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“Irgendwas machen Sie richtig.”

Mittwoch, Juni 20, 2018

... “Also machen Sie weiter so.”

Sagte der Orthopäde heute, als ich ihm von gelegentlichem Blöd-Knie und arg unrundem Gelaufe erzählte. Nicht dass es mir grad besonders schlecht ginge, ich bin immer noch bei ‘im Großen und Ganzen zufrieden’, auch wenn sich das Knie-Rumgezicke aus unersichtlichen Gründen in letzter Zeit doch gehäuft hat (und dann hadere ich halt doch immer wieder).

Sonst ist der Status wie bekannt: Das Knie ist hoffnungslos kaputt, es hat Löcher im Knorpel, es schwimmen viele, viele, viele freie Gelenkkörper drin rum, Streckung geht nicht vollständig, Beugung ist auch arg eingeschränkt. Next Stop: Gelenk-Ersatz. Aber halt lieber später als früher, weil nochmal tauschen müssen wäre dann halt echt doof.

Der Kommentar kam bei der Diskussion, wie ich denn den richtigen Zeitpunkt finden würde, wann die Einschränkungen zu viel würden. Weil krumm Laufen hat ja sicherlich auch Auswirkungen auf den Rest vom Körper. Noch habe ich keine Beschwerden (neben dem Knie natürlich), aber wenn man welche kriegt, ist es ja meistens zu spät. Aber es weiß ja niemand, welcher Körper wie auf was reagiert, also kann man auch nicht viel prophylaktisch machen.

Der Doc sah nochmal in meine Akte und blätterte zurück und zurück und zurück und kam bis 2004, wo die Knie-Situation ja auch nicht allzu anders gewesen war (Arthrose Status 3, jetzt 4), nur hatte man da halt nochmal eine OP zum Aufräumen machen können, das geht jetzt nicht mehr. Und da kam eben der schöne Satz da oben, den ich ja selbst auch glaube. Denn die Aufzeichnungen von meinem jetzigen Doc gehen nicht so weit zurück wie meine Beschwerden und die beiden OPs davor.

Deswegen also: Weitermachen, aber nicht übertreiben. Auch so ein schöner Satz, denn wann beginnt Übertreiben? Manchmal bei 400 Höhenmetern, manchmal nicht bei 1700 Höhenmetern. Das weiß man aber ja vorher nicht. Es ist und bleibt schwierig.

Danach radelte ich mit vollem Klettergepäck ins Büro. Im Englischen Garten sah ich kurz einer Reiter-Polizei-Truppe (4 Frauen) zu, wie die mit ihren Pferden über verschiedene Hindernisse sprangen. So ist Arbeit natürlich auch nett ;-)

Klettern war total angenehm. Wir waren draußen an der Ostwand, wo es Schatten hatte und nur wenig los war. Dazu wehte ständig Wind, was bei der Wärme auch prima war. Ich wollte gemäßigt beginnen, weil nach 4 Wochen Pause natürlich die tolle Kletterhaut an den Händen schon wieder weg war. Gute Idee eigentlich, aber ich scheiterte trotzdem an einer gemäßigten 6- ;-) Wobei ich die schwieriger fand als die eine 6+, die ich ging. Nach 5 Routen musste ich aufhören, weil ich nichts mehr anlangen konnte, aber das war alles trotzdem total fein :-)

  • Sektor Ostwand Outdoor
    • Waterfail, 5, Maximilian Kotheimer, Vorstieg
      War deutlich schwieriger als erwartet, aber gut machbar.
    • Jugyparty, 6-, Maximilian Kotheimer, Vorstieg
      Die dagegen fiel mir viel leichter als edie vorige Route.
    • I’ll be back, 6-, Maximilian Kotheimer, Vorstieg
      An der Route scheiterte ich kläglich am Überhang, weil ich mich einen gefühlt extrem unsicheren Zug einfach nicht traute. 3 Ansätze, 3 Mal Schissertum, dann Abbruch.
    • Kung Fu Meister Shifu, 6, Ben Hoffmann, Vorstieg
      War relativ schwer und ziemlich kraftig fand ich, klappte aber gut.
  • Sektor Südwand Indoor
    • Arbeitsflow, 6, Julius Heer, Vorstieg
      Viel leichter als alles, was ich vorher draußen gegangen war. Aber da war schon extrem Händeweh.
Von engel am 20.06.2018 21:16 • diary
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