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Noch nicht ganz da

Montag, Oktober 09, 2017

So richtig hier in der Zeit bin ich noch nicht angekommen. Als mich Sonntag Nacht der beste Allgäuer von Allen mit einem Hustenanfall weckte, war ich umgehend WACH und konnte nicht mehr einschlafen. Ich packte also um halb zwei mein ganzes Geraffel zusammen und düste nach München (wunderbarst leere Straßen). Dort legte ich mich nochmal schlafen und hatte dann übelste Schwierigkeiten, in der Früh wach zu werden. Irgendwann klappte es dann aber doch.

In der Arbeit gab es einen deutlich kleineren Mail-Berg als ich erwartet hatte, ich war schon gegen Mittag durch :-) Ein paar Mails stehen noch ungeöffnet in der Inbox, da stecken längere Dokumente und Videos drin, für die brauche ich mehr Zeit.

Wegen der langen Kaffee-Abstinenz (Südamerika zeichnet sich nicht durch guten Kaffee aus und ich habe sehr oft Tee getrunken), habe ich mal wieder den FairTrade-Kaffee-für-umsonst-Automaten ausprobiert, aber der ist noch immer so ‘Pfui Deibel!’ wie ich in Erinnerung habe. Ich habe den Kaffee weggeschüttet und werde weiterhin auf die Jura des Kollegen zurückgreifen.

Abends gab es - wie sollte es anders sein? - Kino: Lucky Logan. Auf den hatte ich mich schon vor dem Urlaub sehr gefreut, weil die Vorschau so schön absurd schien. Aber alles was witzig und absurd war, wurde in der Vorschau quasi schon abgehandelt und so blieb der Film eher mittelmäßig und weitgehend vorhersehbar. Aber immerhin unterhaltsam - Daniel Craig als durchgeknallter ‘Joe Bang’ ist Klasse.

Von engel am 09.10.2017 22:00 • diary

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Sonntag, Oktober 08, 2017

Seit Sonntag in der Früh um eins. Uff!

Zusammengefasst war der Urlaub großartig, interessant, anstrengend, weitgehend erfolgreich und etwas enttäuschend. Er wird uns auf jeden Fall noch eine ganze Weile lang beschäftigen, nicht zuletzt deswegen, weil wir natürlich haufenweise Bilder und Filmchen mitgebracht haben ;-)

Großartig und interessant’ war vor allem der touristische Teil in Peru. Wir sahen so viele unterschiedliche Dinge, Stätten, Gebäude - so gut wie immer begleitet von einem wissenden Guide, der unendlich viel erklärte - dass die Menge an Informationen nahezu unüberschaubar war. Es wird eine Weile dauern, das alles anhand der Bilder und mit Hilfe von Reiseführern und Wikipedia auseinander zu sortieren.

Anstrengend’ waren die Berge. 6000er sind so schon fordernd, wenn man dann aber noch dazu 4 Wochen lang eine Erkältung mit sich rumschleppt (meinereine vor allem) und immer wieder Spaß mit südamerikanischen Darmviren hat (wir beide, aber auch wieder hauptsächlich ich), dann wird aus fordernd schnell überfordernd. Ich war noch nie so fertig wie auf dem Coropuna, es ist ein Wunder, dass ich es wieder runter geschafft habe.

Und das erklärt dann auch ‘weitgehend erfolgreich und etwas enttäuschend’: Der beste Allgäuer von Allen musste lediglich den Chachani wegen einer intensiven Erkältung auslassen, ich habe aber leider von den erhofften 5 6000ern genau 2 geschafft. In Bolivien war ich so gebeutelt von Erkältung und Durchfall, dass ich erst abbrechen musste und dann nicht mal los gehen konnte. In Peru hätte ich den Chachani vielleicht hinbekommen können, aber da dachte ich ja noch, dass ja in Bolivien noch 2 Möglichkeiten warteten und habe zugunsten von Kraft sparen für den Coropuna abgebrochen, als sich abzeichnete, dass meine Energie aufgebraucht war.

