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Grauer Tag

Donnerstag, Januar 11, 2018

Beim Aufstehen war draußen dicker Nebel, ich konnte kaum bis zum gegenüberliegenden Haus sehen. Bis zum Losfahren hatte sich der Nebel etwas gelichtet, aber alle Autos waren dick und weiß eingeeist. Da freut man sich doch, wenn man radeln darf ;-)

Im englischen Garten hatte ich beinahe einen Unfall, denn direkt vor mir sauste eine Maus (also glaube ich) über den Weg. Sie rannte so knapp vor meinem Vorderrad über den Weg, dass ich nicht mal hätte anhalten oder ausweichen können, wenn ich gewollt hätte. Wegen einer Maus werfe ich mich aber nicht vom Rad, deswegen war es gut, dass sie sich allein in Sicherheit bringen konnte.

Am Abend sah ich Leisure Seeker, ein Film über ein betagtes Paar - er ist dement, sie ist unheilbar krank - die noch einmal mit ihrem Wohnmobil eine Reise machen wollen. Ich bin nur mäßig angetan, ohne dass ich das jetzt so wirklich an irgendwas festmachen könnte. Immerhin kommt aber gut rüber, was die Demenz mit John anstellt und wie schwer das für Ella ist.

Beim Heimradeln war es so neblig, dass ich ganz feucht wurde und frierend daheim ankam. Die vagen Pläne, eventuell noch zum Schwimmen zu gehen, fielen um, als ich zu frieren begann.

Zuhause wollte ich dann eigentlich den nächsten Tag der Peru-Urlaubs ins Netz stellen, aber das scheiterte daran, dass ich momentan nichts hochladen kann, was nicht mit dem Blog zu tun hat. Ich kündige hiermit also an, dass der Bericht demnächst weiter gehen wird :-)

Von engel am 11.01.2018 23:03 • diary

Heimarbeit

Mittwoch, Januar 10, 2018

Seitdem es die Pflicht zu Feuermeldern gibt, kann man am Jahresanfang leider nicht mehr so nett einfach nur einen Zettel mit den Wasserwerten an die Tür kleben, sondern muss tatsächlich für die Prüfung daheim sein. Deswegen also Heimarbeit und da traf es sich ganz besonders gut, dass die Wasser-Ablesung und Feuermelder-Prüfung mit dem Klettertag zusammen fielen. So entging mir nicht mal ein Radeltag ;-)

Der Arbeitstag begann allerdings mit Problemen, weil ich mich nicht auf mein Büro-Notebook schalten konnte. Ein Kollege patschte dem Büro-Notebook ganz einfach den virtuellen Knüppel übers Haupt (hart abschalten und wieder einschalten) und ich konnte mit der Arbeit beginnen.

Der Feuermelder- und Wasser-Mann kam auf den letzten Drücker im angekündigten Zeitfenster und ich kam deswegen etwas später los als geplant. Aber am frühen Nachmittag kann man noch ziemlich ungehindert in München Auto fahren, deswegen kam ich sogar zu früh in der Kletterhalle an.

Klettern lief gemischt. Erst schaffte ich souverän zwei 6+ Routen, dann scheiterte ich an zwei weiteren 6+ Routen. Bei der einen kam ich nicht mal bis zur ersten Expresse. Ich musste einen Meter runter springen (Abklettern ging da nicht) und fürchtete mich total davor. Aber ich kam einfach nicht weiter und irgendwann gingen die Hände halt auf. Dem Knie geht es aber gut.

Und ganz am Ende schaffte ich dann im Nachstieg eine 6+/7-, wo ich eigentlich am Einstieg schon aufgeben wollte :-)
Der R. hatte keine Zeit für den nach-dem-Klettern-Ratsch, aber ich hatte mich schon so auf einen Burger gefreut, dass ich halt allein ins Bistro ging. Mit einem Sitzplatz am großen Fenster in die Halle wurde es aber kein bisserl langweilig.

