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Manaslu

Donnerstag, Januar 10, 2019

Vormittags hatte ich einen Doc-Termin und arbeitete zunächst von zuhause aus. Als ich aufgestanden war, lag vor dem Balkon eine dicke fluffige Schneedecke von vielleicht 30cm, die nur von ein paar wenigen Fußspuren unterbrochen war. Dann begann der Hausmeister seine Arbeit.

Ich ging zu Fuß zum Doc. Einerseits, weil Schnee (Hach!) und andererseits, weil die beiden Stationen Ubahn mit Hin- und Weiterlaufen insgesamt fast genauso lang brauchen, wie gleich direkt hinzugehen. Es war nicht allzu kalt, aber ich zog trotzdem die Daunenhose über, weil ich immer so schnell einen kalten Po bekomme. Das Laufen war, wie nun schon seit einer ganzen Weile, nicht so toll. Vom Knie abgesehen war es aber wunderbar. Es schneite, ich war ordentlich eingepackt und stiefelte mit Freude quer durch allerlei Schneewälle zwischen geräumten und nicht geräumten Abschnitten :-)

Beim Doc kam ich ungewöhnlich schnell dran, was vermutlich daran lag, dass viele ihren Termin nicht schafften. Zumindest interpretiere ich die halb mitgehörten Telefonate der Arzthelferinnen so. Beim Doc sein ist ja immer auch ein bisserl Plauderstunde, deswegen weiß ich jetzt einiges über die Vorteile einer Schneefräse und über Gartenvögel in Holzkirchen (Girlitz musste ich allerdings erst mal googeln) ;-)

Danach wurde es weniger erfreulich, denn dann sprachen wir über mein Knie, weswegen ich ja da war. Als erstes kommt ein neues MRT, damit man genau beurteilen kann, wie weit der Verfall inzwischen fortgeschritten ist. Dann sehen wir weiter. Zusätzlich wollte ich eigentlich ein ein Rezept für Physiotherapie für den Ellenbogen haben (das verschobene aus dem Dezember), weil der ja immer noch rumzickt, aber das ging irgendwie schief, denn ich habe stattdessen nochmal ein Physio-Rezept für die Begradigung des rechten Beins bekommen. Aber das war eine schlechte Idee gewesen, das will ich nicht nochmal. Naja, ich gehe ja nächste Woche eh wieder hin, darauf kommt es jetzt auch nicht an.

Als ich nach langer und arg voller Ubahn-Fahrt (die U6 geht raus nach Garching und ist immer voller Studenten) im Büro ankam, war auf dem Handy die Email-Benachrichtigung von DHL, dass das Radl-Paket am gewünschten Ablageort ist. Yay! DHL sind übrigens die einzigen, bei denen das zuverlässig klappt, wenn man einen Ablageort einstellt.

Nachmittags machte ich den MRT-Termin beim Radiologicum in Schwabing aus. Da landete ich zu ersten Mal in einer Telefon-Auswahl, wo nach Privatpatient und Kassenpatient unterschieden wurde. Das fand ich so doof (und vermutlich unsolidarisch), dass ich fast woanders angerufen hätte. Aber die haben schon die Daten der beiden letzten Knie-MRTs, deswegen machte ich dann trotzdem einen Termin aus.

Abends ging ich Manaslu – Berg der Seelen gucken. Fand ich großartig! Tolle Bilder (ehklar, wenn der Film von Gerald Salmina ist) und interessant gemacht mit den vielen Rückblicken vom Kammerlander selbst und den Filmsequenzen dazu. Ganz großartig finde ich, wie die früheren Jahre im Bergsteigen umgesetzt wurde. Diese Ausrüstung, diese Farben! Und es hat mich auch sehr gefreut, da Simon Gietl als den jungen Kammerlander zu sehen. Die Rekapitulation des Unfalls fand ich ein bisserl nervig, weil das so arg wie ich-armer-reuiger-Sünder rüber kam. Andererseits ist es bestimmt so, dass er das sehr bereut, und ich wüsste auch nicht, wie man das hätte besser machen sollen. Und weglassen wäre viel schlimmer gewesen, wenn sonst quasi das ganze Leben erzählt wird.

Von engel am 10.01.2019 23:00 • diary
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