Ich schwanke noch immer zwischen ‘Ich habe versagt!’ und ‘Immerhin 2 geschafft, trotz der Probleme.’ und kann mich nicht so Recht entscheiden, ob ich einfach zu schnell aufgegeben habe (hohe Berge besteigt man im Wesentlichen mit Willen) oder ob es richtig war, dem kranken Körper nachzugeben. Natürlich tendiere ich zu letzterem, ohne Energiezufuhr kann man nichts leisten, aber der Zweifel bleibt. Eines ist sicher: so schwer wie in diesem Urlaub sind mir hohe Berge noch nie gefallen. Bei Weitem nicht!

Allerdings: So hoch wie am Coropuna war ich auch noch nie. 6435m!

Von engel am 08.10.2017 22:00 • diary

Fertig

Sonntag, September 10, 2017

Alles ist verpackt und steht reisebereit im Gang. Die Chilifarm ist abgebaut, bzw. zu freundlicher Pflege verbracht. Die Ernte ist verarbeitet und eingefroren.

Obwohl wir versucht haben, uns wirklich einzuschränken und wirklich nur das Nötigste mitzunehmen: es sind doch 3 Taschen geworden. Selbst wenn wir die Expedtionsstiefel angezogen hätten, die beiden wasserdichten Ortliebs sind einfach nicht groß genug für die gesamte Expeditionsausrüstung und das bisserl Normalkleidung, das wir sonst noch dabei haben.

Luxus sind zugegeben die beiden dicken Daunenjacken, die uns am Abend im Hochlager angenehmer wärmen sollen als 3 Jacken übereinander anzuziehen. Sonst glauben wir, wirklich jedes einzelne Kleidungsstück zu benötigen. Naja, bis auf den Helm, der echt doof zu verpacken war, aber auf den besteht die Agentur und wenn wir schon einen haben müssen, dann doch lieber den eigenen.

Die Kommentare schalte ich ab. Dass es hin und wieder eine kurze Meldung von irgendwo gibt, ist durchaus möglich, aber versprechen möchte ich nix. In 4 Wochen (oder so) geht es hier weiter :-)

Von engel am 10.09.2017 17:58 • diary

Heimarbeit

Freitag, September 08, 2017

Um halb eins machte ich Schluß. Abwesenheitsmeldung, entferntes Büro-Notebook runter fahren, Urlaub!

Vormittags saust ich kurz zur Hauptsparkasse in der naiven Annahme, da könne ich schnell ein paar peruanische Sol und bolvianische Bolivar (oder waren das Bolivianos?) mitnehmen. So einfach ist das nicht. Exotische Währungen muss die Bank bestellen und die Lieferung dauert mindestens 3 Werktage. Pffff! Na, dann halt nicht. Peru und Bolivien haben ATMs und an denen funktioniert die Mastercard.

Am Vortag hatte die Kemptner Wasserversorgung einen sehr suspekt (also unprofessionell und nachgemacht) aussehenden Zettel eingeworfen, man wolle einen Termin mit uns vereinbaren. Bevor ich da anrief, rief ich erst mal an der offiziellen Stelle an. Doch, das sei korrekt, die Monteure würden solche Zettel einwerfen. Die Handynummer wurde mir dann auch bestätigt.

Die Monteure hatten auch gleich Zeit und nun wird im Oktober nochmal was am neuen Wasserzähler gemacht. Auf meinen Hinweis, dass der Zettel ja wohl höchst suspekt aussehe, meinten die beiden Herren, dass das schon mehr Leute gesagt hätten, aber sie bekämen keinen neuen. Ich sag da mal nix zu.

Am Nachmittag begann der beste Allgäuer von Allen damit, die Chili-Farm abzubauen. Mordsarbeit und es ist echt schade, da würden noch sooo viele Früchte kommen. Ich beschäftigte mich mit Einkaufen und Expeditions-Apotheke und half dann noch ein wenig mit. Wir wurden beinahe fertig mit dem Abbau. 6 Pflanzen stellen wir zur angefreundeten Schwiegermutter.

