregen


Rückblick.


Kurz vor den Rädern das letzte Bild. Dann Regen.

Von engel am 28.08.2018 21:06 • outdoorbergmtb

Wochenendzusammenfassung

Dienstag, August 28, 2018

Am Donnerstag hatte der Kangoo - fast schon ein Oldtimer mit 11 Jahren ;-) - ohne die geringste Beanstandung TÜV bekommen. Wir feierten das am Freitag mit gutem, scharfen Essen und einem winzigen Gläschen Pflaumenwein :-)

Samstag war ein Arbeitstag und zwar richtig. Wir, also vor allem der beste Allgäuer von Allen, machten allerlei Drecks- und Bastel-Arbeit, die schon eine Weile fällig war. Ich machte Haushalt und zwischendurch Botengänge. Am Ende war alles erledigt. Wir auch ;-)

Am Abend genoß ich es, seit Wochen endlich mal wieder mit einer ‘richtigen’ Decke schlafen zu dürfen. Draußen hatte es 7 Grad und auch wenn das Haus noch richtig warm ist, war es erfrischend kühl im Schlafzimmer.

Am Sonntag hatten wir die vermessene Idee, dass es vielleicht, eventuell, unter Umständen, ja doch Pilze geben könnte. Wir nahmen die eine Pilzrunde auf den einen Berg und hatten mit dem inzwischen ordentlich zugewachsenen Aufstieg im Steilwald ganz schön zu kämpfen. Das war so anstrengend wie mindestens doppelt so viele Höhenmeter!

Zur Belohnung für 5 Stunden Suche und den echt fordernden Anstieg gab es Pilze: 3 kleine Steinpilze, ein kleiner Schusterpilz, ein paar Pfifferlinge, wenige Täublinge, 1 kleiner Perlpilz, 4 Boviste, 1 Semmelstoppelpilz. Geputzt waren das genau 178 Gramm. Wow! Aber immerhin ergab das ein sehr gutes Abendessen für 2 Personen, die Anstrengung hatte sich also gelohnt :-)

Geschmacklich zumindest, ich bin sicher, wir haben deutlich mehr Kalorien verbraucht als über die Pilze mitsamt der Bandnudeln und der Sahnesosse hinterher bekommen ;-) Sogar dann, wenn man Kaffee und Kuchen danach zur Ausbeute hinzu rechnet.


Im leeren Wald


Durch nasses Gebüsch


Im Steilwald (dabei ist es da schon wieder flacher!)


Durchwurschteln (und immer auf die Pilztasche achten!)


Die Ausbeute

Von engel am 28.08.2018 05:07 • diary

Montag halt

Montag, August 27, 2018

Der Wecker um vier traf mich in einer ungünstigen Phase, glaube ich. Aufstehen war schwer, Nach München fahren war anstrengend und bis zum ersten Kaffee war ich echt müde. Dann wurde es aber besser.

Ich hatte am Freitag in Erwartung des kühlen Wetters am Wochenende sowohl das Fenster als auch die Balkontür gekippt gelassen und musste in der Früh feststellen,  dass das vielelicht ein wenig über-enthusiastiosch gewesen war. 21 Grad im Bad (immer der wärmste Raum), etwa 18 Grad im Wohnzimmer. Mit Fleece-Jacke und Heissgetränk war das Frühstück aber gut aushaltbar.

Radeln war kühl (9 Grad, glaube ich) und ich brauchte vormittags dann sogar mal einen Pulli. Toll!

Am späten Nachmittag ging ich ins Kino und sah Christopher Robin. Sehr nett, auch wenn ich ernsthaft drüber gestolpert bin, dass sich C.R. eher um Pooh kümmert, als um seine Tochter. Aber der ganze Film würde natürlich nicht funktionieren, wenn C.R. das gemacht hätte.

Abends dann Bettchen mit richtiger Decke. Hach!

Von engel am 27.08.2018 23:00 • diary

Sonntag, 12.08.2018: Ausweichgipfel

Freitag, August 24, 2018

An sich hatten wir uns eine größere Tour für Sonntag ausgesucht, aber wir fühlten uns beide in der Früh etwas erkältet. Zudem hatte ich nach der Test-Tour vom Vortag leichten Muskelkater und der beste Allgäuer merkte seine Verletzung noch ziemlich. Eine weitere ‘Eingehtour’ schien uns ratsam.

