Das erste Mal. Ever. War gar nicht schlimm.
In der dritten Route im Vorstieg, direkt unter der nächsten Sicherung (die in der Kletterhalle ja wirklich grosszügig verhanden sind), knapp 2 Meter freier Fall, eigentlich unspektakulär. Ich hab mich grad gestreckt, um mit der linken Hand den grossen Griff neben der Sicherung zu erreichen, als - völlig überraschend - mein rechter Fuss von einem wohl etwas speckigen Tritt abrutschte.
Ich war so überrascht, dass ich gar keine Zeit hatte, mich vor dem Absturz zu fürchten. Der Yak unter mir hat grad geträumt und war ebenso überrascht, was ihn aber nicht davon abgehalten hat, das Seil festzuhalten :-) So, haben wir das also auch mal hinter uns ;-)
Sonst war das ein sehr erfolgreicher Abend. Ich bin ein paar 5- Routen so geklettert, dass es sich gut anfühlte. Flüssige Bewegungen, kein Rumgewürge. Und der Yak hat sogar einen Vorsteig gewagt. Ich bin stolz auf uns, das wird :-)
Gratulation! Nur wer gut fallen kann, kann auch gut Vorsteigen…
Ui, sei trotzdem froh dass das gut gegangen ist. Bei jemandem aus meiner Tourengruppe ging sowas nicht so glimpflich ab. Und sie ist eigentlich eine erfahrene Kletterin. Fazit: Fersenbruch - 1 Jahr Zwangspause und immer noch Aua Fuß beim Wandern.
Das stimmt wohl, Marco. Na, dann kann es ja nur aufwärts gehen.
Pech kann man immer haben, Petra. Natürlich bin ich froh, aber anzunehmen, dass man nie fällt, ist ein bisschen illusorisch. Das Schöne am Klettern an wirklich senkrechten Wänden (so wie in der Kletterhalle) ist ja, dass man sich vergleichsweise wenig verletzt, weil man nirgends aufschlägt. Draussen in ‘einfachem’ IIIer oder auch IVer Gelände ist es schon deutlich riskanter. Aber es macht halt auch Spass :-)
Das Totschlag-Argument für nahezu jede Diskussion über gefährliches Tun ist ja immer Autofahren. Es gibt kaum etwas Gefährlicheres und alle tun es ohne drüber nachzudenken. Ich weiss schon, bei Dir zieht das nicht: Öffentlich unterwegs sein ist viel sicherer.