Nach Jahren Garten-Einwintern und Winterreifen-Wechseln bei eisigen Temperaturen und Niesel-Schnee-Regen, haben wir es jetzt das zweite Jahr in Folge hingekriegt, das bei Sonne und halbwegs angenehmen Temperaturen zu machen. Wow!
Ich brauche einen neuen Felgendeckel, hab ich feststellen müssen. Das wird die Kundendienstrechnung demnächst vermutlich signifikant erhöhen. Aber nur 3 Felgendeckel schaun blöd aus.
Am Montag hab ich insgesamt knapp 6 Stunden im Reha-Krankenhaus in Ulm verbracht (weil man zur Eigenblutspende vor einer OP - nicht meine - nicht allein aufkreuzen darf und eine Begleitperson braucht). So eine gelegentliche Einnordung schadet nicht.
In Ulm habe ich ‘lawine’ in einem Rutsch von vorn bis hinten durchgelesen. Ich grusel mich jetzt mal wieder gründlich vor Schnee, kann die erste Skitour aber natürlich kaum mehr erwarten.
Ich finde das Buch sehr gut aufbereitet, weil man durch die Gefahrenmuster nochmal eine Betrachtungsweise von Schnee und Wetter und LLB bekommt. Für sich allein ist das Buch als Entscheidungsgrundlage sichrlich nicht ausreichend, aber es ist definitiv eine gute Ergänzung. Und ich habe es bestimmt nicht zum letzten Mal gelesen.
Angesichts der Tatsache, dass ich letzthin eine knappe Woche, an die 20 Mails und insgesamt 16 Formulare für 8 mal Serverschrott gebraucht habe, um eben diese 8 Server aus dem Rechenzentrum zu verwerfen, ist es eine echte Wohltat, 2 nigelnagelneue Prototypen (mit anderen Worten: das Zeug ist so richtig was wert), von hier aus dem Bürogebäude rauszuschaffen. Einmal einladen, gut is.
Ebenfalls in der Firma kombinieren sich die aktuellen Parkplatzprobleme (die Tiefgarage wird saniert, der Platz ist knapp und man muss entsprechend früh da sein) gerade ungünstig mit Telefonkonferenzen mit USAs Westen. Ich hab mich beim Probleme-Analysieren schon besser geschlagen, aber nach über 10 Stunden im Büro ist man doch ein bisserl angeschlagen.
In Tölz war ich gestern beim Klettern echt gut, ich war richtig stolz auf mich :-) Das ändert zwar nix dran, dass ich im freien Gelände an Stellen Angst hab, über die der beste Allgäuer von Allen (der nicht ständig hallenklettert!) einfach drüber steigt, aber ich freu mich trotzdem. Klingt doch Klasse: Ich bin eine 7- geklettert :-))
Beim Heimfahren gestern Abend hat es dicke Flocken geschneit. Das gibt dann wieder dieses ‘ich-saus-mit-meinem-Raumschiff-durch-Raum-und-Zeit’ Gefühl :-) Jaja, es ist zu früh und leigen geblieben ist auch nichts, aber ich denk schon wieder über Skitouren nach ...
Mittwoch, 05.10.2011
Da für diesen Tag die Heimfahrt anstand (und da ja noch so lästige Kleinigkeiten Aus-, Um- und Einpacken für die restliche Arbeitswoche zu erledigen waren), wollten wir keine allzu lange Tour machen. Angelacht hätte uns das Omeshorn direkt über Lech, aber da wäre aus zeitlichen Gründen der gesamte Aufstieg im Schatten erfolgt, darauf hatten wir keine Lust. Schliesslich entschieden wir uns für den Gehrengrat, eine Höhenwanderung, auf der man mit Glück Steinböcke sehen und an deren Ende das steinerne Meer mit Fossilien lockt.
Dienstag, 04.10.2011
Für diesen Tag – unter der Woche und auch in Deutschland kein Feiertag mehr – hatten wir uns den prominentesten Berg des Lechquellengebirges ausgesucht, die Rote Wand. Da wollte ich schon lang mal rauf, denn die sieht man von uns aus wirklich überdeutlich.
Trotz der Massenvermeidungsmassnahmen waren wir sehr erstaunt, dass ausser uns nur 2 Frauen im Bus waren, die mit uns zum Formarinsee fuhren. Da die beiden kurz nach dem Buswendeplatz umdrehten, nahm ich an, dass sie sie den Höhenweg gehen wollten, dass wir tatsächlich ganz und gar allein an der Roten Wand unterwegs sein würden. Unfassbar :-)
Montag, 03.10.2011
Bei der Planungssession am Vorabend war uns die Untere Wildgrubenspitze ins Auge gestochen, die trotz des Namens (‘Untere’) der höchste Berg des Lechquellengebirges ist. Nachdem wir die Obere (Kleine) Wildgrubenspitze schon bestiegen haben, schien es uns an der Zeit, auch die andere Wildgrubenspitze zu besuchen.
Sonntag, 02.10.2011
Durch die Lech-Active-Inclusive-Card angeregt, waren wir am Vorabend anhand der Karten und des Führers nochmal in uns gegangen und hatten umdisponiert. Wenn man den Bus nutzt, muss man nicht zwingend da rauskommen, wo man gestartet ist und da der Bus recht häufig fährt (alle Stunde), ergaben sich da ganz neue Möglichkeiten. Wir hatten uns für den Höhenweg vom Formarinsee zur Göppinger Hütte entschieden, auch weil die Vermieterin den so gelobt hatte. Ohne Gipfel geht natürlich nichts, da bot sich die Hochlichtspitze hinter der Göppinger Hütte an.