Bei der Überlegung wohin wir gehen sollten, gewann ein abgelegener Gipfel im Ostrachtal, allerdings war das am Ende dann doch mehr, als wir (ohne in die Karte zu schauen) gedacht hatten. Erst mal parkten wir aber ahnungslos am üblichen Parkplatz vor Hinterstein und freuten uns in angenehmer Kühle zum Giebelhaus radeln zu können.

Wir waren zwar nicht allzu früh dran - die Entscheidungsfindung und das Aufraffen hatte dann doch eine Weile gedauert - aber bis uns dann die vielen E-Biker einholten, dauerte es doch eine Weile. Wir radelten am Giebelhaus vorbei, noch die beiden Kurven hoch und bogen dann links ab. Aus der OSM war nicht ersichtlich, ob und wie weit die Forststraße radelbar sein würde, deswegen war es sehr erfreulich, dass wir tatsächlich problemlos bis zum Ende kamen.

Wir parkten die Räder an einem Baum und liefen dem sanft ansteigenden sich in vielen Kehren den steilen Hang hinauf windenden Pfad nach (das muss ein alter Weg sein, so legt man Wege für Leute, die Lasten tragen müssen, an). Der Pfad führt lang durch lichten Mischwald und kommt dann auf sanftem Almgelände raus. Nervig ist dann allerdings, dass es keinen Durchlass auf das Almgelände gibt und man über einen ziemlich hohen Stacheldraht steigen muss.

Der Pfad führt weiter sanft geneigt in wirklich vielen Kehren zum Hüttle vor dem Kar hinauf. Ich schaute mir das Gelände schon mal gut an, um beim Abstieg nachher ideal abkürzen zu können.

Nach dem Hüttle geht es noch ein Stück geradeaus ins Kar, dann ist der Weg erst mal weg. Man steigt mehr oder weniger weglos im Geröll zu einem Felswanddurchlass hinauf und findet dort wieder Steigspuren, auf denen man einigermaßen bequem (wenn auch steil) in die Scharte zwischen Kopf und Köpfle geleitet wird. Danach ist es nicht mehr weit bis zum Gipfel.

Wir hatten 4 Leute im Kar im Abstieg getroffen und hatten nun den Gipfel ganz für uns allein. Wir genossen die Aussicht und gingen dann ein paar Meter runter, wo eine schöne grasige Mulde zur Pause einlud (der Gipfel selbst ist geröllig). In dieser sonnigen windgeschützten Mulde schliefen wir beide ein und wachten erst auf (nach einer guten halben Stunde), als jemand an uns vorbei ging. Hui! Da hatte wohl jemand Pause nötig!

Nachdem wir uns wieder derrappelt hatten (wenn man in der Sonne schläft, wacht man ja ziemlich desorientiert wieder auf), stiegen wir in die Scharte ab und erkletterten noch das Köpfle. Da hat es in der Mitte eine blöd überhängende Stelle mit Riesenschritt und ohne gute Griffe (glaube ich), die ich ohne das Drahtseil vermutlich nicht hinauf gestiegen wäre, weil ich Bedenken beim Abklettern gehabt hätte (man würde da ordentlich tief fallen). Die war schon beim letzten Mal total doof. Allerdings fand ich diesmal einen besseren Weg wieder runter. Na also.

Der weitere Abstieg war dann problemlos. Erst mal zum Hüttchen und dann einfach geradeaus über die Wiese runter bis zur letzten Kehre. Danach ist man bald im Wald und spaziert halt die Serpentinen runter. Da geht Abkürzen dann nicht mehr, das Gelände ist da echt steil.

