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BlacKkKlansman

Dienstag, August 28, 2018

Ich fuhr sehr früh mit dem Auto ins Büro, weil der Clio rappernde Bremsen hat und das repariert werden sollte. Ich arbeitete eine gute Stunde und fuhr dann zum Renault, um das Auto abzugeben. Man bekommt da ja immer MVV-Karten, aber ich verpasste den einen Bus um eine Minute und der nächste wäre erst in 10 Minuten gekommen. Sooo weit ist es ja nicht bis zu den Towers (bloß nicht allzu nett zum Laufen), also ging ich halt wieder zu Fuß.

Als die Werkstatt mit dem Ergebnis der Voruntersuchung anrief, war ich schon drauf vorbereitet, dass das teuer werden würde, aber es wurde noch teurer. Der Mechaniker fragte vorsichtshalber ‘Sitzen Sie?’ ;-)

Jedenfalls: Bremsscheiben und Beläge rundrum, eine Motorhalterung und der der Drahtkäfig, in dem der Kühler sitzt. Autofahren ist Luxux, das ist ja nichts Neues. Immerhin, meinte er am Ende tröstend, damit sollte der TÜV im Februar kein Problem sein.

Die nächste schlechte Nachricht war, dass er natürlich Teile bestellen müsse und deswegen könne ich das Auto erst am nächsten Tag abholen - zumindest wenn die Teile alle direkt kämen. Kurz drauf meldete er sich nochmal: Ja, alle Teile würden am nächsten Vormittag kommen und damit könne ich das Auto nächsten Tag am Nachmittag abholen.

Ich hatte den Tag ein wenig anders geplant - vor allem mal wieder im Studio laufen, wo es doch endlich wieder kühler ist - aber das ganze Sportzeug war im Auto und erst mal mit dem MVV heim und dann noch irgendwo hin, das dauert ja alles ewig. Ich disponierte um und plante - Überraschung! - Kino stattdessen. Den Weg ins Monopol legte ich mit SBahn und Bus zurück. Ganz was Neues, ich kam mir vor wie im Urlaub ;-) Sonst fahre ich ja immer Ubahn oder habe nicht viel Zeit rumzuschauen, weil ich ja auf Leute, Hunde und Verkehr achten muss, aber jetzt so aus dem Bus: München ist echt nett :-)

Ich sah BlacKkKlansman. Der Film ist großartig, lustig, spannend, unterhaltsam und bedrückend. Das sind ja (zumindest im Grunde) wahre Begebenheiten und wenn man das Selbstverständnis der Leute und die Ausuferungen der Extremisten da anschaut - Wow! Das ist so verachtend, so überheblich, so ... ich weiß gar nicht, da wird einem ganz anders. Vor allem angesichts der realen Bilder von Charlottesville 2017 im Abspann, wo ein Rechtsextremer ein Auto mit quasi Vollgas in eine Demo gesteuert hat und da reihenweise Menschen ummäht. Erst vorwärts, dann rückwärts. Danach dann noch die Pressekonferenz mit Trump, der das alles so kalt relativiert: ‘böse Menschen hier und da’. Echt, da hat’s mich geschüttelt.

Aber nochmal zum Film, der ja auf wahren Begebenheiten beruht, auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass sich das alles wirklich derart haarsträubend zugetragen haben kann. Aber vielleicht ja doch, wer weiß. Jedenfalls infiltriert ein schwarzer Polizist den Ku-Klux-Klan und heuert einen Kollegen an, der ihn bei allen realen Treffen vertritt. Das ist so absurd, man kann es kaum glauben. Und natürlich ergeben sich aus dieser Konstellation allerlei unterhaltsame Situationen.

Toller Film, unbedingt sehenswert :-)

Nachtrag:
BlacKkKlansman spielt ja in den 60er oder 70ern und da waren Afros grad in. Ganz sicher auch, weil man einen Afro mit nicht-krausem Haar einfach nicht hinkriegt. Passend dazu lief mir von verschiedenen Seiten ein Twitter-Thread in den Reader, der krauses Haar sehr schön erklärt: Black Hair for Non-Black Artists: a Cheat Sheet Thread.
Sehr interessant.

Von engel am 28.08.2018 23:00 • diary
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