Von engel am 10.01.2018 22:38 • diary

Umstellung

Dienstag, Januar 09, 2018

Am Montag Vormittag wurde obadoba.de auf einen neuen Server mit einer neuen IP umgezogen. Das bedingte einen ganzen Rattenschwanz an Folge-Aktionen (vor allem die Umstellung sämtlicher DNS-Einträge quer verteilt im Netz), auf die keiner einen rechten Einfluß hat. Man hatte mir schon angedroht, dass das Weile dauern würde.

Am Dienstag Nachmittag sah aber immer noch alles komisch aus und so meldete ich mich dann doch mal beim Provider. Anscheinend war doch nicht der neueste Stand umgezogen worden und der Support berichtigte noch irgendwas. Damit sah dann alles ‘von außen’ schon mal wieder OK aus. Mein ‘Maschinenraum’ aber, also das Verwaltungsinterface für die meisten Teile der Site sah noch immer sehr seltsam aus. Kein CSS und Dreiviertel der Funktionen fehlten.

Ich musste nicht lang suchen um rauszufinden, dass auf dem neuen Server natürlich auch neue interne Pfade galten. Auf Nachfrage kam dann raus, dass mir alles, was ich hätte wissen müssen, schon letzte Woche geschickt worden war. Hatte ich aber überlesen :/ Der Supporter war aber sehr nett und schickte nicht geradeaus ein RTFM zurück ;-) Ich gebe ja zu, dass ich das manchmal schon gern machen würde, wenn allzu offensichtlich ist, dass da jemand einfach zu bequem war.

Dienstag Nachmittag ging ich dann das erste Mal seit langem wieder zum Crosstrainer-Laufen. Gute Vorsätze und so, natürlich. Genauso natürlich hatten auch viele andere solche guten Vorsätze und es war brechend voll. Ich hatte aber Glück, denn gerade als ich kam, wurde ein Gerät frei und als ich dann noch ein wenig Mucki-Training machen wollte, kam ich an alle Maschinen dran, die ich nutzen wollte. Ich musste nur die Reihenfolge ein wenig anpassen.

Danach dann The Greatest Showman. Das ist ein Musical und ich war etwas besorgt, ob das nicht lästig werden würde. Wurde es aber nicht. Das ist ein toller Gute-Laune-Film über Zirkus, dem es natürlich nicht schadet, dass Hugh Jackman die Hauptrolle spielt. Ich kam höchst erfreut aus dem Kino und habe jetzt unbedingt vor, demnächst wieder mal ‘richtig’ in den Zirkus zu gehen.

Krone ist ja gleich um Eck vom Cinema :-) Und ich will natürlich unbedingt weider ganz vor sitzen, ich bin nur noch nicht sicher, wo ich mich hinsetzen muss, um nicht Opfer der Clowns zu werden ;-)

Von engel am 09.01.2018 22:00 • diary

Jumanji

Montag, Januar 08, 2018

Da die Ferien zuende sind, war die Fahrt nach München nicht mehr so schön gemütlich. Und natürlich war auch gleich ein netter Mensch dabei, der sich bemüßigt fühlte, meinen Kleinwagen beim Überholen einiger LKW per Lichthupe auf der Autobahn ‘aus dem Weg zu räumen’. Bei mir bewirkt das lediglich, dass ich langsamer werde.

Manchmal würde ich dann schon gern den anderen Fahrer sehen, ob der dann rotgesichtig kurz vorm Herzinfark auf dem Autositz rumhoppst. War ein Audi, was sonst? Audis haben ja schon seit ein paar Jahren den Spitzenplatz in meiner persönlichen Deppen-Statistik inne. Kaum zu glauben, dass ich sowas auch mal fuhr.