Auf dem Rückweg kehrten wir noch im Giebelhaus ein, wo es guten Kaffee und Kuchen (wenig Auswahl, es gab genau eine Sorte) gab. Wobei, Letzteres ist natürlich Geschmacksache. Wenn man keine Johannisbeeren mag, kann der Kuchen drum rum noch so OK sein, das wird dann nix mehr. Ich fand den Kuchen übrigens echt OK :-)


Im Ostrachtal


Die letzten Meter auf der Forststraße


Gemütlicher Anstieg im Wald


Im Almgelände. Ausgestreckte Arme um zur Kühlung das leise Lüftchen einzufangen ;-)


Anstieg zur Scharte


Rückblick knapp vor der Scharte


Am Vorgipfelchen


Gipfelbild


Auf dem Weg zum Köpfle


Abstieg vom Köpfle


Almwiesenabkürzer


Rollen lassen an der Ostrach

Von engel am 24.08.2018 17:17 • outdoorbergmtb

Samstag, 11.08.2018: Vorsichtiger Anfang

Freitag, August 24, 2018

Nach beiden Pause-Wochenenden wollten wir den Urlaub vorsichtig beginnen. Wir suchten uns also eine Tour mit viel Radeln und nicht ganz so viel Berg ohne potentielle Überfüllung aus, parkten den Kangoo am Mäkkie vor Oberstdorf luden die Räder aus. Meines war super-sauber, netterweise mit-geputzt vom besten Allgäuer von Allen und strahlte wie frisch aus dem Laden raus.

Auf dem Weg über Tiefenbach ins Rohrmoostal war es erst mal ganz schön frisch, aber nach Tiefenbach kamen wir in die Sonne (die immer wieder von Wolken verdeckt wurde) und es ging endlich bergauf, da wurde es uns wärmer. Anfangs waren wir noch ziemlich allein unterwegs, aber mit der Zeit wurden wir immer öfter von E-Bikern überholt. Trotzdem war es nicht wirklich voll.

Wir radelten an Rohrmoos vorbei und bogen schließlich links auf einen Forstweg ab, auf dem wir bald den etwas versteckten Abzweig erreichten. Wir stellten die Räder im Wald ab und gingen los. Der Weg ist schmal und steil und war stellenweise erstaunlich feucht, hier die festen Stiefel anzuziehen war keine schlechte Idee gewesen :-)

Am Sattel gingen wir nach rechts und krabbelten die kleine grasige Rinne zum Gipfel hinauf. Am Gipfel saßen zwei Leute (die einzigen, die wir bisher abseits der Straße gesehen hatten), deswegen ließen wir uns in einer kleinen Senke ein Stück unterhalb nieder. Zwar war inzwischen die Sonne weitgehend Wolken gewichen, aber in der Senke war kein Wind, deswegen war es da ganz angenehm.

Als die beiden Gipfelbesetzer abstiegen, gingen wir noch kurz rüber (Fotos müssen natürlich sein) und stiegen dann wieder ab. Die Rinne ist ja nicht schwer, aber halt recht grasig. Da vertraue ich den Stiefeln ja nicht sehr, aber alle Tritte hielten problemlos.

Als wir die Räder aus dem Wald bugsiert hatten, gab es noch eine kleine Pause, denn an der Forststraße hat es rechts und links Himbeersträucher und die trugen satt. Sowas kann man ja nicht komplett ignorieren. Ich aß mehrere Handvoll und war begeistert, der beste Allgäuer von Allen findet Himbeeren zu sauer und zu kernig.

Auf dem Rückweg kehrten wir noch in der Alpe Schattwald ein, dann sausten wir zurück zum Auto.


Auf dem Weg ins Rohrmoostal


Aufstieg


Im interessanten Gelände kurz vor dem Sattel


Die grasige Rinne


Gipfel


Abstieg

Von engel am 24.08.2018 17:08 • outdoorbergmtb

Sauerkrautkoma

Donnerstag, August 23, 2018

Weil der Mittwoch gar so anstrengend war, schlief ich ein wenig länger und stand erst um halb sechs auf. Und ich fühlte mich tatsächlich etwas erholter :-)

Im Büro geht der Ausbau der Etage weiter. Inzwischen sind die Locker angekommen, aber wie die verteilt werden sollen, ist noch unklar (da gibt es praktikabel platzierte und sehr unpraktisch platzierte Locker - 3 cm über dem Boden, beispielsweise und für eher kleine Leute wie mich sind die ganz oben auch ein wenig problematisch). Also ist momentan alles beim Alten, wir haben alle Zeug um uns rum und von Clean Desk und Super-Duper-Mobility kann momentan nicht die Rede sein. Naja, wird schon noch werden ...

