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Allgäu-Urlaub II

Dienstag, Juli 12, 2016

Freitag, 01.07.2016: Handschuhspitze
Am letzten unter-der-Woche Urlaubstag wollten wir nochmal etwas machen, was am Wochenende verkehrstechnisch eher unschlau ist. Zum Beispiel ins Zugspitzgebiet fahren, denn den besten Allgäuer von Allen lachte die Handschuhspitze an. Da kann man weit hinauf bis ins Marienbergjoch radeln und dann gemütlich noch 700 Höhenmeter bis zu Gipfel laufen.
Wir starteten am Parkplatz hinter dem Leermooser Tunnel. Nach der dritten Kurve des Forstwegs verabschiedete sich die Federgabel des MTB des besten Allgäuers von Allen und ließ sich nicht mehr absenken. Da der Forstweg bis zur Sunnalp angenehm gemäßigt ansteigt, war das erst mal kein größeres Problem.
An der Sunnalp steht aber schon sehr bezeichnend ‘Mountainbike Schiebestrecke’ und da kann man eigentlich nur zustimmen. Plötzlich wird der Forstweg steil und grobschottrig. Für mich war Radeln schon bald nicht mehr drin, der Sturschädel an meiner Seite quälte sich aber trotz Schotter, Steilheit und kaputter Federgabel noch ein gutes Stück weiter. Dann musste auch er aufgeben.
Nach etwa 200 Metern Weg kann man dann wieder radeln und ist bald oben am Marienbergjoch. Wir stellten die Räder an der höchsten Stelle im Joch am Strommast ab.
Es war unglaublich schwül, als wir durch die Latschen (wo sich ja nicht das geringste Lüftchen regen kann) der Handschuhspitze entgegen stiegen. Wir rochen immer wieder Farbe und stellten fest, dass der Weg grad neu markiert wurde. Bald sahen wir auch den Wegmarkierer, der genau genommen ein Wegebauer war, denn oben im Geröllfeld hackte er mit großer Energie die Kehren neu aus, so dass die Steine nur so flogen. Wir fingen grad an, uns Sorgen zu machen, als er aufhörte.
Am Gipfel trafen wir ihn dann und hatten direkt Gelegenheit für eine gute Tat. Der Wegebauer hatte nämlich zudem ein neues Gipfelbuch hinauf gebracht und dabei einen Stift vergessen. Ich spendierte den Notfallbleistift aus meinem Verbandspäckle und wir kamen zu der Ehre, den ersten Eintrag (nach dem Buchhochträger) in ein Gipfelbuch zu machen. Das hat man ja auch nicht oft :-)
Wir genossen die großartige Aussicht (vor allem auf die Mieminger und den Wetterstein) eine Weile, aber der Wind war kühl und vertrieb uns. Weiter unten hatten wir auch kein Glück, denn an der Sonnenwiese, die wir uns am Hochweg ausgeguckt hatten, war erstens nur wenig Sonne, weil die Wolken grad wieder reinzogen und zudem war es da auch windig.
Dann halt Abstieg zu den Rädern und Abfahrt zur Sunnalm. Die ist zwar irgendwie nett, weil urig eingerichtet, aber auch riesig und sauteuer. Man merkt gleich, dass man sich im Skigebiet der Zugspitzarena befindet. Immerhin waren sowohl Kaffee als auch Germknödel gut. Danach Abfahrt zum Auto ohne Treten ;-)


Auf dem Weg zum Marienbergjoch, hinten der Daniel


Anstieg zur Handschuhspitze, hinten Marienbergjoch und Grünstein in Wolken


Hier geht es weiter


Am Gipfel


Blick übers Inntal, hinten die Ötztaler


Abfahrt

Sonntag, 03.07.2016: Bschiesser
Den Samstag verbrachten wir mit den neu angefallenen Wartungsarbeiten. Das Bike des besten Allgäuers von Allen musste zur Reparatur (eigentlich: es musste die längst fällige Wartung für Dämpfer und Federgabel endlich in Auftrag gegeben werden) und mein (altes) MTB brauchte unbedingt neue Bremsbeläge.
Am Sonntag gab es wegen kein Bike eine Zu-Fuss-Tour. Wir starteten in Hinterstein an der Kirche und nahmen diesmal einen unbezeichneten Weg, den ich in der OSM entdeckt hatte. Ich hatte eigentlich ein schmales verstecktes Weglein erwartet, aber anfangs war das eine breit ausgebaute Quad-taugliche Trasse. Wir fanden dann aber bald den erwarteten schmalen versteckten Abzweig, nur um nach 2 Kehren auf dem schmalen Weglein festzustellen, dass es wieder in die breite Trasse mündete,
Immerhin war außer uns keiner auf dieser Seite unterwegs und die Trasse führte relatv steil und direkt hinauf. Oben ging die breite Trasse unvermutet wieder in ein schmales Weglein über, das recht feucht und später dann auch ziemlich matschig zur Zipfersalpe führte. Die liessen wir erst mal links liegen und stiegen dem Bschiesser entgegen.
Der Zeitpunkt war ungünstig, denn obwohl insgesamt nicht übermäßig viel los war, gerieten wir mitten in eine große Schwabentruppe (10-15 Leute), die sich nervig laut quer über den ganzen Bschiesser-Gipfelhang unterhielten. Am Gipfel machten wir deswegen etwas abseits Pause. Mitten in so einer großen Gruppe sitzen macht keinen Spass.
Ganz kurz war uns etwas Sonne vergönnt und der Wind ließ etwas nach, aber alles in allem war es da oben eher ungemütlich. Wir stiegen zur Zipfersalpe ab, wo wir in der Sonne und windgeschützt sehr feinen Kuchen und Kaffee genossen. Abstieg auf dem Normalweg, aber den mochte das Knie nicht sehr. Wir waren deswegen sehr langsam.


Anstieg auf dem schmalen Weglein ...


... das eigentlich eine breite Trasse ist


Matsch-Navigieren im Bschiesser-Latschenfeld


Am Gipfel


Neugieriges Fohlen, das meine Stöcke zum Anbeissen fand

Von engel am 12.07.2016 20:35 • outdoorbergmtb
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