Am späten Nachmittag sah ich Jumanji: Welcome to the Jungle. Hach, ein großer Spaß! Das Spiel ist zu einem Videospiel mutiert und die Spieler werden als Avatare da hinein gezogen. Der spillerige Nerd mutiert zum breitschultigen Super-Explorer, das Girlie zum pummeligen Professor, der Football-Star zur Nebenfigur und das Mauerblümchen zur Kampfkunst-Prinzessin. Das allein gibt schon viel Raum für lustigste Szenen :-) Aber auch der Rest ist prima und selbst für mich eher-nicht-Spielerin witzig. Die Story? Ach, wen interessiert schon die Story, wenn der ganze Rest so prima ist. Und überhaupt: Dwayne Johnson :-)

Von engel am 08.01.2018 22:00 • diary

Nachtrag 01.01.2018: Neujahrspaziergang

Freitag, Januar 05, 2018

Am Montag sollte das Wetter mau, der Schnee mies, und die Bedingungen fragwürdig sein. Wir wollten von vornherein nur einen Spaziergang machen und fuhren dazu nach Humbach, um mal wieder woanders als am Funkturmhügel rumzulaufen. Auf dem Weg dorthin wurde das Wetter merklich schlechter und wir stellten uns schon mal auf Regen ein.

So schlimm kam es dann aber nicht. Schon im Aufstieg wurde es heller und der eine oder andere Sonennstrahl verirrte sich zu uns. Als wir den langen Weg über den Rücken nahmen, kam die Sonne sogar richtig raus und bescherte uns tolle Blicke übers Illertal. Gut dass da auf halbem Weg ein Bänkle steht :-)

In der Ferne konnten wir immense Schneefahnen über den Allgäuer Hauptkamm fegen sehen. Kein gutes Zeichen :-(

Von engel am 05.01.2018 18:08 • outdoor

Dass wir am Sonntag keine Skitour machen würden, war lang schon klar, aber wenigstens ein bisserl bewegen wollten wir uns. Wir spazierten wieder auf, um und über den nahegelegenen Funkturmhügel.

Das war ganz nett, wenn auch nicht ganz einfach. Zwar war stellenweise der Schnee schon komplett weg-geweht, -geregnet und -geschmolzen, an anderen Stellen hatte es aber auch noch dicke Schneewehen, der Oberfläche nicht zuverlässig trug.

Als ich bei der Hügel-Umrundung bis zum Oberschenkel einbrach und nach dem nächststehenden Zaunpfahl griff, fasste ich direkt in einen Holzsplitter :/ Aber das lief glimpflich ab, er durch bohrte nur die oberste Hautschicht und blieb dann stecken.

Abends gab es Raclette bei den Besten Eltern mitsamt der Neffen-Familie. Kurz vor Mitternacht spazierten wir ans Jägerdenkmal und schauten dem Feuerwerk zu. Das hatten wir (Ralle und ich) schon lang nicht mehr und es war sehr schön anzuschauen. Wenn allerdings so viele Leute so viel Zeug durcheinander schießen, dann kann doch einiges schief gehen. Ich fürchte mich da wirklich ein wenig. So gesehen macht es dann auch Sinn, dass ich als Einzige zwei Mal von irgendwelchem herabfallenden Zeug getroffen wurde. Glücklicherweise glimmte da nichts mehr :-)


Am Funkturm. Mit Kreuz und Wind.


Gipfelrast


Weitblick

Von engel am 05.01.2018 17:57 • outdoor

Nachtrag 29.12.2017: Restlos eingefroren

Freitag, Januar 05, 2018

Dass dieser Tag wirklich ein schöner Tag werden sollte, hatten wir bis Abends nicht so Recht glauben können, aber beim Aufstehen in der Früh waren Mond und Sterne zu sehen.

