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Freitag, 05.10.2018: Einsam im Schnee

Sonntag, Oktober 21, 2018

Wir standen früh auf, waren früh unterwegs und luden schon kurz nach 8 die Räder in Holzgau aus dem Auto. Es war a…kalt und wir froren erst mal, als wir in den Tobel des Höhenbachs hinein radelten. Am Wasserfall, wo wir natürlich schoben, wurde es uns dann aber schon warm ;-)

Im Gegensatz zum letzten Mal, war nichts los. Gar nichts :-)

Wir radelten bis zum Ende der Straße über der Roßgumpenalm und legten die Räder dort ins Gras. Wenn eh niemand unterwegs ist, muss man sie ja auch nicht mühsam im Wald verstecken (natürlich werden sie immer gut abgesperrt). Wir kamen bald in die Sonne und konnten unser Ziel vor uns sehen. Der Weg dorthin war aber noch weit.

Am Oberen Mädelejoch gab es eine Pause, dann gingen wir bis zur ‘Kehre, die am weitesten ins Öfnerkar hinein reicht’ und folgten den Trittspuren. Die verliefen sich allerdings bald und wir stiegen halt weglos weiter auf. Zu unserer großen Freude trafen wir auf eine Steinbock-Herde, die total abgebrüht kaum Notiz von uns nahm und uns echt nah heran kommen ließ, bis sie sich dann doch ein wenig aus dem Weg begaben (wir gingen natürlich nicht direkt auf die Herde zu, aber sie waren halt nah bei unserem Weg).

Dann standen wir vor der Scharte, in die wir das letzte Mal runter geschaut hatten. Und wie erwartet war der Aufstieg da hinauf geröllig, bröselig, echt anstrengend und total Sch… Ich graulte mich schon beim Aufstieg vor dem Abstieg.

Von der Scharte aus sahen wir auch direkt den Weiterweg, der netterweise mit roten Punkten markiert ist. Das ist im weiteren Verlauf des Aufstiegs hilfreich, den der Weg ist nicht immer offensichtlich.

Wir stiegen also ein und stellten gleich fest: Weia, da liegt noch Schnee (hatten wir erwartet) und der ist teilweise ganz schön tief und noch dazu gefroren (was wir so nicht erwartet hatten). Der Aufstieg ist noch dazu wie die Scharte arg bröselig, was zwischendurch ein wenig unangenehm ist. Nur da, wo man tatsächlich klettern darf, ist der Fels toll und fest (und war kalt).

Der Weg zum Gipfel ist weiter als man von der Scharte aus annimmt und wir brauchten relativ lang dafür, weil teilweise der Weg durch den Schnee nicht sehr klar war und weil es zwischendurch auch richtig eisig war. Aber - Tadaa! - wir kamen oben an :-)

Den eigentlich geplanten Weiterweg schenkten wir uns aber, weil da auch Wegsuche zu erwarten war (speziell für den Rückweg) und uns die Zeit schon ziemlich fortgeschritten vorkam. Wir wollten nicht im Dunklen runter radeln.

Der Abstieg war oben in der eisigen Rinne ziemlich unangenehm, ging sonst aber besser als befürchtet. Sogar der Abstieg durch die Brösel-Rinne war relativ OK, unten konnten wir sogar ein wenig im Geröll abfahren. Wir machten in der Nähe der Steinböcke nochmal Pause, was die ungerührt zur Kenntnis nahmen (soll heißen, sie bewegten sich gerade mal 3 Schritte weiter).

Bei den Rädern war schon lang Schatten und es zahlte sich aus, dass wir vorsichtshalber noch eine Schicht Kleidung auflegten, denn im Tobel war es schon eiskalt. Wir kamen um halb sieben beim Auto an. Auf den Zusatzgipfel zu verzichten war eine gute Idee gewesen. Wir kommen halt nochmal wieder ;-)


Am Wasserfall geht nur Schieben


Auf den letzten Radl-Metern


Das Ziel im Blick


Lechtaler Herbstblick


Steinböcke ...


... gelassen


Mühsamer Anstieg zur Scharte


Immer noch vor der Scharte


Auf dem Weg zum Gipfel (inzwischen über der Scharte)


Zwischendurch hat es Schnee


Mit Aussicht am Gipfel


Abstieg


Abfahrt

Von engel am 21.10.2018 09:26 • outdoorbergmtb
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