Ist zwar faktisch nicht ganz korrekt, weil die Touren alle vor dem Jahreswechsel statt gefunden haben, aber weil das Wetter nun nicht mehr mitspielt und weil überhaupts passt der Titel schon :-)
Neben diversem Organisatorischem haben wir es doch 4 Mal geschafft, uns freizuschaufeln und den Schnee zu geniessen. Die vierte Tour war eigentlich völlig anders geplant, aber das Wetter - also eigentlich die Strassenverhältnisse, mit Schneefall und Sturm hatten wir gerechnet - hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Also:
Sonntag, 26.12.2011: Ochsenkopf und Rangiswanger Horn
Testtour für unsere beiden Verletzungen. Sowohl die eine als auch die andere haben die Skitourerei gut vertragen, deswegen haben wir nach dem Ochsenkopf auch gleich noch das Rangiswanger Horn angehängt. Ich hab mich passend zum Saisonauftakt im Aufstieg gleich mal in den erstbesten Bach geschmissen. Ist aber auch blöd, so ne Tourenbindung, geht hinten einfach hoch, wenn der Ski irgendwo aufläuft (und beispielsweise im Ufer gegenüber stecken bleibt).

Typischer Skisaison-Anfang

Andrea im Bach

Spuren am Ochsenkopf

Am Rangiswanger Horn (mit Sonne :-))
Montag, 26.12.2011: Grünhorn
Wir nahmen die anstrengendere aber schönere Route über den Bach und den Sommerweg. Die Schneemengen waren einigermassen überraschend, mit so viel hatten wir wirklich nicht gerechnet. Nachdem der beste Allgäuer von Allen heldenhaft durch teils oberschenkeltiefen Schnee (in den reichlich vorhandenen Schneewehen) beinahe bis zur Starzelalpe gespurt hatte, zogen die Nachgeher im Eiltempo an uns vorbei. Aber das Grünhorn ist breit genug, so dass auch für uns noch unebrührter Schnee für wunderbare Schwünge übrig blieb.

Aufstieg über den Sommerweg

An dem Hüttchen gab es eine Pause in der Sonne

Andrang am Gipfel

Rückblick auf die Traumhänge
Dienstag, 27.12.2011: Höferspitze
Das erste Mal mit den neuen ‘Minis’. Der Schnee war nicht mehr so ideal wie am Vortag und besonders im Bereich oberhalb der Feststufe ziemlich windgepresst. Im oberen Teil des Gipfelhangs gibt es beeindruckende Schneemäuler. Den Übergang vom Skigipfel zum eigentlichen Gipfel schenkten wir uns - die Wechten am schmalen Grat waren uns deutlich zu heikel (wie den anderen auch). Wir machten uns ein paar Sorgen wegen der Abfahrt, ob wir mit den kleinen Skiern nicht erbärmlich absaufen würden. Aber die Ski schlugen sich heldenhaft sogar da wo der Pressdeeckel oben drauf lag :-)

An der Bärguntalpe

Im Gipfelhang

Oben :-)

Dort wollten wir nicht hinüber
Freitag, 30.12.2011: Sonnenkopf
Morgens um 6 erst eine SMS, dann ein Anruf. Nein, bei den Bedingungen (Strassenglätte, Unfälle, Staus, Sperrungen) wurde das nix mit der geplanten gemeinsamen Tour. Gegen Mittag wollten wir dann aber doch noch raus und schlitterten mit dem Kangoo nach Sonthofen. Dreiviertel des Aufstiegs schneite es dicke Flocken, dann liess der Schneefall etwas nach. Am Gipfel war weniger Wind als befürchtet, aber die Bedingungen luden trotzem nicht zu einer langen Pause ein. Die Abfahrt erfreute durch frischen Tiefschnee, der aber für meine Knie fast zu tief und schwer war - ich hab schon schönere und kringligere Spuren hinterlassen.

Es schneit ...

... dicke fette Flocken.

Kurzer Talblick

Sonnenkopf, nicht direkt sonnig
Für mich zum Nachlesen:
Mit dem K2 Shuksan, den ich bisher für den am leichtesten zu fahrenden Ski hielt, tut das linke Knie an der Innenseite bei schwierigeren Verhältnissen weh (das rechte Knie tut unterwegs nie wirklich weh, ist aber generell instabiler; das schmerzt erst hinterher). Mit dem MountainWave WakeUp, der eigentlich mehr Kraft zum Fahren benötigt, stecken die Knie die Belsatung deutlich besser weg. Mit den neuen Minis, Hagan Offlimit, komme ich etwa so gut zurecht wie mit dem Shuksan. Insgesamt bin ich vorsichtiger geworden. So richtig mit Juchei irgendwo reinfahren trau ich mich nicht mehr.