Die Gegend um Oberstdorf wollten wir wegen der 4-Schanzen-Tournee meiden, deswegen wandten wir uns ins Tannheimer Tal. Da erwischten wir aber erst mal den Skifahrerstau vom Oberjoch (was wollen die ganzen Leute da, da ist doch nix?). Die Idee, das Oberjoch über Pfonten zu umfahren war aber echt nicht die beste :/

Egal. Schließlich und endlich landeten wir in Haldensee und es war zwar was los, aber bei Weitem nicht so viel wie befürchtet. Leider liefen aber an diesem Tag nur wenige geradeaus und die Gruppe vor uns bog wie wir nach links ab. Am Brücklein wählten sie dann aber den rechten Weg und wir konnten wieder in schöner Einsamkeit spuren.

Nachdem wir den Wald hinter uns gelassen hatten, gab es wieder eine Spur und wir konnten recht gemütlich bis zum Gipfel spazieren. Erstaunlicherweise war die Abfahrt noch relativ wenig verspurt, allerdings war in der schönen Rinne ein Schneebrett abgegangen, so dass das Abfahren dort weder ratsam noch schön sein würde.

Nach einer kurzen Pause am Gipfel (es war echt kalt und windig) startete direkt vor uns eine 8-köpfige Truppe zur Abfahrt. Sie wandten sich der Rinne zu, was ich prima fand, denn ich hatte mir beim Aufstieg schon eine Route zur Abfahrt überlegt, die eben nicht durch die Rinne führen würde.

Und diese Variante war dann auch richtig super. Nicht zu steil, prima Schnee und als Bonus drei Zuschauer, die uns bei der Abfahrt sogar applaudierten :-) Ich muss sagen, sowas ist bisher noch nie passiert :-)

Kurz bevor wir wir am Waldrand in den Schatten kamen, machten wir Pause und genossen den letzten Tee. Danach galt es nur noch den Sommerweg im Wald und dann die Forststraße abzufahren. Es war schon die ganze Zeit ziemlich kalt gewesen, aber je weiter wir runter kamen und so frischer wurde es. Aber klar, man bewegt sich auf der Forststraße dann ja kaum noch.

Bibbernd und zitterend kamen wir am Kangoo an und verräumten unser Zeug im Auto. Als wir den Wagen dann starteten, war auch endlich klar, warum uns so kalt war: -14 Grad!


Start am See. Das ‘Radeln verboten’ Schild da unten nervt mich jedes Mal!


Knapp vor der Sonne :-)


Im Aufsteig, hinten das große Schneebrett in der Rinne


Kleine Gipfel-Überfüllung


Am Ende haben wir den Gipfel dann doch für uns


Abfahrtsfreuden ...


... mit begeisterten Zuschauern :-)


Die letzte Sonne auf dem Forstweg

Von engel am 05.01.2018 17:44 • outdoorski

‘Digital Eatery’

Donnerstag, Januar 04, 2018

Es war in der Früh erfreulich leer auf dem Mittleren Ring. Ich brauchte nicht mal 15 Minuten, das ist vermutlich Rekord :-)

Mittags beschlossen der Kollege und ich, doch mal Microsoft’s ‘Digital Eatery’ auszuprobieren. Dort wird einem das Essen durch eine (für mein Gefühl) reichlich komplizierte Vorgehensweise erschwert, weil man erst eine Karte mieten muss, die dann aufladen und dann damit quer verteilt durch die Eatery bezahlen muss. Aber das Essen dort soll gut sein und es gibt ja im Moment nur die alte Kantine als Alternative.

Der Kollege bekam auch eine Karte, ich nicht. Aus unerfindlichen Gründen war seine Karte die letzte, die ausgegeben wurde. Ich und alle, die hinter mir in der Schlange standen, gingen leer aus. Der Automat beklagte sich auch nicht darüber, dass es keine Karte mehr gab, er gab einfach nur kommentarlos das Geld zurück.

Wir luden also ein wenig mehr Geld auf seine Karte und er bezahlte für uns beide. Das geht ja auch.