Von engel am 08.09.2017 22:00 • diary

Hin und Her

Mittwoch, September 06, 2017

Zur Zeit ziehe ich mich ja immer warm an, aber bei 16 Grad in der Früh nahm ich dann doch die kurze Hose. Kaum war ich fertig aufgerödelt, fing es an zu regnen. Ich ging also zurück in die Wohnung und zog Regenklamotten über. Nach 5 Minuten Radeln war es wieder trocken und es dauerte nicht lang, dann war es mir so heiß in der Regenjacke, dass ich die wieder ausziehen musste. Das ging auf dem Weg ins Büro noch ein paar Mal so hin und her, aber die Regenkleidung zog ich nicht mehr an. Ich wurde einfach mal mehr, mal weniger nass. Im Büro wartet ja immer trockene Kleidung auf mich.

Den Tag über konnten wir immer wieder mal Hubschrauber sehen, die über dem Olympia-Gelände kreisten (Eröffnung der Gedenkstätte). Zwischendurch wurde auch mal der Mittlere Ring gesperrt, ganz sicher zur Freude aller Pendler in München.

Nach der Arbeit radelteich gemütlich heim und räumte ein wenig mehr auf als ich normalerweise vor einem langen Urlaub wohl getan hätte. Noch steht ja im Raum, dass der große Neffe da vielleicht für eine Weile einzieht. Ich bin sicher, nach dem Urlaub freue ich mich darüber, jetzt wenigstens halbwegs Ordnung geschaffen zu haben ;-)

Von engel am 06.09.2017 21:00 • diary

Kein Wunder ...

Dienstag, September 05, 2017

... dass ich halb krank geworden bin. In unserem Großraumbüro klingt es derzeit wie in einem Krankenzimmer - von überallher hustet und schnupft es und die Hälfte der Leute hat kaum eine oder eine raue Stimme. Und die Klimaanlage verteilt die Viren dann alle schön gleichmäßig, so dass jeder Virus auch wirklich an jeder Nase mal vorbei kommt. ‘Richtig’ krank ist allerdings keiner, ich kann schon verstehen warum die alle da sind. Ich bin ja auch hier.

In einem Anfall von geistiger Umnachtung habe ich mich breit schlagen lassen, im äußersten Notfall, wenn alle Stricke reißen und sich sonst nichts findet, in meiner Abwesenheit (zunächst jedenfalls) meine Wohnung dem großen Neffen zu überlassen, der irgendwo in München ein Praktikum macht oder machen will. Anfangs dachte ich ja, das soll für 2 Jungs gelten, aber es ist glücklicherweise nur der Neffe. Das erfordert dann auch noch ein paar Vorbereitungen vor dem Urlaub :/

Zu den Urlaubsvorbereitungen gehört auch, dass ich immer wieder nachschaue, was der Sabancaya macht. Die letzten Tage gab es da ein paar sehr schöne Webcam-Bilder:

Nach wie vor wäre der Ampato der interessantere und (normalerweise) auch schönere Berg, aber das wird ganz bestimmt nichts. Abgesehen davon, dass der Sabancaya keine Anstalten macht wieder ruhig zu werden ist da jetzt bestimmt alles voller Asche statt Schnee und Eis. Unser Ersatz-Berg, der Hualca Hualca wird vermutlich ein echter Saubuckel, wenn ich die Satellitenbilder richtig interpretiere. Hoffentlich haben wir wenigstens schöne Sicht auf Ampato und Sabancaya.

Nach langem Arbeiten radelte ich zum Cinema und gönnte mir im Pinocchio den vermutlich letzten Eisbecher der Saison. Dann sah ich The Hitman’s Bodyguard. Es gab viel Action, der Film ist durch und durch witzig und macht einfach nur Spaß ich habe mich großartig amüsiert. Ein würdiger letzter Film vor dem Urlaub :-)

Auf dem Heimweg kreisten Hubschrauber über dem Königsplatz, viele Polizeiautos standen umher und es waren einge Straßen gesperrt. Nanu?

Von engel am 05.09.2017 22:00 • diary

Nicht gut

Montag, September 04, 2017

Nach wie habe ich Erkältungssymptome. Husten, rauer Hals, Schleim. Ganz toll, ich will nicht krank nach Südamerika reisen. Bislang schaut es immerhin so aus, als hätte sich der beste Allgäuer von Allen nicht angesteckt. Ich hoffe das bleibt so! Mich tröste ich damit, dass es jetzt in 2 Tagen nicht schlimmer geworden ist und deswegen wahrscheinlich in 2 Tagen weg sein wird. Unterdessen versuche es weiter mit viel Schlaf und Geruhsamkeit. Radeln tu ich natürlich trotzdem, aber gemütlich.

