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Dienstag, 28.03.2017: Silvretta Egghorn, Furcola da Cunfin

Donnerstag, April 06, 2017

Wir standen gemütlich um halb sieben auf und gingen frühstücken. Die ganzen Jungen Wilden waren wohl schon kurz vor sechs fürs Frühstück Schlange gestanden und sausten gerade zur Tür raus. Uns schien das wegen der eher kurzen Touren in der Silvretta ein wenig übertrieben - man will ja nicht schon Mittag wieder in der Hütte sein. Der beste Allgäuer von Allen hatte dank Medikamente gut geschlafen und fühlte sich nur noch halb erkältet. Dafür hatte ich Schleim und Halsweh, irgendwas ist ja immer.

Das Frühstück war prima und dank Buffet reichlich (auch wenn Butter, Wurst und Käse pro Gast abgezählt waren), so dass wir gestärkt starten konnten. Unser erstes Ziel war das Silvrettahorn und so folgten wir der Piz-Buin-Schlange über die Grüne Kuppe zum Ochsentaler Gletscher. Wir konnten uns an der großartigen Umgebung kaum satt sehen und machten Bilder und Filme zuhauf. Das hatte den Effekt dass uns auch die Spätaufsteher-Gruppen davon zogen und wir bald fast allein unterwegs waren.

Da wir den Ochsentaler Gletscher und die Spalten im Sommer schon gesehen hatten, seilten wir uns vorschriftsmäßig ein. Im Nachhinein stellten wir dann fest, dass die Piste auf der Gletscherseite, über die man aufsteigt so hart und gefroren und festgefahren war, dass dies vermutlich nicht nötig gewesen wäre. Aber egal, ist ja alles Übung.

Vor dem Abzweig zum Silvrettahorn war eine Pause zur Fußerholung nötig. Dabei wäre mir beinahe die Pausen-Schoki über den Gletscher hinab gesaust! Katastrophe! Sie blieb aber 50 Meter weiter unten in einer alten Spur liegen, bevor der Gletscher steiler wurde. Glück gehabt! Nach der Pause bogen wir ab und stapften Silvrettahorn entgegen.

Ich bin, was Höhe angeht, ja etwas empfindlich und war seit der Pause unglaublich angestrengt. Da war es dem Selbstvertrauen nicht gerade zuträglich, dass das Silvrettahorn in der Draufsicht unheimlich steil und abweisend aussieht. Das Silvretta Egghorn daneben dagegen hatte einen fast unverspurten Steilhang zu bieten und war nicht ganz so hoch, was mir viel sympathischer war. Dem besten Allgäuer von Allen taten schon wieder die Druckstellen an der Fersen weh und er war deswegen mit meiner Zielverschiebung einverstanden.

Der Aufstieg zum Silvretta Egghorn über die Steilflanke war trotz vorhandener Spur sehr anstrengend, versprach aber schönen Schnee in der Abfahrt. Auch sonst lohnt sich das Egghorn, denn es hat oben einen lohnenden netten kleinen Gipfelaufbau und versprach eine windgeschützte sonnige Pause.

Wir nahmen uns den rechten unverspurten (und noch steileren) Teil der Steilflanke für die Abfahrt und waren dann doch recht erstaunt, wie steil das dann tatsächlich wurde. Mehr als 45 Grad, wenn auch nur kurz, schätzten wir, das hat man ja nicht oft. Im Auslauf fand sich dann auch noch etwas feiner Pulverschnee, dann war der schöne Schnee aus. Auf dem Weg zurück auf den Ochsentaler Gletscher fanden wir Windpressplatten, eingeeiste Altspuren und harte Windgangeln in schöner Abwechslung :/

Außer uns war zwar noch kaum mehr jemand hier oben, aber es schien uns noch etwas zu früh um zur Hütte abzufahren. Wir fellten also nochmal auf und marschierten zur Furcola da Cunfin. Das war dann wirklich sehr sehr anstrengend, aber wir wurden mit einer weiteren sonnigen windgeschützten Pause und viel Aussicht belohnt.

Dann fuhren wir ab. Skitechnisch war alles dabei, was man nicht unbedingt finden möchte, aber es war meistens doch ganz OK zu fahren. Entlang des Gletscher-Abbruchs war sowieso Piste und ganz unten (wir fuhren bis hinab auf den Winterweg wie im Führer empfohlen) versanken die Ski im tiefen Sulz. Alles fahrbar, wenn auch selten schön. Der Gegenanstieg zu Hütte war dann nochmal ordentlich anstrengend und heiß.

Wir kamen so spät zurück zu Hütte, dass wir auf der sonnigen Terrasse nur noch ein Bier tranken, um uns nicht das Abendessen zu verderben. Das war aber vielleicht ein Fehler, denn die Portion an diesem Abend war recht klein. Es gab Nudelsuppe, Schweinebraten mit Speckbohnen und Kartoffeln und Apfelscheiben mit Vanillecreme als Dessert. Glücklicherweise kann man von den Beilagen Nachschlag ordern, sonst hätten wir tatsächlich hungrig ins Bett gehen müssen ...


Start Richtung Piz Buin, Signalhorn, Silvretta Egghorn und Silvrettahorn.


Angeseilter Anstieg über den Ochsentaler Gletscher


Der lange Weg zum Großen und Kleinen Piz Buin und zum Signalhorn


Windgeformter Schnee auf dem Gletscher, hinten das Hohe Rad


Die Wahl: Links die steile Flanke, rechts das steile Horn


Aufstieg über die Steilflanke


Aufstieg zum Silvretta Egghorn


Abstieg vom Silvretta Egghorn


Wunderschöner Pausenplatz


Supersteile Abfahrtsspuren (auch wenn des nicht so aussieht)


Pause in der Furcola da Cunfin, hinten der Piz Linard


Gletscherabfahrt


Hüttenaufstieg

Von engel am 06.04.2017 20:49 • outdoorski

Das sieht alles sehr, sehr schön aus und alles was Du bisher über den Urlaub geschrieben hast liest sich super! Ihr habt Euch da aber auch wirklich eine wettertechnisch perfekte Woche rausgesucht!

[1] Von Sabine am 06.04.2017 22:12

Glück gehabt, kann ich da nur sagen :-)
Und ja, das stimmt!

[2] Von engel am 07.04.2017 17:49

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