Ich kann zumindest schon mal sagen, dass mein Essen - ein halbes Hendl mit Kartoffelsalat - schon mal nicht schlecht war und 8.90€ dafür finde ich eigentlich auch OK. Es gibt auch ein große Auswahl an Essen - arg unübersichtlich verteilt allerdings, so dass ich in nächster Zeit doch mal versuchen werde, dem Automaten eine Karte zu entlocken. Dem Vernehmen nach muss man da einfach Geduld haben und hartnäckig sein ;-)

Klettern ging echt prima (es gab sogar Lob vom R. ‘Das hast Du wirklich gut gemacht!’ was mich sehr freute, ist er gelegentlich doch sogar in 8er Routen unterwegs und es sieht immer so locker-flockig einfach aus), allerdings musste ich die letzte Route abbrechen. Dass mir die Haut der Hände schon wieder schrecklich weh tat (letzte Woche gingen die Kletterschwielen ab, meh) war zwar unangenehm, aber der Grund war dann eigentlich der, dass die Route ständig die Innenseite des kaputten rechten Knies belastete und nachdem es da zwei mal richtig gestochen hatte, hörte ich auf. Keine Route ist es wert, das Knie außergewöhnlich zu belasten.

Von engel am 04.01.2018 21:30 • diary

Nachtrag 28.12.2017: Schneesturmtour

Donnerstag, Januar 04, 2018

Nach den warmen Tagen kam dann wieder eine Kaltfront und brachte neuen Schnee. Das Wetter war ziemlich eklig angesagt, aber - hey Neuschnee! Deswegen starteten wir am Donnerstag wieder zu einer Schlechtwetter-Tour. Diesmal hatten wir uns aber gleich das Gunzesrieder Tal ausgesucht, was sich als schlau erwies, denn Richtung Berge waren mal wieder die Straßen zu.

Wir waren etwas später dran als letztes Mal und so fanden wir eine Spur zum geplanten Gipfel vor. Es war trotzdem schwer zu gehen, denn der Wind blies mit Macht das Ostertal runter und peitschte uns Schnee ins Gesicht. Gut dass es nicht allzu kalt war, mir fror so schon fast die Nase ab.

Unsere Vorgänger schienen dann in der Senke nach der Alpe abgebogen zu sein, so dass wir dort mit dem Spuren begannen. Verglichen mit der Tour von Mitte Dezember war das Spuren relativ einfach, denn der Schnee war zwar ähnlich tief aber viel lockerer und leichter.

Unsere Vorgänger schienen sich verlaufen zu haben, denn sie kamen nach und wechselten in unsere Spur. Der beste Allgäuer von Allen spurte etwa den halben Hang hinauf und wollte dann relativ weit oben den oberen Bach queren. Schlechte Idee, denn es löste sich ein Schneebrett bei den obersten Büschen und rutschte in Zeitlupe in die Bachsenke. Da war er noch mindestens 10 Meter von dem Hang weg gewesen! Eine fernausgelöste Lawine!

Die Nachgänger bogen etwas weiter unten ab und wir gingen zurück zu ihrer Spur. In den Steilstücken hielten nun alle sorgsam Abstand.

Am Gipfel war ordentlich Sturm, deswegen hielten wir uns gar nicht mit einer Pause auf sondern fellten direkt ab und rüsteten zur Abfahrt. Die Vorgänger wollten woanders hin, deswegen konnten wir die ersten Supren in den Hang pflügen :-)

Bei solch lockerem Schnee reicht dann auch hier das Gefälle und wir hatten viel Spaß bis in die Senke vor der Alpe. Wir fellten wieder auf und machten uns auf dem Weg zum nächsten Gipfel. Wir waren die ersten und durften spuren.

Die Wegfindung war nicht einfach, weil man im Schneesturm und im Nebel so wenig sah. Bis wir die Forststraße (versteckt unter fetten Schneewehen) fanden, hatten wir ein paar unnötige Kurven und Höhenmeter gemacht. Der Weg über die Forststraße war ganz besonders abenteuerlich, denn der Wind hatte allerlei interessante Schneewehen durch die einzelnen Bäume am Rand der Straße geblasen.