Samstag, 01.10.2011
Als wir das Apartement bezogen und die Lech-Active-Inclusive-Card besorgt hatten, war es dann doch schon fast 11 Uhr. Wir hatten ursprünglich vorgehabt, auf den Rüfikopf zu laufen und von dort auf die Rüfispitze zu steigen, aber der nordseitige Aufstieg zum Rüfikopf war noch immer im Schatten und es war schon ziemlich spät. Wo wir nun schon die schöne Card hatten, nahmen wir als erstes die Seilbahn zum Rüfikopf und genehmigten uns oben im Panorama-Restaurant erst mal Kaffee und Kuchen. Wenn schon, denn schon :-)
Zur Rüfispitze ist es von der Seilbahn nicht mehr allzu weit (etwa 400 Höhenmeter), dafür ist der Weg nett und die Aussicht grossartig. Erst läuft man einen grasigen Rücken hinauf, dann geht es in gelegentlich leichter Kletterei (I-) auf einem Schotterweg eine geröllige Flanke empor. Oben kann man ewig weit in alle Richtungen gucken und – eine Lechquellengebirge-Spezialität – seinen Wanderpass stempeln. Das ist so ein Prägegerät, mit dem ich dem Busfahrplan zu Leibe rückte. Der hat nun ‘Rüfispitze 2632m’ auf dem ersten Blatt eingeprägt ;-)
Wir hatten dann eigentlich noch den Wösterspitzen einen Besuch abstatten wollen (da hat es auch so einen Stempel-Apparat), aber wegen einer Dummheit meinerseits liessen wir das ausfallen und legten uns stattdessen am Monzabonsee in die Sonne und genehmigten uns dann ein (eher mittelmässiges) Eis im Panorama-Restaurant, bevor wir die Bahn ins Tal nahmen.
Zum Abendessen gingen wir einmal durch den Ort, um festzustellen, dass Essen in Lech ziemlich teuer ist. Gerichte deutlich unter 20 Euro sind da Mangelware. Da der ganze Rest in Lech ganz normalpreisig scheint, ist das ein bisserl rätselhaft. Aber Essen muss sein, daher gingen wir in das am nettesten aussehende Etablissement, das Hus Nr 8, was eine gute Wahl war. Den einerseits ist das Essen (und das Weizen) da ganz ausgezeichnet und andererseits hat das Hus mit seinen niedrigen uralten verwinkelten Räumen innendrin einen ganz besonderen Charme. Die Portionen sind von der Grösse her OK, nach einem ganzen Tag Bergsteigen (und nichts essen, wie wir das üblicherweise machen) könnten sie aber möglicherweise auch nicht ausreichen.
Um den Feiertag herum sollte das Wetter herbstlich genial werden, ein guter Grund, die letzten Urlaubstage für 2011 auf den Kopf zu hauen (bzw. beinahe die letzten, einen haben wir noch). Wir suchten uns das Lechquellengebirge aus. Das ist nicht weit weg und weil wir das von uns aus ja dauernd sehen, wollten wir es uns endlich mal genauer anschauen.
Freitag Abend wurde noch schnell eine Unterkunft gebucht, die Räder kurz gewartet und ins Auto gesteckt und ein bisserl Minimalausrüstung gepackt, dann konnte es am Samstag in der Früh losgehen. Um halb zehn waren wir in Lech am Haus Sebastian und bezogen ein hübsches Apartment.
Die nette Vermieterin hatte uns alle mögliche Information zu Zürs-Lech-Warth zusammen gestellt und legte uns die Lech-Active-Inclusive-Card ans Herz, mit der man in der Zeit des Aufenthalts alle Bergbahnen und Busse kostenlos benutzen kann. Ausnehmend erstaunlich, für Oberstdorf kann ich mir sowas nicht vorstellen!
Die Card schien uns zwar für uns nicht relevant, weil wir ja die Radl dabei hatten, aber es konnte ja nicht schaden, die Karte mal zu holen. Der Urlaub konnte losgehen.
Wenn man davon absieht, dass ich die lästigste Aufgabe des Jahres endlich hinter mich bringen musste, war es ein wirklich super-gemütliches Wochenende, an dem wir die unendlich vielen Bilder des (vermutlich) letzten Urlaubs des Jahres zu genialen Herbst-Panoramen zusammengebastelt und alle Bilder per Beamer geguckt, fein gekocht und gegessen (Zwiebelkuchen, Kürbissuppe, Fisch und Rosmarinkartoffeln und Röstgemüse – natürlich nicht alles zusammen und auf einmal) und im Wesentlichen vor allem nichts gemacht haben.
Das ist so selten, dass es einer gesonderten Erwähnung bedarf ;-)
Andi und Ilona haben wieder Allgäu-Urlaub gemacht, da bot sich mal wieder eine gemeinsame Tour an. Beim Überlegen, was denn eine schöne Tour wäre kamen wir lustigerweise alle auf dieselbe Idee, daher trafen wir uns am Samstag in der Früh am E-Werk um Ostrachtal, um die Hohen Gänge zu begehen.