Am späten Nachmittag wurde es dunkel über dem Münchner Süden und wir erwarteten alle fürchterliche Gewitter. Ich ging erst mal ins Kino und sah Sauerkrautkoma. Wie nicht anders zu erwarten, ist der Film prima und ich habe mich die ganze Zeit über prächtig amüsiert. Ich hab ja versucht, die Bücher der Reihe zu lesen, aber mir gefallen die Filme einfach besser. Nicht zuletzt auch wegen Eisi Gulp, den ich schon seit ewig super finde :-)

Als ich aus dem Kino kam, hatte ich eigentlich erwartet, mitten im Gewitter zu stehen oder zumindest dass alles nass sei. Aber nix war. Es war trocken und dampfig und noch immer sehr sehr düster im Münchner Süden. Ich kam trocken heim und auch wenn es dann immer wieder ein wenig windete, regnete es nicht. Und die Wohnung war noch immer sehr sehr warm.

Von engel am 23.08.2018 23:00 • diary

Klettertag

Mittwoch, August 22, 2018

Morgens rang ich wirklich lang mit mir, ob ich radeln oder mit dem Auto fahren sollte. Den Ausschlag gab am Ende, dass für diesen Tag nicht mal Gewitter angekündigt waren und dass ich mich im heissen Auto dann halt doch ein wenig ärgern würde. Auf dem Rad wäre ich halt heiss und kaputt beim Heimradeln, aber naja, das ist dann halt Training ...

Das neue Büro ist inzwischen geputzt und gesaugt und sieht für mich echt OK aus. Ich bin eh sehr zufrieden mit meinem Cockpit ;-) Nun fehlt noch die die Vervollständigung der Küchen-Einrichtung (Der Wassersprudler soll erst in 2 Wochen kommen und die ‘offizielle’ Kaffeemaschine steht zwar rum, ist aber noch nicht angeschlossen. Immerhin geht der Kühlschrank.) und eben die Locker, in denen wir unser Zeug deponieren können. Wenn die montiert sind, wird sich das Büro-Leben normalisieren.

Auf dem Weg zur Kletterhalle war es echt heiß (knapp 30 Grad), aber inzwischen habe sogar ich mich fast dran gewöhnt. Fast. Wir kletterten im Schatten (der R. schlägt Sonne inzwischen schon gar nicht mehr vor ;-)) und bei leichtem Wind, das war grad so aushaltbar. Beim Klettern war man schweißgebadet, beim Sichern trocknete man langsam wieder ab.

Klettern lief so mittelgut. Die eine 6+/7-, wo ich bislang immer am oberen Überhang gescheitert war, kletterte ich im Nachstieg und konnte mich an den halbrunden Bällen da oben grad eben so hochwurschteln. Der R. sagt da so lässig, man müsse halt einfach klammern, aber das da oben ist immer noch leicht überhängend und da krieg ich das einfach nicht hin. Dann versuchte ich mich an einer 6+ vom Herrn Zeidelhack und scheiterte grandios schon an der zweiten Sicherung (und die erste konnte ich nur mit ‘Fehlgriff’ einhängen). Immerhin bescheinigte der R. der Route nachher, dass man die guten Gewissens auch mindestens einen halben Grad schwerer bewerten könne. Die letzte Route hatte ich dann schon wieder so gestresste Handflächen, dass ich mich kaum mehr festhalten konnte. Danach war es dann aber schon so voll, dass der R. auch nicht mehr wollte und wir aufhörten (sonst sichere ich dann halt nur noch). Alles in allem war es natürlich super, weil Klettern ist immer super! :-)

Der Heimweg war wie erwartet echt anstrengend und dann war auch noch beim Italiener mit dem feinen Eis eine total lange Schlange. Da hatte ich dann keine Lust drauf und radelte weiter heim. Nach einer (für mich) sehr kühlen Dusche und Trinken udn Essen gings dann wieder. Früh ins Bett.

Von engel am 22.08.2018 23:00 • diary
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