Vorm Joch war alles abgeblasen, dann folgte der schöne Weg über den Grat. Ich war vorn und achtete peinlich genau darauf, auf keinen Fall zu weit auf die beeindruckenden Wechten am Grat zu kommen. Teilweise sah es aus als reichten sie drei oder vier Meter über den Grat hinaus!

Am Zweitgipfel setzen wir uns an der windabgewandten Seite in den Schnee und tranken etwas Tee (nur Rumtragen ist ja auch nicht sinnvoll). Dann fuhren wir zum Auto ab. Leider war die Abfahrt vorn runter nicht ganz so schön wie erhofft, denn an den schönen Tagen hatte man da eine Buckelpiste erfahren und der Schnee reichte nicht ganz aus, um die Buckel richtig abzupolstern. Sowohl der beste Allgäuer von Allen als auch ich wurden von verdeckten Löchern überrascht und warfen uns in den Schnee. Nunja, passiert.


Auf dem langen Weg hinter ins Tal


Ralle spurt


Das fernausgelöste Schneebrett (stark bearbeitet, damit man was sieht)


Der erste Gipfel


Schneewehen-Hindernislauf

Von engel am 04.01.2018 21:18 • outdoorski

Nachtrag 26.12.2017: In alten Spuren

Donnerstag, Januar 04, 2018

Am Dienstag war das Wetter super (wenn auch windig) und der Schnee aller Wahrscheinlichkeit nach Dreck. Aber super Wetter, klar, da muss man raus.

Wegen Menschenmengenvermeidung nahmen wir uns nochmal den einsamen Gipfel vor, den wir vor genau einer Woche so schön einsam bespurt hatten.

Diesmal standen mehr Autos am kleinen Parkplatz, aber wie üblich waren fast alle geradeaus unterwegs. Wir bogen wieder links ab und konnten unserer alten Spur folgen. Ich muss da so drauf rumreiten, das gabs noch nie und ich fand das einfach nur super :-) Allerdings hatte ein Schneeschuhgeher tiefe Löcher in die Spur getreten, das war echt doof!

Überhaupt war die Spur gar nicht so gut zu gehen wie eim letzten Mal. Sie war wie überhaupt der gesamte Schnee oberflächlich überfroren und so war es an den steileren Stellen fast zu glatt um in der Spur zu gehen. Im unteren Bereich, wo es durch Bäume und Latschen geht, kann man aber nicht sehr gut ausweichen. Wo es möglich war, machten wir eine neue Spur.

Am Hüttchen gab es eine kleine Pause in der Sonne, dann gingen wir weiter zum Gipfel. Auch die oberen Hänge erfreuten mit Bruchharsch und weil zudem ein kalter Wind wehte, ging der Harsch auch leider nicht auf (darauf hatten wir bei der Planung gehofft).

Wir überlegten lang, wo genau wir denn nun abfahren wollten, um wenigstens einigermaßen gut hinab zu kommen. Das klappte aber nicht. Es war überall Bruchharsch und wir schafften zusammengezählt vielleicht 5 Schwünge, wo der Harsch dünn genug war, um nicht zu stören. Und vielleicht 3, wo er trug, aber natürlich wußten wir nie, was der nächste Schwung bringen würde. Yay, Abfahrtsfreuden!

Wurscht! Wir machten nochmal lang Pause in der Sonne am Hüttchen und wurschtelten uns dann runter ins Tal. Immerhin: die Menschenmengenvermeidung hatte geklappt ;-)
Ich hatte ja befürchtet, nach der Hälfte der Abfahrt wegen Knieweh nur mehr Spitzkehren nach unten machten zu können, aber so schlimm kam es dann doch nicht :-)


Endlich Sonne im Aufstieg


Man sieht dem Schnee die Qualität an :/


Auf dem Weg zur Pause am Hüttchen


Im Wind am Gipfel


Mäßige Abfahrtsfreuden

Von engel am 04.01.2018 20:58 • outdoorski
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