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Friedensfest

Dienstag, August 08, 2017

Der 8. August ist der einzige Tag des Jahres, an dem ich die Augsburger Kollegen ein wenig beneide. Da haben die frei und wir nicht. An den restlichen Tagen des Jahres freue ich mich darüber, in München zu sein und nicht in Augsburg ;-)

Der Tag war angenehm temperiert, aber es waren Gewitter für Nachmittags/Abends angesagt. Als es um kurz vor 4 draußen dunkler wurde, schaute der ebenfalls radelnde aber etwas wasserscheuere Kollege ins Regenradar und packte umgehend seine Sachen, um von zuhause aus weiter zu arbeiten. Ich lasse mich inzwischen vom Wetter nicht beeindrucken. Wenn es regnet, dann regnet es eben.

Unter vereinzelten Tropfen radelte ich dann ins Monopol und schaute Die göttliche Ordnung an. Da geht es um Nora, die in einem beschaulichen Appenzeller Dorf lebt und eigentlich nur wieder halbtags arbeiten gehen, weil sie sich langweilt. Ihr Mann ist dagegen und sie muss feststellen, dass 1971 in der Schweiz Frauen quasi rechtlos sind. Bald soll über das Frauenwahlrecht abgestimmt werden und sie rutscht langsam und fast ohne ihr Zutun in die Rolle der Anführerin der rebellischen Frauen des Dorfes, die für das Frauenwahlrecht sind, hinein. Das ist natürlich nicht einfach so auf dem Dorf.

Der Film ist so langsam und beschaulich wie das kleine Appenzeller Dorf und genau das macht ihn so überzeugend. Es gibt keine großen Aufstände und Heldentaten, nur viele kleine Wahrnehmungen und Veränderungen. Und am Ende - das ist Geschichte - führt auch die Schweiz das Frauenwahlrecht ein.

Der Film hat mir ausnehmend gut gefallen. Das Kino war voll mit älteren Damen, die diese Zeit vermutlich alle selbst und bewusst erlebt haben und direkt nach dem Ende des Films konnte ich rundrum Diskussionen und ‘Weißt Du noch ...’ hören. Wahrscheinlich wäre es sehr interessant gewesen, noch ein wenig sitzen zu bleiben und zu lauschen, aber ich musste unbedingt raus und den Nachmittagskaffee entsorgen.

Der Plan wäre dann gewesen, im Fitnesscenter noch eine Runde auf dem Crosstrainer zu laufen, aber im Kino hatte ich mal wieder einen Knieschnackler und danach fühlt sich das Knie .... einfach nicht gut an. Ich radelte langsam nach Hause. Radeln ist immer die beste Therapie und daheim fühlte sich das Knie zu 99% wieder OK an.

Knapp 5 Wochen noch bis zum Urlaub. Extra-Kondition bekomme ich jetzt eh nicht mehr, aber ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem. Meh.

Von engel am 08.08.2017 22:00 • diary
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