Im Cinema sah ich Atomic Blonde. Ich muss gestehen, dass die Handlung so schnell und teilweise verwirrend ist, dass ich nicht immer und überall mitgekommen bin. Aber das geht mir bei Verwirrspiel-Thrillern immer so. Ich glaube ja, da soll man ständig überrascht werden und keiner kommt da wirkich mit. Toll im Film war die Musik, die Farben (der Westen in gedämpften Farben der Osten fast nur grau, so habe ich das auch in Erinnerung) und die Agentin, die die ganzen Männer allesamt in die Tasche steckt.

Von engel am 04.09.2017 20:39 • diary

Bitte nicht!

Sonntag, September 03, 2017

Samstag Nachmittag/Abend hatte ich schon so ein ‘hohles’ Gefühl in der Lunge und musste gelegentlich trocken husten. Ich hielt mit superscharfem Essen (‘Ausbrennen’, ob das wirklich was hilft?), Kräuterschnaps (Blutwurz) und lange Schlafen dagegen.

Sonntag in der Früh war ich allerdings trotz Ausschlaf-Plänen um 6 unwiderruflich wach. Nach dem Aufstehen: leichtes Halsweh und Husten. Ich packte mich und meinen Hals warm ein und hoffte auf das Beste. Bis zum Nachmittag fühlte ich mich langsam immer besser. Hoffentlich war es das mit der Erkältung und hoffentlich hat sich der beste Allgäuer von Allen nicht angesteckt!

Den Tag über war draußen Sauwetter, drinnen dadelten wir an Bildern und den GPS_Daten für den Urlaub rum. Weder für den Hualca Hualca noch für den Coropuna liessen sich GPS-Tracks im Netz finden, aber anhand der Höhenprofile aus der OSM, Routenbeschreibungen und Satelliten-Bildern (da sieht man, wenn man genau schaut und Glück hat die Jeep-Tracks) suchte ich mir schon mal die vorraussichtlichen Aufstiegsrouten heraus. Ich bin jetzt sehr gespannt wie sehr sich das dann von den realen Routen unterscheidet :-)

Das kleinste Schwesterle ist nach 4 Jahren aus dem afrikanischen Exil wieder in Berlin gelandet. Die Erleichterung und die Freude daruber purzelte fast spürbar aus dem Handy. Willkommen zurück, Kleine!

Von engel am 03.09.2017 22:00 • diary

Regensamstag

Samstag, September 02, 2017

Eine gute Woche noch bis zum Urlaub. Zum Packen ist das noch zu früh, aber es findet sich doch immer was, was man schon mal vorher machen kann. Da nächstes Wochenende dann auch das Ende der Chili-Farm ansteht und das viel Arbeit sein wird, kann es nicht schaden, schon vorab was zu tun ;-)

Apropos Chili-Farm. Schaut so aus, als könnten wir doch einen guten Teil der interessanten Pflanzen anderswo zur Pflege unterbringen. Die angefreundete Schwiegerma hat eine große Garagenwand, an der wir einiges unterbringen können und versprach alles, was reif wird, einzufrieren. Und möglicherweise werden wir einen weiteren Teil der Chili-Pflanzen dem angefreundeten Schwippschwager - oder wie immer die Bezeichnung lauten mag - überlassen. Scheinbar ist der eh schon ein rechter Chili-Head :-)

Den besten Allgäuer von Allen erleichtert das sehr. Nachdem die Farm ja doch mit viel Arbeit und Herzblut aufgebaut wurde (ich nutzniesse ja quasi nur, indem ich die Früchte esse) ist es jetzt eine Erleichterung, dass wir die Farm nicht direkt einstampfen müssen :-)

Die Reise-Unterlagen sind inzwischen auch da und ich konnte endlich meine GPS-Daten vervollständigen (Hotels eintragen, dann können wir uns schon mal nicht verlaufen :-)). Was ich jetzt auch weiß: Wir werden mit uns 7 Leute sein. 6 Männer und ich. Ich bin grad unentschlossen, wie ich das finde.
(Ich werde also vermutlich mal wieder die Langsamste und Schwächste sein. Naja, nix Neues, das bin ich ja schon gewöhnt. Aber ich wette, ich bin, die, die die Reise am genausten kennt und fast so gut wie die Guides weiß wo was ist ;-))

Gleich wird es scharfes Thai-Essen mit weitgehend selbst angebauten Gemüse geben. Yummie!

Von engel am 02.09.2017 18:11 • diary

Südamerika

Donnerstag, August 31, 2017

So, jetzt aber: der Urlaub.
Achtung, länglich :-)

An sich hatte ich mit ‘richtig’ Urlaub für dieses Jahr ja schon abgeschlossen, denn nach dem erfolgreichen Schienentest war ich ja fest entschlossen, mein Knie operieren zu lassen. Als da dann doch nichts draus wurde, war ich zwar irgendwie froh, aber halt auch einigermaßen niedergeschlagen, denn der kurze Anflug Hoffnung auf Besserung hatte sich ja unerwartet schnell wieder in Luft aufgelöst.

Der beste Allgäuer von Allen schlug dann vor, nochmal einen Versuch an hohen Bergen zu wagen, bevor wir entweder zu alt oder zu kaputt dafür sind und lieferte kurz drauf auch den perfekten Vorschlag: Kultur und Hohe Berge in Südamerika. 3 Vulkane - Chachani, 6075m, Ampato, 6288m, und Coropuna, 6425m - perfekt für Fußlahme wie mich (wenig Abstieg) und ein Traumziel - Machu Picchu - ist auch dabei.

Beim genaueren Betrachten der Reise und der Daten sprang mich an, dass kurz nach dem Ende der offiziellen Reise der dritte Oktober mit wenig Aufwand an Urlaubstagen leicht eine weitere Woche anzuhängen wäre. Wenn man eh schon weit weg ist, wäre es ja schade drum, diese Woche quasi zu verschenken.

Ich brauchte nicht lang, um eine Ergänzung zu Peru zu finden: 2 leichte 6000er in Bolivien - Acotango, 6040m, und Parinacota, 6348m - noch dazu welche, an denen wir schon gescheitert waren (Acotango: Zufahrt verschüttet, Parinacota: wegen Mulmigkeit abgebrochen). Mit Diamir, der Agentur, die die ursprüngliche Reise anbot, hatten wir ja schon sehr gute Erfahrungen in Afrika gemacht und eine individuelle Reise zusammengestellt bekommen, die sonst so eher nicht durchgeführt wird.

Und auch diesmal klappte das: Diamir machte aus meinem Bolivien-Vorschlag mit minimalen Änderungen eine individuelle Verlängerung für den besten Allgäuer von Allen und mich, die sowohl noch ein wenig mehr Kultur (La Paz), als auch Erholung (heiße Quellen :-)) und eben die beiden Vulkane beinhaltete und uns trotzdem am folgenden Samstag wieder nach Hause bringen würde. Wir ließen uns den Urlaub genehmigen und buchten.

Der einzige Teil der Reise, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, war, wie wir von Arequipa nach La Paz kommen würden. Diamir hatte eine Busfahrt vorgesehen und wollte Bescheid geben, sobald die Angebote der lokalen Agenturen da seien. Als ich Anfang August noch keine Informationen hatte und nachfragte, stellte sich heraus, dass der vorgesehene Bus seit diesem Jahr nicht mehr fährt und dass derzeit Alterativen recherchiert würden.

Weia!

Dass, sowas zentrales 6 Wochen vor der Reise noch nicht in trockenen Tüchern war, fand ich beunruhigend. Eigene Recherchen brachten mich nicht sehr weit, weil die englischen Seiten alle nur die Busfahrt vorschlugen und lobten.

Zum selben Zeitpunkt bekam ich auch mitgeteilt, dass der Ampato wohl ausfallen müsse, weil der Sabancaya - ein aktiver Vulkan direkt daneben - momentan ausbricht und Asche auf den Ampato spuckt oder spucken könnte. Man arbeite daran, einen Ersatzberg zu organisieren, es würde wohl der Chucura werden, der sei sehr schön mit vielfarbigem Gestein und so.

Nach dem Telefonat recherchierte ich erst mal. Ohja, der Sabancaya bricht gerade aus, und er ist wirklich nicht weit weg vom Ampato, der gerade die ganze Asche abbekommt. So ein Sabancaya-Ausbruch war auch der Grund warum man 1995 die Mumie des Inca-Mädchens Juanita gefunden hat. Ein recht aktuelles Bild vom Sabancaya sieht so aus:

Mit einem Vulkan mag man sich ja nun wirklich nicht anlegen, aber der Chucura als Ersatz? Grad mal 5260m hoch und nur 500 Höhenmeter von der Teerstraße entfernt? Der Allgäuer und ich fanden nicht, dass das ein wertiger Ersatz wäre, allerdings muss man zugeben, dass sich nicht allzuviele ‘wertige’ Ersatzberge in vertretbarer Nähe und Schwierigkeit finden ließen. Schon gar nicht ohne richtige Karte und Führer.

Ich recherchierte und las viel und landete schließlich beim Hualca Hualca. Immerhin auch ein 6000er, wenn auch nur ‘grad so’, und laut Internet und meinem Andenbuch problemlos besteigbar, aber immer noch reichlich nahe am Sabancaya. Ich nahm an, dass die Experten vor Ort ja wohl wissen müssten, ob die 12-Kilometer-Sperrzone bis zum Hualca Hualca und einer potentiellen Aufstiegsroute reicht und schlug Diamir diesen Vulkan als Ersatz vor.

Nach wenigen Tagen kam dann die erfreulichen Nachrichten, dass erstens der Transfer von Arequipa nach La Paz endlich in trockenen Tüchern sei (echt umständlich: erst mit dem Nachtbus nach Cuzco, dann mit dem Flieger nach La Paz) und dass zweitens ja, der Hualca Hualca mit etwas Aufpreis (da ist ein Marsch zum Hochlager erforderlich, man braucht also Träger und Tiere und was weiß ich) durchaus machbar sei. Allerdings müssten natürlich erst mal die anderen Reiseteilnehmer (aktueller Stand: 4 oder 5 andere) auch befragt werden und zustimmen. Ich hatte keinerlei Zweifel, dass die alle zustimmen würden und so war es auch. Yay! Ein Berg!

Und so sieht die Planung jetzt aus:

  • Mit der Bahn nach Frankfurt
  • Mit dem Flugzeug nach Madrid, dann nach Lima, dann nach Cuzco
  • Peruanische Kultur: Cuzco, allerlei Inka-Ruinen und Märkte, Machu Picchu, Titicacasee, schwimmende Inseln, Arequipa, allerlei spanisches Zeug wie Kirchen und Paläste. Und natürlich Geschichte zuhauf.
  • So weit ich das beurteilen, kann eine sehr sinnvolle Akklimatisation, die auch mir taugen dürfte
  • Peruanische Berge: Der Berg über Machu Picchu, ein Hügel am Titicacasee, Chachani, Hualca Hualca und Coropuna (Dass wir die alle schaffen, ist unwahrscheinlich. Da kann einem so viel in die Suppe spucken: Wetter, Akklimatisation, Kondition, Umstände. Aber immerhin 3 Chancen, da sollte doch irgendwas gehen.)
  • Dann mit dem Nachtbus (von Cruz del Sur) von Arequipa nach Cuzco und mit dem Flugzeug weiter nach La Paz
  • Bolivianische Kultur: La Paz, Sajama Nationalpark, Heiße Quellen
  • Bolivianische Berge: Acotango, Parinacota (Hier gilt natürlich auch: dass wir alle beide schaffen, ist ein wenig unwahrscheinlich, wieder wegen Wetter, Kondition und Umständen, aber einer sollte doch gehen.)
  • Heimflug von La Paz nach Lima, dann nach Madrid und Frankfurt
  • Mit der Bahn zurück ins Allgäu

Und dann etwa 10.000 Bilder sortieren :-)

Von engel am 31.08.2017 18:54 • diary
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